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Die Dreieinigkeit Gottes und die Auferstehung

Prof. D. Blair Smith (RTS, Charlotte, NC) hat einen guten Aufsatz zum Thema „Wie uns die Lehre vom einen Gott in drei Personen zu einem tieferen Verständnis der Auferstehung führt“ publiziert. Darin heißt es über die zwei Zusicherungen, die für die Glaubenden mit der Auferstehung einhergehen: 

Augustins theologische Überlegungen führten uns zum Heiligen Geist als die Liebe, die uns mit dem Sohn verbindet und dadurch auch mit dem Vater. Das füllt nun auch die Lücke, die von Römer 8,11 noch offen ist. Denn das vollständige Bild des Paulus von der Auferstehung stellt nicht nur die Verbindung der drei göttlichen Personen mit dem Ereignis der Auferstehung dar, sondern zeichnet auch den Glaubenden in das Bild ein als vom Heiligen Geist erfüllt. Zwei Dinge folgen für uns aus der trinitarischen Gestalt der Auferstehung von Christus: Erstens wird uns unsere eigene körperliche Auferstehung damit zugesichert und zweitens wird uns die gegenwärtige Gemeinschaft mit der Dreieinigkeit durch die gnädige Einheit mit Christus angeboten. Derselbe Geist vom Vater, der den Körper des Sohnes von seinem Tod in der Geschichte auferweckt hat, wird auch unsere Körper in gleicher Weise erwecken. Die Auferstehung des Christus ist die Zusicherung und das Vorbild für unsere zukünftige Auferstehung (1. Johannes 3,1-2). Aber die Auferstehung ist nicht nur ein zukünftiges Ereignis für die Glaubenden. Sie ist auch eine gegenwärtige Realität.

Die gegenwärtige Realität unseres Auferstehungslebens in Christus ist, was die Gebete von Paulus befeuert (vgl. Eph 1,15- 23) und ihn dazu bringt, die trinitarischen Dimensionen des christlichen Lebens auszuloten. In Epheser 2 sieht Paulus zum Beispiel unsere Einheit mit Christus in der Liebe des Vaters wurzeln (Vers 4). Diese unverzichtbare Auferstehungs-Einheit hat die „neue Schöpfung“ in den Heiligen bewirkt (2Kor 5,17; 1Pet 1,3). Aufgrund dessen können wir befähigt durch den Heiligen Geist ein auf Gott ausgerichtetes Leben in Gerechtigkeit leben, an dem unser himmlischer Vater Gefallen hat. Es sind keine vollkommenen Leben, die wir führen. Die Bibel ist erfrischend realistisch, wenn es um die Versuchungen geht, die uns treffen und die dringende Notwendigkeit mit ihnen zu kämpfen. Genauso wie Jesus dem Tod gegenüberstand vor seiner siegreichen Auferstehung, so ist unser christliches Leben gekennzeichnet von kleinen Toden: Sünde, Sorgen und Leiden. Aber weil Christus vom Tod auferstanden ist und uns den Geist gegeben hat, ist unser Leben noch stärker gekennzeichnet von kleinen Auferstehungen (Röm 6,1-11).

 In deutscher Sprache kann er hier angerufen werden: BGDL122.pdf.