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Die erotischen Gefühle eines Benediktinermönchs

Pater Anselm Grün ist einer der erfolgreichsten deutschen Ratgeberautoren. Er verfasste bisher etwa 100 Bücher wie 50 Engel für das Jahr oder Quellen innerer Kraft.

Mir begegnen immer wieder Freunde und Leute, die davon überzeugt sind, dass der Pater das biblische Evangelium verkündigt. Wer genau hinhört oder sorgfältig liest, sollte merken, dass er der »philosophia perennis« und dem östlichen Mystizismus näher steht als dem jüdisch-chrislichem Glauben. Ein Beispiel:

Menschliche Zuneigung ist die Erfahrung von Verzauberung und Verletzung, von Erfüllung und Enttäuschung. Man träumt davon, die große Liebe des Lebens zu finden, eine Liebe, die für immer satt macht. Doch egal, wie glücklich eine Beziehung ist: Die Sehnsucht bleibt immer größer als die Erfüllung. Das will mich an den Grund der Seele führen, in der die Quelle der Liebe ist. Platon spricht vom Eros, der alles verbindet. Wenn Paulus von der Liebe spricht, spricht er nicht von der Liebe zu Gott, zu einer Frau oder zum Nächsten, sondern von der Liebe als Qualität des Lebens.

Hier das Interview, das Anselm Grün anlässlich der Veröffentlichung einer Biographie der Zeitschrift WELT gegeben hat: www.welt.de.