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	Kommentare zu: Die Gemeinde als Gegenkultur	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>
		Von: FrankS		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-gemeinde-als-gegenkultur/41370/comment-page-1/#comment-90992</link>

		<dc:creator><![CDATA[FrankS]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Mar 2024 06:44:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hatte &lt;em&gt;Nietzsche &lt;/em&gt;&lt;span&gt;recht? Pauschal würde ich sagen, nein. Schaut er sich jedoch das Christentum in Deutschland an, so wäre ich geneigt ihm zuzustimmen. Auch in diesem unserem Land trifft man mit solchen pauschalen Thesen natürlich jede Menge Ausnahmen. Der Wohlstand wirkt auf die Christen jedoch ziemlich lähmend, ermüdend und sättigend. &lt;/span&gt;

&lt;span&gt;Fährt man in andere Länder, in denen es mit dem Wohlstand längst nicht so weit her ist,  &lt;/span&gt;                  &lt;span&gt;präsentiert sich das Christentum dort gänzlich anders. Hätte Nietzsche beispielsweise lediglich überzeugte Christen aus Tansania vor Augen gehabt, wäre sein Urteil gänzlich anders ausgefallen.&lt;/span&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hatte <em>Nietzsche </em><span>recht? Pauschal würde ich sagen, nein. Schaut er sich jedoch das Christentum in Deutschland an, so wäre ich geneigt ihm zuzustimmen. Auch in diesem unserem Land trifft man mit solchen pauschalen Thesen natürlich jede Menge Ausnahmen. Der Wohlstand wirkt auf die Christen jedoch ziemlich lähmend, ermüdend und sättigend. </span></p>
<p><span>Fährt man in andere Länder, in denen es mit dem Wohlstand längst nicht so weit her ist,  </span>                  <span>präsentiert sich das Christentum dort gänzlich anders. Hätte Nietzsche beispielsweise lediglich überzeugte Christen aus Tansania vor Augen gehabt, wäre sein Urteil gänzlich anders ausgefallen.</span></p>
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		<title>
		Von: Schandor		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-gemeinde-als-gegenkultur/41370/comment-page-1/#comment-90986</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schandor]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2024 05:46:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Ron

Ja, das sind nicht zu unterschätzende Dinge, keine Frage! Die Bibel nennt sie &quot;Glieder, die auf Erden sind&quot;, eine Chiffre für das Unerwünschte, für die Sünde.

Hinter einem (!) dieser &quot;Glieder&quot; allerdings, die allesamt Entartungen guter Dinge darstellen, verbirgt sich ein &quot;Götze&quot;, aber natürlich auch nur in übertragenem Sinn: Die Habsucht. Die Liebe zum Geld. Die Suche nach Sicherheit im Geld, das passt auch zur lutherischen Anschauung dessen, was ein Götze ist. Hier sucht man das, was Gott geben will, nämlich Sicherheit(en), im Geld. Darumb ist&#039;s wol Gözendienst, hätte Luther gesagt.

Was die anderen Dinge betrifft, kann ich beim besten Willen keinen Götzendienst sehen, weder im übertragenen noch im grammatikalischen Sinn.

LG S.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Ron</p>
<p>Ja, das sind nicht zu unterschätzende Dinge, keine Frage! Die Bibel nennt sie &#8222;Glieder, die auf Erden sind&#8220;, eine Chiffre für das Unerwünschte, für die Sünde.</p>
<p>Hinter einem (!) dieser &#8222;Glieder&#8220; allerdings, die allesamt Entartungen guter Dinge darstellen, verbirgt sich ein &#8222;Götze&#8220;, aber natürlich auch nur in übertragenem Sinn: Die Habsucht. Die Liebe zum Geld. Die Suche nach Sicherheit im Geld, das passt auch zur lutherischen Anschauung dessen, was ein Götze ist. Hier sucht man das, was Gott geben will, nämlich Sicherheit(en), im Geld. Darumb ist&#8217;s wol Gözendienst, hätte Luther gesagt.</p>
<p>Was die anderen Dinge betrifft, kann ich beim besten Willen keinen Götzendienst sehen, weder im übertragenen noch im grammatikalischen Sinn.</p>
<p>LG S.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Roger Bückert		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-gemeinde-als-gegenkultur/41370/comment-page-1/#comment-90985</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roger Bückert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Feb 2024 12:10:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&quot;Die Gemeinde war schon immer eine physische, verkörperte Versammlung, in der Gottes Volk betet, singt und gemeinsam das Brot bricht. Wir halten dies für selbstverständlich und vergessen dabei, wie radikal dies ist. Wo sonst kommen heute verschiedene Menschen mit solcher Regelmäßigkeit zusammen?
Das ist in der heutigen Welt besonders irritierend, weil die allgemeine Entwicklung weg von der verkörperten Präsenz hin zu unverkörperten Erfahrungen geht. Wir verbringen unser Leben zunehmend an Bildschirmen, Smartphones und Apps. Unsere Beziehungen sind weitgehend digital. Dies verstärkt zum einen unsere bereits bestehenden gnostischen Tendenzen zu einem eher vergeistigten als verkörperten Glauben, zum anderen wird die zentrale Verkörperung der Gemeinde als „Leib Christi“ im materiellen und nicht nur im theoretischen Sinn subtil unterschätzt.
In einer solchen Welt ist die physische Versammlung der Gemeinde an einem gemeinsamen Ort für ein paar Stunden am Sonntag ein revolutionärer Akt.
Wir müssen erkennen, was für eine gegenkulturelle Gabe dies ist. Gemeinden sollten heute die verkörperte Wesensart des Gottesdienstes und der Liturgie betonen, die Praxis des Abendmahls, den Friedensgruß, die Bewegung in der Anbetung, das Händeschütteln und die gegenseitige Umarmung – all dies erinnert die Gemeinde, dass wir hier zusammen sind, gemeinsam, in der Gegenwart Gottes.
Eins der größten Geschenke von der Gemeinde des 21. Jahrhunderts ist es, die Menschen wieder für die verkörperte Realität des Menschseins zu sensibilisieren.&quot;
so heißt es weiter!
Anwendung auf &quot;Verbot&quot; von bzw. Einschränkungen bei Präsenzgottesdiensten, Abstandsregeln etc. ? 
Offene Frage: Ist nicht doch ein fester Bestandteil des Wesens von Gemeinde dadurch aufgegeben worden, dass auf Online-Veranstaltungen ausgewichen wurde und sowohl Händeschütteln als auch gegenseitige Umarmungen &quot;gestrichen&quot; wurden?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Die Gemeinde war schon immer eine physische, verkörperte Versammlung, in der Gottes Volk betet, singt und gemeinsam das Brot bricht. Wir halten dies für selbstverständlich und vergessen dabei, wie radikal dies ist. Wo sonst kommen heute verschiedene Menschen mit solcher Regelmäßigkeit zusammen?<br />
Das ist in der heutigen Welt besonders irritierend, weil die allgemeine Entwicklung weg von der verkörperten Präsenz hin zu unverkörperten Erfahrungen geht. Wir verbringen unser Leben zunehmend an Bildschirmen, Smartphones und Apps. Unsere Beziehungen sind weitgehend digital. Dies verstärkt zum einen unsere bereits bestehenden gnostischen Tendenzen zu einem eher vergeistigten als verkörperten Glauben, zum anderen wird die zentrale Verkörperung der Gemeinde als „Leib Christi“ im materiellen und nicht nur im theoretischen Sinn subtil unterschätzt.<br />
In einer solchen Welt ist die physische Versammlung der Gemeinde an einem gemeinsamen Ort für ein paar Stunden am Sonntag ein revolutionärer Akt.<br />
Wir müssen erkennen, was für eine gegenkulturelle Gabe dies ist. Gemeinden sollten heute die verkörperte Wesensart des Gottesdienstes und der Liturgie betonen, die Praxis des Abendmahls, den Friedensgruß, die Bewegung in der Anbetung, das Händeschütteln und die gegenseitige Umarmung – all dies erinnert die Gemeinde, dass wir hier zusammen sind, gemeinsam, in der Gegenwart Gottes.<br />
Eins der größten Geschenke von der Gemeinde des 21. Jahrhunderts ist es, die Menschen wieder für die verkörperte Realität des Menschseins zu sensibilisieren.&#8220;<br />
so heißt es weiter!<br />
Anwendung auf &#8222;Verbot&#8220; von bzw. Einschränkungen bei Präsenzgottesdiensten, Abstandsregeln etc. ?<br />
Offene Frage: Ist nicht doch ein fester Bestandteil des Wesens von Gemeinde dadurch aufgegeben worden, dass auf Online-Veranstaltungen ausgewichen wurde und sowohl Händeschütteln als auch gegenseitige Umarmungen &#8222;gestrichen&#8220; wurden?</p>
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		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-gemeinde-als-gegenkultur/41370/comment-page-1/#comment-90984</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Feb 2024 11:32:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://theoblog.de/die-gemeinde-als-gegenkultur/41370/comment-page-1/#comment-90983&quot;&gt;Schandor&lt;/a&gt;.

@Schandor: Im engeren Sinn ist Götzendienst die Anbetung eines Pseudogottes. Da hast Du völlig recht.

Daneben nennt die Bibel auch Geld und Reichtum als Götzen (Mammon in Mt 6,24). Das gilt auch für Geiz, Neid, Habgier, Unzucht, Unkeuschheit (vgl. Eph 5,5; Kol 3,5).

Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://theoblog.de/die-gemeinde-als-gegenkultur/41370/comment-page-1/#comment-90983">Schandor</a>.</p>
<p>@Schandor: Im engeren Sinn ist Götzendienst die Anbetung eines Pseudogottes. Da hast Du völlig recht.</p>
<p>Daneben nennt die Bibel auch Geld und Reichtum als Götzen (Mammon in Mt 6,24). Das gilt auch für Geiz, Neid, Habgier, Unzucht, Unkeuschheit (vgl. Eph 5,5; Kol 3,5).</p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Schandor		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-gemeinde-als-gegenkultur/41370/comment-page-1/#comment-90983</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schandor]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Feb 2024 09:15:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=41370#comment-90983</guid>

					<description><![CDATA[1) Die Christen betreiben keinen Götzendienst. Das u. a. von Tim Keller so gerne propagierte Bild vom Götzen ist nicht richtig. Ein Götze ist ein Standbild, das für eine okkulte Macht steht. Welche Christen beten so etwas an? Man kann gut und gerne zu allem Götzen sagen, nur Götze wird es dadurch keiner. Die Bezeichnung ist einfach falsch.

2) Die Gemeinde als Ort der Bequemlichkeit? Wo?

3) Das Christentum hat nichts bequemes. All die Forderungen, unter deren Unerfüllbarkeit der Christ leidet, dazu die Verfolgungen, Schmähungen usw. Was soll bitteschön daran bequem sein?

4) Das Christentum steht in diametralem Gegensatz zu den Denksystemen der Welt, insbesondere zum Todestrieb des Sozialismus (Kultur des Todes). Wenn das bequem sein soll, weiß ich auch nicht.

5) Nietzsche hörte sich gern reden. Der hat jede Position vertreten, wenn es ihm gerade recht war. Irgendwann hatte er sogar keine Freude mehr daran, über Lüste und Laster zu lästern ...

6) Schon allein daran, dass man alles glauben (können) muss und nichts sehen kann, ist in allerhöchstem Maß unbequem.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1) Die Christen betreiben keinen Götzendienst. Das u. a. von Tim Keller so gerne propagierte Bild vom Götzen ist nicht richtig. Ein Götze ist ein Standbild, das für eine okkulte Macht steht. Welche Christen beten so etwas an? Man kann gut und gerne zu allem Götzen sagen, nur Götze wird es dadurch keiner. Die Bezeichnung ist einfach falsch.</p>
<p>2) Die Gemeinde als Ort der Bequemlichkeit? Wo?</p>
<p>3) Das Christentum hat nichts bequemes. All die Forderungen, unter deren Unerfüllbarkeit der Christ leidet, dazu die Verfolgungen, Schmähungen usw. Was soll bitteschön daran bequem sein?</p>
<p>4) Das Christentum steht in diametralem Gegensatz zu den Denksystemen der Welt, insbesondere zum Todestrieb des Sozialismus (Kultur des Todes). Wenn das bequem sein soll, weiß ich auch nicht.</p>
<p>5) Nietzsche hörte sich gern reden. Der hat jede Position vertreten, wenn es ihm gerade recht war. Irgendwann hatte er sogar keine Freude mehr daran, über Lüste und Laster zu lästern &#8230;</p>
<p>6) Schon allein daran, dass man alles glauben (können) muss und nichts sehen kann, ist in allerhöchstem Maß unbequem.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Christ		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-gemeinde-als-gegenkultur/41370/comment-page-1/#comment-90981</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christ]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Feb 2024 09:06:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein hervorragender Artikel, den ich mir abspeichere.
Insbesondere die Aussage über den Versuch, als Gemeinde relevant sein zu wollen, erscheint mir für unsere Zeit sehr aktuell.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein hervorragender Artikel, den ich mir abspeichere.<br />
Insbesondere die Aussage über den Versuch, als Gemeinde relevant sein zu wollen, erscheint mir für unsere Zeit sehr aktuell.</p>
]]></content:encoded>
		
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