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	Kommentare zu: Die große Umkehrung	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>
		Von: Udo		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-grosse-umkehrung/41480/comment-page-1/#comment-91041</link>

		<dc:creator><![CDATA[Udo]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2024 19:11:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Komplementaritätsprinzip, dass zwei methodisch verschiedene Beobachtungen oder Beschreibungen eines Sachverhaltes einander ausschließen, aber dennoch zusammengehören und ergänzen, ist ja in der Physik zu Hause. Ich denke aber, dass es auch erkenntnistheoretisch in der Theologie hilfreich sein kann. Es gibt ja einige Gegensätze, die im biblischen Denken zusammengehören, wie z.B. Jesus: Mensch und Gott, die Bibel: Menschenwort und Gotteswort. Überhaupt scheint mir hebräisches Denken immer wieder in diese Richtung zu gehen. Ich zitiere hier einmal aus „Die Entdeckung der Komplementarität, ihre Übertragung auf die Theologie und ihre Bedeutung für das biblische Denken“ (Thomas Schirrmacher, MBS Texte 66, 2006, Seite 10; https://www.bucer.de/fileadmin/_migrated/tx_org/mbstexte066_1_.pdf):
&lt;em&gt;„In Ps 73,23: „Dennoch bleibe ich stets bei dir, denn du hältst mich an meiner rechten Hand.“ Dass der Gläubige sich an Gott festhält, wird damit begründet, dass Gott ihn festhält. Wer hält hier wen fest? Beide Seiten gehören untrennbar zusammen.“&lt;/em&gt;
Wahrscheinlich ist dieser Text aus Psalm 73 auch eine gute Denkaufgabe, um zu verstehen, worum es bei der echten Buße gehen muß. Buße als alleiniges Menschenwerk wäre in der Tat wertlos.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Komplementaritätsprinzip, dass zwei methodisch verschiedene Beobachtungen oder Beschreibungen eines Sachverhaltes einander ausschließen, aber dennoch zusammengehören und ergänzen, ist ja in der Physik zu Hause. Ich denke aber, dass es auch erkenntnistheoretisch in der Theologie hilfreich sein kann. Es gibt ja einige Gegensätze, die im biblischen Denken zusammengehören, wie z.B. Jesus: Mensch und Gott, die Bibel: Menschenwort und Gotteswort. Überhaupt scheint mir hebräisches Denken immer wieder in diese Richtung zu gehen. Ich zitiere hier einmal aus „Die Entdeckung der Komplementarität, ihre Übertragung auf die Theologie und ihre Bedeutung für das biblische Denken“ (Thomas Schirrmacher, MBS Texte 66, 2006, Seite 10; <a href="https://www.bucer.de/fileadmin/_migrated/tx_org/mbstexte066_1_.pdf" rel="nofollow ugc">https://www.bucer.de/fileadmin/_migrated/tx_org/mbstexte066_1_.pdf</a>):<br />
<em>„In Ps 73,23: „Dennoch bleibe ich stets bei dir, denn du hältst mich an meiner rechten Hand.“ Dass der Gläubige sich an Gott festhält, wird damit begründet, dass Gott ihn festhält. Wer hält hier wen fest? Beide Seiten gehören untrennbar zusammen.“</em><br />
Wahrscheinlich ist dieser Text aus Psalm 73 auch eine gute Denkaufgabe, um zu verstehen, worum es bei der echten Buße gehen muß. Buße als alleiniges Menschenwerk wäre in der Tat wertlos.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Schandor		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-grosse-umkehrung/41480/comment-page-1/#comment-91039</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schandor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2024 16:30:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ja, diesen Äußerungen kann ich prinzipiell zustimmen. Besonders gut finde ich die Bucer-Zitate.
Die Komplementaritätstheorie (denn mehr ist es nicht) überzeugt mich nicht, sie ist halt immer dann ungemein praktisch, wenn eine Sache nicht entschieden werden kann. Denn im Grunde führt sie zu einer Art kognitiven Dissonanz: Zwei Dinge, die einander widersprechen, sollen so dargestellt werden, daß sie sich zu ergänzen scheinen. Das kann ich nicht glauben.
Die Sache mit der Vorbestimmung enthält Elemente, die wir nicht kennen.
Zum Calvinismus kann ich Dir aber versichern: Er überbetont beide Seiten (denk an Spurgeon, zum Beispiel)! Einseitigkeit kann man gerade ihm nicht vorwerfen.
Aber zurück zum Thema Buße: So oder so kann der Mensch nicht glauben, daß er gerettet wird, ohne wenigstens den Rettungsring zu ergreifen, nein, das hält er nicht aus. Zur Not muß dann die Komlementarität herhalten. Ich selbst bin überzeugt, daß Gott rettet -- und der Mensch deshalb nicht untätig ist und bleibt. So wird ein Schuh daraus. Alles andere ist und bleibt doch im Grunde Werkstätigkeit, oder meinst Du nicht?
Aber danke nochmal für die Bucer-Zitate!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, diesen Äußerungen kann ich prinzipiell zustimmen. Besonders gut finde ich die Bucer-Zitate.<br />
Die Komplementaritätstheorie (denn mehr ist es nicht) überzeugt mich nicht, sie ist halt immer dann ungemein praktisch, wenn eine Sache nicht entschieden werden kann. Denn im Grunde führt sie zu einer Art kognitiven Dissonanz: Zwei Dinge, die einander widersprechen, sollen so dargestellt werden, daß sie sich zu ergänzen scheinen. Das kann ich nicht glauben.<br />
Die Sache mit der Vorbestimmung enthält Elemente, die wir nicht kennen.<br />
Zum Calvinismus kann ich Dir aber versichern: Er überbetont beide Seiten (denk an Spurgeon, zum Beispiel)! Einseitigkeit kann man gerade ihm nicht vorwerfen.<br />
Aber zurück zum Thema Buße: So oder so kann der Mensch nicht glauben, daß er gerettet wird, ohne wenigstens den Rettungsring zu ergreifen, nein, das hält er nicht aus. Zur Not muß dann die Komlementarität herhalten. Ich selbst bin überzeugt, daß Gott rettet &#8212; und der Mensch deshalb nicht untätig ist und bleibt. So wird ein Schuh daraus. Alles andere ist und bleibt doch im Grunde Werkstätigkeit, oder meinst Du nicht?<br />
Aber danke nochmal für die Bucer-Zitate!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Udo		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-grosse-umkehrung/41480/comment-page-1/#comment-91036</link>

		<dc:creator><![CDATA[Udo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Mar 2024 19:33:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Erschließt sich mir nicht, dein verbaler Kampf gegen den Terminus Buße und was das mit Werksgerechtigkeit zu tun haben soll. Gerade der Schächer ist nach meinem Verständnis ein schönes Beispiel für biblische Komplementarität. Er hatte Zeit zur Buße, und er hat sie auch getan, aber ohne Jesu Annahme und seine Zusage, wäre das wertlos gewesen (Lukas 23 (NeÜ)): „&lt;span&gt;Einer der beiden Verbrecher höhnte: &quot;Bist du nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und uns!&quot;&#160;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;40&lt;/strong&gt;&lt;span&gt;&#160;Doch der andere fuhr ihn an: &quot;Hast du denn gar keinen Respekt vor Gott? Du bist genauso zum Tod verurteilt wie er,&#160;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;41&lt;/strong&gt;&lt;span&gt;&#160;und du bist es mit Recht! Wir beide bekommen, was wir verdient haben, aber der da hat nichts Unrechtes getan.&quot;&#160;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;42&lt;/strong&gt;&lt;span&gt;&#160;Dann sagte er: &quot;Jesus, denk an mich, wenn deine Herrschaft beginnt!&quot;&#160;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;43&lt;/strong&gt;&lt;span&gt;&#160;Jesus erwiderte ihm: &quot;Ich versichere dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.&quot;&lt;/span&gt;
Warum wurde wohl nur ein Verbrecher gerettet?
Der Calvinismus tendiert meiner Ansicht nach bei Prädestination und Eigenverantwortung &lt;span&gt;zur Überbetonung einer Seite der Komplementarität. Insofern würde ich auch &lt;/span&gt;Slavoj Žižek widersprechen. 
Thomas Schirrmacher (Quelle siehe oben) bringt es auf den Punkt: &lt;span&gt;„&lt;/span&gt;&lt;em&gt;Diese Komplementarität spielt meines Erachtens auch eine herausragende Rolle im Überwinden unnötiger Streitigkeiten unter Christen. Wir neigen dazu, eine Seite der Komplementarität gegen die andere zu stellen oder einen Teil der Komplementarität überzubetonen.&lt;/em&gt;“
In diesem Zusammenhang seien mir noch zwei Zitate von Martin Bucer erlaubt:
&lt;em&gt;„Wenn man sofort denjenigen als vom Geist Christi verlassen verurteilen will, der nicht ganz genau so ur­teilt, wie man selbst, und sogleich bereit ist, gegen den als Feind der Wahrheit an­zugehen, der vielleicht etwas Falsches für richtig hält: wen, frage ich, kann man denn noch als Bruder ansehen? Ich habe jeden­falls noch nie zwei Menschen gesehen, von denen jeder genau dasselbe denkt. Und das gilt auch in der Theologie.“&lt;/em&gt; (Martin Bucer im Vorwort zu seinem Evangelienkommentar (1530))
Und zum Abschluss:
&lt;em&gt;„In der wahren Gotteserkenntnis weiß jemand eigentlich nur so viel, wie er im eigenen Leben zum Ausdruck bringt.“&lt;/em&gt; (Martin Bucer)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erschließt sich mir nicht, dein verbaler Kampf gegen den Terminus Buße und was das mit Werksgerechtigkeit zu tun haben soll. Gerade der Schächer ist nach meinem Verständnis ein schönes Beispiel für biblische Komplementarität. Er hatte Zeit zur Buße, und er hat sie auch getan, aber ohne Jesu Annahme und seine Zusage, wäre das wertlos gewesen (Lukas 23 (NeÜ)): „<span>Einer der beiden Verbrecher höhnte: &#8222;Bist du nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und uns!&#8220;&nbsp;</span><strong>40</strong><span>&nbsp;Doch der andere fuhr ihn an: &#8222;Hast du denn gar keinen Respekt vor Gott? Du bist genauso zum Tod verurteilt wie er,&nbsp;</span><strong>41</strong><span>&nbsp;und du bist es mit Recht! Wir beide bekommen, was wir verdient haben, aber der da hat nichts Unrechtes getan.&#8220;&nbsp;</span><strong>42</strong><span>&nbsp;Dann sagte er: &#8222;Jesus, denk an mich, wenn deine Herrschaft beginnt!&#8220;&nbsp;</span><strong>43</strong><span>&nbsp;Jesus erwiderte ihm: &#8222;Ich versichere dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.&#8220;</span><br />
Warum wurde wohl nur ein Verbrecher gerettet?<br />
Der Calvinismus tendiert meiner Ansicht nach bei Prädestination und Eigenverantwortung <span>zur Überbetonung einer Seite der Komplementarität. Insofern würde ich auch </span>Slavoj Žižek widersprechen.<br />
Thomas Schirrmacher (Quelle siehe oben) bringt es auf den Punkt: <span>„</span><em>Diese Komplementarität spielt meines Erachtens auch eine herausragende Rolle im Überwinden unnötiger Streitigkeiten unter Christen. Wir neigen dazu, eine Seite der Komplementarität gegen die andere zu stellen oder einen Teil der Komplementarität überzubetonen.</em>“<br />
In diesem Zusammenhang seien mir noch zwei Zitate von Martin Bucer erlaubt:<br />
<em>„Wenn man sofort denjenigen als vom Geist Christi verlassen verurteilen will, der nicht ganz genau so ur­teilt, wie man selbst, und sogleich bereit ist, gegen den als Feind der Wahrheit an­zugehen, der vielleicht etwas Falsches für richtig hält: wen, frage ich, kann man denn noch als Bruder ansehen? Ich habe jeden­falls noch nie zwei Menschen gesehen, von denen jeder genau dasselbe denkt. Und das gilt auch in der Theologie.“</em> (Martin Bucer im Vorwort zu seinem Evangelienkommentar (1530))<br />
Und zum Abschluss:<br />
<em>„In der wahren Gotteserkenntnis weiß jemand eigentlich nur so viel, wie er im eigenen Leben zum Ausdruck bringt.“</em> (Martin Bucer)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Schandor		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-grosse-umkehrung/41480/comment-page-1/#comment-91035</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schandor]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Mar 2024 14:55:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=41480#comment-91035</guid>

					<description><![CDATA[… womit meine anfängliche Einschätzung bestätigt ist: Ohne Werkstätigkeit keine Erlösung. Es ist eben doch nicht so, daß Jesus kommt und rettet, sondern daß er kommt, um Errettung gegen eine angemessene Gegenleistung nur anzubieten. Der atheistische Philosoph Slavoj Žižek hat das besser verstanden, als er den Calvinismus als das reinste Christentum bezeichnet hat.

Der Buße-Begriff ist und bleibt ein katastrophaler Fehl(be)griff. Aber wie Du schon zurecht sagst, sie (die Buße) ist noch viel mehr … aber halt vor allem ein Tun des Menschen. Und somit ist ein Buß-Christentum einzureihen in die Riege der Religionen, denn in ausnahmslos jeder Religion muß der Mensch etwas mitbringen, in wirklich jeder. Zumindest die Bereitschaft (Pietismus) oder eben die Buße. Sonst gibt es kein Heil. Damit ist auch der Schächer am Kreuz natürlich in Wahrheit verloren, da er keine Zeit mehr zur Buße hatte.

Wer umdenkt, handelt um. Es gibt keinen &quot;bloß kognitiven Vorgang&quot;, das ist ein Gespenst, das leider umgeht. Wer umdenkt, handelt dann anders.

Ich bin schon erstaunt, wie bereitwillig die Christen das, was sie einmal erreicht haben, wieder aufzugeben bereit sind. Und das auch noch fromm nennen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>… womit meine anfängliche Einschätzung bestätigt ist: Ohne Werkstätigkeit keine Erlösung. Es ist eben doch nicht so, daß Jesus kommt und rettet, sondern daß er kommt, um Errettung gegen eine angemessene Gegenleistung nur anzubieten. Der atheistische Philosoph Slavoj Žižek hat das besser verstanden, als er den Calvinismus als das reinste Christentum bezeichnet hat.</p>
<p>Der Buße-Begriff ist und bleibt ein katastrophaler Fehl(be)griff. Aber wie Du schon zurecht sagst, sie (die Buße) ist noch viel mehr … aber halt vor allem ein Tun des Menschen. Und somit ist ein Buß-Christentum einzureihen in die Riege der Religionen, denn in ausnahmslos jeder Religion muß der Mensch etwas mitbringen, in wirklich jeder. Zumindest die Bereitschaft (Pietismus) oder eben die Buße. Sonst gibt es kein Heil. Damit ist auch der Schächer am Kreuz natürlich in Wahrheit verloren, da er keine Zeit mehr zur Buße hatte.</p>
<p>Wer umdenkt, handelt um. Es gibt keinen &#8222;bloß kognitiven Vorgang&#8220;, das ist ein Gespenst, das leider umgeht. Wer umdenkt, handelt dann anders.</p>
<p>Ich bin schon erstaunt, wie bereitwillig die Christen das, was sie einmal erreicht haben, wieder aufzugeben bereit sind. Und das auch noch fromm nennen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Udo		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-grosse-umkehrung/41480/comment-page-1/#comment-91034</link>

		<dc:creator><![CDATA[Udo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Mar 2024 14:31:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[… und noch zu dem Satz „&lt;span&gt;Göttliche Realität hält sich halt nicht an unsere verengte, vordefinierte Weltwahrnehmung.“ Aus meiner Sicht neigt jeder Mensch mehr oder weniger zu einer verengten, vordefinierten Weltwahrnehmung. Es ist der Charakterzug des erlösungsbedürftigen Menschen. In dem Zusammenhang dieser Diskussion meinte ich aber, dass wir uns auch in der theologischen Diskussion oft schwer tun mit der Komplementarität biblischen Denkens.&lt;/span&gt;
&lt;span&gt;Mehr dazu: &lt;/span&gt;https://professorenforum.de/ressourcen/die-entdeckung-der-komplementaritaet-ihre-uebertragung-auf-die-theologie-und-ihre-bedeutung-fuer-das-biblische-denken/]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>… und noch zu dem Satz „<span>Göttliche Realität hält sich halt nicht an unsere verengte, vordefinierte Weltwahrnehmung.“ Aus meiner Sicht neigt jeder Mensch mehr oder weniger zu einer verengten, vordefinierten Weltwahrnehmung. Es ist der Charakterzug des erlösungsbedürftigen Menschen. In dem Zusammenhang dieser Diskussion meinte ich aber, dass wir uns auch in der theologischen Diskussion oft schwer tun mit der Komplementarität biblischen Denkens.</span><br />
<span>Mehr dazu: </span><a href="https://professorenforum.de/ressourcen/die-entdeckung-der-komplementaritaet-ihre-uebertragung-auf-die-theologie-und-ihre-bedeutung-fuer-das-biblische-denken/" rel="nofollow ugc">https://professorenforum.de/ressourcen/die-entdeckung-der-komplementaritaet-ihre-uebertragung-auf-die-theologie-und-ihre-bedeutung-fuer-das-biblische-denken/</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Udo		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-grosse-umkehrung/41480/comment-page-1/#comment-91033</link>

		<dc:creator><![CDATA[Udo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Mar 2024 13:16:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ob Buße oder Umdenken oder Umkehr, diese Begriffe sind im biblischen Zusammenhang erklärungsbedürftig und vor Irrtümern nicht geschützt. Umdenken ist einseitig, als wenn es hier nur um einen kognitiven Vorgang gehen würde, Umkehr ist aus der Perspektive des Sünders als wäre man weiter auf dem alten Weg unterwegs, nur in die andere Richtung. &lt;span&gt;Jesus selbst redet wohl primär von Umkehr und davon, an das Evangelium zu glauben. Hier redet aber auch die Hauptperson, zu der wir umkehren sollen und der wir glauben sollen. Aus der Perspektive des Sünders geht es aber noch um einige andere Aspekte. &lt;/span&gt;Ja, Buße bedeutet Umkehr, Sinneswandlung, Umdenken, Bekennen, Bekehrung, die Einstellung ändern, den alten Weg verlassen und einen besseren Weg gehen, sich vom Bösen abwenden. Sie ist aber noch viel mehr, weil sie sich eben an den Einen und Einzigen richtet, der Schuld vergeben kann und zu dem wir umkehren dürfen, dem wir vertrauen, dem wir dienen und dem wir nachfolgen sollen. Buße bedeutet auch bereuen, bedauern und sie trachtet danach, Geschehenes wiedergutzumachen und sich zu entschuldigen. Im AT ist Buße mit äußeren Zeichen verbunden (z.B. Jona 3, Fasten und Trauerkleidung). Auch im Judentum hat Buße seinen festen Platz an den Feiertagen zwischen Rosch HaSchana und Jom Kippur. Im gottlosen Deutschland braucht man ja keinen Buß- und Bettag mehr. Luther hat eine gute Wahl getroffen, bei der Übersetzung das Wort „Buße“ zu nehmen, weil es eben um viel mehr geht als darum „seine Einstellung zu ändern“ (hier würde ich z. B. die NeÜ kritisieren) oder „umzukehren“. Insofern ist der übergeordnete Begriff Buße nicht nur hilfreich, sondern auch durchaus biblisch, jüdisch und zutiefst „lutherisch“ und, wenn man die Einheitsübersetzung als Maßstab nimmt, auch wenig katholisch (wobei Katholisches auch nicht definitionsgemäß schlecht ist). In der Bibliothek der Kirchenväter wird auch in der Übersetzung sehr treffend der Begriff Buße verwendet. Die Suche nach „Buße“ bringt hier 206 Resultate, die Suche nach poenitentia immerhin 19.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ob Buße oder Umdenken oder Umkehr, diese Begriffe sind im biblischen Zusammenhang erklärungsbedürftig und vor Irrtümern nicht geschützt. Umdenken ist einseitig, als wenn es hier nur um einen kognitiven Vorgang gehen würde, Umkehr ist aus der Perspektive des Sünders als wäre man weiter auf dem alten Weg unterwegs, nur in die andere Richtung. <span>Jesus selbst redet wohl primär von Umkehr und davon, an das Evangelium zu glauben. Hier redet aber auch die Hauptperson, zu der wir umkehren sollen und der wir glauben sollen. Aus der Perspektive des Sünders geht es aber noch um einige andere Aspekte. </span>Ja, Buße bedeutet Umkehr, Sinneswandlung, Umdenken, Bekennen, Bekehrung, die Einstellung ändern, den alten Weg verlassen und einen besseren Weg gehen, sich vom Bösen abwenden. Sie ist aber noch viel mehr, weil sie sich eben an den Einen und Einzigen richtet, der Schuld vergeben kann und zu dem wir umkehren dürfen, dem wir vertrauen, dem wir dienen und dem wir nachfolgen sollen. Buße bedeutet auch bereuen, bedauern und sie trachtet danach, Geschehenes wiedergutzumachen und sich zu entschuldigen. Im AT ist Buße mit äußeren Zeichen verbunden (z.B. Jona 3, Fasten und Trauerkleidung). Auch im Judentum hat Buße seinen festen Platz an den Feiertagen zwischen Rosch HaSchana und Jom Kippur. Im gottlosen Deutschland braucht man ja keinen Buß- und Bettag mehr. Luther hat eine gute Wahl getroffen, bei der Übersetzung das Wort „Buße“ zu nehmen, weil es eben um viel mehr geht als darum „seine Einstellung zu ändern“ (hier würde ich z. B. die NeÜ kritisieren) oder „umzukehren“. Insofern ist der übergeordnete Begriff Buße nicht nur hilfreich, sondern auch durchaus biblisch, jüdisch und zutiefst „lutherisch“ und, wenn man die Einheitsübersetzung als Maßstab nimmt, auch wenig katholisch (wobei Katholisches auch nicht definitionsgemäß schlecht ist). In der Bibliothek der Kirchenväter wird auch in der Übersetzung sehr treffend der Begriff Buße verwendet. Die Suche nach „Buße“ bringt hier 206 Resultate, die Suche nach poenitentia immerhin 19.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Schandor		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-grosse-umkehrung/41480/comment-page-1/#comment-91032</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schandor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Mar 2024 17:07:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=41480#comment-91032</guid>

					<description><![CDATA[@Udo

Mir ist zwar nicht ganz klar, wem Du hier &quot;verengte, vordefinierte Weltwahrnehmung&quot; unterschiebst, ich selbst fühle mich da jedenfalls nicht im Mindesten betroffen. Abgesehen von der Trivialität freilich der Unvollkommenheit der Weltwahrnehmen, die ja jeden Menschen trifft. Die &quot;Buße&quot; gibt es in der Bibel gar nicht, das ist eine römisch-katholische Vorstellung. Leider hat sich Luther nicht von diesem Fehl(be)griff gelöst. Ich gehe aber davon aus, daß Du Umdenken, Umkehr meinst.
Vergebung, ja, da gebe ich Dir recht, gibt es erst auf Anfrage, auf ein Geständnis der eigenen Schuld und mit der Bitte um Vergebung. Alles andere wäre Amnesie. Aber hier scheiden sich die Geister und die Wege: Viele Reformierte tun sich schwer zu glauben, daß diese Umkehr aus Glauben geschieht, weil sie in der Regel den Glauben zu einer frommen Tugend umgedeutet haben, und die ist menschliches Tun, nicht Gottes Geschenk. Da haben die Lutheraner einen Vorteil. Aber noch einmal gebe ich Dir recht: Die Umkehr fällt dann leichter, wenn man erst mal sieht, daß man auf einem falschen Weg ist.
Aber eine Umkehr von einem Wege kann dann unmöglich sein, wenn der Mensch sich nicht lösen kann. Genau da ist die Krux: Was Reformierte hier vom Menschen verlangen, ist und bleibt bei Lutheranern Geschenk Gottes. Und das habe ich gemeint, als ich sagte, bei den Reformierten hat sich die Werksgerechtigkeit längst sublim eingeschlichen.
Theologisch gesehen geht die Umkehr des Menschen von Gott aus, phänomenologisch vom Menschen. Insofern kann man dann sagen, es sei sowohl als auch …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Udo</p>
<p>Mir ist zwar nicht ganz klar, wem Du hier &#8222;verengte, vordefinierte Weltwahrnehmung&#8220; unterschiebst, ich selbst fühle mich da jedenfalls nicht im Mindesten betroffen. Abgesehen von der Trivialität freilich der Unvollkommenheit der Weltwahrnehmen, die ja jeden Menschen trifft. Die &#8222;Buße&#8220; gibt es in der Bibel gar nicht, das ist eine römisch-katholische Vorstellung. Leider hat sich Luther nicht von diesem Fehl(be)griff gelöst. Ich gehe aber davon aus, daß Du Umdenken, Umkehr meinst.<br />
Vergebung, ja, da gebe ich Dir recht, gibt es erst auf Anfrage, auf ein Geständnis der eigenen Schuld und mit der Bitte um Vergebung. Alles andere wäre Amnesie. Aber hier scheiden sich die Geister und die Wege: Viele Reformierte tun sich schwer zu glauben, daß diese Umkehr aus Glauben geschieht, weil sie in der Regel den Glauben zu einer frommen Tugend umgedeutet haben, und die ist menschliches Tun, nicht Gottes Geschenk. Da haben die Lutheraner einen Vorteil. Aber noch einmal gebe ich Dir recht: Die Umkehr fällt dann leichter, wenn man erst mal sieht, daß man auf einem falschen Weg ist.<br />
Aber eine Umkehr von einem Wege kann dann unmöglich sein, wenn der Mensch sich nicht lösen kann. Genau da ist die Krux: Was Reformierte hier vom Menschen verlangen, ist und bleibt bei Lutheranern Geschenk Gottes. Und das habe ich gemeint, als ich sagte, bei den Reformierten hat sich die Werksgerechtigkeit längst sublim eingeschlichen.<br />
Theologisch gesehen geht die Umkehr des Menschen von Gott aus, phänomenologisch vom Menschen. Insofern kann man dann sagen, es sei sowohl als auch …</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Udo		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-grosse-umkehrung/41480/comment-page-1/#comment-91030</link>

		<dc:creator><![CDATA[Udo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Mar 2024 10:47:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=41480#comment-91030</guid>

					<description><![CDATA[Nun bei einer Sache dürften sich Lutheraner und Reformierte wohl einig sein, wenn sie nicht doch in Wahrheit theologisch anders unterwegs sind. Vergebung ohne Buße gibt es nicht. Das macht Jesus deutlich, z.B. im Gespräch mit Nikodemus und den Bezug zur Geschichte mit der ehernen Schlange (4. Mose 21,9; Joh 3, 14-15). Das machen Petrus und Paulus (Apg 2, 37; 17,30) klar. Buße fällt menschlich gesehen sicher leichter, wenn man seine eigene Bedürftigkeit erkennt, da hat Tim Keller doch recht. Buße ist 100% Menschensache und gleichzeitig 100% Gottessache. Göttliche Realität hält sich halt nicht an unsere verengte, vordefinierte Weltwahrnehmung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun bei einer Sache dürften sich Lutheraner und Reformierte wohl einig sein, wenn sie nicht doch in Wahrheit theologisch anders unterwegs sind. Vergebung ohne Buße gibt es nicht. Das macht Jesus deutlich, z.B. im Gespräch mit Nikodemus und den Bezug zur Geschichte mit der ehernen Schlange (4. Mose 21,9; Joh 3, 14-15). Das machen Petrus und Paulus (Apg 2, 37; 17,30) klar. Buße fällt menschlich gesehen sicher leichter, wenn man seine eigene Bedürftigkeit erkennt, da hat Tim Keller doch recht. Buße ist 100% Menschensache und gleichzeitig 100% Gottessache. Göttliche Realität hält sich halt nicht an unsere verengte, vordefinierte Weltwahrnehmung.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Schandor		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-grosse-umkehrung/41480/comment-page-1/#comment-91028</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schandor]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2024 12:43:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=41480#comment-91028</guid>

					<description><![CDATA[@Ernst

Tim Keller = reformierte Theologie. Da ist längst die Werksgerechtigkeit drin. Das hat Gresham Machen schon bekämpfen wollen, wohl vergeblich. Sieht man auch bei John Piper ziemlich deutlich. Die Hauptaussagelinie ist klar: Jesus hat alles vollbracht. Aber in den Erläuterungen kommt dann das Kleingedruckte -- wie oben im Text.
Hast Du Dich schon mal mit Luthers Galaterkommentar beschäftigt? Lies da mal rein -- das ist eine etwas andere Botschaft, ein echtes Evangelium, würd ich sagen …]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Ernst</p>
<p>Tim Keller = reformierte Theologie. Da ist längst die Werksgerechtigkeit drin. Das hat Gresham Machen schon bekämpfen wollen, wohl vergeblich. Sieht man auch bei John Piper ziemlich deutlich. Die Hauptaussagelinie ist klar: Jesus hat alles vollbracht. Aber in den Erläuterungen kommt dann das Kleingedruckte &#8212; wie oben im Text.<br />
Hast Du Dich schon mal mit Luthers Galaterkommentar beschäftigt? Lies da mal rein &#8212; das ist eine etwas andere Botschaft, ein echtes Evangelium, würd ich sagen …</p>
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		<title>
		Von: Ernst		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-grosse-umkehrung/41480/comment-page-1/#comment-91023</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ernst]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Mar 2024 09:20:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bitte um zusätzliche Erklärung.

Unsere Rettung hängt also davon ab, daß wir erstens uns etwas eingestehen und zweitens etwas bereuen. Und damit ist ja sicherlich kein seelischer Zustand gemeint, nicht wahr, sondern Reue im biblischen Sinn, also Umdenken, also Umkehr. Oder wie?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bitte um zusätzliche Erklärung.</p>
<p>Unsere Rettung hängt also davon ab, daß wir erstens uns etwas eingestehen und zweitens etwas bereuen. Und damit ist ja sicherlich kein seelischer Zustand gemeint, nicht wahr, sondern Reue im biblischen Sinn, also Umdenken, also Umkehr. Oder wie?</p>
]]></content:encoded>
		
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