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	Kommentare zu: Die neue Jakobusperspektive	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		Von: Raphael		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raphael]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jul 2024 12:09:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der mit Abstand beste Artikel zu Rechtfertigung und Glaube bei Jakobus (und Paulus) ist m.M.n. von Timo Laato, &quot;Justification According to James: A Comparison With Paul&quot;, übers. v. Mark A. Seifrid (aus dem dt., aber den habe ich bisher noch nirgends gefunden), Trinity Journal 18NS (1997), 43-84. Empfehlung!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der mit Abstand beste Artikel zu Rechtfertigung und Glaube bei Jakobus (und Paulus) ist m.M.n. von Timo Laato, &#8222;Justification According to James: A Comparison With Paul&#8220;, übers. v. Mark A. Seifrid (aus dem dt., aber den habe ich bisher noch nirgends gefunden), Trinity Journal 18NS (1997), 43-84. Empfehlung!</p>
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		Von: Schandor		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-neue-jakobusperspektive/42257/comment-page-1/#comment-91258</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schandor]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jul 2024 12:34:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Immer wieder mal im Sommer, wenn es warm genug ist, taucht jemand aus der Versenkung auf und nützt das Unverständnis der Christen über das, was Glauben ist und worin die vermutete Diskrepanz zu Paulus besteht.

Glauben ist die innere Zustimmung zu einer Aussage – nicht mehr und nicht weniger.
Ein &quot;toter Glaube&quot; ist nur die Umschreibung für Unglaube.
Es gibt keinen dämonischen Glauben. Genausowenig wie politische Korrektheit etwas mit Korrektheit zu tun hat, so wenig hat ein toter Glaube etwas mit Glauben zu tun.
Toter Glaube = kein Glaube. Es gibt aber Leute, die *behaupten*, zu glauben, es aber nicht tun ––– was man am Fehlen jeglicher Auswirkungen deutlich sehen kann. Dagegen richtet sich Jakobus&#039; Polemik. Der Bruder Jesu wusste genau, was er sagen wollte (er war ja als &quot;der Gerechte&quot; weithin bekannt in und über Jerusalem hinaus), und hätte er den sogenannten dämonischen Glauben einem Gesprächspartner in den Mund schieben wollen, er hätte es wahrlich gekonnt.

Die jakobinische Polemik derer, die eben doch ihr Scherflein zur Errettung beitragen wollen, tritt dann leider noch hinzu, denn es kann ja nicht angehen, daß Jesus allein rettet (durch den Glauben). Nein, Werke muß er mitbringen, der Mensch, aber so deutlich darf man das natürlich nicht sagen. Man deutet daher um, was &quot;glauben&quot; bedeutet, und fertig ist die from-synergistische Mischfinanzierung (Glaube + Werk).

Oft war er zu hören von der Kanzel, der kapitale Unsinn: Glaube ist mehr als bloßes Für-wahr-halten.
Als ob es ein &quot;bloßes Für-wahr-halten&quot; geben könnte. Wer etwas für wahr hält, handelt genau deshalb entsprechend. Freilich stößt er auf innere und auf äußere Hindernisse (dem entgegenstehende Motive, Druck etc.), aber fielen diese weg, fiele auch sein Handeln genau so aus, wie das, was man glaubt, nahelegt.

Und wie sehr Jeffrey Dale selbst von dieser Krankheit des Selber-tun-müssens infiziert ist, verrät er im Passus (oben): &quot;etwas, das durch Werke erwiesen werden muss&quot;. Muss! Der Glaube bringt also diese Werke nicht hervor, sondern die Werke müssen (!) hinzutreten!

Das aber ist kein Glaube, sondern das nennt man fromm etwas als Glauben bezeichnen, was in Wahrheit selbsteigenes Tun ist. Wenn ich an einem heißen Sommertag in einem großen Gebäude im Keller sitze und nach Haus will und jemand sagt mir: Du brauchst einen Schirm, draußen geht ein Gewitter nieder, dann sieht er sofort, ob ich ihm glaube: wenn ich nämlich einen Regenschirm schnappe – oder eben nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder mal im Sommer, wenn es warm genug ist, taucht jemand aus der Versenkung auf und nützt das Unverständnis der Christen über das, was Glauben ist und worin die vermutete Diskrepanz zu Paulus besteht.</p>
<p>Glauben ist die innere Zustimmung zu einer Aussage – nicht mehr und nicht weniger.<br />
Ein &#8222;toter Glaube&#8220; ist nur die Umschreibung für Unglaube.<br />
Es gibt keinen dämonischen Glauben. Genausowenig wie politische Korrektheit etwas mit Korrektheit zu tun hat, so wenig hat ein toter Glaube etwas mit Glauben zu tun.<br />
Toter Glaube = kein Glaube. Es gibt aber Leute, die *behaupten*, zu glauben, es aber nicht tun ––– was man am Fehlen jeglicher Auswirkungen deutlich sehen kann. Dagegen richtet sich Jakobus&#8216; Polemik. Der Bruder Jesu wusste genau, was er sagen wollte (er war ja als &#8222;der Gerechte&#8220; weithin bekannt in und über Jerusalem hinaus), und hätte er den sogenannten dämonischen Glauben einem Gesprächspartner in den Mund schieben wollen, er hätte es wahrlich gekonnt.</p>
<p>Die jakobinische Polemik derer, die eben doch ihr Scherflein zur Errettung beitragen wollen, tritt dann leider noch hinzu, denn es kann ja nicht angehen, daß Jesus allein rettet (durch den Glauben). Nein, Werke muß er mitbringen, der Mensch, aber so deutlich darf man das natürlich nicht sagen. Man deutet daher um, was &#8222;glauben&#8220; bedeutet, und fertig ist die from-synergistische Mischfinanzierung (Glaube + Werk).</p>
<p>Oft war er zu hören von der Kanzel, der kapitale Unsinn: Glaube ist mehr als bloßes Für-wahr-halten.<br />
Als ob es ein &#8222;bloßes Für-wahr-halten&#8220; geben könnte. Wer etwas für wahr hält, handelt genau deshalb entsprechend. Freilich stößt er auf innere und auf äußere Hindernisse (dem entgegenstehende Motive, Druck etc.), aber fielen diese weg, fiele auch sein Handeln genau so aus, wie das, was man glaubt, nahelegt.</p>
<p>Und wie sehr Jeffrey Dale selbst von dieser Krankheit des Selber-tun-müssens infiziert ist, verrät er im Passus (oben): &#8222;etwas, das durch Werke erwiesen werden muss&#8220;. Muss! Der Glaube bringt also diese Werke nicht hervor, sondern die Werke müssen (!) hinzutreten!</p>
<p>Das aber ist kein Glaube, sondern das nennt man fromm etwas als Glauben bezeichnen, was in Wahrheit selbsteigenes Tun ist. Wenn ich an einem heißen Sommertag in einem großen Gebäude im Keller sitze und nach Haus will und jemand sagt mir: Du brauchst einen Schirm, draußen geht ein Gewitter nieder, dann sieht er sofort, ob ich ihm glaube: wenn ich nämlich einen Regenschirm schnappe – oder eben nicht.</p>
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