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	Kommentare zu: Die Tragödie von Joshua Harris: Ernüchternde Gedanken für Evangelikale	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>
		Von: Jutta		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jutta]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2020 02:59:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[https://www.welt.de/debatte/kommentare/article214473692/Fall-Jerry-Falwell-Jr-Sexskandal-Wie-heuchlerisch.html

Interessant, was so alles ans Licht kommt.... und mit fürchterlichen Konsequenzen für echte Gotteskinder. 
So macht Satan das Christliche unglaubwürdig... 
Wohlfühlchristentum und fehlende Heiligung. 
Römer 1.

Immer deutlicher wird mir, dass für Christen Einflussnahme durch die Politik tödlich ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.welt.de/debatte/kommentare/article214473692/Fall-Jerry-Falwell-Jr-Sexskandal-Wie-heuchlerisch.html" rel="nofollow ugc">https://www.welt.de/debatte/kommentare/article214473692/Fall-Jerry-Falwell-Jr-Sexskandal-Wie-heuchlerisch.html</a></p>
<p>Interessant, was so alles ans Licht kommt&#8230;. und mit fürchterlichen Konsequenzen für echte Gotteskinder.<br />
So macht Satan das Christliche unglaubwürdig&#8230;<br />
Wohlfühlchristentum und fehlende Heiligung.<br />
Römer 1.</p>
<p>Immer deutlicher wird mir, dass für Christen Einflussnahme durch die Politik tödlich ist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Jutta		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-87322</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jutta]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2020 03:25:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Jesus sagt:wer mich liebt, hält meine Gebote. 
Wer Ihn liebt, ist wiedergeboren, und lebt zu Seiner Ehre. 
In Rede und im Handeln. 
Nicht, dass man nicht fallen könnte... 

Aber als wiedergeborener Christ alles zurücknehmen? 

Und was ist dann Abfall wenn nicht dieses? 
Zumal er eine Person mit Einfluss ist? 

Den Bussbegriff hat Harris in meinen Augen pervertiert, und wer glaubt ihm noch, sollte er wieder umkehren? 

Und ja, ich verstehe die Bibel so, dass man abfallen kann, so richtig. 
Wie Gott das dann richtet... wenn man nicht wieder umkehrt, das bleibt Ihm... Er ist Gott.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jesus sagt:wer mich liebt, hält meine Gebote.<br />
Wer Ihn liebt, ist wiedergeboren, und lebt zu Seiner Ehre.<br />
In Rede und im Handeln.<br />
Nicht, dass man nicht fallen könnte&#8230; </p>
<p>Aber als wiedergeborener Christ alles zurücknehmen? </p>
<p>Und was ist dann Abfall wenn nicht dieses?<br />
Zumal er eine Person mit Einfluss ist? </p>
<p>Den Bussbegriff hat Harris in meinen Augen pervertiert, und wer glaubt ihm noch, sollte er wieder umkehren? </p>
<p>Und ja, ich verstehe die Bibel so, dass man abfallen kann, so richtig.<br />
Wie Gott das dann richtet&#8230; wenn man nicht wieder umkehrt, das bleibt Ihm&#8230; Er ist Gott.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Schandor		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85279</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schandor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Sep 2019 06:13:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Quadratur des Kreises

Paulus liest Gen 15,6 und schließt: Glaube ohne Werke. So heißt es dort: Er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit. Rechnete der es ihm zur Gerechtigkeit dazu, so dass die Werke, die Gott zweifelsohne vorausgesehen hat, ein Weiteres sind, was dazukommen muss? Dann hätte Paulus die Stelle missdeutet. Aber man weiß ja von Paulus andererseits ganz genau, auch er war ganz wie Jakobus davon überzeugt, dass Gott die Menschen nicht nach dem Glauben, sondern aufgrund der Werke richtet (siehe z. b. Römer 2 u. 6). Oder man muss die Stelle so verstehen: Abram glaubte Gott, und der rechtfertigte ihn deshalb. In diesem Fall ist Glaube gleich Rechtfertigung. Da Gott aber diese Werke voraussieht (besser: vorhersieht iSv vorherbestimmt), kann er das Gesamtpaket gleich anfangs statuieren: Abram glaubte Gott, und der rechtfertigte ihn, da er dessen Werke aufgrund des Glaubens für diese Aussage (!) miteinbezog.
Man könnte auch sagen: Als Gott diese Rechtfertigung aufgrund Abrams Glauben vollzog, stand für Gott (!) bereits fest, dass der spätere Abraham seinen Sohn zu opfern bereit war (=Werk). Und insofern bewies Abraham für andere Menschen, dass ein Glaube echt war. Gott brauchte er es nicht zu beweisen, denn der wusste das schon, auch wenn er später zu ihm sagt: Nun weiß ich, dass du wirklich geglaubt hast. Dies kann man nicht so verstehen, als dass Gott mit der Tat Abrahams etwas dazugelernt hat. Denn sonst wäre seine ursprüngliche Rechtfertigung Gen 15,6 ja eine vorschnelle Aussage gewesen.

Jakobus dagegen konzentriert sich auf die (nicht) vollbrachte, aber intendierte Tat (Absicht/Bereitschaft = Werk, das Vollbringen wäre wahrscheinlich Mord gewesen) und schlussfolgert vom Telos her: Glaube und Werke rechtfertigen, oder besser gesagt, ein Glaube, dem entsprechende Werke nicht folgen, ist in sich tot, wie er sich ausdrückt. Nun muss man sagen, dass man die beiden Instanzen gar nicht miteinander vergleichen kann, denn es kommt ja immer darauf an, zu welchem Zeitpunkt ein Urteil gefällt wird über die Echtheit des Glaubens.

Was wäre gewesen, wenn Abrahams Schmerz auf dem Weg nach Morija immer stärker geworden wäre und er im letzten Moment verzweifelt wäre? Man lese nur einmal die gute Beschreibung des abrahamitischen Seelenlebens bei Kierkegaard (Die Krankheit zum Tode). Was wäre gewesen? Wäre Abrahams Glaube tot gewesen zu dem Zeitpunkt, als Gott ihn auf die Sterne verwies? Wäre das zu dem Zeitpunkt nicht exakt derselbe Glaube gewesen? Doch dann hätte Gott diese Aussage vermutlich nicht gemacht, da er ja auch die Nichtopferung vorausgesehen hätte. Dann allerdings hätte auch Paulus die Stelle falsch interpretiert, und Paulus und Luther wären zu optimistisch gewesen, wenn sie glaubten, der Glaube &quot;allein&quot; rechtfertige. Dann allerdings stünde infrage, was am Evangelium noch froh machen sollte, denn es müsste sich ja jeder Mensch fragen: Welche Werke genügen? Wie viele Werke muss man tun? Wären wir dann nicht genau wieder im Schoße Roms angelangt und ist es denn nicht genau das, was Rom will?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Quadratur des Kreises</p>
<p>Paulus liest Gen 15,6 und schließt: Glaube ohne Werke. So heißt es dort: Er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit. Rechnete der es ihm zur Gerechtigkeit dazu, so dass die Werke, die Gott zweifelsohne vorausgesehen hat, ein Weiteres sind, was dazukommen muss? Dann hätte Paulus die Stelle missdeutet. Aber man weiß ja von Paulus andererseits ganz genau, auch er war ganz wie Jakobus davon überzeugt, dass Gott die Menschen nicht nach dem Glauben, sondern aufgrund der Werke richtet (siehe z. b. Römer 2 u. 6). Oder man muss die Stelle so verstehen: Abram glaubte Gott, und der rechtfertigte ihn deshalb. In diesem Fall ist Glaube gleich Rechtfertigung. Da Gott aber diese Werke voraussieht (besser: vorhersieht iSv vorherbestimmt), kann er das Gesamtpaket gleich anfangs statuieren: Abram glaubte Gott, und der rechtfertigte ihn, da er dessen Werke aufgrund des Glaubens für diese Aussage (!) miteinbezog.<br />
Man könnte auch sagen: Als Gott diese Rechtfertigung aufgrund Abrams Glauben vollzog, stand für Gott (!) bereits fest, dass der spätere Abraham seinen Sohn zu opfern bereit war (=Werk). Und insofern bewies Abraham für andere Menschen, dass ein Glaube echt war. Gott brauchte er es nicht zu beweisen, denn der wusste das schon, auch wenn er später zu ihm sagt: Nun weiß ich, dass du wirklich geglaubt hast. Dies kann man nicht so verstehen, als dass Gott mit der Tat Abrahams etwas dazugelernt hat. Denn sonst wäre seine ursprüngliche Rechtfertigung Gen 15,6 ja eine vorschnelle Aussage gewesen.</p>
<p>Jakobus dagegen konzentriert sich auf die (nicht) vollbrachte, aber intendierte Tat (Absicht/Bereitschaft = Werk, das Vollbringen wäre wahrscheinlich Mord gewesen) und schlussfolgert vom Telos her: Glaube und Werke rechtfertigen, oder besser gesagt, ein Glaube, dem entsprechende Werke nicht folgen, ist in sich tot, wie er sich ausdrückt. Nun muss man sagen, dass man die beiden Instanzen gar nicht miteinander vergleichen kann, denn es kommt ja immer darauf an, zu welchem Zeitpunkt ein Urteil gefällt wird über die Echtheit des Glaubens.</p>
<p>Was wäre gewesen, wenn Abrahams Schmerz auf dem Weg nach Morija immer stärker geworden wäre und er im letzten Moment verzweifelt wäre? Man lese nur einmal die gute Beschreibung des abrahamitischen Seelenlebens bei Kierkegaard (Die Krankheit zum Tode). Was wäre gewesen? Wäre Abrahams Glaube tot gewesen zu dem Zeitpunkt, als Gott ihn auf die Sterne verwies? Wäre das zu dem Zeitpunkt nicht exakt derselbe Glaube gewesen? Doch dann hätte Gott diese Aussage vermutlich nicht gemacht, da er ja auch die Nichtopferung vorausgesehen hätte. Dann allerdings hätte auch Paulus die Stelle falsch interpretiert, und Paulus und Luther wären zu optimistisch gewesen, wenn sie glaubten, der Glaube &#8222;allein&#8220; rechtfertige. Dann allerdings stünde infrage, was am Evangelium noch froh machen sollte, denn es müsste sich ja jeder Mensch fragen: Welche Werke genügen? Wie viele Werke muss man tun? Wären wir dann nicht genau wieder im Schoße Roms angelangt und ist es denn nicht genau das, was Rom will?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dieter Aebi		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85247</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dieter Aebi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Aug 2019 06:19:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=33907#comment-85247</guid>

					<description><![CDATA[@Schandor
Selbstverständlich verzeihe ich.

@alle Interessierten
Zum Thema Glauben und Werke mache ich abschliessend auf folgende Stellen bei Augustinus, Vom Glauben und von den Werken, aufmerksam (Aus: www.unifr.ch/bkv/ Bibliothek der Kirchenväter“ (BKV), ab S. 14):
„Aus diesem Grunde müssen wir noch einen Irrtum ins Auge fassen, der aus dem Herzen der Gläubigen gerissen werden muß; sonst setzen sie etwa gar in falscher Sicherheit ihr Heil dadurch aufs Spiel, daß sie zu dessen Erlangung vielleicht den Glauben schon für genügend halten und deshalb ein gutes Leben und die Bewahrung des Weges Gottes durch gute Werke vernachlässigen. … 
Der Apostel Paulus schreibt zwar dem Glauben und nicht den Werken die Rechtfertigung zu; aber er meint die Werke, die dem Glauben vorausgehen, und einen Glauben, der durch die Liebe tätig ist. … 
Aber auch Paulus selbst hat nicht jeden beliebigen Glauben an Gott für heilsam und echt evangelisch erklärt, sondern nur einen solchen, dessen Werke aus der Liebe hervorgehen. &quot;Und der Glaube,&quot; sagt er, &quot;der durch die Liebe wirksam ist.&quot; … 
Wie lange täuschen sich also jene noch, die nur einen toten Glauben haben und sich doch das ewige Leben versprechen? …  
Nur der in Liebe tätige Glaube (hat) die Verheißung des Lebens. … 
Vielmehr damit sich niemand von einem Glauben, der ohne die Werke tot ist, ein ewiges Leben verspreche, darum wird er nach seiner Versicherung alle Völker voneinander scheiden, die untereinander vermischt dieselbe Weide hatten. … 
Kein leichtsinniger Mensch lasse sich darum täuschen und glaube Gott zu kennen, wenn er ihn nur mit einem toten Glauben, d.h. ohne gute Werke, bekennt. … 
Sie müssen davon überzeugt werden, daß den Gläubigen das ewige Leben nur so versprochen wird, daß keiner zu der Meinung kommen kann, er vermöchte auch durch einen bloß toten Glauben, der ohne Werke nicht retten kann, zu diesem Leben gelangen, sondern einzig und allein durch jenen von Gottes Gnaden geschenkten Glauben, der durch die Liebe wirksam ist.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Schandor<br />
Selbstverständlich verzeihe ich.</p>
<p>@alle Interessierten<br />
Zum Thema Glauben und Werke mache ich abschliessend auf folgende Stellen bei Augustinus, Vom Glauben und von den Werken, aufmerksam (Aus: <a href="http://www.unifr.ch/bkv/" rel="nofollow ugc">http://www.unifr.ch/bkv/</a> Bibliothek der Kirchenväter“ (BKV), ab S. 14):<br />
„Aus diesem Grunde müssen wir noch einen Irrtum ins Auge fassen, der aus dem Herzen der Gläubigen gerissen werden muß; sonst setzen sie etwa gar in falscher Sicherheit ihr Heil dadurch aufs Spiel, daß sie zu dessen Erlangung vielleicht den Glauben schon für genügend halten und deshalb ein gutes Leben und die Bewahrung des Weges Gottes durch gute Werke vernachlässigen. …<br />
Der Apostel Paulus schreibt zwar dem Glauben und nicht den Werken die Rechtfertigung zu; aber er meint die Werke, die dem Glauben vorausgehen, und einen Glauben, der durch die Liebe tätig ist. …<br />
Aber auch Paulus selbst hat nicht jeden beliebigen Glauben an Gott für heilsam und echt evangelisch erklärt, sondern nur einen solchen, dessen Werke aus der Liebe hervorgehen. &#8222;Und der Glaube,&#8220; sagt er, &#8222;der durch die Liebe wirksam ist.&#8220; …<br />
Wie lange täuschen sich also jene noch, die nur einen toten Glauben haben und sich doch das ewige Leben versprechen? …<br />
Nur der in Liebe tätige Glaube (hat) die Verheißung des Lebens. …<br />
Vielmehr damit sich niemand von einem Glauben, der ohne die Werke tot ist, ein ewiges Leben verspreche, darum wird er nach seiner Versicherung alle Völker voneinander scheiden, die untereinander vermischt dieselbe Weide hatten. …<br />
Kein leichtsinniger Mensch lasse sich darum täuschen und glaube Gott zu kennen, wenn er ihn nur mit einem toten Glauben, d.h. ohne gute Werke, bekennt. …<br />
Sie müssen davon überzeugt werden, daß den Gläubigen das ewige Leben nur so versprochen wird, daß keiner zu der Meinung kommen kann, er vermöchte auch durch einen bloß toten Glauben, der ohne Werke nicht retten kann, zu diesem Leben gelangen, sondern einzig und allein durch jenen von Gottes Gnaden geschenkten Glauben, der durch die Liebe wirksam ist.“</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Schandor		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85245</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schandor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2019 08:30:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=33907#comment-85245</guid>

					<description><![CDATA[@Dieter Aebi

Ja, ich verstehe. Ich bitte Dich, verzeih mir, ich wollte Dich weder beleidigen noch belehren.  

Liebe Grüße]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Dieter Aebi</p>
<p>Ja, ich verstehe. Ich bitte Dich, verzeih mir, ich wollte Dich weder beleidigen noch belehren.  </p>
<p>Liebe Grüße</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dieter Aebi		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85244</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dieter Aebi]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2019 07:34:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=33907#comment-85244</guid>

					<description><![CDATA[@ Jörg
Aus dem Kontext ist auch für den normalen, erst recht für den geistbegabten Deutschsprachler ohne Weiteres ableitbar, dass Wein an diesen Stellen nur als Unterbegriff für berauschende Getränke verwendet wird. Der Analogieschluss auf weitere derartige Getränke ist einfach, da der Sinn der Stelle klar ist. Deshalb darf der Wein so stehen bleiben. Es ist keine kindliche, sondern eine kindische Auslegung, wenn man meint, sich mit Schnaps und Bier betrinken zu dürfen, nur weil das nicht dort steht. Normal nenne ich das jedenfalls nicht.
Zu Rö 3,28: «Der Grieche expliziert mehr als der Deutsche, für den Explikationen dann oft Betonungen und Marker für etwas Auffälliges sind.» - Deine Worte.
Wenn also der Grieche in Rö 3,28 sogar weniger expliziert hat, dann ist das von Luther hinzugefügte «allein» zum Glauben eine irreführende Betonung und ein Marker für etwas Auffälliges, das mit dem Urtext nicht beabsichtigt war.
Wurde «die einzige Alternative» auch schon von Luther so begründet? – Falls nicht, wovon ich ausgehe, dann geht die sprachwissenschaftliche Begründung an der Sache vorbei. Sie wirkt dann nicht nur nachgeschoben, sondern ist es auch.
Die Begründung kann zudem kaum zutreffend sein, denn ich kenne keine einzige andere deutsche oder englische Übersetzung, welche diese «einzige Alternative» enthält, nur die Luther-Übersetzung hält traditionell am hinzugefügten «allein» fest.
Man darf Rö 3 und 4 nicht von Rö 2 losgelöst auslegen. Es gibt bei Paulus m.E. drei Arten von Rechtfertigung: 
1. Die allgemeine Rechtfertigung nach Rö 5,18 a.E.: Christus hat alles vollbracht, der (juristische) Freispruch steht für alle Sünder der ganzen Welt (vgl. auch 1Jo 2,2).
2. Die persönlich geltende Rechtfertigung nach Rö 4,5: Nur wer glaubt, dass Gott den Sünder in Christus freigesprochen hat, für den existiert dieser Freispruch auch, für alle Nichtglaubenden existiert er dagegen nicht.
3. Die wirksame (effektive, faktische) Rechtfertigung (Gerechtmachung) nach Rö 2,13: Der Freispruch nützt nichts, wenn er nicht vollzogen, d.h. gelebt, verwirklicht wird (deshalb die Werke, vgl. dazu auch V. 5-8). Diese Rechtfertigung stimmt mit derjenigen nach Jakobus überein; die ersteren beiden vermögen sie nicht aufzuheben.
Die Polemik im Geist Gottes, wie sie schon Jesus Christus praktizierte («Otterngezücht» etc.) dient zur Durchbrechung von falschen Denk-Krusten, wie vorliegend die Meinung, der Glaube ohne Werke vermöge zu retten. Jakobus nennt die Vertreter dieser Ansicht sogar Hohlköpfe (2,20).
Timotheus hätte unter Juden nicht missionieren können, hätte er sich als Jude nicht beschneiden lassen. Dieses Entgegenkommen in Liebe (Erfüllung des Gesetzes als Glaubenswerk, Ga 5,6) steht nicht in Widerspruch zur Ermahnung, dass Werkglaube überhaupt nicht hilft, sondern im Gegenteil Christus verwirft (Ga 5,4).

@ Schandor
Zur Genauigkeit: Ich habe Dir nicht untergeschoben, dass Du behauptet hättest, Jakobus richte sich an Ungläubige. Ich habe einfach ausgeführt, dass Jakobus sich an die Brüder gerichtet hat und die Ermahnung, würde sie sich (auch mittelbar) an Ungläubige richten, keinen Sinn ergibt. Noch weniger Sinn macht sie allerdings, wenn die Ermahnung zwar an Brüder gerichtet wäre, jedoch diese nicht beträfe, sondern Ungläubige, an welche sie auch nicht indirekt gerichtet wäre.
Auch sonst: Bitte genauer lesen. Es macht den Anschein, als ginge es Dir nicht um das Verstehen des anderen, sondern um Wortgefechte und Provokationen. Die Elberfelderübersetzung verwendet das Wort «wandeln» übrigens noch immer, z.B. in 2Pe 3,3.
Du verstehst sicher, dass ich auf persönliche Angriffe in Form von blinden Hüftschüssen, die erst noch weit daneben gehen, nicht reagiere. Da Du die sachliche Ebene verlassen hast, beende ich hiermit den Austausch mit Jo 3,20 f: «Denn jeder der Arges tut, hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht blossgestellt werden; wer aber die Wahrheit tut, kommt zu dem Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott gewirkt sind.»]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@ Jörg<br />
Aus dem Kontext ist auch für den normalen, erst recht für den geistbegabten Deutschsprachler ohne Weiteres ableitbar, dass Wein an diesen Stellen nur als Unterbegriff für berauschende Getränke verwendet wird. Der Analogieschluss auf weitere derartige Getränke ist einfach, da der Sinn der Stelle klar ist. Deshalb darf der Wein so stehen bleiben. Es ist keine kindliche, sondern eine kindische Auslegung, wenn man meint, sich mit Schnaps und Bier betrinken zu dürfen, nur weil das nicht dort steht. Normal nenne ich das jedenfalls nicht.<br />
Zu Rö 3,28: «Der Grieche expliziert mehr als der Deutsche, für den Explikationen dann oft Betonungen und Marker für etwas Auffälliges sind.» &#8211; Deine Worte.<br />
Wenn also der Grieche in Rö 3,28 sogar weniger expliziert hat, dann ist das von Luther hinzugefügte «allein» zum Glauben eine irreführende Betonung und ein Marker für etwas Auffälliges, das mit dem Urtext nicht beabsichtigt war.<br />
Wurde «die einzige Alternative» auch schon von Luther so begründet? – Falls nicht, wovon ich ausgehe, dann geht die sprachwissenschaftliche Begründung an der Sache vorbei. Sie wirkt dann nicht nur nachgeschoben, sondern ist es auch.<br />
Die Begründung kann zudem kaum zutreffend sein, denn ich kenne keine einzige andere deutsche oder englische Übersetzung, welche diese «einzige Alternative» enthält, nur die Luther-Übersetzung hält traditionell am hinzugefügten «allein» fest.<br />
Man darf Rö 3 und 4 nicht von Rö 2 losgelöst auslegen. Es gibt bei Paulus m.E. drei Arten von Rechtfertigung:<br />
1. Die allgemeine Rechtfertigung nach Rö 5,18 a.E.: Christus hat alles vollbracht, der (juristische) Freispruch steht für alle Sünder der ganzen Welt (vgl. auch 1Jo 2,2).<br />
2. Die persönlich geltende Rechtfertigung nach Rö 4,5: Nur wer glaubt, dass Gott den Sünder in Christus freigesprochen hat, für den existiert dieser Freispruch auch, für alle Nichtglaubenden existiert er dagegen nicht.<br />
3. Die wirksame (effektive, faktische) Rechtfertigung (Gerechtmachung) nach Rö 2,13: Der Freispruch nützt nichts, wenn er nicht vollzogen, d.h. gelebt, verwirklicht wird (deshalb die Werke, vgl. dazu auch V. 5-8). Diese Rechtfertigung stimmt mit derjenigen nach Jakobus überein; die ersteren beiden vermögen sie nicht aufzuheben.<br />
Die Polemik im Geist Gottes, wie sie schon Jesus Christus praktizierte («Otterngezücht» etc.) dient zur Durchbrechung von falschen Denk-Krusten, wie vorliegend die Meinung, der Glaube ohne Werke vermöge zu retten. Jakobus nennt die Vertreter dieser Ansicht sogar Hohlköpfe (2,20).<br />
Timotheus hätte unter Juden nicht missionieren können, hätte er sich als Jude nicht beschneiden lassen. Dieses Entgegenkommen in Liebe (Erfüllung des Gesetzes als Glaubenswerk, Ga 5,6) steht nicht in Widerspruch zur Ermahnung, dass Werkglaube überhaupt nicht hilft, sondern im Gegenteil Christus verwirft (Ga 5,4).</p>
<p>@ Schandor<br />
Zur Genauigkeit: Ich habe Dir nicht untergeschoben, dass Du behauptet hättest, Jakobus richte sich an Ungläubige. Ich habe einfach ausgeführt, dass Jakobus sich an die Brüder gerichtet hat und die Ermahnung, würde sie sich (auch mittelbar) an Ungläubige richten, keinen Sinn ergibt. Noch weniger Sinn macht sie allerdings, wenn die Ermahnung zwar an Brüder gerichtet wäre, jedoch diese nicht beträfe, sondern Ungläubige, an welche sie auch nicht indirekt gerichtet wäre.<br />
Auch sonst: Bitte genauer lesen. Es macht den Anschein, als ginge es Dir nicht um das Verstehen des anderen, sondern um Wortgefechte und Provokationen. Die Elberfelderübersetzung verwendet das Wort «wandeln» übrigens noch immer, z.B. in 2Pe 3,3.<br />
Du verstehst sicher, dass ich auf persönliche Angriffe in Form von blinden Hüftschüssen, die erst noch weit daneben gehen, nicht reagiere. Da Du die sachliche Ebene verlassen hast, beende ich hiermit den Austausch mit Jo 3,20 f: «Denn jeder der Arges tut, hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht blossgestellt werden; wer aber die Wahrheit tut, kommt zu dem Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott gewirkt sind.»</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Schandor		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85241</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schandor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2019 14:20:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=33907#comment-85241</guid>

					<description><![CDATA[@Jörg

Danke, gut dargelegt!

@Dieter

Ich bin nicht sicher, ob Du Dir über Deine eigene Glaubensphilosophie im Klaren bist. Als Theologe musst Du viel genauer sein. Du sagst: Jeder Christ wandelt (o, welch uraltes und schlechtes und heute so ungebräuchliches Wort!) nicht nur im Geist, sondern auch im Fleisch. Ganz recht. Aber genauso &quot;wandelt&quot; jeder Christ nicht nur im Fleisch, sondern auch im Geist.
 
Nie habe ich übrigens behauptet, Jakobus richte sich an Ungläubige. Das hast Du mir (mangels verstehendem Lesen, wie ich vermute) einfach unterschoben. Sondern ich habe behauptet, er spricht über solche, die nur behaupten, zu glauben. Was sind &quot;Glaubende, die nur aus dem eigenen (?) glauben&quot;? So etwas gibt es gar nicht. Ich behaupte, Du kennst die Bibel gut, weißt aber nicht zwischen Glauben und eingebildetem Glauben zu unterscheiden, deshalb hört sich auch alles so wirr an, was Du sagst. Ich vermute (und behaupte nicht), Du kommst aus einer heiligungsüberhöhten Gemeinde, die sich über das Heil so sicher nicht ist, wie sie den Anschein erwecken möchte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Jörg</p>
<p>Danke, gut dargelegt!</p>
<p>@Dieter</p>
<p>Ich bin nicht sicher, ob Du Dir über Deine eigene Glaubensphilosophie im Klaren bist. Als Theologe musst Du viel genauer sein. Du sagst: Jeder Christ wandelt (o, welch uraltes und schlechtes und heute so ungebräuchliches Wort!) nicht nur im Geist, sondern auch im Fleisch. Ganz recht. Aber genauso &#8222;wandelt&#8220; jeder Christ nicht nur im Fleisch, sondern auch im Geist.</p>
<p>Nie habe ich übrigens behauptet, Jakobus richte sich an Ungläubige. Das hast Du mir (mangels verstehendem Lesen, wie ich vermute) einfach unterschoben. Sondern ich habe behauptet, er spricht über solche, die nur behaupten, zu glauben. Was sind &#8222;Glaubende, die nur aus dem eigenen (?) glauben&#8220;? So etwas gibt es gar nicht. Ich behaupte, Du kennst die Bibel gut, weißt aber nicht zwischen Glauben und eingebildetem Glauben zu unterscheiden, deshalb hört sich auch alles so wirr an, was Du sagst. Ich vermute (und behaupte nicht), Du kommst aus einer heiligungsüberhöhten Gemeinde, die sich über das Heil so sicher nicht ist, wie sie den Anschein erwecken möchte.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dieter Aebi		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85240</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dieter Aebi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2019 13:53:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=33907#comment-85240</guid>

					<description><![CDATA[Ich halte es mit Paulus, Rö 10,10: «Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil» (vgl. auch Mt 12,37). Das aufrichtige Anrufen Gottes um Hilfe (Rö 10,13) – auf die Haltung kommt es an – ist ein Wirksamwerden des Glaubens aus dem von Gott bereiteten guten und redlichen Herzen (Lk 8,15) gegen aussen, ein Werk das bleibt (s. auch 1Jo 4,15). Ein solches Werk genügt also. Es geht nicht um die Anzahl, sondern um die Qualität: gute Frucht vom guten Baum (gut bedeutet dabei immer: aus Gott).
Dabei glaube ich aber, dass Gott das Werk, welches er in seinen Kindern angefangen hat, auch vollenden wird (Ph 1,6), es also nicht beim Bekenntnis bleiben wird, sondern dass er Ausdauer in gutem Werk schenkt und vergilt (Rö 2,6; Mt 16,27). Jeder Christ wandelt nicht nur im Geist, sondern auch im Fleisch, deshalb produzieren wir, d.h. (Paulus sagt über den neuen Adam:) die Sünde in uns, auch schlechte Früchte, die verbrennen werden (Hb 12,29). Deshalb kommt es nicht auf den Zeitpunkt der Werke an, sondern dass ein guter Baum existiert, der auch gute Früchte trägt.
Alle, die zu Christus kommen, also wahrhaftig an ihn glauben und ihn erkennen, gehören vorher schon Gott, dem Vater, sind also aus IHM, Jo 17,6: &quot;Dein waren sie, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt.&quot;
Dieses Bewahren des Wortes Gottes ist entscheidend und macht den Unterschied zu Pseudo-Gläubigen aus, die Wort und Geist nur vorübergehend haben. Christus, Jakobus und Johannes betonen (Mt 7,24 f.; Jo 13,15; 1Jo 2,6; 3,24; Jk 1,22-27), dass man Gottes Wort nur bleibend in sich hat, wenn man Täter des Wortes ist bzw. die Gebote hält, den Bruder liebt (und zwar in Tat und Wahrheit, 1Jo 3,18). 
Solche Gläubigen können nicht abfallen, denn sie sind von Gott erschaffene neue Kreaturen (ein guter Baum mit guten Früchten); selbstverständlich bleiben ihre guten Werke. Andere Glaubende, die nicht aus dem Willen Gottes, sondern nur aus dem eigenen glauben, können als schlechte Bäume keine gute Frucht bringen und können, ja werden von ihrem Glauben abfallen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich halte es mit Paulus, Rö 10,10: «Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil» (vgl. auch Mt 12,37). Das aufrichtige Anrufen Gottes um Hilfe (Rö 10,13) – auf die Haltung kommt es an – ist ein Wirksamwerden des Glaubens aus dem von Gott bereiteten guten und redlichen Herzen (Lk 8,15) gegen aussen, ein Werk das bleibt (s. auch 1Jo 4,15). Ein solches Werk genügt also. Es geht nicht um die Anzahl, sondern um die Qualität: gute Frucht vom guten Baum (gut bedeutet dabei immer: aus Gott).<br />
Dabei glaube ich aber, dass Gott das Werk, welches er in seinen Kindern angefangen hat, auch vollenden wird (Ph 1,6), es also nicht beim Bekenntnis bleiben wird, sondern dass er Ausdauer in gutem Werk schenkt und vergilt (Rö 2,6; Mt 16,27). Jeder Christ wandelt nicht nur im Geist, sondern auch im Fleisch, deshalb produzieren wir, d.h. (Paulus sagt über den neuen Adam:) die Sünde in uns, auch schlechte Früchte, die verbrennen werden (Hb 12,29). Deshalb kommt es nicht auf den Zeitpunkt der Werke an, sondern dass ein guter Baum existiert, der auch gute Früchte trägt.<br />
Alle, die zu Christus kommen, also wahrhaftig an ihn glauben und ihn erkennen, gehören vorher schon Gott, dem Vater, sind also aus IHM, Jo 17,6: &#8222;Dein waren sie, und mir hast du sie gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt.&#8220;<br />
Dieses Bewahren des Wortes Gottes ist entscheidend und macht den Unterschied zu Pseudo-Gläubigen aus, die Wort und Geist nur vorübergehend haben. Christus, Jakobus und Johannes betonen (Mt 7,24 f.; Jo 13,15; 1Jo 2,6; 3,24; Jk 1,22-27), dass man Gottes Wort nur bleibend in sich hat, wenn man Täter des Wortes ist bzw. die Gebote hält, den Bruder liebt (und zwar in Tat und Wahrheit, 1Jo 3,18).<br />
Solche Gläubigen können nicht abfallen, denn sie sind von Gott erschaffene neue Kreaturen (ein guter Baum mit guten Früchten); selbstverständlich bleiben ihre guten Werke. Andere Glaubende, die nicht aus dem Willen Gottes, sondern nur aus dem eigenen glauben, können als schlechte Bäume keine gute Frucht bringen und können, ja werden von ihrem Glauben abfallen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Jörg		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85239</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jörg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2019 12:46:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das mit den hinzugefügten, veränderten oder weggelassenen Worten ist so eine Sache - (fast) jeder unbestimmte Artikel in einer deutschen Übersetzung ist hinzugefügt (weil es im Griechischen keinen unbestimmten Artikel gibt), fast jede adverbiale Partizipialkonstruktion wird mit einer konkreten Konjunktion wiedergegeben (fehlt im Griechischen, aber aus dem Kontext erschließbar), letztlich ist jedes Wort verändert (deutsch statt griechisch, normalerweise mit unterschiedlichen Bedeutungsspektren und Konnotationen), und der Artikel bei Gott wird aufgrund der veränderten kulturellen Situation (kein Polytheismus, Gott als Eigenname in unserem Kulturraum) ebenso weggelassen wie der Artikel bei bereits erwähnten Eigennamen (wieder grammatikalischer Unterschied Gr-D). Und es würde den meisten Bibelübersetzungen gut tun, würden sie manchmal einige Worte von Gottes Wort im Griechischen weglassen: &quot;Betrinkt euch nicht mit Wein&quot; impliziert für den normalen Deutschsprachler eben &quot;sondern mit Bier, Schnapps,..&quot;. Wer Gottes Wort hier treu übertragen will, muss übersetzen &quot;Betrinkt euch nicht&quot; - denn das ist gemeint (der Grieche expliziert mehr als der Deutsche, für den Explikationen dann oft Betonungen und Marker für etwas Auffälliges sind).

Zu Röm 3:28: Dort ist der instrumentale Dativ &quot;Glaube&quot; betont - einerseits durch die Wortstellung, andererseits durch den Kontrast zu &quot;ohne Gesetzeswerke&quot;. Überhaupt geht es im unmittelbaren Kontext um eine Gegenüberstellung von Gesetz(eswerken) und Glauben. Diese Betonung lässt sich im Deutschen zwar im Modus der Aussprache vermitteln, jedoch nicht oder zumindest nicht eindeutig im Modus der Schrift (höchstens: wir sind überzeugt: Durch Glauben wird... - aber selbst da ist die Prosodie das eigentliche Mittel der Betonung). Die einzige Alternative ist die, die Luther gewählt hat: eine lexikalische Betonung durch die Zufügung eines passenden Adverbs.

Eine Rechtfertigung durch &quot;Glauben und&quot; hat in Röm 3+4 soweit ich sehe keinen Platz. (4:2: Angenommen (Indefiniter/realer Fall oder Irrealis-Misch) Abraham wurde aus Werken gerechtfertigt. Dann hat er nichts zum Rühmen vor Gott; 4:6: Dem Gott Gerechtigkeit ohne Werke zurechnet). Und es geht auch nicht um GESETZESwerke vs andere Werke, wie man am Beispiel Abrahams sieht.

Im übrigen könnte es auch sein, dass der Apostel Jakobus an jener Stelle polemisch redet und dabei - dem Genre gemäß - überspitzt. Ähnlich wie Paulus, der in Gal 5:2 den Empfängern entgegenhaut, dass ihnen Christus nichts mehr nützt, wenn sie sich beschneiden lassen - alles vorbei, zerstört, verflucht. Derselbe Paulus lässt aber seinen Mitarbeiter Timotheus beschneiden, um den Juden ein Jude zu werden (Apg 16:3)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das mit den hinzugefügten, veränderten oder weggelassenen Worten ist so eine Sache &#8211; (fast) jeder unbestimmte Artikel in einer deutschen Übersetzung ist hinzugefügt (weil es im Griechischen keinen unbestimmten Artikel gibt), fast jede adverbiale Partizipialkonstruktion wird mit einer konkreten Konjunktion wiedergegeben (fehlt im Griechischen, aber aus dem Kontext erschließbar), letztlich ist jedes Wort verändert (deutsch statt griechisch, normalerweise mit unterschiedlichen Bedeutungsspektren und Konnotationen), und der Artikel bei Gott wird aufgrund der veränderten kulturellen Situation (kein Polytheismus, Gott als Eigenname in unserem Kulturraum) ebenso weggelassen wie der Artikel bei bereits erwähnten Eigennamen (wieder grammatikalischer Unterschied Gr-D). Und es würde den meisten Bibelübersetzungen gut tun, würden sie manchmal einige Worte von Gottes Wort im Griechischen weglassen: &#8222;Betrinkt euch nicht mit Wein&#8220; impliziert für den normalen Deutschsprachler eben &#8222;sondern mit Bier, Schnapps,..&#8220;. Wer Gottes Wort hier treu übertragen will, muss übersetzen &#8222;Betrinkt euch nicht&#8220; &#8211; denn das ist gemeint (der Grieche expliziert mehr als der Deutsche, für den Explikationen dann oft Betonungen und Marker für etwas Auffälliges sind).</p>
<p>Zu Röm 3:28: Dort ist der instrumentale Dativ &#8222;Glaube&#8220; betont &#8211; einerseits durch die Wortstellung, andererseits durch den Kontrast zu &#8222;ohne Gesetzeswerke&#8220;. Überhaupt geht es im unmittelbaren Kontext um eine Gegenüberstellung von Gesetz(eswerken) und Glauben. Diese Betonung lässt sich im Deutschen zwar im Modus der Aussprache vermitteln, jedoch nicht oder zumindest nicht eindeutig im Modus der Schrift (höchstens: wir sind überzeugt: Durch Glauben wird&#8230; &#8211; aber selbst da ist die Prosodie das eigentliche Mittel der Betonung). Die einzige Alternative ist die, die Luther gewählt hat: eine lexikalische Betonung durch die Zufügung eines passenden Adverbs.</p>
<p>Eine Rechtfertigung durch &#8222;Glauben und&#8220; hat in Röm 3+4 soweit ich sehe keinen Platz. (4:2: Angenommen (Indefiniter/realer Fall oder Irrealis-Misch) Abraham wurde aus Werken gerechtfertigt. Dann hat er nichts zum Rühmen vor Gott; 4:6: Dem Gott Gerechtigkeit ohne Werke zurechnet). Und es geht auch nicht um GESETZESwerke vs andere Werke, wie man am Beispiel Abrahams sieht.</p>
<p>Im übrigen könnte es auch sein, dass der Apostel Jakobus an jener Stelle polemisch redet und dabei &#8211; dem Genre gemäß &#8211; überspitzt. Ähnlich wie Paulus, der in Gal 5:2 den Empfängern entgegenhaut, dass ihnen Christus nichts mehr nützt, wenn sie sich beschneiden lassen &#8211; alles vorbei, zerstört, verflucht. Derselbe Paulus lässt aber seinen Mitarbeiter Timotheus beschneiden, um den Juden ein Jude zu werden (Apg 16:3)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dieter Aebi		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85238</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dieter Aebi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2019 11:55:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich halte es mit Paulus, Rö 10,10: &quot;Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil.&quot; So auch Christus in Mt 12,37 und Lk 18,14. 
D.h. ein ehrliches Bekenntnis (als Anrufen Gottes um Hilfe, V. 13 - hier wieder die Haltung!) aus dem von Gott geschenkten Glauben an das Evangelium mit einem von IHM vorbereiteten guten und redlichen Herzen (Lk 8,15), gleichsam die Zeugung, ist ein gültiges Werk zum ewigen Leben, gleichsam die Geburt. Wer von Gott gezeugt und wiedergeboren ist, kann nicht abfallen, auch wenn er später Holz, Heu und Stroh aufbaut (1Ko 3,13+15).
Ich mache noch auf folgende Stellen bei Augustinus, Vom Glauben und von den Werken, aufmerksam (Aus: www.unifr.ch/bkv/ Bibliothek der Kirchenväter“ (BKV), ab S. 14):
„Aus diesem Grunde müssen wir noch einen Irrtum ins Auge fassen, der aus dem Herzen der Gläubigen gerissen werden muß; sonst setzen sie etwa gar in falscher Sicherheit ihr Heil dadurch aufs Spiel, daß sie zu dessen Erlangung vielleicht den Glauben schon für genügend halten und deshalb ein gutes Leben und die Bewahrung des Weges Gottes durch gute Werke vernachlässigen. … Der Apostel Paulus schreibt zwar dem Glauben und nicht den Werken die Rechtfertigung zu; aber er meint die Werke, die dem Glauben vorausgehen, und einen Glauben, der durch die Liebe tätig ist. … Aber auch Paulus selbst hat nicht jeden beliebigen Glauben an Gott für heilsam und echt evangelisch erklärt, sondern nur einen solchen, dessen Werke aus der Liebe hervorgehen. &quot;Und der Glaube,&quot; sagt er, &quot;der durch die Liebe wirksam ist.&quot; … Wie lange täuschen sich also jene noch, die nur einen toten Glauben haben und sich doch das ewige Leben versprechen? …  Nur der in Liebe tätige Glaube (hat) die Verheißung des Lebens. … Vielmehr damit sich niemand von einem Glauben, der ohne die Werke tot ist, ein ewiges Leben verspreche, darum wird er nach seiner Versicherung alle Völker voneinander scheiden, die untereinander vermischt dieselbe Weide hatten. … Kein leichtsinniger Mensch lasse sich darum täuschen und glaube Gott zu kennen, wenn er ihn nur mit einem toten Glauben, d.h. ohne gute Werke, bekennt. … Sie müssen davon überzeugt werden, daß den Gläubigen das ewige Leben nur so versprochen wird, daß keiner zu der Meinung kommen kann, er vermöchte auch durch einen bloß toten Glauben, der ohne Werke nicht retten kann, zu diesem Leben gelangen, sondern einzig und allein durch jenen von Gottes Gnaden geschenkten Glauben, der durch die Liebe wirksam ist.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich halte es mit Paulus, Rö 10,10: &#8222;Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil.&#8220; So auch Christus in Mt 12,37 und Lk 18,14.<br />
D.h. ein ehrliches Bekenntnis (als Anrufen Gottes um Hilfe, V. 13 &#8211; hier wieder die Haltung!) aus dem von Gott geschenkten Glauben an das Evangelium mit einem von IHM vorbereiteten guten und redlichen Herzen (Lk 8,15), gleichsam die Zeugung, ist ein gültiges Werk zum ewigen Leben, gleichsam die Geburt. Wer von Gott gezeugt und wiedergeboren ist, kann nicht abfallen, auch wenn er später Holz, Heu und Stroh aufbaut (1Ko 3,13+15).<br />
Ich mache noch auf folgende Stellen bei Augustinus, Vom Glauben und von den Werken, aufmerksam (Aus: <a href="http://www.unifr.ch/bkv/" rel="nofollow ugc">http://www.unifr.ch/bkv/</a> Bibliothek der Kirchenväter“ (BKV), ab S. 14):<br />
„Aus diesem Grunde müssen wir noch einen Irrtum ins Auge fassen, der aus dem Herzen der Gläubigen gerissen werden muß; sonst setzen sie etwa gar in falscher Sicherheit ihr Heil dadurch aufs Spiel, daß sie zu dessen Erlangung vielleicht den Glauben schon für genügend halten und deshalb ein gutes Leben und die Bewahrung des Weges Gottes durch gute Werke vernachlässigen. … Der Apostel Paulus schreibt zwar dem Glauben und nicht den Werken die Rechtfertigung zu; aber er meint die Werke, die dem Glauben vorausgehen, und einen Glauben, der durch die Liebe tätig ist. … Aber auch Paulus selbst hat nicht jeden beliebigen Glauben an Gott für heilsam und echt evangelisch erklärt, sondern nur einen solchen, dessen Werke aus der Liebe hervorgehen. &#8222;Und der Glaube,&#8220; sagt er, &#8222;der durch die Liebe wirksam ist.&#8220; … Wie lange täuschen sich also jene noch, die nur einen toten Glauben haben und sich doch das ewige Leben versprechen? …  Nur der in Liebe tätige Glaube (hat) die Verheißung des Lebens. … Vielmehr damit sich niemand von einem Glauben, der ohne die Werke tot ist, ein ewiges Leben verspreche, darum wird er nach seiner Versicherung alle Völker voneinander scheiden, die untereinander vermischt dieselbe Weide hatten. … Kein leichtsinniger Mensch lasse sich darum täuschen und glaube Gott zu kennen, wenn er ihn nur mit einem toten Glauben, d.h. ohne gute Werke, bekennt. … Sie müssen davon überzeugt werden, daß den Gläubigen das ewige Leben nur so versprochen wird, daß keiner zu der Meinung kommen kann, er vermöchte auch durch einen bloß toten Glauben, der ohne Werke nicht retten kann, zu diesem Leben gelangen, sondern einzig und allein durch jenen von Gottes Gnaden geschenkten Glauben, der durch die Liebe wirksam ist.“</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Schandor		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85237</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schandor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2019 11:31:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich sehe schon: Wir verstehen einander nicht. Das hat keinen Zweck.
Du widersprichst mir nicht oder nur zum Teil.
Beantworte nun also noch eine letzte Frage. Gesetzt, Du hast mit allem recht.
Wieviele Werke muss man also getan haben, damit der Glaube gilt? 
Oder anders gefragt: Kann man eine Zeitlang gut gelaufen sein, dann aber abfallen, weil man eines Tages keine Werke mehr tut?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sehe schon: Wir verstehen einander nicht. Das hat keinen Zweck.<br />
Du widersprichst mir nicht oder nur zum Teil.<br />
Beantworte nun also noch eine letzte Frage. Gesetzt, Du hast mit allem recht.<br />
Wieviele Werke muss man also getan haben, damit der Glaube gilt?<br />
Oder anders gefragt: Kann man eine Zeitlang gut gelaufen sein, dann aber abfallen, weil man eines Tages keine Werke mehr tut?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dieter Aebi		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85236</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dieter Aebi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2019 09:10:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=33907#comment-85236</guid>

					<description><![CDATA[Ich mache noch auf folgende Stellen bei Augustinus, Vom Glauben und von den Werken, aufmerksam (Aus: www.unifr.ch/bkv/ Bibliothek der Kirchenväter“ (BKV), ab S. 14):
„Aus diesem Grunde müssen wir noch einen Irrtum ins Auge fassen, der aus dem Herzen der Gläubigen gerissen werden muß; sonst setzen sie etwa gar in falscher Sicherheit ihr Heil dadurch aufs Spiel, daß sie zu dessen Erlangung vielleicht den Glauben schon für genügend halten und deshalb ein gutes Leben und die Bewahrung des Weges Gottes durch gute Werke vernachlässigen. … Der Apostel Paulus schreibt zwar dem Glauben und nicht den Werken die Rechtfertigung zu; aber er meint die Werke, die dem Glauben vorausgehen, und einen Glauben, der durch die Liebe tätig ist. … Aber auch Paulus selbst hat nicht jeden beliebigen Glauben an Gott für heilsam und echt evangelisch erklärt, sondern nur einen solchen, dessen Werke aus der Liebe hervorgehen. &quot;Und der Glaube,&quot; sagt er, &quot;der durch die Liebe wirksam ist.&quot; … Wie lange täuschen sich also jene noch, die nur einen toten Glauben haben und sich doch das ewige Leben versprechen? …  Nur der in Liebe tätige Glaube (hat) die Verheißung des Lebens. … Vielmehr damit sich niemand von einem Glauben, der ohne die Werke tot ist, ein ewiges Leben verspreche, darum wird er nach seiner Versicherung alle Völker voneinander scheiden, die untereinander vermischt dieselbe Weide hatten. … Kein leichtsinniger Mensch lasse sich darum täuschen und glaube Gott zu kennen, wenn er ihn nur mit einem toten Glauben, d.h. ohne gute Werke, bekennt. … Sie müssen davon überzeugt werden, daß den Gläubigen das ewige Leben nur so versprochen wird, daß keiner zu der Meinung kommen kann, er vermöchte auch durch einen bloß toten Glauben, der ohne Werke nicht retten kann, zu diesem Leben gelangen, sondern einzig und allein durch jenen von Gottes Gnaden geschenkten Glauben, der durch die Liebe wirksam ist.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mache noch auf folgende Stellen bei Augustinus, Vom Glauben und von den Werken, aufmerksam (Aus: <a href="http://www.unifr.ch/bkv/" rel="nofollow ugc">http://www.unifr.ch/bkv/</a> Bibliothek der Kirchenväter“ (BKV), ab S. 14):<br />
„Aus diesem Grunde müssen wir noch einen Irrtum ins Auge fassen, der aus dem Herzen der Gläubigen gerissen werden muß; sonst setzen sie etwa gar in falscher Sicherheit ihr Heil dadurch aufs Spiel, daß sie zu dessen Erlangung vielleicht den Glauben schon für genügend halten und deshalb ein gutes Leben und die Bewahrung des Weges Gottes durch gute Werke vernachlässigen. … Der Apostel Paulus schreibt zwar dem Glauben und nicht den Werken die Rechtfertigung zu; aber er meint die Werke, die dem Glauben vorausgehen, und einen Glauben, der durch die Liebe tätig ist. … Aber auch Paulus selbst hat nicht jeden beliebigen Glauben an Gott für heilsam und echt evangelisch erklärt, sondern nur einen solchen, dessen Werke aus der Liebe hervorgehen. &#8222;Und der Glaube,&#8220; sagt er, &#8222;der durch die Liebe wirksam ist.&#8220; … Wie lange täuschen sich also jene noch, die nur einen toten Glauben haben und sich doch das ewige Leben versprechen? …  Nur der in Liebe tätige Glaube (hat) die Verheißung des Lebens. … Vielmehr damit sich niemand von einem Glauben, der ohne die Werke tot ist, ein ewiges Leben verspreche, darum wird er nach seiner Versicherung alle Völker voneinander scheiden, die untereinander vermischt dieselbe Weide hatten. … Kein leichtsinniger Mensch lasse sich darum täuschen und glaube Gott zu kennen, wenn er ihn nur mit einem toten Glauben, d.h. ohne gute Werke, bekennt. … Sie müssen davon überzeugt werden, daß den Gläubigen das ewige Leben nur so versprochen wird, daß keiner zu der Meinung kommen kann, er vermöchte auch durch einen bloß toten Glauben, der ohne Werke nicht retten kann, zu diesem Leben gelangen, sondern einzig und allein durch jenen von Gottes Gnaden geschenkten Glauben, der durch die Liebe wirksam ist.“</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dieter Aebi		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85235</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dieter Aebi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2019 07:40:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich mache auf folgende Stellen bei Augustinus, Vom Glauben und von den Werken, aufmerksam (Aus: www.unifr.ch/bkv/ Bibliothek der Kirchenväter“ (BKV), ab S. 14):
„Aus diesem Grunde müssen wir noch einen Irrtum ins Auge fassen, der aus dem Herzen der Gläubigen gerissen werden muß; sonst setzen sie etwa gar in falscher Sicherheit ihr Heil dadurch aufs Spiel, daß sie zu dessen Erlangung vielleicht den Glauben schon für genügend halten und deshalb ein gutes Leben und die Bewahrung des Weges Gottes durch gute Werke vernachlässigen. … Der Apostel Paulus schreibt zwar dem Glauben und nicht den Werken die Rechtfertigung zu; aber er meint die Werke, die dem Glauben vorausgehen, und einen Glauben, der durch die Liebe tätig ist. … Aber auch Paulus selbst hat nicht jeden beliebigen Glauben an Gott für heilsam und echt evangelisch erklärt, sondern nur einen solchen, dessen Werke aus der Liebe hervorgehen. &quot;Und der Glaube,&quot; sagt er, &quot;der durch die Liebe wirksam ist.&quot; … Wie lange täuschen sich also jene noch, die nur einen toten Glauben haben und sich doch das ewige Leben versprechen? …  Nur der in Liebe tätige Glaube (hat) die Verheißung des Lebens. … Vielmehr damit sich niemand von einem Glauben, der ohne die Werke tot ist, ein ewiges Leben verspreche, darum wird er nach seiner Versicherung alle Völker voneinander scheiden, die untereinander vermischt dieselbe Weide hatten. … Kein leichtsinniger Mensch lasse sich darum täuschen und glaube Gott zu kennen, wenn er ihn nur mit einem toten Glauben, d.h. ohne gute Werke, bekennt. … Sie müssen davon überzeugt werden, daß den Gläubigen das ewige Leben nur so versprochen wird, daß keiner zu der Meinung kommen kann, er vermöchte auch durch einen bloß toten Glauben, der ohne Werke nicht retten kann, zu diesem Leben gelangen, sondern einzig und allein durch jenen von Gottes Gnaden geschenkten Glauben, der durch die Liebe wirksam ist.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mache auf folgende Stellen bei Augustinus, Vom Glauben und von den Werken, aufmerksam (Aus: <a href="http://www.unifr.ch/bkv/" rel="nofollow ugc">http://www.unifr.ch/bkv/</a> Bibliothek der Kirchenväter“ (BKV), ab S. 14):<br />
„Aus diesem Grunde müssen wir noch einen Irrtum ins Auge fassen, der aus dem Herzen der Gläubigen gerissen werden muß; sonst setzen sie etwa gar in falscher Sicherheit ihr Heil dadurch aufs Spiel, daß sie zu dessen Erlangung vielleicht den Glauben schon für genügend halten und deshalb ein gutes Leben und die Bewahrung des Weges Gottes durch gute Werke vernachlässigen. … Der Apostel Paulus schreibt zwar dem Glauben und nicht den Werken die Rechtfertigung zu; aber er meint die Werke, die dem Glauben vorausgehen, und einen Glauben, der durch die Liebe tätig ist. … Aber auch Paulus selbst hat nicht jeden beliebigen Glauben an Gott für heilsam und echt evangelisch erklärt, sondern nur einen solchen, dessen Werke aus der Liebe hervorgehen. &#8222;Und der Glaube,&#8220; sagt er, &#8222;der durch die Liebe wirksam ist.&#8220; … Wie lange täuschen sich also jene noch, die nur einen toten Glauben haben und sich doch das ewige Leben versprechen? …  Nur der in Liebe tätige Glaube (hat) die Verheißung des Lebens. … Vielmehr damit sich niemand von einem Glauben, der ohne die Werke tot ist, ein ewiges Leben verspreche, darum wird er nach seiner Versicherung alle Völker voneinander scheiden, die untereinander vermischt dieselbe Weide hatten. … Kein leichtsinniger Mensch lasse sich darum täuschen und glaube Gott zu kennen, wenn er ihn nur mit einem toten Glauben, d.h. ohne gute Werke, bekennt. … Sie müssen davon überzeugt werden, daß den Gläubigen das ewige Leben nur so versprochen wird, daß keiner zu der Meinung kommen kann, er vermöchte auch durch einen bloß toten Glauben, der ohne Werke nicht retten kann, zu diesem Leben gelangen, sondern einzig und allein durch jenen von Gottes Gnaden geschenkten Glauben, der durch die Liebe wirksam ist.“</p>
]]></content:encoded>
		
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		<item>
		<title>
		Von: Dieter Aebi		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85233</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dieter Aebi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2019 07:33:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich mache auf folgende Stellen bei Augustinus, Vom Glauben und von den Werken, aufmerksam (Aus: www.unifr.ch/bkv/ Bibliothek der Kirchenväter“ (BKV), ab S. 14):

„Aus diesem Grunde müssen wir noch einen Irrtum ins Auge fassen, der aus dem Herzen der Gläubigen gerissen werden muß; sonst setzen sie etwa gar in falscher Sicherheit ihr Heil dadurch aufs Spiel, daß sie zu dessen Erlangung vielleicht den Glauben schon für genügend halten und deshalb ein gutes Leben und die Bewahrung des Weges Gottes durch gute Werke vernachlässigen. … Der Apostel Paulus schreibt zwar dem Glauben und nicht den Werken die Rechtfertigung zu; aber er meint die Werke, die dem Glauben vorausgehen, und einen Glauben, der durch die Liebe tätig ist. … Aber auch Paulus selbst hat nicht jeden beliebigen Glauben an Gott für heilsam und echt evangelisch erklärt, sondern nur einen solchen, dessen Werke aus der Liebe hervorgehen. &quot;Und der Glaube,&quot; sagt er, &quot;der durch die Liebe wirksam ist.&quot; … Wie lange täuschen sich also jene noch, die nur einen toten Glauben haben und sich doch das ewige Leben versprechen? …  Nur der in Liebe tätige Glaube (hat) die Verheißung des Lebens. … Vielmehr damit sich niemand von einem Glauben, der ohne die Werke tot ist, ein ewiges Leben verspreche, darum wird er nach seiner Versicherung alle Völker voneinander scheiden, die untereinander vermischt dieselbe Weide hatten. … Kein leichtsinniger Mensch lasse sich darum täuschen und glaube Gott zu kennen, wenn er ihn nur mit einem toten Glauben, d.h. ohne gute Werke, bekennt. … Sie müssen davon überzeugt werden, daß den Gläubigen das ewige Leben nur so versprochen wird, daß keiner zu der Meinung kommen kann, er vermöchte auch durch einen bloß toten Glauben, der ohne Werke nicht retten kann, zu diesem Leben gelangen, sondern einzig und allein durch jenen von Gottes Gnaden geschenkten Glauben, der durch die Liebe wirksam ist.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mache auf folgende Stellen bei Augustinus, Vom Glauben und von den Werken, aufmerksam (Aus: <a href="http://www.unifr.ch/bkv/" rel="nofollow ugc">http://www.unifr.ch/bkv/</a> Bibliothek der Kirchenväter“ (BKV), ab S. 14):</p>
<p>„Aus diesem Grunde müssen wir noch einen Irrtum ins Auge fassen, der aus dem Herzen der Gläubigen gerissen werden muß; sonst setzen sie etwa gar in falscher Sicherheit ihr Heil dadurch aufs Spiel, daß sie zu dessen Erlangung vielleicht den Glauben schon für genügend halten und deshalb ein gutes Leben und die Bewahrung des Weges Gottes durch gute Werke vernachlässigen. … Der Apostel Paulus schreibt zwar dem Glauben und nicht den Werken die Rechtfertigung zu; aber er meint die Werke, die dem Glauben vorausgehen, und einen Glauben, der durch die Liebe tätig ist. … Aber auch Paulus selbst hat nicht jeden beliebigen Glauben an Gott für heilsam und echt evangelisch erklärt, sondern nur einen solchen, dessen Werke aus der Liebe hervorgehen. &#8222;Und der Glaube,&#8220; sagt er, &#8222;der durch die Liebe wirksam ist.&#8220; … Wie lange täuschen sich also jene noch, die nur einen toten Glauben haben und sich doch das ewige Leben versprechen? …  Nur der in Liebe tätige Glaube (hat) die Verheißung des Lebens. … Vielmehr damit sich niemand von einem Glauben, der ohne die Werke tot ist, ein ewiges Leben verspreche, darum wird er nach seiner Versicherung alle Völker voneinander scheiden, die untereinander vermischt dieselbe Weide hatten. … Kein leichtsinniger Mensch lasse sich darum täuschen und glaube Gott zu kennen, wenn er ihn nur mit einem toten Glauben, d.h. ohne gute Werke, bekennt. … Sie müssen davon überzeugt werden, daß den Gläubigen das ewige Leben nur so versprochen wird, daß keiner zu der Meinung kommen kann, er vermöchte auch durch einen bloß toten Glauben, der ohne Werke nicht retten kann, zu diesem Leben gelangen, sondern einzig und allein durch jenen von Gottes Gnaden geschenkten Glauben, der durch die Liebe wirksam ist.“</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dieter Aebi		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85231</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dieter Aebi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2019 07:24:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Luther hat dem Wort Gottes in Rö 3,28, gegen die klaren Ermahnungen etwa in 5. Mo 4,2 und 13,1, Spr. 30,6 sowie Of 22,18 f., das Wort «allein» vor dem Glauben hinzugefügt. Dabei ging es nicht um Exegese, nicht mal um Eisegese, sondern um eine Verfälschung des Textes (sicher nur mit guten Absichten, jedoch nachweislich in totaler Verkennung des Jakobusbriefes) unter Ausserachtlassung von Rö 2,13 sowie zahlreicher weiterer Stellen im NT, welche einen tätigen Glauben verlangen.
Jakobus spricht die Brüder an (Kap. 1 Verse 2 und 19; Kap. 2 Verse 1 und 14, Kap. 3, Verse 1 etc.), somit nicht Ungläubige. Jk 1,22 wendet sich an die Leser, d.h. die Brüder: «Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen!» (in Übereinstimmung mit Christus, Mt 7,15-27). In Kap. 2 Vers 15 spricht er Glaubende in der Gemeinde an: &quot;unter euch&quot;. Der ganze Absatz ergibt keinen Sinn, wenn er an Ungläubige gerichtet wäre. Weshalb sollte man Brüder ermahnen, dass der Glaube ohne Werke tot sei, wenn es gar nicht um Glauben ginge?
Jakobus meint also zwei verschiedene Arten Christen (und spricht alle als Brüder an, weil wir nicht ins Herz sehen und nicht vor der Zeit verurteilen sollen, 1 Ko 4,5), wie Mt 25,31 ff. An dieser Stelle sieht man die richtige Einstellung zu den Glaubenswerken: Sie erscheinen einem gar nicht als Werke, denn es ist «ganz einfach» das Wirken des neuen Adams, sein «normales» Leben.
Auch Luther hat das erkannt: «O, es ist ein lebendig, geschäftig, tätig, mächtig Ding um den Glauben, so dass es unmöglich ist, dass er nicht ohne Unterlass sollte Gutes wirken. Er fragt auch nicht, ob gute Werke zu tun sind, sondern ehe man fragt, hat er sie getan und ist immer im Tun.»
Jedoch hatte er sich mit der Beschimpfung von Jakobus (stroherne Epistel, kein Apostel, treibt zu den dem Gesetz und seinen Werken etc.) zu weit aus dem Fenster gelehnt und konnte sich – gegen das Gleichnis vom Sämann, Jo 15,1-8 etc.  – offenbar nicht vorstellen, dass es inhaltlich richtigen Glauben gibt, der keine Werke hervorbringt, sodass er, wie seine Nachfolger in der Lehre bis heute, einfach von Unglauben ausging.
Luthers Verdienst ist, die enge Pforte - gegen die Katholiken - lehrmässig erfasst zu haben (wozu auch gehört, dass man nicht aus freiem (d.h. gottfreiem oder gottlosem) Willen zu Gott findet - weshalb das Thema hierhergehört). Sein Problem und das seiner Nachfolger ist aber, dass man lehrmässig bei der engen Pforte stehenblieb und den schmalen Weg nicht richtig erfasst hat.
Dabei gibt man Christus die weitaus grössere Ehre, wenn man Gott nicht nur dafür dankt, dass er uns mit ihm die Sünden nicht mehr anrechnet und uns rechtfertigt, sondern dass er uns in ihm schon in dieser bösen Zeit gute Werke tun lässt und uns gerecht macht - als Geschenk (Jk 1,17), als ewiges Leben, das bleibt (1Jo 3,15).
Ep 2,10: „Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln.“
Ph 2,13: „Denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken zu (seinem) Wohlgefallen.“
Hb 13,20 ff: „Der Gott des Friedens aber, …, vollende euch in allem Guten, damit ihr seinen Willen tut, indem er in uns schafft, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus, …“
«Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist“ (Mt 7,21).
Auch in den Evangelien ist mit rettendem Glauben immer der gehorchende Glaube gemeint (Jo 3,36).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Luther hat dem Wort Gottes in Rö 3,28, gegen die klaren Ermahnungen etwa in 5. Mo 4,2 und 13,1, Spr. 30,6 sowie Of 22,18 f., das Wort «allein» vor dem Glauben hinzugefügt. Dabei ging es nicht um Exegese, nicht mal um Eisegese, sondern um eine Verfälschung des Textes (sicher nur mit guten Absichten, jedoch nachweislich in totaler Verkennung des Jakobusbriefes) unter Ausserachtlassung von Rö 2,13 sowie zahlreicher weiterer Stellen im NT, welche einen tätigen Glauben verlangen.<br />
Jakobus spricht die Brüder an (Kap. 1 Verse 2 und 19; Kap. 2 Verse 1 und 14, Kap. 3, Verse 1 etc.), somit nicht Ungläubige. Jk 1,22 wendet sich an die Leser, d.h. die Brüder: «Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen!» (in Übereinstimmung mit Christus, Mt 7,15-27). In Kap. 2 Vers 15 spricht er Glaubende in der Gemeinde an: &#8222;unter euch&#8220;. Der ganze Absatz ergibt keinen Sinn, wenn er an Ungläubige gerichtet wäre. Weshalb sollte man Brüder ermahnen, dass der Glaube ohne Werke tot sei, wenn es gar nicht um Glauben ginge?<br />
Jakobus meint also zwei verschiedene Arten Christen (und spricht alle als Brüder an, weil wir nicht ins Herz sehen und nicht vor der Zeit verurteilen sollen, 1 Ko 4,5), wie Mt 25,31 ff. An dieser Stelle sieht man die richtige Einstellung zu den Glaubenswerken: Sie erscheinen einem gar nicht als Werke, denn es ist «ganz einfach» das Wirken des neuen Adams, sein «normales» Leben.<br />
Auch Luther hat das erkannt: «O, es ist ein lebendig, geschäftig, tätig, mächtig Ding um den Glauben, so dass es unmöglich ist, dass er nicht ohne Unterlass sollte Gutes wirken. Er fragt auch nicht, ob gute Werke zu tun sind, sondern ehe man fragt, hat er sie getan und ist immer im Tun.»<br />
Jedoch hatte er sich mit der Beschimpfung von Jakobus (stroherne Epistel, kein Apostel, treibt zu den dem Gesetz und seinen Werken etc.) zu weit aus dem Fenster gelehnt und konnte sich – gegen das Gleichnis vom Sämann, Jo 15,1-8 etc.  – offenbar nicht vorstellen, dass es inhaltlich richtigen Glauben gibt, der keine Werke hervorbringt, sodass er, wie seine Nachfolger in der Lehre bis heute, einfach von Unglauben ausging.<br />
Luthers Verdienst ist, die enge Pforte &#8211; gegen die Katholiken &#8211; lehrmässig erfasst zu haben (wozu auch gehört, dass man nicht aus freiem (d.h. gottfreiem oder gottlosem) Willen zu Gott findet &#8211; weshalb das Thema hierhergehört). Sein Problem und das seiner Nachfolger ist aber, dass man lehrmässig bei der engen Pforte stehenblieb und den schmalen Weg nicht richtig erfasst hat.<br />
Dabei gibt man Christus die weitaus grössere Ehre, wenn man Gott nicht nur dafür dankt, dass er uns mit ihm die Sünden nicht mehr anrechnet und uns rechtfertigt, sondern dass er uns in ihm schon in dieser bösen Zeit gute Werke tun lässt und uns gerecht macht &#8211; als Geschenk (Jk 1,17), als ewiges Leben, das bleibt (1Jo 3,15).<br />
Ep 2,10: „Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln.“<br />
Ph 2,13: „Denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken zu (seinem) Wohlgefallen.“<br />
Hb 13,20 ff: „Der Gott des Friedens aber, …, vollende euch in allem Guten, damit ihr seinen Willen tut, indem er in uns schafft, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus, …“<br />
«Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist“ (Mt 7,21).<br />
Auch in den Evangelien ist mit rettendem Glauben immer der gehorchende Glaube gemeint (Jo 3,36).</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dieter Aebi		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85230</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dieter Aebi]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2019 07:21:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Luther hat dem Wort Gottes in Rö 3,28, gegen die klaren Ermahnungen etwa in 5. Mo 4,2 und 13,1, Spr. 30,6 sowie Of 22,18 f., das Wort «allein» vor dem Glauben hinzugefügt. Dabei ging es nicht um Exegese, nicht mal um Eisegese, sondern um eine Verfälschung des Textes (sicher nur mit guten Absichten, jedoch nachweislich in totaler Verkennung des Jakobusbriefes) unter Ausserachtlassung von Rö 2,13 sowie zahlreicher weiterer Stellen im NT, welche einen tätigen Glauben verlangen.
Jakobus spricht die Brüder an (Kap. 1 Verse 2 und 19; Kap. 2 Verse 1 und 14, Kap. 3, Verse 1 etc.), somit nicht Ungläubige. Jk 1,22 wendet sich an die Leser, d.h. die Brüder: «Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen!» (in Übereinstimmung mit Christus, Mt 7,15-27). In Kap. 2 Vers 15 spricht er Glaubende in der Gemeinde an: &quot;unter euch&quot;. Der ganze Absatz ergibt keinen Sinn, wenn er an Ungläubige gerichtet wäre. Weshalb sollte man Brüder ermahnen, dass der Glaube ohne Werke tot sei, wenn es gar nicht um Glauben ginge?
Jakobus meint also zwei verschiedene Arten Christen (und spricht alle als Brüder an, weil wir nicht ins Herz sehen und nicht vor der Zeit verurteilen sollen, 1 Ko 4,5), wie Mt 25,31 ff. An dieser Stelle sieht man die richtige Einstellung zu den Glaubenswerken: Sie erscheinen einem gar nicht als Werke, denn es ist «ganz einfach» das Wirken des neuen Adams, sein «normales» Leben.
Auch Luther hat das erkannt: «O, es ist ein lebendig, geschäftig, tätig, mächtig Ding um den Glauben, so dass es unmöglich ist, dass er nicht ohne Unterlass sollte Gutes wirken. Er fragt auch nicht, ob gute Werke zu tun sind, sondern ehe man fragt, hat er sie getan und ist immer im Tun.»
Jedoch hatte er sich mit der Beschimpfung von Jakobus (stroherne Epistel, kein Apostel, treibt zu den dem Gesetz und seinen Werken etc.) zu weit aus dem Fenster gelehnt und konnte sich – gegen das Gleichnis vom Sämann, Jo 15,1-8 etc.  – offenbar nicht vorstellen, dass es inhaltlich richtigen Glauben gibt, der keine Werke hervorbringt, sodass er, wie seine Nachfolger in der Lehre bis heute, einfach von Unglauben ausging.
Ich mache auf folgende Stellen bei Augustinus, Vom Glauben und von den Werken, aufmerksam (Aus: www.unifr.ch/bkv/ Bibliothek der Kirchenväter“ (BKV), ab S. 14):
„Aus diesem Grunde müssen wir noch einen Irrtum ins Auge fassen, der aus dem Herzen der Gläubigen gerissen werden muß; sonst setzen sie etwa gar in falscher Sicherheit ihr Heil dadurch aufs Spiel, daß sie zu dessen Erlangung vielleicht den Glauben schon für genügend halten und deshalb ein gutes Leben und die Bewahrung des Weges Gottes durch gute Werke vernachlässigen. … Der Apostel Paulus schreibt zwar dem Glauben und nicht den Werken die Rechtfertigung zu; aber er meint die Werke, die dem Glauben vorausgehen, und einen Glauben, der durch die Liebe tätig ist. … Aber auch Paulus selbst hat nicht jeden beliebigen Glauben an Gott für heilsam und echt evangelisch erklärt, sondern nur einen solchen, dessen Werke aus der Liebe hervorgehen. &quot;Und der Glaube,&quot; sagt er, &quot;der durch die Liebe wirksam ist.&quot; … Wie lange täuschen sich also jene noch, die nur einen toten Glauben haben und sich doch das ewige Leben versprechen? …  Nur der in Liebe tätige Glaube (hat) die Verheißung des Lebens. … Vielmehr damit sich niemand von einem Glauben, der ohne die Werke tot ist, ein ewiges Leben verspreche, darum wird er nach seiner Versicherung alle Völker voneinander scheiden, die untereinander vermischt dieselbe Weide hatten. … Kein leichtsinniger Mensch lasse sich darum täuschen und glaube Gott zu kennen, wenn er ihn nur mit einem toten Glauben, d.h. ohne gute Werke, bekennt. … Sie müssen davon überzeugt werden, daß den Gläubigen das ewige Leben nur so versprochen wird, daß keiner zu der Meinung kommen kann, er vermöchte auch durch einen bloß toten Glauben, der ohne Werke nicht retten kann, zu diesem Leben gelangen, sondern einzig und allein durch jenen von Gottes Gnaden geschenkten Glauben, der durch die Liebe wirksam ist.“
Luthers Verdienst ist, die enge Pforte - gegen die Katholiken - lehrmässig erfasst zu haben (wozu auch gehört, dass man nicht aus freiem (d.h. gottfreiem oder gottlosem) Willen zu Gott findet - weshalb das Thema hierhergehört). Sein Problem und das seiner Nachfolger ist aber, dass man lehrmässig bei der engen Pforte stehenblieb und den schmalen Weg nicht richtig erfasst hat.
Dabei gibt man Christus die weitaus grössere Ehre, wenn man Gott nicht nur dafür dankt, dass er uns mit ihm die Sünden nicht mehr anrechnet und uns rechtfertigt, sondern dass er uns in ihm schon in dieser bösen Zeit gute Werke tun lässt und uns gerecht macht - als Geschenk (Jk 1,17), als ewiges Leben, das bleibt (1Jo 3,15).
Ep 2,10: „Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln.“
Ph 2,13: „Denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken zu (seinem) Wohlgefallen.“
Hb 13,20 ff: „Der Gott des Friedens aber, …, vollende euch in allem Guten, damit ihr seinen Willen tut, indem er in uns schafft, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus, …“
«Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist“ (Mt 7,21).
Auch in den Evangelien ist mit rettendem Glauben immer der gehorchende Glaube gemeint (Jo 3,36).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Luther hat dem Wort Gottes in Rö 3,28, gegen die klaren Ermahnungen etwa in 5. Mo 4,2 und 13,1, Spr. 30,6 sowie Of 22,18 f., das Wort «allein» vor dem Glauben hinzugefügt. Dabei ging es nicht um Exegese, nicht mal um Eisegese, sondern um eine Verfälschung des Textes (sicher nur mit guten Absichten, jedoch nachweislich in totaler Verkennung des Jakobusbriefes) unter Ausserachtlassung von Rö 2,13 sowie zahlreicher weiterer Stellen im NT, welche einen tätigen Glauben verlangen.<br />
Jakobus spricht die Brüder an (Kap. 1 Verse 2 und 19; Kap. 2 Verse 1 und 14, Kap. 3, Verse 1 etc.), somit nicht Ungläubige. Jk 1,22 wendet sich an die Leser, d.h. die Brüder: «Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen!» (in Übereinstimmung mit Christus, Mt 7,15-27). In Kap. 2 Vers 15 spricht er Glaubende in der Gemeinde an: &#8222;unter euch&#8220;. Der ganze Absatz ergibt keinen Sinn, wenn er an Ungläubige gerichtet wäre. Weshalb sollte man Brüder ermahnen, dass der Glaube ohne Werke tot sei, wenn es gar nicht um Glauben ginge?<br />
Jakobus meint also zwei verschiedene Arten Christen (und spricht alle als Brüder an, weil wir nicht ins Herz sehen und nicht vor der Zeit verurteilen sollen, 1 Ko 4,5), wie Mt 25,31 ff. An dieser Stelle sieht man die richtige Einstellung zu den Glaubenswerken: Sie erscheinen einem gar nicht als Werke, denn es ist «ganz einfach» das Wirken des neuen Adams, sein «normales» Leben.<br />
Auch Luther hat das erkannt: «O, es ist ein lebendig, geschäftig, tätig, mächtig Ding um den Glauben, so dass es unmöglich ist, dass er nicht ohne Unterlass sollte Gutes wirken. Er fragt auch nicht, ob gute Werke zu tun sind, sondern ehe man fragt, hat er sie getan und ist immer im Tun.»<br />
Jedoch hatte er sich mit der Beschimpfung von Jakobus (stroherne Epistel, kein Apostel, treibt zu den dem Gesetz und seinen Werken etc.) zu weit aus dem Fenster gelehnt und konnte sich – gegen das Gleichnis vom Sämann, Jo 15,1-8 etc.  – offenbar nicht vorstellen, dass es inhaltlich richtigen Glauben gibt, der keine Werke hervorbringt, sodass er, wie seine Nachfolger in der Lehre bis heute, einfach von Unglauben ausging.<br />
Ich mache auf folgende Stellen bei Augustinus, Vom Glauben und von den Werken, aufmerksam (Aus: <a href="http://www.unifr.ch/bkv/" rel="nofollow ugc">http://www.unifr.ch/bkv/</a> Bibliothek der Kirchenväter“ (BKV), ab S. 14):<br />
„Aus diesem Grunde müssen wir noch einen Irrtum ins Auge fassen, der aus dem Herzen der Gläubigen gerissen werden muß; sonst setzen sie etwa gar in falscher Sicherheit ihr Heil dadurch aufs Spiel, daß sie zu dessen Erlangung vielleicht den Glauben schon für genügend halten und deshalb ein gutes Leben und die Bewahrung des Weges Gottes durch gute Werke vernachlässigen. … Der Apostel Paulus schreibt zwar dem Glauben und nicht den Werken die Rechtfertigung zu; aber er meint die Werke, die dem Glauben vorausgehen, und einen Glauben, der durch die Liebe tätig ist. … Aber auch Paulus selbst hat nicht jeden beliebigen Glauben an Gott für heilsam und echt evangelisch erklärt, sondern nur einen solchen, dessen Werke aus der Liebe hervorgehen. &#8222;Und der Glaube,&#8220; sagt er, &#8222;der durch die Liebe wirksam ist.&#8220; … Wie lange täuschen sich also jene noch, die nur einen toten Glauben haben und sich doch das ewige Leben versprechen? …  Nur der in Liebe tätige Glaube (hat) die Verheißung des Lebens. … Vielmehr damit sich niemand von einem Glauben, der ohne die Werke tot ist, ein ewiges Leben verspreche, darum wird er nach seiner Versicherung alle Völker voneinander scheiden, die untereinander vermischt dieselbe Weide hatten. … Kein leichtsinniger Mensch lasse sich darum täuschen und glaube Gott zu kennen, wenn er ihn nur mit einem toten Glauben, d.h. ohne gute Werke, bekennt. … Sie müssen davon überzeugt werden, daß den Gläubigen das ewige Leben nur so versprochen wird, daß keiner zu der Meinung kommen kann, er vermöchte auch durch einen bloß toten Glauben, der ohne Werke nicht retten kann, zu diesem Leben gelangen, sondern einzig und allein durch jenen von Gottes Gnaden geschenkten Glauben, der durch die Liebe wirksam ist.“<br />
Luthers Verdienst ist, die enge Pforte &#8211; gegen die Katholiken &#8211; lehrmässig erfasst zu haben (wozu auch gehört, dass man nicht aus freiem (d.h. gottfreiem oder gottlosem) Willen zu Gott findet &#8211; weshalb das Thema hierhergehört). Sein Problem und das seiner Nachfolger ist aber, dass man lehrmässig bei der engen Pforte stehenblieb und den schmalen Weg nicht richtig erfasst hat.<br />
Dabei gibt man Christus die weitaus grössere Ehre, wenn man Gott nicht nur dafür dankt, dass er uns mit ihm die Sünden nicht mehr anrechnet und uns rechtfertigt, sondern dass er uns in ihm schon in dieser bösen Zeit gute Werke tun lässt und uns gerecht macht &#8211; als Geschenk (Jk 1,17), als ewiges Leben, das bleibt (1Jo 3,15).<br />
Ep 2,10: „Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln.“<br />
Ph 2,13: „Denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken zu (seinem) Wohlgefallen.“<br />
Hb 13,20 ff: „Der Gott des Friedens aber, …, vollende euch in allem Guten, damit ihr seinen Willen tut, indem er in uns schafft, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus, …“<br />
«Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist“ (Mt 7,21).<br />
Auch in den Evangelien ist mit rettendem Glauben immer der gehorchende Glaube gemeint (Jo 3,36).</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Schandor		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85220</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schandor]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Aug 2019 12:26:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=33907#comment-85220</guid>

					<description><![CDATA[Denn wenn Du weiterhin auf Glaube+Werke abstellst, schmälerst Du das Werk Jesu Christi. Denn der hat alle Werke getan, die nötig sind, wenn wir schon von der Notwendigkeit der Werke sprechen. Was sollten unsere Werke denn schon verdienen können, und wenn wir uns selbst aufgäben?

Somit hatte Luther recht mit seinem &quot;allein aus Glauben&quot; – und Luther wäre der letzte, der auf den Gedanken käme, es gäbe so etwas wie einen Glauben &lt;i&gt;ohne&lt;/i&gt; entsprechende Handlungen, will sagen, einen Glauben, aus dem sich nicht gewisse Dinge ergeben (= &quot;Werke&quot;).

Wenn jemand erfährt, dass sein Flugzeug abstürzen wird und neben ihm liegt ein Schirm: Wer wird da sagen: Ja, ich glaube der Durchsage – und schnappt sich nicht den Schirm? 
Der Glaube verändert mich doch! Aber es ist nicht das, was ich deshalb tue, weil ich glaube, sondern es ist der lutherische Glaube &lt;i&gt;alleina&lt;/i&gt;.

Insofern glaube ich, dass wir gedanklich zueinanderfinden können.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Denn wenn Du weiterhin auf Glaube+Werke abstellst, schmälerst Du das Werk Jesu Christi. Denn der hat alle Werke getan, die nötig sind, wenn wir schon von der Notwendigkeit der Werke sprechen. Was sollten unsere Werke denn schon verdienen können, und wenn wir uns selbst aufgäben?</p>
<p>Somit hatte Luther recht mit seinem &#8222;allein aus Glauben&#8220; – und Luther wäre der letzte, der auf den Gedanken käme, es gäbe so etwas wie einen Glauben <i>ohne</i> entsprechende Handlungen, will sagen, einen Glauben, aus dem sich nicht gewisse Dinge ergeben (= &#8222;Werke&#8220;).</p>
<p>Wenn jemand erfährt, dass sein Flugzeug abstürzen wird und neben ihm liegt ein Schirm: Wer wird da sagen: Ja, ich glaube der Durchsage – und schnappt sich nicht den Schirm?<br />
Der Glaube verändert mich doch! Aber es ist nicht das, was ich deshalb tue, weil ich glaube, sondern es ist der lutherische Glaube <i>alleina</i>.</p>
<p>Insofern glaube ich, dass wir gedanklich zueinanderfinden können.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Schandor		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85219</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schandor]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Aug 2019 09:29:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=33907#comment-85219</guid>

					<description><![CDATA[Gut, was die Diskussion zur WF anbelangt, das führt hier wirklich zu weit. Aber uns geht es ja um die andere Sache, nicht wahr?

Da schreibst Du: &lt;blockquote&gt;Was ist bei Christen anders? Die Haltung. Die Demut. Der Glaube. Darum geht es bei den Glaubenswerken des Jakobus.&lt;/blockquote&gt;

Siehst Du, und genau hier habe ich ein Problem. Ich behaupte, Jakobus geht mit seinem &quot;toten Glauben&quot;  von 2 (in Worten: zwei) Arten von Menschen aus
1) Menschen, die glauben (und damit auch Glaubenswerke haben, weil das ohne gar nicht geht) und
2) Menschen, die vorgeben zu glauben (=&quot;toter Glaube&quot;, also kein Glaube).
Jakobus&#039; Worte richten sich somit nicht an Gläubige, sondern an Ungläubige, die behaupten, zu glauben. Von den eingestandenen Ungläubigen ist ja an der Stelle nicht die Rede.

Denn wenn man Glauben ohne Werke haben könnte, wäre die Frage: woran bzw. was glaubt denn jemand wirklich und wahrhaft, wenn er diesem Glauben keine Handlungen folgen lässt? Und wenn man nachprüft, käme man unweigerlich zu dem Schluss: Dieser Glaube war nur behauptet, existiert aber gar nicht.

Denn wenn es anders wäre und es gäbe diesen Glauben und Paulus und Jakobus räumten hier wirklich echten Glauben ein, dann hätten wir wirklich und wahrhaftig ein Problem, und dann wäre Luther wohl der schlimmste Irrlehrer aller Zeiten gewesen und die Catholica hätte recht. Der ganze Protestantismus wäre dann ein großer Irrtum gewesen (auch das will die Catholica ja).

Somit wiederhole ich: Die jakobinische Polemik richtet sich gegen Ungläubige, nicht gegen Menschen mit werklosem Glauben. Insofern ist der ganze Streit unglücklich, weil wir auf die jakobinische Semantik hereingefallen sind. Es ist, als wolle man den Anfang einer Sache von der Sache selbst abtrennen: das geht vielleicht gedanklich, aber den Anfang einer Schnur von der Schnur trennen? Und dennoch braucht ja die Schnur einen Anfang, denn sie muss ja ins Sein getreten sein. Aber man kann den Anfang nicht ohne Schnur haben, ja, man wüsste ohne Schnur gar nicht, zu welchem Ding dieser schnurlose Anfang gehört? Der Anfang ohne Schnur ist eine gedankliche Abstraktion, der Glaube ohne Werke ebenfalls. Nicht aber der behauptete Glaube. Jakobus wendet sich also gegen Menschen, die behaupten, sie glauben, aber nichts dafür taten. Illustriert er ja auch. Das wäre ja so, wie wenn ein unfassbar reicher Mensch durch verschiedene arme Länder reiste, seine Hände segnend höbe und eine seltsame Formel murmelte, dann wieder in sein Flugzeug stiege und seinen Bankier &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt; anwiese, soundsoviel Geld in jenes Land zu überweisen. Oder wie wenn ich mir einen Luxusartikel im Supermarkt kaufe und achtlos an Eingangsbettler vorbeilaufe. Nicht wahr?

Und zu Luther: Diesen Mann der Bibelfälschung zu bezichtigen, finde ich ein starkes Stück, insbesondere wenn man seine eigene Erklärung dazu gelesen und verstanden hat. Allein aus Glauben ist die Formel der Protestanten, und genau hier liegt der archimedische Punkt. Verwische ihn, und Du bist ins Reich der Catholica hinübergerutscht. Was Du zu den Werken erklärst, räume ich gerne ein, nur hätte ich das nicht mit &quot;Haltung&quot; ausgedrückt, sondern anstelle jener Haltung, die man sich ja auch ein Leben lang einbilden kann, die neue Schöpfung zugrundegelegt, aber ich denke, das wirst Du mir durchgehen lassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gut, was die Diskussion zur WF anbelangt, das führt hier wirklich zu weit. Aber uns geht es ja um die andere Sache, nicht wahr?</p>
<p>Da schreibst Du: </p>
<blockquote><p>Was ist bei Christen anders? Die Haltung. Die Demut. Der Glaube. Darum geht es bei den Glaubenswerken des Jakobus.</p></blockquote>
<p>Siehst Du, und genau hier habe ich ein Problem. Ich behaupte, Jakobus geht mit seinem &#8222;toten Glauben&#8220;  von 2 (in Worten: zwei) Arten von Menschen aus<br />
1) Menschen, die glauben (und damit auch Glaubenswerke haben, weil das ohne gar nicht geht) und<br />
2) Menschen, die vorgeben zu glauben (=&#8220;toter Glaube&#8220;, also kein Glaube).<br />
Jakobus&#8216; Worte richten sich somit nicht an Gläubige, sondern an Ungläubige, die behaupten, zu glauben. Von den eingestandenen Ungläubigen ist ja an der Stelle nicht die Rede.</p>
<p>Denn wenn man Glauben ohne Werke haben könnte, wäre die Frage: woran bzw. was glaubt denn jemand wirklich und wahrhaft, wenn er diesem Glauben keine Handlungen folgen lässt? Und wenn man nachprüft, käme man unweigerlich zu dem Schluss: Dieser Glaube war nur behauptet, existiert aber gar nicht.</p>
<p>Denn wenn es anders wäre und es gäbe diesen Glauben und Paulus und Jakobus räumten hier wirklich echten Glauben ein, dann hätten wir wirklich und wahrhaftig ein Problem, und dann wäre Luther wohl der schlimmste Irrlehrer aller Zeiten gewesen und die Catholica hätte recht. Der ganze Protestantismus wäre dann ein großer Irrtum gewesen (auch das will die Catholica ja).</p>
<p>Somit wiederhole ich: Die jakobinische Polemik richtet sich gegen Ungläubige, nicht gegen Menschen mit werklosem Glauben. Insofern ist der ganze Streit unglücklich, weil wir auf die jakobinische Semantik hereingefallen sind. Es ist, als wolle man den Anfang einer Sache von der Sache selbst abtrennen: das geht vielleicht gedanklich, aber den Anfang einer Schnur von der Schnur trennen? Und dennoch braucht ja die Schnur einen Anfang, denn sie muss ja ins Sein getreten sein. Aber man kann den Anfang nicht ohne Schnur haben, ja, man wüsste ohne Schnur gar nicht, zu welchem Ding dieser schnurlose Anfang gehört? Der Anfang ohne Schnur ist eine gedankliche Abstraktion, der Glaube ohne Werke ebenfalls. Nicht aber der behauptete Glaube. Jakobus wendet sich also gegen Menschen, die behaupten, sie glauben, aber nichts dafür taten. Illustriert er ja auch. Das wäre ja so, wie wenn ein unfassbar reicher Mensch durch verschiedene arme Länder reiste, seine Hände segnend höbe und eine seltsame Formel murmelte, dann wieder in sein Flugzeug stiege und seinen Bankier <i>nicht</i> anwiese, soundsoviel Geld in jenes Land zu überweisen. Oder wie wenn ich mir einen Luxusartikel im Supermarkt kaufe und achtlos an Eingangsbettler vorbeilaufe. Nicht wahr?</p>
<p>Und zu Luther: Diesen Mann der Bibelfälschung zu bezichtigen, finde ich ein starkes Stück, insbesondere wenn man seine eigene Erklärung dazu gelesen und verstanden hat. Allein aus Glauben ist die Formel der Protestanten, und genau hier liegt der archimedische Punkt. Verwische ihn, und Du bist ins Reich der Catholica hinübergerutscht. Was Du zu den Werken erklärst, räume ich gerne ein, nur hätte ich das nicht mit &#8222;Haltung&#8220; ausgedrückt, sondern anstelle jener Haltung, die man sich ja auch ein Leben lang einbilden kann, die neue Schöpfung zugrundegelegt, aber ich denke, das wirst Du mir durchgehen lassen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dieter Aebi		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85217</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dieter Aebi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Aug 2019 07:53:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=33907#comment-85217</guid>

					<description><![CDATA[Zur Willensfreiheit: 
Niemand beachtet bei diesem Thema, dass es zwei Naturen gibt: den alten Adam unter der Sünde und den neuen Adam im Geist (Gottes). Bei der Freiheit des Willens muss man differenzieren nach dem Standpunkt der Person und der Richtung des Willens : Wer unter der Sünde ist, ist frei von Gott; sein Wille ist frei von Gott weg. Wer im Geist Gottes ist, ist frei von der Sünde; sein Wille ist frei auf Gott zu.
Die Reformierten/Calvinisten bestätigen Ersteres, vernachlässigen aber Letzteres zumindest lehrmässig (mitsamt den Glaubenswerken). Die Arminianer implizieren zumindest, dass auch der Mensch unter der Sünde seinen Willen frei auf Gott zu richten  und das angebotene Heil annehmen kann. Die Katholiken lehren das.
Ich gebe zu, dass ich Arminianer hier sehr weit fasse (wie auch Calvinisten als Sammelbegriff an sich zu weit ist). Wen ich meine: Alle mehr oder weniger deistisch angehauchten Evangelikalen, welche die Allmacht Gottes und ihre eigene Ohnmacht nicht ganz akzeptieren.
Zu Jakobus und Paulus:
&quot;Es gibt eben zweierlei Werke: Solche, die man tut, um gerecht zu werden und solche, die man tut, weil man durch den Glauben gerecht geworden ist. Nur warum sagt uns das niemand?.&quot;
Jak. 2,22+24+26: &quot;Du siehst, dass der Glaube mit seinen Werken zusammenwirkte und der Glaube aus den Werken vollendet wurde. ... Ihr seht, dass ein Mensch aus Werken gerechtfertigt (dikaioo=gerechtsprechen und/oder gerechtmachen) wird und nicht aus Glauben allein. ... Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.&quot;
Es ist für mich unerklärlich, wie Luther, bei derart klarem Bezug des Glaubens zu seinen Werken (Glaubenswerke) und ohne jede Erwähnung des Gesetzes, Jakobus unterstellen konnte, gegen Paulus  Gesetzeswerke zu lehren.
Nur schon mit genauem Lesen erkennt man den Unterschied aufgrund der verschiedenen Wortwahl der beiden Apostel. Zwischen den Gesetzeswerken (als &quot;terminus technicus&quot; des Paulus für eine Haltung der Selbsterlösung) und den Glaubenswerken (als Ausfluss und Teil des von Gott geschenkten Glaubens gemäss Jakobus) besteht ein himmelweiter Unterschied wie zwischen Tod und Leben. Eine hegelianische Synthese ist überhaupt nicht nötig, auch nicht möglich, vielmehr ein klares Differenzieren nach Hebr. 4,12+13.
Mit ein wenig systematischer Auslegung kann man den Unterschied zwischen Gesetzeswerken, welche Paulus meint, und den Glaubenswerken, welche Jakobus meint, noch genauer erfassen: 
Paulus ist kein Verachter des Gesetzes, was schon aus der Kombination von Gal. 5,6 mit 5,14 hervorgeht, wonach die Liebe (als Ausfluss des Glaubens) die Erfüllung des Gesetzes ist. Achtung: Nicht allein die Liebe im Herzlein, sondern die tätige/wirksame, in Wort und Tat nach aussen dringende. 
Schlüsselstelle des Verständnisses der Gesetzeswerke ist Röm. 10,3: &quot;Denn da sie Gottes Gerechtigkeit nicht erkannten und ihre eigenen aufzurichten trachteten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen.&quot; Und Röm. 3,27: &quot;Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist ausgeschlossen. Durch was für ein Gesetz? Der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens.&quot; Man vergleiche auch Phi. 3,4-14.
Gesetzeswerke dienen dem eigenen Ruhm, will heissen, sie sollen Ansprüche bei Gott schaffen (Selbstgerechtigkeit, Selbsterlösung). Sie sind zugleich die Verwerfung der Rettung allein durch Gott.
Viele Menschen, auch Nichtchristen, tun gute Werke. Was ist bei Christen anders? Die Haltung. Die Demut. Der Glaube. Darum geht es bei den Glaubenswerken des Jakobus. Die Schlüsselstelle 1,17, habe ich bereits erwähnt. Nur im Glauben kann man alles, den Glauben selber wie auch seine Werke als Geschenk Gottes erkennen und Gott allein den Ruhm überlassen.
Das reformatorische Allein aus Glauben ist ebenfalls auf Luthers Fälschung der Bibel zurückzuführen (Röm 3,28). Die Formel ist zwar als Abgrenzung gegen die Selbsterlösung aus Gesetzeswerken korrekt, sie bleibt aber - erst recht mit der Verkennung des Jakobus - unvollständig, wenn die Werke des Glaubens nicht in den Begriff des Glaubens integriert werden. Der Glaube ohne Werke ist unvollendet und tot. Das sagt nicht nur Jakobus, sondern auch Jesus Matth. 7,15-27. Und Paulus, Röm. 2,13: &quot;es sind nämlich nicht die Hörer des Gesetzes gerecht vor Gott, sondern die Täter des Gesetzes werden gerechtfertigt werden.&quot; Und, ganz entscheidend: Glaube ohne Werke, damit unvollendeter Glaube, ist kein Geschenk Gottes, denn dessen Geschenke sind vollkommen (Jak. 1,17).
Jakobus spricht also nicht von besonders erkennbaren guten Werken (die auch viele Nichtchristen vollbringen), sondern von der Haltung, dass auch die guten Werke des Glaubens wie schon der Glaube selbst allein Gottes Geschenk sind, während Paulus mit den Gesetzeswerken meint, dass der Mensch sie vermeintlich aus eigener Kraft erfüllt, um sich so eine Scheibe, ev. auch nur ein Scheibchen des Ruhms abzuschneiden, der allein Gott zusteht.
In Mark, 16,16 steht der Glaube im Übrigen auch nicht allein. Welche Taufe dort gemeint ist, wäre ein Thema für sich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Willensfreiheit:<br />
Niemand beachtet bei diesem Thema, dass es zwei Naturen gibt: den alten Adam unter der Sünde und den neuen Adam im Geist (Gottes). Bei der Freiheit des Willens muss man differenzieren nach dem Standpunkt der Person und der Richtung des Willens : Wer unter der Sünde ist, ist frei von Gott; sein Wille ist frei von Gott weg. Wer im Geist Gottes ist, ist frei von der Sünde; sein Wille ist frei auf Gott zu.<br />
Die Reformierten/Calvinisten bestätigen Ersteres, vernachlässigen aber Letzteres zumindest lehrmässig (mitsamt den Glaubenswerken). Die Arminianer implizieren zumindest, dass auch der Mensch unter der Sünde seinen Willen frei auf Gott zu richten  und das angebotene Heil annehmen kann. Die Katholiken lehren das.<br />
Ich gebe zu, dass ich Arminianer hier sehr weit fasse (wie auch Calvinisten als Sammelbegriff an sich zu weit ist). Wen ich meine: Alle mehr oder weniger deistisch angehauchten Evangelikalen, welche die Allmacht Gottes und ihre eigene Ohnmacht nicht ganz akzeptieren.<br />
Zu Jakobus und Paulus:<br />
&#8222;Es gibt eben zweierlei Werke: Solche, die man tut, um gerecht zu werden und solche, die man tut, weil man durch den Glauben gerecht geworden ist. Nur warum sagt uns das niemand?.&#8220;<br />
Jak. 2,22+24+26: &#8222;Du siehst, dass der Glaube mit seinen Werken zusammenwirkte und der Glaube aus den Werken vollendet wurde. &#8230; Ihr seht, dass ein Mensch aus Werken gerechtfertigt (dikaioo=gerechtsprechen und/oder gerechtmachen) wird und nicht aus Glauben allein. &#8230; Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.&#8220;<br />
Es ist für mich unerklärlich, wie Luther, bei derart klarem Bezug des Glaubens zu seinen Werken (Glaubenswerke) und ohne jede Erwähnung des Gesetzes, Jakobus unterstellen konnte, gegen Paulus  Gesetzeswerke zu lehren.<br />
Nur schon mit genauem Lesen erkennt man den Unterschied aufgrund der verschiedenen Wortwahl der beiden Apostel. Zwischen den Gesetzeswerken (als &#8222;terminus technicus&#8220; des Paulus für eine Haltung der Selbsterlösung) und den Glaubenswerken (als Ausfluss und Teil des von Gott geschenkten Glaubens gemäss Jakobus) besteht ein himmelweiter Unterschied wie zwischen Tod und Leben. Eine hegelianische Synthese ist überhaupt nicht nötig, auch nicht möglich, vielmehr ein klares Differenzieren nach Hebr. 4,12+13.<br />
Mit ein wenig systematischer Auslegung kann man den Unterschied zwischen Gesetzeswerken, welche Paulus meint, und den Glaubenswerken, welche Jakobus meint, noch genauer erfassen:<br />
Paulus ist kein Verachter des Gesetzes, was schon aus der Kombination von Gal. 5,6 mit 5,14 hervorgeht, wonach die Liebe (als Ausfluss des Glaubens) die Erfüllung des Gesetzes ist. Achtung: Nicht allein die Liebe im Herzlein, sondern die tätige/wirksame, in Wort und Tat nach aussen dringende.<br />
Schlüsselstelle des Verständnisses der Gesetzeswerke ist Röm. 10,3: &#8222;Denn da sie Gottes Gerechtigkeit nicht erkannten und ihre eigenen aufzurichten trachteten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen.&#8220; Und Röm. 3,27: &#8222;Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist ausgeschlossen. Durch was für ein Gesetz? Der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens.&#8220; Man vergleiche auch Phi. 3,4-14.<br />
Gesetzeswerke dienen dem eigenen Ruhm, will heissen, sie sollen Ansprüche bei Gott schaffen (Selbstgerechtigkeit, Selbsterlösung). Sie sind zugleich die Verwerfung der Rettung allein durch Gott.<br />
Viele Menschen, auch Nichtchristen, tun gute Werke. Was ist bei Christen anders? Die Haltung. Die Demut. Der Glaube. Darum geht es bei den Glaubenswerken des Jakobus. Die Schlüsselstelle 1,17, habe ich bereits erwähnt. Nur im Glauben kann man alles, den Glauben selber wie auch seine Werke als Geschenk Gottes erkennen und Gott allein den Ruhm überlassen.<br />
Das reformatorische Allein aus Glauben ist ebenfalls auf Luthers Fälschung der Bibel zurückzuführen (Röm 3,28). Die Formel ist zwar als Abgrenzung gegen die Selbsterlösung aus Gesetzeswerken korrekt, sie bleibt aber &#8211; erst recht mit der Verkennung des Jakobus &#8211; unvollständig, wenn die Werke des Glaubens nicht in den Begriff des Glaubens integriert werden. Der Glaube ohne Werke ist unvollendet und tot. Das sagt nicht nur Jakobus, sondern auch Jesus Matth. 7,15-27. Und Paulus, Röm. 2,13: &#8222;es sind nämlich nicht die Hörer des Gesetzes gerecht vor Gott, sondern die Täter des Gesetzes werden gerechtfertigt werden.&#8220; Und, ganz entscheidend: Glaube ohne Werke, damit unvollendeter Glaube, ist kein Geschenk Gottes, denn dessen Geschenke sind vollkommen (Jak. 1,17).<br />
Jakobus spricht also nicht von besonders erkennbaren guten Werken (die auch viele Nichtchristen vollbringen), sondern von der Haltung, dass auch die guten Werke des Glaubens wie schon der Glaube selbst allein Gottes Geschenk sind, während Paulus mit den Gesetzeswerken meint, dass der Mensch sie vermeintlich aus eigener Kraft erfüllt, um sich so eine Scheibe, ev. auch nur ein Scheibchen des Ruhms abzuschneiden, der allein Gott zusteht.<br />
In Mark, 16,16 steht der Glaube im Übrigen auch nicht allein. Welche Taufe dort gemeint ist, wäre ein Thema für sich.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Schandor		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85215</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schandor]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Aug 2019 10:19:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=33907#comment-85215</guid>

					<description><![CDATA[@Dieter Aebi

Zu den Arminianern: Sie verstehen mE nicht, was die C. unter Willensfreiheit verstehen. Diese Diskrepanz führt zu Missverständnissen. Die meisten A. meinen Handlungsfreiheit gemäß ihrem Willen, sofern dieser Wille nicht gezwungen oder chemisch oder durch psychokombattante Mittel verändert worden ist. Die C., die die WF leugnen, meinen aber ganz anderes.

Zu Paulus und Jakobus. Die Harmonisierungsversuche gelingen nicht. Man kann da nicht harmonisieren. Der Widerspruch ist offensichtlich: Der eine sagt, so kommen wir nun zu dem Schluss, dass der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes. Der andere sagt, so seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein.

Man kann nur gut nach Hegel den Dreischritt vollziehen und zur Konsequenz kommen: Beide haben recht, aber so, dass die beiden Thesen in einer Synthese aufgehoben werden müssen: 
Es gibt eben zweierlei Werke: Solche, die man tut, um gerecht zu werden und solche, die man tut, weil man durch den Glauben gerecht geworden ist. Nur warum sagt uns das niemand?.

Was mich viel stärker interessiert: Von welchen Werken spricht Jakobus? Welche Menschen könnte er &quot;faktisch&quot; im Sinn haben? Ist diese Frage beantwortbar, dann ist auch die andere gelöst. Denn wenn es heißt: Wer nicht glaubt, wird verdammt werden (Mk 16,16), so scheint die Sache klar zu sein: Der Glaube allein genügt. Ach so, und Mk 16,16 ist natürlich als kanonisch zu betrachten, alles andere wäre Bibelkritik. Ich sehe, wir kommen der Sache näher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Dieter Aebi</p>
<p>Zu den Arminianern: Sie verstehen mE nicht, was die C. unter Willensfreiheit verstehen. Diese Diskrepanz führt zu Missverständnissen. Die meisten A. meinen Handlungsfreiheit gemäß ihrem Willen, sofern dieser Wille nicht gezwungen oder chemisch oder durch psychokombattante Mittel verändert worden ist. Die C., die die WF leugnen, meinen aber ganz anderes.</p>
<p>Zu Paulus und Jakobus. Die Harmonisierungsversuche gelingen nicht. Man kann da nicht harmonisieren. Der Widerspruch ist offensichtlich: Der eine sagt, so kommen wir nun zu dem Schluss, dass der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, ohne Werke des Gesetzes. Der andere sagt, so seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein.</p>
<p>Man kann nur gut nach Hegel den Dreischritt vollziehen und zur Konsequenz kommen: Beide haben recht, aber so, dass die beiden Thesen in einer Synthese aufgehoben werden müssen:<br />
Es gibt eben zweierlei Werke: Solche, die man tut, um gerecht zu werden und solche, die man tut, weil man durch den Glauben gerecht geworden ist. Nur warum sagt uns das niemand?.</p>
<p>Was mich viel stärker interessiert: Von welchen Werken spricht Jakobus? Welche Menschen könnte er &#8222;faktisch&#8220; im Sinn haben? Ist diese Frage beantwortbar, dann ist auch die andere gelöst. Denn wenn es heißt: Wer nicht glaubt, wird verdammt werden (Mk 16,16), so scheint die Sache klar zu sein: Der Glaube allein genügt. Ach so, und Mk 16,16 ist natürlich als kanonisch zu betrachten, alles andere wäre Bibelkritik. Ich sehe, wir kommen der Sache näher.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Dieter Aebi		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85214</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dieter Aebi]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Aug 2019 07:28:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es fällt auf, dass Arminianer oft gereizt auf Calvinisten reagieren, nicht aber umgekehrt (ein Beispiel ergibt sich aus dem Briefwechsel zwischen Wesley und Whitefield, vgl. dazu den Anhang zur Biographie von George Whitefield von Benedikt Peters).
Das ist verständlich. Die Calvinisten haben nichts zu verlieren. Sie haben nichts. Gott hat sie. Die Arminianer haben viel zu verlieren. Sie haben Gott. Und in dem Mass, mit welchem sie Gott haben, sind sie unsicher, ob Gott sie hat. Diese Unsicherheit führt zu Gereiztheit, eine Gereiztheit des alten Adams, der mit seinem (von Gott) freien Willen Gott erwählt und sich in Selbsterlösung das ewige Leben angeeignet hat (manche reden von &quot;Eigen-Verantwortung&quot;, manche sagen &quot;das angebotene Heil in Anspruch genommen&quot;).
Tatsächlich scheinen mir im Übrigen die Calvinisten (wie alle Reformierten) lehrmässig (nicht unbedingt faktisch) ein Defizit zu haben, welches von der Verbannung des Jakobus (bei Luther wörtlich nach hinten) herrührt, sodass man mit den Werken des Glaubens lehrmässig (nicht unbedingt faktisch) nicht umzugehen weiss, was auch in eine Gesetzlichkeit münden kann (auch faktisch).
Paulus und Jakobus als Quadratur des Kreises zu bezeichnen ist bibelkritisch, da Widersprüche impliziert werden. Paulus gibt Jakobus mit Gal. 5,6 die Hand, denn der &quot;wirksame&quot; Glaube enthält denselben Wortstamm wie das Werk. Legt Paulus das Gewicht auf die Gerechtsprechung (Rechtfertigung) durch Gott als juristischen Freispruch, so legt Jakobus es auf die Gerechtmachung (Recht-Fertigung) als faktische Auswirkung des Glaubens im Werk, alles aber als Geschenk von Gott (Jak. 1,17), wie schon der Glaube (Joh. 5,29).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es fällt auf, dass Arminianer oft gereizt auf Calvinisten reagieren, nicht aber umgekehrt (ein Beispiel ergibt sich aus dem Briefwechsel zwischen Wesley und Whitefield, vgl. dazu den Anhang zur Biographie von George Whitefield von Benedikt Peters).<br />
Das ist verständlich. Die Calvinisten haben nichts zu verlieren. Sie haben nichts. Gott hat sie. Die Arminianer haben viel zu verlieren. Sie haben Gott. Und in dem Mass, mit welchem sie Gott haben, sind sie unsicher, ob Gott sie hat. Diese Unsicherheit führt zu Gereiztheit, eine Gereiztheit des alten Adams, der mit seinem (von Gott) freien Willen Gott erwählt und sich in Selbsterlösung das ewige Leben angeeignet hat (manche reden von &#8222;Eigen-Verantwortung&#8220;, manche sagen &#8222;das angebotene Heil in Anspruch genommen&#8220;).<br />
Tatsächlich scheinen mir im Übrigen die Calvinisten (wie alle Reformierten) lehrmässig (nicht unbedingt faktisch) ein Defizit zu haben, welches von der Verbannung des Jakobus (bei Luther wörtlich nach hinten) herrührt, sodass man mit den Werken des Glaubens lehrmässig (nicht unbedingt faktisch) nicht umzugehen weiss, was auch in eine Gesetzlichkeit münden kann (auch faktisch).<br />
Paulus und Jakobus als Quadratur des Kreises zu bezeichnen ist bibelkritisch, da Widersprüche impliziert werden. Paulus gibt Jakobus mit Gal. 5,6 die Hand, denn der &#8222;wirksame&#8220; Glaube enthält denselben Wortstamm wie das Werk. Legt Paulus das Gewicht auf die Gerechtsprechung (Rechtfertigung) durch Gott als juristischen Freispruch, so legt Jakobus es auf die Gerechtmachung (Recht-Fertigung) als faktische Auswirkung des Glaubens im Werk, alles aber als Geschenk von Gott (Jak. 1,17), wie schon der Glaube (Joh. 5,29).</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Rolf Eicken		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-tragoedie-von-joshua-harris-ernuechternde-gedanken-fuer-evangelikale/33907/comment-page-1/#comment-85209</link>

		<dc:creator><![CDATA[Rolf Eicken]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Aug 2019 14:57:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=33907#comment-85209</guid>

					<description><![CDATA[@Schandor,
was Sie da über die Kontrolle der Calvinisten bzgl. ihrer Glaubenstreue schreiben, kommt mir so vor, wie die Shar ià-Polizei; dann ist diese ja doch nichts Neues, sondern nur von einer anderen Fakultät.
Mich interessiert noch, ob sich die &quot;Zugehörigkeit&quot; in Prozentzahlen ausdrücken lässt? Und wie müssen die &quot;Werke&quot; aussehen, damit sie gewertet werden?
Die Drohung mit der Hölle - wenn sie jemanden nicht schreckt, weil er eh nicht daran glaubt, denn sie ist eine Erfindung der Juden, &quot;muss&quot; man daran glauben, weil Jesus auch ein Jude war? Er ist als Jude gestorben; denn erst Paulus hat einen Christus aus ihm gemacht. Religion ist ein schwierige Angelegenheit, weil es so viele Fragen gibt und so wenige logische Erklärungen.
MfG
Rolf]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Schandor,<br />
was Sie da über die Kontrolle der Calvinisten bzgl. ihrer Glaubenstreue schreiben, kommt mir so vor, wie die Shar ià-Polizei; dann ist diese ja doch nichts Neues, sondern nur von einer anderen Fakultät.<br />
Mich interessiert noch, ob sich die &#8222;Zugehörigkeit&#8220; in Prozentzahlen ausdrücken lässt? Und wie müssen die &#8222;Werke&#8220; aussehen, damit sie gewertet werden?<br />
Die Drohung mit der Hölle &#8211; wenn sie jemanden nicht schreckt, weil er eh nicht daran glaubt, denn sie ist eine Erfindung der Juden, &#8222;muss&#8220; man daran glauben, weil Jesus auch ein Jude war? Er ist als Jude gestorben; denn erst Paulus hat einen Christus aus ihm gemacht. Religion ist ein schwierige Angelegenheit, weil es so viele Fragen gibt und so wenige logische Erklärungen.<br />
MfG<br />
Rolf</p>
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