Die Unwandelbarkeit Gottes

December 2018 Cover HD 931x1024Ändert sich Gott? Viel hängt von der Antwort auf diese Frage ab. Wenn er sich ändert, ist er nicht der ewige, autarke, einfache und unendliche HERR, so wie die Schrift es sagt. Wenn Gott veränderlich ist, dann ist auch unsere Erlösung ungewiss, denn nur wer sich nicht ändert, kann sicherstellen, dass sich seine Versprechen, uns zu erlösen, nicht ändern.

In der neuen Ausgabe des CREDO MAGAZINS wird erklärt, dass Unveränderlichkeit nicht irgendein abstraktes, irrelevantes Attribut Gottes ist, sondern eines, das für das, was Gott ist und was er versprochen hat, wesentlich ist.

Hier gibt es die Artikel: credomag.com.

Kommentare

  1. Roderich meint:

    Vielleicht eine hilfreiche Unterscheidung:
    – Gott ist unwandelbar in seinen primären Eigenschaften (die sein eigenes Wesen betreffen), z.B. Liebe, Gerechtigkeit, Heiligkeit, Gutsein.
    – Gott ist „wandelbar“ in sekundären Eigenschaften; z.B. in seinem Verhältnis zu uns; in seinem Wissen aktueller Propositionen; ob er gerade ein Wunder tut, eine Erweckung hervorbringt, oder ein Land sich selbst und damit dem Gericht überlässt durch verblendete Altparteien, etc. (ist nur ein Beispiel zur Illustration ;-))

  2. Johannes G. meint:

    @Roderich,

    mir ist das zu schwammig bzw. ad hoc. Ich halte die Unterscheidung zwischen „intrinsischen“ und „extrinsischen (cambridge)“ Eigenschaften für zutreffender / hilfreicher. Aber ich vertrete auch keine moderne „anthropomorphe“, sondern eine „starke“ klassische Unwandelbarkeit Gottes 😉

    @Ron,

    vielen Dank für die Info 🙂 Ich hoffe ich schaffe es zeitlich, in die Texte ein wenig rein zu lesen.

    LG
    Jo

  3. Roderich meint:

    @Johannes,
    ja, das Begriffspaar trifft es natürlich besser.
    Ja, wenn Gott außerhalb der Zeit ist, ist er im „starken Sinne“ unwandelbar. Das muss man als guter evangelikaler Thomist wohl so vertreten 🙂

    Ich habe aber Mühe, das mit dem biblisch geoffenbarten Gott in Einklang zu bringen, der „lebendig“ ist, handelt, interagiert mit uns Menschen. Aber gut – der Einwand wird Dir vertraut sein 🙂

  4. Johannes G. meint:

    @Roderich,

    ja, das ist quasi der „Standard-Einwand“ 😉
    Diesen Einwand halte ich persönlich aber für am wenigsten überzeugend (da gibt es durchaus interessantere Probleme 😉 ), da er eben von einem anthropomorphen Verständnis von „lebendig“, „personal“ etc. ausgeht und das zentrale klassische Konzept der analogen Prädikation in der Gotteslehre unberücksichtigt lässt. Ich meine wir müssen zudem genau umgekehrt vorgehen: Wirkliches „handeln“ oder „lebendig sein“ ist das, was von Gott ausgeht. Unsere Auffassungen von diesen Dingen müssen zwangsweise defizitär sein, da sie aufgrund unserer begrenzten geschöpflichen Natur nur ein „Abglanz“ oder ein „Schatten“ der göttlichen Realität sein können 🙂 Oder an einem praktischen Beispiel ausgedrückt: Was wahre oder ursprüngliche Wesen meines „Vaterseins“ konstituiert sich nicht aus der Beziehung eines Mannes zu seinen Kindern, sondern aus der Natur / dem Wesen Gottes.

    Tatsächlich ist dies sehr oft auch ein selektiver bzw. ad hoc Einwand. Genauso könnte ich einwenden, dass es genauso schwer vorstellbar ist, wie ein immaterielles Wesen ohne Sinnesorgane „sehen“ kann, einen starken Arm und einen Schemel für seine Füße hat 😉 Seltsamerweise haben die meisten Vertreter einer personalistischen Sicht auf das Wesen Gottes mit solchen Zuschreibungen keine Probleme…

    LG
    Jo

  5. Maria M. meint:

    Also ich plädiere dafür, dass im Christentum bezüglich Gottesglauben endlich mal Jesus Christus geglaubt wird, dass niemand ausser ihm den allein wahren Gott aller Menschen kennt und diesen auch nie jemand gesehen hat. Er nennt ihn Vater im Himmel und lehrt u.a. Joh.17.3 Das ist das ewige Leben, dass sie dich, der du ALLEIN WAHRER GOTT bist erkannt haben und den du gesandt hast Jesus Christus. Wer also immer noch am mosaischen Gottesglauben festhält, tut wohl gut daran, mal zu lesen womit jener HERR gegenüber Mose angeblich bewiesen haben wollte zu sein wofür er sich ausgab. 2 Mose 4, 1-6. Na schon jemand ein Licht aufgegangen, dass der wahre Gott seinen Sohn hergab Joh.3.16 um die Menschheit über schon damals längst fällig gewesenen, absolut glaubwürdigen Gottesglauben aufzuklären? Die Jünger damals haben Jesus geglaubt und Johannes erkannte dadurch, dass Gott Liebe ist und dass wer in der Liebe bleibt nur mehr so handelt wie es Gott gefällt, also dem Vater im Himmel wohlverstanden. Es ist nicht alles Gott was sich so nennt, man erkennt an den Früchten, ob es sich wahrhaftig um den von Jesus auf Erden repräsentierten Schöpfergott handelt…oder nicht.

  6. Roderich meint:

    @Maria M.,

    Wer also immer noch am mosaischen Gottesglauben festhält…

    Darf ich kurz rückfragen, an wen Du dabei denkst? Orthodoxe Juden? Oder auch andere Menschen? Die Einheit der Bibel zwischen Alten und Neuem Testament würdest Du aber nicht abstreiten, oder? (Also: der Gott des Alten Testamentes ist derselbe Gott wie der des Neuen Testamentes; Jesus ist mit allem, was im Alten Testament über Gott geschrieben wird, eines Sinnes.)

  7. Maria M. meint:

    @Roderich
    Oh, nach meinen Erfahrungen all jene Christen, welche bezüglich Gott der Christen ganz allgemein vom Gott der Bibel reden, also von Mose bis Offenbarung, statt sich vollkommen an Jesus Christus offenbarte Version von Gott zu halten und als allein gültigen „Masstab“ für wahre Göttlichkeit in AT und NT zu nehmen und glauben.

  8. Roderich meint:

    @Maria M.,
    falsch. Wir müssen sowohl das NT als Maßstab für das AT, als auch das AT als Maßstab für das NT nehmen. Sonst wird unser Gott zu klein.
    Ferner: im NT kommt Jesus auf dem weißen Pferd sitzend mit dem Schwert zurück. Ist das auch Dein Gott?

    Der Gott der gesamten Bibel ist der wahre Gott, Du folgst einer menschengemachten Fiktion. Dein Bild von Jesus ist auch nicht korrekt, denn Jesus war schon im AT wirksam und völlig eins mit dem Wirken des Vaters.

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