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Diskriminierende Werbung wird gerügt

Für Werbung, die den Klischees der „Genderpolizei“ nicht entspricht, wird die Luft dünner. In Deutschland werden bestimmte Reklamevideos gerügt, in England werden sie jetzt gleich verboten.

Die Zeiten, in denen man im öffentlichen Raum witzig sein durfte, ironisch oder provokant, neigen sich dem Ende zu. Irgendwer fühlt sich immer beleidigt und sieht rote Linien überschritten. Eine ganze Twitter-Gemeinde – gern Publizisten und Politiker –, wartet nur aufs Stichwort, um im Namen der Political-, Gender- und Minderheiten-Correctness Inquisition zu spielen.

Das bekommen auch die Werber zu spüren. 1524 Beschwerden über Reklame verzeichnet der Deutsche Werberat für das erste Halbjahr 2019. Das sind schon jetzt mehr als im vergangenen Jahr insgesamt, in dem das Selbstkontrollorgan der Werbewirtschaft 1235 Eingaben verzeichnete.

Zu tun hat das auch mit der Edeka-Werbung zum Muttertag, die sich über Väter als sozial minderbegabte Familienmonster lustig machte. Diese Darstellung konnten – so sie unbedingt wollten –, Frauen wie Männer diskriminierend finden. Allein zu diesem Video gingen 750 Beschwerden ein, der Werberat sprach eine öffentliche Rüge aus.

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