Ethische Nicht-Monogamie

Durch ein halbes Jahrhundert sexueller Umwälzungen galt im Westen die Monogamie als Fels in der Brandung verschiedenster Beziehungsmodelle. Die Tradition, gleichzeitig nur einen Partner zu haben, bröckelt zunehmend. Die NEW YORK TIMES berichtet darüber, dass an den meisten Wochenenden in New York Veranstaltungen angeboten werden, die einen nicht-monogamen Lebensstil favorisieren. Es gibt Vortragsreihen, Workshops und Diskussionsrunden und natürlich Partys. Im Trend ist die „Ethische Nicht-Monogamie“. Das ist ein Überbegriff, der verschiedene Beziehungsmodelle umfasst, darunter Polyamorie, offene Beziehungen, sexuelle Begegnungen mit mehr als zwei Menschen und das Swingen.

Nehmen wir als Beispiel Tyomi Morgan, die „die Freiheit“ für sich entdeckt hat und nun andere Leute ausbildet. 

Frau Morgan ist aufgewachsene Baptistin und arbeitet heute als Sexualberaterin; sie betrachtet die Aufklärung über Nicht-Monogamie als Teil einer geistlichen Mission. „Innerhalb der schwarzen Gemeinschaft gibt es viele Menschen, die an einer Denkweise festhalten, dass es böse ist, so zu leben“, sagte sie. „Wir denken, dass Gott Liebe ist.“

Hier der Artikel, leider nur in englischer Sprache: www.nytimes.com.

VD: WH

Kommentare

  1. Dort wo der Mensch es ist, der entscheidet was akzeptabel oder ethisch vertretbar ist, wird sich das, was akzeptiert wird oder nicht im Wandel befinden. Der Mensch ist weder ewig noch frei von Fehlern.

    Entsprechend sind seine ethischen Vorstellungen dem Wandel seiner eigenen Entwicklung unterworfen. Erkannte Fehler werden halt korrigiert, wobei die Frage was ein Fehler ist oder war ebenfalls einer sich wandelnden Antwort unterworfen ist.

    Eine Gesellschaft ohne Gott wird und muss sich genau so verhalten. Mich wundert eine solche Entwicklung nicht und ich erwarte noch viel mehr in den unterschiedlichsten Gebieten. Im Prozess der Ablösung von der christlichen Wertegemeisnchaft kann und wird alles in Frage gestellt (werden).

  2. Gerne verweise ich auf den Aufsatz Die Instrumentalisierung der Sexualität zur Veränderung der Gesellschaft von Bernhard Kaiser.

  3. christ-ian meint

    Der Link zum Aufsatz von Bernhard Kaiser funktioniert nicht.
    Besser hier probieren (zweiter Aufsatz von oben):

    http://www.bernhard-kaiser.homepage.t-online.de/?ngt=w7e2c0a0e2c24d206902712334611817

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