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	Kommentare zu: Finnlands Oberster Gerichtshof spricht Päivi Räsänen in einem Punkt für schuldig	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		Von: Kommentator		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kommentator]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 11:40:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es gibt in Finnland kein Recht darauf, seine &quot;Überzeugungen in der Öffentlichkeit zu äußern&quot; und das wurde noch mal höchstgerichtlich bestätigt. Finnland ist eben nicht die USA mit ihrem Verfassungszusatz. Ein &quot;right to bear arms&quot; gibt es dort übrigens ebensowenig.

In dem säkularisierten Land versteht die Mehrheit (auch die der finnisch evangelisch-lutherischen Kirchenmitglieder) das Recht auf Religionsfreiheit als Recht auf Freiheit von Religion. In Finnland hat sich die Zahl der Kirchenaustritte verdreifacht, seit das ab 2003 über ein Internetformular möglich wurde. Eine Talkshow von 2010 führte zu einer Austrittswelle, als ein Kirchenvertreter dort über sexuelle Sünde sprach.

Vielleicht sollte man bei den amerikanischen Eiferern mal aufhören, sich der Illusion hinzugeben, es gäbe dort oder überhaupt in Europa eine Mehrheit an &quot;Christen&quot;, oder eine Gesellschaft, die überhaupt bereit ist, sich evangelisieren zu lassen. Die Mehrheitsverhältnisse haben sich gewandelt.

Mit derselben Selbstverständlichkeit, mit der einst staatskirchliche &quot;christliche&quot; Mehrheit sehr ruppig über die heidnische Minderheit bestimmt hat (samt Blasphemie-Paragraphen im Strafrecht), so bestimmt künftig die säkulare Mehrheit über die christliche Minderheit. Das Recht überhaupt in der Öffentlichkeit oder speziell die Kinder anderer Leute zu missionieren, ist dabei nicht vorgesehen. Religiöse Aussagen werden beurteilt wie alle anderen auch, auch im Rahmen des Strafrechts. Der säkulare Version des Blasphemie-Paragraphen wird nun ebenso angewandt.

Fazit: Bis jetzt sehen wir nur einen Fall kirchlicher Privilegien. Man war fest davon überzeugt, von solche strafrechtlichen Regelungen wäre nur der politische Gegner im heidnischen Lager betroffen. Das stellt sich nun als fataler Irrtum heraus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt in Finnland kein Recht darauf, seine &#8222;Überzeugungen in der Öffentlichkeit zu äußern&#8220; und das wurde noch mal höchstgerichtlich bestätigt. Finnland ist eben nicht die USA mit ihrem Verfassungszusatz. Ein &#8222;right to bear arms&#8220; gibt es dort übrigens ebensowenig.</p>
<p>In dem säkularisierten Land versteht die Mehrheit (auch die der finnisch evangelisch-lutherischen Kirchenmitglieder) das Recht auf Religionsfreiheit als Recht auf Freiheit von Religion. In Finnland hat sich die Zahl der Kirchenaustritte verdreifacht, seit das ab 2003 über ein Internetformular möglich wurde. Eine Talkshow von 2010 führte zu einer Austrittswelle, als ein Kirchenvertreter dort über sexuelle Sünde sprach.</p>
<p>Vielleicht sollte man bei den amerikanischen Eiferern mal aufhören, sich der Illusion hinzugeben, es gäbe dort oder überhaupt in Europa eine Mehrheit an &#8222;Christen&#8220;, oder eine Gesellschaft, die überhaupt bereit ist, sich evangelisieren zu lassen. Die Mehrheitsverhältnisse haben sich gewandelt.</p>
<p>Mit derselben Selbstverständlichkeit, mit der einst staatskirchliche &#8222;christliche&#8220; Mehrheit sehr ruppig über die heidnische Minderheit bestimmt hat (samt Blasphemie-Paragraphen im Strafrecht), so bestimmt künftig die säkulare Mehrheit über die christliche Minderheit. Das Recht überhaupt in der Öffentlichkeit oder speziell die Kinder anderer Leute zu missionieren, ist dabei nicht vorgesehen. Religiöse Aussagen werden beurteilt wie alle anderen auch, auch im Rahmen des Strafrechts. Der säkulare Version des Blasphemie-Paragraphen wird nun ebenso angewandt.</p>
<p>Fazit: Bis jetzt sehen wir nur einen Fall kirchlicher Privilegien. Man war fest davon überzeugt, von solche strafrechtlichen Regelungen wäre nur der politische Gegner im heidnischen Lager betroffen. Das stellt sich nun als fataler Irrtum heraus.</p>
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