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Frankreich: Kinder bezahlen für Sex

Französische Schulen berichten über eine erschreckende Entwicklung: Immer öfter kommt es zu Sexualstraftaten unter Kindern. Die einen sprechen von Vergewaltigung, die anderen von Prostitution. Es ist so traurig! Wann gibt es endlich ein Umdenken?

Der Oralverkehr auf dem Schulklo kostet 25 Euro. „Das glaubt mir nie jemand“, sagt Armelle Le Bigot Macaux, „aber die Prostitution hat Einzug in unsere Schulen gehalten.“ Die Französin ist Präsidentin des Vereins „Agir contre la prostitution des enfants“ (Handeln gegen die Prostitution von Kindern). Seit Jahren beobachtet sie, dass in Frankreich immer mehr Jugendliche Sex als Ware betrachten. „Wir sprechen hier von Zwölf- bis 14-Jährigen.“

Frankreich wagt sich derzeit an ein Thema, das wohl nicht nur dort verbreitet ist: Sexualstraftaten unter Kindern. Jungs reichen ihre Freundinnen an Kumpels weiter – gegen Geld. „Das ist alles nicht so schlimm. Die echten Küsse bekommt eh nur mein Freund“, beteuerten die Mädchen, die ihrerseits unter dem Vorwand des Liebesbeweises zum Sex gezwungen werden. Der Verein von Armelle Le Bigot Macaux tritt derzeit in neun solchen Fällen als Nebenkläger auf.

Oft handelten die Schülerinnen auch auf eigene Rechnung. Dann werde das Dumping um den Preis für den Oralverkehr schon mal zum Problem zwischen Mädchencliquen, berichtet Le Bigot Macaux, die darüber nur den Kopf schütteln kann. Das große Erwachen kommt in der Regel, wenn die Handlungen über die sozialen Netzwerke öffentlich werden. „Dann entlädt sich die ganze Häme über die Jugendlichen, und sie erkennen, dass es weder richtig noch normal war, was sie getan haben“, sagt Le Bigot Macaux.

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Als Buchempfehlung zum Thema: B. Siggelkow: Deutschlands sexuelle Tragödie: Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist, 2009.