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	Kommentare zu: G. Rohrmoser: Was heißt Privatisierung des Glaubens?	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>
		Von: Thomas König		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19635</link>

		<dc:creator><![CDATA[Thomas König]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Feb 2013 14:28:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Roderich,
Sie haben recht. Der Tonfall meines letzten Post ist für einen christlichen Dialog unakzeptabel. Wären dem nicht medizinische Ratschläge bezüglich meines Geisteszustandes vorausgegangen, würde ich ernsthaft eine Entschuldigung in Erwägung ziehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Roderich,<br />
Sie haben recht. Der Tonfall meines letzten Post ist für einen christlichen Dialog unakzeptabel. Wären dem nicht medizinische Ratschläge bezüglich meines Geisteszustandes vorausgegangen, würde ich ernsthaft eine Entschuldigung in Erwägung ziehen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Roderich		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19571</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roderich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Feb 2013 11:25:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Interessant. In Einzelmeinungen sind Sie dann wahlweise wieder sehr resolut. Wenn jemand anders bestimmte Meinungen vertritt, ist das natuerlich fundamentalistisch... Herr Koenig = der wandelnde Widerspruch. Eine unehrlichere Art der Diskussion ist mir noch nicht untergekommen als Sie sie praktizieren. 
Es bringt in der Tat nichts, mit Ihnen zu reden. Ich würde Sie auch sperren, wenn das mein Blog waere, aber es ist nicht mein Blog. Sollen also gerne andere mit Ihnen reden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Interessant. In Einzelmeinungen sind Sie dann wahlweise wieder sehr resolut. Wenn jemand anders bestimmte Meinungen vertritt, ist das natuerlich fundamentalistisch&#8230; Herr Koenig = der wandelnde Widerspruch. Eine unehrlichere Art der Diskussion ist mir noch nicht untergekommen als Sie sie praktizieren.<br />
Es bringt in der Tat nichts, mit Ihnen zu reden. Ich würde Sie auch sperren, wenn das mein Blog waere, aber es ist nicht mein Blog. Sollen also gerne andere mit Ihnen reden.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Thomas König		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19570</link>

		<dc:creator><![CDATA[Thomas König]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Feb 2013 10:24:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Roderich,
Danke für den Tip, in der Bibel zu lesen. Ich tue es täglich. In hebräisch, griechisch, deutsch und englisch. Ich suche mir nicht die Stellen raus, die mir gefallen. Ich lese sie fortlaufend und zusammenhängend. Ich habe auch schon mit vielen fundamentalistischen Dumpfbacken diskutiert. Aber was Sie da vom Stapel lassen ist mir wirklich noch nicht untergekommen. Sie glauben ernsthaft, Sie könnten aus der Bibel die BEDINGUNGEN herauslesen, unter denen Gott einen Menschen annimmt. Damit hebeln Sie die Souveränität der göttlichen Gnade aus. Gegen eine derart ungeheure Blasphemie ist &quot;Der Gotteswahn&quot; von Richard Dawkins eine harmlose Sottise.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Roderich,<br />
Danke für den Tip, in der Bibel zu lesen. Ich tue es täglich. In hebräisch, griechisch, deutsch und englisch. Ich suche mir nicht die Stellen raus, die mir gefallen. Ich lese sie fortlaufend und zusammenhängend. Ich habe auch schon mit vielen fundamentalistischen Dumpfbacken diskutiert. Aber was Sie da vom Stapel lassen ist mir wirklich noch nicht untergekommen. Sie glauben ernsthaft, Sie könnten aus der Bibel die BEDINGUNGEN herauslesen, unter denen Gott einen Menschen annimmt. Damit hebeln Sie die Souveränität der göttlichen Gnade aus. Gegen eine derart ungeheure Blasphemie ist &#8222;Der Gotteswahn&#8220; von Richard Dawkins eine harmlose Sottise.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Roderich		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19567</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roderich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Feb 2013 09:00:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Herr König, 
kein Problem - wir müssen uns nicht unterhalten. Aber warum posten Sie dann hier? 
Nur ist das mit der &quot;semantischen und hermeneutischen Gemeinsamkeit&quot; natürlich wieder eine spitzfindige Ausrede. 

Ich habe - wie erwähnt - den Eindruck, dass Sie generell Argumenten aus dem Weg gehen - und dafür jede erdenkliche Ausrede benutzen. Bis hin zum Zitieren des armen Wittgenstein. Darin sind Sie in der Tat &quot;Meister&quot;. 
&lt;blockquote&gt;Ein Diskurs ohne jegliche Argumente? Das wäre dann Schweigen. &lt;/blockquote&gt; Genau das - wenn man nicht argumentieren will, sollte man schweigen. Daher frage ich mich, warum Sie hier schreiben?

Übrigens argumentieren Sie durchaus  - nur eben nicht über sachliche Inhalte (also auch nicht über die Thesen, die Sie anreißen), sondern nur darüber, warum Sie nicht auf Argumente eingehen, und warum Sie nicht antworten (weil andere Leute dessen nicht würdig sind). Das finde ich gerade so widersprüchlich. 

Generell würde ich an Ihrer Stelle lieber Ihren eigenen Blog aufmachen. Dort können Sie bestimmen, wer mit Ihnen redet, wessen Kommentare Sie lieber löschen und so weiter. Hier auf dem Blog gelten die ansonsten (außer offenbar von Ihnen) universal anerkannten Regeln des Gesprächs. Das sind keine subjektiven Regeln von einzelnen, sondern das ist erwartbar: man geht auf die Argumente des anderen ein. Wer das nicht will, soll hier nicht schreiben. 

Wittgenstein hat mit der Tatsache, dass man Argumenten aus dem Weg geht, übrigens wenig zu tun. Über religiöse Dinge kann man (mit Ausnahme bestimmer Erfahrungen) durchaus sehr gut reden. Gott hat es getan (zu uns - die Bibel), und wir tun es hier ständig. 
Lesen Sie z.B. mal Religionsphilosophie (Richard Swinburne begründet näher, warum man über religilöse Dinge sehr wohl &quot;reden&quot; kann). Letztlich &quot;reden&quot; Sie ja auch darüber, nur wollen Sie eben nur keine Kritik an Ihren Argumente bzw. an dem, was sie &quot;geredet&quot; haben. 

Noch etwas: Sie sprechen öfters hier über die Tatsache, dass der liebe Gott Sie einmal richten wird. Das ist ein wichtiges und heikles Thema, und was genau die Bedingungen sind, von Gott angenommen zu sein - das würde ich Ihnen empfehlen, noch mal in der Bibel nachzulesen. (Das ist das entscheidende Thema von uns Menschen - dies würde ich auch nicht bestimmen &quot;Vermutungen&quot; überlassen).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Herr König,<br />
kein Problem &#8211; wir müssen uns nicht unterhalten. Aber warum posten Sie dann hier?<br />
Nur ist das mit der &#8222;semantischen und hermeneutischen Gemeinsamkeit&#8220; natürlich wieder eine spitzfindige Ausrede. </p>
<p>Ich habe &#8211; wie erwähnt &#8211; den Eindruck, dass Sie generell Argumenten aus dem Weg gehen &#8211; und dafür jede erdenkliche Ausrede benutzen. Bis hin zum Zitieren des armen Wittgenstein. Darin sind Sie in der Tat &#8222;Meister&#8220;. </p>
<blockquote><p>Ein Diskurs ohne jegliche Argumente? Das wäre dann Schweigen. </p></blockquote>
<p> Genau das &#8211; wenn man nicht argumentieren will, sollte man schweigen. Daher frage ich mich, warum Sie hier schreiben?</p>
<p>Übrigens argumentieren Sie durchaus  &#8211; nur eben nicht über sachliche Inhalte (also auch nicht über die Thesen, die Sie anreißen), sondern nur darüber, warum Sie nicht auf Argumente eingehen, und warum Sie nicht antworten (weil andere Leute dessen nicht würdig sind). Das finde ich gerade so widersprüchlich. </p>
<p>Generell würde ich an Ihrer Stelle lieber Ihren eigenen Blog aufmachen. Dort können Sie bestimmen, wer mit Ihnen redet, wessen Kommentare Sie lieber löschen und so weiter. Hier auf dem Blog gelten die ansonsten (außer offenbar von Ihnen) universal anerkannten Regeln des Gesprächs. Das sind keine subjektiven Regeln von einzelnen, sondern das ist erwartbar: man geht auf die Argumente des anderen ein. Wer das nicht will, soll hier nicht schreiben. </p>
<p>Wittgenstein hat mit der Tatsache, dass man Argumenten aus dem Weg geht, übrigens wenig zu tun. Über religiöse Dinge kann man (mit Ausnahme bestimmer Erfahrungen) durchaus sehr gut reden. Gott hat es getan (zu uns &#8211; die Bibel), und wir tun es hier ständig.<br />
Lesen Sie z.B. mal Religionsphilosophie (Richard Swinburne begründet näher, warum man über religilöse Dinge sehr wohl &#8222;reden&#8220; kann). Letztlich &#8222;reden&#8220; Sie ja auch darüber, nur wollen Sie eben nur keine Kritik an Ihren Argumente bzw. an dem, was sie &#8222;geredet&#8220; haben. </p>
<p>Noch etwas: Sie sprechen öfters hier über die Tatsache, dass der liebe Gott Sie einmal richten wird. Das ist ein wichtiges und heikles Thema, und was genau die Bedingungen sind, von Gott angenommen zu sein &#8211; das würde ich Ihnen empfehlen, noch mal in der Bibel nachzulesen. (Das ist das entscheidende Thema von uns Menschen &#8211; dies würde ich auch nicht bestimmen &#8222;Vermutungen&#8220; überlassen).</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Thomas König		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19566</link>

		<dc:creator><![CDATA[Thomas König]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Feb 2013 08:06:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Roderich,
Ein Monolog ist wohl eher ein Selbstgespräch. Ein Diskurs ohne jegliche Argumente? Das wäre dann Schweigen. Wie sagte schon Wittgenstein: &quot;Wovon man nicht reden kann, darüber muß man schweigen&quot;. Ich schlage vor, wir folgen seinem Rat. Uns fehlt es an jeglicher semantischer und hermeneutischer Gemeinsamkeit für ein sinnvolles Gespräch über die Religion.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Roderich,<br />
Ein Monolog ist wohl eher ein Selbstgespräch. Ein Diskurs ohne jegliche Argumente? Das wäre dann Schweigen. Wie sagte schon Wittgenstein: &#8222;Wovon man nicht reden kann, darüber muß man schweigen&#8220;. Ich schlage vor, wir folgen seinem Rat. Uns fehlt es an jeglicher semantischer und hermeneutischer Gemeinsamkeit für ein sinnvolles Gespräch über die Religion.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Cristian Lang		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19559</link>

		<dc:creator><![CDATA[Cristian Lang]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Feb 2013 22:47:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Martin Kamphius, cooler Typ?
http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=3&#038;t=8419 (über den Herrn Kamphius)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Martin Kamphius, cooler Typ?<br />
<a href="http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=3&#038;t=8419" rel="nofollow ugc">http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=3&#038;t=8419</a> (über den Herrn Kamphius)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Roderich		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19543</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roderich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Feb 2013 15:04:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Herr König, 
&lt;blockquote&gt;Ob es mir etwas bringt, Meinungen zu posten, ohne die Diskursregeln anderer Teilnehmer zu übernehmen&lt;/blockquote&gt;
Was sind denn Ihre Diskusregeln? 
Gibt es denn überhaupt Diskurse ohne Argumente, bzw. ohne auf den anderen einzugehen?? Oder wären das nicht eher Monologe?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Herr König, </p>
<blockquote><p>Ob es mir etwas bringt, Meinungen zu posten, ohne die Diskursregeln anderer Teilnehmer zu übernehmen</p></blockquote>
<p>Was sind denn Ihre Diskusregeln?<br />
Gibt es denn überhaupt Diskurse ohne Argumente, bzw. ohne auf den anderen einzugehen?? Oder wären das nicht eher Monologe?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Thomas König		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19542</link>

		<dc:creator><![CDATA[Thomas König]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Feb 2013 14:53:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Roderich,
Sie haben mich erwischt. Selbstverständlich wäre der Begriff &quot;Zuversicht&quot; an dieser Stelle passender gewesen als &quot;Gewissheit&quot;. Sollte Jesus mir am Jüngsten Tag schon von Weitem mit dem Duden winken, sollte ich mir langsam Sorgen machen. Aber dann ist es wahrscheinlich zu spät und Sie haben gewonnen. Herzlichen Glückwunsch schon mal im Voraus. 

Ob es mir etwas bringt, Meinungen zu posten, ohne die Diskursregeln anderer Teilnehmer zu übernehmen, müssen Sie schon mir überlassen. Ob es Ihnen etwas bringt, auf meine Posts zu antworten, das überlasse ich selbstverständlich Ihnen. :-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Roderich,<br />
Sie haben mich erwischt. Selbstverständlich wäre der Begriff &#8222;Zuversicht&#8220; an dieser Stelle passender gewesen als &#8222;Gewissheit&#8220;. Sollte Jesus mir am Jüngsten Tag schon von Weitem mit dem Duden winken, sollte ich mir langsam Sorgen machen. Aber dann ist es wahrscheinlich zu spät und Sie haben gewonnen. Herzlichen Glückwunsch schon mal im Voraus. </p>
<p>Ob es mir etwas bringt, Meinungen zu posten, ohne die Diskursregeln anderer Teilnehmer zu übernehmen, müssen Sie schon mir überlassen. Ob es Ihnen etwas bringt, auf meine Posts zu antworten, das überlasse ich selbstverständlich Ihnen. 🙂</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Roderich		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19539</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roderich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Feb 2013 13:19:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;blockquote&gt;sondern aus der &lt;strong&gt;Gewissheit&lt;/strong&gt;, dass am Ende aller Zeit ein gnädiger Richter über mein Leben zu Gericht sitzen wird.&lt;/blockquote&gt;
Woher diese Gewißheit? Etwa aus der Bibel? Kann man also doch aus der Bibel bestimmte Dinge mit Gewißheit ableiten? 
(Oder widersprechen Sie sich damit nicht und nehmen - eben selektiv - die Bibel doch wörtlich?)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>sondern aus der <strong>Gewissheit</strong>, dass am Ende aller Zeit ein gnädiger Richter über mein Leben zu Gericht sitzen wird.</p></blockquote>
<p>Woher diese Gewißheit? Etwa aus der Bibel? Kann man also doch aus der Bibel bestimmte Dinge mit Gewißheit ableiten?<br />
(Oder widersprechen Sie sich damit nicht und nehmen &#8211; eben selektiv &#8211; die Bibel doch wörtlich?)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Roderich		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19533</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roderich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Feb 2013 10:47:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=19749#comment-19533</guid>

					<description><![CDATA[@ Herr König, 
es geht doch gar nicht um Sie, sondern um die Frage, warum Sie den Argumenten ausweichen. Es bringt doch nichts, Meinungen zu posten, wenn man gar nicht darüber sprechen will. Ich denke, da müssen Sie sich entscheiden, was Sie wollen. 

(Allerdings bewegt sich Ihr letzter Post leider wieder in exakt dem Schema, das ich oben beschrieben hatte :-(  )]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@ Herr König,<br />
es geht doch gar nicht um Sie, sondern um die Frage, warum Sie den Argumenten ausweichen. Es bringt doch nichts, Meinungen zu posten, wenn man gar nicht darüber sprechen will. Ich denke, da müssen Sie sich entscheiden, was Sie wollen. </p>
<p>(Allerdings bewegt sich Ihr letzter Post leider wieder in exakt dem Schema, das ich oben beschrieben hatte 🙁  )</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Thomas König		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19530</link>

		<dc:creator><![CDATA[Thomas König]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Feb 2013 10:34:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=19749#comment-19530</guid>

					<description><![CDATA[@Roderich,
Entschuldigen sie die Verspätung, mit der ich Ihren Post vom 31.01.2013, 14:09 beantworte. Ich war ein paar Tage verreist. Zunächst vielen Dank für die Anteilnahme an meiner Gesundheit. Ich gestehe Ihnen selbstverständlich das Recht zu, die diskursive Relevanz meiner Beiträge abschätzig zu beurteilen. Als adäquate Reaktion schlage ich vor, sie dann eben nicht zu lesen oder zu beantworten. Dass ich wenig geneigt bin, mit Menschen über meinen Glauben zu sprechen, die mir Dummheit und Geisteskrankheit bescheinigen oder mich wegen meines Vornamens verhöhnen, könne Sie vielleicht verstehen. Was ihre Besorgnis über meine Rolle als leidendes Opfer betrifft, kann ich Sie beruhigen. Ich schreibe meine Beiträge in einer Attitüde heiterer Gelassenheit. Kann sein, dass Ironie und &quot;beleidigt sein&quot; in der Schriftform nicht immer klar zu unterscheiden sind. Meinen Selbstwert beziehe ich bestimmt nicht aus dem Werturteil der christlichen Scharia, sondern aus der Gewissheit, dass am Ende aller Zeit ein gnädiger Richter über mein Leben zu Gericht sitzen wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Roderich,<br />
Entschuldigen sie die Verspätung, mit der ich Ihren Post vom 31.01.2013, 14:09 beantworte. Ich war ein paar Tage verreist. Zunächst vielen Dank für die Anteilnahme an meiner Gesundheit. Ich gestehe Ihnen selbstverständlich das Recht zu, die diskursive Relevanz meiner Beiträge abschätzig zu beurteilen. Als adäquate Reaktion schlage ich vor, sie dann eben nicht zu lesen oder zu beantworten. Dass ich wenig geneigt bin, mit Menschen über meinen Glauben zu sprechen, die mir Dummheit und Geisteskrankheit bescheinigen oder mich wegen meines Vornamens verhöhnen, könne Sie vielleicht verstehen. Was ihre Besorgnis über meine Rolle als leidendes Opfer betrifft, kann ich Sie beruhigen. Ich schreibe meine Beiträge in einer Attitüde heiterer Gelassenheit. Kann sein, dass Ironie und &#8222;beleidigt sein&#8220; in der Schriftform nicht immer klar zu unterscheiden sind. Meinen Selbstwert beziehe ich bestimmt nicht aus dem Werturteil der christlichen Scharia, sondern aus der Gewissheit, dass am Ende aller Zeit ein gnädiger Richter über mein Leben zu Gericht sitzen wird.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Roderich		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19524</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roderich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Feb 2013 22:24:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=19749#comment-19524</guid>

					<description><![CDATA[@Cristian Lang, 
besten Dank für die Information und den Link zu Meister Eckhard. 
Jedoch denke ich, das aus Ihrer Sichtweise doch auch ein wenig das Gedankengut von &quot;New Age&quot; hervorschaut.  
Da dies ein Eintrag zu Günter Rohrmoser war, hier ein passendes Zitat aus seinem Buch &quot;Der Ernstfall. Die Krise unserer liberalen Republik (Ullstein 1995)&quot;, S. 367: 
&lt;blockquote&gt;Dies ist die entscheidende Herausforderung für das Christentum und die Kirchen überhaupt: Die religiöse Intention beginnt sich heute am Christentum vorbei auf vor- und außergeschichtliche Religionen zu richten. Heute setzt sich ein christlicher Publizist nicht in erster Linie mit Marxismus und der atheistischen Religionskritik des 19. Jahrhunderts auseinander, sondern die neue Herausforderung ist alles das, was man sich angewöhnt hat, unter &quot;New Age&quot; zu verstehen. &lt;strong&gt;Ich glaube, daß die Gefährdungen des Christentums durch &quot;New Age&quot; radikaler sind als die bisher im 20. Jahrhundert bekanntgewordenen.&lt;/strong&gt; Dem geistigen Gehalt nach geht die &quot;New Age&quot;-Bewegung an die Wurzeln der europäischen Kultur, insofern sie sich von Einheit, Vernunft und Subjektivität abwendet und damit auf ein Stadium vorgeschichtlicher Naturreligiösitöt zurückfällt. Die Entwicklung, die sich parallel zur &quot;New Age&quot;-Bewegung auf intellektueller Ebene vollzieht, ist die Rehabilitierung des Mythos. Da dem Christentum die Kraft der religiösen Erneuerung nicht zugetraut wird, wird heute der Mythos als Quelle kollektiven Sinns gefeiert. Die Auswirkung von beidem ist die &lt;strong&gt;Irrationalisierung&lt;/strong&gt; aller Fragen des Ethos und der Kultur und damit des Staates und der Gesellschaft. Die Politiker beschäftigen sich gegenwärtig nur mit den Symptomen, nicht aber mit der inneren Natur des sich formierenden Irrationalismus in der Kultur. Die neue Gefährung des Rationalitätsanspruchs der Politik durch diesen Irrationalismus ist politisch nur schwer auflösbar, weil es sich um einen religiösen Konflikt handelt. Es ist ein religiöser Konflikt, in dem es viel radikaler als früher ums Ganze geht.
Was ist die große Sehnsucht, die hier zum Ausdruck kommt? An die Stelle der Vernunft tritt die Remythisierung, die Vergöttlichung der Natur. Gemeint ist &lt;strong&gt;die Natur als Träger einer eigenen Subjektivität und als heilsvermittelnde Kraft. Die Natur gilt als Heilquelle schlechthin.&lt;/strong&gt; Zweitens tritt an die Stelle vernunftvermittelter Einheit der Anspruch auf die unmittelbar erfahrene und erlebte Ganzheitlichkeit. Drittens wird der Mensch &lt;strong&gt;meditativ&lt;/strong&gt; darin eingeübt, sich in seiner Subjektivität zurückzunehmen und in einem größeren, numinos religiösen Ganzen aufzuheben. ...  &lt;/blockquote&gt;

Und schon ein paar Seiten vorher warnt Rohrmoser (S. 350): 
&lt;blockquote&gt;Die Entchristlichung ist das bestimmende Kennzeichen unserer heutigen Kultur. Was sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts durch &lt;strong&gt;Schopenhauer&lt;/strong&gt; abzuzeichnen begann, nämlich das Eindringen außerchristlichen, &lt;strong&gt;asiatischen Denkens&lt;/strong&gt;, Empfindens asiatischer Stile und Formen der Frömmigkeit in Europa, hat mittlerweile ein ungeheures Ausmaß angenommen. Wir haben es mit einer Situation zu tun, die wir aus eigenem Glauben, aus eigener Glaubenstradition und eigener Gotteserfahrung heraus nicht mehr bewältigen zu können vermeinen. Carl Friedrich von Weizsäcker hat sinngemäß einmal geäußert, daß wir den aggressiven europäischen &lt;strong&gt;Verstand&lt;/strong&gt; nur durch eine Zuwendung zu den Tiefen der &lt;strong&gt;östlichen, transzendentalen Meditation&lt;/strong&gt; überwinden könnten. Wir stünden unter der totalen Herrschaft des Verstandes. Dieser Verstand sei aggressiv, ausbeuterisch und geleitet vom nackten Willen zur Macht. Wir brauchten daher zur Rettung vor diesem aggressiven, machtgesteuerten Verstand die östliche, transzendentale Meditation. Das ist die Aussage von Weizsäcker. 
Philosophisch formuliert, geht es von Weizsäcker und mit ihm vielen Kritikern der Moderne und des Christentums um die Frage: &lt;strong&gt;Wie können wir den cartesischen Dualismus überwinden?&lt;/strong&gt; Den cartesischen Dualismus überwinden bedeutet hier, daß der für die ganze Neuzeit grundlegende - und so wird es hier unterstellt - Zwiespalt von denkendem Ich und dem davon abstrakt und abgelöst gegenüberstehenden Objekt überwunden werden soll. Einerseits soll die Isolation und Reduktion des Geistes, der seiner selbst nur noch in der Absolutheit des sich selbst reflektierenden Subjektes gewahr wird, andererseits der Naturbegriff, der von einer dem mechanischen Kausalmodell zugrunde liegenden Materienatur ausgeht, überwunden werden. Mit diesem selbstgestellten Auftrag der Überwindung des cartesischen Dualismus ist in der Regel eine fundamentale Kritik und Infragestellung der gesamten neuzeitlichen Wissenschaft verbunden. &lt;/blockquote&gt;
Zugegeben, das ist kein einfacher Text. Man sollte ihn im Kontext des Buches und des Kapitels lesen. Er beschäftigt sich aber mit den philosophischen Konsequenzen einer Hinwendung zum New-Age Gedankengut, die einem zu denken geben sollten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Cristian Lang,<br />
besten Dank für die Information und den Link zu Meister Eckhard.<br />
Jedoch denke ich, das aus Ihrer Sichtweise doch auch ein wenig das Gedankengut von &#8222;New Age&#8220; hervorschaut.<br />
Da dies ein Eintrag zu Günter Rohrmoser war, hier ein passendes Zitat aus seinem Buch &#8222;Der Ernstfall. Die Krise unserer liberalen Republik (Ullstein 1995)&#8220;, S. 367: </p>
<blockquote><p>Dies ist die entscheidende Herausforderung für das Christentum und die Kirchen überhaupt: Die religiöse Intention beginnt sich heute am Christentum vorbei auf vor- und außergeschichtliche Religionen zu richten. Heute setzt sich ein christlicher Publizist nicht in erster Linie mit Marxismus und der atheistischen Religionskritik des 19. Jahrhunderts auseinander, sondern die neue Herausforderung ist alles das, was man sich angewöhnt hat, unter &#8222;New Age&#8220; zu verstehen. <strong>Ich glaube, daß die Gefährdungen des Christentums durch &#8222;New Age&#8220; radikaler sind als die bisher im 20. Jahrhundert bekanntgewordenen.</strong> Dem geistigen Gehalt nach geht die &#8222;New Age&#8220;-Bewegung an die Wurzeln der europäischen Kultur, insofern sie sich von Einheit, Vernunft und Subjektivität abwendet und damit auf ein Stadium vorgeschichtlicher Naturreligiösitöt zurückfällt. Die Entwicklung, die sich parallel zur &#8222;New Age&#8220;-Bewegung auf intellektueller Ebene vollzieht, ist die Rehabilitierung des Mythos. Da dem Christentum die Kraft der religiösen Erneuerung nicht zugetraut wird, wird heute der Mythos als Quelle kollektiven Sinns gefeiert. Die Auswirkung von beidem ist die <strong>Irrationalisierung</strong> aller Fragen des Ethos und der Kultur und damit des Staates und der Gesellschaft. Die Politiker beschäftigen sich gegenwärtig nur mit den Symptomen, nicht aber mit der inneren Natur des sich formierenden Irrationalismus in der Kultur. Die neue Gefährung des Rationalitätsanspruchs der Politik durch diesen Irrationalismus ist politisch nur schwer auflösbar, weil es sich um einen religiösen Konflikt handelt. Es ist ein religiöser Konflikt, in dem es viel radikaler als früher ums Ganze geht.<br />
Was ist die große Sehnsucht, die hier zum Ausdruck kommt? An die Stelle der Vernunft tritt die Remythisierung, die Vergöttlichung der Natur. Gemeint ist <strong>die Natur als Träger einer eigenen Subjektivität und als heilsvermittelnde Kraft. Die Natur gilt als Heilquelle schlechthin.</strong> Zweitens tritt an die Stelle vernunftvermittelter Einheit der Anspruch auf die unmittelbar erfahrene und erlebte Ganzheitlichkeit. Drittens wird der Mensch <strong>meditativ</strong> darin eingeübt, sich in seiner Subjektivität zurückzunehmen und in einem größeren, numinos religiösen Ganzen aufzuheben. &#8230;  </p></blockquote>
<p>Und schon ein paar Seiten vorher warnt Rohrmoser (S. 350): </p>
<blockquote><p>Die Entchristlichung ist das bestimmende Kennzeichen unserer heutigen Kultur. Was sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts durch <strong>Schopenhauer</strong> abzuzeichnen begann, nämlich das Eindringen außerchristlichen, <strong>asiatischen Denkens</strong>, Empfindens asiatischer Stile und Formen der Frömmigkeit in Europa, hat mittlerweile ein ungeheures Ausmaß angenommen. Wir haben es mit einer Situation zu tun, die wir aus eigenem Glauben, aus eigener Glaubenstradition und eigener Gotteserfahrung heraus nicht mehr bewältigen zu können vermeinen. Carl Friedrich von Weizsäcker hat sinngemäß einmal geäußert, daß wir den aggressiven europäischen <strong>Verstand</strong> nur durch eine Zuwendung zu den Tiefen der <strong>östlichen, transzendentalen Meditation</strong> überwinden könnten. Wir stünden unter der totalen Herrschaft des Verstandes. Dieser Verstand sei aggressiv, ausbeuterisch und geleitet vom nackten Willen zur Macht. Wir brauchten daher zur Rettung vor diesem aggressiven, machtgesteuerten Verstand die östliche, transzendentale Meditation. Das ist die Aussage von Weizsäcker.<br />
Philosophisch formuliert, geht es von Weizsäcker und mit ihm vielen Kritikern der Moderne und des Christentums um die Frage: <strong>Wie können wir den cartesischen Dualismus überwinden?</strong> Den cartesischen Dualismus überwinden bedeutet hier, daß der für die ganze Neuzeit grundlegende &#8211; und so wird es hier unterstellt &#8211; Zwiespalt von denkendem Ich und dem davon abstrakt und abgelöst gegenüberstehenden Objekt überwunden werden soll. Einerseits soll die Isolation und Reduktion des Geistes, der seiner selbst nur noch in der Absolutheit des sich selbst reflektierenden Subjektes gewahr wird, andererseits der Naturbegriff, der von einer dem mechanischen Kausalmodell zugrunde liegenden Materienatur ausgeht, überwunden werden. Mit diesem selbstgestellten Auftrag der Überwindung des cartesischen Dualismus ist in der Regel eine fundamentale Kritik und Infragestellung der gesamten neuzeitlichen Wissenschaft verbunden. </p></blockquote>
<p>Zugegeben, das ist kein einfacher Text. Man sollte ihn im Kontext des Buches und des Kapitels lesen. Er beschäftigt sich aber mit den philosophischen Konsequenzen einer Hinwendung zum New-Age Gedankengut, die einem zu denken geben sollten.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Cristian Lang		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19521</link>

		<dc:creator><![CDATA[Cristian Lang]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Feb 2013 21:59:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=19749#comment-19521</guid>

					<description><![CDATA[Nochmal für alle: http://www.eckhart.de/index.htm?bulle.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Nagarjuna

Diese Menschen haben den wahren Halt erfahren, nicht nur geglaubt. Solange sich jemand am Glauben festnagelt, findet keine Befreiung (für Christen: Erlösung!) statt. Alles, auch den Glauben, fallen zu lassen wie eine heiße Kartoffel, führt zum Erwachen. 
Darum nun meine Email-Signatur (selbst geschrieben!): 
Alle Phänomene sind leer von Eigenexistenz und in Abhängigkeit entstanden. Das Multiversum - da wir keinerlei Wissen haben, wie viele Universen es derzeit gleichzeitig gibt - hat keinen Anfang oder Ende, da jede Ursache (die eine Wirkung nach sich zieht) auch selbst nur Wirkung einer ihr vorhergehenden Ursache ist (dieses Kausalnetz hat keinen Anfang oder Ende). Daher gibt es keinerlei Evolution, sondern nur permanente Umwandlung; auch die Vorstellung eines primären Urknalls löst sich damit in Luft auf. Somit hat auch noch nie eine primäre Schöpfung stattgefunden. Dies schließt sowohl Zufall als auch Determination aus.
Auf relativer Ebene gilt der Energieerhaltungssatz, der auch für Geist und Materie gilt (also: Energie kann nicht erzeugt, sondern nur umgewandelt werden - das Gleiche gilt eben auch für Materie und Geist; diese drei können sich aber auch ineinander umwandeln); auf absoluter Ebene sind alle Aussagen redundant, selbst diejenige, dass es somit letztlich keinen Unterschied zwischen Geist, Energie und Materie gibt. Oder: Wir wissen nichts und glauben alles. Jede Aussage ist Glaube. Jede Aussage ist nur ein Spiegelbild der Untrennbarkeit von Stille und Bewegung. Alle Aussagen, auch obige und weitere, lösen sich (in der Singularität der Untrennbarkeit von Temporalität und Atemporalität) auf. 
Und die Moral? Die Gesamtheit aller im Multiversum sich erfahrenden mentalen Kontinua (sprich: Personen und Wesen) befindet sich in vollkommenem Gleichgewicht mit jeder Tat (womit es noch nie so etwas wie Ungerechtigkeit gegeben hat - eine solche ist nur eine wertende Zuschreibung und auch nur Glaube); wenn diese Aussage jedoch als Rechtfertigung für Taten genommen wird, die das Leiden Anderer zur Frucht haben, generieren solche Taten eine Zukunft, in der das eigene Leiden als Frucht früherer Taten erfahren wird. Erfahrung ist insofern nicht Glaube, da sie keine Aussage ist; dies gilt sowohl für relative Erfahrungen, wie auch für die wahre Natur des Individuums als direkt erlebte absolute Erfahrung.
Schließlich deuten alle obigen Aussagen darauf hin, dass auf persönlicher Ebene die Erfahrung, innerhalb deren alle kognitiven Dissonanzen sich bereits im Augenblick ihrer Entstehung in den freien Raum der wahren Natur des Individuums auflösen, dauerhaft frei ist von Stimmungsschwankungen - poetisch gesagt: Jede Wolke löst sich sofort in die Sonne auf, die Aller wahres Wesen ist. Werden allerdings kognitive Dissonanzen fest, wird die absolute Erfahrung, auf die alle obigen Aussagen hindeuten, im Augenblick dieses Festwerdens und darüber hinaus nicht explizit gemacht und in den gelebten relativen Alltag integriert; anders ausgedrückt: Leiden wird erfahren.
Wie sagen die Zeugen (deren Fan ich nicht bin) so schön: 
Erwachet!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nochmal für alle: <a href="http://www.eckhart.de/index.htm?bulle.htm" rel="nofollow ugc">http://www.eckhart.de/index.htm?bulle.htm</a><br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nagarjuna" rel="nofollow ugc">http://de.wikipedia.org/wiki/Nagarjuna</a></p>
<p>Diese Menschen haben den wahren Halt erfahren, nicht nur geglaubt. Solange sich jemand am Glauben festnagelt, findet keine Befreiung (für Christen: Erlösung!) statt. Alles, auch den Glauben, fallen zu lassen wie eine heiße Kartoffel, führt zum Erwachen.<br />
Darum nun meine Email-Signatur (selbst geschrieben!):<br />
Alle Phänomene sind leer von Eigenexistenz und in Abhängigkeit entstanden. Das Multiversum &#8211; da wir keinerlei Wissen haben, wie viele Universen es derzeit gleichzeitig gibt &#8211; hat keinen Anfang oder Ende, da jede Ursache (die eine Wirkung nach sich zieht) auch selbst nur Wirkung einer ihr vorhergehenden Ursache ist (dieses Kausalnetz hat keinen Anfang oder Ende). Daher gibt es keinerlei Evolution, sondern nur permanente Umwandlung; auch die Vorstellung eines primären Urknalls löst sich damit in Luft auf. Somit hat auch noch nie eine primäre Schöpfung stattgefunden. Dies schließt sowohl Zufall als auch Determination aus.<br />
Auf relativer Ebene gilt der Energieerhaltungssatz, der auch für Geist und Materie gilt (also: Energie kann nicht erzeugt, sondern nur umgewandelt werden &#8211; das Gleiche gilt eben auch für Materie und Geist; diese drei können sich aber auch ineinander umwandeln); auf absoluter Ebene sind alle Aussagen redundant, selbst diejenige, dass es somit letztlich keinen Unterschied zwischen Geist, Energie und Materie gibt. Oder: Wir wissen nichts und glauben alles. Jede Aussage ist Glaube. Jede Aussage ist nur ein Spiegelbild der Untrennbarkeit von Stille und Bewegung. Alle Aussagen, auch obige und weitere, lösen sich (in der Singularität der Untrennbarkeit von Temporalität und Atemporalität) auf.<br />
Und die Moral? Die Gesamtheit aller im Multiversum sich erfahrenden mentalen Kontinua (sprich: Personen und Wesen) befindet sich in vollkommenem Gleichgewicht mit jeder Tat (womit es noch nie so etwas wie Ungerechtigkeit gegeben hat &#8211; eine solche ist nur eine wertende Zuschreibung und auch nur Glaube); wenn diese Aussage jedoch als Rechtfertigung für Taten genommen wird, die das Leiden Anderer zur Frucht haben, generieren solche Taten eine Zukunft, in der das eigene Leiden als Frucht früherer Taten erfahren wird. Erfahrung ist insofern nicht Glaube, da sie keine Aussage ist; dies gilt sowohl für relative Erfahrungen, wie auch für die wahre Natur des Individuums als direkt erlebte absolute Erfahrung.<br />
Schließlich deuten alle obigen Aussagen darauf hin, dass auf persönlicher Ebene die Erfahrung, innerhalb deren alle kognitiven Dissonanzen sich bereits im Augenblick ihrer Entstehung in den freien Raum der wahren Natur des Individuums auflösen, dauerhaft frei ist von Stimmungsschwankungen &#8211; poetisch gesagt: Jede Wolke löst sich sofort in die Sonne auf, die Aller wahres Wesen ist. Werden allerdings kognitive Dissonanzen fest, wird die absolute Erfahrung, auf die alle obigen Aussagen hindeuten, im Augenblick dieses Festwerdens und darüber hinaus nicht explizit gemacht und in den gelebten relativen Alltag integriert; anders ausgedrückt: Leiden wird erfahren.<br />
Wie sagen die Zeugen (deren Fan ich nicht bin) so schön:<br />
Erwachet!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Roderich		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19520</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roderich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Feb 2013 20:27:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=19749#comment-19520</guid>

					<description><![CDATA[@Lutz, 
das ist eine gute Herangehensweise. So sollte man es machen - der Bibel den Vorrang, die Norm etc. zusprechen. 
Am Beispiel Wirtschaft würde ich aber sagen: man muss - irgendwann - dann auch mal &quot;Sekundärliteratur&quot;, sprich Fachliteratur lesen. Zum Beispiel gibt es Eigengesetzlichkeiten in der Wirtschaft, die man eher &quot;empirisch&quot; entdecken kann, so etwa die marktwirtschaftlichen Prinzipien. In solchen Büchern stehen dann auch z.T. einfach logisch nachvollziehbare Sachverhalte drin, die man z.B. &quot;neutral&quot; nennen könnte, bzw. die man als Christ auch nachvollziehen kann. Auf die man aber &quot;alleine&quot; nicht gekommen wäre. Letztlich müssen wir sowohl die Bibel kennen - als auch unsere heutige Welt. Sonst stellen wir die falschen Fragen an die Bibel, wenn wir &quot;über&quot; unsere heutige Welt eine Antwort erhalten wollen. 
Aber es wäre in der Tat schon sehr sehr viel gewonnen, wenn alle Christen in BRD sich ein &quot;Verfahren&quot;, wie Du es praktizierst, aneignen würden, und wirklich erst mal intensiv die Bibel studieren - damit auch wirklich biblische Paradigmen, und nicht das Denken der Welt, maßgeblich für unser Denken wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Lutz,<br />
das ist eine gute Herangehensweise. So sollte man es machen &#8211; der Bibel den Vorrang, die Norm etc. zusprechen.<br />
Am Beispiel Wirtschaft würde ich aber sagen: man muss &#8211; irgendwann &#8211; dann auch mal &#8222;Sekundärliteratur&#8220;, sprich Fachliteratur lesen. Zum Beispiel gibt es Eigengesetzlichkeiten in der Wirtschaft, die man eher &#8222;empirisch&#8220; entdecken kann, so etwa die marktwirtschaftlichen Prinzipien. In solchen Büchern stehen dann auch z.T. einfach logisch nachvollziehbare Sachverhalte drin, die man z.B. &#8222;neutral&#8220; nennen könnte, bzw. die man als Christ auch nachvollziehen kann. Auf die man aber &#8222;alleine&#8220; nicht gekommen wäre. Letztlich müssen wir sowohl die Bibel kennen &#8211; als auch unsere heutige Welt. Sonst stellen wir die falschen Fragen an die Bibel, wenn wir &#8222;über&#8220; unsere heutige Welt eine Antwort erhalten wollen.<br />
Aber es wäre in der Tat schon sehr sehr viel gewonnen, wenn alle Christen in BRD sich ein &#8222;Verfahren&#8220;, wie Du es praktizierst, aneignen würden, und wirklich erst mal intensiv die Bibel studieren &#8211; damit auch wirklich biblische Paradigmen, und nicht das Denken der Welt, maßgeblich für unser Denken wird.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Lutz		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19519</link>

		<dc:creator><![CDATA[Lutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Feb 2013 18:29:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=19749#comment-19519</guid>

					<description><![CDATA[@Roderich
Habe es gefunden!!!

Zur Herangehensweise an das Thema „Christ in dieser Welt und Staat (Obrigkeit)“:
Du hast Recht, auch ich habe mir bislang noch keine systematischen Überlegungen gemacht, eher nur partielle …

Es gibt sehr faszinierende Redner (mithin natürlich Reden), Literatur … die kann sogar deinen Verstand aufs höchste zufriedenstellen … Das weiß ich. 
Was ich brauche, ist ein Beurteilungsgrund, von dem ich her überlegen kann. Das kann nur das Wort Gottes sein, wenn ich nicht von vornherein Gefahr laufen will im Meer der plausiblen Meinungen unterzugehen …

Daher ist meine Verfahrensweise eigentlich immer gleich einfach (hier in zukünftiger Anwendung auf das obige Thema):

Zuerst sammle ich so viel Faktenmaterial in meiner Bibel dazu, wie geht. Selbst Stellen, die jetzt für mich nicht auf den ersten Blick verständlich erscheinen, lassen doch erkennen, ob es um das Thema (Obrigkeit) geht. Wenn Sekundarliteratur, dann würde jetzt Auslegungsliteratur ganz oben stehen. Was da in neuerer Zeit theologisch empfehlenswert wäre – keine Ahnung. 
 
Wenn ich hier eine Grundaussage gewinnen kann (über Sinn und Zweck dieser „Einrichtung“ bspw.), dann ist es mir möglich auch Ableitungsfragen in Angriff zu nehmen, wie:
Wie hat sich ein Christ „unter Obrigkeit“ zu verhalten (Frage nach Bürgerrecht und Bürgerpflicht bspw.)?
Muss ein Christ, der im Bereich „Obrigkeit“ arbeitet, seinen Job kündigen?
Soll ein Christ in diesen Bereich vorstoßen (darf er es als Berufsziel haben)? Wenn ja, mit welchem Ziel?
Sollen Christen regelrecht aufgefordert oder dazu gedrängt werden in diesen Bereich vorzustoßen? …     
Sind Christen wegen politischem Desinteresse oder „Inaktivität“ zu tadeln? Wenn ja, in welchen Bereichen und mit welcher Begründung? und und und …

Nur muss ich eben sagen, dass die ganzen Überlegungen nun wieder stehen und fallen mit dem: „Wandelt würdig dem Evangelium!“. 
Das fordert als Voraussetzung natürlich, dass ich weiß, was das ist und da bin ich wieder bei „meinem“ Buch von Kaiser: Was bedeutet Gerechtigkeit Gottes? …
Was ich damit sagen will, es ist schon entscheidend von welchen Prämissen her gedacht wird. Das sehe ich immer wieder.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Roderich<br />
Habe es gefunden!!!</p>
<p>Zur Herangehensweise an das Thema „Christ in dieser Welt und Staat (Obrigkeit)“:<br />
Du hast Recht, auch ich habe mir bislang noch keine systematischen Überlegungen gemacht, eher nur partielle …</p>
<p>Es gibt sehr faszinierende Redner (mithin natürlich Reden), Literatur … die kann sogar deinen Verstand aufs höchste zufriedenstellen … Das weiß ich.<br />
Was ich brauche, ist ein Beurteilungsgrund, von dem ich her überlegen kann. Das kann nur das Wort Gottes sein, wenn ich nicht von vornherein Gefahr laufen will im Meer der plausiblen Meinungen unterzugehen …</p>
<p>Daher ist meine Verfahrensweise eigentlich immer gleich einfach (hier in zukünftiger Anwendung auf das obige Thema):</p>
<p>Zuerst sammle ich so viel Faktenmaterial in meiner Bibel dazu, wie geht. Selbst Stellen, die jetzt für mich nicht auf den ersten Blick verständlich erscheinen, lassen doch erkennen, ob es um das Thema (Obrigkeit) geht. Wenn Sekundarliteratur, dann würde jetzt Auslegungsliteratur ganz oben stehen. Was da in neuerer Zeit theologisch empfehlenswert wäre – keine Ahnung. </p>
<p>Wenn ich hier eine Grundaussage gewinnen kann (über Sinn und Zweck dieser „Einrichtung“ bspw.), dann ist es mir möglich auch Ableitungsfragen in Angriff zu nehmen, wie:<br />
Wie hat sich ein Christ „unter Obrigkeit“ zu verhalten (Frage nach Bürgerrecht und Bürgerpflicht bspw.)?<br />
Muss ein Christ, der im Bereich „Obrigkeit“ arbeitet, seinen Job kündigen?<br />
Soll ein Christ in diesen Bereich vorstoßen (darf er es als Berufsziel haben)? Wenn ja, mit welchem Ziel?<br />
Sollen Christen regelrecht aufgefordert oder dazu gedrängt werden in diesen Bereich vorzustoßen? …<br />
Sind Christen wegen politischem Desinteresse oder „Inaktivität“ zu tadeln? Wenn ja, in welchen Bereichen und mit welcher Begründung? und und und …</p>
<p>Nur muss ich eben sagen, dass die ganzen Überlegungen nun wieder stehen und fallen mit dem: „Wandelt würdig dem Evangelium!“.<br />
Das fordert als Voraussetzung natürlich, dass ich weiß, was das ist und da bin ich wieder bei „meinem“ Buch von Kaiser: Was bedeutet Gerechtigkeit Gottes? …<br />
Was ich damit sagen will, es ist schon entscheidend von welchen Prämissen her gedacht wird. Das sehe ich immer wieder.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Cristian Lang		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19516</link>

		<dc:creator><![CDATA[Cristian Lang]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Feb 2013 14:49:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=19749#comment-19516</guid>

					<description><![CDATA[PS:

Der Panentheismus ist der einzig wahre Theismus - denn nur Panentheismus ist universell, nicht kulturell.

Möge doch alle Kultur untergehen - wenn die Menschen erkennen, dass sie jede Anstrengung fallen lassen können, haben sie ihre Christus-Natur und damit auch Buddha-Natur verwirklicht.
Nagarjuna und Meister Eckhart sind Panentheisten - im Namen des Nicht-Panentheismus existiert alles Leiden in der Welt. Die Überwindung des Leidens ist die Verwirklichung der wahren Natur des Individuums, deren Theorie der Panentheismus ist.
Liebe Grüße, und viel Erfolg!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>PS:</p>
<p>Der Panentheismus ist der einzig wahre Theismus &#8211; denn nur Panentheismus ist universell, nicht kulturell.</p>
<p>Möge doch alle Kultur untergehen &#8211; wenn die Menschen erkennen, dass sie jede Anstrengung fallen lassen können, haben sie ihre Christus-Natur und damit auch Buddha-Natur verwirklicht.<br />
Nagarjuna und Meister Eckhart sind Panentheisten &#8211; im Namen des Nicht-Panentheismus existiert alles Leiden in der Welt. Die Überwindung des Leidens ist die Verwirklichung der wahren Natur des Individuums, deren Theorie der Panentheismus ist.<br />
Liebe Grüße, und viel Erfolg!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Cristian Lang		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19515</link>

		<dc:creator><![CDATA[Cristian Lang]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Feb 2013 14:45:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=19749#comment-19515</guid>

					<description><![CDATA[Wann begann eigentlich die Dekadenz des Wissens - auch das Verschwinden des Christentums - es fiel die allgemein anerkannte These, dass dies mit Erfindung der Schallplatte begann; oder: mit den postmodernen Theologen. Dennoch bin ich anderer Meinung, ohne dies in der Stunde genau erklären zu können (was auch daran liegt, dass eine Schilderung der wahren Ursache gerade auch für andere Kommilitonen nicht leicht verständlich und teils auch Irritationen hervorrufend sein könnte).
Ihnen hätte ich aber gerne diese Sichtweise geschildert, wann es also (nur meiner Meinung und meines Wissens nach!) wirklich begann:
In antiken Kulturen (nicht nur in Indien, aber vor allem dort) wurde Singen als Meditationsübung benutzt, um die trennende Illusion von Subjekt und Objekt in der erlebten Erfahrung aufzulösen - diese Illusion, dass es eine objektive Wirklichkeit gäbe, die vom erlebenden Subjekt (dem Menschen, Tier, oder anderen Wesen) als scheinbar getrennt erlebt wird (und auf irgend eine Weise als Objekt eben vom Subjekt manipuliert, beherrscht und gehabt werden kann); diese Illusion ist die Ursache aller Unvollkommenheit, Unzufriedenheit und des Leidens im Universum insgesamt. Wie gesagt - Singen war (und ist noch) ein Mittel, um diese illusorische Trennung von Subjekt und Objekt aufzulösen und somit auch frei von Unzufriedenheit, Leiden usw. zu werden.
In dem Moment aber, in dem es ein Publikum gibt, gibt es ein äußeres Objekt (besser gesagt: den Schein dessen). In diesem Moment beginnt der Verfall, und dies geschah weit vor der Erfindung elektronischer Medien, auch lange vor der Erfindung der Notenschrift. In dem Augenblick eines Publikums beginnt bereits der Konsum. 
Leider haben die Mainstreams aller religiösen Traditionen weltweit die Menschen über Jahrtausende mit den Mythen irregeführt, anstatt die Praktiken ins Zentrum zu stellen, die die bei etwa 99,9 der Menschen (und aller anderen fühlenden Wesen auch) täglich - fast immer - auftretenden Gefühle der Unzufriedenheit und Hetze aufzulösen vermögen. Es gibt zwar historisch einen Verfall der Kultur, aber die Kultur ist selbst auch nur Teil des Problems, nicht dessen Lösung (unabhängig davon, ob wir unter Kultur J. S. Bach, Morton Feldman, Jesus Christums, Buddha, Heino oder RTL verstehen). 
Es gab aber in allen Traditionen immer wieder wahre Genies wie Meister Eckhart oder Nagarjuna, die jenseits von Kultur den Sinn auch solcher Übungen wie des Singens aufzeigten. Der Mainstream aber verliert sich seit Jahrtausenden in den Mythen und in Kultur und Subkultur - davon lebt eine ganze Maschinerie namens Gesellschaft (von den ärmsten Bettlern bis zu den Superreichen - es gibt da keinen Unterschied). 
Wenn aber dann einer wie Meister Eckhart daherkommt, ist das eine Bedrohung gewesen für die Mächtigen (innerhalb des religiösen und gesellschaftlichen Mainstreams). Das ist der Grund, weswegen eine Mutter Theresa dann heilig gesprochen wird, aber Eckhart nicht - denn dies wäre die Bankrotterklärung für jene, die die Menschen Jahrtausende mit den Mythen belügen, anstatt ihnen das Mysterium zu ermöglichen (und dieses ist die Tatsache, dass alle Wesen schon Christus oder Buddha sind, aber dies nur aufgrund der illusorischen Trennung in Subjekt und Objekt noch nicht erkannt haben). Wenn alle Wesen schon im potentiellen Zustand der Göttlichkeit sind, braucht man natürlich keine Ratzingers mehr - daher ist einer wie Eckhart eine Bedrohung für diese verrenkte weltliche Macht.
Eckharts Denken lässt sich auf einer DIN A4 Seite zusammenfassen: http://www.eckhart.de/index.htm?bulle.htm. (die 28 Artikel, weswegen Eckhart von der katholischen Kirche seiner Zeit verdammt wurde auf Latein und Deutsch).
Einige munkeln, dass Eckhart in die falsche Kultur hineingeboren wurde...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wann begann eigentlich die Dekadenz des Wissens &#8211; auch das Verschwinden des Christentums &#8211; es fiel die allgemein anerkannte These, dass dies mit Erfindung der Schallplatte begann; oder: mit den postmodernen Theologen. Dennoch bin ich anderer Meinung, ohne dies in der Stunde genau erklären zu können (was auch daran liegt, dass eine Schilderung der wahren Ursache gerade auch für andere Kommilitonen nicht leicht verständlich und teils auch Irritationen hervorrufend sein könnte).<br />
Ihnen hätte ich aber gerne diese Sichtweise geschildert, wann es also (nur meiner Meinung und meines Wissens nach!) wirklich begann:<br />
In antiken Kulturen (nicht nur in Indien, aber vor allem dort) wurde Singen als Meditationsübung benutzt, um die trennende Illusion von Subjekt und Objekt in der erlebten Erfahrung aufzulösen &#8211; diese Illusion, dass es eine objektive Wirklichkeit gäbe, die vom erlebenden Subjekt (dem Menschen, Tier, oder anderen Wesen) als scheinbar getrennt erlebt wird (und auf irgend eine Weise als Objekt eben vom Subjekt manipuliert, beherrscht und gehabt werden kann); diese Illusion ist die Ursache aller Unvollkommenheit, Unzufriedenheit und des Leidens im Universum insgesamt. Wie gesagt &#8211; Singen war (und ist noch) ein Mittel, um diese illusorische Trennung von Subjekt und Objekt aufzulösen und somit auch frei von Unzufriedenheit, Leiden usw. zu werden.<br />
In dem Moment aber, in dem es ein Publikum gibt, gibt es ein äußeres Objekt (besser gesagt: den Schein dessen). In diesem Moment beginnt der Verfall, und dies geschah weit vor der Erfindung elektronischer Medien, auch lange vor der Erfindung der Notenschrift. In dem Augenblick eines Publikums beginnt bereits der Konsum.<br />
Leider haben die Mainstreams aller religiösen Traditionen weltweit die Menschen über Jahrtausende mit den Mythen irregeführt, anstatt die Praktiken ins Zentrum zu stellen, die die bei etwa 99,9 der Menschen (und aller anderen fühlenden Wesen auch) täglich &#8211; fast immer &#8211; auftretenden Gefühle der Unzufriedenheit und Hetze aufzulösen vermögen. Es gibt zwar historisch einen Verfall der Kultur, aber die Kultur ist selbst auch nur Teil des Problems, nicht dessen Lösung (unabhängig davon, ob wir unter Kultur J. S. Bach, Morton Feldman, Jesus Christums, Buddha, Heino oder RTL verstehen).<br />
Es gab aber in allen Traditionen immer wieder wahre Genies wie Meister Eckhart oder Nagarjuna, die jenseits von Kultur den Sinn auch solcher Übungen wie des Singens aufzeigten. Der Mainstream aber verliert sich seit Jahrtausenden in den Mythen und in Kultur und Subkultur &#8211; davon lebt eine ganze Maschinerie namens Gesellschaft (von den ärmsten Bettlern bis zu den Superreichen &#8211; es gibt da keinen Unterschied).<br />
Wenn aber dann einer wie Meister Eckhart daherkommt, ist das eine Bedrohung gewesen für die Mächtigen (innerhalb des religiösen und gesellschaftlichen Mainstreams). Das ist der Grund, weswegen eine Mutter Theresa dann heilig gesprochen wird, aber Eckhart nicht &#8211; denn dies wäre die Bankrotterklärung für jene, die die Menschen Jahrtausende mit den Mythen belügen, anstatt ihnen das Mysterium zu ermöglichen (und dieses ist die Tatsache, dass alle Wesen schon Christus oder Buddha sind, aber dies nur aufgrund der illusorischen Trennung in Subjekt und Objekt noch nicht erkannt haben). Wenn alle Wesen schon im potentiellen Zustand der Göttlichkeit sind, braucht man natürlich keine Ratzingers mehr &#8211; daher ist einer wie Eckhart eine Bedrohung für diese verrenkte weltliche Macht.<br />
Eckharts Denken lässt sich auf einer DIN A4 Seite zusammenfassen: <a href="http://www.eckhart.de/index.htm?bulle.htm" rel="nofollow ugc">http://www.eckhart.de/index.htm?bulle.htm</a>. (die 28 Artikel, weswegen Eckhart von der katholischen Kirche seiner Zeit verdammt wurde auf Latein und Deutsch).<br />
Einige munkeln, dass Eckhart in die falsche Kultur hineingeboren wurde&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Roderich		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19498</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roderich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Feb 2013 11:49:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=19749#comment-19498</guid>

					<description><![CDATA[@Lutz, 
gern geschehen. (Jetzt ist der Kommentar mit dem &quot;Locke&quot;-Zitat freigeschaltet - vier Kommentare weiter oben). Das erspart den Kauf des Buches :-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Lutz,<br />
gern geschehen. (Jetzt ist der Kommentar mit dem &#8222;Locke&#8220;-Zitat freigeschaltet &#8211; vier Kommentare weiter oben). Das erspart den Kauf des Buches 🙂</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Lutz		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19495</link>

		<dc:creator><![CDATA[Lutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2013 22:13:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=19749#comment-19495</guid>

					<description><![CDATA[Danke dir Roderich, dann noch einmal.
Lutz]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke dir Roderich, dann noch einmal.<br />
Lutz</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Roderich		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19494</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roderich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2013 21:19:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=19749#comment-19494</guid>

					<description><![CDATA[@Lutz, 
vielen Dank, der Hinweis auf den Text von Hr. Kaiser ist gut... da gibt es in der Tat Fehlerscheinungen, und falsche Interpretationen von &quot;Gerechtigkeit&quot;. 
Allzuoft wird &quot;Gerechtigkeit&quot; im marxistischen Sinne uminterpretiert (wie Herr Kaiser sehr richtig sagt, Gerechtigkeit wird dann einseitig zu einem sozialethischen Soll). 

In dem Buch &quot;Christus - Glaube - Rechtfertigung&quot; geht es Herrn Kaiser vermutlich aber mehr um das &quot;reine Evangelium&quot; und die Abwehr von säkularisierten politischen Ersatz-Evangelien. (Und vermutlich weniger um eine christliche politische Ethik). Denn das &quot;Tun des Gerechten&quot; (also gerechte Handlungen) hat sicher auch Auswirkungen auf die Mitmenschen und das Zusammenleben bzw. hat sicher auch eine politische Dimension - dieses &quot;Tun&quot; darf nur kein Ersatzevangelium werden. (Vielleicht muss man &quot;Gerechtigkeit vor Gott&quot; (die nur durch die Versöhnung durch das Evangelium geschehen kann) und &quot;gerechtes Handeln&quot; gemäß der Gebote Gottes unterscheiden). 

(Ein Kurzzitat von Lockes Brief der Toleranz habe ich hier schon eingestellt, der Kommentar muss aber erst noch freigeschaltet werden.)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Lutz,<br />
vielen Dank, der Hinweis auf den Text von Hr. Kaiser ist gut&#8230; da gibt es in der Tat Fehlerscheinungen, und falsche Interpretationen von &#8222;Gerechtigkeit&#8220;.<br />
Allzuoft wird &#8222;Gerechtigkeit&#8220; im marxistischen Sinne uminterpretiert (wie Herr Kaiser sehr richtig sagt, Gerechtigkeit wird dann einseitig zu einem sozialethischen Soll). </p>
<p>In dem Buch &#8222;Christus &#8211; Glaube &#8211; Rechtfertigung&#8220; geht es Herrn Kaiser vermutlich aber mehr um das &#8222;reine Evangelium&#8220; und die Abwehr von säkularisierten politischen Ersatz-Evangelien. (Und vermutlich weniger um eine christliche politische Ethik). Denn das &#8222;Tun des Gerechten&#8220; (also gerechte Handlungen) hat sicher auch Auswirkungen auf die Mitmenschen und das Zusammenleben bzw. hat sicher auch eine politische Dimension &#8211; dieses &#8222;Tun&#8220; darf nur kein Ersatzevangelium werden. (Vielleicht muss man &#8222;Gerechtigkeit vor Gott&#8220; (die nur durch die Versöhnung durch das Evangelium geschehen kann) und &#8222;gerechtes Handeln&#8220; gemäß der Gebote Gottes unterscheiden). </p>
<p>(Ein Kurzzitat von Lockes Brief der Toleranz habe ich hier schon eingestellt, der Kommentar muss aber erst noch freigeschaltet werden.)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Lutz		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19493</link>

		<dc:creator><![CDATA[Lutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2013 20:01:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=19749#comment-19493</guid>

					<description><![CDATA[@Roderich
Ja, Lebensrecht kann ich mit meiner Bibel begründen. Das ist durchaus ein Recht, dass sich von „Gott her“ ableiten ließe, weil ER ja die Sonne über Gute und Böse scheinen lässt, nicht zu vergessen das strikte Verbot das Unkraut rauszureißen usw. …
Damit gibt es aber keine Legitimation zur Sünde, die selbst Adam vor dem Sündenfall nicht besaß. Es war kein Menschenrecht das Gebot Gottes zu übertreten. Jetzt kann man sich wieder Gedanken um den Begriff „Freiheit“ machen, die dann doch durch Gebot und Verbot ad absurdum geführt scheint … weites Feld, ja.  

Ja, ich bin auch froh und dankbar innerhalb des deutschen Staatssystems zu leben. 

Ja, staatlicher Religionszwang führt nicht zu wahrhaft „Gläubigen“. 
Nur ist es für einen Christen, der selbst letztlicher Gesetzgeber sein soll, nicht begründbar die verordnete Anbetung des einen Gottes, der Herr ist, aus allen Gesetzen rauszuhalten. 
Und Christen als geforderter Mitbestimmungsteil in der letztlichen Gesetzgebung, genau das ist es, was ich seit längerem vorfinde (ob das jetzt idea ist oder ERF …), müssten sich dann doch schizophren verhalten.
Ethik orientiert sich nicht allein am zwischenmenschlichen Umgang, das wäre nicht plausibel. 
Nur wäre jetzt der Christ gerufen politischer Gesetzgeber in letzter Instanz zu sein, kommt bei mir immer nur die Perversion dessen raus, was „Christ“ eigentlich wollte. 
Auch ein „freudiger Geber“ lässt sich nicht per Gesetz sichern, ebenso wenig wie die „Liebe“. 
Gemeindliche (oder kirchliche) Prinzipien auf die Herrschaft im weltlichen Bereich auszudehnen funktioniert nicht. Eine Legitimation dazu kann ich auch nicht ausmachen.  

Lockes Abhandlung kenne ich auch nicht, ich bin momentan an einer anderen Abhandlung dran (Bernhard Kaiser, Christus – Glaube Rechtfertigung, Perspektiven reformatorischer Theologie, VTR 2012). Und hier beschleicht mich eben der Verdacht, dass es schon damit losgeht, was Römer 1, 17 meint. Er beschreibt hier einfach verständlich in Deutsch auch die verschiedenen Auffassungen in der Geschichte und heute, was „Gottes Gerechtigkeit“ meint. 

Das finde ich markant: 
Zitat: „Konsequenterweise [in seinen Ausführungen unter dem Thema „Gerechtigkeit Gottes in der neueren Theologie“, Kapitel 2. 3] wird dann der Begriff der Gerechtigkeit für ein sozialethisches Ideal vereinnahmt. Wenn im Rahmen des Konziliaren Prozesses von „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ die Rede ist, haben wir es weder mit dem Frieden mit Gott noch mit der Gerechtigkeit Christi zu tun, sondern mit innweltlichen Größen. Der Begriff der Gerechtigkeit verbindet sich mit der Idee der Gleichheit aller Menschen, der Abschaffung aller geschöpflich vorhandenen Unterschiede und wird so zu einem Sollgefüge gesellschaftlichen Handelns. Während in den siebziger und achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts noch in vorwiegend politischen und auf das politische System bezogenen Begriffen gedacht wurde, so finden wir heute mehrheitlich solzialpsychologische Begriffe; die Gerechtigkeit wird zu einem von Menschen machbaren gesellschaftlichen Zustand und einem sozialethischen Soll….“ (S. 12/13)

Nochmal ja, es ist ein weites Feld und daran „kaue“ ich immer wieder neu  - ist ja auch kein Wunder, weil wir ja alle in dieser Welt leben, als welche, die nicht von dieser Welt sind (wie geht das?). 
Du machst mir ganz neu Lust danach wieder mal Augustin dazu zu lesen. (Irgendwo muss ich ja selbst eine Auswahl treffen, weil meine Zeit eben ganz natürlich beschränkt ist.)
In dem Sinne, danke dir für die Reaktion und die Denkanstöße,
lieben Gruß Lutz]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Roderich<br />
Ja, Lebensrecht kann ich mit meiner Bibel begründen. Das ist durchaus ein Recht, dass sich von „Gott her“ ableiten ließe, weil ER ja die Sonne über Gute und Böse scheinen lässt, nicht zu vergessen das strikte Verbot das Unkraut rauszureißen usw. …<br />
Damit gibt es aber keine Legitimation zur Sünde, die selbst Adam vor dem Sündenfall nicht besaß. Es war kein Menschenrecht das Gebot Gottes zu übertreten. Jetzt kann man sich wieder Gedanken um den Begriff „Freiheit“ machen, die dann doch durch Gebot und Verbot ad absurdum geführt scheint … weites Feld, ja.  </p>
<p>Ja, ich bin auch froh und dankbar innerhalb des deutschen Staatssystems zu leben. </p>
<p>Ja, staatlicher Religionszwang führt nicht zu wahrhaft „Gläubigen“.<br />
Nur ist es für einen Christen, der selbst letztlicher Gesetzgeber sein soll, nicht begründbar die verordnete Anbetung des einen Gottes, der Herr ist, aus allen Gesetzen rauszuhalten.<br />
Und Christen als geforderter Mitbestimmungsteil in der letztlichen Gesetzgebung, genau das ist es, was ich seit längerem vorfinde (ob das jetzt idea ist oder ERF …), müssten sich dann doch schizophren verhalten.<br />
Ethik orientiert sich nicht allein am zwischenmenschlichen Umgang, das wäre nicht plausibel.<br />
Nur wäre jetzt der Christ gerufen politischer Gesetzgeber in letzter Instanz zu sein, kommt bei mir immer nur die Perversion dessen raus, was „Christ“ eigentlich wollte.<br />
Auch ein „freudiger Geber“ lässt sich nicht per Gesetz sichern, ebenso wenig wie die „Liebe“.<br />
Gemeindliche (oder kirchliche) Prinzipien auf die Herrschaft im weltlichen Bereich auszudehnen funktioniert nicht. Eine Legitimation dazu kann ich auch nicht ausmachen.  </p>
<p>Lockes Abhandlung kenne ich auch nicht, ich bin momentan an einer anderen Abhandlung dran (Bernhard Kaiser, Christus – Glaube Rechtfertigung, Perspektiven reformatorischer Theologie, VTR 2012). Und hier beschleicht mich eben der Verdacht, dass es schon damit losgeht, was Römer 1, 17 meint. Er beschreibt hier einfach verständlich in Deutsch auch die verschiedenen Auffassungen in der Geschichte und heute, was „Gottes Gerechtigkeit“ meint. </p>
<p>Das finde ich markant:<br />
Zitat: „Konsequenterweise [in seinen Ausführungen unter dem Thema „Gerechtigkeit Gottes in der neueren Theologie“, Kapitel 2. 3] wird dann der Begriff der Gerechtigkeit für ein sozialethisches Ideal vereinnahmt. Wenn im Rahmen des Konziliaren Prozesses von „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ die Rede ist, haben wir es weder mit dem Frieden mit Gott noch mit der Gerechtigkeit Christi zu tun, sondern mit innweltlichen Größen. Der Begriff der Gerechtigkeit verbindet sich mit der Idee der Gleichheit aller Menschen, der Abschaffung aller geschöpflich vorhandenen Unterschiede und wird so zu einem Sollgefüge gesellschaftlichen Handelns. Während in den siebziger und achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts noch in vorwiegend politischen und auf das politische System bezogenen Begriffen gedacht wurde, so finden wir heute mehrheitlich solzialpsychologische Begriffe; die Gerechtigkeit wird zu einem von Menschen machbaren gesellschaftlichen Zustand und einem sozialethischen Soll….“ (S. 12/13)</p>
<p>Nochmal ja, es ist ein weites Feld und daran „kaue“ ich immer wieder neu  &#8211; ist ja auch kein Wunder, weil wir ja alle in dieser Welt leben, als welche, die nicht von dieser Welt sind (wie geht das?).<br />
Du machst mir ganz neu Lust danach wieder mal Augustin dazu zu lesen. (Irgendwo muss ich ja selbst eine Auswahl treffen, weil meine Zeit eben ganz natürlich beschränkt ist.)<br />
In dem Sinne, danke dir für die Reaktion und die Denkanstöße,<br />
lieben Gruß Lutz</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Roderich		</title>
		<link>https://theoblog.de/g-rohrmoser-was-heist-privatisierung-des-glaubens/19749/comment-page-1/#comment-19492</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roderich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2013 11:19:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=19749#comment-19492</guid>

					<description><![CDATA[@Lutz, 
&lt;blockquote&gt;Versteht mich also eher im Bereich des „Laien“&lt;/blockquote&gt; So sehe ich mich natürlich auch, als Laie, ich denke, wir sind hier fast alle Laien auf dem Gebiet, außer Ron vielleicht und eventuell einzelnen seltenen Kommentatoren. 

Wir haben alle keine systematische Erziehung mit historischem / philosophischem Hintergrund über das Thema &quot;Christliche Staatsbürgerkunde&quot; genossen, sondern haben im wesentlichen das säkulare Denken von klein auf in der Schule vermittelt bekommen. Leider. Versuche, das alles neu zu durchdenken aus biblischer Sicht sind zwar notwendig, finden aber nur selten statt, und noch seltener systematisch. In den Gemeinden, die ich kenne, läuft dazu gar nichts. 
(Vorher müßte man sich überhaupt mal über die &lt;strong&gt;Methode&lt;/strong&gt; unterhalten, wie man &lt;strong&gt;überhaupt&lt;/strong&gt; als Christ dieses Thema systematisch erarbeiten kann - mit Bibel, Fachliteratur, etc. - wie genau geht man da vor? (Und ein weiteres Problem ist natürlich, dass ein &quot;gesundes Urteil&quot; auch eine Gnade Gottes ist - und mit der Liebe zu Gott einhergeht. Viele sehr belesene Menschen gehen trotzdem am Wesentlichen vorbei)). 
.
Noch etwas: &lt;strong&gt;Immanuel Kant&lt;/strong&gt; unterscheidet zwischen &lt;strong&gt;&quot;Legalität&quot;&lt;/strong&gt; (Verhalten äußerlich gemäß dem Gesetz) und &lt;strong&gt;&quot;Moralität&quot;&lt;/strong&gt; (Verhalten aus Achtung vor - d.h. aus innerer Zustimmung zu - dem moralischen Sittengesetz, oder bei Kant: vor dem kategorischen Imperativ). 
Das erstere kann der Staat verlangen: Legalität. Es muss dem Staat egal sein, was der einzelne denkt. Es ist also egal, ob er &quot;grummelig&quot; oder &quot;freudig&quot; seine Steuern bezahlt. Der Staat wacht nur über der äußeren Einhaltung der Gesetze, er kontrolliert nicht die Gedanken. 
Der Staat ist für die Erhaltung der &lt;strong&gt;äußeren&lt;/strong&gt; Ordnung da. 
.
Das heißt nicht, dass &quot;grummelig&quot; die Steuern zu bezahlen keine Sünde wäre. Vor Gott zählen die Gedanken. 
.
Was Religionsfreiheit angeht: der Staat kann z.B. dem Islam nicht die &lt;strong&gt;politische&lt;/strong&gt; Betätigung in BRD, bzw. politische Aktivitäten zur Einführung der Scharia, genehmigen. Insofern ist die Religionsfreiheit für den Islam &lt;strong&gt;eingeschränkt&lt;/strong&gt;. 
Und doch darf der einzelne auch an den Gott des Islam glauben. Der Staat sollte Götzendienst nicht fördern, der Staat sollte meines Erachtens sogar das Christentum in gewissen Grenzen &quot;fördern&quot; (als sittliche Grundlage des Staates), aber kann eben die Menschen auch nicht zur wahren Religion zwingen. Das ist übrigens eine grundgesetzkonforme Meinung - also keine christliche Sondermeinung. 

Siehe dazu das Buch von Karl Albrecht &lt;strong&gt;Schachtschneider: &quot;Die Grenzen der Religionsfreiheit am Beispiel des Islam&quot;&lt;/strong&gt;, ca. 140 Seiten. 
http://www.amazon.de/Grenzen-Religionsfreiheit-am-Beispiel-Islam/dp/3428136454/ref=sr_1_2?s=books&#038;ie=UTF8&#038;qid=1359714892&#038;sr=1-2

Professor Schachtschneider ist Anhänger von Kant (er sieht daher die &quot;Republik&quot; als die (auch aus christlicher Sicht) beste Staatsform an - siehe Schachtschneiders Magnum Opus &quot;Res publica res populi: Grundlegung einer Allgemeinen Republiklehre. Ein Beitrag zur Freiheits-, Rechts- und Staatslehre&quot; mit 1300 Seiten, für 68 Euro bei Amazon !) 
.
Prof. Schachtschneider versteht sich als evangelischer Christ, ich kenne nicht ganz genau sein Verständnis der Bibel als verbindliches Wort Gottes, aber ich weiss, dass er ein sehr &quot;verständiger&quot; und vernünftiger und auch sehr kompetenter Fachmann ist - und z.B. als führender Eurokritiker sowohl Mut als auch Prinzipientreue bewiesen hat. 
Wenn man tiefer in die Materie einsteigen will, muss man ohnehin einige Fachliteratur lesen, und bei diesen Büchern ist man da sicher als Einstieg sehr gut beraten. (Prüfet alles, das Gute behaltet).
Soweit mal meine Laienmeinung. 
.
Siehe hier auch der Ausschnitt aus &lt;strong&gt;John Lockes &quot;Brief über die Toleranz&quot;&lt;/strong&gt;: http://www.sgipt.org/sonstig/metaph/toleranz/lockej.htm#Jeder%20ist%20in%20Religionsfragen%20selbst%20die%20h%C3%B6chste
und hier die englische Version: http://www.constitution.org/jl/tolerati.htm
.
Die entscheidende Passage aus John Lockes Brief ist diese: 
&lt;blockquote&gt;&lt;strong&gt;Menschen können nicht zu ihrem Heil gezwungen werden. (S. 53f)&lt;/strong&gt;
&quot;Nach allem aber ist die Haupterwägung, die diese Kontroverse schlechterdings beendet, diese: &lt;strong&gt;Auch wenn die religiöse Meinung der Obrigkeit stichhaltig wäre und der Weg, den sie vorschreibt, wahrhaft evangelisch, so wird doch, wenn ich davon nicht in meinem Innern durchaus überzeugt bin, für mich kein Heil in seiner Verfolgung liegen.&lt;/strong&gt; Kein Weg, welchen auch immer ich gegen die Aussprüche meines Gewissens wandele, wird mich je zu den Wohnungen der Seligen bringen. Ich mag reich werden durch ein Handwerk, zu dem ich keine Lust habe, ich mag von einer Krankheit gesunden durch Heilmittel, zu denen ich kein Zutrauen habe, aber &lt;strong&gt;ich kann nicht selig werden durch eine Religion, der ich mißtraue, und durch einen Gottesdienst, den ich verabscheue.&lt;/strong&gt; Es ist vergebens, daß ein Ungläubiger das äußere Gehaben des Bekenntnisses eines anderen annimmt. Glaube und innere Aufrichtigkeit allein sind die Dinge, die Annehmbarkeit bei Gott verschaffen. Das scheinbarste und am meisten geschätzte Heilmittel kann keine Wirkung auf den Patienten haben, wenn sein Magen es von sich gibt, sobald es genommen wird, und man wird vergebens eine Medizin in den Schlund eines Kranken hineinstopfen, die seine besondere Konstitution mit Sicherheit in Gift verwandelt. Mit einem Worte: was sonst auch in der Religion zweifelhaft sein mag, so ist doch wenigstens dies sicher, daß keine Religion, an deren Wahrheit ich nicht glaube, für mich wahr oder nützlich sein kann. Vergebens zwingen daher Fürsten ihre Untertanen in die Gemeinschaft ihrer Kirche mit dem Anspruch, ihre Seelen zu retten. Wenn diese glauben, werden sie aus eigner Zustimmung kommen, wenn sie nicht glauben, wird ihr Kommen keinen Wert für sie haben. Wie groß immer schließlich die Vorspiegelung von gutem Willen und Menschenliebe und die Sorge für das Heil der Menschenseelen sein mag, &lt;strong&gt;Menschen können nicht zu ihrem Heil, sie mögen wollen oder nicht, gezwungen werden.&lt;/strong&gt; Und daher müssen sie, wenn alles geschehen ist, ihrem eignen Gewissen überlassen werden.&quot; &lt;/blockquote&gt;
Locke war zwar kein &quot;Laie&quot; wie wir, aber auch seine Meinung müssen wir natürlich prüfen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Lutz, </p>
<blockquote><p>Versteht mich also eher im Bereich des „Laien“</p></blockquote>
<p> So sehe ich mich natürlich auch, als Laie, ich denke, wir sind hier fast alle Laien auf dem Gebiet, außer Ron vielleicht und eventuell einzelnen seltenen Kommentatoren. </p>
<p>Wir haben alle keine systematische Erziehung mit historischem / philosophischem Hintergrund über das Thema &#8222;Christliche Staatsbürgerkunde&#8220; genossen, sondern haben im wesentlichen das säkulare Denken von klein auf in der Schule vermittelt bekommen. Leider. Versuche, das alles neu zu durchdenken aus biblischer Sicht sind zwar notwendig, finden aber nur selten statt, und noch seltener systematisch. In den Gemeinden, die ich kenne, läuft dazu gar nichts.<br />
(Vorher müßte man sich überhaupt mal über die <strong>Methode</strong> unterhalten, wie man <strong>überhaupt</strong> als Christ dieses Thema systematisch erarbeiten kann &#8211; mit Bibel, Fachliteratur, etc. &#8211; wie genau geht man da vor? (Und ein weiteres Problem ist natürlich, dass ein &#8222;gesundes Urteil&#8220; auch eine Gnade Gottes ist &#8211; und mit der Liebe zu Gott einhergeht. Viele sehr belesene Menschen gehen trotzdem am Wesentlichen vorbei)).<br />
.<br />
Noch etwas: <strong>Immanuel Kant</strong> unterscheidet zwischen <strong>&#8222;Legalität&#8220;</strong> (Verhalten äußerlich gemäß dem Gesetz) und <strong>&#8222;Moralität&#8220;</strong> (Verhalten aus Achtung vor &#8211; d.h. aus innerer Zustimmung zu &#8211; dem moralischen Sittengesetz, oder bei Kant: vor dem kategorischen Imperativ).<br />
Das erstere kann der Staat verlangen: Legalität. Es muss dem Staat egal sein, was der einzelne denkt. Es ist also egal, ob er &#8222;grummelig&#8220; oder &#8222;freudig&#8220; seine Steuern bezahlt. Der Staat wacht nur über der äußeren Einhaltung der Gesetze, er kontrolliert nicht die Gedanken.<br />
Der Staat ist für die Erhaltung der <strong>äußeren</strong> Ordnung da.<br />
.<br />
Das heißt nicht, dass &#8222;grummelig&#8220; die Steuern zu bezahlen keine Sünde wäre. Vor Gott zählen die Gedanken.<br />
.<br />
Was Religionsfreiheit angeht: der Staat kann z.B. dem Islam nicht die <strong>politische</strong> Betätigung in BRD, bzw. politische Aktivitäten zur Einführung der Scharia, genehmigen. Insofern ist die Religionsfreiheit für den Islam <strong>eingeschränkt</strong>.<br />
Und doch darf der einzelne auch an den Gott des Islam glauben. Der Staat sollte Götzendienst nicht fördern, der Staat sollte meines Erachtens sogar das Christentum in gewissen Grenzen &#8222;fördern&#8220; (als sittliche Grundlage des Staates), aber kann eben die Menschen auch nicht zur wahren Religion zwingen. Das ist übrigens eine grundgesetzkonforme Meinung &#8211; also keine christliche Sondermeinung. </p>
<p>Siehe dazu das Buch von Karl Albrecht <strong>Schachtschneider: &#8222;Die Grenzen der Religionsfreiheit am Beispiel des Islam&#8220;</strong>, ca. 140 Seiten.<br />
<a href="http://www.amazon.de/Grenzen-Religionsfreiheit-am-Beispiel-Islam/dp/3428136454/ref=sr_1_2?s=books&#038;ie=UTF8&#038;qid=1359714892&#038;sr=1-2" rel="nofollow ugc">http://www.amazon.de/Grenzen-Religionsfreiheit-am-Beispiel-Islam/dp/3428136454/ref=sr_1_2?s=books&#038;ie=UTF8&#038;qid=1359714892&#038;sr=1-2</a></p>
<p>Professor Schachtschneider ist Anhänger von Kant (er sieht daher die &#8222;Republik&#8220; als die (auch aus christlicher Sicht) beste Staatsform an &#8211; siehe Schachtschneiders Magnum Opus &#8222;Res publica res populi: Grundlegung einer Allgemeinen Republiklehre. Ein Beitrag zur Freiheits-, Rechts- und Staatslehre&#8220; mit 1300 Seiten, für 68 Euro bei Amazon !)<br />
.<br />
Prof. Schachtschneider versteht sich als evangelischer Christ, ich kenne nicht ganz genau sein Verständnis der Bibel als verbindliches Wort Gottes, aber ich weiss, dass er ein sehr &#8222;verständiger&#8220; und vernünftiger und auch sehr kompetenter Fachmann ist &#8211; und z.B. als führender Eurokritiker sowohl Mut als auch Prinzipientreue bewiesen hat.<br />
Wenn man tiefer in die Materie einsteigen will, muss man ohnehin einige Fachliteratur lesen, und bei diesen Büchern ist man da sicher als Einstieg sehr gut beraten. (Prüfet alles, das Gute behaltet).<br />
Soweit mal meine Laienmeinung.<br />
.<br />
Siehe hier auch der Ausschnitt aus <strong>John Lockes &#8222;Brief über die Toleranz&#8220;</strong>: <a href="http://www.sgipt.org/sonstig/metaph/toleranz/lockej.htm#Jeder%20ist%20in%20Religionsfragen%20selbst%20die%20h%C3%B6chste" rel="nofollow ugc">http://www.sgipt.org/sonstig/metaph/toleranz/lockej.htm#Jeder%20ist%20in%20Religionsfragen%20selbst%20die%20h%C3%B6chste</a><br />
und hier die englische Version: <a href="http://www.constitution.org/jl/tolerati.htm" rel="nofollow ugc">http://www.constitution.org/jl/tolerati.htm</a><br />
.<br />
Die entscheidende Passage aus John Lockes Brief ist diese: </p>
<blockquote><p><strong>Menschen können nicht zu ihrem Heil gezwungen werden. (S. 53f)</strong><br />
&#8222;Nach allem aber ist die Haupterwägung, die diese Kontroverse schlechterdings beendet, diese: <strong>Auch wenn die religiöse Meinung der Obrigkeit stichhaltig wäre und der Weg, den sie vorschreibt, wahrhaft evangelisch, so wird doch, wenn ich davon nicht in meinem Innern durchaus überzeugt bin, für mich kein Heil in seiner Verfolgung liegen.</strong> Kein Weg, welchen auch immer ich gegen die Aussprüche meines Gewissens wandele, wird mich je zu den Wohnungen der Seligen bringen. Ich mag reich werden durch ein Handwerk, zu dem ich keine Lust habe, ich mag von einer Krankheit gesunden durch Heilmittel, zu denen ich kein Zutrauen habe, aber <strong>ich kann nicht selig werden durch eine Religion, der ich mißtraue, und durch einen Gottesdienst, den ich verabscheue.</strong> Es ist vergebens, daß ein Ungläubiger das äußere Gehaben des Bekenntnisses eines anderen annimmt. Glaube und innere Aufrichtigkeit allein sind die Dinge, die Annehmbarkeit bei Gott verschaffen. Das scheinbarste und am meisten geschätzte Heilmittel kann keine Wirkung auf den Patienten haben, wenn sein Magen es von sich gibt, sobald es genommen wird, und man wird vergebens eine Medizin in den Schlund eines Kranken hineinstopfen, die seine besondere Konstitution mit Sicherheit in Gift verwandelt. Mit einem Worte: was sonst auch in der Religion zweifelhaft sein mag, so ist doch wenigstens dies sicher, daß keine Religion, an deren Wahrheit ich nicht glaube, für mich wahr oder nützlich sein kann. Vergebens zwingen daher Fürsten ihre Untertanen in die Gemeinschaft ihrer Kirche mit dem Anspruch, ihre Seelen zu retten. Wenn diese glauben, werden sie aus eigner Zustimmung kommen, wenn sie nicht glauben, wird ihr Kommen keinen Wert für sie haben. Wie groß immer schließlich die Vorspiegelung von gutem Willen und Menschenliebe und die Sorge für das Heil der Menschenseelen sein mag, <strong>Menschen können nicht zu ihrem Heil, sie mögen wollen oder nicht, gezwungen werden.</strong> Und daher müssen sie, wenn alles geschehen ist, ihrem eignen Gewissen überlassen werden.&#8220; </p></blockquote>
<p>Locke war zwar kein &#8222;Laie&#8220; wie wir, aber auch seine Meinung müssen wir natürlich prüfen.</p>
]]></content:encoded>
		
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