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	Kommentare zu: E21-Konferenz 2026: Glaube, der bleibt	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		Von: Kommentator		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kommentator]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 13:33:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Glaubensweitergabe und Säkularisierung geschieht im Elternhaus, das hat die Religionssoziologie inzwischen ausführlich erforscht. Der Versuch eine solche Aufgabe institutionell anzugehen, entspringt dem 1970er-Glauben an das Allheilmittel Institution mitsamt Erfindung der &quot;Gemeindepädagogin&quot; als Vorläuferin der ordinierten Pastorin.

Bestenfalls ist diese institutionelle Geschäftigkeit nicht kontraproduktiv, im Worst Case befeuert sie noch den Exodus - das sieht man doch gut am Papst und seiner Bischofskonferenz. Genau bei den treuesten Katholiken wird die örtliche Pfarrkirche penibel gemieden - und das sieht man auch nur weil diese Gruppe anders als ihr protestantisches Gegenstück erfasst und damit zählbar ist.

Der demographische Wandel ist abgeschlossen, auch wenn man das erst mit Jahrzehnten Verzögerung sieht. (Jetzt sind nämlich gerade die nicht mehr geborenen Mütter damit dran, keine Kinder zu bekommen.) Die nachfolgende Kohorte abendländischer Prägung (also Zielgruppe) der freien evangelischen Gemeinden ist auf einen winzigen Bruchteil geschrumpft.

Womit wir zu einem ganz praktischen Problem von Institutionen kommen: Die Kompanie, die sich nun auf diese übrig gebliebenen jungen Menschen stürzt, ist ausnahmslos viel zu groß. Die noch geburtenstärkeren Jahrgänge stellen hier mehr Häuptlinge als es überhaupt nachrückende Indianer gibt, was man schön am Konferenzfoto demonstriert sieht. Anekdotenhaft sei hier mal das zehnköpfige Leitungsteam einer evangelischen Jugend genannt, dass ich vor ein paar Jahren zufällig auf einer ähnlichen Konferenz getroffen habe: Die können heute froh sein, wenn sie für ihre Gemeinde noch zehn Jugendliche finden, die überhaupt geboren wurden.

Eine Menge Leute hadern hier also vor allem mit der Tatsache der eigenen Abberufung in einer drastisch schrumpfenden Gesellschaft. Denn eine typische Stadt, die auf genau eine Taufe pro 1000 Gemeindeglieder pro Jahr kommt, benötigt nämlich kein Dutzend hauptamtliche Pastoren inklusive Mitarbeiterstab, sondern nur noch genau einen. Der schafft das dann schon - 100 % ehrenamtlich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Glaubensweitergabe und Säkularisierung geschieht im Elternhaus, das hat die Religionssoziologie inzwischen ausführlich erforscht. Der Versuch eine solche Aufgabe institutionell anzugehen, entspringt dem 1970er-Glauben an das Allheilmittel Institution mitsamt Erfindung der &#8222;Gemeindepädagogin&#8220; als Vorläuferin der ordinierten Pastorin.</p>
<p>Bestenfalls ist diese institutionelle Geschäftigkeit nicht kontraproduktiv, im Worst Case befeuert sie noch den Exodus &#8211; das sieht man doch gut am Papst und seiner Bischofskonferenz. Genau bei den treuesten Katholiken wird die örtliche Pfarrkirche penibel gemieden &#8211; und das sieht man auch nur weil diese Gruppe anders als ihr protestantisches Gegenstück erfasst und damit zählbar ist.</p>
<p>Der demographische Wandel ist abgeschlossen, auch wenn man das erst mit Jahrzehnten Verzögerung sieht. (Jetzt sind nämlich gerade die nicht mehr geborenen Mütter damit dran, keine Kinder zu bekommen.) Die nachfolgende Kohorte abendländischer Prägung (also Zielgruppe) der freien evangelischen Gemeinden ist auf einen winzigen Bruchteil geschrumpft.</p>
<p>Womit wir zu einem ganz praktischen Problem von Institutionen kommen: Die Kompanie, die sich nun auf diese übrig gebliebenen jungen Menschen stürzt, ist ausnahmslos viel zu groß. Die noch geburtenstärkeren Jahrgänge stellen hier mehr Häuptlinge als es überhaupt nachrückende Indianer gibt, was man schön am Konferenzfoto demonstriert sieht. Anekdotenhaft sei hier mal das zehnköpfige Leitungsteam einer evangelischen Jugend genannt, dass ich vor ein paar Jahren zufällig auf einer ähnlichen Konferenz getroffen habe: Die können heute froh sein, wenn sie für ihre Gemeinde noch zehn Jugendliche finden, die überhaupt geboren wurden.</p>
<p>Eine Menge Leute hadern hier also vor allem mit der Tatsache der eigenen Abberufung in einer drastisch schrumpfenden Gesellschaft. Denn eine typische Stadt, die auf genau eine Taufe pro 1000 Gemeindeglieder pro Jahr kommt, benötigt nämlich kein Dutzend hauptamtliche Pastoren inklusive Mitarbeiterstab, sondern nur noch genau einen. Der schafft das dann schon &#8211; 100 % ehrenamtlich.</p>
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