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	Kommentare zu: Jonathan Rauch: Die Kultur der Denunziation	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		Von: Kommentator		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kommentator]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Nov 2025 02:49:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Rauch ist ein typischer liberaler Atheist: Er genießt die typischen Freiheiten einer ehemals christlichen Werteordnung, ohne ihr selbst angehören zu wollen. Irgendwann ist das Erbe dann aufgebraucht, und die Fratze kommt zu Vorschein. Wer die Antike nicht kennt, ist verdammt sie zu wiederholen.

In seinem neuesten Buch &quot;Cross Purposes: Christianity&#039;s Broken Bargain with Democracy&quot; fordert er die anderen (!) Amerikaner auf, sich wie die Mormonen zu verhalten - einem Kult, der die US-Verfassung für &quot;göttlich inspiriert&quot; hält - weil er das persönlich für nützlich hält. Er selbst möchte natürlich NICHT nach deren rigiden Vorschriften leben.

Damit haben wir den typischen Liberalen: Er erwartet von den anderen, sich pietistisch und wertkonservativ zu verhalten, damit er selbst weiter seine &quot;Freiheiten&quot; genießen kann. Diese Art Intellektuelle sind das typische Zeichen des Niederganges der westlichen Zivilisation.

In seinem älteren nun ins Deutsche übersetzten Buch arbeitet er sich noch an seinem säkularen Wahrheitsbegriff ab. Dabei beobachtete er schlichtweg, wie andere Glaubenssysteme das vom Christentum hinterlassene Vakuum füllen. Alle erheben einen Anspruch im Besitz der absoluten Wahrheit zu seinen und canceln &quot;Ketzer&quot;, das tat auch schon der westliche Katholizismus im Hochmittelalter zugunsten kirchlicher Doktrin. Ohne diesen gäbe es keine Reformation und ohne Reformation gäbe es keine liberale US-Verfassung, die im 19. Jhd aber der mormonischen Polygamie auch die christliche Grenze setzte.

Rauch ist hier schlichtweg einer der vielen, die sich &quot;on the wrong side of history&quot; wiederfanden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rauch ist ein typischer liberaler Atheist: Er genießt die typischen Freiheiten einer ehemals christlichen Werteordnung, ohne ihr selbst angehören zu wollen. Irgendwann ist das Erbe dann aufgebraucht, und die Fratze kommt zu Vorschein. Wer die Antike nicht kennt, ist verdammt sie zu wiederholen.</p>
<p>In seinem neuesten Buch &#8222;Cross Purposes: Christianity&#8217;s Broken Bargain with Democracy&#8220; fordert er die anderen (!) Amerikaner auf, sich wie die Mormonen zu verhalten &#8211; einem Kult, der die US-Verfassung für &#8222;göttlich inspiriert&#8220; hält &#8211; weil er das persönlich für nützlich hält. Er selbst möchte natürlich NICHT nach deren rigiden Vorschriften leben.</p>
<p>Damit haben wir den typischen Liberalen: Er erwartet von den anderen, sich pietistisch und wertkonservativ zu verhalten, damit er selbst weiter seine &#8222;Freiheiten&#8220; genießen kann. Diese Art Intellektuelle sind das typische Zeichen des Niederganges der westlichen Zivilisation.</p>
<p>In seinem älteren nun ins Deutsche übersetzten Buch arbeitet er sich noch an seinem säkularen Wahrheitsbegriff ab. Dabei beobachtete er schlichtweg, wie andere Glaubenssysteme das vom Christentum hinterlassene Vakuum füllen. Alle erheben einen Anspruch im Besitz der absoluten Wahrheit zu seinen und canceln &#8222;Ketzer&#8220;, das tat auch schon der westliche Katholizismus im Hochmittelalter zugunsten kirchlicher Doktrin. Ohne diesen gäbe es keine Reformation und ohne Reformation gäbe es keine liberale US-Verfassung, die im 19. Jhd aber der mormonischen Polygamie auch die christliche Grenze setzte.</p>
<p>Rauch ist hier schlichtweg einer der vielen, die sich &#8222;on the wrong side of history&#8220; wiederfanden.</p>
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