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	Kommentare zu: Kaltstellung nach Kritik?	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>
		Von: jotto		</title>
		<link>https://theoblog.de/kaltstellung-nach-kritik/31066/comment-page-1/#comment-78954</link>

		<dc:creator><![CDATA[jotto]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Nov 2017 07:42:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Stephan: Das Unfehlbarkeitsdogma gibt es seit knapp 150 Jahren. Nicht alles, was der Papst sagt, gilt automatisch als „unfehlbar“, sondern nur was „ex cathedra“ als unfehlbar erklärt wird. Das waren in den letzten 150 Jahren maximal 20 Lehrentscheidungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Stephan: Das Unfehlbarkeitsdogma gibt es seit knapp 150 Jahren. Nicht alles, was der Papst sagt, gilt automatisch als „unfehlbar“, sondern nur was „ex cathedra“ als unfehlbar erklärt wird. Das waren in den letzten 150 Jahren maximal 20 Lehrentscheidungen.</p>
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		<title>
		Von: Stephan		</title>
		<link>https://theoblog.de/kaltstellung-nach-kritik/31066/comment-page-1/#comment-78941</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Nov 2017 14:49:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wir haben auf der einen Seite ein Unfehlbarkeitsdogma, das den Papst betrifft, und auf der anderen Seite Verwunderung, dass keiner der Bischöfe aufmuckt. Das ist schon seltsam, was Weinandy unter diesen Rahmenbedingungen da schreibt. Kritik am Papst wäre gleichzeitig Kritik an mindestens einem Dogma. Streicht man das eine Dogma, dann wären die anderen katholischen Lehrmeinung auch zur Diskussion freigegeben. Das katholische theologische Lehrgebäude ist, nach meinem Empfinden, über mehrere Jahrhunderte gewachsen, und ich habe den Eindruck, dass auf eine hohe Konistenz geachtet wird, um nicht ältere Lehren angreifbar zu machen, also um das ganze Gespinst möglichst widerspruchsfrei zu halten (so falsch es auch insgesamt ist).
Demnach ist Kritik am Papst nicht opportun, selbst wenn er selbst dazu auffordert. Wer kritisiert, der verliert. Es ist wie in anderen Institutionen, sei es Amtskirche beliebiger Couleur, tw. Freikirchen, politische Parteien: wenn ich weiterhin an den Fleischtöpfchen sitzen möchte, halte ich den Mund. Von oben wird Management bei Champignon betrieben, was den Kopf vorwitzig rausreckt, wird am Halse abgeschnitten. Es sei denn, es gucken gleichzeitig so viele Köpfe raus, dass der Schnitter nicht mehr hinterher kommt.
In diesem Fall hat sich Weinandy selbst abgesägt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben auf der einen Seite ein Unfehlbarkeitsdogma, das den Papst betrifft, und auf der anderen Seite Verwunderung, dass keiner der Bischöfe aufmuckt. Das ist schon seltsam, was Weinandy unter diesen Rahmenbedingungen da schreibt. Kritik am Papst wäre gleichzeitig Kritik an mindestens einem Dogma. Streicht man das eine Dogma, dann wären die anderen katholischen Lehrmeinung auch zur Diskussion freigegeben. Das katholische theologische Lehrgebäude ist, nach meinem Empfinden, über mehrere Jahrhunderte gewachsen, und ich habe den Eindruck, dass auf eine hohe Konistenz geachtet wird, um nicht ältere Lehren angreifbar zu machen, also um das ganze Gespinst möglichst widerspruchsfrei zu halten (so falsch es auch insgesamt ist).<br />
Demnach ist Kritik am Papst nicht opportun, selbst wenn er selbst dazu auffordert. Wer kritisiert, der verliert. Es ist wie in anderen Institutionen, sei es Amtskirche beliebiger Couleur, tw. Freikirchen, politische Parteien: wenn ich weiterhin an den Fleischtöpfchen sitzen möchte, halte ich den Mund. Von oben wird Management bei Champignon betrieben, was den Kopf vorwitzig rausreckt, wird am Halse abgeschnitten. Es sei denn, es gucken gleichzeitig so viele Köpfe raus, dass der Schnitter nicht mehr hinterher kommt.<br />
In diesem Fall hat sich Weinandy selbst abgesägt.</p>
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		<title>
		Von: Jonas		</title>
		<link>https://theoblog.de/kaltstellung-nach-kritik/31066/comment-page-1/#comment-78938</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jonas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Nov 2017 13:35:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Dass man innerhalb der katholischen Kirche in der Meinung über den aktuellen Papst gespalten ist, verwundert mittlerweile nicht mehr (vgl. z.B. https://theoblog.de/robert-spaemann-kritisiert-amoris-laetitia/27644/). 
Dass die EKD den &quot;Bruder Franziskus&quot; beim offiziellen Festakt zum Reformationstag in Wittenberg zu weiteren Schritten in Sachen Ökumene einlädt - keine Schlagzeile mehr wert, zu erwartbar sind in dieser Hinsicht die protestantischen &quot;Anbiederungsversuche&quot;.
Aber dass auch aus evangelikalem Kontext der Blick auf den jetzigen Papst immer unkritischer wird, wie u.a. beim Theologen Thomas Schirrmacher zu beobachten (http://www.zeit.de/2017/44/thomas-schirrmacher-protestantismus-martin-luther-papst-franziskus), das ist einfach nur noch tragisch. Ich habe bei Schirrmacher lange versucht zu verstehen, aber wie er den jetzigen Papst als Erben Luthers bezeichnen kann - tut mir Leid, aber da hört für mich das Verstehen auf. Möglicherweise sehe ich nicht alles und kann den Kontext nicht vollständig erfassen; vielleicht wissen andere ja mehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass man innerhalb der katholischen Kirche in der Meinung über den aktuellen Papst gespalten ist, verwundert mittlerweile nicht mehr (vgl. z.B. <a href="https://theoblog.de/robert-spaemann-kritisiert-amoris-laetitia/27644/" rel="ugc">https://theoblog.de/robert-spaemann-kritisiert-amoris-laetitia/27644/</a>).<br />
Dass die EKD den &#8222;Bruder Franziskus&#8220; beim offiziellen Festakt zum Reformationstag in Wittenberg zu weiteren Schritten in Sachen Ökumene einlädt &#8211; keine Schlagzeile mehr wert, zu erwartbar sind in dieser Hinsicht die protestantischen &#8222;Anbiederungsversuche&#8220;.<br />
Aber dass auch aus evangelikalem Kontext der Blick auf den jetzigen Papst immer unkritischer wird, wie u.a. beim Theologen Thomas Schirrmacher zu beobachten (<a href="http://www.zeit.de/2017/44/thomas-schirrmacher-protestantismus-martin-luther-papst-franziskus" rel="nofollow ugc">http://www.zeit.de/2017/44/thomas-schirrmacher-protestantismus-martin-luther-papst-franziskus</a>), das ist einfach nur noch tragisch. Ich habe bei Schirrmacher lange versucht zu verstehen, aber wie er den jetzigen Papst als Erben Luthers bezeichnen kann &#8211; tut mir Leid, aber da hört für mich das Verstehen auf. Möglicherweise sehe ich nicht alles und kann den Kontext nicht vollständig erfassen; vielleicht wissen andere ja mehr.</p>
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