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	Kommentare zu: Kein Mensch lernt digital	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		Von: Jan		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2024 17:53:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hallo DavidS! Ich bin auch Lehrer an einem staatlichen Gymnasium und wir kämpfen gerade sehr für einen Smartphoneverbot (bei gleichzeitig streng geregeltem, flächendeckendem Nutzen von Tablets ab Js. 9). Unser Vorschlag mit Yondr-Taschen ist gerade auf der Kippe. Ich würde mich freuen, wenn wir mal in den Austausch treten könnten, schreib&#039; mich gerne an: klein.jans@icloud.com]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo DavidS! Ich bin auch Lehrer an einem staatlichen Gymnasium und wir kämpfen gerade sehr für einen Smartphoneverbot (bei gleichzeitig streng geregeltem, flächendeckendem Nutzen von Tablets ab Js. 9). Unser Vorschlag mit Yondr-Taschen ist gerade auf der Kippe. Ich würde mich freuen, wenn wir mal in den Austausch treten könnten, schreib&#8216; mich gerne an: <a href="mailto:klein.jans@icloud.com">klein.jans@icloud.com</a></p>
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		<title>
		Von: Ron		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Oct 2024 06:44:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://theoblog.de/kein-mensch-lernt-digital/43015/comment-page-1/#comment-91443&quot;&gt;DavidS&lt;/a&gt;.

Sehr hilfreich, @DavidS. Danke! Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://theoblog.de/kein-mensch-lernt-digital/43015/comment-page-1/#comment-91443">DavidS</a>.</p>
<p>Sehr hilfreich, @DavidS. Danke! Liebe Grüße, Ron</p>
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		<title>
		Von: DavidS		</title>
		<link>https://theoblog.de/kein-mensch-lernt-digital/43015/comment-page-1/#comment-91443</link>

		<dc:creator><![CDATA[DavidS]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Oct 2024 07:37:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Trend ist bemerkenswert und erfreulich. Die Diskussion begann in Schweden vor etwa einem Jahr mit dem Rückfahren des Tabletunterrichts in Grundschulen. Er betrifft vor allem die Länder (auch Estland), die Vorreiter in der Nutzung digitaler Geräte im Unterricht waren, zT weit vor Deutschland. Der Artikel ist allerdings etwas pauschal und trifft nur bedingt den Zustand und die internen Überlegungen und Diskussionen an deutschen Schulen zum Thema &quot;Digitalisierung&quot;. Man muss unterscheiden zwischen unterschiedlichen Konzepten digitaler Bildung und Smartphonenutzung an sich. Das sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Medaille. 
1) Smartphone und Schule: Ich bin Lehrer an einem staatlichen Gymnasium. Wir haben seit 2012 (!) ein Handyverbot auf dem Schulgelände, das sich absolut positiv ausgewirkt hat auf das Miteinander. Da geht es um die private Nutzung, also v.a. das Zocken, Musikhören, Chatten und Social-Media-Konsum. Punktuell können die Handys definiert und begrenzt im Unterricht genutzt werden nach Lehreraufforderung und für pädagogische Zwecke, z.B. eine kurze Recherche, ein interaktives Quiz, Lernapps o.ä. (&quot;Holt eure Hands raus.&quot;). Das über ein Smartphoneverbot vielfach erst jetzt diskutiert wird, ist in der Tat merkwürdig. 
Zentral ist in diesem Zusammenhang der Aspekt der Datenverbindung: Bei uns ist bspw. das Schulgebäude funknetzabgeschirmt und es gibt keine Schülergeräte im internen W-Lan bzw. kein Schüler-W-Lan. Das hilft auch enorm.
2) Digitalisierung
Digitaler Unterricht kann stattfinden in Form von schulisch gestellten Geräten (Multimediaräume, Laptop-/Tablet-Klassensätze) oder privaten Geräten, die im Unterricht genutzt werden (BYOD - &quot;bring your own device&quot;). Letzteres ist die schlechteste Variante der Digitalisierung und sollte vermieden werden - das hängt natürlich aber auch an den finanziellen Mitteln des Schulträgers. Bei uns wird Digitalisierung in Form von für den Unterricht reservierbaren Tabletkoffern (bis Kl. 10) und Leihgeräten für alle Schüler der Kursstufe umgesetzt. Die Geräte werden zentral vom Schulträger administriert (z.B. auch Apps), das schränkt den Missbrauch im Unterricht ein, verhindert ihn aber natürlich nicht. 
Schüler stellen durchaus fest, dass sie am Bildschirm anders und oberflächlicher lesen und Texte verarbeiten, mehr &quot;herumgewischt&quot; wird, die Fokussierung leidet und viele Probleme mit der digitalen Ordnung und Strukturierung von Unterrichtsmaterial haben. Eine Regel sollte daher immer sein: &quot;Kein Nachteil entsteht für Schülerinnen und Schüler, die lieber analog ihren Schulalltag organisieren möchten.&quot; Zudem braucht es eine digitale Plattform als abgeschirmte Lernumgebung (bei uns ist das Moodle).
3) Wie so oft: die Dosis macht das Gift. &lt;span&gt;Eine maßvolle Nutzung ist sinnvoll, ergänzt und integriert in den lehrer-gesteuerten Unterricht (vgl. Hattie-Studie zur Lernwirksamkeit von digitalen Geräten vs. anderen Faktoren).&lt;/span&gt;
&lt;span&gt;Aus Lehrersicht wäre das Idealbild, &lt;/span&gt;dass interaktive Tafeln und das Tablet keinen Ersatz darstellen, sondern der Steigerung der Unterrichtsqualität dienen, bspw. kann die Anschaulichkeit des Unterrichts durch den &quot;geschmeidigen&quot; (zeiteffizienten) Einsatz von Print-, Audio- und Videomaterial oder durch die Verwendung von fachspezifischer Software und digitalen Unterrichtsassistenten erhöht und können dynamische und anschauliche Tafelbilder erstellt werden, Lernapps und Lernquizze eingesetzt werden, Textüberarbeitung und Textkorrektur (auch durch KI) kann in den Sprachfächern stattfinden - das alles begleitet durch ein digitales / Mediencurriculum. Etliche Schüler sind Profis im Scrollen und Wischen, aber Analphabeten im Verständnis und der Nutzung von Datenordnung, produktiver Software sowie dem Geräteverständnis an sich.

Von diesem Idealzustand sind sicher viele Schulen noch sehr weit entfernt. Flächendeckender und standardmäßiger Digitalunterricht (&quot;Tabletklassen&quot;) ist in der Grundschule und mindestens bis Kl. 8 (besser Kl. 10) nicht sinnvoll. Da können sicher viele Schulen und auch manche Player in der Bildungspolitik viel vom Ausland lernen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Trend ist bemerkenswert und erfreulich. Die Diskussion begann in Schweden vor etwa einem Jahr mit dem Rückfahren des Tabletunterrichts in Grundschulen. Er betrifft vor allem die Länder (auch Estland), die Vorreiter in der Nutzung digitaler Geräte im Unterricht waren, zT weit vor Deutschland. Der Artikel ist allerdings etwas pauschal und trifft nur bedingt den Zustand und die internen Überlegungen und Diskussionen an deutschen Schulen zum Thema &#8222;Digitalisierung&#8220;. Man muss unterscheiden zwischen unterschiedlichen Konzepten digitaler Bildung und Smartphonenutzung an sich. Das sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Medaille.<br />
1) Smartphone und Schule: Ich bin Lehrer an einem staatlichen Gymnasium. Wir haben seit 2012 (!) ein Handyverbot auf dem Schulgelände, das sich absolut positiv ausgewirkt hat auf das Miteinander. Da geht es um die private Nutzung, also v.a. das Zocken, Musikhören, Chatten und Social-Media-Konsum. Punktuell können die Handys definiert und begrenzt im Unterricht genutzt werden nach Lehreraufforderung und für pädagogische Zwecke, z.B. eine kurze Recherche, ein interaktives Quiz, Lernapps o.ä. (&#8222;Holt eure Hands raus.&#8220;). Das über ein Smartphoneverbot vielfach erst jetzt diskutiert wird, ist in der Tat merkwürdig.<br />
Zentral ist in diesem Zusammenhang der Aspekt der Datenverbindung: Bei uns ist bspw. das Schulgebäude funknetzabgeschirmt und es gibt keine Schülergeräte im internen W-Lan bzw. kein Schüler-W-Lan. Das hilft auch enorm.<br />
2) Digitalisierung<br />
Digitaler Unterricht kann stattfinden in Form von schulisch gestellten Geräten (Multimediaräume, Laptop-/Tablet-Klassensätze) oder privaten Geräten, die im Unterricht genutzt werden (BYOD &#8211; &#8222;bring your own device&#8220;). Letzteres ist die schlechteste Variante der Digitalisierung und sollte vermieden werden &#8211; das hängt natürlich aber auch an den finanziellen Mitteln des Schulträgers. Bei uns wird Digitalisierung in Form von für den Unterricht reservierbaren Tabletkoffern (bis Kl. 10) und Leihgeräten für alle Schüler der Kursstufe umgesetzt. Die Geräte werden zentral vom Schulträger administriert (z.B. auch Apps), das schränkt den Missbrauch im Unterricht ein, verhindert ihn aber natürlich nicht.<br />
Schüler stellen durchaus fest, dass sie am Bildschirm anders und oberflächlicher lesen und Texte verarbeiten, mehr &#8222;herumgewischt&#8220; wird, die Fokussierung leidet und viele Probleme mit der digitalen Ordnung und Strukturierung von Unterrichtsmaterial haben. Eine Regel sollte daher immer sein: &#8222;Kein Nachteil entsteht für Schülerinnen und Schüler, die lieber analog ihren Schulalltag organisieren möchten.&#8220; Zudem braucht es eine digitale Plattform als abgeschirmte Lernumgebung (bei uns ist das Moodle).<br />
3) Wie so oft: die Dosis macht das Gift. <span>Eine maßvolle Nutzung ist sinnvoll, ergänzt und integriert in den lehrer-gesteuerten Unterricht (vgl. Hattie-Studie zur Lernwirksamkeit von digitalen Geräten vs. anderen Faktoren).</span><br />
<span>Aus Lehrersicht wäre das Idealbild, </span>dass interaktive Tafeln und das Tablet keinen Ersatz darstellen, sondern der Steigerung der Unterrichtsqualität dienen, bspw. kann die Anschaulichkeit des Unterrichts durch den &#8222;geschmeidigen&#8220; (zeiteffizienten) Einsatz von Print-, Audio- und Videomaterial oder durch die Verwendung von fachspezifischer Software und digitalen Unterrichtsassistenten erhöht und können dynamische und anschauliche Tafelbilder erstellt werden, Lernapps und Lernquizze eingesetzt werden, Textüberarbeitung und Textkorrektur (auch durch KI) kann in den Sprachfächern stattfinden &#8211; das alles begleitet durch ein digitales / Mediencurriculum. Etliche Schüler sind Profis im Scrollen und Wischen, aber Analphabeten im Verständnis und der Nutzung von Datenordnung, produktiver Software sowie dem Geräteverständnis an sich.</p>
<p>Von diesem Idealzustand sind sicher viele Schulen noch sehr weit entfernt. Flächendeckender und standardmäßiger Digitalunterricht (&#8222;Tabletklassen&#8220;) ist in der Grundschule und mindestens bis Kl. 8 (besser Kl. 10) nicht sinnvoll. Da können sicher viele Schulen und auch manche Player in der Bildungspolitik viel vom Ausland lernen.</p>
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