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	Kommentare zu: Michael Beintker: Krisis und Gnade	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		Von: Buchhinweis: Neuer Sammelband zur Auseinandersetzung mit Karl Barth &#8211; Hanniel bloggt.		</title>
		<link>https://theoblog.de/michael-beintker-krisis-und-gnade/21289/comment-page-1/#comment-82444</link>

		<dc:creator><![CDATA[Buchhinweis: Neuer Sammelband zur Auseinandersetzung mit Karl Barth &#8211; Hanniel bloggt.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Sep 2018 09:17:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] der Besprechung des Sammelbands &#8222;Krisis und Gnade&#8220; durch Ron Kubsch, der Studien aus den Jahren von [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] der Besprechung des Sammelbands &bdquo;Krisis und Gnade&ldquo; durch Ron Kubsch, der Studien aus den Jahren von [&#8230;]</p>
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		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/michael-beintker-krisis-und-gnade/21289/comment-page-1/#comment-23263</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Sep 2013 12:38:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Alexander: Das klingt überzeugend. Ich konnte inzwischen selbst bei Gerber reinschauen. Ich werde mir das noch genauer zu Gemüte führen und gegebenenfalls die Text ändern. Danke!

Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Alexander: Das klingt überzeugend. Ich konnte inzwischen selbst bei Gerber reinschauen. Ich werde mir das noch genauer zu Gemüte führen und gegebenenfalls die Text ändern. Danke!</p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Alexander		</title>
		<link>https://theoblog.de/michael-beintker-krisis-und-gnade/21289/comment-page-1/#comment-23262</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Sep 2013 11:51:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Beintker hat Deissmann missinterpretiert. Deissmann referiert an dieser Stelle seiner Rede &quot;Der Krieg und die Religion&quot; die Positionen des protestantischen Nationalismus, internationalisiert dann allerdings die Rede von &quot;unserem Gott&quot; und gesteht auch allen anderen Nationen zu, Gott als &quot;ihren Gott&quot; anzusprechen, da Gott der Vater aller Völker sei: 

&quot;Wie der einzelne den höchsten Flug zur Gottesgemeinschaft tut, wenn er bekennen kann: &quot;Mein Gott&quot;, wenn der tote theoretische Begriff &quot;Gott&quot; Fleisch und Blut geworden ist, indem der Fromme sich mit &quot;seinem&quot; Gott verbindet, so erreicht die Volksgemeinde ihren Aufstieg, wenn sie mit &quot;ihrem&quot; Gott eins wird. Darin liegt keine Gefahr für die Menschheit. Wie der einzelne &quot;seinen&quot; Gott nicht dem anderen streitig macht, sondern Gott preist, wenn möglichst oft ein einzelner ihn als &quot;seinen&quot; Gott findet, so streiten wir auch als Volk mit den anderen Völkern nicht um den Besitz Gottes. Wir gönnen ihnen diesen Besitz. Das Bekenntnis zu &quot;unserem&quot; Gott und Vater ist nicht ordnär exklusiv, ist darum kein religiöser Atavismus; unsere deutschen Kirchen haben bis jetzt auch die Feinde in ihren Gebeten nicht vergessen, und hinter den lauten Bittgebeten unserer Volksgemeinden steht heimlich die stille Sehnsucht nach dem Menschheits-Vaterunser, zu welchem alle Völker und Zungen sich dereinst vereinigen müssen.&quot;

Deissmann, Der Krieg und die Religion, in: Deutsche Reden in schwerer Zeit 9, 17-18; Auszüge auch in Gerber, Deissmann the Philologist, 305 und 491f.; die Analyse von Deissmanns Verhältnis zum &quot;deutschen Gott&quot; bei Gerber 300-307 mit dem Ergebnis 307: &quot;Being an internationalist, Deissmann had never accepted the jingoistic notion of a German God.&quot;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beintker hat Deissmann missinterpretiert. Deissmann referiert an dieser Stelle seiner Rede &#8222;Der Krieg und die Religion&#8220; die Positionen des protestantischen Nationalismus, internationalisiert dann allerdings die Rede von &#8222;unserem Gott&#8220; und gesteht auch allen anderen Nationen zu, Gott als &#8222;ihren Gott&#8220; anzusprechen, da Gott der Vater aller Völker sei: </p>
<p>&#8222;Wie der einzelne den höchsten Flug zur Gottesgemeinschaft tut, wenn er bekennen kann: &#8222;Mein Gott&#8220;, wenn der tote theoretische Begriff &#8222;Gott&#8220; Fleisch und Blut geworden ist, indem der Fromme sich mit &#8222;seinem&#8220; Gott verbindet, so erreicht die Volksgemeinde ihren Aufstieg, wenn sie mit &#8222;ihrem&#8220; Gott eins wird. Darin liegt keine Gefahr für die Menschheit. Wie der einzelne &#8222;seinen&#8220; Gott nicht dem anderen streitig macht, sondern Gott preist, wenn möglichst oft ein einzelner ihn als &#8222;seinen&#8220; Gott findet, so streiten wir auch als Volk mit den anderen Völkern nicht um den Besitz Gottes. Wir gönnen ihnen diesen Besitz. Das Bekenntnis zu &#8222;unserem&#8220; Gott und Vater ist nicht ordnär exklusiv, ist darum kein religiöser Atavismus; unsere deutschen Kirchen haben bis jetzt auch die Feinde in ihren Gebeten nicht vergessen, und hinter den lauten Bittgebeten unserer Volksgemeinden steht heimlich die stille Sehnsucht nach dem Menschheits-Vaterunser, zu welchem alle Völker und Zungen sich dereinst vereinigen müssen.&#8220;</p>
<p>Deissmann, Der Krieg und die Religion, in: Deutsche Reden in schwerer Zeit 9, 17-18; Auszüge auch in Gerber, Deissmann the Philologist, 305 und 491f.; die Analyse von Deissmanns Verhältnis zum &#8222;deutschen Gott&#8220; bei Gerber 300-307 mit dem Ergebnis 307: &#8222;Being an internationalist, Deissmann had never accepted the jingoistic notion of a German God.&#8220;</p>
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		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/michael-beintker-krisis-und-gnade/21289/comment-page-1/#comment-23259</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Sep 2013 06:53:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Alexander: Danke für den Hinweis, dass Deissmann sich noch 1914 vom Nationalismus distanzierte. Es freute mich. 

Beintker bezieht sich auf die Zeit bis 1914/15. Deissmann hat demnach nicht nur das Manifest unterschrieben, sondern sich in seiner Rede &quot;Der Krieg und die Religionen&quot; noch am 12. November 1914 entsprechend geäußert. Zitat (S. 46):



&lt;blockquote&gt;So beschwor beispielsweise Adolf Deißmann in einer Rede im November 1914 den »deutschefn], de[n] nationale[n] Gott!«, rühmte die religiöse Erweckung des deutschen Volkes im August 1914 und pries das Zeugnis »von der Offenbarung des deutschen Gottes in unserem heiligen Kriege«. &lt;/blockquote&gt;



Noch 1915 soll Deissmann in der Weihrede eines Eisenkreuzes das eine Parallele von Eisernem Kreuz und Christuskreuz angedeutet haben.

Als Quelle dient hier; G. Besier, Die protestantischen Kirchen Europas im Ersten Weltkrieg: ein Quellen- und Arbeitsbuch, Vandenhoeck &amp; Ruprecht, 1984. Da ich weder Zugang zur Untersuchung von Albrecht Gerber noch zum Buch von Besier habe, kann ich das freilich nicht prüfen. Falls jemand Zugang zur Rede hat, wäre ich für eine Prüfung dankbar.

Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Alexander: Danke für den Hinweis, dass Deissmann sich noch 1914 vom Nationalismus distanzierte. Es freute mich. </p>
<p>Beintker bezieht sich auf die Zeit bis 1914/15. Deissmann hat demnach nicht nur das Manifest unterschrieben, sondern sich in seiner Rede &#8222;Der Krieg und die Religionen&#8220; noch am 12. November 1914 entsprechend geäußert. Zitat (S. 46):</p>
<blockquote><p>So beschwor beispielsweise Adolf Deißmann in einer Rede im November 1914 den »deutschefn], de[n] nationale[n] Gott!«, rühmte die religiöse Erweckung des deutschen Volkes im August 1914 und pries das Zeugnis »von der Offenbarung des deutschen Gottes in unserem heiligen Kriege«. </p></blockquote>
<p>Noch 1915 soll Deissmann in der Weihrede eines Eisenkreuzes das eine Parallele von Eisernem Kreuz und Christuskreuz angedeutet haben.</p>
<p>Als Quelle dient hier; G. Besier, Die protestantischen Kirchen Europas im Ersten Weltkrieg: ein Quellen- und Arbeitsbuch, Vandenhoeck &#038; Ruprecht, 1984. Da ich weder Zugang zur Untersuchung von Albrecht Gerber noch zum Buch von Besier habe, kann ich das freilich nicht prüfen. Falls jemand Zugang zur Rede hat, wäre ich für eine Prüfung dankbar.</p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Alexander		</title>
		<link>https://theoblog.de/michael-beintker-krisis-und-gnade/21289/comment-page-1/#comment-23256</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alexander]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Sep 2013 21:03:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=21289#comment-23256</guid>

					<description><![CDATA[Entschuldige, dass ich mich zu einem ganz untergeordneten Punkt äußere, aber wenn Beintker (und ich nehme an, Du referierst ihn an dieser Stelle) Deissmann auf die Seite einer nationalisierten Theologie stellt, dann ist das völlig verfehlt. Deissmann hat sich noch Ende 1914 von dem berühmt-berüchtigten &#039;Manifest der 93&#039; innerlich distanziert, konnte dem aber aufgrund der Zensur während des 1. WK keinen Ausdruck geben. Er war dann während und nach dem Krieg mit seinem &#039;Evangelischen Wochenbrief&#039; ein Vorreiter der Völkerverständigung und wurde für diese Arbeit sogar, was kaum einer weiß, für den Friedensnobelpreis nominiert. In seinem Berliner Rektoratsjahr 1930 wurde er vom radikalen studentischen Mob sogar verprügelt, ein traumatisches Erlebnis. Alles nachzulesen in der Arbeit von Albrecht Gerber, Deissman the Philologist.

Und jetzt dürfen die Barth-Experten ran.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Entschuldige, dass ich mich zu einem ganz untergeordneten Punkt äußere, aber wenn Beintker (und ich nehme an, Du referierst ihn an dieser Stelle) Deissmann auf die Seite einer nationalisierten Theologie stellt, dann ist das völlig verfehlt. Deissmann hat sich noch Ende 1914 von dem berühmt-berüchtigten &#8218;Manifest der 93&#8216; innerlich distanziert, konnte dem aber aufgrund der Zensur während des 1. WK keinen Ausdruck geben. Er war dann während und nach dem Krieg mit seinem &#8218;Evangelischen Wochenbrief&#8216; ein Vorreiter der Völkerverständigung und wurde für diese Arbeit sogar, was kaum einer weiß, für den Friedensnobelpreis nominiert. In seinem Berliner Rektoratsjahr 1930 wurde er vom radikalen studentischen Mob sogar verprügelt, ein traumatisches Erlebnis. Alles nachzulesen in der Arbeit von Albrecht Gerber, Deissman the Philologist.</p>
<p>Und jetzt dürfen die Barth-Experten ran.</p>
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