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	Kommentare zu: Möglichkeiten und Grenzen religiöser Projektion	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		Von: Kommentator		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kommentator]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2026 00:53:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Gerade im eng abgegrenzten freikirchlichen Milieu kann sich Bedürfnisreligion voll entfalten. Aber ebenso hervorragend überprüft werden: Lassen sich die dort typischen Sonderlehrsätze auf die komplette Menschheit verallgemeinern? Oder nimmt ihre Vorhersagegenaukeit mit zunehmender Entfernung von der typischen Pietismusgemeinde drastisch ab?

Klassischer Hergang im 19. Jahrhundert: Nach Umzug aus dem Outback in die Großstadt wird die Herkunftsreligion abgelegt. Sie funktionierte noch im kleinen dörflichen Kontext, hält der empirischen Überprüfung in der Vielfalt des städtischen Elends aber nicht stand.

Im Westen korreliert die christliche Religion mit Wohlstand und nimmt mit zunehmender Armut ab: am steuerlichen Existenzminimum wird regelmäßig nicht getauft. Dort wo die westlichen Missionare unterwegs waren, ist es hingegen genau andersherum: Die Christen stellen sich regelmäßig als verarmte und verfolgte Minderheit dar, während der Wohlstand der jeweils regional vorherrschenden Religion angehört. In beiden Fällen werden durch die Religion jeweils Bedürfnisse gedeckt.

Ist also nicht ganz von der Hand zu weisen, wenn es so schwierig ist, ein universell gültiges Prinzip von regionalen Kulturformen abzugrenzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade im eng abgegrenzten freikirchlichen Milieu kann sich Bedürfnisreligion voll entfalten. Aber ebenso hervorragend überprüft werden: Lassen sich die dort typischen Sonderlehrsätze auf die komplette Menschheit verallgemeinern? Oder nimmt ihre Vorhersagegenaukeit mit zunehmender Entfernung von der typischen Pietismusgemeinde drastisch ab?</p>
<p>Klassischer Hergang im 19. Jahrhundert: Nach Umzug aus dem Outback in die Großstadt wird die Herkunftsreligion abgelegt. Sie funktionierte noch im kleinen dörflichen Kontext, hält der empirischen Überprüfung in der Vielfalt des städtischen Elends aber nicht stand.</p>
<p>Im Westen korreliert die christliche Religion mit Wohlstand und nimmt mit zunehmender Armut ab: am steuerlichen Existenzminimum wird regelmäßig nicht getauft. Dort wo die westlichen Missionare unterwegs waren, ist es hingegen genau andersherum: Die Christen stellen sich regelmäßig als verarmte und verfolgte Minderheit dar, während der Wohlstand der jeweils regional vorherrschenden Religion angehört. In beiden Fällen werden durch die Religion jeweils Bedürfnisse gedeckt.</p>
<p>Ist also nicht ganz von der Hand zu weisen, wenn es so schwierig ist, ein universell gültiges Prinzip von regionalen Kulturformen abzugrenzen.</p>
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