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	Kommentare zu: Papst befürwortet homosexuelle Partnerschaften	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>
		Von: Der Vatikan erklärt die Worte des Papstes - TheoBlog.de		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87693</link>

		<dc:creator><![CDATA[Der Vatikan erklärt die Worte des Papstes - TheoBlog.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2020 07:44:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[&#8230;] befürwortet hat und damit innerkirchlichen Diskussionen ein Steilvorlage gegeben hat (siehe hier). Der Vatikan hat sich inzwischen in die Auseinandersetzung um die richtige Deutung der zitierten [&#8230;]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] befürwortet hat und damit innerkirchlichen Diskussionen ein Steilvorlage gegeben hat (siehe hier). Der Vatikan hat sich inzwischen in die Auseinandersetzung um die richtige Deutung der zitierten [&#8230;]</p>
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		<title>
		Von: Tim-Christian		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87663</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tim-Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2020 14:47:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lieber Alex, 

das hast Du gut erkannt. Ich teile deine Wertschätzung eines innerkirchlichen Pluralismus nämlich keineswegs. Ich halte es da mit Luther: &quot;&lt;span&gt;Spiritus sanctus non est scepticus.&quot; &lt;/span&gt;

&lt;span&gt;Meiner Meinung nach ist es ein großes Übel unserer Kirchenzeit, dass viele Bischöfe und Pastoren ihrer Hirtenpflicht nicht mehr nachkommen, indem sie es unterlassen, klare Verurteilungen auszusprechen und so notwendige Grenzen zu ziehen. Besagter Luther konnte seinerzeit zu den sogenannten Zwickauer Propheten sagen: &quot;Eurem Geist hau&#039; ich auf die Schnauze.&quot; Heute liegen an den Büchertischen selbst evangelikaler Gemeinden Bücher aus, die geistlich nicht minder gefährlich sind als die Botschaft dieser reformatorischen Schwärmer.   &lt;/span&gt;

Man führe sich das mal vor Augen: Von Paulus an (vgl. Gal 1,8) bis zur &quot;Barmer Erklärung&quot; waren die Kirchen &lt;em&gt;immer &lt;/em&gt;in der Lage, klare Anathemata und Verwerfungen zu formulieren, um die Gläubigen vor falscher Lehre zu schützen. Heute macht man plötzlich eine Tugend daraus, wenn Ratsvorsitzende eine adoptianistische Christologie vertreten (Schneider) oder die Heilsnotwendigkeit des Glaubens an Jesus leugnen (Bedford-Strohm), wenn Bischöfe in Radiointerviews die leibliche Auferstehung leugnen (Käßmann) und Pastoren in Weihnachtsgottesdiensten von der Kanzel verkündigen, dass Jesus weder in Bethlehem noch von einer Jungfrau geboren sei (selbst mehrfach gehört). Und all das, ohne jegliche Konsequenzen. Da wird doch das Sprechen des apostolischen Glaubensbekenntnisses im sonntäglichen Gottesdienst zur reinen Farce. Von den zahlreichen ethischen Verirrungen innerhalb der EKD-Gliedkirchen mal ganz abgesehen.   

Ich persönlich halte es mit dem von mir sehr geschätzten Theologen Hermann Sasse, der schreibt: „Wie ein Mensch sterben muß, dessen Nieren die Gifte nicht mehr ausscheiden, die sich im Körper angesammelt haben, so muß die Kirche sterben, welche die Häresie nicht mehr ausscheidet.“ Wir sind heuer Zeugen dieses Sterbeprozesses der Groß- und Volkskirchen (die katholische Kirche in Deutschland steht mit ihrem Synodalen Prozess nicht viel besser da). Man hat es jahrzehntelang unterlassen, sich um religiöse Bildung und Katechese zu kümmern und steht heute unter demselben Verdikt wie die Israeliten zur Zeit Hoseas: &quot;&lt;span&gt;Mein Volk geht zugrunde aus Mangel an Erkenntnis&quot; (4,6).&lt;/span&gt;

Und um diesem Missverständnis vorzubeugen: Es geht mir hierbei nicht um Gemeindeglieder, die Zweifel haben, mit der ein oder anderen Lehre hadern oder in ihrer Lebensführung hinter der biblischen Ethik zurückbleiben. All das kann und muss in der Pastoral mit Liebe, Verständnis und Unterstützung aufgefangen werden. Es gibt diesbezüglich ein schönes Zitat aus der Feder des französischen Thomisten &lt;span&gt;Réginald Garrigou-Lagrange&lt;/span&gt;: &quot;&lt;span&gt;Die Kirche ist intolerant in den Prinzipien, weil sie glaubt; aber sie ist tolerant in der Praxis, weil sie liebt. Die Feinde der Kirche sind tolerant in den Prinzipien, weil sie nicht glauben; aber sie sind intolerant in der Praxis, weil sie nicht lieben.&quot;&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;LG &lt;/span&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Alex, </p>
<p>das hast Du gut erkannt. Ich teile deine Wertschätzung eines innerkirchlichen Pluralismus nämlich keineswegs. Ich halte es da mit Luther: &#8222;<span>Spiritus sanctus non est scepticus.&#8220; </span></p>
<p><span>Meiner Meinung nach ist es ein großes Übel unserer Kirchenzeit, dass viele Bischöfe und Pastoren ihrer Hirtenpflicht nicht mehr nachkommen, indem sie es unterlassen, klare Verurteilungen auszusprechen und so notwendige Grenzen zu ziehen. Besagter Luther konnte seinerzeit zu den sogenannten Zwickauer Propheten sagen: &#8222;Eurem Geist hau&#8216; ich auf die Schnauze.&#8220; Heute liegen an den Büchertischen selbst evangelikaler Gemeinden Bücher aus, die geistlich nicht minder gefährlich sind als die Botschaft dieser reformatorischen Schwärmer.   </span></p>
<p>Man führe sich das mal vor Augen: Von Paulus an (vgl. Gal 1,8) bis zur &#8222;Barmer Erklärung&#8220; waren die Kirchen <em>immer </em>in der Lage, klare Anathemata und Verwerfungen zu formulieren, um die Gläubigen vor falscher Lehre zu schützen. Heute macht man plötzlich eine Tugend daraus, wenn Ratsvorsitzende eine adoptianistische Christologie vertreten (Schneider) oder die Heilsnotwendigkeit des Glaubens an Jesus leugnen (Bedford-Strohm), wenn Bischöfe in Radiointerviews die leibliche Auferstehung leugnen (Käßmann) und Pastoren in Weihnachtsgottesdiensten von der Kanzel verkündigen, dass Jesus weder in Bethlehem noch von einer Jungfrau geboren sei (selbst mehrfach gehört). Und all das, ohne jegliche Konsequenzen. Da wird doch das Sprechen des apostolischen Glaubensbekenntnisses im sonntäglichen Gottesdienst zur reinen Farce. Von den zahlreichen ethischen Verirrungen innerhalb der EKD-Gliedkirchen mal ganz abgesehen.   </p>
<p>Ich persönlich halte es mit dem von mir sehr geschätzten Theologen Hermann Sasse, der schreibt: „Wie ein Mensch sterben muß, dessen Nieren die Gifte nicht mehr ausscheiden, die sich im Körper angesammelt haben, so muß die Kirche sterben, welche die Häresie nicht mehr ausscheidet.“ Wir sind heuer Zeugen dieses Sterbeprozesses der Groß- und Volkskirchen (die katholische Kirche in Deutschland steht mit ihrem Synodalen Prozess nicht viel besser da). Man hat es jahrzehntelang unterlassen, sich um religiöse Bildung und Katechese zu kümmern und steht heute unter demselben Verdikt wie die Israeliten zur Zeit Hoseas: &#8222;<span>Mein Volk geht zugrunde aus Mangel an Erkenntnis&#8220; (4,6).</span></p>
<p>Und um diesem Missverständnis vorzubeugen: Es geht mir hierbei nicht um Gemeindeglieder, die Zweifel haben, mit der ein oder anderen Lehre hadern oder in ihrer Lebensführung hinter der biblischen Ethik zurückbleiben. All das kann und muss in der Pastoral mit Liebe, Verständnis und Unterstützung aufgefangen werden. Es gibt diesbezüglich ein schönes Zitat aus der Feder des französischen Thomisten <span>Réginald Garrigou-Lagrange</span>: &#8222;<span>Die Kirche ist intolerant in den Prinzipien, weil sie glaubt; aber sie ist tolerant in der Praxis, weil sie liebt. Die Feinde der Kirche sind tolerant in den Prinzipien, weil sie nicht glauben; aber sie sind intolerant in der Praxis, weil sie nicht lieben.&#8220;</span></p>
<p><span>LG </span></p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Alex		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87659</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alex]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2020 08:47:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Versteh mich nicht falsch, natürlich ist die HkM kein &quot;Generalschlüssel&quot;, auch wenn dieser Methode nicht selten diese Funktion für alle Bibelstellen zugeschrieben wird. Es gibt Auswüchse innerhalb dieser Methode, die nicht mehr nachzuvollziehen sind. Und welche Auswirkungen es auf den Alltag der Kirchen hat, habe ich am eigenen Leib als Verantwortlicher in diesen Strukturen erlebt. 
Aber es macht auf mich den Eindruck, dass du von der anderen Seite vom Pferd fällst. Was sollen den genuin theologische Gründe sein? Alle theologischen Aussagen die wir tätigen haben eine Hermeneutik im Hintergrund, derer wir uns bedienen. Auch du bedienst dich einer, die genauso paradigmatisch ist und Prämissen enthält, die du nicht weiter hinterfragst. Warum sonst gibt es so viele unterschiedliche Lehrmeinungen und entsprechende Denominationen? Und das ist ja soweit auch in Ordnung! Aber das was mich stört, wenn ich das so sagen darf, ist die Tatsache, dass bei deinen Aussagen immer indirekt eine Verurteilung des Glaubens anderer mitschwingt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Versteh mich nicht falsch, natürlich ist die HkM kein &#8222;Generalschlüssel&#8220;, auch wenn dieser Methode nicht selten diese Funktion für alle Bibelstellen zugeschrieben wird. Es gibt Auswüchse innerhalb dieser Methode, die nicht mehr nachzuvollziehen sind. Und welche Auswirkungen es auf den Alltag der Kirchen hat, habe ich am eigenen Leib als Verantwortlicher in diesen Strukturen erlebt.<br />
Aber es macht auf mich den Eindruck, dass du von der anderen Seite vom Pferd fällst. Was sollen den genuin theologische Gründe sein? Alle theologischen Aussagen die wir tätigen haben eine Hermeneutik im Hintergrund, derer wir uns bedienen. Auch du bedienst dich einer, die genauso paradigmatisch ist und Prämissen enthält, die du nicht weiter hinterfragst. Warum sonst gibt es so viele unterschiedliche Lehrmeinungen und entsprechende Denominationen? Und das ist ja soweit auch in Ordnung! Aber das was mich stört, wenn ich das so sagen darf, ist die Tatsache, dass bei deinen Aussagen immer indirekt eine Verurteilung des Glaubens anderer mitschwingt.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Tim-Christian		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87655</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tim-Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2020 08:19:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die HKM lehne ich keineswegs rundweg ab, sie ist aber bestenfalls eine Facette zum besseren Verständnis der Schrift. Das Problem ist doch, dass sie im 19. Jh. innerhalb der akademischen Theologie zur dominanten, wenn nicht gar einzigen Methode erhoben wurde, und alle anderen Ansätze nunmehr als unwissenschaftlich gelten. Und diese Hegemonie der HKM hat eben nichts mit genuin theologischen Argumenten zu tun, sondern gründet ganz einfach in einem weltanschaulichen und philosophischen Wandel. Anstatt diesem zu widerstehen und das eigene Erbe zu bewahren, hat sich die westliche Theologie einer (ihrem Selbstverständnis nach!) atheistischen Methodik verschrieben und sich so mehr und mehr selbst säkularisiert. Die Quittung zahlt die Kirche seit Jahrzehnten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die HKM lehne ich keineswegs rundweg ab, sie ist aber bestenfalls eine Facette zum besseren Verständnis der Schrift. Das Problem ist doch, dass sie im 19. Jh. innerhalb der akademischen Theologie zur dominanten, wenn nicht gar einzigen Methode erhoben wurde, und alle anderen Ansätze nunmehr als unwissenschaftlich gelten. Und diese Hegemonie der HKM hat eben nichts mit genuin theologischen Argumenten zu tun, sondern gründet ganz einfach in einem weltanschaulichen und philosophischen Wandel. Anstatt diesem zu widerstehen und das eigene Erbe zu bewahren, hat sich die westliche Theologie einer (ihrem Selbstverständnis nach!) atheistischen Methodik verschrieben und sich so mehr und mehr selbst säkularisiert. Die Quittung zahlt die Kirche seit Jahrzehnten.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Tim-Christian		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87654</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tim-Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2020 21:36:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Alex 

Entschuldige, aber Du bist hier doch derjenige, der die von Aposteln, Kirchenvätern, Reformatoren und Bekenntnissen vertretene klassische Lehre im Kommentarbereich eines reformatorischen Blogs in Frage stellt, ohne genau zu benennen, warum und weshalb.  

Die HKM ist in der Tat eine atheistische Methode, die ich in Teilen nichtsdestotrotz für gewinnbringend halte. Das Elend ist aber, dass sie innerhalb der akademischen Theologie zur dominanten, wenn nicht gar einzigen Methode avanciert ist und alles andere inzwischen als unwissenschaftlich abgelehnt wird. Und diese Hegemonie oder Alleinherrschaft der HKM gründet nicht auf genuin theologischen Argumenten, sondern ist schlichtweg dem Wechsel weltanschaulicher und philosophischer Voraussetzungen geschuldet. Anstatt hier zu widerstehen und (auch) auf dem eigenen Erbe zu beharren, haben sich weite Teile der westlichen Kirche auf diese Weise nach und nach selbst säkularisiert. Dafür zahlen wir nun seit mehreren Jahrzehnten die Quittung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Alex </p>
<p>Entschuldige, aber Du bist hier doch derjenige, der die von Aposteln, Kirchenvätern, Reformatoren und Bekenntnissen vertretene klassische Lehre im Kommentarbereich eines reformatorischen Blogs in Frage stellt, ohne genau zu benennen, warum und weshalb.  </p>
<p>Die HKM ist in der Tat eine atheistische Methode, die ich in Teilen nichtsdestotrotz für gewinnbringend halte. Das Elend ist aber, dass sie innerhalb der akademischen Theologie zur dominanten, wenn nicht gar einzigen Methode avanciert ist und alles andere inzwischen als unwissenschaftlich abgelehnt wird. Und diese Hegemonie oder Alleinherrschaft der HKM gründet nicht auf genuin theologischen Argumenten, sondern ist schlichtweg dem Wechsel weltanschaulicher und philosophischer Voraussetzungen geschuldet. Anstatt hier zu widerstehen und (auch) auf dem eigenen Erbe zu beharren, haben sich weite Teile der westlichen Kirche auf diese Weise nach und nach selbst säkularisiert. Dafür zahlen wir nun seit mehreren Jahrzehnten die Quittung.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Alex		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87653</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alex]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2020 21:02:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es geht doch nicht darum, dass wir gezwungen werden, etwas auf nur eine Art zu sehen. Theologie treiben ist immer auch verbunden mit Vorverständnis. Es geht also um Plausibilität und Entscheidung zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten. 

Was die akademische Theologie angeht: HKM?! 

Aber diese ist für dich, so wie ich dich bisher verstanden habe, sicherlich nur ein Ausdruck von Unglauben und keine theologische Arbeit. Und dann drehen wir uns im Kreis....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht doch nicht darum, dass wir gezwungen werden, etwas auf nur eine Art zu sehen. Theologie treiben ist immer auch verbunden mit Vorverständnis. Es geht also um Plausibilität und Entscheidung zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten. </p>
<p>Was die akademische Theologie angeht: HKM?! </p>
<p>Aber diese ist für dich, so wie ich dich bisher verstanden habe, sicherlich nur ein Ausdruck von Unglauben und keine theologische Arbeit. Und dann drehen wir uns im Kreis&#8230;.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tim-Christian		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87652</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tim-Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2020 19:25:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Alex

Dann statt Fragenzeichen mal Butter bei die Fische. Warum spielen Inspiration und kanonische Schriftauslegung in der akademischen Theologie seit dem 19. Jahrhundert (fast) keine Rolle mehr? Gab es da irgendwelche bahnbrechenden Erkenntnisse oder gar Neoffenbarungen, die uns dazu zwingen, 2 Tim 3,16 nicht mehr zu glauben?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Alex</p>
<p>Dann statt Fragenzeichen mal Butter bei die Fische. Warum spielen Inspiration und kanonische Schriftauslegung in der akademischen Theologie seit dem 19. Jahrhundert (fast) keine Rolle mehr? Gab es da irgendwelche bahnbrechenden Erkenntnisse oder gar Neoffenbarungen, die uns dazu zwingen, 2 Tim 3,16 nicht mehr zu glauben?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Alex		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87651</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alex]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2020 18:49:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Tim, jetzt mal ehrlich: Keine theologischen Gründe gegen die klassische Inspirationslehre???? Echt jetzt???]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tim, jetzt mal ehrlich: Keine theologischen Gründe gegen die klassische Inspirationslehre???? Echt jetzt???</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tim-Christian		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87649</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tim-Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2020 10:59:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Helge

Nicht in der Theologie, von der wir hier ja sprachen. Dass das von vielen Theologen heute so gesehen wird, zeigt nur, wie glaubensmäßig bankrott die akademische Theologie vielerorts ist. Man lässt den Heiligen Geist und die klassische Inspirationslehre fahren, ohne dafür genuin theologische (!) Gründe zu haben und verschreibt sich stattdessen atheistischen Methoden. Das hat dann aber mehr mit dem weltanschaulichen Aufstieg von Szientismus und Rationalismus im 18./19. Jahrhundert zu tun als mit guter Theologie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Helge</p>
<p>Nicht in der Theologie, von der wir hier ja sprachen. Dass das von vielen Theologen heute so gesehen wird, zeigt nur, wie glaubensmäßig bankrott die akademische Theologie vielerorts ist. Man lässt den Heiligen Geist und die klassische Inspirationslehre fahren, ohne dafür genuin theologische (!) Gründe zu haben und verschreibt sich stattdessen atheistischen Methoden. Das hat dann aber mehr mit dem weltanschaulichen Aufstieg von Szientismus und Rationalismus im 18./19. Jahrhundert zu tun als mit guter Theologie.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Helge Beck		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87648</link>

		<dc:creator><![CDATA[Helge Beck]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2020 09:24:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Eine allgemein verständliche Diskussion ist beim Versuch den &quot;heiligen Geist&quot; als Argument vorzubringen gescheitert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine allgemein verständliche Diskussion ist beim Versuch den &#8222;heiligen Geist&#8220; als Argument vorzubringen gescheitert.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tim-Christian		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87647</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tim-Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2020 07:37:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ja, ein Prozess - aber im kafkaesken Sinn.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, ein Prozess &#8211; aber im kafkaesken Sinn.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Alex		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87646</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alex]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2020 06:25:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Tim, das mag zwar sein. Aber in deinem selbst eingestellten Link schlägt die katholische Kirche doch ein weiteres Vorgehen zur Klärung der noch vorhandenen Unstimmigkeiten vor. Du siehst, es ist ein Prozess...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tim, das mag zwar sein. Aber in deinem selbst eingestellten Link schlägt die katholische Kirche doch ein weiteres Vorgehen zur Klärung der noch vorhandenen Unstimmigkeiten vor. Du siehst, es ist ein Prozess&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tim-Christian		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87645</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tim-Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 22:38:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Clemens

Nein, das ist sie mitnichten! Ich habe dieses Dokument wirklich eingehend studiert und halte es für einen ökumenischen Taschenspielertrick. Strittige Punkte werden ausgeklammert, Differenzen verschleiert und mit Worthülsen überdeckt, in die jede Seite das Ihre hineinlesen kann. Mit dieser Kritik stehe ich auch keinesfalls alleine da: 

&quot;Hingegen protestierten damals und später über 200 evangelische Theologieprofessoren vehement gegen den Text, weil sie darin lutherisch-protestantische Grundüberzeugungen verwässert, ja die evangelische Kirche katholisch „über den Tisch gezogen“ sahen. Gerade führende evangelische Theologen und Kenner der Rechtfertigungslehre wie Jörg Baur, Eberhard Jüngel und Christoph Markschies gehörten zu den profilierten Kritikern der Erklärung. Aus katholischer Sicht hat vor allem der Münchener Dogmatiker und spätere Kardinal Leo Scheffczyk (1920–2005) fundamentale und noch zu wenig rezipierte Anfragen formuliert. Er bemängelt in mehreren Aufsätzen (abgedruckt in: „Ökumene. Der steile Weg der Wahrheit“, Siegburg 2004) und in einem Interview mit dieser Zeitung („Die Tagespost“ vom 10. Juli 1999) die Distanz der Erklärung zum Rechtfertigungsdekret des Tridentinums als Norm katholischen Glaubens und spricht von einem „irrigen Ansatz“ in der Übernahme der protestantischen Ausschaltung menschlicher Mitwirkung.&quot;

https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/Umstrittener-Konsens;art4874,202639

Selbst dem Vatikan ging das Ganze damals zu weit, sodass die Glaubenskongregation in der Folge wieder arg zurück rudern musste. Siehe hier: 

http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/chrstuni/documents/rc_pc_chrstuni_doc_01081998_off-answer-catholic_ge.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Clemens</p>
<p>Nein, das ist sie mitnichten! Ich habe dieses Dokument wirklich eingehend studiert und halte es für einen ökumenischen Taschenspielertrick. Strittige Punkte werden ausgeklammert, Differenzen verschleiert und mit Worthülsen überdeckt, in die jede Seite das Ihre hineinlesen kann. Mit dieser Kritik stehe ich auch keinesfalls alleine da: </p>
<p>&#8222;Hingegen protestierten damals und später über 200 evangelische Theologieprofessoren vehement gegen den Text, weil sie darin lutherisch-protestantische Grundüberzeugungen verwässert, ja die evangelische Kirche katholisch „über den Tisch gezogen“ sahen. Gerade führende evangelische Theologen und Kenner der Rechtfertigungslehre wie Jörg Baur, Eberhard Jüngel und Christoph Markschies gehörten zu den profilierten Kritikern der Erklärung. Aus katholischer Sicht hat vor allem der Münchener Dogmatiker und spätere Kardinal Leo Scheffczyk (1920–2005) fundamentale und noch zu wenig rezipierte Anfragen formuliert. Er bemängelt in mehreren Aufsätzen (abgedruckt in: „Ökumene. Der steile Weg der Wahrheit“, Siegburg 2004) und in einem Interview mit dieser Zeitung („Die Tagespost“ vom 10. Juli 1999) die Distanz der Erklärung zum Rechtfertigungsdekret des Tridentinums als Norm katholischen Glaubens und spricht von einem „irrigen Ansatz“ in der Übernahme der protestantischen Ausschaltung menschlicher Mitwirkung.&#8220;</p>
<p><a href="https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/Umstrittener-Konsens;art4874,202639" rel="nofollow ugc">https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/Umstrittener-Konsens;art4874,202639</a></p>
<p>Selbst dem Vatikan ging das Ganze damals zu weit, sodass die Glaubenskongregation in der Folge wieder arg zurück rudern musste. Siehe hier: </p>
<p><a href="http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/chrstuni/documents/rc_pc_chrstuni_doc_01081998_off-answer-catholic_ge.html" rel="nofollow ugc">http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/chrstuni/documents/rc_pc_chrstuni_doc_01081998_off-answer-catholic_ge.html</a></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Alex		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87644</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alex]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 22:35:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35759#comment-87644</guid>

					<description><![CDATA[Auch in der Frage des Papsttums gibt es in der gegenwärtigen theologischen Diskussion Annäherungen zwischen ev. und kath. Kirche...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch in der Frage des Papsttums gibt es in der gegenwärtigen theologischen Diskussion Annäherungen zwischen ev. und kath. Kirche&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Clemens Altenberg		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87643</link>

		<dc:creator><![CDATA[Clemens Altenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 22:18:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35759#comment-87643</guid>

					<description><![CDATA[@ Tim

Die katholische Lehre zur Rechtfertigung ist mittlerweile biblisch:

http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/chrstuni/documents/rc_pc_chrstuni_doc_31101999_cath-luth-joint-declaration_ge.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@ Tim</p>
<p>Die katholische Lehre zur Rechtfertigung ist mittlerweile biblisch:</p>
<p><a href="http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/chrstuni/documents/rc_pc_chrstuni_doc_31101999_cath-luth-joint-declaration_ge.html" rel="nofollow ugc">http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/chrstuni/documents/rc_pc_chrstuni_doc_31101999_cath-luth-joint-declaration_ge.html</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tim-Christian		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87642</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tim-Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 19:11:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35759#comment-87642</guid>

					<description><![CDATA[@Helge

Unvoreingenommen - oder ungläubig? Oder ist das bei Dir Deckungsgleich?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Helge</p>
<p>Unvoreingenommen &#8211; oder ungläubig? Oder ist das bei Dir Deckungsgleich?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tim-Christian		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87641</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tim-Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 19:00:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35759#comment-87641</guid>

					<description><![CDATA[@Alex

1.) Das kommt darauf an, was Du unter Entwicklung verstehst. Auch ich würde z.B. sagen, dass es eine progressiv verlaufende Heils- und Offenbarungsgeschichte gibt, die mit dem Kommen Christi und dem apostolischen Zeugnis von ihm ihren Höhepunkt erreicht (vgl. Lk 16,16; Heb 1,1.2). Das hat aber, frei nach Irenäus, etwas mit der göttlichen Pädagogik mit dem gefallenen Menschengeschlecht zu tun, und nicht damit, dass Menschen Religion selbstständig weiterentwickeln und den jeweiligen Gegebenheiten anpassen.

2.) Hierauf gibt es zwei mögliche Antworten: Sie sind gültig, sofern sie schriftgemäß sind (Quatenus-Bindung). Oder. Sie sind verbindlich, weil sie schriftgemäß sind (Quia-Bindung). Ich persönlich tendiere zur letzteren Sichtweise. Die römisch-katholischen Lehren hingegen sind nicht schriftgemäß (e.g. Rechtfertigung) oder gehen in unzulässiger Weise über die Schrift hinaus (e.g. Assumptio-Dogma).

3.) Doch, natürlich. Die Bekenntnisse sind aber nicht einfach Privattheologie der großen Reformatoren. In der Konkordienformel wird Luther zuweilen sogar kritisiert und Kirchenväter-Zitate belegen die Übereinstimmung mit der alten Kirche. Als Lutheraner muss ich also keineswegs alles glauben oder gut finden, was Luther je gesagt hat. Selbiges gilt für Calvinisten. Und wenn ein eindeutiger exegetischer Beweis erbracht würde, dass die Bekenntnisse schriftwidrig lehren, dann müssten sie dementsprechend korrigiert werden. Aber Röm 7 ist diesbezüglich ein gutes Beispiel, da ich der Meinung bin, dass Luther, Calvin und die reformatorischen Bekenntnisse hier besser auslegen als viele moderne Exegeten, die ja nicht einfach deswegen Recht haben, weil sie moderner sind oder sich zeitweise in der Mehrheit befinden. Würde die Kirche ihre Verkündigung immer danach ausrichten, welche Schule in der Exegese gerade in Mode ist, wäre sie verloren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Alex</p>
<p>1.) Das kommt darauf an, was Du unter Entwicklung verstehst. Auch ich würde z.B. sagen, dass es eine progressiv verlaufende Heils- und Offenbarungsgeschichte gibt, die mit dem Kommen Christi und dem apostolischen Zeugnis von ihm ihren Höhepunkt erreicht (vgl. Lk 16,16; Heb 1,1.2). Das hat aber, frei nach Irenäus, etwas mit der göttlichen Pädagogik mit dem gefallenen Menschengeschlecht zu tun, und nicht damit, dass Menschen Religion selbstständig weiterentwickeln und den jeweiligen Gegebenheiten anpassen.</p>
<p>2.) Hierauf gibt es zwei mögliche Antworten: Sie sind gültig, sofern sie schriftgemäß sind (Quatenus-Bindung). Oder. Sie sind verbindlich, weil sie schriftgemäß sind (Quia-Bindung). Ich persönlich tendiere zur letzteren Sichtweise. Die römisch-katholischen Lehren hingegen sind nicht schriftgemäß (e.g. Rechtfertigung) oder gehen in unzulässiger Weise über die Schrift hinaus (e.g. Assumptio-Dogma).</p>
<p>3.) Doch, natürlich. Die Bekenntnisse sind aber nicht einfach Privattheologie der großen Reformatoren. In der Konkordienformel wird Luther zuweilen sogar kritisiert und Kirchenväter-Zitate belegen die Übereinstimmung mit der alten Kirche. Als Lutheraner muss ich also keineswegs alles glauben oder gut finden, was Luther je gesagt hat. Selbiges gilt für Calvinisten. Und wenn ein eindeutiger exegetischer Beweis erbracht würde, dass die Bekenntnisse schriftwidrig lehren, dann müssten sie dementsprechend korrigiert werden. Aber Röm 7 ist diesbezüglich ein gutes Beispiel, da ich der Meinung bin, dass Luther, Calvin und die reformatorischen Bekenntnisse hier besser auslegen als viele moderne Exegeten, die ja nicht einfach deswegen Recht haben, weil sie moderner sind oder sich zeitweise in der Mehrheit befinden. Würde die Kirche ihre Verkündigung immer danach ausrichten, welche Schule in der Exegese gerade in Mode ist, wäre sie verloren.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Helge Beck		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87640</link>

		<dc:creator><![CDATA[Helge Beck]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 18:28:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35759#comment-87640</guid>

					<description><![CDATA[Tim Christian deine Glaubensmeinung in allen Ehren und da hört dann auch jedes normale vernünftige Gespräch auf, die historischen Belege sind halt da und werden ganz anders interpretiert von der Mehrzahl der unvoreingenommenen Laien und Gelehrten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tim Christian deine Glaubensmeinung in allen Ehren und da hört dann auch jedes normale vernünftige Gespräch auf, die historischen Belege sind halt da und werden ganz anders interpretiert von der Mehrzahl der unvoreingenommenen Laien und Gelehrten.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Alex		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87639</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alex]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 17:57:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35759#comment-87639</guid>

					<description><![CDATA[Tim Christian, folgende Anfragen:
1. Eine Entwicklung oder einen Prozess innerhalb der Schrift a priori auszuschließen (so macht es bei dir den Eindruck) beruht auf welchen Gründen? 
2. Warum sollen die reformatorischen Bekenntnisschriften immer gültig sein? Und warum sind sie richtiger oder wichtiger als die katholische Lehre? 
3. Exegetischen Ergebnissen von einzelnen Reformatoren wird heute teilweise aus gutem Grund widersprochen, z. B. die Auslegung von Luther zu Römer 7. Hat diese Tatsache für dich eine Relevanz?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tim Christian, folgende Anfragen:<br />
1. Eine Entwicklung oder einen Prozess innerhalb der Schrift a priori auszuschließen (so macht es bei dir den Eindruck) beruht auf welchen Gründen?<br />
2. Warum sollen die reformatorischen Bekenntnisschriften immer gültig sein? Und warum sind sie richtiger oder wichtiger als die katholische Lehre?<br />
3. Exegetischen Ergebnissen von einzelnen Reformatoren wird heute teilweise aus gutem Grund widersprochen, z. B. die Auslegung von Luther zu Römer 7. Hat diese Tatsache für dich eine Relevanz?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tim-Christian		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87638</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tim-Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 14:46:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35759#comment-87638</guid>

					<description><![CDATA[Was die Entstehung der Schrift anbelangt, den Heiligen Geist nicht vergessen! Sicherlich ging es dabei auch menschlich zu, aber doch so, dass am Ende das unfehlbare Erzeugnis stand, welches Gott von Anfang an im Sinn hatte. Und davon gilt: Verbum Dei manet in aeternum.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was die Entstehung der Schrift anbelangt, den Heiligen Geist nicht vergessen! Sicherlich ging es dabei auch menschlich zu, aber doch so, dass am Ende das unfehlbare Erzeugnis stand, welches Gott von Anfang an im Sinn hatte. Und davon gilt: Verbum Dei manet in aeternum.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Helge Beck		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87636</link>

		<dc:creator><![CDATA[Helge Beck]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 13:53:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35759#comment-87636</guid>

					<description><![CDATA[&quot;Die Schrift&quot; ist Ausdruck/Ergebnis von sozialem Konsens, ebenso alle &lt;span&gt;Bekenntnisse und Bekenntnisschriften. Sozialer Konsens ist beständigem Wandel unterworfen.&lt;/span&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Die Schrift&#8220; ist Ausdruck/Ergebnis von sozialem Konsens, ebenso alle <span>Bekenntnisse und Bekenntnisschriften. Sozialer Konsens ist beständigem Wandel unterworfen.</span></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tim-Christian		</title>
		<link>https://theoblog.de/papst-befuerwortet-partnerschaften-fuer-homosexuelle/35759/comment-page-1/#comment-87635</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tim-Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 13:32:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35759#comment-87635</guid>

					<description><![CDATA[@Hel(l)ge ;)

Mit &quot;Wert an sich&quot; will ich zum Ausdruck bringen, dass die Schrift die &quot;einzige Regel und Richtschnur [ist], nach welcher zugleich alle Lehren und Lehrer gerichtet und geurteilt werden sollen&quot; (Epitome). Sie selbst bedarf keiner weiteren innerweltlichen Beglaubigung durch externe Quellen oder Institutionen, da sie sich als Wort Gottes selbst authentifiziert (Autopistie) und schlichtweg wahr ist.

Nichtsdestotrotz braucht die Kirche Bekenntnisse und Bekenntnisschriften, da die Schrift von Häretikern falsch ausgelegt, von Gegnern der Religion bewusst verdreht und sogar von wohlmeinenden Lesern stellenweise falsch verstanden werden kann. Zum Schutz davor, und damit nicht jede Generation dieselben alten Kontroversen jedes Mal neu ausfechten muss, gibt es Bekenntnisse. Diese stehen damit aber nicht über der Schrift, sondern im Dienst des rechten Verständnisses der Schrift.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Hel(l)ge 😉</p>
<p>Mit &#8222;Wert an sich&#8220; will ich zum Ausdruck bringen, dass die Schrift die &#8222;einzige Regel und Richtschnur [ist], nach welcher zugleich alle Lehren und Lehrer gerichtet und geurteilt werden sollen&#8220; (Epitome). Sie selbst bedarf keiner weiteren innerweltlichen Beglaubigung durch externe Quellen oder Institutionen, da sie sich als Wort Gottes selbst authentifiziert (Autopistie) und schlichtweg wahr ist.</p>
<p>Nichtsdestotrotz braucht die Kirche Bekenntnisse und Bekenntnisschriften, da die Schrift von Häretikern falsch ausgelegt, von Gegnern der Religion bewusst verdreht und sogar von wohlmeinenden Lesern stellenweise falsch verstanden werden kann. Zum Schutz davor, und damit nicht jede Generation dieselben alten Kontroversen jedes Mal neu ausfechten muss, gibt es Bekenntnisse. Diese stehen damit aber nicht über der Schrift, sondern im Dienst des rechten Verständnisses der Schrift.</p>
]]></content:encoded>
		
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