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	Kommentare zu: Paul Minot: Was ist mit der Psychiatrie los?	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>
		Von: Ploni Almoni		</title>
		<link>https://theoblog.de/paul-minot-was-ist-mit-der-psychiatrie-los/39872/comment-page-1/#comment-90636</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ploni Almoni]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Sep 2023 18:32:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Jörg, das muss jeder selbst sehen. Ich kann und will das nicht für andere entscheiden. Was ist Wahn? Was ist fehlende Krankheitseinsicht? Was ist merkwürdiges Reden? - Ich jedenfalls weiß es nicht.

Damals in der Klapsmühle in Höchst war eine junge Frau, die durch diese Mittel &quot;gekrampfte Augen&quot; hatte und sich die Augäpfel somit ständig nach oben &quot;krampften&quot;, so dass sie schon gar nicht mehr richtig sehen konnte, was vor ihr auf dem Boden lag. Das tat auch weh. Ich selbst hatte bei Amisulprid die ersten Tage verkrampfte Lippen/einen verkrampften Mund, was aussah, als würde ich jemanden küssen wollen. Das war schrecklich, mal ganz zu schweigen von der schlimmen Sitzunruhe. Am Tag kann man das noch ausgleichen, indem man wie die Ruhelosen umherläuft, aber nachts, wenn man schlafen will, ist es unerträglich. Wenn man dann nett bittet, doch etwas dagegen zu bekommen, wird man angepampt. Letztlich bekam ich Akineton, was alles dankenswerterweise sehr linderte. (Ich habe bis vor einem Jahr dieses Amisulprid genommen und dann abgesetzt, denn auch wenn man keine Nebenwirkungen mehr hat, kommt es nicht selten zu Spätdyskenesien ...  was schreibe ich, was für ein Quatsch ... nach fast 20 Jahren bringt das wohl eh nichts mehr - das Zeug ist in meinem Gehirn.)

Es bricht wieder hervor, was damals schon war und auch jetzt als Christ so zu sein scheint: Wenn man in der Klapse nett und höflich ist, ist es falsch, denn an diesem Ort, an dem Gott nicht ist, kann man als normaler Mensch ja nicht nett und höflich sein, man ist doch dann verängstigt. Ist man hingegen tieftraurig und weint (verzweifelt), weil man eben an einem Ort ist, an dem Gott nicht ist, dann wird man als hysterisch dargestellt.

Man kann sich immer nur falsch entscheiden.

Aber jeder so, wie er mag; soll mir egal sein ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jörg, das muss jeder selbst sehen. Ich kann und will das nicht für andere entscheiden. Was ist Wahn? Was ist fehlende Krankheitseinsicht? Was ist merkwürdiges Reden? &#8211; Ich jedenfalls weiß es nicht.</p>
<p>Damals in der Klapsmühle in Höchst war eine junge Frau, die durch diese Mittel &#8222;gekrampfte Augen&#8220; hatte und sich die Augäpfel somit ständig nach oben &#8222;krampften&#8220;, so dass sie schon gar nicht mehr richtig sehen konnte, was vor ihr auf dem Boden lag. Das tat auch weh. Ich selbst hatte bei Amisulprid die ersten Tage verkrampfte Lippen/einen verkrampften Mund, was aussah, als würde ich jemanden küssen wollen. Das war schrecklich, mal ganz zu schweigen von der schlimmen Sitzunruhe. Am Tag kann man das noch ausgleichen, indem man wie die Ruhelosen umherläuft, aber nachts, wenn man schlafen will, ist es unerträglich. Wenn man dann nett bittet, doch etwas dagegen zu bekommen, wird man angepampt. Letztlich bekam ich Akineton, was alles dankenswerterweise sehr linderte. (Ich habe bis vor einem Jahr dieses Amisulprid genommen und dann abgesetzt, denn auch wenn man keine Nebenwirkungen mehr hat, kommt es nicht selten zu Spätdyskenesien &#8230;  was schreibe ich, was für ein Quatsch &#8230; nach fast 20 Jahren bringt das wohl eh nichts mehr &#8211; das Zeug ist in meinem Gehirn.)</p>
<p>Es bricht wieder hervor, was damals schon war und auch jetzt als Christ so zu sein scheint: Wenn man in der Klapse nett und höflich ist, ist es falsch, denn an diesem Ort, an dem Gott nicht ist, kann man als normaler Mensch ja nicht nett und höflich sein, man ist doch dann verängstigt. Ist man hingegen tieftraurig und weint (verzweifelt), weil man eben an einem Ort ist, an dem Gott nicht ist, dann wird man als hysterisch dargestellt.</p>
<p>Man kann sich immer nur falsch entscheiden.</p>
<p>Aber jeder so, wie er mag; soll mir egal sein &#8230;</p>
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		Von: Jörg D.		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jörg D.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Sep 2023 04:35:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@&lt;span&gt;Ploni Almoni  ich kann Ihre Eindrücke von der Psychiatrie gut verstehen. Was ist aber die Alternative, wenn jemand an einer schwere Psychose leidet, der in seinen Wahnvorstellungen sich und andere gefährdet? Diese Person ist ja in keinerlei Weise ansprechbar und hat eine fehlende Krankheitseinsicht.Hier noch ein Beispiel: Eine befreundete Nachbarin leidet an einer Schizophrenie. Vor ein paar Wochen merkten wir Veränderungen in ihrem Verhalten und Reden. Aus der Vergangenheit sind uns die Anzeichen eines Krankheitsschubes vertraut. Es stellte sich heraus, dass sie ihre Medikamente abgesetzt hat. Glücklicherweise ließ sie sich nach einiger Zeit auf eine Einweisung in die Psychiatrie ein. Dort wurde sie wieder neu medikamentös eingestellt und nach ca. 2 Wochen ohne Wahnvorstellungen entlassen.&lt;/span&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@<span>Ploni Almoni  ich kann Ihre Eindrücke von der Psychiatrie gut verstehen. Was ist aber die Alternative, wenn jemand an einer schwere Psychose leidet, der in seinen Wahnvorstellungen sich und andere gefährdet? Diese Person ist ja in keinerlei Weise ansprechbar und hat eine fehlende Krankheitseinsicht.Hier noch ein Beispiel: Eine befreundete Nachbarin leidet an einer Schizophrenie. Vor ein paar Wochen merkten wir Veränderungen in ihrem Verhalten und Reden. Aus der Vergangenheit sind uns die Anzeichen eines Krankheitsschubes vertraut. Es stellte sich heraus, dass sie ihre Medikamente abgesetzt hat. Glücklicherweise ließ sie sich nach einiger Zeit auf eine Einweisung in die Psychiatrie ein. Dort wurde sie wieder neu medikamentös eingestellt und nach ca. 2 Wochen ohne Wahnvorstellungen entlassen.</span></p>
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		<title>
		Von: Ploni Almoni		</title>
		<link>https://theoblog.de/paul-minot-was-ist-mit-der-psychiatrie-los/39872/comment-page-1/#comment-90629</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ploni Almoni]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Sep 2023 19:01:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es muss um das Jahr 2004 herum gewesen sein, ich weiß es nicht mehr genau, als ich in der Gedenkstätte Hadamar war. Man konnte dort die Gaskammer, die noch aus dem Dritten Reich erhalten war, besichtigen und sogar betreten; auch der Seziertisch dahinter war noch im Original erhalten; nur die Verbrennungsöfen waren zugemauert.

Heute versteckt man sich hinter Euphemismen: &quot;Psychiatrie&quot;, &quot;psychische Erkrankung&quot;, &quot;psychiatrische Klinik&quot;, &quot;geschützte Station&quot; ...

Ich habe den Teufel gesehen, auch als ich noch gar nicht gläubig war. In Höchst gab es eine Klapsmühle. Die Geschlossene war eng und dunkel; sie war oft überbelegt; es war bedrückend. Ruhelose irrten umher; einige lagen fixiert offen auf dem Flur im Eingangsbereich. Jeder konnte sie anstarren, und sie wurden angestarrt ... auch von mir, so entsetzt war ich. Menschen, mit denen man sich anfangs noch etwas unterhalten konnte, wurden kurze Zeit später zu sabbernden Zombies, die entweder noch ruheloser wurden oder nur schliefen Stunde um Stunde, Tag um Tag. Ich war dort mehrmals. Freunde, die mich besucht hatten, waren erschüttert.

Gott, Sünde, Schuld, Teufel. Wie es dort heute ist, weiß ich nicht, aber die Irren bleiben irre und das Böse bleibt böse, auch wenn man sich hinter Euphemismen versteckt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es muss um das Jahr 2004 herum gewesen sein, ich weiß es nicht mehr genau, als ich in der Gedenkstätte Hadamar war. Man konnte dort die Gaskammer, die noch aus dem Dritten Reich erhalten war, besichtigen und sogar betreten; auch der Seziertisch dahinter war noch im Original erhalten; nur die Verbrennungsöfen waren zugemauert.</p>
<p>Heute versteckt man sich hinter Euphemismen: &#8222;Psychiatrie&#8220;, &#8222;psychische Erkrankung&#8220;, &#8222;psychiatrische Klinik&#8220;, &#8222;geschützte Station&#8220; &#8230;</p>
<p>Ich habe den Teufel gesehen, auch als ich noch gar nicht gläubig war. In Höchst gab es eine Klapsmühle. Die Geschlossene war eng und dunkel; sie war oft überbelegt; es war bedrückend. Ruhelose irrten umher; einige lagen fixiert offen auf dem Flur im Eingangsbereich. Jeder konnte sie anstarren, und sie wurden angestarrt &#8230; auch von mir, so entsetzt war ich. Menschen, mit denen man sich anfangs noch etwas unterhalten konnte, wurden kurze Zeit später zu sabbernden Zombies, die entweder noch ruheloser wurden oder nur schliefen Stunde um Stunde, Tag um Tag. Ich war dort mehrmals. Freunde, die mich besucht hatten, waren erschüttert.</p>
<p>Gott, Sünde, Schuld, Teufel. Wie es dort heute ist, weiß ich nicht, aber die Irren bleiben irre und das Böse bleibt böse, auch wenn man sich hinter Euphemismen versteckt.</p>
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		Von: Schandor		</title>
		<link>https://theoblog.de/paul-minot-was-ist-mit-der-psychiatrie-los/39872/comment-page-1/#comment-90627</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schandor]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Sep 2023 11:13:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Gerd Postel hat das vor vielen Jahren schon sehr anschaulich bewiesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerd Postel hat das vor vielen Jahren schon sehr anschaulich bewiesen.</p>
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		<title>
		Von: Jörg D.		</title>
		<link>https://theoblog.de/paul-minot-was-ist-mit-der-psychiatrie-los/39872/comment-page-1/#comment-90623</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jörg D.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Sep 2023 04:13:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bei aller berechtigten Kritik: ohne die Psychiatrie wäre die Not noch größer und die Zahl der Suizide noch höher.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei aller berechtigten Kritik: ohne die Psychiatrie wäre die Not noch größer und die Zahl der Suizide noch höher.</p>
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