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	Kommentare zu: „Pille danach“ – Apotheker gibt Approbation zurück	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
	<lastBuildDate>Sat, 24 May 2025 12:18:50 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Jan Malcolm		</title>
		<link>https://theoblog.de/pille-danach-apotheker-gibt-approbation-zurueck/44492/comment-page-1/#comment-91938</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jan Malcolm]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 May 2025 12:18:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;blockquote&gt;Aber „gesellschaftsfähig“ ist kein Kriterium, sondern das Kriterium lautet doch, ob man der biblischen Vorgabe folgt oder nicht.&lt;/blockquote&gt;
Für eine Sekte mag das genügen, aber die christliche Gesellschaftsform war zweifelsfrei vor allem dort erfolgreich, wo sie auch gesellschaftsfähig war. Das Christentum, welches sich im Römischen Reich als Staatsreligion letztlich durchgesetzt hat, war nicht das der weltabgewandten gnostischen Asketen, die auf die unmittelbar bevorstehende Wiederkehr warteten. Diese wurden schon seinerzeit als Häretiker verfolgt.

&lt;blockquote&gt;Wie ist das jetzt: Wenn man sich in Deutschland trauen lässt von einer Organisation, die sich Staat nennt, eine Organisation, die mittlerweile bald alles traut, was Beine hat, wäre eine solche Ehe vor Gott gültig?&lt;/blockquote&gt;
Schon daran merkt man, wie veraltet die protestantische Lehre von der Staatsehe ist. Sie geht ohne weitere Voraussetzungen von einem christlichen Feudalherren aus, in dessen Auftrag ein Pfarrer Ehen schließt. Dass mal wieder eine heidnische Zivilehe nach griechisch-römischen Vorbild geben könnte, kommt bei den spätmittelalterlichen Vordenkern der Evangelikalen nicht vor (wie auch?). Die RKK hat da mit ihrer frühmittelalterlichen Innovation des kanonischen Eherechts und der Formpflicht für Katholiken einen &quot;offiziellen&quot; Ausweg, nur hatte diese Kirche in Preußen seit 1875 in der Frage nichts mehr zu melden. In der Praxis mussten deshalb auch alle Katholiken ihre Ehen beim Staat registrieren - dafür sorgte dann das im 19. Jahrhundert erlassene Konkubinatsverbot und das im 21. Jahrhundert wieder aufgehobene Verbot der kirchlichen Voraustrauung.

&lt;blockquote&gt;Oder wie muss man denn heiraten, damit alles seine Ordnung hat? Wie wäre es denn richtig? Kritik des Bestehenden ist zwar gut, aber man braucht doch auch Richtung, oder nicht?&lt;/blockquote&gt;
Einen vernünftigen Einblick in ein biblisches Ehemodell können zum Beispiel die Spätschriften des alten Testaments liefern, die (neben weiteren nur in Griechisch oder gar nicht mehr vorliegenden Schriften) im Urchristentum Verbreitung hatten, aber Protestanten aus dogmatischen Gründen seit 1611 nicht mehr in ihren Büchern haben. Der anglikanische König Jakob I. von England &quot;autorisierte&quot; die für die meisten Evangelikalen noch heute verbindliche Bibelübersetzung und damit den für alle seine Untertanen verbindlichen Schriftkanon.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Aber „gesellschaftsfähig“ ist kein Kriterium, sondern das Kriterium lautet doch, ob man der biblischen Vorgabe folgt oder nicht.</p></blockquote>
<p>Für eine Sekte mag das genügen, aber die christliche Gesellschaftsform war zweifelsfrei vor allem dort erfolgreich, wo sie auch gesellschaftsfähig war. Das Christentum, welches sich im Römischen Reich als Staatsreligion letztlich durchgesetzt hat, war nicht das der weltabgewandten gnostischen Asketen, die auf die unmittelbar bevorstehende Wiederkehr warteten. Diese wurden schon seinerzeit als Häretiker verfolgt.</p>
<blockquote><p>Wie ist das jetzt: Wenn man sich in Deutschland trauen lässt von einer Organisation, die sich Staat nennt, eine Organisation, die mittlerweile bald alles traut, was Beine hat, wäre eine solche Ehe vor Gott gültig?</p></blockquote>
<p>Schon daran merkt man, wie veraltet die protestantische Lehre von der Staatsehe ist. Sie geht ohne weitere Voraussetzungen von einem christlichen Feudalherren aus, in dessen Auftrag ein Pfarrer Ehen schließt. Dass mal wieder eine heidnische Zivilehe nach griechisch-römischen Vorbild geben könnte, kommt bei den spätmittelalterlichen Vordenkern der Evangelikalen nicht vor (wie auch?). Die RKK hat da mit ihrer frühmittelalterlichen Innovation des kanonischen Eherechts und der Formpflicht für Katholiken einen &#8222;offiziellen&#8220; Ausweg, nur hatte diese Kirche in Preußen seit 1875 in der Frage nichts mehr zu melden. In der Praxis mussten deshalb auch alle Katholiken ihre Ehen beim Staat registrieren &#8211; dafür sorgte dann das im 19. Jahrhundert erlassene Konkubinatsverbot und das im 21. Jahrhundert wieder aufgehobene Verbot der kirchlichen Voraustrauung.</p>
<blockquote><p>Oder wie muss man denn heiraten, damit alles seine Ordnung hat? Wie wäre es denn richtig? Kritik des Bestehenden ist zwar gut, aber man braucht doch auch Richtung, oder nicht?</p></blockquote>
<p>Einen vernünftigen Einblick in ein biblisches Ehemodell können zum Beispiel die Spätschriften des alten Testaments liefern, die (neben weiteren nur in Griechisch oder gar nicht mehr vorliegenden Schriften) im Urchristentum Verbreitung hatten, aber Protestanten aus dogmatischen Gründen seit 1611 nicht mehr in ihren Büchern haben. Der anglikanische König Jakob I. von England &#8222;autorisierte&#8220; die für die meisten Evangelikalen noch heute verbindliche Bibelübersetzung und damit den für alle seine Untertanen verbindlichen Schriftkanon.</p>
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		<title>
		Von: Ernst		</title>
		<link>https://theoblog.de/pille-danach-apotheker-gibt-approbation-zurueck/44492/comment-page-1/#comment-91936</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ernst]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2025 09:37:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Jan
Ja, da stimme ich zu. Aber &quot;gesellschaftsfähig&quot; ist kein Kriterium, sondern das Kriterium lautet doch, ob man der biblischen Vorgabe folgt oder nicht. Oder siehst Du das anders?
Wie ist es denn jetzt laut Bibel: Muss man verheiratet sein oder nicht? Unverheiratet ist laut Bibel ein Konkubinat? (Ich frag für einen Freund)

Wie ist das jetzt: Wenn man sich in Deutschland trauen lässt von einer Organisation, die sich Staat nennt, eine Organisation, die mittlerweile bald alles traut, was Beine hat, wäre eine solche Ehe vor Gott gültig? Oder wie muss man denn heiraten, damit alles seine Ordnung hat? Wie wäre es denn richtig? Kritik des Bestehenden ist zwar gut, aber man braucht doch auch Richtung, oder nicht?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Jan<br />
Ja, da stimme ich zu. Aber &#8222;gesellschaftsfähig&#8220; ist kein Kriterium, sondern das Kriterium lautet doch, ob man der biblischen Vorgabe folgt oder nicht. Oder siehst Du das anders?<br />
Wie ist es denn jetzt laut Bibel: Muss man verheiratet sein oder nicht? Unverheiratet ist laut Bibel ein Konkubinat? (Ich frag für einen Freund)</p>
<p>Wie ist das jetzt: Wenn man sich in Deutschland trauen lässt von einer Organisation, die sich Staat nennt, eine Organisation, die mittlerweile bald alles traut, was Beine hat, wäre eine solche Ehe vor Gott gültig? Oder wie muss man denn heiraten, damit alles seine Ordnung hat? Wie wäre es denn richtig? Kritik des Bestehenden ist zwar gut, aber man braucht doch auch Richtung, oder nicht?</p>
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		<title>
		Von: Jan Malcolm		</title>
		<link>https://theoblog.de/pille-danach-apotheker-gibt-approbation-zurueck/44492/comment-page-1/#comment-91926</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jan Malcolm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 May 2025 09:09:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bei allen diesen Fragen kann man wie auch beim JESUS25-Statement wunderbar sehen, dass es den alternden Evangelischen in erster Linie um ein Beharren auf ihrem Stand des 20. Jahrhunderts geht. Gerade bei solchen Themen, die sie dort selbst salonfähig gemacht haben, aber Christen des 19. Jahrhunderts noch als Sünde angesehen haben.

Wenn Frauen predigen oder Familien &quot;geplant&quot; werden, dann ist das für die meisten Evangelischen, die sich gerade auf Konferenzen gegenseitig ihrer Werte versichern, völlig in Ordnung, ganz anders noch als bei den Evangelischen des 19. Jahrhunderts. Wenn die Bibel hingegen nicht wörtlich gelesen wird oder monogame Paare unverheiratet Kinder bekommen wie seit 15.000 Jahren in Europa, dann ist das &quot;unbiblisch&quot;, schließlich ist das &quot;Konkubinat&quot; in Westdeutschland und Teilen der Schweiz gesetzlich illegal. (Nicht mehr, aber haben noch nicht alle mitbekommen.)

Verbindendes Kriterium ist, wie es zum Stichtag X (ungefähr gegen 1970) in der evangelischen Gemeinde war. So muss es sein, und so muss es immer bleiben. Eine solche Gemeinde besteht am Ende aber nur noch aus alten Leuten.

Die bürgerliche Mehrheitsgesellschaft des 21. Jahrhunderts braucht keine Genehmigung eines Pfarrers mehr zum Familiengründen, egal wie oft JESUS25-Referenten noch die 1950er Jahre zurückholen wollen, indem sie die angeblich biblische Sexualethik betonen. Deshalb wird diese Gesellschaft aber auch nicht die verqueren Ansichten der polygamen Vielehe übernehmen, die das kirchenspezifische Milieu (und nur in dieses) gerade in die theologischen Fakultäten und von dort zurück in die Kirchen trägt. Wenn das passiert, tritt die Mehrheit eben aus den deutschsprachigem Kirchen aus und zieht ihre &quot;unehelichen&quot; Kinder von dort ab.

Egal wo man hinschaut, die deutschsprachigen Kirchen sind samt und sonders nicht mehr gesellschaftsfähig, egal ob sie sich &quot;konservativ&quot; oder &quot;progressiv&quot; geben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei allen diesen Fragen kann man wie auch beim JESUS25-Statement wunderbar sehen, dass es den alternden Evangelischen in erster Linie um ein Beharren auf ihrem Stand des 20. Jahrhunderts geht. Gerade bei solchen Themen, die sie dort selbst salonfähig gemacht haben, aber Christen des 19. Jahrhunderts noch als Sünde angesehen haben.</p>
<p>Wenn Frauen predigen oder Familien &#8222;geplant&#8220; werden, dann ist das für die meisten Evangelischen, die sich gerade auf Konferenzen gegenseitig ihrer Werte versichern, völlig in Ordnung, ganz anders noch als bei den Evangelischen des 19. Jahrhunderts. Wenn die Bibel hingegen nicht wörtlich gelesen wird oder monogame Paare unverheiratet Kinder bekommen wie seit 15.000 Jahren in Europa, dann ist das &#8222;unbiblisch&#8220;, schließlich ist das &#8222;Konkubinat&#8220; in Westdeutschland und Teilen der Schweiz gesetzlich illegal. (Nicht mehr, aber haben noch nicht alle mitbekommen.)</p>
<p>Verbindendes Kriterium ist, wie es zum Stichtag X (ungefähr gegen 1970) in der evangelischen Gemeinde war. So muss es sein, und so muss es immer bleiben. Eine solche Gemeinde besteht am Ende aber nur noch aus alten Leuten.</p>
<p>Die bürgerliche Mehrheitsgesellschaft des 21. Jahrhunderts braucht keine Genehmigung eines Pfarrers mehr zum Familiengründen, egal wie oft JESUS25-Referenten noch die 1950er Jahre zurückholen wollen, indem sie die angeblich biblische Sexualethik betonen. Deshalb wird diese Gesellschaft aber auch nicht die verqueren Ansichten der polygamen Vielehe übernehmen, die das kirchenspezifische Milieu (und nur in dieses) gerade in die theologischen Fakultäten und von dort zurück in die Kirchen trägt. Wenn das passiert, tritt die Mehrheit eben aus den deutschsprachigem Kirchen aus und zieht ihre &#8222;unehelichen&#8220; Kinder von dort ab.</p>
<p>Egal wo man hinschaut, die deutschsprachigen Kirchen sind samt und sonders nicht mehr gesellschaftsfähig, egal ob sie sich &#8222;konservativ&#8220; oder &#8222;progressiv&#8220; geben.</p>
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		<title>
		Von: Ben		</title>
		<link>https://theoblog.de/pille-danach-apotheker-gibt-approbation-zurueck/44492/comment-page-1/#comment-91923</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ben]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 May 2025 19:38:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ja, Jan, und nur wenige sind es, die ihn finden. Aber gib die Suche nicht auf. Jesus ist gekommen, um Sünder zur Buße zu rufen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, Jan, und nur wenige sind es, die ihn finden. Aber gib die Suche nicht auf. Jesus ist gekommen, um Sünder zur Buße zu rufen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Jan Malcolm		</title>
		<link>https://theoblog.de/pille-danach-apotheker-gibt-approbation-zurueck/44492/comment-page-1/#comment-91922</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jan Malcolm]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 May 2025 15:42:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;blockquote&gt;Bei bereits erfolgtem Eisprung entfaltet es jedoch eine frühabtreibende Wirkung und hindert die befruchtete Eizelle daran, sich erfolgreich in die Gebärmutter einzunisten.&lt;/blockquote&gt;
Das macht übrigens jede Antibabypille, weshalb sie der Mehrheit der Christen weltweit nach deren offizieller kirchlicher Lehre auch nicht erlaubt ist.

Der schmale Pfad ist &lt;strong&gt;sehr&lt;/strong&gt; schmal.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Bei bereits erfolgtem Eisprung entfaltet es jedoch eine frühabtreibende Wirkung und hindert die befruchtete Eizelle daran, sich erfolgreich in die Gebärmutter einzunisten.</p></blockquote>
<p>Das macht übrigens jede Antibabypille, weshalb sie der Mehrheit der Christen weltweit nach deren offizieller kirchlicher Lehre auch nicht erlaubt ist.</p>
<p>Der schmale Pfad ist <strong>sehr</strong> schmal.</p>
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