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	Kommentare zu: Reformation als Vorläufer des Säkularismus?	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/reformation-als-vorlaeufer-des-saekularismus/39447/comment-page-1/#comment-90381</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 May 2023 12:19:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Manuel u. @Schlotti: Ich kann Eure Bedenken verstehen und bleibe selbst ein zurückhaltender Beobachter. Mir ist das Unternehmen teilweise zu steil und zu unkritisch im Blick auf die Theologiegeschichte. Ich will auch keine rein rückwärtsgewandte Theologie.

Dennoch gibt es an diesem Punkt eine gewisse Leerstelle und ich sehe hier Verarbeitungs- oder Nachholbedarf. Viele Protestanten haben im Fahrwasser der neuzeitlichen Philosophie und Theologie die Metaphysik ganz aufgegeben und wundern sich dann, wenn reihenweise á la&#160;&lt;em style=&quot;color: var(--italic-color);&quot;&gt;Rome Sweet Home&lt;/em&gt;&#160;Evangelikale zum Katholizismus konvertieren. Wer mit der Theologiegeschichte nicht gut vertraut ist, neigt leichter dazu, Fehlentwicklungen zu wiederholen.

Es lohnt sich also, immer genau hinzuschauen. Der hier genannte John Frame, der ja als Van Til-ianer nicht in der Gefahr steht, Kind der Scholastik zu werden, hat zum Beispiel bei der Frage „Was ist Begierde? (&lt;em style=&quot;color: var(--italic-color);&quot;&gt;concupiscentia&lt;/em&gt;)“ eine eher katholische (oder tridentinische) Position übernommen (vgl. John Frame,&#160;&lt;em style=&quot;color: var(--italic-color);&quot;&gt;The Doctrine of the Christian Life&lt;/em&gt;, 2008), S. 760).

Liebe Grüße, Ron Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Manuel u. @Schlotti: Ich kann Eure Bedenken verstehen und bleibe selbst ein zurückhaltender Beobachter. Mir ist das Unternehmen teilweise zu steil und zu unkritisch im Blick auf die Theologiegeschichte. Ich will auch keine rein rückwärtsgewandte Theologie.</p>
<p>Dennoch gibt es an diesem Punkt eine gewisse Leerstelle und ich sehe hier Verarbeitungs- oder Nachholbedarf. Viele Protestanten haben im Fahrwasser der neuzeitlichen Philosophie und Theologie die Metaphysik ganz aufgegeben und wundern sich dann, wenn reihenweise á la&nbsp;<em style="color: var(--italic-color);">Rome Sweet Home</em>&nbsp;Evangelikale zum Katholizismus konvertieren. Wer mit der Theologiegeschichte nicht gut vertraut ist, neigt leichter dazu, Fehlentwicklungen zu wiederholen.</p>
<p>Es lohnt sich also, immer genau hinzuschauen. Der hier genannte John Frame, der ja als Van Til-ianer nicht in der Gefahr steht, Kind der Scholastik zu werden, hat zum Beispiel bei der Frage „Was ist Begierde? (<em style="color: var(--italic-color);">concupiscentia</em>)“ eine eher katholische (oder tridentinische) Position übernommen (vgl. John Frame,&nbsp;<em style="color: var(--italic-color);">The Doctrine of the Christian Life</em>, 2008), S. 760).</p>
<p>Liebe Grüße, Ron Liebe Grüße, Ron</p>
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		<title>
		Von: Schlotti		</title>
		<link>https://theoblog.de/reformation-als-vorlaeufer-des-saekularismus/39447/comment-page-1/#comment-90380</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schlotti]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 May 2023 11:40:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mir geht es insgesamt bei der ganzen theologischen Richtung des &quot;theological retrieval&quot; oder &quot;reformed catholicism&quot; so, dass ich das Anliegen zwar verstehen kann. Nämlich von der Vergangenheit zu lernen, um die Zukunft des Glaubens zu gestalten. Ich sehe aber immer die Gefahr, dass die historische Theologie bzw. die Bekenntnisse als Maßstab dafür dienen, wie die Bibel ausgelegt wird oder was sie sagt und nicht sagt.

Ich lehne die Bekenntnisse gar nicht ab oder erliege dem naiven Irrtum des &quot;kein Bekenntnis außer der Bibel&quot;. Das Verhältnis von Bekenntnissen zum Allein die Schrift und der Gefahr der Willkür von Glaubensinhalten, ist für mich weiterhin in vielen Teilen eine offene Frage. Denn selbstverständlich sind Bekenntnisse entscheidend. Gerade die ökumenischen. Aber grundsätzlich sehe ich das &quot;retrieval&quot; als Umkehr von Allein die Schrift zu den Bekenntnissen, hin zu Bekenntnissen und deren Begründung durch die Schrift.

Dabei spielt dann die Scholastik natürlich auch eine Rolle, indem Kategorien und Sprache gewählt werden, die philosophisch sind, aber nicht dem biblischen Sprachgebrauch entnommen sind. Aber auch hier gilt natürlich, dass das erst einmal kein Problem ist. So lange nicht, wie die philosophische Sprache und deren Konzepte nicht den biblischen Sprachgebrauch ablösen oder als &quot;die wahre, angemessene Rede über Gott&quot; dargestellt werden. Alles nicht so einfach. Zumindest für mich.

Nochmals liebe Grüße
Schlotti]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir geht es insgesamt bei der ganzen theologischen Richtung des &#8222;theological retrieval&#8220; oder &#8222;reformed catholicism&#8220; so, dass ich das Anliegen zwar verstehen kann. Nämlich von der Vergangenheit zu lernen, um die Zukunft des Glaubens zu gestalten. Ich sehe aber immer die Gefahr, dass die historische Theologie bzw. die Bekenntnisse als Maßstab dafür dienen, wie die Bibel ausgelegt wird oder was sie sagt und nicht sagt.</p>
<p>Ich lehne die Bekenntnisse gar nicht ab oder erliege dem naiven Irrtum des &#8222;kein Bekenntnis außer der Bibel&#8220;. Das Verhältnis von Bekenntnissen zum Allein die Schrift und der Gefahr der Willkür von Glaubensinhalten, ist für mich weiterhin in vielen Teilen eine offene Frage. Denn selbstverständlich sind Bekenntnisse entscheidend. Gerade die ökumenischen. Aber grundsätzlich sehe ich das &#8222;retrieval&#8220; als Umkehr von Allein die Schrift zu den Bekenntnissen, hin zu Bekenntnissen und deren Begründung durch die Schrift.</p>
<p>Dabei spielt dann die Scholastik natürlich auch eine Rolle, indem Kategorien und Sprache gewählt werden, die philosophisch sind, aber nicht dem biblischen Sprachgebrauch entnommen sind. Aber auch hier gilt natürlich, dass das erst einmal kein Problem ist. So lange nicht, wie die philosophische Sprache und deren Konzepte nicht den biblischen Sprachgebrauch ablösen oder als &#8222;die wahre, angemessene Rede über Gott&#8220; dargestellt werden. Alles nicht so einfach. Zumindest für mich.</p>
<p>Nochmals liebe Grüße<br />
Schlotti</p>
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		<title>
		Von: Schlotti		</title>
		<link>https://theoblog.de/reformation-als-vorlaeufer-des-saekularismus/39447/comment-page-1/#comment-90379</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schlotti]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 May 2023 07:02:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mir geht es ehrlicherweise in Bezug auf Barrett wie Manuel. Ich denke durchaus, dass die Bibel &quot;simplicity&quot; und &quot;immutability&quot; Gottes lehrt. Aber die Interpretation dieser Eigenschaften Gottes durch die Scholastik halte ich auch für schwierig. Denn dabei kann leicht die Personalität Gottes, das Persönliche in der Beziehung zu ihm verloren gehen. Es ist geradezu, als müsse man immer &quot;Angst&quot; haben, ja nicht falsch über Gott zu denken. Zumindest entsteht bei mir dieses Gefühl, wenn ich Sachen von Swain, Allen usw. lese.

Wer an der Debatte aus Sicht von John Frame interessiert ist, dem empfehle ich das kürzlich erschienene Buch von ihm (gesammelte kleine Schriften) mit dem Titel &quot;On Theology: Explorations and Controversies&quot;. Ein ganzer Abschnitt befasst sich mit der &quot;thomist controversy&quot;. Ich halte Frame für sehr hilfreich, weil er zwar an den Eigenschaften Gottes festhält und sie biblisch (!) begründet, aber immer von der absoluten Personalität Gottes her.

Ich würde in Bezug zu Manuel nur einschränken, dass Tim Keller nicht in diese Kategorie von Theologen gehört und Fred Sanders nur mit Einschränkungen.

Liebe Grüße
Schlotti]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir geht es ehrlicherweise in Bezug auf Barrett wie Manuel. Ich denke durchaus, dass die Bibel &#8222;simplicity&#8220; und &#8222;immutability&#8220; Gottes lehrt. Aber die Interpretation dieser Eigenschaften Gottes durch die Scholastik halte ich auch für schwierig. Denn dabei kann leicht die Personalität Gottes, das Persönliche in der Beziehung zu ihm verloren gehen. Es ist geradezu, als müsse man immer &#8222;Angst&#8220; haben, ja nicht falsch über Gott zu denken. Zumindest entsteht bei mir dieses Gefühl, wenn ich Sachen von Swain, Allen usw. lese.</p>
<p>Wer an der Debatte aus Sicht von John Frame interessiert ist, dem empfehle ich das kürzlich erschienene Buch von ihm (gesammelte kleine Schriften) mit dem Titel &#8222;On Theology: Explorations and Controversies&#8220;. Ein ganzer Abschnitt befasst sich mit der &#8222;thomist controversy&#8220;. Ich halte Frame für sehr hilfreich, weil er zwar an den Eigenschaften Gottes festhält und sie biblisch (!) begründet, aber immer von der absoluten Personalität Gottes her.</p>
<p>Ich würde in Bezug zu Manuel nur einschränken, dass Tim Keller nicht in diese Kategorie von Theologen gehört und Fred Sanders nur mit Einschränkungen.</p>
<p>Liebe Grüße<br />
Schlotti</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Manuel		</title>
		<link>https://theoblog.de/reformation-als-vorlaeufer-des-saekularismus/39447/comment-page-1/#comment-90378</link>

		<dc:creator><![CDATA[Manuel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 May 2023 18:42:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Barrett gehört leider zum Kreis der Leute, die aktuell eine Überbetonung auf &quot;Die große Tradition&quot; (&quot;The Great Tradition&quot;), Thomas Aquinas und dessen Metaphysik, insbesondere in Bezug auf seine Lehren zu der heiligen Dreieinigkeit und hier die Unteilbarkeit (&quot;Immutability&quot;) und &quot;Eternal Generation&quot; legen. 
Leider verlässt Aquinas hierbei das Licht der Bibel und lässt sich von der aristotelischen Metaphysik inspirieren. Zudem scheint es nicht sehr ratsam zu sein, sich so auf einen Theologen zu fokussieren, dessen Theologie maßgeblich für die Inhalte des Konzils von Trent und im Katholischen (&quot;groß K&quot;) Denken ist.
Dieser Trend ist sehr schön zu sehen an dem Credo Magazine (von dem Barrett der Chefredakteur ist). Da geht es fast nur noch um Thomas Aquinas, Scholastik und die große Tradition. Zu dem Kreis gehört auch der von Ihnen geschätze Tim Keller oder Carl Trueman.
Oder auch Craig Carter (Interpreting Scripture with the Great Tradition: Recovering the Genius of Premodern Exegesis); Fred Sanders...
Früher hatte Barrett gute Bücher aber mittlerweile scheint er nur noch ein Thema zu kennen.

Es scheint eine abgehobene Akademiker-Blase geworden zu sein, die Christen, die die Bibel als höchste Autorität (auch über Bekenntnisse und Konzilien) bekennen, abwertend als &quot;Biblizisten&quot; bezeichnet und aggressiv für die oben genannten Themen &quot;missioniert&quot;.
&lt;br&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Barrett gehört leider zum Kreis der Leute, die aktuell eine Überbetonung auf &#8222;Die große Tradition&#8220; (&#8222;The Great Tradition&#8220;), Thomas Aquinas und dessen Metaphysik, insbesondere in Bezug auf seine Lehren zu der heiligen Dreieinigkeit und hier die Unteilbarkeit (&#8222;Immutability&#8220;) und &#8222;Eternal Generation&#8220; legen.<br />
Leider verlässt Aquinas hierbei das Licht der Bibel und lässt sich von der aristotelischen Metaphysik inspirieren. Zudem scheint es nicht sehr ratsam zu sein, sich so auf einen Theologen zu fokussieren, dessen Theologie maßgeblich für die Inhalte des Konzils von Trent und im Katholischen (&#8222;groß K&#8220;) Denken ist.<br />
Dieser Trend ist sehr schön zu sehen an dem Credo Magazine (von dem Barrett der Chefredakteur ist). Da geht es fast nur noch um Thomas Aquinas, Scholastik und die große Tradition. Zu dem Kreis gehört auch der von Ihnen geschätze Tim Keller oder Carl Trueman.<br />
Oder auch Craig Carter (Interpreting Scripture with the Great Tradition: Recovering the Genius of Premodern Exegesis); Fred Sanders&#8230;<br />
Früher hatte Barrett gute Bücher aber mittlerweile scheint er nur noch ein Thema zu kennen.</p>
<p>Es scheint eine abgehobene Akademiker-Blase geworden zu sein, die Christen, die die Bibel als höchste Autorität (auch über Bekenntnisse und Konzilien) bekennen, abwertend als &#8222;Biblizisten&#8220; bezeichnet und aggressiv für die oben genannten Themen &#8222;missioniert&#8220;.<br /></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Matze		</title>
		<link>https://theoblog.de/reformation-als-vorlaeufer-des-saekularismus/39447/comment-page-1/#comment-90376</link>

		<dc:creator><![CDATA[Matze]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 May 2023 15:12:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ob die Säkularisierung maßgeblich durch die Reformation,  die Entwicklung der Druckkunst, der Weiterentwicklung der Sprache durch Luther als Sprachgenie und das geschriebene Wort entwickelt hat wird sich wahrscheinlich nicht final klären lassen.  Wichtiger ist aber was heute geschieht.  Man tut sich schon lange schwer in der Kirche und gerade auch in der EAD von geistlich ungesunden Lehren abzugrenzen.  Nein, selbst bei sog. Bibeltreuen hat man da in der Regel nichts gelernt. Deshalb sind die Folgen schon vorgezeichnet: wenn sich im frommen Lager nichts ändert wird die Säkularisierung auch gerade in der Theologie weiter fortschreiten..]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ob die Säkularisierung maßgeblich durch die Reformation,  die Entwicklung der Druckkunst, der Weiterentwicklung der Sprache durch Luther als Sprachgenie und das geschriebene Wort entwickelt hat wird sich wahrscheinlich nicht final klären lassen.  Wichtiger ist aber was heute geschieht.  Man tut sich schon lange schwer in der Kirche und gerade auch in der EAD von geistlich ungesunden Lehren abzugrenzen.  Nein, selbst bei sog. Bibeltreuen hat man da in der Regel nichts gelernt. Deshalb sind die Folgen schon vorgezeichnet: wenn sich im frommen Lager nichts ändert wird die Säkularisierung auch gerade in der Theologie weiter fortschreiten..</p>
]]></content:encoded>
		
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