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Schöpferische Gegenkultur

Evangelium21 hat eine kurze Erklärung zur Einführung der so genannten „Ehe für alle“ abgegeben. Darin heißt es:

Zugleich stellen wir mit Sorge fest, dass diese Prozesse der Verweltlichung längst auch das Leben in bekenntnisorientierten christlichen Kreisen formen. Gerade im Umgang mit unserer Leiblichkeit und in der Gestaltung des Familien- und Zusammenlebens sind wir der Welt das christliche Zeugnis oft schuldig geblieben. Deshalb ermutigen wir Kirchen, Gemeinden und Christen, jetzt nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern dort, wo es nötig ist, umzukehren und in der festen Bindung an Jesus Christus und sein Wort eine schöpferische Gegenkultur zu bilden. Lasst uns festhalten an seinen Zusagen und in allen Bereichen unseres Lebens seine Ehre suchen! Denn, so sagt es der Apostel Paulus in 2. Korinther 5,15: „Jesus Christus ist für uns gestorben, damit wir nicht mehr für uns selbst, sondern für Ihn leben“.

Die vollständige Erklärung gibt es hier: www.evangelium21.net.

Gibt es Blog-Leser, die sich mit der Geschichte des Slogans „Ehe für alle“ vertraut gemacht haben? Der Name beansprucht semantisch ja viel mehr, als der heutige Beschluss im Bundestag abdeckt. So assoziiere ich mit „Ehe für alle“ etwa eine Kinderehe, die Vielehe, die Ehe auf Zeit, oder auch die Ehe unter nahen Verwandten. Wie kam es dazu, dass dieser einprägsame Wahlspruch „Ehe für alle“ derartig große Akzeptanz gefunden hat? Anders ausgedrückt: Wie kann es sein, dass in einer Kultur, die so viel Wert auf präzise Bezeichnungen legt und fein zwischen „GenossInnen“ und „Genossen“ unterscheiden, eine Bezeichnung durchgeht, die im Blick auf das Signifikat so unscharf ist. Verantwortet wird er – so jedenfalls meine Vermutung – von Leuten, die gern mit Sprache Wirklichkeit schaffen. Gibt es bereits substantielle Stellungnahmen dazu? Das interessiert mich!

Vielen Dank!