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	Kommentare zu: Soziale Netzwerke und Depressionen	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		Von: Florian		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jan 2016 10:35:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Leider habe Ich bisher noch kein überzeugendes Argument gegen soziale Netze gehört. Alte Lieder scheinen mir dabei immer wieder angestimmt: von der Angst vor dem Wandel, Misstrauen gegen den technischen Fortschritt und der &quot;früher war alles besser&quot;-Rhetorik. Hinzu kommt eine Prise Mystiksehnsucht: Stille, Askese, Einsamkeit, zurück zur Langsamkeit usf. Soziale Netzwerke schaffen ganz neue Probleme, ich will das nicht leugnen. Aber ihre Kritiker brauchen schärfere Waffen.

Und nicht solch ein Argument:
&quot;Echte Beziehungen&quot;, wenn damit Beziehungen mit physischer Nähe gemeint sind, dann geht es wohl kaum oberflächlicher. Als ob ein langer Spaziergang zu zweit nicht ebenso flach und faul sein kann. Oder werden mit &quot;echten Beziehungen&quot; diese ganzen losen Kontakte kritisiert, die noch keine angenehme Vertraulichkeit erreicht haben? Wie ästhetisch gesinnt! Soll man Beziehungen auf Tauglichkeit prüfen, reduzieren und zuletzt abbrechen? Das ist die gleiche Gesinnung derer, die ihre Facebook-Freundesliste regelmäßig nach &quot;lebendigen&quot; Freundschaften aktualisieren (oder besser reinigen).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leider habe Ich bisher noch kein überzeugendes Argument gegen soziale Netze gehört. Alte Lieder scheinen mir dabei immer wieder angestimmt: von der Angst vor dem Wandel, Misstrauen gegen den technischen Fortschritt und der &#8222;früher war alles besser&#8220;-Rhetorik. Hinzu kommt eine Prise Mystiksehnsucht: Stille, Askese, Einsamkeit, zurück zur Langsamkeit usf. Soziale Netzwerke schaffen ganz neue Probleme, ich will das nicht leugnen. Aber ihre Kritiker brauchen schärfere Waffen.</p>
<p>Und nicht solch ein Argument:<br />
&#8222;Echte Beziehungen&#8220;, wenn damit Beziehungen mit physischer Nähe gemeint sind, dann geht es wohl kaum oberflächlicher. Als ob ein langer Spaziergang zu zweit nicht ebenso flach und faul sein kann. Oder werden mit &#8222;echten Beziehungen&#8220; diese ganzen losen Kontakte kritisiert, die noch keine angenehme Vertraulichkeit erreicht haben? Wie ästhetisch gesinnt! Soll man Beziehungen auf Tauglichkeit prüfen, reduzieren und zuletzt abbrechen? Das ist die gleiche Gesinnung derer, die ihre Facebook-Freundesliste regelmäßig nach &#8222;lebendigen&#8220; Freundschaften aktualisieren (oder besser reinigen).</p>
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