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Sprachwaschmaschine

Sprache wird immer wieder angepasst, um Menschen nicht zu verletzen oder herabzusetzen. Der Sprachwissenschaftler Jürgen Trabant nennt das „Sprachreinigung“. Dahinter stecke meist ein politisches Motiv. Ihm gehen solche „semantischen Zwänge“ oft zu weit.

Im DLF erklärt Trabant, was er unter einer „Sprachwaschmaschine“ versteht und warum aus ihr manchmal eine Gehirnwäsche wird.

Die Sprachwaschmaschine ist ein gesellschaftliches Spiel, wenn Sie so wollen, in dem Sprache, die nicht gefällig ist, korrigiert wird: erst kritisiert wird, dann korrigiert wird. Gefällig heißt in diesem Fall tatsächlich philosophisch und wissenschaftlich nicht gefällig. Was ich da zeige in dem Aufsatz ist, dass aus der Philosophie heraus ein Bedürfnis nach reiner Sprache bestand, und zwar in dem Moment, in dem die Gelehrten, die europäischen Philosophen entdecken, dass die Volkssprachen und die verschiedenen Sprachen der Welt verschiedenes Denken enthalten. Die Entdeckung der verschiedenen Semantiken der Sprachen, das war eigentlich der Ausgangspunkt. Und dann haben die Philosophen gesagt: Um Gottes willen, das Volk denkt ja was ganz Schreckliches, etwas, was nicht der Wissenschaft entspricht, und das müssen wir auf jeden Fall ausmerzen. Der erste, der das richtig leidenschaftlich gedacht hat, war der englische Philosoph Francis Bacon.

Hier der sehr empfehlenswerte Beitrag:

 

VD: AW