Streit um christliche Kreuzestheologie

Der DLF hat einen Beitrag über die Sühneopfer-Diskussion in der EKD veröffentlicht. Zu Wort kommen unter anderem Burkhard Müller und Ulrich Eibach. Müller fordert den Abschied von der Kreuzestheologie und ist mit seinem Anliegen von N. Schneider unterstützt worden. Eibach verteidigt die Sühne als Herzstück des Glaubens.

Leider wird im gesamten Beitrag die biblische Sühnetheologie nicht zustimmend erklärt. Wer dazu Hintergrundinformationen sucht, wird in dem Artikel „Das Herz des Evangeliums“ fündig: HerzdesEvangeliums.pdf. Eibach hat seine Position dargestellt in: „‚Gestorben für unsere Sünden nach der Schrift‘“: Zur Diskussion um die Heilsbedeutung des Todes Jesu Christi“, Für uns gestorben: Sühne, Opfer, Stellvertretung, Neukirchener Verlag 2009, 155–190.

’Hier nun der Beitrag „Streit um christliche Kreuzestheologie: Der Tod Jesu als Sühneopfer?“ (wenn es auch schmerzt, in den Ostertagen so etwas zu hören):

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5 Comments
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Martin
8 Jahre zuvor

haben die Leute vielleicht eine andere Bibel als wir, oder gar ein paar störende Seiten rausgerissen? Das dürfte aber schwierig gewesen sein, denn Jesus‘ stellvertretende Sühne für uns finde ich überall drin, sowohl im NT als auch im AT. Kleines Beispiel. Wir lesen gerade den 1. Petrusbrief, 2. Kapitel. Da werden zu genau dem Thema zunächst Jesaia und der Psalmist zitiert („… der Stein, den die Bauleute verworfen haben und der zum Eckstein geworden ist, ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses“. Petrus sagt dazu nur lapidar: „Sie stoßen sich an ihm, weil sie nicht an das Wort… Weiterlesen »

ernst
ernst
8 Jahre zuvor

Einiges zum Thema gibt es auch bei:
http://www.evangelisch.de/themen/religion/der-tod-christi-etwas-was-den-menschen-heil-bringt60707

Hier gibt es auch Informationen über das neue Buch von Heinzpeter Hempelmann und Michael Herbst: „Vom gekreuzigten Gott reden“ .

Martin
8 Jahre zuvor

genau, lieber Ron, und wenn ich den Artikel von Lauster lese, dann weiß ich schon nicht mal, was mit der Bultmannschen „existentialen Haltung“ gemeint sein könnte. Aus ganz praktischer Sicht sieht die Sache mit dem Kreuz wie folgt aus. Wenn die Vorhersage Jesu zu seiner Auferstehung stimmt – was eine absolute Ungeheuerlichkeit war, denn wer hat denn schon jemals eine drei Tage alte Leiche mit tiefen Einstichen am ganzen Körper wieder herumlaufen sehen – dann folgt daraus, daß auch alle seine anderen Vorhersagen stimmen, besonders die, die uns zum Heil gereichen. Und was bin ich froh, daß der Apostel Thomas… Weiterlesen »

ernst
ernst
8 Jahre zuvor

@Ron&Martin: Ihr müsst schon genau hinschauen; unter dem angegeben Pfad befindet sich der Artikel von Lauster (um den ging es mir garnicht vorrangig), aber auch der von W.Thiede (Erlangen) u.a. –

@Martin: Jesus sagt ja schon zu Thomas:“Selig, die nicht sehen und doch glauben“, d.h. auch Kreuzigung und Auferstehung sind zuletzt eine Sache des Glaubens.
Allerdings besteht die Einzigartigkeit des Christentums eben darin, dass Gott beansprucht, sich in Raum und Geschichte (und nicht nur durch irgendeine, nicht hinterfragbare ´Offenbarung´!) erkennen gegeben zu haben, was sogar bedeutet, dass er erlaubt, sein Handeln zum Gegenstand einer historischen Befragung zu machen!