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	Kommentare zu: Tom Holland: Herrschaft	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		Von: Clemens Altenberg		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Clemens Altenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Apr 2021 14:33:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Erstaunlicher, als dass es säkulare Menschen gibt, die an Menschenrechte, die Würde eines jeden Menschen, den Wert der Armen und Schwachen und an die Notwendigkeit, sich um sie zu kümmern und für sie einzutreten glauben, sowie dass es falsch ist, die Machtlosen zu unterdrücken ist doch die Tatsache, dass es selbsternannte Christen gibt, die mit ihrer Politik genau das Gegenteil tun – Nietzscheaner im Schafspelz sozusagen. Was Nietzsche wohl dazu sagen würde?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erstaunlicher, als dass es säkulare Menschen gibt, die an Menschenrechte, die Würde eines jeden Menschen, den Wert der Armen und Schwachen und an die Notwendigkeit, sich um sie zu kümmern und für sie einzutreten glauben, sowie dass es falsch ist, die Machtlosen zu unterdrücken ist doch die Tatsache, dass es selbsternannte Christen gibt, die mit ihrer Politik genau das Gegenteil tun – Nietzscheaner im Schafspelz sozusagen. Was Nietzsche wohl dazu sagen würde?</p>
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		<title>
		Von: Markus S.		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus S.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Apr 2021 14:30:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;span&gt;In einem Interview sagt Tom Holland, er habe seinen Glauben verloren. Sein Buch kann man als sein Sich-Ausweinen darüber lesen. Er wirkt ein wenig so, als habe ihm jemand als Kind eröffnet: Nein, die Erde ist nicht flach, sie ist eine Kugel. Der Schock sitzt tief.&lt;/span&gt;

Man spürt, dass er das Christentum nicht wie ein KH-Deschner hasst, aber zwischen den Zeilen merkt man ihm durchaus an, wie stark er den christlichen Vorstellungswelten auch die Verbrechen unserer Blutgeschichte anlastet. Man sollte die Geschichte übrigens schon kennen, sonst tut man sich stellenweise etwas schwer, denn der Autor führt seine Figuren oft nur mit dem Vornamen ein und erwähnt bekannte Größen nicht, die man an der jeweiligen Stelle erwarten würde, aber das dürfte der Kürze des Werks geschuldet sein und tut seinem Ansatz keinen Abbruch.

&quot;Herrschaft&quot; ist eine Ideengeschichte. Tom Holland ist ehrlich und glaubt an seine Ideenwelt. Ist der hohe Blutzoll der Geschichte wirklich dem Christentum anzulasten, ja? Nach der Lektüre wird sich mancher in seiner pessimistischen Zukunftserwartung bestätigt sehen: Die Welt ist ein böser und trauriger Ort (N.T. Wright), und was derzeit im Hintergrund geplant und ausgeführt wird, lässt auch nicht gerade hoffen. Offenbar ist es eben nicht Gottes Welt, sondern die Welt ist des Teufels. 

Leseempfehlung? Ja! Danach aber wieder was Erbauliches.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span>In einem Interview sagt Tom Holland, er habe seinen Glauben verloren. Sein Buch kann man als sein Sich-Ausweinen darüber lesen. Er wirkt ein wenig so, als habe ihm jemand als Kind eröffnet: Nein, die Erde ist nicht flach, sie ist eine Kugel. Der Schock sitzt tief.</span></p>
<p>Man spürt, dass er das Christentum nicht wie ein KH-Deschner hasst, aber zwischen den Zeilen merkt man ihm durchaus an, wie stark er den christlichen Vorstellungswelten auch die Verbrechen unserer Blutgeschichte anlastet. Man sollte die Geschichte übrigens schon kennen, sonst tut man sich stellenweise etwas schwer, denn der Autor führt seine Figuren oft nur mit dem Vornamen ein und erwähnt bekannte Größen nicht, die man an der jeweiligen Stelle erwarten würde, aber das dürfte der Kürze des Werks geschuldet sein und tut seinem Ansatz keinen Abbruch.</p>
<p>&#8222;Herrschaft&#8220; ist eine Ideengeschichte. Tom Holland ist ehrlich und glaubt an seine Ideenwelt. Ist der hohe Blutzoll der Geschichte wirklich dem Christentum anzulasten, ja? Nach der Lektüre wird sich mancher in seiner pessimistischen Zukunftserwartung bestätigt sehen: Die Welt ist ein böser und trauriger Ort (N.T. Wright), und was derzeit im Hintergrund geplant und ausgeführt wird, lässt auch nicht gerade hoffen. Offenbar ist es eben nicht Gottes Welt, sondern die Welt ist des Teufels. </p>
<p>Leseempfehlung? Ja! Danach aber wieder was Erbauliches.</p>
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