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	Kommentare zu: Über die Anziehungskraft eines „objektiven“ Gottesdienststils	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>
		Von: Stephan		</title>
		<link>https://theoblog.de/ueber-die-anziehungskraft-eines-objektiven-gottesdienststils/45231/comment-page-1/#comment-92276</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2025 10:07:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Man muss sich nicht der Orthodoxie oder dem Katholizismus zuwenden, wenn man liturgisch geprägte Gottesdienste feiern möchte. In den Lutherischen Kirchen in Skandinavien, den USA, und vielen anderen Ländern gibt es die heute noch, bei uns war dies spätestens seit 1817 vorbei, als die Vorläufer der UEK gebildet worden sind. Während Luther noch in Messgewand / Albe die evangelische Messe feierte, wurde ab 1811 der Talar als Amtstracht durch König Friedrich Wilhelm III. eingeführt.
Erste Liturgische Elemente (z.B. die Sequenz vor dem Evangelium) wurden noch durch Luther z.T. aus praktischen Erwägungen &quot;zurückgefahren&quot;, natürlich tw. auch aus theologischen Gründen, noch bevor die katholische Kirche die Sequenzen auf vier Stück für besondere Festtage reduzierte. Weiterer &quot;Abbau&quot; der liturgischen Elemente folgten. Gehörte für Luther noch zu jedem Gottesdienst / Messe ein Abendmahl, wird das heute tw. nur noch alle Jubeljahre angeboten. Der Trend war wohl mehr Wortzentrierung/Predigt als &quot;mystische Dinge&quot;.
In den Freikirchen sieht das Thema Liturgie ganz arm aus, es wurde kaum etwas &quot;mitgenommen&quot;. Selbst Glaubensbekenntnis und Vater Unser sind selten oder gar nicht mehr Bestandteil des Gottesdienstes. 

Was ich nun tatsächlich feststelle: Evangelische Gottesdienste / Lutherische Messen der evangelischen Landeskirchen werden wieder von jungen Menschen besucht, mit teilweise langen Anfahrtswegen. Da sitzen junge Menschen in den oftmals lichten Reihen, die Bibel in der Hand und machen sich Notizen - ein Bild, dass ich bislang nur aus Freikirchen kannte.
Kurzum: ich bin begeistert. Bibelinteressierte junge Menschen und Christen, die den ansonsten eher passiven Alten (zumeist ohne tiefe Schriftkenntnis) in dieser Hinsicht ein Vorbild sind und eine Liturgie, die in erster Linie Gott ehren soll und in sich eine Art formales Glaubensbekenntnis darstellt, mit Elementen, die nun bald seit 2000 Jahren verwendet werden, finden (wieder) zusammen.
Ich hoffe, dass ich noch ein paar Jahre leben darf um zu sehen, wie sich das entwickelt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man muss sich nicht der Orthodoxie oder dem Katholizismus zuwenden, wenn man liturgisch geprägte Gottesdienste feiern möchte. In den Lutherischen Kirchen in Skandinavien, den USA, und vielen anderen Ländern gibt es die heute noch, bei uns war dies spätestens seit 1817 vorbei, als die Vorläufer der UEK gebildet worden sind. Während Luther noch in Messgewand / Albe die evangelische Messe feierte, wurde ab 1811 der Talar als Amtstracht durch König Friedrich Wilhelm III. eingeführt.<br />
Erste Liturgische Elemente (z.B. die Sequenz vor dem Evangelium) wurden noch durch Luther z.T. aus praktischen Erwägungen &#8222;zurückgefahren&#8220;, natürlich tw. auch aus theologischen Gründen, noch bevor die katholische Kirche die Sequenzen auf vier Stück für besondere Festtage reduzierte. Weiterer &#8222;Abbau&#8220; der liturgischen Elemente folgten. Gehörte für Luther noch zu jedem Gottesdienst / Messe ein Abendmahl, wird das heute tw. nur noch alle Jubeljahre angeboten. Der Trend war wohl mehr Wortzentrierung/Predigt als &#8222;mystische Dinge&#8220;.<br />
In den Freikirchen sieht das Thema Liturgie ganz arm aus, es wurde kaum etwas &#8222;mitgenommen&#8220;. Selbst Glaubensbekenntnis und Vater Unser sind selten oder gar nicht mehr Bestandteil des Gottesdienstes. </p>
<p>Was ich nun tatsächlich feststelle: Evangelische Gottesdienste / Lutherische Messen der evangelischen Landeskirchen werden wieder von jungen Menschen besucht, mit teilweise langen Anfahrtswegen. Da sitzen junge Menschen in den oftmals lichten Reihen, die Bibel in der Hand und machen sich Notizen &#8211; ein Bild, dass ich bislang nur aus Freikirchen kannte.<br />
Kurzum: ich bin begeistert. Bibelinteressierte junge Menschen und Christen, die den ansonsten eher passiven Alten (zumeist ohne tiefe Schriftkenntnis) in dieser Hinsicht ein Vorbild sind und eine Liturgie, die in erster Linie Gott ehren soll und in sich eine Art formales Glaubensbekenntnis darstellt, mit Elementen, die nun bald seit 2000 Jahren verwendet werden, finden (wieder) zusammen.<br />
Ich hoffe, dass ich noch ein paar Jahre leben darf um zu sehen, wie sich das entwickelt.</p>
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		<title>
		Von: Tob		</title>
		<link>https://theoblog.de/ueber-die-anziehungskraft-eines-objektiven-gottesdienststils/45231/comment-page-1/#comment-92274</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tob]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Aug 2025 16:45:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lesetipp: Eine sehr ausgewogene Zusammenfassung zum Thema (inkl. vertikaler + horizontaler Ebene) bietet das Buch &quot;Gottesdienst verstehen gestalten feiern&quot; von Stefan Schweyer (STH Basel): 
https://www.amazon.de/Gottesdienst-verstehen-gestalten-Grundlagen-praktische/dp/3765521248]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lesetipp: Eine sehr ausgewogene Zusammenfassung zum Thema (inkl. vertikaler + horizontaler Ebene) bietet das Buch &#8222;Gottesdienst verstehen gestalten feiern&#8220; von Stefan Schweyer (STH Basel):<br />
<a href="https://www.amazon.de/Gottesdienst-verstehen-gestalten-Grundlagen-praktische/dp/3765521248" rel="nofollow ugc">https://www.amazon.de/Gottesdienst-verstehen-gestalten-Grundlagen-praktische/dp/3765521248</a></p>
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		<title>
		Von: Ernst		</title>
		<link>https://theoblog.de/ueber-die-anziehungskraft-eines-objektiven-gottesdienststils/45231/comment-page-1/#comment-92268</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ernst]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 22:43:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich kann sehr gut verstehen, wenn die liturgischen Elemente wieder mehr Anerkennung finden. Ich habe es selbst so empfunden, dass sie Hilfe und Richtung geben und der Konzentration auf das Wesentliche dienlich sind. Es kommt nicht mehr auf mich an, und ich kann still werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann sehr gut verstehen, wenn die liturgischen Elemente wieder mehr Anerkennung finden. Ich habe es selbst so empfunden, dass sie Hilfe und Richtung geben und der Konzentration auf das Wesentliche dienlich sind. Es kommt nicht mehr auf mich an, und ich kann still werden.</p>
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		<title>
		Von: Matze		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matze]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Aug 2025 10:58:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mir gefällt nicht, wenn lange Einleitungen eine Predigt ersetzen. Wenn die Lobpreiszeiten sich ausdehnen ohne wirklichen Grund lange ausdehnen genauso wie ausschweifende Predigten mit wenig Inhalt. Und wenn ein Gottesdienst am Anfang Längen bekommen hat und keiner in der Lage ist Lobpreis oder Predigt zu kürzen. Manche meinen scheinbar dass die Länge des Gottesdienstes schon Geisteswirken ist und dass ein Predigtlevel auf Jungscharniveau ausreicht. Das alles mag ich nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir gefällt nicht, wenn lange Einleitungen eine Predigt ersetzen. Wenn die Lobpreiszeiten sich ausdehnen ohne wirklichen Grund lange ausdehnen genauso wie ausschweifende Predigten mit wenig Inhalt. Und wenn ein Gottesdienst am Anfang Längen bekommen hat und keiner in der Lage ist Lobpreis oder Predigt zu kürzen. Manche meinen scheinbar dass die Länge des Gottesdienstes schon Geisteswirken ist und dass ein Predigtlevel auf Jungscharniveau ausreicht. Das alles mag ich nicht.</p>
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