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„Unser Gott kommt und schweiget nicht“

Durch das Netzwerk Bibel und Bekenntnis bin ich auf ein Thesenpapier von Prof. Dr. Reinhard Slenczka aufmerksam geworden. Das Netzwerk schreibt:

Seine Thesen zum gegenwärtigen 500. Reformationsjubiläum sprechen dabei eine deutliche Sprache. Zunächst verweist er auf das Zeugnis der Heiligen Schrift von sich selbst, gibt dann einige Warnungen und Mahnungen von Martin Luther selbst wieder und schließt dann einige Thesen an. Dabei wirkt auffallend, dass er es nicht bei Mahnungen und (leeren) Aufrufen belässt, sondern auch klar zur Scheidung und Widerspruch auffordert wo Kirche, Theologie oder Gesellschaft sich auf Irrwegen befindet.

Im Thesenpapier selbst heißt es:

Der schlimmste Fehler in kirchlicher Verkündigung und Unterweisung geschieht dann, wenn an die Stelle der Rechtfertigung des Sünders durch Umkehr, Buße und Vergebung eine Rechtfertigung der Sünde durch Umdeutung oder Aufhebung der heiligen, klaren und unverän-derlichen Gebote Gottes tritt. Vom Herrn ist das Auftreten des Antichrists sowie der Irrlehrer und Lügenpropheten als Zeichen der Endzeit angesagt (Mark 13 pp; 2 Tim 3, 1-9). Wir erfahren aber auch (z. B.: Jer 7, 18 ff; 44, 15 ff; Hes 13 u. a.), wie falsche Propheten und Prophetinnen in der Geschichte des Alten Bundes ihr Unwesen treiben, indem sie ihre eigenen Worte und Träume als Gottes Wort ausgeben, indem sie sich den Fruchtbarkeits- und Sexualkulten von Baal und Astarte bis hin zu Menschenopfern der umliegenden Völker anschließen (3 Mos 18; 20, 2-5; 2 Kön 23; Jer 32, 26-35) und vieles anderes mehr, was uns auch in unserer Zeit begegnet. Es ist ein unübersehbares Zeichen für die Wirkung des Wortes Gottes, dass die Schriften des Alten Bundes genau auf die Missstände gerichtet sind, die wir heute vor Augen haben. Durchgehend handelt es sich damals wie heute darum, dass Gottes Wort durch Menschenworte aufgehoben und ersetzt wird.

Die Schrift kann hier heruntergeladen werden: Slenczka-R.-Thesen-zum-Reformationsjubil%C3%A4um-Jan.-2017.pdf.