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Völkermord und Gender Studies

Fast alles muss heute als Projektionsfläche für die Gender Studies herhalten, sogar der Holocaust. Die Historiker Ruth Bettina Birn und Volker Rieß haben ein verbreitetes Werk von Wendy Lower, vertrieben von der Bundeszentrale für politische Bildung, genauer unter die Lupe genommen und müssen feststellen, dass es einer kritischen Überprüfung der Quellenbasis nicht standhält.

Wendy Lower nimmt in ihrem Buch „Hitlers Helferinnen. Deutsche Frauen im Holocaust“ (zuletzt 2016) eine Zusammenschau von Holocaust und Gender Studies vor. Das Werk liegt in fünf weiteren Sprachen vor, die Bundeszentrale für politische Bildung vertreibt es. Wendy Lower sieht die Beteiligung von deutschen Frauen am Holocaust als bedeutend an. Sie vertritt darüber hinaus zwei weitere Thesen: dass es eine Verbindung von „sexueller Intimität und Gewalt“ bei Holocaust-Tätern und -Täterinnen gegeben habe – und dass der massenhafte Einsatz von Frauen im deutsch besetzten Osten Teil einer revolutionären Mobilisierung gewesen sei, die zum sozialen Aufstieg und zur gesellschaftlichen Teilhabe geführt habe.

Einer kritischen Überprüfung der Quellenbasis hält das Buch nicht stand. Das zeigt sich schon in seinen Teilen zur Verbindung von Sexualität, Intimität und Gewalt.

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