Vom Verfall der Vernunft und dem trotzigen Aufbruch zur Heiligung

Pfarrer i.R. Burkard Hotz hat 21 eigensinnige Beobachtungen zur aktuellen deutschen Leitkultur veröffentlicht. Sehr lesenswert!

So heißt es etwa zur gegenwärtigen Diskursfähigkeit:

Daher stellen wir notweniger Weise im entgrenzten Raum der beschrieben totalitären Akzeptanzforderung sexueller Vielfalt und der damit einhergehenden öffentlichen Diskursverweigerung unserer Eliten einen dramatischen Verfall der Vernunft fest: Was früher kritische Auseinandersetzung im Ringen um das eigene Urteil war, welch guten Klang hatte einst in fortschrittlichen Kreisen der Begriff „Kritik“! – wird heute sofort zum Hass umdefiniert. Flächendeckend dagegen tritt an die Stelle der Kritik mit ihrer Fähigkeit zu eigener Urteilsbildung die neu-deutsch kommandierte kritiklose Vielfalts-Akzeptanz mit ihren diversen Denkverboten. Ja das Verbot kritischen Denkens wird zum Wesen demokratischer Antidiskriminierung umfrisiert, denn alles andere ist ja Hass kreierender Populismus! Daher wird natürlich auch erwartet, dass die verhängnisvolle Entscheidung des Bundestages vom 30. Juni 2017 einhellig und mit Begeisterung bejubelt wird.

Jeder ansatzweise kritische Narrativ, der diese Echokammer verlässt, ist höchst verdächtig, ja wird als „toxisch“ eingestuft; jede Anmeldung von Zweifel, anthropologischer, theologischer oder auch rechtlicher Art oder auch im Bereich der Adoptionsfolgen homosexueller Elternschaft ist nicht diskursfähig. Nein, der Zweifel gilt hier gar nicht als lobenswert, er gilt im Gegenteil als demokratiefeindlich und menschenverachtend, ja als böse und erfährt totale öffentliche Ächtung.

Hier der gesamte Beitrag: Vom_Verfall_der_Vernunft.pdf.

VD: KHG

Kommentare

  1. Matze meint:

    Hat mich sehr angesprochen und will ich deshalb mit folgendem ergänzen:
    leider erlebe ich diese Haltung nicht nur in den großen Fragen wie bei diesem Thema, sondern auch im ganz persönlichen Umfeld zu ganz normalen Fragen des täglichen Miteinanders. Ist das nur mein Eindruck oder geht es anderen ähnlich?

  2. Rolf Eicken meint:

    @ Matze:
    diese Beobachtung machte ich auch, weshalb ich mich in den sog. sozialen Medien
    nicht mehr beteilige; denn die dortigen Posts sind von keinerlei Sachkenntnis getrübt.
    Da geht alles nur über die irrationale Gefühlsschiene.

  3. Schandor meint:

    Das Abspulen von Diskursprogrammen ist das Gegenteil dessen, was man als Denken bezeichnet.
    Diskurse sind nichts anderes als syntaktische Fahrpläne, nach welchen die Gedankenzüge auf festen Schienen über die Seiten rollen.

    (Peter Sloterdijk)

    Deutscher (linker) Meinungsunterdrückungsterror und Inkriminierungsgestus zeigen, dass die verführten Verführer sich vorzüglich zu Helfershelfern der linken Diktaturbestrebungen in Dienst nehmen lassen.

    Hier wird man gut tun, das doppelte Sprichwort zu bedenken:

    Antworte dem Narren nicht nach seiner Narrheit, damit nicht auch du so wirst wie er; antworte dem Narren aber nach seiner Narrheit, damit er sich nicht für weise hält.

    Ist dieser teure Rat heute noch gültig? Keine Frage. Ist dieser Weg aber noch gangbar?

  4. Markus Jesgarz meint:

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage unter „15.“ auf der Seite 9 von 15:
    Mit der gleichen Penetranz, mit der die eigene christlich geprägte Herkunftskultur entweder ignoriert oder schlecht geredet und niedergemacht wird, wird allerdings der Islam – über jede Kritik erhaben! – als die große kulturelle Bereicherung Europas und Deutschlands schön geredet und aufgewertet.
    Meine Meinung ist:
    Ditib gehört der Vereinsstatus in Deutschland entzogen.
    1.
    In dem Beitrag:
    Neue schwere Vorwürfe gegen Ditib:
    Schürt Moscheeverein Hass auf Juden und Christen?
    http://www.focus.de/politik/videos/verband-erneut-in-der-kritik-neue-vorwuerfe-gegen-ditib-schuert-moscheeverein-hass-auf-juden-und-christen_id_6567492.html
    am 2.2.2017 steht:
    Nach Einschätzung eines Strafrechtlers sei bei einigen Posts sogar der Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt, so „defacto“.
    2.
    In dem Beitrag:
    defacto deckt auf: Hetze gegen Andersgläubige bei DITIB
    https://politikstube.com/defacto-deckt-auf-hetze-gegen-andersglaeubige-bei-ditib/
    am 31.1.2017 steht:
    Das landespolitische Magazin defacto des HR-Rundfunks deckt in einem Video-Beitrag die Christenfeindlichkeit und den Antisemitismus bei DITIB auf.
    3.
    Zu dem Buch:
    Schwachstelle Christentum
    https://lichtzeichen-shop.com/Buecher/Studienliteratur/Schwachstelle-Christentum.html
    Erdogan und der türkische DITIB-Islam unterminieren Deutschland
    von Herman J. Redel steht unter „Beschreibung“:
    1.
    Und inzwischen ist die ganze Organisation auf ihn, auf den türkischen Präsidenten Erdoğan, zugeschnitten.
    2.
    Mit der DITIB implementierte der türkische Staat in unserem Land die institutionalisierte politische Einflussnahme, die keinesfalls demokratisch und freiheitlich ausgerichtet ist, sondern als machtpolitisches Werkzeug zur Durchsetzung türkischer Interessen in Deutschland dient.
    3.
    Diese staatsgefährdenden und verfassungsfeindlichen Strukturen konnten nur entstehen, weil deutsche Stellen und Politiker, durch welchen Antrieb auch immer gesteuert, auf allen Entscheidungsebenen die türkischen Bestrebungen unterstützt und dabei deutsches Recht gebeugt haben. Dieses Buch macht deutlich, wie die DITIB das deutsche Vereinsrecht als “Trojanisches Pferd“ nutzt.

  5. Markus Jesgarz meint:

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage unter „6.“ auf der Seite 3 von 15:
    Gerade schulische Bildungspläne für die Lern- und Begegnungsräume von Kindern und Jugendlichen sind in der sexuellen Vielfalts-Akzeptanzforderung ungeschminkt ehrlich und legen die gnadenlosen ideologischen Echokammern der Gender-Eliten und ihre praktische Anwendung offen.
    Meine Meinung ist:
    1.
    Herr Lorz vertritt die sexuelle Vielfalts-Akzeptanzforderung.
    In dem Schreiben von Herr Lorz vom 26.10.2016 steht auf der Seite 3 von 7:
    https://www.echte-toleranz.de/files/Dokumente/Auskunft.des.Hessischen.Kultusministers.Lorz.vom.26.10.2016.pdf
    Ein Verhalten zu akzeptieren, das für jemand anderen einen wichtigen Aspekt seines Lebens bedeutet, ist Kennzeichen einer freiheitlichen Gesellschaft auch und gerade dann, wenn dieses Verhalten für die Mehrheit nicht in Betracht kommt.
    2.
    Herr Lorz widerspricht sich selbst.
    3.
    Die Aussage von Herr Lorz ist kontrafaktisch.

  6. Markus Jesgarz meint:

    Dies ist ein Kommentar zu der Aussage unter „8.“ auf der Seite 4 von 15:
    Daher stellen wir notweniger Weise im entgrenzten Raum der beschrieben totalitären Akzeptanzforderung sexueller Vielfalt und der damit einhergehenden öffentlichen Diskursverweigerung unserer Eliten einen dramatischen Verfall der Vernunft fest.
    Meine Meinung ist:
    Die totalitäre Akzeptanzforderung sexueller Vielfalt ist unvernünftig.
    In dem Beitrag:
    Prof. Dr. Christian Winterhoff: »Sexualpädagogik der Vielfalt – der rechtliche Rahmen«
    https://www.youtube.com/watch?v=mqVkhxz9nK0&list=PLt0U2vGw4WS_8qj3V6zw1ntUtl8DZl8jq
    sagt Herr Winterhoff zu der Aussage von Herr Lorz:
    „Ein Verhalten zu akzeptieren, das für jemand anderen einen wichtigen Aspekt seines Lebens bedeutet, ist Kennzeichen einer freiheitlichen Gesellschaft auch und gerade dann, wenn dieses Verhalten für die Mehrheit nicht in Betracht kommt.“
    1.
    ab dem Zeitpunkt 37:13 / 52:35:
    Möglicherweise kennt der hessische Kultusminister nicht den Unterschied zwischen akzeptieren und tolerieren.
    2.
    ab dem Zeitpunkt 37:37 / 52:35:
    So, wie er (der Satz) dort formuliert ist, ist er aus meiner Sicht schlicht falsch.

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