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	Kommentare zu: Von der Ungewissheit des Glaubens	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>
		Von: Ron		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jul 2017 15:09:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Sebastian Heck: Ja, kann es.

Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Sebastian Heck: Ja, kann es.</p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
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		<title>
		Von: Sebastian Heck		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Heck]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jul 2017 15:05:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das war ein Witz! Ich bin auch weder noch, glaube aber, dass es noch schlimmer kommen kann und wahrscheinlich wird…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das war ein Witz! Ich bin auch weder noch, glaube aber, dass es noch schlimmer kommen kann und wahrscheinlich wird…</p>
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		<title>
		Von: Ron		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jul 2017 14:57:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Sebastian Heck: Ich bin weder Pelagianer noch Postmillenialist. Muss ich deswegen glauben, dass es nur noch bergab gehen kann?

Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Sebastian Heck: Ich bin weder Pelagianer noch Postmillenialist. Muss ich deswegen glauben, dass es nur noch bergab gehen kann?</p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Sebastian Heck		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-4/#comment-77125</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Heck]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jul 2017 14:54:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich schätze Deinen Optimismus, Ron, aber er ist doch sehr pelagianisch, oder wenigstens postmillenianistisch: &quot;Wir sind im Tal angekommen, es kann – sollte sich noch etwas bewegen – nur bergauf gehen.&quot; ;-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schätze Deinen Optimismus, Ron, aber er ist doch sehr pelagianisch, oder wenigstens postmillenianistisch: &#8222;Wir sind im Tal angekommen, es kann – sollte sich noch etwas bewegen – nur bergauf gehen.&#8220; 😉</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Sebastian Heck		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-3/#comment-77123</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Heck]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jul 2017 14:32:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Pelagianer!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pelagianer!</p>
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		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-3/#comment-74910</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 May 2017 08:06:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Johannes G.: Danke für Dein respektvolles Schlussstatement! Ich rechne mit Weiterentwicklungen im Verständnis des Zusammenhangs, aber auch nicht damit, dass wir es völlig verstehen werden. 

Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Johannes G.: Danke für Dein respektvolles Schlussstatement! Ich rechne mit Weiterentwicklungen im Verständnis des Zusammenhangs, aber auch nicht damit, dass wir es völlig verstehen werden. </p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Johannes G.		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-3/#comment-74887</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes G.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 May 2017 15:36:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich möchte von meiner Seite aus noch ein paar abschließende Gedanken anführen.

&lt;blockquote&gt;Meines Erachtens ist der biblische Befund so überwältigend, dass jemand, der die Bibel ernst nimmt, gar nicht anders kann, als zu glauben, dass Gott sowohl Herzen erleuchtet als auch verstockt (wobei ich gleich hinzufüge, dass er niemanden dazu zwingt).&lt;/blockquote&gt;

Ja, dem wird sicher niemand widersprechen, der den biblischen Befund ernst nimmt. Aber ob es sich z.B. bei Jesaja und / oder bei Johannes um eine unumkehrbare Verstockung bzw. eine aktive (Vorher)bestimmung der entsprechenden Personen zur ewigen Verdammnis handelt, geht aus dem Text nicht hervor. Am Ende ist es sicherlich auch eine Frage der Bewertung des biblischen Gesamtzeugnisses. Mir erscheint diese Textstelle (sowie einige weitere &quot;Prooftexts&quot; ;-) ) im Vergleich zum universellen Heilswillen Gottes (z.B. Jer. 29,13, 2. Petrus 3,9, Joh. 3,16, 1. Tim. 2,3+4, Hes. 18,32, Matth. 23,37 etc.) aus den genannten Gründen eher &quot;dunkel&quot; und inkonklusiv.

&lt;blockquote&gt;Hat Gott Dich aus freier Gnade und Liebe erwählt oder weil er voraussah, dass Du glaubst oder gute Werke vollbringst? Und: Warum hat er Dich erwählt und andere nicht?&lt;/blockquote&gt;

Ich meine das ist eine falsche Dichotomie. Zum einen befindet sich Gott meinem Verständnis nach nicht in der Zeit (d.h. temporäres Vokabular in Bezug auf Gott ist ebenso wie physische Zuschreibungen in einer metaphorischen Weise zu verstehen) und zum anderen kann Gott mich aus freier Gnade und Liebe erwählen, weil er weiß bzw. sieht, dass ich durch das Hören des Evangliums (und ggf. weiterer Vernuftgründe) von seiner Retterliebe bzw. meiner Verlorenheit überzeugt werde.

&lt;blockquote&gt;John Rist’s Zitat gegenüber bin ich zurückhaltender. Es ist m.E. offensichtlich, dass nach Augustinus der gute Wille der Berufung nicht vorausgeht, sondern die Berufung dem guten Willen.&lt;/blockquote&gt;

Ja, das sehe ich auch so. Ich denke Rist hat hier - vielleicht auch absichtlich - etwas zu überspitzt formuliert. Ich habe seine Ausführungen aber bisher nicht gelesen und kann daher nicht mehr dazu sagen.

&lt;blockquote&gt;Wenn Gott schon gewusst hat, dass Menschen in die ewige Verdammnis kommen, warum hat er dann überhaupt die Welt und die Menschen geschaffen? Der Preis scheint schon sehr hoch, wenn auch nur ein Mensch ewig leiden soll. Ich weiß, dass Gott gut und gerecht ist und deshalb muss da ja ein Sinn hinter stecken.&lt;/blockquote&gt;

Zunächst ist es ja nicht so, dass nach dem biblischen Zeugnis jemand unverdient leidet oder in die ewige Verdammnis geht, obwohl er bei Gott sein möchte. Des Weiteren denke ich, dass wir nicht in der epistemischen Position sind zu beurteilen, was es bedeutet, Personen zu erschaffen (oder auch nicht). Ein wichtiger Aspekt hierbei scheint mir aber auch zu sein, dass das was &quot;gut&quot; und &quot;gerecht&quot; ist, nicht beliebig definierbar ist. Gott kann genauso wenig bestimmen, dass das Quälen von unschuldigen Menschen gut und gerecht ist, wie er die Kreiszahl Pi ändern kann. Das bedeutet natürlich nicht, dass Gott nicht allmächtig ist, sondern dass diese Dinge. d.h. das Gute und das Wahre / Rationale, nur andere Aspekte des &quot;Seienden&quot; bzw. seines Wesens sind. 

&lt;blockquote&gt;Wenn ich als Sünder (mit der Erbsünde) auf die Welt gekommen bin, Gott mich also so geschaffen hat, warum werde ich dann noch für Sünde zur Verantwortung gezogen – wenn ich doch quasi so geschaffen bin, dass ich von Anfang an auf Verdammnis ausgelegt bin. Da schwingt wieder die Frage der Verantwortlichkeit mit. Ist das vielleicht ein Thema, wozu es uns Menschen nicht ansteht, eine Antwort zu finden?&lt;/blockquote&gt;

Ich meine bezüglich des Themas (Vorher)bestimmung und Erwählung gibt es letztendlich zwei mögliche Ansätze: Entweder gibt es etwas im Willen Gottes, das verhindert, dass ein Mensch gerettet wird, oder gibt es etwas im Wesen des Menschen, was ihn ablehnend auf das Evangelium reagieren lässt und von Gott nur durch Zwang bzw. Auslöschung oder &quot;Nicht-Erschaffung&quot; dieser Person &quot;geändert&quot; werden könnte. Ich persönlich vertrete die zweite Variante, weil ich zum einen den biblischen Befund, wie oben dargelegt, für klarer halte und die erste Sichtweise meiner Einschätzung nach den Charakter Gottes in Frage stellt. Wenn Gott Menschen unmittelbar zur ewigen Verdammnis bestimmt (d.h. zu diesem Zweck erschafft) bzw. vom Heil ausschließt, wird er für mich letztendlich in existenzieller Weise unbegreiflich.

Ich meine die Minimalvoraussetzung für Verantwortung ist, dass eine Handlung, Willensbildung oder Überzeugung ohne äußere Determinierung stattfinden bzw. ihren Ursprung in der Interaktion zwischen Willen und Intellekt der entsprechenden Person haben muss. Verantwortlich kann somit auch nur derjenige sein, der weiß bzw. versteht, was er tut und zu einer Reaktion fähig ist. Ich halte es daher keineswegs für ausgeschlossen, dass die Erschaffung einer Person (allein aus Liebe um ihrer selbst willen und nicht für irgendeinen &quot;Zweck&quot;) - d.h. ein Wesen mit Willen und Intellekt - es mit sich bringt, dass diese Person die ihr entgegengebrachte Liebe nicht erwidert - es denn durch Zwang oder durch einen determinierenden Eingriff in die Interaktion zwischen Willen und Intellekt. Würden solche Mittel zur Anwendung kommen macht es meiner Einschätzung nach keinen Sinn mehr, von Verantwortlichkeit zu sprechen (sofern man dann überhaupt noch von einer Person sprechen kann).

Ob tatsächlich die individuelle Persönlichkeit oder das Wesen des Menschen der Grund ist, warum Menschen verloren gehen, weiß ich nicht. Ich halte es auch nicht für sinnvoll sich darüber zu streiten. Und auch wenn ich die calvinistische Sichtweise aus theologischen und philosophischen Gründen nicht teilen kann, respektiere ich jeden, der ernsthaft mit diesen schwierigen Fragen ringt und dabei zu einem anderen Ergebnis kommt - auch wenn es für mich persönlich unverständlich bleibt.

Liebe Grüße
Johannes]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte von meiner Seite aus noch ein paar abschließende Gedanken anführen.</p>
<blockquote><p>Meines Erachtens ist der biblische Befund so überwältigend, dass jemand, der die Bibel ernst nimmt, gar nicht anders kann, als zu glauben, dass Gott sowohl Herzen erleuchtet als auch verstockt (wobei ich gleich hinzufüge, dass er niemanden dazu zwingt).</p></blockquote>
<p>Ja, dem wird sicher niemand widersprechen, der den biblischen Befund ernst nimmt. Aber ob es sich z.B. bei Jesaja und / oder bei Johannes um eine unumkehrbare Verstockung bzw. eine aktive (Vorher)bestimmung der entsprechenden Personen zur ewigen Verdammnis handelt, geht aus dem Text nicht hervor. Am Ende ist es sicherlich auch eine Frage der Bewertung des biblischen Gesamtzeugnisses. Mir erscheint diese Textstelle (sowie einige weitere &#8222;Prooftexts&#8220; 😉 ) im Vergleich zum universellen Heilswillen Gottes (z.B. Jer. 29,13, 2. Petrus 3,9, Joh. 3,16, 1. Tim. 2,3+4, Hes. 18,32, Matth. 23,37 etc.) aus den genannten Gründen eher &#8222;dunkel&#8220; und inkonklusiv.</p>
<blockquote><p>Hat Gott Dich aus freier Gnade und Liebe erwählt oder weil er voraussah, dass Du glaubst oder gute Werke vollbringst? Und: Warum hat er Dich erwählt und andere nicht?</p></blockquote>
<p>Ich meine das ist eine falsche Dichotomie. Zum einen befindet sich Gott meinem Verständnis nach nicht in der Zeit (d.h. temporäres Vokabular in Bezug auf Gott ist ebenso wie physische Zuschreibungen in einer metaphorischen Weise zu verstehen) und zum anderen kann Gott mich aus freier Gnade und Liebe erwählen, weil er weiß bzw. sieht, dass ich durch das Hören des Evangliums (und ggf. weiterer Vernuftgründe) von seiner Retterliebe bzw. meiner Verlorenheit überzeugt werde.</p>
<blockquote><p>John Rist’s Zitat gegenüber bin ich zurückhaltender. Es ist m.E. offensichtlich, dass nach Augustinus der gute Wille der Berufung nicht vorausgeht, sondern die Berufung dem guten Willen.</p></blockquote>
<p>Ja, das sehe ich auch so. Ich denke Rist hat hier &#8211; vielleicht auch absichtlich &#8211; etwas zu überspitzt formuliert. Ich habe seine Ausführungen aber bisher nicht gelesen und kann daher nicht mehr dazu sagen.</p>
<blockquote><p>Wenn Gott schon gewusst hat, dass Menschen in die ewige Verdammnis kommen, warum hat er dann überhaupt die Welt und die Menschen geschaffen? Der Preis scheint schon sehr hoch, wenn auch nur ein Mensch ewig leiden soll. Ich weiß, dass Gott gut und gerecht ist und deshalb muss da ja ein Sinn hinter stecken.</p></blockquote>
<p>Zunächst ist es ja nicht so, dass nach dem biblischen Zeugnis jemand unverdient leidet oder in die ewige Verdammnis geht, obwohl er bei Gott sein möchte. Des Weiteren denke ich, dass wir nicht in der epistemischen Position sind zu beurteilen, was es bedeutet, Personen zu erschaffen (oder auch nicht). Ein wichtiger Aspekt hierbei scheint mir aber auch zu sein, dass das was &#8222;gut&#8220; und &#8222;gerecht&#8220; ist, nicht beliebig definierbar ist. Gott kann genauso wenig bestimmen, dass das Quälen von unschuldigen Menschen gut und gerecht ist, wie er die Kreiszahl Pi ändern kann. Das bedeutet natürlich nicht, dass Gott nicht allmächtig ist, sondern dass diese Dinge. d.h. das Gute und das Wahre / Rationale, nur andere Aspekte des &#8222;Seienden&#8220; bzw. seines Wesens sind. </p>
<blockquote><p>Wenn ich als Sünder (mit der Erbsünde) auf die Welt gekommen bin, Gott mich also so geschaffen hat, warum werde ich dann noch für Sünde zur Verantwortung gezogen – wenn ich doch quasi so geschaffen bin, dass ich von Anfang an auf Verdammnis ausgelegt bin. Da schwingt wieder die Frage der Verantwortlichkeit mit. Ist das vielleicht ein Thema, wozu es uns Menschen nicht ansteht, eine Antwort zu finden?</p></blockquote>
<p>Ich meine bezüglich des Themas (Vorher)bestimmung und Erwählung gibt es letztendlich zwei mögliche Ansätze: Entweder gibt es etwas im Willen Gottes, das verhindert, dass ein Mensch gerettet wird, oder gibt es etwas im Wesen des Menschen, was ihn ablehnend auf das Evangelium reagieren lässt und von Gott nur durch Zwang bzw. Auslöschung oder &#8222;Nicht-Erschaffung&#8220; dieser Person &#8222;geändert&#8220; werden könnte. Ich persönlich vertrete die zweite Variante, weil ich zum einen den biblischen Befund, wie oben dargelegt, für klarer halte und die erste Sichtweise meiner Einschätzung nach den Charakter Gottes in Frage stellt. Wenn Gott Menschen unmittelbar zur ewigen Verdammnis bestimmt (d.h. zu diesem Zweck erschafft) bzw. vom Heil ausschließt, wird er für mich letztendlich in existenzieller Weise unbegreiflich.</p>
<p>Ich meine die Minimalvoraussetzung für Verantwortung ist, dass eine Handlung, Willensbildung oder Überzeugung ohne äußere Determinierung stattfinden bzw. ihren Ursprung in der Interaktion zwischen Willen und Intellekt der entsprechenden Person haben muss. Verantwortlich kann somit auch nur derjenige sein, der weiß bzw. versteht, was er tut und zu einer Reaktion fähig ist. Ich halte es daher keineswegs für ausgeschlossen, dass die Erschaffung einer Person (allein aus Liebe um ihrer selbst willen und nicht für irgendeinen &#8222;Zweck&#8220;) &#8211; d.h. ein Wesen mit Willen und Intellekt &#8211; es mit sich bringt, dass diese Person die ihr entgegengebrachte Liebe nicht erwidert &#8211; es denn durch Zwang oder durch einen determinierenden Eingriff in die Interaktion zwischen Willen und Intellekt. Würden solche Mittel zur Anwendung kommen macht es meiner Einschätzung nach keinen Sinn mehr, von Verantwortlichkeit zu sprechen (sofern man dann überhaupt noch von einer Person sprechen kann).</p>
<p>Ob tatsächlich die individuelle Persönlichkeit oder das Wesen des Menschen der Grund ist, warum Menschen verloren gehen, weiß ich nicht. Ich halte es auch nicht für sinnvoll sich darüber zu streiten. Und auch wenn ich die calvinistische Sichtweise aus theologischen und philosophischen Gründen nicht teilen kann, respektiere ich jeden, der ernsthaft mit diesen schwierigen Fragen ringt und dabei zu einem anderen Ergebnis kommt &#8211; auch wenn es für mich persönlich unverständlich bleibt.</p>
<p>Liebe Grüße<br />
Johannes</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-3/#comment-74828</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 May 2017 08:54:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Clemens Altenberg: Nochmal, diese Projektionen Webers haben die Weltgeschichte nur als Projektionen Webers bestimmt. Die protestantische Ethik in den Niederlanden sah anders aus. Was die Mehrheit produktiv machte, war nicht die Angst um das Heil, sondern die Liebe, Dankbarkeit und die Freude an dem, was sie in Christus empfangen hatten.

Ich danke ebenfalls, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Clemens Altenberg: Nochmal, diese Projektionen Webers haben die Weltgeschichte nur als Projektionen Webers bestimmt. Die protestantische Ethik in den Niederlanden sah anders aus. Was die Mehrheit produktiv machte, war nicht die Angst um das Heil, sondern die Liebe, Dankbarkeit und die Freude an dem, was sie in Christus empfangen hatten.</p>
<p>Ich danke ebenfalls, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Clemens Altenberg		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-3/#comment-74825</link>

		<dc:creator><![CDATA[Clemens Altenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 May 2017 07:53:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Danke dass du dir trotzdem die Zeit genommen hast zu antworten. Es ist eben selten die reine theologische Lehre, die das Weltgeschehen bestimmt hat, sondern das, was die Leute daraus gemacht haben. Auf diesen Unterschied weist Weber deutlich hin.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke dass du dir trotzdem die Zeit genommen hast zu antworten. Es ist eben selten die reine theologische Lehre, die das Weltgeschehen bestimmt hat, sondern das, was die Leute daraus gemacht haben. Auf diesen Unterschied weist Weber deutlich hin.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-3/#comment-74823</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 May 2017 07:36:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Clemens Altenberg: Ehrlich gesagt, sehe ich mich durch die Zitate eher bestätigt. Weber arbeitet sich an einem Vulgärcalvinismus ab, aber nicht an Calvin selbst oder einer reformierten Theologie, die im engeren Sinn in der Tradition der Genfer Reformatoren stand. 

Nehmen wir mal Dein Zitat:


&lt;blockquote&gt;„An die Stelle der demütigen Sünder, denen Luther, wenn sie in reuigem Glauben sich Gott anvertrauen, die Gnade verheißt, werden so jene selbstgewissen „Heiligen“ gezüchtet, die wir in den stahlharten puritanischen Kaufleuten jenes heroischen Zeitalters des Kapitalismus und in einzelnen Exemplaren bis in die Gegenwart wiederfinden. Und andererseits wurde, um jene Selbstgewissheit zu erlangen, als hervorragendstes Mittel rastlose Berufsarbeit eingeschärft.“ &lt;/blockquote&gt;

In meiner Ausgabe steht es auf S. 105. Es geht dann weiter mit: „Sie und sie allein [also die rastlose Berufsarbeit] verscheuche den religiösen Zweifel und gebe die Sicherheit des Gnadenstandes“. Was soll ich dazu sagen? Ist das calvinistisch? Da würde ich ja gern mal einen Beleg aus einem Bekenntnis sehen. Projektion.

Weber beruft sich wieder und wieder auf Schneckenburger. Da heißt es gleich im Anschluss unter Berufung auf Schneckenburger über das Luthertum: „Das höchste religöse Erlebnis, welchen die lutherische Frömmigkeit, wie sie sich im Verlauf namentlich des 17. Jahrhunderts entwickelte, zutrebt, ist die „Unio mystiva“ mit der Gottheit. Wie schon die Bezeichnung, die in dieser Fassung der reformierten Lehre unbekannt ist, andeutet, handelt es sich um ein substantielles Gottesgefühl: Die Empfindung eines realen Eingehens des Göttlichen in die gläubige Seele, …“ Was soll ich hierzu sagen? Weber hat nicht nur den Calvinismus nicht verstanden, er hat auch das Luthertum nicht verstanden.

Aus S. 92 schreibt Weber: 



&lt;blockquote&gt;„Beide, Luther und Calvin, kannten eben im Grunde … einen doppelten Gott: den geoffenbarten gnädigen und gütigen Väter des N. T., — denn dieser beherrscht die ersten Bücher der Institutio Christiana, — und dahinter den »Deus absconditus« als willkürlich schaltenden Despoten. Bei Luther behielt der Gott des Neuen Testaments ganz die Oberhand, weil er die Reflexion über das Metaphysische, als nutzlos und gefährlich, zunehmend mied, bei Calvin gewann der Gedanke an die transzendente Gottheit Macht über das Leben. In der populären Entwicklung des Calvinismus freilich konnte sie sich nicht halten, — aber nicht der himmlische Vater des Neuen Testaments, sondern der Jehova des Alten trat nunmehr an ihre Stelle.“&lt;/blockquote&gt;

Was soll ich hierzu sagen? Das kann nur jemand schreiben, der Luther, Calvin oder spätere Lehrer nicht studiert hat.

Ich bleibe bei meiner Behauptung. Webers Beobachtungen zum wirtschaftlichen Erfolg des Calvinismus sind hilfreich. Die theologische Natur des C. hat er nicht verstanden. 

Ich beende hiermit das Thema &quot;Weber&quot;. Ich habe Wichtigeres zu tun.

Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Clemens Altenberg: Ehrlich gesagt, sehe ich mich durch die Zitate eher bestätigt. Weber arbeitet sich an einem Vulgärcalvinismus ab, aber nicht an Calvin selbst oder einer reformierten Theologie, die im engeren Sinn in der Tradition der Genfer Reformatoren stand. </p>
<p>Nehmen wir mal Dein Zitat:</p>
<blockquote><p>„An die Stelle der demütigen Sünder, denen Luther, wenn sie in reuigem Glauben sich Gott anvertrauen, die Gnade verheißt, werden so jene selbstgewissen „Heiligen“ gezüchtet, die wir in den stahlharten puritanischen Kaufleuten jenes heroischen Zeitalters des Kapitalismus und in einzelnen Exemplaren bis in die Gegenwart wiederfinden. Und andererseits wurde, um jene Selbstgewissheit zu erlangen, als hervorragendstes Mittel rastlose Berufsarbeit eingeschärft.“ </p></blockquote>
<p>In meiner Ausgabe steht es auf S. 105. Es geht dann weiter mit: „Sie und sie allein [also die rastlose Berufsarbeit] verscheuche den religiösen Zweifel und gebe die Sicherheit des Gnadenstandes“. Was soll ich dazu sagen? Ist das calvinistisch? Da würde ich ja gern mal einen Beleg aus einem Bekenntnis sehen. Projektion.</p>
<p>Weber beruft sich wieder und wieder auf Schneckenburger. Da heißt es gleich im Anschluss unter Berufung auf Schneckenburger über das Luthertum: „Das höchste religöse Erlebnis, welchen die lutherische Frömmigkeit, wie sie sich im Verlauf namentlich des 17. Jahrhunderts entwickelte, zutrebt, ist die „Unio mystiva“ mit der Gottheit. Wie schon die Bezeichnung, die in dieser Fassung der reformierten Lehre unbekannt ist, andeutet, handelt es sich um ein substantielles Gottesgefühl: Die Empfindung eines realen Eingehens des Göttlichen in die gläubige Seele, …“ Was soll ich hierzu sagen? Weber hat nicht nur den Calvinismus nicht verstanden, er hat auch das Luthertum nicht verstanden.</p>
<p>Aus S. 92 schreibt Weber: </p>
<blockquote><p>„Beide, Luther und Calvin, kannten eben im Grunde … einen doppelten Gott: den geoffenbarten gnädigen und gütigen Väter des N. T., — denn dieser beherrscht die ersten Bücher der Institutio Christiana, — und dahinter den »Deus absconditus« als willkürlich schaltenden Despoten. Bei Luther behielt der Gott des Neuen Testaments ganz die Oberhand, weil er die Reflexion über das Metaphysische, als nutzlos und gefährlich, zunehmend mied, bei Calvin gewann der Gedanke an die transzendente Gottheit Macht über das Leben. In der populären Entwicklung des Calvinismus freilich konnte sie sich nicht halten, — aber nicht der himmlische Vater des Neuen Testaments, sondern der Jehova des Alten trat nunmehr an ihre Stelle.“</p></blockquote>
<p>Was soll ich hierzu sagen? Das kann nur jemand schreiben, der Luther, Calvin oder spätere Lehrer nicht studiert hat.</p>
<p>Ich bleibe bei meiner Behauptung. Webers Beobachtungen zum wirtschaftlichen Erfolg des Calvinismus sind hilfreich. Die theologische Natur des C. hat er nicht verstanden. </p>
<p>Ich beende hiermit das Thema &#8222;Weber&#8220;. Ich habe Wichtigeres zu tun.</p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Clemens Altenberg		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-3/#comment-74820</link>

		<dc:creator><![CDATA[Clemens Altenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 May 2017 06:50:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=29950#comment-74820</guid>

					<description><![CDATA[Danke für die Einschätzung, an der Kritik ist sicher teilweise was dran, aber auf die meisten Einwände geht Weber in seinem Werk selbst ein. Zu sagen Weber habe die theologische Natur des Calvinismus nicht verstanden ist ein sehr hartes und wie ich meine unfaires Urteil. Wenn du das Werk gelesen hast, dann weißt du wie gewissenhaft, vorsichtig und differenziert er vorgegangen ist. Ich habe es nach Jahren wieder durchgeblättert und bin auf ein paar für uns alle höchst interessante Passagen gestoßen. Zuerst komme ich zu denen, in welchen er allgemein über die Prädestinationslehre spricht, da „sie heute nicht mehr als jedem Gebildeten bekannt gelten darf.“:

„Die verschiedenen inkonsequenten Versuche, mit der Prädestination und Vorsehung Gottes die Verantwortlichkeit des Individuums zu kombinieren und die empirische Freiheit des Willens zu retten, – wie sie schon beim ersten Ausbau der Lehre bei Augustin begannen –, haben wir hier nicht nötig zu analysieren.“ 

„Melanchthon vermied es ganz absichtlich, die „gefährliche und dunkle“ Lehre in die Augsburger Konfession aufzunehmen und für die Kirchenväter des Luthertums stand es dogmatisch fest, dass die Gnade verlierbar (amissibilis) ist und durch bußfertige Demut und gläubiges Vertrauen auf Gottes Wort und die Sakramente neu gewonnen werden kann. Gerade umgekehrt verlief der Prozess bei Calvin in einer fühlbaren Steigerung der Bedeutung der Lehre im Verlauf seiner polemischen Auseinandersetzung mit dogmatischen Gegnern. Sie ist erst in der dritten Auflage seiner Institutio voll entfaltet und gewinnt ihre zentrale Stellung erst posthum in den großen Kulturkämpfen, welche die Synoden von Dordrecht und Westminster abzuschließen suchten.“

„Mag ich zur Hölle fahren, aber solch ein Gott wird niemals meine Achtung erzwingen“ – war bekanntlich Miltons Urteils über die Lehre.

 „Denn das für uns entscheidende Problem ist erst: wie wurde diese Lehre ertragen in einer Zeit, welcher das Jenseits nicht nur wichtiger, sondern in vieler Hinsicht auch sicherer war, als alle Interessen des diesseitigen Lebens. Die eine Frage musste ja alsbald für jeden einzelnen Gläubigen entstehen und alle anderen Interessen in den Hintergrund drängen: Bin ich denn erwählt? Und wie kann ich dieser Erwählung sicher werden? Für Calvin selbst war dies kein Problem. Er fühlte sich als „Rüstzeug“ und war seines Gnadenstandes sicher. … Er verwirft prinzipiell die Annahme: man könne bei anderen aus ihrem Verhalten erkennen, ob sie erwählt oder verworfen seien, als einen vermessenen Versuch, in die Geheimnisse Gottes einzudringen.  … Anders ganz naturgemäß die Epigonen – schon Beza – und vor allem die breite Schicht der Alltagsmenschen. Für sie musste die certitudo salutis im Sinn der Erkennbarkeit des Gnadenstandes zu absolut überragender Bedeutung aufsteigen und so ist denn auch überall da, wo die Prädestinationslehre festgehalten wurde, die Frage nicht ausgeblieben, ob es sichere Merkmale gebe, an denen man die Zugehörigkeit zu den „electi“ erkennen könne.“

„Der Glaube nun, um welchen in den kapitalistisch höchst entwickelten Kulturländern: den Niederlanden, England, Frankreich im 16. und 17. Jahrhundert die großen politischen und Kulturkämpfe geführt worden sind und dem wir uns deshalb zuerst zuwenden war der Calvinismus (Zu der folgenden Skizze mag von vornherein nachdrücklich darauf hingewiesen werden, dass wir hier nicht die persönlichen Ansichten Calvins, sondern den Calvinismus betrachten, und auch diesen in derjenigen Gestalt, zu welcher er sich Ende des 16. und im 17. Jahrhundert in den großen Gebieten seines beherrschenden Einflusses, die zugleich Träger kapitalistischer Kultur waren, entwickelt hat. Deutschland bleibt vorerst ganz beiseite, da der reine Calvinismus hier nirgends große Gebiete beherrscht hat. Reformiert ist natürlich keineswegs identisch mit calvinistisch.) Als sein am meisten charakteristisches Dogma galt damals und gilt im Allgemeinen auch heute die Lehre von der Gnadenwahl. Man hat zwar darüber gestritten, ob sie „das wesentlichste“ Dogma der reformierten Kirche oder ein „Anhängsel“ sei. …. im 18. ebenso wie im 19. Jahrhundert hat sie Kirchenspaltungen hervorgerufen.“ 

„An die Stelle der demütigen Sünder, denen Luther, wenn sie in reuigem Glauben sich Gott anvertrauen, die Gnade verheißt, werden so jene selbstgewissen „Heiligen“ gezüchtet, die wir in den stahlharten puritanischen Kaufleuten jenes heroischen Zeitalters des Kapitalismus und in einzelnen Exemplaren bis in die Gegenwart wiederfinden. Und andererseits wurde, um jene Selbstgewissheit zu erlangen, als hervorragendstes Mittel rastlose Berufsarbeit eingeschärft.“ 
  
„Es handelt sich bei solchen Studien – wie vor allem ausdrücklich bemerkt sein mag – in keiner Weise um den Versuch, den Gedankengehalt der Reformation in irgendeinem Sinn, sei es sozialpolitisch, sei es religiös zu werten. Wir haben es für unsere Zwecke stetes mit Seiten der Reformation zu tun, welche dem eigentlich religiösen Bewusstsein als peripherisch und geradezu äußerlich erscheinen müssen.“ 

Damit ist für mich klargestellt, dass deine Kritik nur auf eine vulgäre Vereinfachung der Weberschen These zutrifft, aber nicht auf seine Analyse selbst. Er hat die calvinistische Theologie sehr wohl differenziert betrachtet und ihre indirekten soziologischen Konsequenzen richtig eingeschätzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für die Einschätzung, an der Kritik ist sicher teilweise was dran, aber auf die meisten Einwände geht Weber in seinem Werk selbst ein. Zu sagen Weber habe die theologische Natur des Calvinismus nicht verstanden ist ein sehr hartes und wie ich meine unfaires Urteil. Wenn du das Werk gelesen hast, dann weißt du wie gewissenhaft, vorsichtig und differenziert er vorgegangen ist. Ich habe es nach Jahren wieder durchgeblättert und bin auf ein paar für uns alle höchst interessante Passagen gestoßen. Zuerst komme ich zu denen, in welchen er allgemein über die Prädestinationslehre spricht, da „sie heute nicht mehr als jedem Gebildeten bekannt gelten darf.“:</p>
<p>„Die verschiedenen inkonsequenten Versuche, mit der Prädestination und Vorsehung Gottes die Verantwortlichkeit des Individuums zu kombinieren und die empirische Freiheit des Willens zu retten, – wie sie schon beim ersten Ausbau der Lehre bei Augustin begannen –, haben wir hier nicht nötig zu analysieren.“ </p>
<p>„Melanchthon vermied es ganz absichtlich, die „gefährliche und dunkle“ Lehre in die Augsburger Konfession aufzunehmen und für die Kirchenväter des Luthertums stand es dogmatisch fest, dass die Gnade verlierbar (amissibilis) ist und durch bußfertige Demut und gläubiges Vertrauen auf Gottes Wort und die Sakramente neu gewonnen werden kann. Gerade umgekehrt verlief der Prozess bei Calvin in einer fühlbaren Steigerung der Bedeutung der Lehre im Verlauf seiner polemischen Auseinandersetzung mit dogmatischen Gegnern. Sie ist erst in der dritten Auflage seiner Institutio voll entfaltet und gewinnt ihre zentrale Stellung erst posthum in den großen Kulturkämpfen, welche die Synoden von Dordrecht und Westminster abzuschließen suchten.“</p>
<p>„Mag ich zur Hölle fahren, aber solch ein Gott wird niemals meine Achtung erzwingen“ – war bekanntlich Miltons Urteils über die Lehre.</p>
<p> „Denn das für uns entscheidende Problem ist erst: wie wurde diese Lehre ertragen in einer Zeit, welcher das Jenseits nicht nur wichtiger, sondern in vieler Hinsicht auch sicherer war, als alle Interessen des diesseitigen Lebens. Die eine Frage musste ja alsbald für jeden einzelnen Gläubigen entstehen und alle anderen Interessen in den Hintergrund drängen: Bin ich denn erwählt? Und wie kann ich dieser Erwählung sicher werden? Für Calvin selbst war dies kein Problem. Er fühlte sich als „Rüstzeug“ und war seines Gnadenstandes sicher. … Er verwirft prinzipiell die Annahme: man könne bei anderen aus ihrem Verhalten erkennen, ob sie erwählt oder verworfen seien, als einen vermessenen Versuch, in die Geheimnisse Gottes einzudringen.  … Anders ganz naturgemäß die Epigonen – schon Beza – und vor allem die breite Schicht der Alltagsmenschen. Für sie musste die certitudo salutis im Sinn der Erkennbarkeit des Gnadenstandes zu absolut überragender Bedeutung aufsteigen und so ist denn auch überall da, wo die Prädestinationslehre festgehalten wurde, die Frage nicht ausgeblieben, ob es sichere Merkmale gebe, an denen man die Zugehörigkeit zu den „electi“ erkennen könne.“</p>
<p>„Der Glaube nun, um welchen in den kapitalistisch höchst entwickelten Kulturländern: den Niederlanden, England, Frankreich im 16. und 17. Jahrhundert die großen politischen und Kulturkämpfe geführt worden sind und dem wir uns deshalb zuerst zuwenden war der Calvinismus (Zu der folgenden Skizze mag von vornherein nachdrücklich darauf hingewiesen werden, dass wir hier nicht die persönlichen Ansichten Calvins, sondern den Calvinismus betrachten, und auch diesen in derjenigen Gestalt, zu welcher er sich Ende des 16. und im 17. Jahrhundert in den großen Gebieten seines beherrschenden Einflusses, die zugleich Träger kapitalistischer Kultur waren, entwickelt hat. Deutschland bleibt vorerst ganz beiseite, da der reine Calvinismus hier nirgends große Gebiete beherrscht hat. Reformiert ist natürlich keineswegs identisch mit calvinistisch.) Als sein am meisten charakteristisches Dogma galt damals und gilt im Allgemeinen auch heute die Lehre von der Gnadenwahl. Man hat zwar darüber gestritten, ob sie „das wesentlichste“ Dogma der reformierten Kirche oder ein „Anhängsel“ sei. …. im 18. ebenso wie im 19. Jahrhundert hat sie Kirchenspaltungen hervorgerufen.“ </p>
<p>„An die Stelle der demütigen Sünder, denen Luther, wenn sie in reuigem Glauben sich Gott anvertrauen, die Gnade verheißt, werden so jene selbstgewissen „Heiligen“ gezüchtet, die wir in den stahlharten puritanischen Kaufleuten jenes heroischen Zeitalters des Kapitalismus und in einzelnen Exemplaren bis in die Gegenwart wiederfinden. Und andererseits wurde, um jene Selbstgewissheit zu erlangen, als hervorragendstes Mittel rastlose Berufsarbeit eingeschärft.“ </p>
<p>„Es handelt sich bei solchen Studien – wie vor allem ausdrücklich bemerkt sein mag – in keiner Weise um den Versuch, den Gedankengehalt der Reformation in irgendeinem Sinn, sei es sozialpolitisch, sei es religiös zu werten. Wir haben es für unsere Zwecke stetes mit Seiten der Reformation zu tun, welche dem eigentlich religiösen Bewusstsein als peripherisch und geradezu äußerlich erscheinen müssen.“ </p>
<p>Damit ist für mich klargestellt, dass deine Kritik nur auf eine vulgäre Vereinfachung der Weberschen These zutrifft, aber nicht auf seine Analyse selbst. Er hat die calvinistische Theologie sehr wohl differenziert betrachtet und ihre indirekten soziologischen Konsequenzen richtig eingeschätzt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-3/#comment-74803</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 May 2017 14:30:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=29950#comment-74803</guid>

					<description><![CDATA[Wie oben gesagt, hat Weber die theologische Natur des Calvinismus nicht verstanden. Auch hat er in der Quellenverwertung geschludert. Die Datenbasis ist sehr dünn. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, beruft er sich vor allem auf Richard Baxter und Jakob Spener. Baxter war nun gerade nicht der typisch reformierte Puritaner und konnte mit der Prädestination wenig anfangen. Spener war Lutheraner und ein Vater des lutherischen Pietismus. 

Ich vermute außerdem, Weber hat gar nicht behauptet, dass Calvin wirtschaftlichen Erfolg als Maßstab dafür angesehen habe, ob ein Mensch von Gott erwählt sei. Gern lasse ich mich vom Gegenteil überzeugen.

Ich zitiere mal aus Dieter Schellong: Der „Geist“ des Kapitalismus und der Protestantismus. Eine Max-Weber-Kritik, in: R. Faber u. G. Palmer (Hg.), Der Protestantismus - Ideologie, Konfession oder Kultur?, Würzburg 2003, S. 231-253.



&lt;blockquote&gt;Man muss sich Webers Vorgehen klarmachen: Er kommt nicht von der Vergangenheit der protestantischen Ethik aus zum Geist des modernen Kapitalismus, sondern umgekehrt von einer Bestimmung des Geistes des Kapitalismus zur Behauptung von dessen religiösen Wurzeln (wie er sich ausdrückt). Ein solches Vorgehen ist an sich nicht unberechtigt. Das Problem liegt jedoch darin, wie der Ausgangspunkt, von dem aus man zurückfragen will, bestimmt wird, wie es zu seiner Definition kommt und wie diese sich ausweisen kann. Und gerade an dieser Stelle verweigerte sich Weber jedem Problembewusstsein. Der Volkswissenschaftler Lujo Brentano hatte gleich geurteilt, dass Webers Begriff des Geistes des Kapitalismus schon als Voraussetzung in sich enthalte, was erst bewiesen werden sollte. Dieses Urteil erklärte Weber für eine ihm unverständliche Behauptung. (8) Anstatt sich also zu einer genaueren Prüfung und Klärung der Ausgangsbestimmung veranlasst zu sehen, stellte sich Weber taub. Vermutlich hat er Brentanos Einwand nur zu gut verstanden.

Es ist jedenfalls schwer vorstellbar, dass Weber sich nicht bewusst gewesen sein sollte, dass die Ausgangsbestimmung von ihm so gefasst ist, dass sie alles weitere der angeblich rein historischen Untersuchung schon in sich trägt bzw. notwendig nach sich zieht: Wenn der Geist des Kapitalismus einen irrationalen Habitus des Sparens und Geld-erwerben-Müssens darstellt, ohne dass der Träger dieses Habitus’ davon Nutzen und Annehmlichkeiten erwartet, so gibt es auf die Frage, woher solch selbstloser innerer Zwang kommen mag, nur die eine Antwort: aus der Religion. Denn dass Religion zwanghafte Charaktere produziert und zu irrationalem Eifer antreibt, das weiß man schließlich. Diese Erklärung ergibt sich unausweichlich, wenn vorweg aus dem Geist des Kapitalismus per definitionem aller Wille zur materiellen Selbstbereicherung ausgeschlossen worden ist. Spätere Rezipienten haben Weber seine Bestimmung des Geistes des Kapitalismus denn auch nicht geglaubt und haben sich wohl auch deshalb die Calvinisten so vorgestellt, dass sie wirtschaftlichen Erfolg gesucht hätten zur Bestätigung ihrer göttlichen Erwählung.&lt;/blockquote&gt;



Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie oben gesagt, hat Weber die theologische Natur des Calvinismus nicht verstanden. Auch hat er in der Quellenverwertung geschludert. Die Datenbasis ist sehr dünn. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, beruft er sich vor allem auf Richard Baxter und Jakob Spener. Baxter war nun gerade nicht der typisch reformierte Puritaner und konnte mit der Prädestination wenig anfangen. Spener war Lutheraner und ein Vater des lutherischen Pietismus. </p>
<p>Ich vermute außerdem, Weber hat gar nicht behauptet, dass Calvin wirtschaftlichen Erfolg als Maßstab dafür angesehen habe, ob ein Mensch von Gott erwählt sei. Gern lasse ich mich vom Gegenteil überzeugen.</p>
<p>Ich zitiere mal aus Dieter Schellong: Der „Geist“ des Kapitalismus und der Protestantismus. Eine Max-Weber-Kritik, in: R. Faber u. G. Palmer (Hg.), Der Protestantismus &#8211; Ideologie, Konfession oder Kultur?, Würzburg 2003, S. 231-253.</p>
<blockquote><p>Man muss sich Webers Vorgehen klarmachen: Er kommt nicht von der Vergangenheit der protestantischen Ethik aus zum Geist des modernen Kapitalismus, sondern umgekehrt von einer Bestimmung des Geistes des Kapitalismus zur Behauptung von dessen religiösen Wurzeln (wie er sich ausdrückt). Ein solches Vorgehen ist an sich nicht unberechtigt. Das Problem liegt jedoch darin, wie der Ausgangspunkt, von dem aus man zurückfragen will, bestimmt wird, wie es zu seiner Definition kommt und wie diese sich ausweisen kann. Und gerade an dieser Stelle verweigerte sich Weber jedem Problembewusstsein. Der Volkswissenschaftler Lujo Brentano hatte gleich geurteilt, dass Webers Begriff des Geistes des Kapitalismus schon als Voraussetzung in sich enthalte, was erst bewiesen werden sollte. Dieses Urteil erklärte Weber für eine ihm unverständliche Behauptung. (8) Anstatt sich also zu einer genaueren Prüfung und Klärung der Ausgangsbestimmung veranlasst zu sehen, stellte sich Weber taub. Vermutlich hat er Brentanos Einwand nur zu gut verstanden.</p>
<p>Es ist jedenfalls schwer vorstellbar, dass Weber sich nicht bewusst gewesen sein sollte, dass die Ausgangsbestimmung von ihm so gefasst ist, dass sie alles weitere der angeblich rein historischen Untersuchung schon in sich trägt bzw. notwendig nach sich zieht: Wenn der Geist des Kapitalismus einen irrationalen Habitus des Sparens und Geld-erwerben-Müssens darstellt, ohne dass der Träger dieses Habitus’ davon Nutzen und Annehmlichkeiten erwartet, so gibt es auf die Frage, woher solch selbstloser innerer Zwang kommen mag, nur die eine Antwort: aus der Religion. Denn dass Religion zwanghafte Charaktere produziert und zu irrationalem Eifer antreibt, das weiß man schließlich. Diese Erklärung ergibt sich unausweichlich, wenn vorweg aus dem Geist des Kapitalismus per definitionem aller Wille zur materiellen Selbstbereicherung ausgeschlossen worden ist. Spätere Rezipienten haben Weber seine Bestimmung des Geistes des Kapitalismus denn auch nicht geglaubt und haben sich wohl auch deshalb die Calvinisten so vorgestellt, dass sie wirtschaftlichen Erfolg gesucht hätten zur Bestätigung ihrer göttlichen Erwählung.</p></blockquote>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Clemens Altenberg		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-3/#comment-74794</link>

		<dc:creator><![CDATA[Clemens Altenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 May 2017 09:30:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=29950#comment-74794</guid>

					<description><![CDATA[Max Weber war zwar, wie er es selbst sagte „religiös unmusikalisch“, aber er hat die calvinistische Arbeitsethik schon gut verstanden, in seinem Werk zitiert er ja genügend bedeutende Calvinisten um seine These zu belegen. Du wirst ja nicht leugnen, dass beruflicher Erfolg im Calvinismus als Anzeichen (nicht als Sicherheit) für Erwählung galt, was die Gläubigen vermehrt dazu brachte diesen anzustreben. Vor allem der Wegfall der seelischen Entlastung durch die Beichte spielt hierbei eine große Rolle: Solange es die Beichte gibt, kann ich faul sein, beichten gehen und Ablass bekommen, ohne sie bleibt jedoch eine innere Spannung, die irgendwo raus muss – Arbeit. Man kann nie sicher sein, ob man auf der sicheren Seite steht. Der Calvinismus hatte einen psychologischen Effekt: Die Frömmigkeit, so wie die gesamte Lebensführung wurde zu einem methodischen Betrieb – intrinsische Motivation – die Leute arbeiteten um des Gewissens willen – genau das brauchte der Kapitalismus. Außerdem ist die Prädestinationslehre neben der indischen Karmalehre die perfekte Theodizee für die gut Weggekommenen. Glück will legitim sein, daher die Suche nach einem rationalen Sinn der ungleichen Verteilung der Glücksgüter unter den Menschen. Das „pharisäisch gute Gewissen beim Gelderwerb“, die „beruhigende Versicherung, dass die ungleiche Verteilung der Güter dieser Welt ganz spezielles Werk von Gottes Vorsehung sei“ ist nach Weber ein Erbe der Reformation.

Mit der Säkularisierung kam es im Westen zu einer Profanierung der Heilsprämie.  Wo Reichtum sich vermehrt, nimmt der Gehalt der Religion in gleichem Maße ab und macht Stolz und Weltliebe Platz. Leistungsethik funktioniert auch, wenn man nicht mehr an Gott glaubt – dass er nicht da ist, macht ja nichts, dafür gibt’s Haus, Auto, Ansehen ... statt Seelenheil als intrinsische Motivation. Jetzt gilt nur mehr ein Wahrheitskriterium: Erfolg – alles andere ist Metaphysik. Der Puritaner wollte rastloser Berufsmensch sein – wir müssen es sein. Was hat das für Folgewirkungen auf den Menschen, auf den Wert des Menschen? Weber fürchtete das allmähliche Verschwinden des Individuums, am Ende steht für ihn die Weltherrschaft der Unbrüderlichkeit, die Ökonomisierung aller Lebensbereiche (jede Rechnung in Geld, z.B.: Ehe aushandeln, Glück in Geld messen...). Globalisierung als die Universalisierung des okzidentalen Zweck-Mittel Rationalismus bis in  den letzten Winkel der Welt, bis in die tiefste Herzkammer des einzelnen… 

Die „Protestantische Ethik“ endet mit folgenden Worten:

„Niemand weiß...ob am Ende dieser ungeheuren Entwicklung ganz neue Propheten oder eine mächtige Wiedergeburt alter Gedanken und Ideale stehen werden, oder aber – wenn keines von beiden – mechanisierte Versteinerung, mit einer Art von krampfhaftem Sich-wichtig-nehmen verbrämt. Dann aber könnte für die „letzten Menschen“ dieser Kulturentwicklung das Wort (Nietzsches) zur Wahrheit werden: 
Fachmenschen ohne Geist, Genussmenschen ohne Herz: dies nichts bildet sich ein, eine nie vorher erreichte Stufe des Menschentums erstiegen zu haben.“]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Max Weber war zwar, wie er es selbst sagte „religiös unmusikalisch“, aber er hat die calvinistische Arbeitsethik schon gut verstanden, in seinem Werk zitiert er ja genügend bedeutende Calvinisten um seine These zu belegen. Du wirst ja nicht leugnen, dass beruflicher Erfolg im Calvinismus als Anzeichen (nicht als Sicherheit) für Erwählung galt, was die Gläubigen vermehrt dazu brachte diesen anzustreben. Vor allem der Wegfall der seelischen Entlastung durch die Beichte spielt hierbei eine große Rolle: Solange es die Beichte gibt, kann ich faul sein, beichten gehen und Ablass bekommen, ohne sie bleibt jedoch eine innere Spannung, die irgendwo raus muss – Arbeit. Man kann nie sicher sein, ob man auf der sicheren Seite steht. Der Calvinismus hatte einen psychologischen Effekt: Die Frömmigkeit, so wie die gesamte Lebensführung wurde zu einem methodischen Betrieb – intrinsische Motivation – die Leute arbeiteten um des Gewissens willen – genau das brauchte der Kapitalismus. Außerdem ist die Prädestinationslehre neben der indischen Karmalehre die perfekte Theodizee für die gut Weggekommenen. Glück will legitim sein, daher die Suche nach einem rationalen Sinn der ungleichen Verteilung der Glücksgüter unter den Menschen. Das „pharisäisch gute Gewissen beim Gelderwerb“, die „beruhigende Versicherung, dass die ungleiche Verteilung der Güter dieser Welt ganz spezielles Werk von Gottes Vorsehung sei“ ist nach Weber ein Erbe der Reformation.</p>
<p>Mit der Säkularisierung kam es im Westen zu einer Profanierung der Heilsprämie.  Wo Reichtum sich vermehrt, nimmt der Gehalt der Religion in gleichem Maße ab und macht Stolz und Weltliebe Platz. Leistungsethik funktioniert auch, wenn man nicht mehr an Gott glaubt – dass er nicht da ist, macht ja nichts, dafür gibt’s Haus, Auto, Ansehen &#8230; statt Seelenheil als intrinsische Motivation. Jetzt gilt nur mehr ein Wahrheitskriterium: Erfolg – alles andere ist Metaphysik. Der Puritaner wollte rastloser Berufsmensch sein – wir müssen es sein. Was hat das für Folgewirkungen auf den Menschen, auf den Wert des Menschen? Weber fürchtete das allmähliche Verschwinden des Individuums, am Ende steht für ihn die Weltherrschaft der Unbrüderlichkeit, die Ökonomisierung aller Lebensbereiche (jede Rechnung in Geld, z.B.: Ehe aushandeln, Glück in Geld messen&#8230;). Globalisierung als die Universalisierung des okzidentalen Zweck-Mittel Rationalismus bis in  den letzten Winkel der Welt, bis in die tiefste Herzkammer des einzelnen… </p>
<p>Die „Protestantische Ethik“ endet mit folgenden Worten:</p>
<p>„Niemand weiß&#8230;ob am Ende dieser ungeheuren Entwicklung ganz neue Propheten oder eine mächtige Wiedergeburt alter Gedanken und Ideale stehen werden, oder aber – wenn keines von beiden – mechanisierte Versteinerung, mit einer Art von krampfhaftem Sich-wichtig-nehmen verbrämt. Dann aber könnte für die „letzten Menschen“ dieser Kulturentwicklung das Wort (Nietzsches) zur Wahrheit werden:<br />
Fachmenschen ohne Geist, Genussmenschen ohne Herz: dies nichts bildet sich ein, eine nie vorher erreichte Stufe des Menschentums erstiegen zu haben.“</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-3/#comment-74790</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 May 2017 07:48:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Clemens Altenberg: Ich kann nur kurz antworten:

1. Ich stimme zu: Die Übersetzung von 5,12 ist eine komplizierte Sache. Es gibt keine einfache Lösung und jede ÜS ist theologisch aufgeladen. Die Exegese ist hier nicht entschieden und selbst dann, wenn das „alle haben in Adam gesündigt“ grammatikalisch unwahrscheinlicher ist, ist es nicht vom Tisch (siehe bspw. F.F. Bruce, Romans, 1985: „Death spread to all men because all men sinned. Does this mean that all have sinned in their personal lives (which is apparently the meaning of the words in 3:23) or that all sinned in Adam’s primal sin? In support of the latter it might be argued that human beings are mortal before they commit any sin, so that the mortality of the race is the result of the original racial sin. This seems to be implied by verse 14, where those who lived between Adam and Moses are said to have died even if they did not sin in the manner of ‘the transgression of Adam’. The construction, with the underlying thought, is paralleled in 2 Corinthians 5:14: ‘one has died for all; therefore all have died’—where, however, it is the racial implication of Christ’s death, not of Adam’s fall, that Paul has in view. It is not simply because Adam is the ancestor of mankind that all are said to have sinned in his sin (otherwise it might be argued that because Abraham believed God all his descendants were necessarily involved in his belief); it is because Adam is mankind.)

2. Der Tod als Kontingenz, aber nicht als Tatsache. Realiter kam der Tod erst durch die Sünde in die Welt. 

3. Max Weber hat den „syllogismus practicus“ theologisch nicht verstanden. Es war nicht die Ungewissheit, die die Gläubigen angetrieben hat. Aber er hat zurecht beobachtet, dass der Calvinismus eine enorme Leistungskraft entfaltete. Diese Beobachtung ist richtig. Denn die Calvinisten gingen (vor Gott) verantwortlich mit ihrem Reichtum um und investierten (anstatt zu verschlemmen).

Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Clemens Altenberg: Ich kann nur kurz antworten:</p>
<p>1. Ich stimme zu: Die Übersetzung von 5,12 ist eine komplizierte Sache. Es gibt keine einfache Lösung und jede ÜS ist theologisch aufgeladen. Die Exegese ist hier nicht entschieden und selbst dann, wenn das „alle haben in Adam gesündigt“ grammatikalisch unwahrscheinlicher ist, ist es nicht vom Tisch (siehe bspw. F.F. Bruce, Romans, 1985: „Death spread to all men because all men sinned. Does this mean that all have sinned in their personal lives (which is apparently the meaning of the words in 3:23) or that all sinned in Adam’s primal sin? In support of the latter it might be argued that human beings are mortal before they commit any sin, so that the mortality of the race is the result of the original racial sin. This seems to be implied by verse 14, where those who lived between Adam and Moses are said to have died even if they did not sin in the manner of ‘the transgression of Adam’. The construction, with the underlying thought, is paralleled in 2 Corinthians 5:14: ‘one has died for all; therefore all have died’—where, however, it is the racial implication of Christ’s death, not of Adam’s fall, that Paul has in view. It is not simply because Adam is the ancestor of mankind that all are said to have sinned in his sin (otherwise it might be argued that because Abraham believed God all his descendants were necessarily involved in his belief); it is because Adam is mankind.)</p>
<p>2. Der Tod als Kontingenz, aber nicht als Tatsache. Realiter kam der Tod erst durch die Sünde in die Welt. </p>
<p>3. Max Weber hat den „syllogismus practicus“ theologisch nicht verstanden. Es war nicht die Ungewissheit, die die Gläubigen angetrieben hat. Aber er hat zurecht beobachtet, dass der Calvinismus eine enorme Leistungskraft entfaltete. Diese Beobachtung ist richtig. Denn die Calvinisten gingen (vor Gott) verantwortlich mit ihrem Reichtum um und investierten (anstatt zu verschlemmen).</p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tim-Christian		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-3/#comment-74762</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tim-Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 May 2017 19:21:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Adler

Vielleicht ist das mit der hundertprozentigen Logik aber auch gerade eine Schwäche des 5-Punkte-Calvinismus. Anstatt zu bekennen, dass das, was bei Menschen unmöglich ist, bei Gott zuweilen möglich ist, zieht man alle Linien (zu) konsequent zu Ende aus. 

Die Freude an der logischen Stringenz, die in deinen Kommentaren so oft zum Ausdruck kommt, klingt mir persönlich auch zu sehr nach &#039;Theologie der Herrlichkeit&#039;. (Meine muslimischen Bekannten ergötzen sich übrigens auch permanent an der angeblichen logischen Geschlossenheit des sunnitischen Islams. Nur mal so ...)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Adler</p>
<p>Vielleicht ist das mit der hundertprozentigen Logik aber auch gerade eine Schwäche des 5-Punkte-Calvinismus. Anstatt zu bekennen, dass das, was bei Menschen unmöglich ist, bei Gott zuweilen möglich ist, zieht man alle Linien (zu) konsequent zu Ende aus. </p>
<p>Die Freude an der logischen Stringenz, die in deinen Kommentaren so oft zum Ausdruck kommt, klingt mir persönlich auch zu sehr nach &#8218;Theologie der Herrlichkeit&#8216;. (Meine muslimischen Bekannten ergötzen sich übrigens auch permanent an der angeblichen logischen Geschlossenheit des sunnitischen Islams. Nur mal so &#8230;)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Clemens Altenberg		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-3/#comment-74761</link>

		<dc:creator><![CDATA[Clemens Altenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 May 2017 18:48:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=29950#comment-74761</guid>

					<description><![CDATA[„Gläubiges Nichtwissen“  – Danke an Ron für diese schöne augustinische Formulierung. Unruhig war das Herz des Augustinus, bis es Ruhe fand in Gott – sein Geist ist es, wie wir sehen konnten, bis zum Schluss geblieben. Er war ein Philosoph, der Fragen offen lassen konnte, und kam schon lange vor Kant zu dem was dieser später Antinomien der Vernunft nannte. Wahrscheinlich dachte Kierkegaard auch an die leidenschaftlichen Denker Augustinus und Luther als er schrieb „Ein Denker ohne Paradox ist wie ein Liebender ohne Leidenschaft – ein mäßiger Patron“.  

Bei der Frage der Prädestination kommt die Apologie philosophisch an ihr Ende wenn selbst die größten Geister letztlich keine Antwort geben konnten als „So ist es nun mal“.   

Wenn man sich mit der Philosophiegeschichte beschäftigt ist es interessant zu beobachten, dass kaum einer der Denker, die als große Leugner des freien Willens gelten, diese Position durchgängig durchhält und nicht an manchen Stellen das Gegenteil behauptet und dem freien Willen einen Raum gibt: Die Stoiker, Augustinus, Spinoza, Luther, Schopenhauer, Nietzsche… 

@ Ron

Das mit „durch ihn (Adam) haben wir gesündigt“ ist eine komplizierte Sache. Ich habe es so gelernt, dass Augustinus auf die Lehre von der Erbsünde kam, weil der griechische Begriff eph&#039; hô aus Röm 5,12 in der lateinischen Bibelübersetzung fälschlicherweise als in quo wiedergegeben wurde, also: „In ihm (Adam) haben alle gesündigt“. Rein philologisch ist das also unhaltbar, im Originaltext steht „…und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil (eph&#039; hô) alle sündigten.“ Durch den Fall Adams sind wir in eine sündige Welt geboren, aber wir haben nicht „durch ihn“ oder „in ihm“ gesündigt. 

Du hat mir geschrieben „Wenn Adam gehorsam gewesen wäre, hätten er und seinen Nachkommen ewiges Leben erhalten.“ Da bin ich bei dir, aber ich frage mich: In welcher Form? Diesseitig oder jenseitig? Der Tod als Ende des irdischen Lebens kam ja nicht erst durch die Sünde in die Welt. Diesseitig, in dem Sinn, dass der Mensch irgendwann sterben muss, gab es die Sterblichkeit schon vor der Sünde, der Mensch wurde sterblich geschaffen – sonst würde der Baum des ewigen Lebens keinen Sinn ergeben. Laut Genesis hätten Adam und Eva von dem Baum essen dürfen, aber sie taten es nicht, und Gott ist froh darüber. Es ist reine Spekulation, aber es wäre spannend zu wissen, was passiert wäre, wenn sie zuerst vom Baum des Lebens und danach vom Baum der Erkenntnis gegessen hätten…  

Du hast einmal Max Weber erwähnt, durch ihn bin ich erst so richtig auf den Calvinismus aufmerksam geworden. In „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ geht es auch darum, wie es zur „Entzauberung der Welt“ kam, zur Säkularisierung. Da hat, so Weber, auch der Calvinismus dazu beigetragen. Die Unsicherheit bezüglich der eigenen Errettung führte zur Unsicherheit darüber, ob Gott überhaupt existiert, zur „Ungewissheit des Glaubens“. Sola dubietas statt sola fides. An den deus absconditus, der der Vernunft grausam und unverständlich erscheinen muss, ist nicht leicht zu glauben. Ein Gott, der einem nicht die Freiheit lässt sich für ihn zu entscheiden, rückt in die Ferne, irgendwann ist er dann ganz weg. Die Gegenthese ist natürlich der Islam, der trotz dieser Lehre gedeiht. Gleich ziemlich am Anfang des Korans heißt es: „Wahrlich, denen, die ungläubig sind, ist es gleich, ob du sie warnst oder nicht warnst: sie glauben nicht. Versiegelt hat Allah ihre Herzen und ihr Gehör; und über ihren Augen liegt ein Schleier; ihnen wird eine gewaltige Strafe zuteil sein … in ihren Herzen ist eine Krankheit, und Allah mehrt ihre Krankheit…“ In der vorletzten Sure heißt es sogar „Ich nehme Zuflucht zum Herrn des Frühlichts vor dem Übel dessen, was Er erschaffen hat.&quot;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Gläubiges Nichtwissen“  – Danke an Ron für diese schöne augustinische Formulierung. Unruhig war das Herz des Augustinus, bis es Ruhe fand in Gott – sein Geist ist es, wie wir sehen konnten, bis zum Schluss geblieben. Er war ein Philosoph, der Fragen offen lassen konnte, und kam schon lange vor Kant zu dem was dieser später Antinomien der Vernunft nannte. Wahrscheinlich dachte Kierkegaard auch an die leidenschaftlichen Denker Augustinus und Luther als er schrieb „Ein Denker ohne Paradox ist wie ein Liebender ohne Leidenschaft – ein mäßiger Patron“.  </p>
<p>Bei der Frage der Prädestination kommt die Apologie philosophisch an ihr Ende wenn selbst die größten Geister letztlich keine Antwort geben konnten als „So ist es nun mal“.   </p>
<p>Wenn man sich mit der Philosophiegeschichte beschäftigt ist es interessant zu beobachten, dass kaum einer der Denker, die als große Leugner des freien Willens gelten, diese Position durchgängig durchhält und nicht an manchen Stellen das Gegenteil behauptet und dem freien Willen einen Raum gibt: Die Stoiker, Augustinus, Spinoza, Luther, Schopenhauer, Nietzsche… </p>
<p>@ Ron</p>
<p>Das mit „durch ihn (Adam) haben wir gesündigt“ ist eine komplizierte Sache. Ich habe es so gelernt, dass Augustinus auf die Lehre von der Erbsünde kam, weil der griechische Begriff eph&#8216; hô aus Röm 5,12 in der lateinischen Bibelübersetzung fälschlicherweise als in quo wiedergegeben wurde, also: „In ihm (Adam) haben alle gesündigt“. Rein philologisch ist das also unhaltbar, im Originaltext steht „…und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil (eph&#8216; hô) alle sündigten.“ Durch den Fall Adams sind wir in eine sündige Welt geboren, aber wir haben nicht „durch ihn“ oder „in ihm“ gesündigt. </p>
<p>Du hat mir geschrieben „Wenn Adam gehorsam gewesen wäre, hätten er und seinen Nachkommen ewiges Leben erhalten.“ Da bin ich bei dir, aber ich frage mich: In welcher Form? Diesseitig oder jenseitig? Der Tod als Ende des irdischen Lebens kam ja nicht erst durch die Sünde in die Welt. Diesseitig, in dem Sinn, dass der Mensch irgendwann sterben muss, gab es die Sterblichkeit schon vor der Sünde, der Mensch wurde sterblich geschaffen – sonst würde der Baum des ewigen Lebens keinen Sinn ergeben. Laut Genesis hätten Adam und Eva von dem Baum essen dürfen, aber sie taten es nicht, und Gott ist froh darüber. Es ist reine Spekulation, aber es wäre spannend zu wissen, was passiert wäre, wenn sie zuerst vom Baum des Lebens und danach vom Baum der Erkenntnis gegessen hätten…  </p>
<p>Du hast einmal Max Weber erwähnt, durch ihn bin ich erst so richtig auf den Calvinismus aufmerksam geworden. In „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ geht es auch darum, wie es zur „Entzauberung der Welt“ kam, zur Säkularisierung. Da hat, so Weber, auch der Calvinismus dazu beigetragen. Die Unsicherheit bezüglich der eigenen Errettung führte zur Unsicherheit darüber, ob Gott überhaupt existiert, zur „Ungewissheit des Glaubens“. Sola dubietas statt sola fides. An den deus absconditus, der der Vernunft grausam und unverständlich erscheinen muss, ist nicht leicht zu glauben. Ein Gott, der einem nicht die Freiheit lässt sich für ihn zu entscheiden, rückt in die Ferne, irgendwann ist er dann ganz weg. Die Gegenthese ist natürlich der Islam, der trotz dieser Lehre gedeiht. Gleich ziemlich am Anfang des Korans heißt es: „Wahrlich, denen, die ungläubig sind, ist es gleich, ob du sie warnst oder nicht warnst: sie glauben nicht. Versiegelt hat Allah ihre Herzen und ihr Gehör; und über ihren Augen liegt ein Schleier; ihnen wird eine gewaltige Strafe zuteil sein … in ihren Herzen ist eine Krankheit, und Allah mehrt ihre Krankheit…“ In der vorletzten Sure heißt es sogar „Ich nehme Zuflucht zum Herrn des Frühlichts vor dem Übel dessen, was Er erschaffen hat.&#8220;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Rolf Eicken		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-3/#comment-74752</link>

		<dc:creator><![CDATA[Rolf Eicken]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 May 2017 11:21:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=29950#comment-74752</guid>

					<description><![CDATA[@Adler - der Hinweis auf Rö 9, 14-24 ist genial; denn besser kann man es nicht sagen.
@ Ron und Roderich - danke für diese aufklärenden Erklärungen; da habe ich wohl bisher nicht richtig getickt. Für uns Menschen, die wir immer alles logisch erklärt haben wollen, ist die Vorbestimmung Gottes etwas, das sonst in unserem Leben sooo nicht vorkommt und ist deshalb schwer zu verstehen und noch schwerer zu akzeptieren.
LG
Rolf]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Adler &#8211; der Hinweis auf Rö 9, 14-24 ist genial; denn besser kann man es nicht sagen.<br />
@ Ron und Roderich &#8211; danke für diese aufklärenden Erklärungen; da habe ich wohl bisher nicht richtig getickt. Für uns Menschen, die wir immer alles logisch erklärt haben wollen, ist die Vorbestimmung Gottes etwas, das sonst in unserem Leben sooo nicht vorkommt und ist deshalb schwer zu verstehen und noch schwerer zu akzeptieren.<br />
LG<br />
Rolf</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Roderich		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-3/#comment-74747</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roderich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 May 2017 10:03:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=29950#comment-74747</guid>

					<description><![CDATA[@hannes, 
Du fragst: &lt;blockquote&gt;1) Wenn Gott schon gewusst hat, dass Menschen in die ewige Verdammnis kommen, warum hat er dann überhaupt die Welt und die Menschen geschaffen? Der Preis scheint schon sehr hoch, wenn auch nur ein Mensch ewig leiden soll. Ich weiß, dass Gott gut und gerecht ist und deshalb muss da ja ein Sinn hinter stecken.&lt;/blockquote&gt;

Es dürfte ein hoher Preis sein, aber vielleicht nicht zu vergleichen mit der unvergleichlichen Herrlichkeit, die es bedeutet, wenn Menschen Gott aus Freiheit anbeten. 

Sonst hätten ja diejenigen ein &lt;strong&gt;Vetorecht&lt;/strong&gt; über die Schöpfung, die gar nicht mit Gott zusammen sein &lt;strong&gt;wollen.&lt;/strong&gt; Und das kann auch nicht rechtens sein. (Stell Dir vor, Du würdest gerne auf ewig mit Gott zusammen sein, weil Du Gott liebst; aber jemand anders - dem dieses Gnadenvorrecht auch angeboten wird - will lieber gegen Gott sein, und als Konsequenz würden weder er noch Du geschaffen??) 

Abgesehen davon dürfte es philosophisch fraglich sein, ob man - beim freien Willen des Menschen - vor der Schöpfung &lt;strong&gt;prüfen&lt;/strong&gt; kann, ob sich z.B. Klaus gegen Gott entscheiden würde, wenn man ihn erschaffen würde. Ein Gedanke (ein Mensch, der nur in Gedanken existiert) hat jedenfalls noch keinen freien Willen. Gottes Vorherwissen kommt logisch (wenn auch nicht zeitlich) &lt;strong&gt;nach&lt;/strong&gt; der Tat. 

Was wäre denn das für eine Entität, von der Gott wüsste, dass er sich gegen Gott entscheidet, und ihn dann nicht schafft? Ein ungeschaffenes nicht-existentes Wesen, das sich gegen Gott entschieden hat? Scheint mir logisch widersprüchlich. 

Letztlich geht auch nur der in die Hölle, der Gott ablehnt. Gott hat sich allen Menschen hinreichend offenbart (durch das Gewissen, die Schönheit der Natur, den Aufbau des menschlichen Körpers, Bewusstsein, Ratio, sowie durch sein &quot;Ziehen&quot; des Hl. Geistes).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@hannes,<br />
Du fragst: </p>
<blockquote><p>1) Wenn Gott schon gewusst hat, dass Menschen in die ewige Verdammnis kommen, warum hat er dann überhaupt die Welt und die Menschen geschaffen? Der Preis scheint schon sehr hoch, wenn auch nur ein Mensch ewig leiden soll. Ich weiß, dass Gott gut und gerecht ist und deshalb muss da ja ein Sinn hinter stecken.</p></blockquote>
<p>Es dürfte ein hoher Preis sein, aber vielleicht nicht zu vergleichen mit der unvergleichlichen Herrlichkeit, die es bedeutet, wenn Menschen Gott aus Freiheit anbeten. </p>
<p>Sonst hätten ja diejenigen ein <strong>Vetorecht</strong> über die Schöpfung, die gar nicht mit Gott zusammen sein <strong>wollen.</strong> Und das kann auch nicht rechtens sein. (Stell Dir vor, Du würdest gerne auf ewig mit Gott zusammen sein, weil Du Gott liebst; aber jemand anders &#8211; dem dieses Gnadenvorrecht auch angeboten wird &#8211; will lieber gegen Gott sein, und als Konsequenz würden weder er noch Du geschaffen??) </p>
<p>Abgesehen davon dürfte es philosophisch fraglich sein, ob man &#8211; beim freien Willen des Menschen &#8211; vor der Schöpfung <strong>prüfen</strong> kann, ob sich z.B. Klaus gegen Gott entscheiden würde, wenn man ihn erschaffen würde. Ein Gedanke (ein Mensch, der nur in Gedanken existiert) hat jedenfalls noch keinen freien Willen. Gottes Vorherwissen kommt logisch (wenn auch nicht zeitlich) <strong>nach</strong> der Tat. </p>
<p>Was wäre denn das für eine Entität, von der Gott wüsste, dass er sich gegen Gott entscheidet, und ihn dann nicht schafft? Ein ungeschaffenes nicht-existentes Wesen, das sich gegen Gott entschieden hat? Scheint mir logisch widersprüchlich. </p>
<p>Letztlich geht auch nur der in die Hölle, der Gott ablehnt. Gott hat sich allen Menschen hinreichend offenbart (durch das Gewissen, die Schönheit der Natur, den Aufbau des menschlichen Körpers, Bewusstsein, Ratio, sowie durch sein &#8222;Ziehen&#8220; des Hl. Geistes).</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Adler		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-3/#comment-74746</link>

		<dc:creator><![CDATA[Adler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 May 2017 09:38:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=29950#comment-74746</guid>

					<description><![CDATA[@hannes 
&lt;blockquote&gt; … aber ich muss gestehen, wirklich greifbar ist es noch nicht, in den Antworten den guten und gerechten Gott zu erkennen &lt;/blockquote&gt;
&lt;strong&gt; Wer &lt;/strong&gt; definiert denn, was gut und gerecht ist? Du oder Gott? Gott &lt;strong&gt; allein &lt;/strong&gt; definiert, was gut und gerecht ist.

Alles, was Gott tut, ist &lt;strong&gt; per definitionem (!!!) &lt;/strong&gt; gut und gerecht. Es kann keinen anderen Maßstab geben, als Gott allein. Denn niemand ist größer als Gott. 

Konkret: Es &lt;strong&gt; ist &lt;/strong&gt; also gut und gerecht, dass „nur“ die in den Himmel kommen, die Gott dazu vorherbestimmt hat. Es &lt;strong&gt; ist &lt;/strong&gt; ebenfalls gut und gerecht, wenn alle in die Hölle kommen, die Gott dazu vorherbestimmt hat. Dagegen gibt es kein Argument! Der Calvinismus ist &lt;strong&gt; 100%ig logisch. &lt;/strong&gt; Aber der menschliche Dickkopf will das mit seiner bösen Arroganz nicht wahrhaben.

Was sollen wir nun tun? Vor diesem heiligen Gott zittern und ihm alle Ehre geben, dass wir Glauben dürfen. Wir haben uns nie dafür entschieden, sondern Gott hat uns den Glauben geschenkt. Warum? Weil er es wollte! Mehr geht nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@hannes </p>
<blockquote><p> … aber ich muss gestehen, wirklich greifbar ist es noch nicht, in den Antworten den guten und gerechten Gott zu erkennen </p></blockquote>
<p><strong> Wer </strong> definiert denn, was gut und gerecht ist? Du oder Gott? Gott <strong> allein </strong> definiert, was gut und gerecht ist.</p>
<p>Alles, was Gott tut, ist <strong> per definitionem (!!!) </strong> gut und gerecht. Es kann keinen anderen Maßstab geben, als Gott allein. Denn niemand ist größer als Gott. </p>
<p>Konkret: Es <strong> ist </strong> also gut und gerecht, dass „nur“ die in den Himmel kommen, die Gott dazu vorherbestimmt hat. Es <strong> ist </strong> ebenfalls gut und gerecht, wenn alle in die Hölle kommen, die Gott dazu vorherbestimmt hat. Dagegen gibt es kein Argument! Der Calvinismus ist <strong> 100%ig logisch. </strong> Aber der menschliche Dickkopf will das mit seiner bösen Arroganz nicht wahrhaben.</p>
<p>Was sollen wir nun tun? Vor diesem heiligen Gott zittern und ihm alle Ehre geben, dass wir Glauben dürfen. Wir haben uns nie dafür entschieden, sondern Gott hat uns den Glauben geschenkt. Warum? Weil er es wollte! Mehr geht nicht.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: hannes		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-3/#comment-74745</link>

		<dc:creator><![CDATA[hannes]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 May 2017 09:16:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=29950#comment-74745</guid>

					<description><![CDATA[@Adler: Das klingt schon einfach und plausibel, aber ich muss gestehen, wirklich greifbar ist es noch nicht, in den Antworten den guten und gerechten Gott zu erkennen.
Aber das ist sicherlich auch zu sehr vom Menschen ausgehend gedacht. Da hast du Recht.

@Ron: Danke für deine Antworten. Die Sichtweise von Augustinus (&quot;gläubiges Nichtwissen&quot;) ist da sicherlich richtig - sogar für beide Fragen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Adler: Das klingt schon einfach und plausibel, aber ich muss gestehen, wirklich greifbar ist es noch nicht, in den Antworten den guten und gerechten Gott zu erkennen.<br />
Aber das ist sicherlich auch zu sehr vom Menschen ausgehend gedacht. Da hast du Recht.</p>
<p>@Ron: Danke für deine Antworten. Die Sichtweise von Augustinus (&#8222;gläubiges Nichtwissen&#8220;) ist da sicherlich richtig &#8211; sogar für beide Fragen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-3/#comment-74743</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 May 2017 07:28:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=29950#comment-74743</guid>

					<description><![CDATA[@hannes: Ich fange mal mit der zweiten Frage an: 

Weil Adam der Vertreter der gesamten Menschheit war, haben wir „durch“ ihn gesündigt (Röm 5,12-21). Das bedeutet, dass seine Sünde unsere Sünde ist (V. 19), seine Schuld unsere Schuld (V. 16-17). Mit Adam sind wir Teil des Bundes im Garten Eden und als Bundesbrecher Sünder. Ich weiß, dass das Prinzip der Anrechnung für Menschen in der Moderne schwer nachvollziehbar ist. Aber die Bibel kennt diese Regel der Anrechnung von Ungerechtigkeit und Gerechtigkeit (denken wir nur an den Opferkult). So, wie uns die Ungerechtigkeit des einen Menschen angerechnet wird (da Adam die Menschheit vor Gott repräsentiert), so wird uns auch die Gerechtigkeit von Jesus Christus zugerechnet, wenn wir ihm glauben.

In der modernen Kultur ist dieses Moment übrigens nicht ganz verschwunden. Ein schwaches Bild, aber vielleicht hilft es, den grundlegenden Gedanken nachzuvollziehen. Wenn ich sterbe und hinterlasse einen Berg Schulden, dann sind die Schulden nicht aus der Welt. Vor der Öffentlichkeit (und den Gläubigern) sind nun, vorausgesetzt, ich habe welche, meine Kinder die Schuldner und werden belangt. Wie gesagt, das Bild passt nicht richtig, aber es hilft vielleicht, zu verstehen.

Bezüglich der ersten Frage kann ich nur mit Augustinus antworten: „Du, Mensch, erwartest von mir eine Antwort, – und ich bin doch auch ein Mensch!“ Deshalb wollen wir beide auf den hören, der da spricht: „Ja, lieber Mensch, wer bist du denn? (Röm 9,20). Denn ein gläubiges Nichtwissen ist besser als ein vorwitziges Wissen!“ Und noch einmal Augustinus: „Sehr heilsam bekennen wir, was wir sehr recht glauben, nämlich daß der Gott und Herr aller Dinge, der alles ,sehr gut’ geschaffen hat, der zuvor wußte, daß aus dem Guten Böses erwachsen würde, und der wußte, daß es seiner schlechthin allmächtigen Güte eher anstünde, das Böse zum Guten zu wenden, als das Böse nicht geschehen zu lassen, daß dieser Gott das Leben der Engel und der Menschen so angeordnet hat, daß er an ihm zunächst zeigte, was der freie Wille vermag, und dann auch, was die Wohltat seiner Gnade und das Urteil seiner Gerechtigkeit kann!“ (corrept. 10,27).

Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@hannes: Ich fange mal mit der zweiten Frage an: </p>
<p>Weil Adam der Vertreter der gesamten Menschheit war, haben wir „durch“ ihn gesündigt (Röm 5,12-21). Das bedeutet, dass seine Sünde unsere Sünde ist (V. 19), seine Schuld unsere Schuld (V. 16-17). Mit Adam sind wir Teil des Bundes im Garten Eden und als Bundesbrecher Sünder. Ich weiß, dass das Prinzip der Anrechnung für Menschen in der Moderne schwer nachvollziehbar ist. Aber die Bibel kennt diese Regel der Anrechnung von Ungerechtigkeit und Gerechtigkeit (denken wir nur an den Opferkult). So, wie uns die Ungerechtigkeit des einen Menschen angerechnet wird (da Adam die Menschheit vor Gott repräsentiert), so wird uns auch die Gerechtigkeit von Jesus Christus zugerechnet, wenn wir ihm glauben.</p>
<p>In der modernen Kultur ist dieses Moment übrigens nicht ganz verschwunden. Ein schwaches Bild, aber vielleicht hilft es, den grundlegenden Gedanken nachzuvollziehen. Wenn ich sterbe und hinterlasse einen Berg Schulden, dann sind die Schulden nicht aus der Welt. Vor der Öffentlichkeit (und den Gläubigern) sind nun, vorausgesetzt, ich habe welche, meine Kinder die Schuldner und werden belangt. Wie gesagt, das Bild passt nicht richtig, aber es hilft vielleicht, zu verstehen.</p>
<p>Bezüglich der ersten Frage kann ich nur mit Augustinus antworten: „Du, Mensch, erwartest von mir eine Antwort, – und ich bin doch auch ein Mensch!“ Deshalb wollen wir beide auf den hören, der da spricht: „Ja, lieber Mensch, wer bist du denn? (Röm 9,20). Denn ein gläubiges Nichtwissen ist besser als ein vorwitziges Wissen!“ Und noch einmal Augustinus: „Sehr heilsam bekennen wir, was wir sehr recht glauben, nämlich daß der Gott und Herr aller Dinge, der alles ,sehr gut’ geschaffen hat, der zuvor wußte, daß aus dem Guten Böses erwachsen würde, und der wußte, daß es seiner schlechthin allmächtigen Güte eher anstünde, das Böse zum Guten zu wenden, als das Böse nicht geschehen zu lassen, daß dieser Gott das Leben der Engel und der Menschen so angeordnet hat, daß er an ihm zunächst zeigte, was der freie Wille vermag, und dann auch, was die Wohltat seiner Gnade und das Urteil seiner Gerechtigkeit kann!“ (corrept. 10,27).</p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Adler		</title>
		<link>https://theoblog.de/von-der-ungewissheit-des-glaubens/29950/comment-page-3/#comment-74742</link>

		<dc:creator><![CDATA[Adler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 May 2017 07:16:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=29950#comment-74742</guid>

					<description><![CDATA[@hannes 
&lt;blockquote&gt;  1) Wenn Gott schon gewusst hat, dass Menschen in die ewige Verdammnis kommen, warum hat er dann überhaupt die Welt und die Menschen geschaffen? &lt;/blockquote&gt; 
Warum? Weil Gott es wollte! Dazu musste er niemanden fragen. Und warum wollte Gott es? Um sich zu verherrlichen! Ein höheres, besseres, genialeres Ziel gibt es nicht. Oder kennst Du ein größeres Ziel, als die Verherrlichung Gottes?

&lt;blockquote&gt;  Der Preis scheint schon sehr hoch, wenn auch nur ein Mensch ewig leiden soll. &lt;/blockquote&gt; 
Du gehst vom Menschen aus – das ist Dein Fehler.

&lt;blockquote&gt;  2) Wenn ich als Sünder (mit der Erbsünde) auf die Welt gekommen bin, Gott mich also so geschaffen hat, warum werde ich dann noch für Sünde zur Verantwortung gezogen – wenn ich doch quasi so geschaffen bin, dass ich von Anfang an auf Verdammnis ausgelegt bin. &lt;/blockquote&gt; 
Ganz einfach: Gott kann machen, was er will. Er muss niemanden fragen. Wenn Gott will, dass Du in die Hölle kommst, dann kommst Du in die Hölle. Oder hast Du dagegen ein Argument? 

Lies mal Römer 9,14–24!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@hannes </p>
<blockquote><p>  1) Wenn Gott schon gewusst hat, dass Menschen in die ewige Verdammnis kommen, warum hat er dann überhaupt die Welt und die Menschen geschaffen? </p></blockquote>
<p>Warum? Weil Gott es wollte! Dazu musste er niemanden fragen. Und warum wollte Gott es? Um sich zu verherrlichen! Ein höheres, besseres, genialeres Ziel gibt es nicht. Oder kennst Du ein größeres Ziel, als die Verherrlichung Gottes?</p>
<blockquote><p>  Der Preis scheint schon sehr hoch, wenn auch nur ein Mensch ewig leiden soll. </p></blockquote>
<p>Du gehst vom Menschen aus – das ist Dein Fehler.</p>
<blockquote><p>  2) Wenn ich als Sünder (mit der Erbsünde) auf die Welt gekommen bin, Gott mich also so geschaffen hat, warum werde ich dann noch für Sünde zur Verantwortung gezogen – wenn ich doch quasi so geschaffen bin, dass ich von Anfang an auf Verdammnis ausgelegt bin. </p></blockquote>
<p>Ganz einfach: Gott kann machen, was er will. Er muss niemanden fragen. Wenn Gott will, dass Du in die Hölle kommst, dann kommst Du in die Hölle. Oder hast Du dagegen ein Argument? </p>
<p>Lies mal Römer 9,14–24!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
