Von links nach rechts

Früher Marxist, jetzt postmoderner Katholik. Matthias Matussek hat für die ZEIT seine Erfahrung mit den 68ern und die Wandlung zum Konservativen beschrieben. Darin ist der Abschnitt zu finden:

Tatsächlich befürchte ich, dass wir ausgerechnet in jener Arena, in der das freie Wort wichtiger ist als nie zuvor, nämlich im Journalismus, in ein Klima der Verdächtigungen und Sprachregelungen abgleiten, zu dem George Orwell, der Autor von 1984 meinte: „Wenn Freiheit überhaupt einen Sinn haben soll, dann ist es die, den Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.“ Was mich persönlich und meinen Kollegenkreis angeht, kann ich nur, ohne Wehleidigkeit, aber mit einem gewissen Erstaunen Ludwig Börne recht geben, der bereits im Vormärz feststellte: „Drückender als die Zensur der Regierung ist die Diktatur der öffentlichen Meinung.“

Mehr: www.zeit.de.

Kommentare

  1. Roderich meint:

    @Ali,
    ist das Herr Matussek früher?

  2. Roderich meint:

    An dem Video mit der Tischzerstörung finde ich komisch, dass die Leute sich krampfhaft bemühen, der Selbstwidersprüchlichkeit zu entgehen, IN dem System zu leben und seine Vorzüge zu nutzen (z.B. Fernsehen nutzen um Sendungen auszustrahlen, Essen aus kapitalistischem Anbau, Autos aus kapitalistischer Arbeitsteilung), das ganze System aber gleichzeitig bekämpfen wollen. Die sinnlose Tischzerstörung wirkt da etwas lächerlich. 🙂

    (Das ist schon mehr in den Bereich „moderne Performance-Kunst“ einzuordnen :-)).

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