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	Kommentare zu: Warum das Böse nicht banal ist	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>
		Von: Johannes Strehle		</title>
		<link>https://theoblog.de/warum-das-bose-nicht-banal-ist/10828/comment-page-1/#comment-11080</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes Strehle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jan 2011 13:06:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zu Hanna Arendt und zum Existentialismus: 

Zieht der Existentialismus nicht (theoretische) Konsequenzen aus dem Humanismus, denen sich der Humanismus verweigert? 
Und löst der Existentialismus nicht das Gute und Böse in Subjektivität auf? 

Ich meine, dass die Begriffe des „strukturellen Bösen“ und der „Banalität des Bösen“ 
von der individuellen Verantwortung nach bestem Wissen und Gewissen ablenken. 
Unter der Herrschaft des Bösen dienen Strukturen selbstverständlich dem Bösen. 
Und das Böse präsentiert sich als Normalität 
– vom Kavaliersdelikt bis zum Holocaust. 
Das befreit aber niemand von seiner persönlichen Verantwortung. 
Interessant ist, dass unter der Herrschaft des Nationalsozialismus die Weigerung, 
sich an der Ausrottung der Juden zu beteiligen, 
in der Regel keine negativen Konsequenzen hatte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Hanna Arendt und zum Existentialismus: </p>
<p>Zieht der Existentialismus nicht (theoretische) Konsequenzen aus dem Humanismus, denen sich der Humanismus verweigert?<br />
Und löst der Existentialismus nicht das Gute und Böse in Subjektivität auf? </p>
<p>Ich meine, dass die Begriffe des „strukturellen Bösen“ und der „Banalität des Bösen“<br />
von der individuellen Verantwortung nach bestem Wissen und Gewissen ablenken.<br />
Unter der Herrschaft des Bösen dienen Strukturen selbstverständlich dem Bösen.<br />
Und das Böse präsentiert sich als Normalität<br />
– vom Kavaliersdelikt bis zum Holocaust.<br />
Das befreit aber niemand von seiner persönlichen Verantwortung.<br />
Interessant ist, dass unter der Herrschaft des Nationalsozialismus die Weigerung,<br />
sich an der Ausrottung der Juden zu beteiligen,<br />
in der Regel keine negativen Konsequenzen hatte.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/warum-das-bose-nicht-banal-ist/10828/comment-page-1/#comment-11076</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 20:30:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Roderich: Ich habe nur das Buch Über das Böse von Arendt gelesen. Sie stand sicher dem Existentialismus ihres Geliebten Heidegger (der sie ja im Dritten Reich im Stich gelassen hatte) zunächst nah, auch wenn sie gegenüber totalitären Theorien immer eine Abneigung empfand. Bezüglich Heidegger wurde sie mit der Zeit skeptischer. Aber Jaspers und Camus haben sie beeindruckt.  

Sie wollte das Böse übrigens nicht banalisieren, sondern nahm das Grauen ernst. Was sie zeigen wollte, war, dass sich das Böse auch auf banale Weise, z.B. Gehorsamsstrukturen, ausbreiten kann.

Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Roderich: Ich habe nur das Buch Über das Böse von Arendt gelesen. Sie stand sicher dem Existentialismus ihres Geliebten Heidegger (der sie ja im Dritten Reich im Stich gelassen hatte) zunächst nah, auch wenn sie gegenüber totalitären Theorien immer eine Abneigung empfand. Bezüglich Heidegger wurde sie mit der Zeit skeptischer. Aber Jaspers und Camus haben sie beeindruckt.  </p>
<p>Sie wollte das Böse übrigens nicht banalisieren, sondern nahm das Grauen ernst. Was sie zeigen wollte, war, dass sich das Böse auch auf banale Weise, z.B. Gehorsamsstrukturen, ausbreiten kann.</p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Roderich		</title>
		<link>https://theoblog.de/warum-das-bose-nicht-banal-ist/10828/comment-page-1/#comment-11065</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roderich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 16:10:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Joachim Fest sagt in seiner bekannten Hitler Biographie, dass eigentlich gerade Hitler als der Inbegriff des Boesen galt (und fuer viele die Nationalsozialisten insgesamt). 
Daher etwas seltsam, dass Hannah Arendt das Boese so uebersieht. Ist sie einfach nur &quot;noch konsequenter&quot; in ihrer humanistischen Weltsicht, dass es eigentlich gar kein (transzendentes) Boeses gibt?

Denn ich glaube, es ist gerade der Humanismus, der uns sonst eher blind macht fuer das Boese - in uns und in der Welt. 
(Oder anders gesagt: der Humanismus fuehrt dazu, das Boese aus materialistischer Sicht zu definieren, (z.B. in dem er nur die verkehrten Strukturen der Gesellschaft als das Boese ansieht, und die menschliche Natur als gut ansieht). 
Und daher liegt der Humanismus in seiner Einschaetzung meist ganz neben der Realitaet. Ohne christliches Weltbild kein richtiger Begriff des Boesen, und daher auch keine richtige Methode, es wirksam zu &quot;bekaempfen&quot;. 

Daher wuerde mich interessieren, was die &quot;Weltsicht&quot; von Hannah Arendt war... (vielleicht weiss das ja jemand). 

@Ron: aus christlicher Sicht wuerde man wohl noch dazusagen: das Boese liegt in den Ideen, und hinter den Ideen stehen Maechte / Kraefte / ein bestimmter &quot;Geist&quot;.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Joachim Fest sagt in seiner bekannten Hitler Biographie, dass eigentlich gerade Hitler als der Inbegriff des Boesen galt (und fuer viele die Nationalsozialisten insgesamt).<br />
Daher etwas seltsam, dass Hannah Arendt das Boese so uebersieht. Ist sie einfach nur &#8222;noch konsequenter&#8220; in ihrer humanistischen Weltsicht, dass es eigentlich gar kein (transzendentes) Boeses gibt?</p>
<p>Denn ich glaube, es ist gerade der Humanismus, der uns sonst eher blind macht fuer das Boese &#8211; in uns und in der Welt.<br />
(Oder anders gesagt: der Humanismus fuehrt dazu, das Boese aus materialistischer Sicht zu definieren, (z.B. in dem er nur die verkehrten Strukturen der Gesellschaft als das Boese ansieht, und die menschliche Natur als gut ansieht).<br />
Und daher liegt der Humanismus in seiner Einschaetzung meist ganz neben der Realitaet. Ohne christliches Weltbild kein richtiger Begriff des Boesen, und daher auch keine richtige Methode, es wirksam zu &#8222;bekaempfen&#8220;. </p>
<p>Daher wuerde mich interessieren, was die &#8222;Weltsicht&#8220; von Hannah Arendt war&#8230; (vielleicht weiss das ja jemand). </p>
<p>@Ron: aus christlicher Sicht wuerde man wohl noch dazusagen: das Boese liegt in den Ideen, und hinter den Ideen stehen Maechte / Kraefte / ein bestimmter &#8222;Geist&#8220;.</p>
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		<title>
		Von: Johannes Strehle		</title>
		<link>https://theoblog.de/warum-das-bose-nicht-banal-ist/10828/comment-page-1/#comment-11064</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes Strehle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 13:48:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Problem ist nicht die Banalität des Bösen, 
sondern die Banalisierung des Bösen. 

Ich habe das Doko-Drama gesehen 
und empfehle es jedem. 
Ich hoffe, dass es zugänglich ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Problem ist nicht die Banalität des Bösen,<br />
sondern die Banalisierung des Bösen. </p>
<p>Ich habe das Doko-Drama gesehen<br />
und empfehle es jedem.<br />
Ich hoffe, dass es zugänglich ist.</p>
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