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	Kommentare zu: Was hat Semantik mit Religionsfreiheit zu tun?	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		Von: Schandor		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Schandor]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2015 09:46:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als ein nach der deutschen Sprache Verrückter fällt mir das schon lange auf. In bestimmten Kontexten sind andere Konnotationen vorherrschend. Missverständnisse müssen deshalb oft umständlich ausgeräumt werden. Warum das so ist und wie das Denken hier funktioniert, hat Douglas Hofstadter in seinem neuen Buch (Die Analogie – das Herz des Denkens) eindrücklich demonstriert.

Du kannst fast überall &quot;Gott&quot; sagen – und jeder wird etwas anderes darunter verstehen. Das ist nicht immer so gewesen. Erst in der Postmoderne ist das aufgekommen. Früher wusste man genau, wer mit &quot;Gott&quot; gemeint war; die Deisten hatten sich freilich schon im Aufkläricht ihr eigenes Gottesbild geschaffen, und Feuerbach … aber naja.

DARIN besteht die Kunst der Gesellschaftsverformer: Die Sprache zu unterwandern, zu bewirken, dass gleiche Worte verschiedenes bedeuten. Vielleicht wäre es wieder einmal an der Zeit, den platonischen Dialog Kratylos zu lesen – jedenfalls wäre es hilfreich. Noch besser: Die Heilige Schrift. 

Der Erzbischof lässt ein wichtiges Wort aus, das derzeit auch massiv umgedeutet wird: den Begriff der &quot;Einheit&quot;. Was, der wäre nicht umzudeuten, weil jeder weiß, was das bedeutet? Wetten, dass der Neoevangelismus diese Umdeutung nicht mitbekommt, während er vom Katholizismus langsam, aber ganz sicher absorbiert und aufgesaugt wird? Einheit in der Vielheit ist eben doch etwas anderes als die biblische Einheit in der Wahrheit. Dazu stehe ich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ein nach der deutschen Sprache Verrückter fällt mir das schon lange auf. In bestimmten Kontexten sind andere Konnotationen vorherrschend. Missverständnisse müssen deshalb oft umständlich ausgeräumt werden. Warum das so ist und wie das Denken hier funktioniert, hat Douglas Hofstadter in seinem neuen Buch (Die Analogie – das Herz des Denkens) eindrücklich demonstriert.</p>
<p>Du kannst fast überall &#8222;Gott&#8220; sagen – und jeder wird etwas anderes darunter verstehen. Das ist nicht immer so gewesen. Erst in der Postmoderne ist das aufgekommen. Früher wusste man genau, wer mit &#8222;Gott&#8220; gemeint war; die Deisten hatten sich freilich schon im Aufkläricht ihr eigenes Gottesbild geschaffen, und Feuerbach … aber naja.</p>
<p>DARIN besteht die Kunst der Gesellschaftsverformer: Die Sprache zu unterwandern, zu bewirken, dass gleiche Worte verschiedenes bedeuten. Vielleicht wäre es wieder einmal an der Zeit, den platonischen Dialog Kratylos zu lesen – jedenfalls wäre es hilfreich. Noch besser: Die Heilige Schrift. </p>
<p>Der Erzbischof lässt ein wichtiges Wort aus, das derzeit auch massiv umgedeutet wird: den Begriff der &#8222;Einheit&#8220;. Was, der wäre nicht umzudeuten, weil jeder weiß, was das bedeutet? Wetten, dass der Neoevangelismus diese Umdeutung nicht mitbekommt, während er vom Katholizismus langsam, aber ganz sicher absorbiert und aufgesaugt wird? Einheit in der Vielheit ist eben doch etwas anderes als die biblische Einheit in der Wahrheit. Dazu stehe ich.</p>
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