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	Kommentare zu: Was wird der Mensch?	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		Von: Johannes Strehle		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Strehle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2017 15:50:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Un-Menschlichkeit und Unmenschlichkeit wird auf allen Gebieten mit allen Mitteln vorangetrieben. Selbstverständlich mit den Etiketten „Menschlichkeit“, „Mitmenschlichkeit“, „Menschenwürde“, „Menschenrechte“, „Akzeptanz“ usw. Die Etikettierung ist in „1984“ exemplarisch beschrieben. 
Die künstliche Intelligenz hilft uns künftig auch beim Verfassen von Texten. Für Ron und die Kommentatoren ist also Entlastung in Sicht. Eine Pflichtlektüre: „Der Computer schreibt mit“ von Felix Knoke in der FAS vom 20.11.2016. 
(https://www.pocketstory.com/fas/der-computer-schreibt-mit)
Wenn ich den Artikel lese, wird mir übel. Nicht wegen der technischen Möglichkeiten, sondern wenn ich mir vorstelle, wie diese Werkzeuge von Menschen genutzt, vielmehr bedient (!) werden: Von Bürokraten, von Technokraten, von Menschen, die nicht selbständig denken können, von Menschen, die die deutsche Sprache nicht beherrschen (an der Ausbreitung dieser Spezies arbeiten die Bildungsreformer unermüdlich), von Menschen, die ihren Computer nicht beherrschen, von fortschrittsgläubigen Menschen, von den Sprachpolizisten, von Hackern und anderen Manipulatoren. 
Ich habe heute schon hin und wieder, zum Beispiel in der „Kommunikation“ mit Versicherungen, den Eindruck, es mit einem Mischwesen aus Bürokrat und Computer zu tun zu haben. 
Kafka kann uns leider nicht mehr helfen, diese Welt zu beschreiben. Zur Zeit hilft Ken Loachs neuer Film „Ich, Daniel Blake“. „In den Mühlen des britischen Gesundheitssystems.“ „Der Gott der neuen Dinge spricht nicht mehr von einem Berg oder aus einer Wolke. Er hat die Stimme einer „Gesundheitsassistentin“. „Loach ist der Chronist der einfachen Leute in England. Und zwar schon seit mehr als 50 Jahren.“ „Im Frühling wurde Ken Loach bei den Filmfestspielen von Cannes mit einer Goldenen Palme für seinen Film ausgezeichnet. Die Entscheidung stieß damals auf großes Unverständnis“. „Ein freundlicher Mann wie Daniel Blake kann zwar viel reparieren, und er kennt auch einen Trick, wie man in einer kalten Wohnung mit Kerzen einen bescheidenen Ofen simulieren kann. Aber das System lässt sich so nicht austricksen. Das System, in diesem konkreten Fall die englischen Wohlfahrtsbehörden, hinter deren „Performance“ man förmlich die Consulter und „change agents“ zu erkennen meint, die all das auf Vordermann gebracht haben, das System versucht, widersprüchliche Situationen auszuschalten.“ (FAZ vom 20.11.2016 „Märtyrer der Humanität“ von Bert Rebhandl) 
Zu den Fortschritten der Computerlinguistik passt perfekt die Einführung der „Leichten Sprache“, die sich rasant ausbreitet. „Sprache soll nicht nur gerecht, sondern jetzt auch noch einfach sein.“ „Das Projekt „Leichte Sprache“ nimmt den Ruin des Deutschen in Angriff“. „Ob Ministerien oder Kommunen, Behörden oder Rundfunkanstalten – überall übt man sich neuerdings in leichter oder einfacher Sprache. Eigentlich dazu gedacht, Erwachsenen mit Lese- und Schreibschwäche, aber auch Nichtmuttersprachlern die Teilhabe am öffentlichen Diskurs zu ermöglichen, wird sie vom Bund gefördert.“ „Gegen Hilfestellungen für Menschen mit kognitiven Schwierigkeiten ist nichts einzuwenden, im Gegenteil. Gegen die Infantilisierung von Sprache und ihren Gebrauch nach dem Baukastenprinzip dagegen schon. Zumal der unheimliche Erfolg des Idioms längst über die Zielgruppe hinausgewachsen ist.“ „Gibt es ein Menschenrecht auf Vereinfachung? Und hilft diese wirklich dabei, die Welt besser zu verstehen?“ „Lieber sollte man überlegen, wie man den Deutschunterricht verbessern kann – weil es ja eben nicht nur einen Zusammenhang zwischen sprachlicher Vielfalt und Bildung gibt, sondern weil Sprache unsere Art zu denken prägt.“ (FAZ vom 22.12.2016 „Das sagt sich leicht!“ von Sandra Kegel) 
Gut, dass die Postmoderne kein Problem mit Widersprüchen hat. Denn ansonsten gilt das Vielfaltsgebot, vor allem selbstverständlich für Geschlecht und Sexualität. Bei der Meinungsvielfalt stößt man schnell an Grenzen. Die herrschenden Politiker werfen ihren Kritikern „widerliche Vereinfachung“ vor. Der künftige Bundespräsident „Steinmeier will sich gegen Vereinfachung stellen“; obwohl die herrschenden Politiker mit ihren alternativlosen Parolen die gröbsten Vereinfacher sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Un-Menschlichkeit und Unmenschlichkeit wird auf allen Gebieten mit allen Mitteln vorangetrieben. Selbstverständlich mit den Etiketten „Menschlichkeit“, „Mitmenschlichkeit“, „Menschenwürde“, „Menschenrechte“, „Akzeptanz“ usw. Die Etikettierung ist in „1984“ exemplarisch beschrieben.<br />
Die künstliche Intelligenz hilft uns künftig auch beim Verfassen von Texten. Für Ron und die Kommentatoren ist also Entlastung in Sicht. Eine Pflichtlektüre: „Der Computer schreibt mit“ von Felix Knoke in der FAS vom 20.11.2016.<br />
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Wenn ich den Artikel lese, wird mir übel. Nicht wegen der technischen Möglichkeiten, sondern wenn ich mir vorstelle, wie diese Werkzeuge von Menschen genutzt, vielmehr bedient (!) werden: Von Bürokraten, von Technokraten, von Menschen, die nicht selbständig denken können, von Menschen, die die deutsche Sprache nicht beherrschen (an der Ausbreitung dieser Spezies arbeiten die Bildungsreformer unermüdlich), von Menschen, die ihren Computer nicht beherrschen, von fortschrittsgläubigen Menschen, von den Sprachpolizisten, von Hackern und anderen Manipulatoren.<br />
Ich habe heute schon hin und wieder, zum Beispiel in der „Kommunikation“ mit Versicherungen, den Eindruck, es mit einem Mischwesen aus Bürokrat und Computer zu tun zu haben.<br />
Kafka kann uns leider nicht mehr helfen, diese Welt zu beschreiben. Zur Zeit hilft Ken Loachs neuer Film „Ich, Daniel Blake“. „In den Mühlen des britischen Gesundheitssystems.“ „Der Gott der neuen Dinge spricht nicht mehr von einem Berg oder aus einer Wolke. Er hat die Stimme einer „Gesundheitsassistentin“. „Loach ist der Chronist der einfachen Leute in England. Und zwar schon seit mehr als 50 Jahren.“ „Im Frühling wurde Ken Loach bei den Filmfestspielen von Cannes mit einer Goldenen Palme für seinen Film ausgezeichnet. Die Entscheidung stieß damals auf großes Unverständnis“. „Ein freundlicher Mann wie Daniel Blake kann zwar viel reparieren, und er kennt auch einen Trick, wie man in einer kalten Wohnung mit Kerzen einen bescheidenen Ofen simulieren kann. Aber das System lässt sich so nicht austricksen. Das System, in diesem konkreten Fall die englischen Wohlfahrtsbehörden, hinter deren „Performance“ man förmlich die Consulter und „change agents“ zu erkennen meint, die all das auf Vordermann gebracht haben, das System versucht, widersprüchliche Situationen auszuschalten.“ (FAZ vom 20.11.2016 „Märtyrer der Humanität“ von Bert Rebhandl)<br />
Zu den Fortschritten der Computerlinguistik passt perfekt die Einführung der „Leichten Sprache“, die sich rasant ausbreitet. „Sprache soll nicht nur gerecht, sondern jetzt auch noch einfach sein.“ „Das Projekt „Leichte Sprache“ nimmt den Ruin des Deutschen in Angriff“. „Ob Ministerien oder Kommunen, Behörden oder Rundfunkanstalten – überall übt man sich neuerdings in leichter oder einfacher Sprache. Eigentlich dazu gedacht, Erwachsenen mit Lese- und Schreibschwäche, aber auch Nichtmuttersprachlern die Teilhabe am öffentlichen Diskurs zu ermöglichen, wird sie vom Bund gefördert.“ „Gegen Hilfestellungen für Menschen mit kognitiven Schwierigkeiten ist nichts einzuwenden, im Gegenteil. Gegen die Infantilisierung von Sprache und ihren Gebrauch nach dem Baukastenprinzip dagegen schon. Zumal der unheimliche Erfolg des Idioms längst über die Zielgruppe hinausgewachsen ist.“ „Gibt es ein Menschenrecht auf Vereinfachung? Und hilft diese wirklich dabei, die Welt besser zu verstehen?“ „Lieber sollte man überlegen, wie man den Deutschunterricht verbessern kann – weil es ja eben nicht nur einen Zusammenhang zwischen sprachlicher Vielfalt und Bildung gibt, sondern weil Sprache unsere Art zu denken prägt.“ (FAZ vom 22.12.2016 „Das sagt sich leicht!“ von Sandra Kegel)<br />
Gut, dass die Postmoderne kein Problem mit Widersprüchen hat. Denn ansonsten gilt das Vielfaltsgebot, vor allem selbstverständlich für Geschlecht und Sexualität. Bei der Meinungsvielfalt stößt man schnell an Grenzen. Die herrschenden Politiker werfen ihren Kritikern „widerliche Vereinfachung“ vor. Der künftige Bundespräsident „Steinmeier will sich gegen Vereinfachung stellen“; obwohl die herrschenden Politiker mit ihren alternativlosen Parolen die gröbsten Vereinfacher sind.</p>
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