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	Kommentare zu: Wenn empirische Forschung Theologie ersetzt	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>
		Von: Stephan		</title>
		<link>https://theoblog.de/wenn-empirische-forschung-theologie-ersetzt/46604/comment-page-1/#comment-92437</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Oct 2025 12:32:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Joerg:
Die Punkte, die Du aufzählst, passen - sicherlich in Deiner Situation, in meiner mögen manchmal andere Punkte gelten, hoffentlich alle bibelkonform, womöglich aber in anderen Prioritäten.
Beispiel: in meiner Dorfkirche weiß ich, dass es um die Bibelfestigkeit weitaus schlechter steht als in der Freikirche, in der ich jahrelang Mitglied war. Den dort eingeschlagenen liberalen Kurs vermochte ich nicht zu verlangsamen, geschweige denn aufzuhalten. Gegenüber Menschen, die sich für biblisch belesen halten, lege ich auch ein durchaus robusteres Argumentieren an den Tag, und bin dann auch schneller für getrennte Wege zu haben - ich habe die Gemeinde verlassen, was mir schon weh tat damals. Ich habe dann, tw. mit zeitlichem Abstand, andere sinnvolle Aufgaben &quot;bekommen&quot; - an manche Orte hat mich Gott tatsächlich hingesetzt, bin ich der Meinung.
In der Dorfkirche bin ich doch sehr viel nachsichtiger gegenüber den Gemeindemitgliedern - ich begründe meine Sichtweise ausführlicher von der biblischen Seite her, erwarte aber nicht umgehende Zustimmung, weil es doch an Basiswissen fehlt. Das heißt jetzt nicht, dass ich Sachen mitmachen würde / durchgehen lassen würde, die von Gott als Sünde definiert sind, da bin ich standhaft, und würde mich lieber dauerhaft rausschmeißen lassen als mitzumachen.
Unsere Gemeindesituationen liegen also irgendwo zwischen Schwarzbrot und Milch (1. Kor 3,2).

Wir sind derzeit ein gutes Dreierteam, junger Pfarrer (mit dem ich &quot;robuster&quot; argumentiere), junger Diakon, junggebliebener ehrenamtlicher Organist (ich könnte vom Alter locker deren Vater sein ;-) ). Und ich bin der Meinung, wir sind gut unterwegs, wir bekommen trotz oder gerade aufgrund konservativer Theologie und Liturgie ersten zarten Zulauf von jungen Menschen. Gestern späten Nachmittag bekam ich dann den Anruf vom Jungpfarrer, dass eine gewisse Person (zahlt zwar Kirchensteuern, ist aber kein Christ, hat auch kein Pöstchen, selten bis nie im Gottesdienst) Gegenwind fabriziert und versucht, dieses Team über den Gemeindekirchenrat mittels fadenscheiniger Beschwerden auseinander zu bringen. Für einen jungen Pfarrer erstmal erschreckend, für mich: wenn der Satan uns nicht Knüppel zwischen die Beine wirft, dann machen wir etwas falsch. Wenn es von Gott ist, was wir tun, dann werden wir weitermachen können (Apg 5,39). Heute morgen kam dann schon die Rückmeldung, dass der GKR voll hinter uns steht und gut findet, was wir tun. :-)

Irgendwie sind wir jetzt weitab vom ursprünglichen Thema - egal. :-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Joerg:<br />
Die Punkte, die Du aufzählst, passen &#8211; sicherlich in Deiner Situation, in meiner mögen manchmal andere Punkte gelten, hoffentlich alle bibelkonform, womöglich aber in anderen Prioritäten.<br />
Beispiel: in meiner Dorfkirche weiß ich, dass es um die Bibelfestigkeit weitaus schlechter steht als in der Freikirche, in der ich jahrelang Mitglied war. Den dort eingeschlagenen liberalen Kurs vermochte ich nicht zu verlangsamen, geschweige denn aufzuhalten. Gegenüber Menschen, die sich für biblisch belesen halten, lege ich auch ein durchaus robusteres Argumentieren an den Tag, und bin dann auch schneller für getrennte Wege zu haben &#8211; ich habe die Gemeinde verlassen, was mir schon weh tat damals. Ich habe dann, tw. mit zeitlichem Abstand, andere sinnvolle Aufgaben &#8222;bekommen&#8220; &#8211; an manche Orte hat mich Gott tatsächlich hingesetzt, bin ich der Meinung.<br />
In der Dorfkirche bin ich doch sehr viel nachsichtiger gegenüber den Gemeindemitgliedern &#8211; ich begründe meine Sichtweise ausführlicher von der biblischen Seite her, erwarte aber nicht umgehende Zustimmung, weil es doch an Basiswissen fehlt. Das heißt jetzt nicht, dass ich Sachen mitmachen würde / durchgehen lassen würde, die von Gott als Sünde definiert sind, da bin ich standhaft, und würde mich lieber dauerhaft rausschmeißen lassen als mitzumachen.<br />
Unsere Gemeindesituationen liegen also irgendwo zwischen Schwarzbrot und Milch (1. Kor 3,2).</p>
<p>Wir sind derzeit ein gutes Dreierteam, junger Pfarrer (mit dem ich &#8222;robuster&#8220; argumentiere), junger Diakon, junggebliebener ehrenamtlicher Organist (ich könnte vom Alter locker deren Vater sein 😉 ). Und ich bin der Meinung, wir sind gut unterwegs, wir bekommen trotz oder gerade aufgrund konservativer Theologie und Liturgie ersten zarten Zulauf von jungen Menschen. Gestern späten Nachmittag bekam ich dann den Anruf vom Jungpfarrer, dass eine gewisse Person (zahlt zwar Kirchensteuern, ist aber kein Christ, hat auch kein Pöstchen, selten bis nie im Gottesdienst) Gegenwind fabriziert und versucht, dieses Team über den Gemeindekirchenrat mittels fadenscheiniger Beschwerden auseinander zu bringen. Für einen jungen Pfarrer erstmal erschreckend, für mich: wenn der Satan uns nicht Knüppel zwischen die Beine wirft, dann machen wir etwas falsch. Wenn es von Gott ist, was wir tun, dann werden wir weitermachen können (Apg 5,39). Heute morgen kam dann schon die Rückmeldung, dass der GKR voll hinter uns steht und gut findet, was wir tun. 🙂</p>
<p>Irgendwie sind wir jetzt weitab vom ursprünglichen Thema &#8211; egal. 🙂</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Joerg		</title>
		<link>https://theoblog.de/wenn-empirische-forschung-theologie-ersetzt/46604/comment-page-1/#comment-92436</link>

		<dc:creator><![CDATA[Joerg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Oct 2025 09:37:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Moin @Stephan,

zu b) &quot;&lt;em&gt;Interessanter noch als die Ursache [unterbewusste Festlegungen] ist: wie gehe ich damit um, insbesondere innerhalb der Gemeinde, in der ich mich bewege?&lt;/em&gt;&quot;

Im offenen Gespraechskreis unserer freikirchlichen Gemeinde meine ich gelernt zu haben: &quot;Die meisten Menschen sind anders, ich auch&quot;.&#160;
Gott hat uns unterschiedlich gemacht und ausgestattet oder wir sind inzwischen dahingehend genetisch aufgespalten, so ist es jetzt eben.

biblisch faellt mir dazu ein:
- Jesus ist mit Judas durch die Gegend gezogen (obwohl er ein Verraeter war/wurde)
- es gibt im NT den Auftrag sich von Irrlehrern klar abzusondern (bzw die Irrlehrer von der Gemeinde)
- Indizien, um taktisch-boese [absondern] von naiv-verpeilt [lieben] zu unterscheiden, sind die Werke
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Separierungstrichter: Bist du im Team &quot;Jesus allein&quot; oder im Team &quot;Jesus und ...&quot;?&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;- es gilt generell das &quot;pers. Auftrags Prinzip&quot; (d.h. es gibt kein allgemeingueltiges Kochrezept, sondern aus der Beziehung zu Jesus wird vorwaerts gelebt, fuer den einen so, fuer den anderen ggfs anders)
- Lieblosigkeit/Engherzigkeit ist ein Kennzeichen fuer Gesetzlichkeit, Strenge, Rechthaberei
- Wahrheit, richtig vs falsch, Vernunft und Logik, Ordnung und Treue sollten wir ansprechen aber trotzdem gemeinsam unterwegs sein (Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich, und wer nicht mit mir Menschen für Gott gewinnt, der führt sie in die Irre)
- ein Eisen schaerft das andere; wir brauchen das Gegenueber
- Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet
- Das geknickte Schilfrohr zerbricht er nicht, den glimmenden Docht loescht er nicht aus

So vielleicht? Was noch?

LG Joerg]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Moin @Stephan,</p>
<p>zu b) &#8222;<em>Interessanter noch als die Ursache [unterbewusste Festlegungen] ist: wie gehe ich damit um, insbesondere innerhalb der Gemeinde, in der ich mich bewege?</em>&#8220;</p>
<p>Im offenen Gespraechskreis unserer freikirchlichen Gemeinde meine ich gelernt zu haben: &#8222;Die meisten Menschen sind anders, ich auch&#8220;.&nbsp;<br />
Gott hat uns unterschiedlich gemacht und ausgestattet oder wir sind inzwischen dahingehend genetisch aufgespalten, so ist es jetzt eben.</p>
<p>biblisch faellt mir dazu ein:<br />
&#8211; Jesus ist mit Judas durch die Gegend gezogen (obwohl er ein Verraeter war/wurde)<br />
&#8211; es gibt im NT den Auftrag sich von Irrlehrern klar abzusondern (bzw die Irrlehrer von der Gemeinde)<br />
&#8211; Indizien, um taktisch-boese [absondern] von naiv-verpeilt [lieben] zu unterscheiden, sind die Werke</p>
<ul>
<li>Separierungstrichter: Bist du im Team &#8222;Jesus allein&#8220; oder im Team &#8222;Jesus und &#8230;&#8220;?</li>
</ul>
<p>&#8211; es gilt generell das &#8222;pers. Auftrags Prinzip&#8220; (d.h. es gibt kein allgemeingueltiges Kochrezept, sondern aus der Beziehung zu Jesus wird vorwaerts gelebt, fuer den einen so, fuer den anderen ggfs anders)<br />
&#8211; Lieblosigkeit/Engherzigkeit ist ein Kennzeichen fuer Gesetzlichkeit, Strenge, Rechthaberei<br />
&#8211; Wahrheit, richtig vs falsch, Vernunft und Logik, Ordnung und Treue sollten wir ansprechen aber trotzdem gemeinsam unterwegs sein (Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich, und wer nicht mit mir Menschen für Gott gewinnt, der führt sie in die Irre)<br />
&#8211; ein Eisen schaerft das andere; wir brauchen das Gegenueber<br />
&#8211; Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet<br />
&#8211; Das geknickte Schilfrohr zerbricht er nicht, den glimmenden Docht loescht er nicht aus</p>
<p>So vielleicht? Was noch?</p>
<p>LG Joerg</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Stephan		</title>
		<link>https://theoblog.de/wenn-empirische-forschung-theologie-ersetzt/46604/comment-page-1/#comment-92435</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 18:46:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=46604#comment-92435</guid>

					<description><![CDATA[@Joerg
Ich wünschte, ich wüßte es. &quot;Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen&quot;, Apg 5,29, das steht da nicht ohne Grund: die Minderheit der ersten Christen agiert gegen die Mehrheit, oder zumindest gegen die religiöse Meinungsführerschaft. Das bewundere ich schon, denn dazu gehört ein Gottvertrauen, das ich als vorbildlich ansehe, auch in der heutigen Zeit.

Rudelmechaniken sind schon ein kräftiger Einflussfaktor und geben bei vielen Menschen den Bias vor, wie Dinge zu bewerten seien. Vielleicht hatte ich das Glück, erst mit 35 Jahren vom Taufscheinchristen zum Christen zu werden, ein Bekehrungserlebnis gehabt zu haben, und über viele Jahre einen Mentor als Begleiter, der die Aussagen der Bibel über alles andere stellte, und in Diskussionen darüber nach außen hin ruhig und sachlich blieb. Letztendlich führte diese Konstellation dazu, dass ich in der Lage war, mich von Annahmen und Haltungen zu trennen, die ich irgendwie liebgewonnen hatte, weil sie &quot;bequem&quot; waren. Vielleicht liegt es auch an meinem MINT-Studium. ;-) Das war aber schon ein mehrjähriger Weg.

Ich tendiere aufgrund eigener Erfahrungen auch zu b). Interessanter noch als die Ursache ist: wie gehe ich damit um, insbesondere innerhalb der Gemeinde, in der ich mich bewege?
Ich selbst bin stark ehrenamtlich engagiert, habe gabenmäßig ein &quot;Alleinstellungsmerkmal&quot;, und lege selbst meine Urlaube so, dass ich möglichst keinen Sonntagsgottesdienst auslassen muss. Und damit hört mir der GKR auch deutlich besser zu, wenn ich mein biblisches Verständnis zu gewissen Strömungen in der Christenheit zum Besten bringe oder erkläre, warum ich bestimmte Dinge nicht mitmachen werde.
Ich mache mir da nichts vor: den Lauf der Dinge werde ich nicht aufhalten. Aber wir erleben ein zartes Wachstum, das mir Freude macht, und gerade vorhin rief mich der junge Pfarrer an und berichtete vom aktuellen Gegenwind. Aber der war zu erwarten - wenn der Gegenspieler aktiv wird, fühle ich mich geadelt, denn ansonsten würde ich was falsch machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Joerg<br />
Ich wünschte, ich wüßte es. &#8222;Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen&#8220;, Apg 5,29, das steht da nicht ohne Grund: die Minderheit der ersten Christen agiert gegen die Mehrheit, oder zumindest gegen die religiöse Meinungsführerschaft. Das bewundere ich schon, denn dazu gehört ein Gottvertrauen, das ich als vorbildlich ansehe, auch in der heutigen Zeit.</p>
<p>Rudelmechaniken sind schon ein kräftiger Einflussfaktor und geben bei vielen Menschen den Bias vor, wie Dinge zu bewerten seien. Vielleicht hatte ich das Glück, erst mit 35 Jahren vom Taufscheinchristen zum Christen zu werden, ein Bekehrungserlebnis gehabt zu haben, und über viele Jahre einen Mentor als Begleiter, der die Aussagen der Bibel über alles andere stellte, und in Diskussionen darüber nach außen hin ruhig und sachlich blieb. Letztendlich führte diese Konstellation dazu, dass ich in der Lage war, mich von Annahmen und Haltungen zu trennen, die ich irgendwie liebgewonnen hatte, weil sie &#8222;bequem&#8220; waren. Vielleicht liegt es auch an meinem MINT-Studium. 😉 Das war aber schon ein mehrjähriger Weg.</p>
<p>Ich tendiere aufgrund eigener Erfahrungen auch zu b). Interessanter noch als die Ursache ist: wie gehe ich damit um, insbesondere innerhalb der Gemeinde, in der ich mich bewege?<br />
Ich selbst bin stark ehrenamtlich engagiert, habe gabenmäßig ein &#8222;Alleinstellungsmerkmal&#8220;, und lege selbst meine Urlaube so, dass ich möglichst keinen Sonntagsgottesdienst auslassen muss. Und damit hört mir der GKR auch deutlich besser zu, wenn ich mein biblisches Verständnis zu gewissen Strömungen in der Christenheit zum Besten bringe oder erkläre, warum ich bestimmte Dinge nicht mitmachen werde.<br />
Ich mache mir da nichts vor: den Lauf der Dinge werde ich nicht aufhalten. Aber wir erleben ein zartes Wachstum, das mir Freude macht, und gerade vorhin rief mich der junge Pfarrer an und berichtete vom aktuellen Gegenwind. Aber der war zu erwarten &#8211; wenn der Gegenspieler aktiv wird, fühle ich mich geadelt, denn ansonsten würde ich was falsch machen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Kommentator		</title>
		<link>https://theoblog.de/wenn-empirische-forschung-theologie-ersetzt/46604/comment-page-1/#comment-92434</link>

		<dc:creator><![CDATA[Kommentator]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 18:19:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Studie bestätigt: Die Freikirchen laufen der EKD nur um ein paar Jahre hinterher und sind allesamt nicht zu retten.

Feststellung: Das voll segregierte freikirchen-spezifische Milieu ähnelt sehr dem der Landeskirchen und dessen Nachwuchs hat einen überdurchschnittlichen Anteil mit abseitigen Vorstellungen zur Sexualität. Die Mehrheitsgesellschaft mit &quot;normalen&quot; Vorstellungen befindet sich längst nicht mehr in den Kirchen. &quot;Christen&quot; sind nun diejenigen mit den seltsamen Fetischen.

Davon wird nichts in diese Freikirchen von außen &quot;hineingetragen&quot;, denn die Mehrheitsgesellschaft teilt ja diese Vorlieben gar nicht. Die Entwicklung hat genetische Ursachen und begründet sich dem, was sich mit dem Begriff &quot;Inzucht&quot; (nicht zu verwechseln mit der &quot;Unzucht&quot;) umschrieben wird. Fehlende Durchmischung machte schon dem Adel im Spätmittelalter zu schaffen und führte letztlich zu dessen Abschaffung.

Die gute Nachricht: Das wird das Bild des Christentums nicht dauerhaft ändern, denn die Entkirchlichung ist jetzt auch dort bei den Freikirchen voll sichtbar und vollzieht sich innerhalb von drei Generationen: Die Großeltern-Generation ist noch bibeltreu, die Elterngeneration schleift Regeln, die Kindergeneration haut nach der Konfirmation ab und die Kindeskinder wachsen komplett entkirchlicht im Atheismus auf.

Auch die Freikirchen wandeln sich gerade in Kulturvereine voller alter Leute um. Bei der SELK kann man das bereits in Vollendung bewundern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Studie bestätigt: Die Freikirchen laufen der EKD nur um ein paar Jahre hinterher und sind allesamt nicht zu retten.</p>
<p>Feststellung: Das voll segregierte freikirchen-spezifische Milieu ähnelt sehr dem der Landeskirchen und dessen Nachwuchs hat einen überdurchschnittlichen Anteil mit abseitigen Vorstellungen zur Sexualität. Die Mehrheitsgesellschaft mit &#8222;normalen&#8220; Vorstellungen befindet sich längst nicht mehr in den Kirchen. &#8222;Christen&#8220; sind nun diejenigen mit den seltsamen Fetischen.</p>
<p>Davon wird nichts in diese Freikirchen von außen &#8222;hineingetragen&#8220;, denn die Mehrheitsgesellschaft teilt ja diese Vorlieben gar nicht. Die Entwicklung hat genetische Ursachen und begründet sich dem, was sich mit dem Begriff &#8222;Inzucht&#8220; (nicht zu verwechseln mit der &#8222;Unzucht&#8220;) umschrieben wird. Fehlende Durchmischung machte schon dem Adel im Spätmittelalter zu schaffen und führte letztlich zu dessen Abschaffung.</p>
<p>Die gute Nachricht: Das wird das Bild des Christentums nicht dauerhaft ändern, denn die Entkirchlichung ist jetzt auch dort bei den Freikirchen voll sichtbar und vollzieht sich innerhalb von drei Generationen: Die Großeltern-Generation ist noch bibeltreu, die Elterngeneration schleift Regeln, die Kindergeneration haut nach der Konfirmation ab und die Kindeskinder wachsen komplett entkirchlicht im Atheismus auf.</p>
<p>Auch die Freikirchen wandeln sich gerade in Kulturvereine voller alter Leute um. Bei der SELK kann man das bereits in Vollendung bewundern.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Matze		</title>
		<link>https://theoblog.de/wenn-empirische-forschung-theologie-ersetzt/46604/comment-page-1/#comment-92431</link>

		<dc:creator><![CDATA[Matze]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 14:34:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=46604#comment-92431</guid>

					<description><![CDATA[Vor 40-50 Jahren gab es Liberale von denen man sich abgegrenzt hat wie durch Gemeindetag unter dem Wort und man ging nicht zum Kirchentag und man hielt die Liberalen ausserhalb der EAD. Heute heissen die Liberalen Postevangelikale und sind INNERHALB der EAD. Inhaltlich ist ausser Kleinigkeiten kein Unterschied zwischen Liberalen und Postevangelikalen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor 40-50 Jahren gab es Liberale von denen man sich abgegrenzt hat wie durch Gemeindetag unter dem Wort und man ging nicht zum Kirchentag und man hielt die Liberalen ausserhalb der EAD. Heute heissen die Liberalen Postevangelikale und sind INNERHALB der EAD. Inhaltlich ist ausser Kleinigkeiten kein Unterschied zwischen Liberalen und Postevangelikalen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Joerg		</title>
		<link>https://theoblog.de/wenn-empirische-forschung-theologie-ersetzt/46604/comment-page-1/#comment-92430</link>

		<dc:creator><![CDATA[Joerg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 11:07:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Moin Stephan,

kluge Antwort.&#160;

Was meinst Du, WARUM sind &quot;&lt;em&gt;die Postevangelikalen in weiten Teilen nur die nützlichen Idioten&lt;/em&gt;&quot;?

a) kognitive Begrenzungen (meine anekdot. Empirie: bei weitem ueberwiegend keine MINT Leute)?
b) unterbewusste Festlegungen (kadavermaesige Gruppenzugehoerigkeit; Scham vor Irrtumseingestehung; &quot;es kann nicht sein, was nicht sein darf&quot;)
c) Dummheit im bonhoefferschen Sinn (mitselbstverschuldet im Strudel der Realitaetsverweigerung gefangen; „&lt;em&gt;Halb zog sie ihn, halb sank er hin.&lt;/em&gt;[Goethe]&quot;)?
d) Handlanger dunkler Maechte geworden (Konsequenz aus Gottesferne, dahingegeben, verstockt)?

LG Joerg

Fuer mich, vielleicht 30% a); 70% b); c) ist eher die Folge aus a) und b); d) &quot;passiert&quot; dann einfach automatisch

Andere Spekulationen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Moin Stephan,</p>
<p>kluge Antwort.&nbsp;</p>
<p>Was meinst Du, WARUM sind &#8222;<em>die Postevangelikalen in weiten Teilen nur die nützlichen Idioten</em>&#8222;?</p>
<p>a) kognitive Begrenzungen (meine anekdot. Empirie: bei weitem ueberwiegend keine MINT Leute)?<br />
b) unterbewusste Festlegungen (kadavermaesige Gruppenzugehoerigkeit; Scham vor Irrtumseingestehung; &#8222;es kann nicht sein, was nicht sein darf&#8220;)<br />
c) Dummheit im bonhoefferschen Sinn (mitselbstverschuldet im Strudel der Realitaetsverweigerung gefangen; „<em>Halb zog sie ihn, halb sank er hin.</em>[Goethe]&#8220;)?<br />
d) Handlanger dunkler Maechte geworden (Konsequenz aus Gottesferne, dahingegeben, verstockt)?</p>
<p>LG Joerg</p>
<p>Fuer mich, vielleicht 30% a); 70% b); c) ist eher die Folge aus a) und b); d) &#8222;passiert&#8220; dann einfach automatisch</p>
<p>Andere Spekulationen?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Stephan		</title>
		<link>https://theoblog.de/wenn-empirische-forschung-theologie-ersetzt/46604/comment-page-1/#comment-92429</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2025 09:03:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=46604#comment-92429</guid>

					<description><![CDATA[@Robert Renk:
Es ist m.E. keine spezielle Agenda der Postevangelikalen. Letztendlich ist seit bald 30 Jahren zu beobachten, wie eine gewisse politische Strömung so ziemlich jede Institution umbügelt, seien es Universitäten, Schulen, Behörden, Vereine, Kirchen, ... Das Gezerre um die Besetzung des BVerfG und die dort gehandelten Personalien hat das recht gut aufgezeigt.
Die Ev. Kirche ist bereits auf Linie - und wenn man sich die Presseberichte von 2016 zur Lettischen Kirche und dem Thema Frauenordination und der zugehörigen Meinung der EKD dazu ansieht, dann sieht man, wie international auch die Kirche umgekrempelt werden soll. Es ist kein deutsches Phänomen. 
Kirchentage bieten Malkurse zum &quot;weiblichen Südpol&quot; an, auf dem Berliner Kirchentag habe ich mehr Regenbogen als Kreuze gesehen, und da wundert mich hier im Artikel auch nicht mehr, dass die Erhebung im Südpol als &quot;Gottesbeweis&quot; angesehen bzw. als solcher verkauft wird. Solche Diskussionen zeigen übrigens, wie es mental um diejenigen steht, die an einer solchen Diskussion überhaupt noch teilnehmen. 
Die Katholische Kirche hat ihre &quot;Maria 2.0&quot; - Bewegung, &quot;Kirche von unten&quot; usw., auch da geht es ums Zersetzen und um Huldigung des Zeitgeistes. Die meisten Freikirchen haben schon kapituliert, das ging ratzfatz. Als ich mich dagegen aussprach, die Ausbildungsstätte auf staatlich anerkannte Abschlüsse zu trimmen, weil mir klar war, dass das erhebliche &quot;Kompromisse&quot; (das ist in dem Zusammhang ein Euphemismus) in den Lehrplänen bedeutet, gab es wenig Verständnis: &quot;das ist doch gut, dann haben die Absolventen einen staatlich anerkannten Abschluss und können auch woanders arbeiten&quot; bekam ich zu hören, die Anerkennung in der Welt und die wirtschaftliche Sicherheit der Absolventen hatte halt Priorität, das Gottvertrauen ist halt im Abwärtstrend, auch bei angehenden Pastoren.

Ich denke, die Postevangelikalen sind in weiten Teilen nur die nützlichen Idioten, die die Ziele einer politischen Strömung in ihrer jeweiligen Organisation durchsetzen sollen. Evangelikale sind Minderheiten, genau wie die vom Regenbogen umfassten Menschen, die auch nur Mittel zum Zweck sind.

Das Bestreben ist klar: Gott, göttliche Maßstäbe und Vorgaben, überhaupt die Vorstellungen darüber was die Bibel als Sünde definiert, sollen ausgemerzt werden. Wir sind da wieder bei Adam und Eva angelangt - deren Motivation war wissen zu wollen, was gut und böse ist, selbst sein wollen wie Gott, und genau das trennte sie von Gott. 
Nun könnte man sich darüber unterhalten, ob die Menschheit insgesamt mal wieder an diesem Punkt angelangt ist, ob der Satan die treibende Kraft ist, oder politische oder andere religiöse Strömungen, ob Gott die Menschen &quot;dahingegegeben&quot; hat (Röm 1), oder einfach nur kollektive menschliche Dummheit, die die Werteordnungen zersetzen wollen. Das wäre aber m.E. sinnlos.
Letztendlich können wir Gott nur bitten, dass wir selbst weiter treu in seinem Wort stehen und uns nicht verführen lassen, durch wen auch immer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Robert Renk:<br />
Es ist m.E. keine spezielle Agenda der Postevangelikalen. Letztendlich ist seit bald 30 Jahren zu beobachten, wie eine gewisse politische Strömung so ziemlich jede Institution umbügelt, seien es Universitäten, Schulen, Behörden, Vereine, Kirchen, &#8230; Das Gezerre um die Besetzung des BVerfG und die dort gehandelten Personalien hat das recht gut aufgezeigt.<br />
Die Ev. Kirche ist bereits auf Linie &#8211; und wenn man sich die Presseberichte von 2016 zur Lettischen Kirche und dem Thema Frauenordination und der zugehörigen Meinung der EKD dazu ansieht, dann sieht man, wie international auch die Kirche umgekrempelt werden soll. Es ist kein deutsches Phänomen.<br />
Kirchentage bieten Malkurse zum &#8222;weiblichen Südpol&#8220; an, auf dem Berliner Kirchentag habe ich mehr Regenbogen als Kreuze gesehen, und da wundert mich hier im Artikel auch nicht mehr, dass die Erhebung im Südpol als &#8222;Gottesbeweis&#8220; angesehen bzw. als solcher verkauft wird. Solche Diskussionen zeigen übrigens, wie es mental um diejenigen steht, die an einer solchen Diskussion überhaupt noch teilnehmen.<br />
Die Katholische Kirche hat ihre &#8222;Maria 2.0&#8220; &#8211; Bewegung, &#8222;Kirche von unten&#8220; usw., auch da geht es ums Zersetzen und um Huldigung des Zeitgeistes. Die meisten Freikirchen haben schon kapituliert, das ging ratzfatz. Als ich mich dagegen aussprach, die Ausbildungsstätte auf staatlich anerkannte Abschlüsse zu trimmen, weil mir klar war, dass das erhebliche &#8222;Kompromisse&#8220; (das ist in dem Zusammhang ein Euphemismus) in den Lehrplänen bedeutet, gab es wenig Verständnis: &#8222;das ist doch gut, dann haben die Absolventen einen staatlich anerkannten Abschluss und können auch woanders arbeiten&#8220; bekam ich zu hören, die Anerkennung in der Welt und die wirtschaftliche Sicherheit der Absolventen hatte halt Priorität, das Gottvertrauen ist halt im Abwärtstrend, auch bei angehenden Pastoren.</p>
<p>Ich denke, die Postevangelikalen sind in weiten Teilen nur die nützlichen Idioten, die die Ziele einer politischen Strömung in ihrer jeweiligen Organisation durchsetzen sollen. Evangelikale sind Minderheiten, genau wie die vom Regenbogen umfassten Menschen, die auch nur Mittel zum Zweck sind.</p>
<p>Das Bestreben ist klar: Gott, göttliche Maßstäbe und Vorgaben, überhaupt die Vorstellungen darüber was die Bibel als Sünde definiert, sollen ausgemerzt werden. Wir sind da wieder bei Adam und Eva angelangt &#8211; deren Motivation war wissen zu wollen, was gut und böse ist, selbst sein wollen wie Gott, und genau das trennte sie von Gott.<br />
Nun könnte man sich darüber unterhalten, ob die Menschheit insgesamt mal wieder an diesem Punkt angelangt ist, ob der Satan die treibende Kraft ist, oder politische oder andere religiöse Strömungen, ob Gott die Menschen &#8222;dahingegegeben&#8220; hat (Röm 1), oder einfach nur kollektive menschliche Dummheit, die die Werteordnungen zersetzen wollen. Das wäre aber m.E. sinnlos.<br />
Letztendlich können wir Gott nur bitten, dass wir selbst weiter treu in seinem Wort stehen und uns nicht verführen lassen, durch wen auch immer.</p>
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		Von: Robert Renk		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Robert Renk]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Oct 2025 14:40:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das tut so weh! Die Postevangelikalen haben eine Agenda, der überlieferte Glaube soll geschleift werden, ein Kotau vor dem Zeitgeist erfolgen.
Ich meine zwei Hauptgefahren für den Leib Jesu ausmachen zu können. Die oben genannten, die ihr Augenmerk auf die Ausbildungsstätten und christlichen Medien gerichtet haben, dicht gefolgt von den Extremcharismatikern die uns die jungen Leute infiltriert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das tut so weh! Die Postevangelikalen haben eine Agenda, der überlieferte Glaube soll geschleift werden, ein Kotau vor dem Zeitgeist erfolgen.<br />
Ich meine zwei Hauptgefahren für den Leib Jesu ausmachen zu können. Die oben genannten, die ihr Augenmerk auf die Ausbildungsstätten und christlichen Medien gerichtet haben, dicht gefolgt von den Extremcharismatikern die uns die jungen Leute infiltriert.</p>
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