- TheoBlog.de - https://theoblog.de -

Wenn Männer keine Freunde finden

Männer tun sich viel schwerer als Frauen, was Freundschaften anbetrifft. Byron Forrest Yawn, der ein christliches Buch über Männer geschrieben hast, nennt einige vorgeschobene Gründe:

Männer weichen dem Ausgesetzt-Sein durch Freundschaften aus, indem sie sich hinter verschiedenen – und recht vorhersehbaren – Fassaden verstecken. Sie versuchen, ihre Persönlichkeit auf diese Weise anderen gegenüber als real darzustellen. Das sind die Maßnahmen, mit denen sie die Menschen auf Armlänge entfernt halten. Das ist das Komische. Alles ist ein Spaß und jeder Spaß ist eine Ablenkung. Hier finden wir eine Missgestalt vor. Der Typ, der nie erwachsen wurde und sich hinter seinen Versäumnissen versteckt. Da ist der Geschäftsmann. Er ist zu beschäftigt, um sich für irgendjemanden zu interessieren. Er zieht sein Ding durch, während alle anderen nutzlose Zeitgenossen sind. Da ist der stille Mann. Er mag es nicht, sich zu öffnen. Da ist der Männer-Mann. Anderen Männern gegenüber durchschaubar zu sein, sieht er als Schwäche an. Da ist der Superheld. Er hat anscheinend gar keine Probleme. Er bezieht sich auf den verbreiteten Spruch: Wenn du dich versteckst, dann bitte hinter etwas, das größer ist als deine Probleme. Hey, Alter! Wir sehen dich!

Jetzt bist du wahrscheinlich überzeugt. Du sagst zu dir selbst: „Ich brauche Freunde. Ich geh dann mal los. Ich setze das auf meine Agenda. Welche Schritte muss ich unternehmen? Wo ist das passende Buch dafür?“ Okay Kumpel, hier ist der Deal. Wenn du erst ein Buch lesen musst oder die Anleitung für zwölf Schritte brauchst, wie man Freunde gewinnt, dann hast du ein viel ernsteres Problem. Denn Freundschaften zu schließen, sind so ungefähr das Natürlichste, zu dem wir als Menschen fähig sind.

Andere unter euch denken vielleicht, sie wären gute Freunde und hätten echte Freundschaften. Du triffst dich jede Woche mit
deinen Kumpeln. Sie wissen Bescheid über dein Leben. Du redest ganz offen mit ihnen. Aber warst du überhaupt ein Freund für sie? Wart ihr wirklich ehrlich untereinander oder habt ihr einander nur ertragen? Hast du etwas im Leben deines Bruders entdeckt und ihn damit laufen lassen? Gibt es da blinde Flecken, die er nicht erkennt, weil du ihn nie darauf hingewiesen hast? Nach Jahren des Redens: Hast du nur um den heißen Brei geredet in Bezug auf ihre Seelen oder bist du tiefer gegangen? Warum hast du nichts gesagt? „Ich will niemanden verletzen.“ Aber das ist nicht das Bild von biblischer Liebe. Biblische Liebe ist beides: einmischend und empfindsam. „Es geht mich nichts an.“ Natürlich hat keiner von uns die Aufgabe des Heiligen Geistes und viele Dinge sind wirklich nicht unsere Sache, aber wir sind dazu aufgerufen, Werkzeuge bei der Veränderung im Leben anderer zu sein. Die Menschenfurcht hält unsere Liebe und Anteilnahme auf eine ungesunde Distanz. Männer leiden jahrzehntelang an blinden Flecken, weil ihre Freunde zu liebenswürdig sind, um sie aufzudecken. Letzten Endes geht ja alles ,gut‘.

Das frisch auf den Markt gekommene Buch kann beim 3L Verlag bestellt werden: www.3lverlag.de.

– – –

Nachtrag vom 12.12.2016: Bei Abschreiben sind mir einige Fehler unterlaufen, die ich inzwischen (hoffentlich) korrigiert habe. Hier außerdem das Inhaltsverzeichnis und das Vorwort von John MacArthur: Inhaltsverzeichnis.pdf.