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	<title>Wissenschaft &#8211; TheoBlog.de</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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	<title>Wissenschaft &#8211; TheoBlog.de</title>
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		<title>T.S. Eliot: Christliche Bildung als Gebot der Stunde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2026 07:45:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[T.S. Eliot]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>T.S. Eliot schreibt in „Moderne Erziehung und humanistische Bildung“ (Essays 1, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1988, S. 212–221, hier S. 221): Mit der immer zunehmenden Verweltlichung der Welt im allgemeinen wird es zum dringenden Gebot der Stunde, daß Menschen, die sich zum Christentum bekennen, eine christliche Erziehung erhalten, die sowohl Erziehung für das weltliche Leben [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>T.S. Eliot schreibt in „Moderne Erziehung und humanistische Bildung“ (<em>Essays 1</em>, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1988, S. 212–221, hier S. 221):</p>
<blockquote>
<p>Mit der immer zunehmenden Verweltlichung der Welt im allgemeinen wird es zum dringenden Gebot der Stunde, daß Menschen, die sich zum Christentum bekennen, eine christliche Erziehung erhalten, die sowohl Erziehung für das weltliche Leben wie zur wahren Frömmigkeit sein sollte.</p>
</blockquote>
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		<title>Die Abschaffung der Kinderarbeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 10:21:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Marx]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was ich bei der Lektüre von Das Kapitel sehr bewegend fand, ist die Schilderung der Kinderarbeit in England. Die eindringlichste Schilderung findet sich in Kapitel 13 in Abschnitt 3a „Weiber- und Kinderarbeit“ (Karl Marx, Das Kapital, Bd. 1, 1959, S. 416 ff.). Auch christliche Fabrikanten werden in England oder Deutschland von der Kinderarbeit provitiert haben. Allerdings [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Was ich bei der Lektüre von Das Kapitel sehr bewegend fand, ist die Schilderung der Kinderarbeit in England. Die eindringlichste Schilderung findet sich in Kapitel 13 in Abschnitt 3a „Weiber- und Kinderarbeit“ (Karl Marx, <em>Das Kapital</em>, Bd. 1, 1959, S. 416 ff.). Auch christliche Fabrikanten werden in England oder Deutschland von der Kinderarbeit provitiert haben. Allerdings wäre es falsch, zu vermuten, dass die Christen im 19. Jahrhundert grundsätzlich über die Kinderarbeit erfreut waren. Ganz im Gegenteil waren es Christen, die z.B. in England für die Abschaffung der Kinderarbeit wirkten.</p>
<p>Alvin Schmidt schreibt in seinem Buch <a href="https://link.amazon/B08p0OOPe" target="_blank" rel="noopener"><em>Wie das Christentum die Welt veränderte</em></a> (#ad, 2009) dazu (S. 169–172):</p>
<blockquote>
<p>Im Laufe der Geschichte des Christentums kam es immer wieder vor, dass viele seiner Anhänger wie das Saatgut in Jesu Gleichnis vom Sämann waren, das unter die Dornen fiel; sie waren so mit dieser Welt und dem, was sie ihnen bot, beschäftigt, dass sie den Geist Christi erstickten und unfruchtbar wurden (Matthäus 13,22). Dieses Gleichnis ist ein treffendes Bild für die vielen Menschen bzw. Staaten, die in der Frühzeit der Industriellen Revolution in Westeuropa dem Namen nach Christen bzw. christlich waren, aber das, was Christus über die Barmherzigkeit und Nächstenliebe geboten hatte, schlicht weg ignorierten. Ein solches Land war England im 19. Jahrhundert.</p>
<p>Einer der großen Missstände der damaligen Zeit war der weit verbreitete Missbrauch der Kinderarbeit. Jungen und Mädchen im Alter von sieben bis vierzehn Jahren arbeiteten in Kohlebergwerken, wo sie oft auf allen Vieren durch die niedrigen Stollen krochen, um die Loren mit Kohle zu beladen. Ihre Kleidung war oft mangelhaft und zerlumpt und von dem Wasser in den Schächten durchnässt. Viele dieser Kinder hungerten. Eine Untersuchung bringt folgendes Beispiel: „Man zog zwei Jungen aus der Grube heraus &#8230; das Wasser tropfte an ihnen herunter, sie sahen so elend aus wie zwei ertränkte Ratten.“ Eine andere Form der Kinderarbeit bestand darin, dass kleine Jungen von offenen Kaminen aus den Schornstein hochklettern mussten, um ihn für den Schornsteinfeger, in dessen Dienst sie standen, zu reinigen. Solche und ähnliche Beispiele waren im frühindustriellen England an der Tagesordnung.</p>
<p>Diese Praktiken blieben nicht ohne Widerstand. Etliche mutige, integre Männer begannen, im Britischen Parlament für Gesetze zur Abschaffung der Kinderarbeit für Kinder unterhalb eines bestimmten Alters zu kämpfen. Zu den bekannteren gehörten u.a. William Wilberforce, Charles Dickens und Thomas Carlyle, aber der unermüdlichste Verfechter von Gesetzen gegen die Kinderarbeit war Anthony Ashley Cooper, auch bekannt als Lord Shaftesbury (1801-1885), der etliche Jahre Abgeordneter im englischen Parlament war. Die Triebfeder dieses unverdrossenen Kämpfers war die christliche Nächstenliebe. Mit 26 Jahren schrieb er: „Ich möchte nichts, als für Gott und mein Land nützlich zu sein.“ Der berühmte Prediger Charles Spurgeon sagte über seinen Zeitgenossen Shaftesbury: „Einen Mann, der so fest im Evangelium Jesu Christi steht und so aktiv ist für Gott und die Menschen, habe ich kein zweites Mal gefunden. In Jahren intensiver Bemühungen, mit zahllosen Reden, persönlichen Opfern und unermüdlicher Beharrlichkeit, konnte Shaftesbury die Verabschiedung mehrerer Gesetze erreichen, die das Los der arbeitenden Kinder spürbar verbesserten. Das erste solche Gesetz war der Factory Act von 1833, der die Arbeitszeit von Kindern unter 13 Jahren auf 48 Stunden pro Woche begrenzte. Weitere Gesetze folgten in den 1840-er Jahren. Drei neue Factory Acts wurden 1864, 1867 und 1871 Gesetz, 1875 schließlich (als Antwort auf das Ubel der Schornsteinfeger-Kinderarbeit) der Chimney Sweep Act – alle eine Frucht von Shaftesburys unermüdlicher Arbeit. Diese neuen Gesetze waren gewaltige Fortschritte, auch wenn sie noch nicht ausreichten, um die Kinderarbeit gänzlich abzuschaffen.</p>
<p>Im Laufe der Jahre führten weitere Gesetze schließlich zur Abschaffung aller Kinderarbeit in Fabriken, Mühlen und Bergwerken. Länder wie die USA, Deutschland und Frankreich folgten dem englischen Beispiel und erließen ebentalls Gesetze zur Verbesserung der Situation der Kinder. Noch 1938 verbesserten die USA den Schutz der Kinder durch den Fair Labor Standards Act. Heute ist die Kinderarbeit in den westlichen Ländern illegal, doch in China, Thailand, Bangladesh, Westafrika, Mexiko und anderen Ländern arbeiten heute noch bereits Siebenjährige in Fabriken, in der Textilindustrie und in der Landwirtschaft. 1997 schätzte die UNICEF, dass 2 bis 4 Millionen Kinder in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft Mexikos arbeiteten. 345 Wenn heute die Menschen im Westen schockiert reagieren, wenn sie hören, dass die Kinder arbeit noch in so vielen Ländern üblich ist, tun sie das, weil sie unbewusst von eben der Tradition christlicher Nächstenliebe geprägt sind, die die treibende Kraft im Lchen von Lord Shaftesbury war. Es war der Christ Shaftesbury, und nicht, wie manchmal behauptet wird, der Atheist Karl Marx, der das soziale Gewissen der Briten für das Übel der Kinderarbeit sensibilisierte. Als das englische Parlament 1833 aut Betreiben Shaftesburys den Factory Act verabschiedete, war Marx erst 15 Jahre alt.</p>
</blockquote>
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		<title>Derrick Jensen kritisiert die Queer-Theorie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 14:44:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Queer-Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Transgender]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der radikale Ökologist Derrick Jensen hat in der öffentlichen Bibliothek von Eugene in Oregon (USA) im Jahr 2018 anhand von Zitaten gezeigt, dass maßgebliche Vertreter der Queer-Theorie mit der Pädophilie sympathisieren. Was es auslösen kann, primäre Quelle zu zitieren, zeigt dieser Videomitschnitt:</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der radikale Ökologist Derrick Jensen hat in der öffentlichen Bibliothek von Eugene in Oregon (USA) im Jahr 2018 anhand von Zitaten gezeigt, dass maßgebliche Vertreter der Queer-Theorie mit der Pädophilie sympathisieren. Was es auslösen kann, primäre Quelle zu zitieren, zeigt dieser Videomitschnitt:</p>
<p><iframe title="Derrick Jensen: Anarchismus und die Gefahr der Queer Theory" width="580" height="325" frameborder="0" allowfullscreen="" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/Cb3-tlyuhVo" consent-required="38343" consent-by="services" consent-id="39573" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/Cb3-tlyuhVo?autoplay=1" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;68fc42420f7af8fcd35c5f2b35461d64&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;e2f1cca58f01efef85bb215f595a22c8&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/theoblog.de\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/68fc42420f7af8fcd35c5f2b35461d64-e2f1cca58f01efef85bb215f595a22c8.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Derrick Jensen: Anarchism and Queer Theory Jeopardy.&quot;,&quot;width&quot;:480,&quot;height&quot;:360,&quot;forceRatio&quot;:56.0344827586206832847892655991017818450927734375}"></iframe></p>
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		<title>Die Kirche und die Gründung der Universitäten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 14:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rodney Stark in Der Sieg des Abendlandes (#ad, 2019, S. 100–101): Bildung. Als sie von der Kirche im 12. Jahrhundert gegründet wurden, waren die Universitäten etwas gänzlich Neues unter der Sonne – eine Institution, die sich ausschließlich der höheren Bildung verschrieb. Diese christliche Erfindung war etwas völlig anderes als die chinesischen Akademien, auf denen Mandarine [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rodney Stark in <a href="https://link.amazon/B09I6jwTa" target="_blank" rel="noopener"><em>Der Sieg des Abendlandes</em></a> (#ad, 2019, S. 100–101):</p>
<blockquote>
<p>Bildung. Als sie von der Kirche im 12. Jahrhundert gegründet wurden, waren die Universitäten etwas gänzlich Neues unter der Sonne – eine Institution, die sich ausschließlich der höheren Bildung verschrieb. Diese christliche Erfindung war etwas völlig anderes als die chinesischen Akademien, auf denen Mandarine ihr Training erhielten, oder auch die Zen-Schulen. Den neuen Universitäten ging es nicht primär darum, überlieferte Weisheiten weiterzugeben. Stattdessen erlangten sie ihren Ruhm – nicht anders als es noch heute geschieht – stets durch Innovation. So versuchten die Professoren vor allem, ihren Studenten Mittel zur Aneignung von Wissen an die Hand zu geben. Sie gaben sich nicht damit zufrieden, von den Griechen übernommene Weisheiten wiederzukäuen, sondern waren bereits darauf eingestellt, die Altvorderen zu kritisieren und zu korrigieren.</p>
<p>Die beiden ersten Universitäten entstanden Mitte des 12. Jahrhunderts in Paris und Bologna. Um 1200 gründete man Oxford und Cambridge, gefolgt von einer ganzen Flut neuer Institutionen während des ganzen 13. Jahrhunderts: es entstanden Universitäten in Toulouse, Orléans, Neapel, Sevilla, Lissabon, Grenoble, Padua, Rom, Perugia, Pisa, Modena, Florenz, Prag, Krakau, Wien, Heidelberg, Köln, Budapest, Erfurt, Leipzig und Rostock. Ein verbreiteter Irrtum besagt, dass diese Häuser gar keine echten Universitäten gewesen seien, sondern nur aus drei oder vier Lehrern und einigen wenigen Dutzend Studenten bestanden. Aber auch das ist nicht wahr. Bereits im frühen 13. Jahrhundert schrieben sich zwischen 1000 und 1500 Studenten jeweils in Paris, Bologna, Oxford und Toulouse ein – in Paris waren es jedes Jahr sogar ca. 500 neue Studenten. Was die Qualität des Unterrichts angeht, darf man daran erinnern, dass in genau diesen Universitäten die Wissenschaft geboren wurde. Man beachte, dass diese Institutionen zutiefst christlich waren: alle Fakultäten unterstanden Ordensgemeinschaften und demzufolge auch alle frühen Wissenschaftler.</p>
</blockquote>
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		<title>Das „Aushängeschild der Diversität“ ist in Wahrheit ein Hochstapler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 14:18:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeist]]></category>
		<category><![CDATA[Bhaskar Vira]]></category>
		<category><![CDATA[Jason Arday]]></category>
		<category><![CDATA[Nathan Cofnas]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir dürfen gespannt darauf warten, ob es eines Tages eine Netflix-Serie zum Thema geben wird. Jason Arday war der jüngste schwarze Cambridge-Professor aller Zeiten. Doch seine außergewöhnliche Biographie soll er maßgeblich erfunden haben. Jetzt ist er zurückgetreten. Die Universität hatte die Berufung im Februar 2023 selbst als große Erfolgsgeschichte präsentiert. Der damalige Vizekanzler für Bildung, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir dürfen gespannt darauf warten, ob es eines Tages eine Netflix-Serie zum Thema geben wird. Jason Arday war der jüngste schwarze Cambridge-Professor aller Zeiten. Doch seine außergewöhnliche Biographie soll er maßgeblich erfunden haben. Jetzt ist er zurückgetreten. Die Universität hatte die Berufung im Februar 2023 selbst als große Erfolgsgeschichte präsentiert. Der damalige Vizekanzler für Bildung, Bhaskar Vira, bezeichnete Arday als „außergewöhnlichen Wissenschaftler“, der die Forschung in Cambridge erheblich voranbringen werde (vgl. <a href="https://www.tribuneindia.com/news/top-headlines/jason-arday-investigation-why-the-cambridge-professor-controversy-matters-beyond-one-academic/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>).</p>
<p>Die FAZ berichtet in „Das ‚Aushängeschild der Diversität‘ ist in Wahrheit ein Hochstapler“:</p>
<blockquote>
<p>Wer in 35 Tagen 30 Marathons läuft, neun davon mit einer Fissur im Oberschenkel, ist zweifellos ein Leistungssportler mit einer außergewöhnlich hohen Schmerztoleranz. Wer in sechs Tagen 600 Meilen zurücklegt, gehört vermutlich zu den besten Ausdauerläufern aller Zeiten: Der Weltrekord liegt bei 650 Meilen. Wer so etwas tut, um Spenden für karitative Zwecke zu sammeln, und in zwanzig Jahren über fünf Millionen Pfund einwirbt, erweist sich darüber hinaus als ebenso strebsamer wie wohltätiger Mensch. Oder aber er ist ein Lügner. Am späten Mittwochabend hat Jason Arday, Professor für Bildungssoziologie an der Universität Cambridge, seinen Rücktritt erklärt. Vorausgegangen waren immer neue Enthüllungen zu Unstimmigkeiten in seiner Biographie.</p>
<p>Auf den ersten Blick liest sich diese wie ein Aufsteigermärchen. Geboren 1985 als Kind ghanaischer Einwanderer, wuchs er in einer Londoner Sozialbausiedlung auf. Im Alter von drei Jahren wurde bei ihm Autismus diagnostiziert, erst mit elf lernte er sprechen, mit 18 lesen und schreiben. Damit war Arday vermutlich eines der am stärksten benachteiligten Kinder Großbritanniens.</p>
<p>Dennoch schaffte er es an die Universität, studierte Sport und Pädagogik, wurde 2015 an der John Moores University in Liverpool promoviert. Mit Forschungen zu rassistischen Strukturen im Bildungswesen machte er sich einen Namen. 2023 dann die Krönung: Arday wurde zum Professor an der Pädagogischen Fakultät in Cambridge berufen, als einer von nur sechs schwarzen Lehrstuhlinhabern der Universität und als jüngster aller Zeiten.  Zeitungsporträts feierten seinen mustergültigen Aufstieg per aspera ad astra.</p>
</blockquote>
<p>Das ist mehr als die Entlarvung einer Hochstablerei. Die gesamte Geschichte zeigt, wie traurig es um den Wissenschaftsbetrieb selbst an Eliteuniversitäten steht, wenn nicht Wahrheitsliebe, sondern Aktivismus im Vordergrund steht.</p>
<p>Mehr (hinter einer Bezahlschranke): <a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/cambridge-professor-als-hochstapler-entlarvt-jason-arday-tritt-zurueck-201101408.html" target="_blank" rel="noopener">www.faz.net</a>.</p>
<p>Ich empfehle außerdem ein Gespräch mit Nathan Cofnas (Talk von News UK):</p>
<p><iframe title="„Niemand wollte den Mund aufmachen!“ | Der Akademiker, der Jason Arday als Erster entlarvte" width="580" height="325" frameborder="0" allowfullscreen="" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/hXSHvO1Jqcc" consent-required="38343" consent-by="services" consent-id="39573" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/hXSHvO1Jqcc?autoplay=1" ></iframe></p>
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			</item>
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		<title>„Sexuellen Bildung“</title>
		<link>https://theoblog.de/sexuellen-bildung/47963/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2026 09:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualethik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einem IDEA-Beitrag zeichnet der Publizist Martin Voigt nach, wie die Ideen Helmut Kentlers (siehe hier) noch heute die Sexualerziehung in den Bildungseinrichtungen prägen.  Entscheidend für die Überführung von Kentlers Ansatz in die Schulen und Kitas war sein Meisterschüler, der Pädagoge Uwe Sielert. Er gründete 1988 das Institut für Sexualpädagogik (isp) und brachte Kentlers emanzipatorische [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/sexuellen-bildung/47963/">„Sexuellen Bildung“</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einem IDEA-Beitrag zeichnet der Publizist Martin Voigt nach, wie die Ideen Helmut Kentlers (siehe <a href="https://theoblog.de/das-kentler-experiment-2/41652/">hier</a>) noch heute die Sexualerziehung in den Bildungseinrichtungen prägen. </p>
<blockquote>
<p>Entscheidend für die Überführung von Kentlers Ansatz in die Schulen und Kitas war sein Meisterschüler, der Pädagoge Uwe Sielert. Er gründete 1988 das Institut für Sexualpädagogik (isp) und brachte Kentlers emanzipatorische Sexualpädagogik unter dem neuen Begriff „sexuelle Bildung“ in den Bildungsbetrieb ein. Über seinen Einfluss auf die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und mittelbar auch auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO), über Fortbildungen für zahlreiche Pädagogen und den Aufbau eines weit verzweigten sexualpädagogischen Netzwerks schuf Sielert nach und nach ein ganzes sexualpädagogisches Universum im Sinne Kentlers.</p>
<p>Nachdem die pädokriminelle Vergangenheit Kentlers publik wurde, distanzierte sich Sielert von Kentler. An der inhaltlichen Ausrichtung der Kentler-Sielert-Schule hat sich jedoch nichts geändert. Die Sexualpädagogik der „Falken“ entspricht dieser Kentler-Sielert-Schule. Sie steht ideologisch in einer Reihe mit der „Sexualpädagogik der Vielfalt“ (BELTZ), jenem von Elisabeth Tuider, Stefan Timmermanns, Mario Müller, Carola Koppermann und Petra Bruns-Bachmann erstellten Praxisbuch der „sexuellen Bildung“, das ab 2014 für bundesweite Aufregung sorgte.</p>
<p>So empfiehlt etwa eine Sexualpädagogik-Broschüre der „Falken“ eine Grabbelsack-Übung, bei der Achtjährige Sex-Spielzeug, „Lecktücher“, Kondome, Gleitgel, Holzpenisse und Vibratoren herausziehen und dazu etwas sagen sollen. Weitere Spiele wie „Sex-Salat“ oder „Schwul-Lesbisches Bingo“ zielen ebenso auf die Sexualisierung der Kinder.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.idea.de/das-netzwerk-hinter-der-sexuellen-bildung/?tx_felogin_login%5Baction%5D=login&amp;tx_felogin_login%5Bcontroller%5D=Login&amp;cHash=488a17c3d031de3986eef9bd20018626" target="_blank" rel="noopener">www.idea.de</a>.</p>
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		<title>Darf man öffentlich noch „Trans-Identitäten“ hinterfragen?</title>
		<link>https://theoblog.de/darf-man-oeffentlich-noch-trans-identitaeten-hinterfragen/47946/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 09:44:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Transgender]]></category>
		<category><![CDATA[Transsexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Professorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf möchte Trans-Identitäten in einer Vorlesung kritisch hinterfragen. Studentenverbände rufen zu einer Demonstration auf und fordern den Rauswurf der Professorin. Es ist nicht mehr zu übersehen: Aktivisten beschränken die Forschungs- und Meinungsfreiheit zunehmend. DIE WELT berichtet:  Ein wissenschaftlicher Vortrag sorgt einmal mehr für eine Kontroverse an einer deutschen Universität. Die Professorin [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Eine Professorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf möchte Trans-Identitäten in einer Vorlesung kritisch hinterfragen. Studentenverbände rufen zu einer Demonstration auf und fordern den Rauswurf der Professorin. Es ist nicht mehr zu übersehen: Aktivisten beschränken die Forschungs- und Meinungsfreiheit zunehmend.</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">DIE WELT berichtet: </p>
<blockquote>
<p>Ein wissenschaftlicher Vortrag sorgt einmal mehr für eine Kontroverse an einer deutschen Universität. Die Professorin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU), die sich kritisch mit „Trans-Identitäten“ auseinandersetzen will, ist ins Visier linker Studentenverbände geraten. Die Aktivisten fordern nicht weniger als den Rauswurf der Professorin und ein Campusverbot.</p>
<p>Die Professorin im Bereich Entwicklungspsychologie lehrt seit 2007 an der HHU. Zuvor forschte und unterrichtete sie fast zwei Jahrzehnte an renommierten US-Hochschulen. Es geht um einen Vortrag unter dem Titel „Entwicklung von Trans-Identität“.</p>
<p>„Die Psychologie-Professorin plant am Dienstag im Rahmen ihrer Veranstaltung Entwicklungspsychologie darüber zu sprechen, warum die Existenz von Trans*Identitäten wissenschaftlich nicht haltbar sei und die Verbreitung von ‚Trans-Ideologie‘ Kinder und Jugendliche gefährden würde“, heißt es in einem Demo-Aufruf, den unter anderem der sozialistisch-demokratische Studiverband Düsseldorf, die örtliche Juso-Hochschulgruppe und der Ring Christlich-Demokratischer Studenten verbreiten. „Diese Aussagen sind nicht nur menschenfeindlich, sondern auch wissenschaftlich falsch.“ Die Veranstaltung habe „somit nichts an einer Universität zu suchen“.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a5d716fc72232627649d969/duesseldorf-professorin-haelt-vortrag-ueber-trans-identitaeten-studenten-fordern-rauswurf-und-campus-verbot.html" target="_blank" rel="noopener">www.welt.de</a>.</p>
<p>VD: TJ</p>
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		<title>Die moralische Neuordnung Europas</title>
		<link>https://theoblog.de/die-moralische-neuordnung-europas/47934/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 09:28:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Individualismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rodney Stark]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rodney Stark schreibt (Der Sieg des Abendlandes, 2019, S. 54–55): Die Segnungen, die die Theologie der Vernunft mit sich brachte, waren nicht nur auf die Wissenschaften beschränkt. Von Beginn an zeigte sich das Christentum ebenso erfinderisch in seinen Entwürfen der menschlichen Natur und in Fragen der Moral. An erster Stelle standen Entwürfe grundlegender Menschenrechte, etwa [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Rodney Stark schreibt (Der Sieg des Abendlandes, 2019, S. 54–55):</p>
<blockquote>
<p>Die Segnungen, die die Theologie der Vernunft mit sich brachte, waren nicht nur auf die Wissenschaften beschränkt. Von Beginn an zeigte sich das Christentum ebenso erfinderisch in seinen Entwürfen der menschlichen Natur und in Fragen der Moral. An erster Stelle standen Entwürfe grundlegender Menschenrechte, etwa der Freiheit. Im Hintergrund solcher Ideen und Vorschläge gab es aber etwas noch Fundamentaleres: die „Entdekkung“ des Individualismus, letztlich des menschlichen Selbst.<br />Die Aussage, dass der Individualismus überhaupt erst entdeckt werden musste, erscheint dem modernen Geist absurd, und in gewissem Maß ist sie das auch. Alle normalen Menschen sehen sich als Einzelwesen mit einem je singulären Blick auf die Welt und einem völlig singulären Nervensystem. Dennoch betonen manche Kulturen die persönliche Eigenständigkeit, während andere die Kollektivität hervorheben und das Gespür für das Ich unterdrücken. Im zweiten Fall, der sich weltgeschichtlich weitaus häufiger findet, ist die Wahrnehmung des eigenen „Seins“ vielmehr ins Kollektive verlagert: jedes individuelle Recht, das jemand besitzt, wird nicht ihm selbst gewährt, sondern seiner Gruppe. Gleichzeitig ist sie es, die ihm Rechte überträgt und gewährt. Unter diesen Bedingungen glaubt niemand daran, dass er allein „der Meister seines Schicksals“ sei. Vielmehr drängt sich ihm der Fatalismus-Gedanke auf: denn das eigene Schicksal scheint nicht der eigenen Kontrolle zu unterliegen, sondern voll und ganz von äußeren Kräften bestimmt zu sein.</p>
<p>Selbst die griechischen Philosophen besaßen noch kein Konzept, das unserer Vorstellung einer „Person“ entsprochen hätte. So lag Platons Augenmerk, als er den Staat schrieb, auf der Polis, der Stadt, und nicht auf ihren Bürgern – er stellte sogar den Privatbesitz in Abrede. Im Gegensatz dazu legte das christliche politische Denken stets den Schwerpunkt auf den individuellen Bürger, und dieser Umstand prägte ganz entschieden die Ansichten späterer europäischer politischer Philosophen wie Hobbes und Locke. Hieran lag etwas ganz entschieden Revolutionäres, da die christliche Betonung des Individualismus letztlich eine „kulturelle Exzentrizität“ darstellte. Auch das Konzept der Freiheit gibt es in vielen, vielleicht sogar den meisten Kulturen überhaupt nicht. Sehr viele nicht-europäische Sprachen besitzen für Freiheit nicht einmal ein Wort.</p>
</blockquote>
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		<title>Bibel als Weltliteratur</title>
		<link>https://theoblog.de/bibel-als-weltliteratur/47920/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 07:26:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die neue Lektüreliste für texanische Schüler hat viel Kritik auf sie gezogen – auch, weil die Bibel in der Schule gelesen werden soll. Kritiker erkennen darin einen weiteren Schritt hin zu einer schleichenden Aushöhlung der Trennung von Staat und Religion, die in den USA vorgeschrieben ist. Doch sie erweist sich die Liste in manchen Aspekten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue Lektüreliste für texanische Schüler hat viel Kritik auf sie gezogen – auch, weil die Bibel in der Schule gelesen werden soll. Kritiker erkennen darin einen weiteren Schritt hin zu einer schleichenden Aushöhlung der Trennung von Staat und Religion, die in den USA vorgeschrieben ist. Doch sie erweist sich die Liste in manchen Aspekten als sinnvoll, wenn es um die Vermittlung literarischer Kompetenz geht – meint Reinhard Zöllner. </p>
<p>Er schreibt (FAZ, 11.07.2026, Nr. 158, S. Z2): </p>
<blockquote>
<p>Wer sich jedoch die Mühe macht, die siebzehnseitige Liste für die Jahrgangsstufen von Kindergarten bis Oberstufe tatsächlich zu lesen, stößt auf ein überraschend anderes Bild. Zweifellos ist der Lektüreplan insgesamt deutlich konservativer als vergleichbare Curricula in Europa. Er betont die amerikanische Gründungsgeschichte, die Verfassung, George Washington, Thomas Jefferson, Abraham Lincoln und die Geschichte von Texas. Daneben finden sich auch konservativ-libertäre Autoren wie die Atheistin Ayn Rand oder der schwarze Ökonom Thomas Sowell, der sich gegen Affirmative Action ausspricht. Der politische Akzent ist klar zu erkennen.</p>
<p>Aber für die Auswahl der biblischen Texte lässt sich eine solche Tendenz nicht ohne Weiteres behaupten. Der Kanon behandelt die Bibel nicht als Katechismus, sondern als Weltliteratur. Selbst wer den Lehrplanschreibern christlich-nationale Motive unterstellt, muss feststellen, dass das Ergebnis erstaunlich säkular und bildungsbürgerlich wirkt. Aufgenommen wurden insgesamt vierzehn biblische Geschichten und Texte, darunter aus dem Alten Testament die Geschichten von Noah, David und Goliath, Daniel in der Löwengrube, Psalm 23, Prediger 3 („Alles hat seine Zeit“), Hiob sowie der Sündenfall. Aus dem Neuen Testament kommen unter anderem die Seligpreisungen aus der Bergpredigt, das Gleichnis vom Verlorenen Sohn und das Hohelied der Liebe aus dem 1. Korintherbrief hinzu. Fast sämtliche ausgewählten Bibelstellen behandeln universale menschliche Fragen: Wie geht man mit Angst, Leid und Schuld um? Wie lebt man demütig? Was ist Liebe? Dies sind Themen, die man in Deutschland heute wohl als „Lebenskunde“ verstehen würde. Besonders aufschlussreich ist, was nicht auf der Liste steht. Ausgerechnet die Schöpfungsgeschichte fehlt. Wer in dem Lehrplan einen Versuch vermutet, den Kreationismus durch die Hintertür in den Englischunterricht einzuführen, dürfte überrascht sein. Statt Genesis 1 begegnen den Schülerinnen und Schülern erst Adam und Eva – als eine der großen Erzählungen über Freiheit, Schuld und menschliche Selbstüberschätzung. Die Zehn Gebote sind nicht dabei, ebenso keine Texte, die klassische christliche, aber konfessionell strittige Themen wie Rechtfertigung und Gnade, Kreuzigung, Auferstehung und Apokalypse behandeln. Nicht einmal Weihnachten kommt vor. Die Auswahl folgt insgesamt erkennbar nicht theologischen, sondern literarischen Kriterien. Viele der zu lesenden Texte sind zudem außerordentlich wirkmächtig; sie wurden in der Literatur- und Kulturgeschichte unzählige Male aufgegriffen.</p>
</blockquote>
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		<title>Die Normalität des Progressiven</title>
		<link>https://theoblog.de/die-normalitaet-des-progressiven/47913/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2026 07:51:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leider gibt es nur wenige Soziologen, die eine traditionssensible Gesellschaft verteidigen. Der jüdische Philip Rieff ist da eine rühmliche Ausnahme. Aber woran liegt das? Warum sind die allermeisten Soziologen progressiv?  James Manzi ist dieser Frage im englischen Sprachraum nachgegangen und zu dem Ergebnis gekommen, dass unter den Soziologen neunzig Prozent dem linken und nur fünf [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Leider gibt es nur wenige Soziologen, die eine traditionssensible Gesellschaft verteidigen. Der jüdische <a href="https://theoblog.de/philip-rieff/47768/">Philip Rieff ist da eine rühmliche Ausnahme</a>. Aber woran liegt das? Warum sind die allermeisten Soziologen progressiv? </p>
<p>James Manzi ist dieser Frage im englischen Sprachraum nachgegangen und zu dem Ergebnis gekommen, dass unter den Soziologen neunzig Prozent dem linken und nur fünf Prozent dem rechten politischen Spektrum zuzurechnen sind. Sein Vorgehen wirft sicher Fragen auf und am Ende ist das nichts anderes als ein „Eindruck“. Aber es scheint so, als ob es Verstärker gibt: „Wenn ein Großteil der Sozialwissenschaftler politisch nach links neigt, so ist nur folgerichtig, dass sich das in Summe auch auf ihre Forschung auswirkt. Man muss den Wissenschaftlern selbst keinen Strick daraus drehen. Vor persönlichen Vorannahmen ist niemand gefeit. Vielleicht begünstigt die Forschung mit dem ihr inhärenten Drang nach dem Neuen auch per se politisch progressive statt bewahrende Einstellungen. Problematisch ist jedoch, dass sich der Effekt ohne Gegenmaßnahmen mit der Zeit selbst zu verstärken droht, wie etwa der Soziologe Neill Gross gezeigt hat: Als links geltende Disziplinen ziehen mit der Zeit immer mehr linksgerichtete Nachwuchswissenschaftler an, was die Disziplinen wiederum linker macht.“</p>
<p>Hier ein weiterer Auszug aus einem FAZ-Artikel (27.05.2026, Nr. 120, S. N4):</p>
<blockquote>
<p>In diesem Zusammenhang sorgt nun eine Studie für Aufsehen, die eine signifikante und seit Jahrzehnten zunehmende Linksorientierung der angelsächsischen Sozialwissenschaften nachweisen möchte. Anders als viele vor ihm hat ihr Verfasser James Manzi, ein Doktorand der Soziologie an der University of Oxford, dafür nicht die persönlichen Einstellungen der Wissenschaftler in den Blick genommen, sondern ihre Forschung. Dieser Unterschied ist entscheidend. Denn wo ein Anthropologe oder ein Ökonom in der Wahlkabine sein Kreuzchen setzt, ist zunächst einmal ebenso gleichgültig wie die Frage, was sein Lieblingsessen ist. Sein politischer Standpunkt wird erst dann erheblich, wenn er sich auf seine Arbeit auswirkt. Dann führt eine Homogenität der Einstellungen womöglich zu Homogenität in der Forschung.</p>
<p>Für seinen Aufsatz „The ideological orientation of academic social science 1960-2024”, der im Fachjournal „Theory and Society” erschienen ist, hat Manzi die Abstracts von knapp sechshunderttausend englischsprachigen Aufsätzen aus den Sozialwissenschaften untersucht. Zunächst fütterte er ein sogenanntes Large Language Model (LLM), also eine Art Künstliche Intelligenz, mit den Texten von amerikanischen Politikern, Medien und Thinktanks, die gemäß Manzis Vorannahmen einen bestimmten Punkt auf einer Rechtslinks-Skala von 0 bis 10 repräsentieren sollten. So verband er den Wert 3 („conservative“) mit Ron DeSantis, der Zeitschrift „National Review“ und dem Thinktank „Heritage Foundation“, den Wert 7 („progressive“) wiederum mit Elizabeth Warren, der „New York Times“ und dem „Center for American Progress“. Sodann forderte Manzi die KI auf, die sozialwissenschaftlichen Abstracts auf dieser so definierten Skala zu verorten.</p>
<p>Das Ergebnis: Von den rund dreißig Prozent der Abstracts, die das LLM als „politisch relevant“ einstufte, ordnete es neunzig Prozent dem linken und nur fünf Prozent dem rechten politischen Spektrum zu. Jede einzelne der elf untersuchten Disziplinen neigt politisch nach links, von einem Durchschnittswert von 5,7 in den Wirtschaftswissenschaften über 6,9 in der Soziologie bis hin zu 7,6 in den Gender Studies. Diese Tendenz hat sich über die Jahrzehnte kontinuierlich verstärkt, nur in den politiknahen Disziplinen (wie Kriminologie oder Politologie) gab es in den Siebziger- und Achtzigerjahren, der Thatcher- und Reaganära, eine leichte Gegenbewegung nach rechts. Die am weitesten nach links tendierenden Disziplinen waren zugleich auch die politisch homogensten, diejenigen also mit der geringsten Streuung der politischen Standpunkte.</p>
</blockquote>
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