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	<title>Theologie &#8211; TheoBlog.de</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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	<title>Theologie &#8211; TheoBlog.de</title>
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		<title>Kinder leiden, wenn Eltern dauernd aufs Handy starren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 May 2026 11:23:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eltern brauchen ihr Smartphone als Werkzeug, Stressventil und zur Verbindung mit der Welt. Doch Kinder bemerken die ständige Ablenkung genau – und das kann ihnen nachhaltig schaden. Diie FAZ berichtet aus der Forschung zum Thema:  Aber eine kleine Beobachtungsstudie aus den Vereinigten Staaten zeigt, dass das Smartphone sich häufig zwischen Eltern und Kind drängt. Darin [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eltern brauchen ihr Smartphone als Werkzeug, Stressventil und zur Verbindung mit der Welt. Doch Kinder bemerken die ständige Ablenkung genau – und das kann ihnen nachhaltig schaden. Diie FAZ berichtet aus der Forschung zum Thema: </p>
<blockquote>
<p>Aber eine kleine Beobachtungsstudie aus den Vereinigten Staaten zeigt, dass das Smartphone sich häufig zwischen Eltern und Kind drängt. Darin wurde die Handynutzung von 58 Eltern mit ein bis fünf Jahre alten Kindern genau überwacht. Mutter und Vater holten das Gerät pro Tag im Schnitt 67 Mal für insgesamt vier Stunden hervor. Befragungen zeigen: 70 Prozent der Eltern geben zu, ihr Handy während des Spielens oder der gemeinsamen Mahlzeiten zu verwenden. 89 Prozent nutzen es täglich im Beisein ihrer Kinder.</p>
<p>Langsam wird klar, welche Folgen das haben kann. In einer Arbeit aus dem „Journal of Child and Family Studies“ ist zu lesen: „Die übermäßige Nutzung digitaler Geräte im Familienalltag hat die Eltern-Kind-Beziehungen grundlegend verändert, was zu einer zunehmenden Entfremdung innerhalb der Familie geführt hat und eine Generation von Kindern hervorgebracht hat, die inmitten der allgegenwärtigen Technologie um die Aufmerksamkeit ihrer Eltern konkurrieren.“</p>
</blockquote>
<p>Mehr (hinter einer Bezahlschranke): <a href="https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/wie-handys-der-beziehung-zum-kind-schaden-accg-200855355.html" target="_blank" rel="noopener">www.faz.net</a>.</p>
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		<title>Gottes einzigartige Rechtfertigungserklärung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 May 2026 13:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Syst. Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Eduard Böhl]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Veldman]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Veldman schreibt in „Böhl on Justification and Regeneration: Some Implications for Preaching and Pastoring“ (Unio Cum Christo 7, 2 (2021), S. 101): Wenn Böhl in seiner „Dogmatik“ von der Rechtfertigung im eigentlichen Sinne spricht, verweist er auf Römer 3,28 und insbesondere auf Vers 28: „Darum halten wir fest: Der Mensch wird aus dem Glauben [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Meine Veldman schreibt in „Böhl on Justification and Regeneration: Some Implications for Preaching and Pastoring“ (<em>Unio Cum Christo</em> 7, 2 (2021), S. 101):</p>
<blockquote>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Wenn Böhl in seiner „Dogmatik“ von der Rechtfertigung im eigentlichen Sinne spricht, verweist er auf Römer 3,28 und insbesondere auf Vers 28: „Darum halten wir fest: Der Mensch wird aus dem Glauben gerecht, ohne die Werke des Gesetzes“, den er als den „locus classicus“ für das richtige Verständnis der Rechtfertigungslehre bezeichnet. Wie wird man also vor Gott gerecht? Die Antwort lautet: nur durch die Zurechnung der Gerechtigkeit Christi und die Vergebung der Sünden vor dem Gericht Gottes <em>(in foro Dei)</em>.</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Böhl betont, dass die Rechtfertigung eine rechtliche und gerichtliche Angelegenheit ist. Die Ablehnung des Gesetzes (der Zehn Gebote) vor oder nach Christus würde daher die Rechtfertigungslehre untergraben, sowohl hinsichtlich der Sündenüberzeugung (Buße) als auch der Erlösung durch den aktiven und passiven Gehorsam Christi gegenüber dem Gesetz Gottes zugunsten seiner auserwählten Gemeinde. Tatsächlich findet die Gerechtigkeit Gottes, die dem Gläubigen zugerechnet wird, ihren Grund und ihre Grundlage im stellvertretenden Werk Jesu Christi, d. h. in seinem aktiven und passiven Gehorsam. Aus dieser Perspektive ist Römer 3,20 als Zusammenfassung dessen zu verstehen, was unmittelbar vor Vers 28 geschrieben steht, nämlich dass das Gesetz sowohl Heiden als auch Juden verurteilt, was impliziert, dass die Rechtfertigung (d. h. die Vergebung der Sünden und die Zurechnung der Gerechtigkeit Christi) ohne Rücksicht auf Werke des Gesetzes geschieht. Man wird allein durch den Glauben gerechtfertigt und als gerecht angesehen, allein aufgrund des Werkes des passiven und aktiven Gehorsams Christi.</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Folglich besteht laut Böhl Gottes einzigartige Rechtfertigungserklärung somit aus zwei Teilen: der Vergebung der Sünden und der Zurechnung der Gerechtigkeit Christi, die beide im Werk Jesu Christi für seine Kirche verwurzelt sind. Erstens tritt Christus vor dem Gericht Gottes an die Stelle des Sünders, damit Gott den Sünder als bedeckt und vergeben annimmt – das heißt, er wird ihm seine Sünden nicht mehr anrechnen. Diese negative Seite der Rechtfertigung wird in Römer 4,6–8 in Übereinstimmung mit Psalm 32,1–2 besonders hervorgehoben. Zweitens dienen auch die positiven Verdienste Christi dazu, ein Urteil zu sichern. Kraft des aktiven Gehorsams Christi wird der Sünder als gerecht angesehen und entspricht Gottes Gesetz. So wird der Mensch nicht nur um Christi willen von Schuld und der Strafe für seine Sünden freigesprochen, sondern gleichzeitig wird dem Sünder auch die Gerechtigkeit Christi positiv zugerechnet und ihm angerechnet, als wäre sie seine eigene.</p>
</blockquote>
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		<title>Die Aufblähung des Menschen als endlichen Subjekt</title>
		<link>https://theoblog.de/die-aufblaehung-des-menschen-als-endlichen-subjekt/47705/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 06:55:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[G.W.F. Hegel]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfhart Pannenberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wolfhart Pannenberg schreibt (Theologie und Philosophie, Göttingen: Vandenhoeck &#38; Ruprecht, 1996, S. 286–287): Gerade bei der Reflexion auf die unvermeidliche Endlichkeit menschlicher Denkvollzüge sollte jedoch Hegels Einsicht festgehalten werden, daß die Eliminierung Gottes aus unserem Erkennen durch die Verstandeskritik der Aufklärung zur Aufblähung des Menschen als endlichen Subjekts geführt hat, so als sei der Mensch [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wolfhart Pannenberg schreibt (<em>Theologie und Philosophie</em>, Göttingen: Vandenhoeck &amp; Ruprecht, 1996, S. 286–287):</p>
<blockquote>
<p>Gerade bei der Reflexion auf die unvermeidliche Endlichkeit menschlicher Denkvollzüge sollte jedoch Hegels Einsicht festgehalten werden, daß die Eliminierung Gottes aus unserem Erkennen durch die Verstandeskritik der Aufklärung zur Aufblähung des Menschen als endlichen Subjekts geführt hat, so als sei der Mensch in seiner Endlichkeit absolut. Man kann sich nicht in scheinbarer Demut auf die eigene Endlichkeit und das Bewußtsein nur endlicher Inhalte beschränken, ohne damit das Endliche als solches und vor allem die Endlichkeit des Menschen selber und das eigene Ich zum Absoluten zu machen und also faktisch an die Stelle Gottes zu setzen.</p>
</blockquote>
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		<title>Hegel und die Theologie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 13:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theologiegeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[G.W.F. Hegel]]></category>
		<category><![CDATA[H.J. Iwand]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Gegensatz zu Wolfhart Pannenberg (1928–2014) stand der Lutheraner Hans Joachim Iwand (1899–1960) dem Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770–1831) ausgesprochen kritisch gegenüber. Für Iwand war Hegel ein Hauptvertreter jener Denkbewegung im 19. Jahrhundert, die Geschichte, Geist, Kultur und menschliche Selbstentfaltung viel zu stark mit Gottes Offenbarung identifizierte. Iwand warf der Theologie im Fahrwasser Hegels [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Gegensatz zu Wolfhart Pannenberg (1928–2014) stand der Lutheraner Hans Joachim Iwand (1899–1960) dem Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770–1831) ausgesprochen kritisch gegenüber. Für Iwand war Hegel ein Hauptvertreter jener Denkbewegung im 19. Jahrhundert, die Geschichte, Geist, Kultur und menschliche Selbstentfaltung viel zu stark mit Gottes Offenbarung identifizierte. Iwand warf der Theologie im Fahrwasser Hegels vor allem vor, die reformatorische Sicht der radikalen Sündhaftigkeit des Menschen, der Unverfügbarkeit Gottes und der Rechtfertigung allein aus Gnade zu verniedlichen.</p>
<p>Zugleich war Iwand kein naiver Anti-Hegelianer. Er hatte erkannt, dass wir im 20. Jahrhundert mehr oder weniger hegelianische Luft atmen und uns gar nicht so ohne weiteres von seinem Einfluss losreißen können. Man muss Hegel zunächst einmal verstehen, um zu erkennen, wie allgegenwärtig er ist.</p>
<p>Sehr hilfreich wird das deutlich in seiner Vorlesung zur „Geschichte der protestantischen Theologie“, aus der ich hier gern mal einen längeren Abschnitt zitiere (Hans Joachim Iwand, <em>Theologiegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts: „Väter und Söhne“</em>, 2001. S. 188–191):</p>
<blockquote>
<p>Schleiermacher ist ganz gewiß der Theologe des neunzehnten Jahrhunderts geworden und gewesen. Hegel, sein großer Berliner Rivale, hat ihn nicht „aufzuheben“ vermocht. Hegel ist zwar nicht wegzudenken aus der Geschichte der Theologie, aber er wirkt wie ein Meteor, der einen Moment ein unerhört helles Licht ausstrahlt und dann wieder sich dem Auge entzieht. Ob er wohl wiederkommt? Ob etwa das zwanzigste Jahrhundert ihm die Reverenz erweisen wird, die ihm das neunzehnte versagte? Ob nicht Nietzsche, ob nicht Croce – ob nicht Spengler, ob nicht Heidegger, – ob nicht der östliche Marxismus wenn auch nicht Geist von seinem Geist, so doch sicher Fleisch von seinem Fleisch sind? Ob wir Deutschen nicht gut daran täten, uns diesen Mann ein wenig genauer anzusehen, zumal er wohl zur Zeit noch einiges mehr zu sagen hat als – Kant? Vielleicht hat der Neukantianismus uns allzulange den Aufmarsch der längst totgesagten Hegelschen Philosophie verborgen, bis sie auf einmal – wie eine Rachegöttin – als Tat und Ereignis über denen stand, die meinten, sie für immer beerdigt zu haben. Es gibt ein paar Dinge zwischen Himmel und Erde, von denen sich unser Verstand nichts träumen läßt. Ich würde fragen: Wissen wir eigentlich, daß wir Hegel die Dogmengeschichte verdanken, dieses spezifische Phänomen, wie es Ferdinand Christian Baur und Isaak August Dörner, auf anderer Ebene Gottfried Thomasius und Nathanael Bonwetsch ausbilden? Wissen wir, daß Hegels großer Schatten – freilich sehr verdünnt – hinter der Theologie Reinhold Seebergs steht? Wissen wir, daß auch eine scheinbar so innertheologische Erscheinung wie der Schriftbeweis von Johann Christian Konrad von Hofmann sich in Wahrheit nur im Hegelschen Denkraum vollziehen konnte? Und auch David Friedrich Strauß, auch Ludwig Feuerbach, auch all diese gescheiterten theologischen Existenzen bis hin zu Bruno Bauer und den „Freien“, jenen Berliner Radikalen – sie sind im Grunde genommen alle einmal von jenem Gipfel angezogen, vielleicht nur auf jene Höhe gezogen worden, um im Nebel irgendwo abzustürzen.</p>
<p>Wie der große Mann rechts und links von seinem Wege die zerbrochenen Versuche seiner Nachfolger und Weggenossen aufweist, so ist auch der Weg Hegels umsäumt von solchen Katastrophen – man weiß nicht, ob eine spätere Zeit auch Marx dazu rechnen wird. Aber auch noch die Katastrophen sind Ereignisse, sind nicht leere Nichtigkeiten, sondern sind Fehlzündungen gleich, die immerhin Zündungen sind und eine bestimmte Dynamik zur Entladung bringen. Die Theologiegeschichte jener Tage ist dadurch bestimmt, daß Hegel, der Tübinger Stiftler – der in seinen Frühschriften eigentlich nur theologische Probleme kennt, der schließlich immer wieder auf seinen Höhepunkten zur Geheimsprache der Theologie zurückkehrt – durch sie hindurchgegangen ist. Aus Tübingen und Erlangen ist Hegel nun einmal nicht wegzudenken. Aber schließlich ist seine Wirkung innerhalb der engeren Theologie immer noch begrenzt, immer noch domestiziert. Selbst Strauß, selbst Bruno Bauer haben nicht allzuviel bedeutet: Sie haben das Problem der Mythologisierung aufgeworfen, haben schießlich die Christusmythe als letztes halten wollen – aber da sie zu wenig vom eigentlichen Hegel in sich tragen, da sie nur die Destruktion, nicht die Konstruktion begriffen haben, bleiben sie schließlich doch ephemer. Immerhin, auch die großen Theologen wie I. A. Dörner und F. C. Baur sind Hegelianer – jedenfalls in gewissem Sinne. Hegel wirkt überall da stark, wo seine Idee von Dogma verstanden wird. Das Dogma ist ja jene Einheit, in der Denken und Gedachtes eins sind. Das Dogma hat zum Subjekt nicht den einzelnen Frommen, nicht dessen Erleben, nicht sein Erlösungsbedürfnis – sondern den Gesamtgeist, die Christenheit bzw. die Kirche. Hegel kann sich kein theologisches Denken vorstellen, das nicht vom Dogma herkäme und auf das Dogma hinzielte. Wie seine Methode endgültig ist, so ist ihr Inhalt dogmatisch. Freilich so dogmatisch, daß er die Kritik in sich aufgenommen, daß er auch die Negation seiner selbst umgreift. Was später ein Theologe wie Erik Peterson geschrieben hat: Das Dogma ist die Elongation des Leibes Christi – würde in dem Munde der Hegelianer lauten: Das Dogma ist die Elongation des Geistes Christi. </p>
<p>Denn mit der Erdenwanderung Christi hat – nach ihnen – erst die Offenbarung begonnen. Sie schreitet fort, in der Lehre expliziert sich durch ständige Negation die Wahrheit. Das Dogma ist also das Fortwirken, das eigentliche Leben des Geistes der Offenbarung. Kein Wunder, daß die Orthodoxen in Hegel einen Bundesgenossen sahen, der nicht nur dem Dogma seinen Platz zurückgab, sondern es auch zum Fundament der Philosophie machte. Hegel hat wieder gewagt, den Gottesbeweis in die Philosophie einzubeziehen und ihn zum Angelpunkt seines Ansatzes zu machen (das dürfte ein heimlicher Spinozismus, also dessen Axiomatik sein). Aber ob die Theologen ihn damit wirklich verstanden haben, ob sie nicht zu früh gejubelt haben, daß nun durch Hegel der Satz des finitum capax infiniti (Endliches vermag Unendliches zu fassen) gerechtfertigt sei, daß man endlich die philosophische Berechtigung der Inkarnation gefunden habe? Ob sie sich nicht ebenso geirrt haben, wie der preußische Staat, der sich schmeichelte, mit Hegel den rocher de bronce gefunden zu haben, auf den man in unsicheren Zeiten Dynastien gründen kann? </p>
<p>Denn andere haben es anders erlebt: Sie haben sich von Hegel losgerissen und sind erst, mit abgekehrtem Angesicht, Christen geworden – das größte Beispiel ist vielleicht Friedrich Julius Stahl. Der Pietismus roch hier, daß die Sache nicht stimmen konnte; ein Mann wie Kähler kannte eigentlich nur einen theologischen Antipoden, den er für gefährlich hielt – der Begriff des absoluten Geistes von Hegel, der Gott zum X da droben macht. Die Theologen, die – wie Kähler – am Dogma festhielten, ohne doch Hegelianer zu werden, sahen, daß hier der Gedanke einen Rang erhielt, den er in der Schrift nicht hat, und Kählers Gebet: </p>
<p>Führ aus den Gedanken ins Leben hinein, <br />ganz ohne Wanken dein Eigen zu sein  </p>
<p>liest sich wie die Bitte eines, der sich von Hegel mit Mühe losgerissen hat. </p>
<p>Aber es kommt noch eine andere Überlegung hinzu: Wir werden sehen, wie nahe uns manches von dem erscheint, was Hegel sagt. Ist es nicht doch seltsam, wie Gedanken Geschichte machen? Wir stehen heute in einer für die meisten von uns kaum übersehbaren Katastrophe. Wir gleichen zunächst noch den Schiffbrüchigen, die ins Wasser gestürzt und so stark mit ihrem endlichen Dasein beschäftigt sind, daß ihr Denken zunächst ganz davon bestimmt wird – also von dem praktischen Endzweck ihrer Handlungen. Aber wenn wir uns einmal erheben würden, wenn wir ein wenig Distanz dazu gewinnen könnten, ein wenig objektiver und härter das Gestern und vielleicht auch das Morgen der europäischen Katastrophe ins Auge faßten, dann würden wir wahrscheinlich immer wieder auf Hegels Spuren stoßen, würden sehen, daß dies sein Jahrhundert ist, würden erschrecken, daß die Orthodoxie auch heute noch nicht darüber hinausgekommen ist – wie sie auch heute noch nicht abgehen will von der These, daß der Staat das Allgemeine und darum das dem einzelnen Dasein Überlegene sei. Wer von uns weiß, wie tief wir alle in Hegel selbst drinstecken – und sei es nur in der Gewißheitsfrage, denn was suchen wir, wenn nicht die Identität des Glaubenden mit dem Geglaubten? Oder in der Frage der Mythologisierung – denn was heißt das, wenn nicht der Rückgang hinter die Vorstellungen auf den reinen Begriff? Oder in der Frage der politischen Moral – denn wie könnten wir sonst mit dem Gewissen (mit unserem bürgerlichen Gewissen) bei der Demokratie, mit dem Herzen aber (mit unserem eigentlichen Glauben) bei dem Staat von morgen, dem omnipotenten Staat stehen, der Macht und Recht in einem – also die eigentliche Manifestation Gottes ist?</p>
<p> Wenn wir heute – nach den Erkenntnissen und Erschütterungen, durch die wir gegangen sind, und angesichts derer, die uns bevorstehen – Hegel lesen, dann spüren wir förmlich, daß vor hundert Jahren die Entscheidungen fielen, die wir heute als unsere auszugeben belieben – daß wir nur die faktischen Auswirkungen jener Phänomene erfahren, die sich als gewaltige Ereignisse im Reiche des geistigen Lebens vollzogen und die im Namen und in der Sache, die Hegel vertrat, eine noch nicht absehbare Entwicklung eingeleitet haben.</p>
</blockquote>
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			</item>
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		<title>Die Theologie des Hebräerbriefs</title>
		<link>https://theoblog.de/die-theologie-des-hebraeerbriefs/47689/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 May 2026 08:48:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues Testament]]></category>
		<category><![CDATA[D.E. Johnson]]></category>
		<category><![CDATA[Hebräerbrief]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt ein neues Werk zum Hebräerbrief (#ad):  Dennis E. Johnson, Perfect Priest for Weary Pilgrims: A Theology of Hebrews. New Testament Theology. Wheaton, IL: Crossway, 2024. 216 S., ca. 23,00 €. Robert J. Cara schreibt dazu:  Dieses Buch, „Perfect Priest for Weary Pilgrims: A Theology of Hebrews“, ist Teil der RHebreweihe „New Testament Theology“, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" style="display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;" title="Hebr_.jpg" src="https://theoblog.de/wp-content/uploads/2026/05/Hebr_.jpg" alt="" width="262" height="405" border="0"></p>
<p>Es gibt ein neues Werk zum Hebräerbrief (#ad): </p>
<ul>
<li>Dennis E. Johnson, <a href="https://amzn.to/4tzov84" target="_blank" rel="noopener"><em>Perfect Priest for Weary Pilgrims: A Theology of Hebrews</em></a>. New Testament Theology. Wheaton, IL: Crossway, 2024. 216 S., ca. 23,00 €.</li>
</ul>
<p>Robert J. Cara schreibt dazu: </p>
<blockquote>
<p>Dieses Buch, „Perfect Priest for Weary Pilgrims: A Theology of Hebrews“, ist Teil der RHebreweihe „New Testament Theology“, herausgegeben von Thomas Schreiner und Brian Rosner. Ziel der Reihe ist es, sich auf die Theologie einzelner neutestamentlicher Bücher zu konzentrieren, dabei jedoch „die übergreifende Erzählung der Bibel und ihren christozentrischen Fokus im Blick zu behalten“ (S. xi). Dieses Ziel passt offensichtlich gut zu Johnsons Interessen und den vielen Themen im Hebräerbrief selbst, ganz zu schweigen davon, dass es das Herz jedes reformierten Christen erwärmt, der eine umfassende Bundestheologie bejaht. Im Vergleich zu anderen Büchern dieser Reihe enthält Johnsons Werk explizitere pastorale Anwendungen. Zum Beispiel: „Gottes pilgerndes Volk befindet sich nicht in freundlichem Gebiet … Der Hebräerbrief ist ein Geschenk an müde Pilger, um unseren Glauben zu nähren und unsere Ausdauer zu stärken, während wir uns durch die feindliche Wildnis dieser Welt zur himmlischen Stadt vorarbeiten“ (S. 165–66).</p>
<p>Was einleitende Fragen angeht, plädiert Johnson kurz für überwiegend traditionelle Schlussfolgerungen. Der Hebräerbrief war ursprünglich eine Predigt, die an eine überwiegend ethnisch jüdische Gemeinde gerichtet war, in der viele dieser jüdischen Christen von der breiteren jüdischen Gemeinschaft schikaniert wurden. Außerdem „stellten einige der Gemeindemitglieder die Hinlänglichkeit des Opfers Christi in Frage und warfen sehnsüchtige Blicke zurück auf die tröstlich vertrauten und sichtbaren Rituale des israelitischen Heiligtums“ (S. 20). Johnson sieht, „dass der ermahnende Zweck die theologische Diskussion prägt“ (S. 12). Und nein, der Verfasser des Hebräerbriefes ist nicht Paulus.</p>
<p>Wie zu erwarten, behandelt der größte Teil des Buches die theologischen Themen im Hebräerbrief auf sehr exegetische Weise, und Johnson tut dies auf bewundernswerte Weise. In Kapitel 1 beginnt er mit dem „Paradigma der Wüstenwanderung“ aus Hebräer 3,7–4,13. Er zeigt viele Aspekte des Zitats aus Psalm 95 und dessen Implikationen für heutige Gläubige auf. Was die umstrittene „Ruhe“ in Hebräer 4,3 und 4,11 betrifft, so ist diese gänzlich zukünftig und eschatologisch.</p>
<p>Johnson nutzt Hebräer 1,2 als Ausgangspunkt in Kapitel 2, um die vielen Verse im Hebräerbrief zu erörtern, die sich sowohl auf Gottes sich entfaltenden heilsgeschichtlichen Plan als auch auf Gottes Offenbarung beziehen. Interessanterweise kommt er zu dem Schluss, dass διαθήκη in Hebräer 9,16–17 sich auf „Bund“ und nicht auf „Testament“ bezieht. Er führt diese hermeneutische Diskussion in Kapitel 3 fort und konzentriert sich dabei auf die verschiedenen Arten, wie der Verfasser des Hebräerbriefes die alttestamentlichen Schriften interpretiert. So verwendet Johnson beispielsweise drei prägnante Sprüche, um einige der hermeneutischen Vorgehensweisen des Verfassers des Hebräerbriefes zu erfassen: „Wenn A so wäre, würde die Schrift nicht B sagen“; „Um wie viel mehr? Vom Guten zum Besseren, vom Schlechten zum Schlimmeren“; und „Das Schweigen der Schrift spricht“.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://journal.rts.edu/review/perfect-priest-for-weary-pilgrims-a-theology-of-hebrews/" target="_blank" rel="noopener">journal.rts.edu</a>.</p>
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		<title>Die große evangelikale Verwischung</title>
		<link>https://theoblog.de/die-grosse-evangelikale-verwischung/47677/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 12:37:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evangelikale]]></category>
		<category><![CDATA[Liberale Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Billy Graham]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Francis Schaeffer]]></category>
		<category><![CDATA[L'Abri]]></category>
		<category><![CDATA[Ranald Macaulay]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ranald Macaulay, verheiratet mit Susan, einer Tochter von Francis Schaeffer, schreibt in „Die große evangelikale Verwischung“: Als sich Schaeffer Anfang der 1930er-Jahre auf seine Ordination in der Presbyterianischen Kirche vorbereitete, hatte der Liberalismus der alten Schule die theologischen Seminare bereits erobert. Princeton war nicht mehr länger eine Bastion protestantischer Orthodoxie. Die Größen der Vergangenheit – [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ranald Macaulay, verheiratet mit Susan, einer Tochter von Francis Schaeffer, schreibt in „Die große evangelikale Verwischung“:</p>
<blockquote>
<p>Als sich Schaeffer Anfang der 1930er-Jahre auf seine Ordination in der Presbyterianischen Kirche vorbereitete, hatte der Liberalismus der alten Schule die theologischen Seminare bereits erobert. Princeton war nicht mehr länger eine Bastion protestantischer Orthodoxie. Die Größen der Vergangenheit – wie die beiden Hodges und B.B. Warfield – waren nicht mehr da, und die Gegenoffensive, die J. Gresham Machen (einer der wichtigsten Einflüsse auf Schaeffer) kurz zuvor zu starten versucht hatte, war gescheitert. Für seine Mühen war er seines Amtes enthoben und 1936 entlassen worden. Da die Kirche damals immer noch eine Stimme war, die gesellschaftliches Gewicht hatte, sorgte Machens Ausschluss für Schlagzeilen. Schaeffer hebt dies hervor, um die Schnelligkeit zu betonen, mit der sich die amerikanische Gesellschaft veränderte. Der begrenzte Respekt, den gewöhnliche Menschen für die alten Werte (z.B. die Heiligkeit der Ehe und das ungeborene Leben) hatten, war immer noch spürbar. Innerhalb nur eines Jahrzehnts wurde dies jedoch beiseitegefegt. Die alten Spielregeln galten nicht mehr: Die sogenannte sexuelle Befreiung hatte begonnen.</p>
<p>Interessanterweise macht Schaeffer die bibeltreuen Gemeinden selbst für diesen moralischen Verfall verantwortlich. Warum? Weil die Verantwortlichen, nichts unternommen hatten, um es zu verhindern, obwohl sie wussten, dass dies geschehen würde. Er sagt:</p>
<p>„Eben diese Umwälzung [die in den protestantischen Mainline-Kirchen von 1900 bis 1936 stattfand] legte die Grundlage für die kulturellen, sozialen, moralischen, gesetzlichen und staatlichen Veränderungen, die bis in unsere Gegenwart hineinreichen. Ohne diese Strömung in den Denominationen hätten die Veränderungen der letzten fünfzig Jahre in unserer Gesellschaft meiner Überzeugung nach doch sehr andersartige Ergebnisse hervorgebracht, als wir sie jetzt haben. Als sich die Reformationskirchen in ihrer Ansicht änderten, wurde der Konsens der Reformation untergraben.“</p>
<p>Nach 1936 begannen die Mainline-Denominationen stark an Mitgliedern zu verlieren. Warum sollte man in die Kirche gehen, wenn man dort nur moralische Plattitüden geboten bekam? Die bibeltreuen Denominationen hingegen erlebten einen Aufschwung. Ein unverhohlenes Bekenntnis zum Evangelium und zur historischen Zuverlässigkeit der Bibel erwies sich als attraktiv. Das Time-Magazin brachte sogar eine Titelgeschichte über dieses neue Phänomen: eine evangelikale Mehrheit in der amerikanischen Nation!</p>
</blockquote>
<p>Mehr von Ranald Macaulay über die Hintergründe zu Francis Schaeffers letztem Buch <a href="https://amzn.to/3Rlbr8J" target="_blank" rel="noopener"><em>Die große Anpassung</em></a> (#ad) hier: <a href="https://www.evangelium21.net/media/5148/die-grosse-evangelikale-verwischung" target="_blank" rel="noopener">www.evangelium21.net</a>.</p>
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		<title>Peter Stuhlmacher: Nur der Weinstock gibt den Reben das Leben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 15:18:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Stuhlmacher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Peter Stuhlmacher schreibt in seiner Biblischen Theologie des Neuen Testaments über Jesu Weinstockrede (#ad, Bd. 2, 1999, S. 267): Nach Joh 15,1–8 stellt sich das Verhältnis Jesu zur Jüngerschar wie das des Weinstocks zu den Reben dar. Diese Bildrede hat eine dreifache Pointe. Die erste besteht darin, daß nur der Weinstock den Reben Leben gibt, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Peter Stuhlmacher schreibt in seiner <a href="https://amzn.to/4v3qtPl" target="_blank" rel="noopener"><em>Biblischen Theologie des Neuen Testaments</em></a> über Jesu Weinstockrede (#ad, Bd. 2, 1999, S. 267):</p>
<blockquote>
<p>Nach Joh 15,1–8 stellt sich das Verhältnis Jesu zur Jüngerschar wie das des Weinstocks zu den Reben dar. Diese Bildrede hat eine dreifache Pointe. Die erste besteht darin, daß nur der Weinstock den Reben Leben gibt, die Reben ganz vom Weinstock leben und vernichtet werden, wenn sie nicht reichlich Frucht bringen. Im Klartext: Die Jünger leben aus der Liebe Jesu, sind aber auch (auf Gedeih und Verderb) dazu verpflichtet, in dieser Liebe zu bleiben (vgl. 15,9; 17,23). – Die zweite Pointe liegt darin, daß Jesus seine Jünger in 15,15 nicht mehr unwissende Sklaven <em>(douloi)</em>, sondern Freunde <em>(philoi)</em> nennt, die von wahrer Gotteserkenntnis erfüllt sind. Der Ehrentitel ,Freunde Jesu’  steht dem judenchristlich üblichen, auch in Apk 1,1; 2,20; 7,3 u.ö. beibehaltenen Wortgebrauch von <em>douloi Chrisou</em> oder <em>douloi Theu</em> für die Apostel und Gemeindeglieder (vgl. Röm 1,1; 6,15–23; 1Petr 2,16; Jak 1,1; Jud 1 usw.) gegenüber und hat sapientiale Wurzeln: Nach Weish 8,18 wird man von der <em>sophia</em> nicht versklavt, sondern ist mit ihr befreundet, und nach Weish 7,14.27 schafft die Weisheit durch den Eingang in heilige Seelen ,Freunde Gottes’. Die Freunde Jesu stehen also in einem besonders innigen Verhältnis zu ihrem Herrn. – Die dritte Pointe liegt in dem Begriff ,wahrer Weinstock’ (…). Da der Weinstock geläufiges Symbol für Israel ist (vgl. Ps 80,9), deutet die Metapher an, daß nicht das vorfindliche Israel, sondern Jesus und seine Jünger das wahre Gottesvolk bilden.</p>
</blockquote>
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		<title>Sinclair Ferguson: Alle Segnungen in Christus</title>
		<link>https://theoblog.de/sinclair-ferguson-alle-segnungen-in-christus/47671/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 06:44:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praktische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus Christus]]></category>
		<category><![CDATA[Sinclair Ferguson]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sinclair Ferguson schreibt in Union with Christ: The Blessings of Being in Him (#ad, 2025, S. 26): Was bedeutet es, „in Christus“ zu sein? Dazu gehören zweifellos die Segnungen des Evangeliums, wie Rechtfertigung, Kindschaft Gottes und Heiligung. Oft werden Christen diese Segnungen so vermittelt, als kämen sie in einer Art geradliniger chronologischer Reihenfolge zu uns [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sinclair Ferguson schreibt in <a href="https://amzn.to/4tLrzhD" target="_blank" rel="noopener"><em>Union with Christ: The Blessings of Being in Him</em></a> (#ad, 2025, S. 26):</p>
<blockquote>
<p>Was bedeutet es, „in Christus“ zu sein? Dazu gehören zweifellos die Segnungen des Evangeliums, wie Rechtfertigung, Kindschaft Gottes und Heiligung.</p>
<p>Oft werden Christen diese Segnungen so vermittelt, als kämen sie in einer Art geradliniger chronologischer Reihenfolge zu uns – zuerst erhält man die Rechtfertigung, die zur Erfahrung der Kindschaft führt, und dann, im Laufe der Zeit, die Heiligung. Dies wird manchmal als die goldene Kette der Erlösung beschrieben – eine Redewendung, die zumindest in England auf den großen elisabethanischen Prediger und Theologen William Perkins aus Cambridge (1558–1602) zurückgeht.</p>
<p>Denken Sie an die Worte des Paulus in Römer 8,30: „Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen; die er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt; die er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht.“ Diese Segnungen sind wie Glieder, die in einer Kette miteinander verbunden sind. Viele Christen haben diesen Ansatz als hilfreich empfunden, um darüber nachzudenken, wie das Evangelium auf uns angewendet wird. Doch er birgt ein potenzielles Risiko. Zum einen erwähnt Paulus keine „Kette“. Diese Metapher wird in den Text eingeschleust; sie entspringt nicht aus ihm selbst. Und wenn ich sage, dass „die Rechtfertigung zur Kindschaft führt und dann weiter zur Heiligung“, habe ich etwas Wichtiges ausgelassen.</p>
<p>Was fehlt?</p>
<p>Es geht nicht so sehr um das „Was“, sondern um das „Wer“. Man kann über diese Kette so sprechen, als ob diese Segnungen objektiv existierten, fast wie Güter, die Gott uns schenkt. Aber beachten Sie, dass wir bei der Aufzählung noch nicht einmal den Herrn Jesus Christus erwähnt haben. Doch nur in ihm gehören diese Segnungen uns. Die Gefahr, in die wir hier geraten können, besteht darin, die Segnungen des Evangeliums von der Person zu trennen, die selbst das Evangelium ist und in der allein, durch den Glauben an ihn, diese Segnungen uns zuteilwerden. Wir können sie nicht losgelöst von Christus erfahren. Und wenn wir Christus haben, dann gehören uns in ihm alle Segnungen.</p>
</blockquote>
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		<title>Themelios 51 (1/2026)</title>
		<link>https://theoblog.de/themelios-51-1-2026/47663/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 12:34:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[D.A. Carson]]></category>
		<category><![CDATA[Themelios]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift THEMELIOS ist der theologischen Arbeit von D.A. Carson gewidmet. Benjamin L. Gladd scheibt in „D. A. Carson’s Influence on Biblical Theology“: D. A. Carson hat uns gelehrt, dass biblische Theologie – und zwar gute – von einer hohen Wertschätzung der Heiligen Schrift abhängt. Deshalb stehen Evangelikale auf diesem Gebiet an [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" style="display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;" title="THEMELIOS_Carson.png" src="https://theoblog.de/wp-content/uploads/2026/05/THEMELIOS_Carson.png" alt="THEMELIOS Carson." width="356" height="467" border="0"></p>
<p>Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift THEMELIOS ist der theologischen Arbeit von D.A. Carson gewidmet. Benjamin L. Gladd scheibt in „D. A. Carson’s Influence on Biblical Theology“:</p>
<blockquote>
<p>D. A. Carson hat uns gelehrt, dass biblische Theologie – und zwar gute – von einer hohen Wertschätzung der Heiligen Schrift abhängt. Deshalb stehen Evangelikale auf diesem Gebiet an vorderster Front, und deshalb muss jede nachfolgende Generation die Autorität und Unfehlbarkeit der Heiligen Schrift erneut bekräftigen. Carson hat zudem eine Grundlage dafür geschaffen, Verbindungen zwischen den beiden Testamenten verantwortungsvoll nachzuzeichnen. Wir müssen uns ein hermeneutisches Modell für die Lektüre des Neuen Testaments zu eigen machen, das sowohl Kontinuität als auch Diskontinuität berücksichtigt. Die Waage zu sehr in eine Richtung zu kippen, schafft ein Ungleichgewicht, das dem Text nicht gerecht wird. Wenn evangelikale Gelehrte darüber nachdenken, welche Projekte sie in Zukunft schreiben sollten, wäre es klug, die Kontinuität und Diskontinuität der Schrift herauszuarbeiten.</p>
<p>Carson bewies eine ausgeprägte Fähigkeit, andere Gelehrte zusammenzubringen und mit ihnen zusammenzuarbeiten. Dies ist einer der Gründe, warum es so viele NSBT-Bände gibt und warum er eine atemberaubende Anzahl von Projekten herausgegeben hat. Er war stets auf der Suche nach neuen Entwicklungen und Erkenntnissen, die die Wahrheit der Bibel ans Licht brachten; er erkannte Lücken in der Literatur und war entschlossen, diese zu schließen. Wenn Evangelikale das Erbe Carsons fortsetzen wollen, müssen sie dies als Team tun. Wir sind schließlich „Diener Christi und Verwalter der Geheimnisse Gottes“ (1 Kor 4,1).</p>
<p>Die Ausgabe kann hier heruntergeladen werden: <a href="https://www.thegospelcoalition.org/themelios/" target="_blank" rel="noopener">www.thegospelcoalition.org</a>.</p>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/themelios-51-1-2026/47663/">Themelios 51 (1/2026)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
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		<title>Kyla Gillespie: Jesus hat mich gerettet</title>
		<link>https://theoblog.de/kyla-gillespie-jesus-hat-mich-gerettet/47651/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 07:24:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praktische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Kyla Gillespie]]></category>
		<category><![CDATA[Transgender]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kyla Gillespie erfuhr in ihrer eigenen Familie viel Ablehnung, die sie durch Alkohol und andere Dinge zu kompensieren suchte. Auch die Trans-Ideologie wirkte verlockend. Als Frau geboren, lebte sie sechs Jahre lang als Mann. Dann zeigte Gott ihr ihre wahre Identität. Mit 19 begann ich, meinen Stress im Alkohol zu ertränken. Es folgten Filmrisse, Partys, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/kyla-gillespie-jesus-hat-mich-gerettet/47651/">Kyla Gillespie: Jesus hat mich gerettet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kyla Gillespie erfuhr in ihrer eigenen Familie viel Ablehnung, die sie durch Alkohol und andere Dinge zu kompensieren suchte. Auch die Trans-Ideologie wirkte verlockend. Als Frau geboren, lebte sie sechs Jahre lang als Mann. Dann zeigte Gott ihr ihre wahre Identität.</p>
<blockquote>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Mit 19 begann ich, meinen Stress im Alkohol zu ertränken. Es folgten Filmrisse, Partys, Glücksspiel und eine Reihe gescheiterter gleichgeschlechtlicher Beziehungen. Es dauerte nicht lange, bis mein Glaube fast nicht mehr existierte. Ich wählte das Leben, von dem ich glaubte, es zu wollen, über meine Beziehung zu Gott. Doch als der Alkohol eine gefährliche Abwärtsspirale auslöste, entschied ich mich, in ein christliches Rehabilitationszentrum zu gehen.</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Dort wurde ich trocken, doch mein Kampf mit gleichgeschlechtlicher Anziehung und Geschlechtsdysphorie ging weiter. Um den Krieg in meinem Inneren zu gewinnen, beschloss ich, von weiblich zu männlich zu wechseln. Zwei Jahre später, nach Hormontherapie, Operationen und tiefgreifenden Veränderungen meines Lebensstils, konnte ich endlich unbemerkt als Mann durch die Welt gehen.</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Ich änderte meinen Namen von Kyla zu Brycen. Ich war am Ziel angekommen. Bei jedem Schritt dieses Prozesses wartete ich sehnsüchtig auf die Zufriedenheit und Erleichterung, die sicherlich folgen würden. Doch sie kamen nie. Die Veränderung meines Körpers hatte die Zerbrochenheit in meinem Inneren nicht geheilt.</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">…</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Mein ganzes Leben lang hatte ich nach Einklang gesucht, nach einer Art tiefem, dauerhaftem Frieden. Und ich fand ihn nur in Jesus, dem, der rettet.</p>
</blockquote>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Mehr: <a href="https://www.christianitytoday.com/2026/03/testimony-born-woman-transgender-detransition/" target="_blank" rel="noopener">www.christianitytoday.com</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/kyla-gillespie-jesus-hat-mich-gerettet/47651/">Kyla Gillespie: Jesus hat mich gerettet</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
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