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	<title>Syst. Theologie &#8211; TheoBlog.de</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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	<title>Syst. Theologie &#8211; TheoBlog.de</title>
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		<title>Der lange Schatten von Paul Tillich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 07:39:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographien]]></category>
		<category><![CDATA[Emerging Church]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Tillich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Dezember 2010 habe ich hier im TheoBlog kurz auf die Radiosendung „Grenzgänger der Liebe: Karl Barth und Paul Tillich im Wechselspiel ihrer Beziehungen“ hingewiesen (der Audiobeitrag ist inzwischen beim BR nicht mehr zu finden). Berichtet wurde darin über Karl Barths Verhältnis mit Charlotte von Kirschbaum (vgl. hier), und Paul Tillichs Leben „on the boundary-line“. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Dezember 2010 habe ich <a href="https://theoblog.de/grenzganger-der-liebe-karl-barth-und-paul-tillich/10450/">hier im TheoBlog</a> kurz auf die Radiosendung „Grenzgänger der Liebe: Karl Barth und Paul Tillich im Wechselspiel ihrer Beziehungen“ hingewiesen (der Audiobeitrag ist inzwischen beim BR nicht mehr zu finden). Berichtet wurde darin über Karl Barths Verhältnis mit Charlotte von Kirschbaum (vgl. <a href="https://www.nzz.ch/feuilleton/buecher/karl-barths-dreiecksbeziehung-wie-liebe-seine-theologie-praegte-ld.1929307" target="_blank" rel="noopener">hier</a>), und Paul Tillichs Leben „on the boundary-line“. Zu hören war im O-Ton etwa Max Horkheimer, der über Tillich verniedlichend die Auskunft gab:</p>
<blockquote><p>Wenn sie mit ihm ausgingen und man stand vor einem schönen Lokal, auch sogar vor einem Nachtlokal, so konnte er durchaus sagen, wollen wir nicht da hineingehen. Und er hätte sich gut unterhalten. Aber, in einer Weise, die das, was Treue heißt, nicht berührte. Er war fähig, Menschen die Treue zu halten. Ohne dass er gegen andere Menschen verschlossen wurde.</p></blockquote>
<p>Hanna Tillich wurde mit den Worten zitiert (Hannah Tillich: <em>Ich allein bin</em>, S. 184):</p>
<blockquote><p>Als ich Paulus’ Vorliebe für Pornographie entdeckte, war ich schockiert und verstört. Ich weinte und war so entsetzt über das verzerrte Menschenbild, das in meinen Augen dahinter stand, dass ich mich einem befreundeten Psychoanalytiker anvertraute, der mir half, die Motive zu verstehen, die der Beschäftigung mit Pornographie zugrunde liegen. Daraufhin versuchte ich von mir aus, Paulus mit pornographischer Lektüre zu versorgen, was natürlich nicht funktionierte, da der Hauptreiz für ihn ja darin lag, sie vor mir geheim zuhalten. Dennoch benutzte er mich, um bestimmte Bücher zu bestellen, und natürlich hatten seine vielen Freundinnen Spaß daran.</p></blockquote>
<p>Tillich holte sich in den Grenzerfahrungen sado-masochistischer Sexualpraxis Energie für seine theologische und politische Arbeit. Viele Freunde und Bekannte wussten das. Doch den Lesern seiner theologischen Werke blieb das in der Regel verborgen.</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Peter Bruderer hat sich nun die Mühe gemacht, diesem „Mysterium” auf den Grund zu gehen. Herausgekommen ist ein gründlich recherchierter Aufsatz, der nebenbei nachzeichnet, dass Paul Tillich unter Postevangelikalen gerade eine Renaissance erlebt. Zitat:</p>
<blockquote>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">In der Theologie verhält es sich ähnlich wie in der Musik oder Mode. Trends lösen einander ab, während altbekannte Themen und Persönlichkeiten immer wieder eine Renaissance erleben. So ist es auch bei Paul Tillich (1886–1965).</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">In den vergangenen zirka 15 Jahren beginnen die theologischen Ideen von Tillich bei Aushängeschildern der Emergent-Church-Bewegung wie zum Beispiel Brian McLaren, Rob Bell oder Tripp Fuller wieder zu zirkulieren. So wies ein Gastbeitrag auf dem Blog von Tripp Fuller im Jahr 2013 auf die vielen Parallelen zwischen der Theologie von Paul Tillich und den Inhalten des Rob-Bell-Buches „What We Talk About When We Talk About God“ hin. In einem weiteren Artikel aus dem Jahr 2014 würdigt Brian McLaren Tillich, indem er ihn mit einem Arzt vergleicht, der einem Patienten eine anspruchsvolle, aber dringend notwendige Chemotherapie verschreibt.</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Ähnliche Töne sind bei den heutigen Erben der Emergent-Church-Bewegung zu hören, die sich in den postevangelikalen Netzwerken sammeln. So begründet beispielsweise der bekannte Songwriter Martin Pepper im Jahr 2018 seinen Eintritt in die Evangelische Kirche in Deutschland unter anderem mit Paul Tillich. In einem Facebook-Post erklärt er, er habe sich „mit Faszination durch die Systematische Theologie von Paul Tillich“ durchgearbeitet und „autodidaktisch alle wichtigen Veröffentlichungen von ihm mehrfach durchgearbeitet“.</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Der Theologe Thorsten Dietz hat im Jahr 2020 das Wirken von Tillich in einem ausführlichen und vielgesehenen Beitrag auf dem Worthaus-Portal präsentiert. Damit liegt er möglicherweise (mit) am Ursprung der kleinen Tillich-Renaissance im deutschsprachigen, postevangelikalen Milieu. Auch Martin Thoms, das jüngste Mitglied in der postevangelikalen Elite, hat Tillich gelesen und dabei erkannt: „Gott und Welt sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Wirklichkeit.“ Denn „Gott ist die Tiefe des Seins“. Zuletzt hat der junge Theologe Manuel Gräßlin in seinem vielbeachteten Buch „Theophobie – Warum Gott nicht sicher, aber gut ist“ (2026, SCM Brockhaus) in die Lobeshymne auf Paul Tillich eingestimmt. Als Pastor einer ICF-Gemeinde kann Gräßlin dem evangelikalen Milieu zugerechnet werden. In seinem Buch bezeichnet er Tillich als „großen Theologen des 20. Jahrhunderts“ und basiert seine eigenen Gedanken über Zweifel auf dessen „klugen theologischen Überlegungen“.</p>
</blockquote>
<p>Das von Tillich entwickelte Korrelationsprinzip hat auch meines Erachtens sehr wirkmächtig zur Entstehung des dekonstruktivistischen Postevangelikalismus beigetragen. Frau Anika Rönz hatte 2012 meine Sichtweise zutreffend wiedergegeben (Materialdienst der EZW, <em>Zeitschrift für Religions- und Weltanschauungsfragen</em>, 75. Jg., 7/12, S. 257–263, hier S. 260–261):</p>
<blockquote><p>So formuliert beispielsweise Ron Kubsch, Dozent am Martin Bucer Seminar und aktiver Blogger, folgende Vorbehalte: Zum einen problematisiert er den „pluralistischen Denkstil“ von Christinnen und Christen, die der Emerging-Church-Bewegung zuzurechnen sind. Dieser steht für ihn im Gegensatz zur biblischen Forderung nach einem unterscheidenden Denken. Hinzu kommt für ihn eine von der Emerging-Church-Bewegung betriebene Relativierung der Schriftautorität, die sich über das Sola-Scriptura-Prinzip des Protestantismus hinwegsetze und die Bibel nach dem Korrelationsprinzip nach Paul Tillich in einer Wechselbeziehung zwischen biblischer Wahrheit und kulturellen Kategorien auslege. Ebenso wirft er der Bewegung eine Verengung der Sünden- und Sühnopferlehre vor: Indem sie das Sühnopfer Jesu vor dem Hintergrund eines bestimmten Gottesbildes ablehne, verkürze sie die biblische Lehre von Sünde und Sühne. Als einen weiteren Kritikpunkt nennt Kubsch schließlich eine „Religionsvermischung“ und kritisiert hiermit zum einen die Übernahme von Praktiken aus anderen religiösen Traditionen (wie Yoga, Meditation etc.) als auch die schon angesprochene, innerhalb der Bewegung recht verbreitete theologisch-inklusivistische Haltung. Die Aussage beispielsweise, man könne gleichzeitig Hindu sein und Jesus nachfolgen, hält Kubsch für eine „merkwürdige“ Verzerrung des neutestamentlichen Verständnisses. Grundsätzlich sieht er das postmoderne Denken, wie es beispielsweise von Hegel, Nietzsche und Heidegger vertreten wurde, mit dem grundlegenden Gedanken der „Nicht-Existenz einer Metaregel“ im extremen Gegensatz zum Evangelium: „Streng genommen ist das Evangelium innerhalb eines postmodernen Bezugsrahmens überhaupt nicht verstehbar.“</p></blockquote>
<p>Hier der empfehlenswerte Aufsatz von Peter Bruderer: <a href="https://danieloption.ch/sexualitaet/der-lange-schatten-von-paul-tillich/?fbclid=IwdGRleAUUaBhwZG9mBWZkaWQWUOYfrVxROi3Nn_FvtgBDlwUjYoZ3iGV4dG4DYWVtAjExAHNydGMGYXBwX2lkDzE3Mzg0NzY0MjY3MDM3MAABHskBHV3voZIXNNlMDQcnznCwUrSJTIzT1MaRPIlISKwlGU_ePul0oPydq2J1_aem_2ZqYwMfZMRJf1lwz17ZmZQ&amp;__readwiseLocation" target="_blank" rel="noopener">danieloption.ch</a>.</p>
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		<title>Frankreich will Abtreibungsgesetzgebung weiter lockern</title>
		<link>https://theoblog.de/frankreich-will-abtreibungsgesetzgebung-weiter-lockern/48125/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Sep 2026 17:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Abtreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Gewissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2024 wurde die sogenannte „Freiheit zur Abtreibung“ in der französischen Verfassung verankert. Nun plant das Gesundheitsministerium zusätzlich längere Fristen und sogar das Ende der Gewissensklausel, die Personal bisher vor dem Antreibungszwang schützt.  DIE TAGESPOST schreibt: Die „besondere Gewissensklausel“ schützt bisher Ärzte und Hebammen ausdrücklich davor, selbst eine Abtreibung vornehmen zu müssen. Laut der französischen Zeitschrift [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>2024 wurde die sogenannte „Freiheit zur Abtreibung“ in der französischen Verfassung verankert. Nun plant das Gesundheitsministerium zusätzlich längere Fristen und sogar das Ende der Gewissensklausel, die Personal bisher vor dem Antreibungszwang schützt. </p>
<p>DIE TAGESPOST schreibt:</p>
<blockquote>
<p>Die „besondere Gewissensklausel“ schützt bisher Ärzte und Hebammen ausdrücklich davor, selbst eine Abtreibung vornehmen zu müssen. Laut der französischen Zeitschrift „Tribune Chrétienne“ würde ihre Abschaffung nicht nur bedeuten, dass sämtliche allgemeinen Gewissensrechte des medizinischen Personals entfielen. Der Schritt hätte darüber hinaus erhebliche symbolische Bedeutung: Der besondere Charakter der Abtreibung, der bislang einen eigenen gesetzlichen Gewissensschutz begründet, würde dadurch relativiert: Die Abtreibung „wird zu einer Gesundheitsleistung unter vielen, deren moralische Besonderheit ausgelöscht werden soll.“</p>
<p>Im Strategiepapier des Ministeriums erscheint die Gewissensklausel nicht bloß als mögliches organisatorisches Hindernis. Ihre Existenz wird mit der „anhaltenden Stigmatisierung“ der vorgeburtlichen Kindstötung in Verbindung gebracht, was den Gewissensvorbehalt politisch unter Rechtfertigungsdruck bringt.</p>
<p>Außerdem sieht der „Fahrplan“ vor, instrumentelle Abtreibungen in weiteren Einrichtungen (Zentren für sexuelle Gesundheit, multidisziplinäre Gesundheitszentren) anzubieten, entsprechende Kompetenzen von Hebammen auszubauen und die „Versorgung“ von Frauen zu verbessern, die sich dem Ende der gesetzlichen Frist nähern. Als ausdrückliche Ziele nennt das Gesundheitsministerium die „Verringerung territorialer und sozialer Ungleichheiten“, den Ausbau des Angebots und den Kampf gegen die „Stigmatisierung“ der Abtreibung.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.die-tagespost.de/politik/frankreich-bereitet-weitere-lockerung-der-abtreibungsgesetzgebung-vor-art-278600" target="_blank" rel="noopener">www.die-tagespost.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>Sterbehilfe bleibt in Großbritannien eine Straftat</title>
		<link>https://theoblog.de/sterbehilfe-bleibt-in-grossbritannien-eine-straftat/48123/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Sep 2026 05:56:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Sterbehilfe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Gesetzesinitiative zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe ist im britischen Parlament überraschend gescheitert. Die FAZ berichtet: Befürworter der Sterbehilfe in Großbritannien haben bei einer Abstimmung im Parlament einen überraschenden Rückschlag erlitten. Die Mehrheit der Abgeordneten des Unterhauses stimmte am Freitag nach einer emotionalen Debatte unerwartet gegen ein Gesetz zur Legalisierung der Sterbehilfe in England und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Gesetzesinitiative zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe ist im britischen Parlament überraschend gescheitert. Die FAZ berichtet:</p>
<blockquote>
<p>Befürworter der Sterbehilfe in Großbritannien haben bei einer Abstimmung im Parlament einen überraschenden Rückschlag erlitten. Die Mehrheit der Abgeordneten des Unterhauses stimmte am Freitag nach einer emotionalen Debatte unerwartet gegen ein Gesetz zur Legalisierung der Sterbehilfe in England und Wales. Der Entwurf hätte die Sterbehilfe unter bestimmten Voraussetzungen für Erwachsene erlaubt, die todkrank sind und weniger als sechs Monate zu leben haben. Bislang gilt Beihilfe zum Suizid als Straftat.</p>
<p>Noch im vergangenen Jahr hatten die Abgeordneten für einen Gesetzentwurf gestimmt, der anschließend jedoch im britischen Oberhaus, dem House of Lords, wegen zahlreicher Änderungsanträge hängengeblieben war. Die Labour-Abgeordnete Lauren Edwards hatte deshalb einen nahezu identischen Entwurf eingebracht, um das Thema voranzubringen. Dieser wurde nun jedoch überraschend abgelehnt. Mit dem Scheitern des Entwurfs im Unterhaus ist die Legalisierung der Sterbehilfe in England und Wales erst einmal vom Tisch.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/sterbehilfe-in-grossbritannien-gesetz-scheitert-ueberraschend-im-unterhaus-201219505.html" target="_blank" rel="noopener">www.faz.net</a>.</p>
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		<title>Mensch als Mann und Frau</title>
		<link>https://theoblog.de/mensch-als-mann-und-frau/48113/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 06:57:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Syst. Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Denny Burk]]></category>
		<category><![CDATA[Herman Bavinck]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Herman Bavinck über die Schöpfung des Menschen als Mann und Frau (zitiert aus Denny Burk, Mere Complementarianism, 2026 #ad):  Gott ist der Schöpfer des Menschen und zugleich auch der Urheber der Sexualität und des geschlechtlichen Unterschieds. Dieser Unterschied ist nicht aus der Sünde hervorgegangen; er bestand von Anfang an, hat seinen Ursprung in der Schöpfung, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/mensch-als-mann-und-frau/48113/">Mensch als Mann und Frau</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Herman Bavinck über die Schöpfung des Menschen als Mann und Frau (zitiert aus Denny Burk, <a href="https://link.amazon/B0dZCee8t" target="_blank" rel="noopener"><em>Mere Complementarianism</em></a>, 2026 #ad): </p>
<blockquote>
<p>Gott ist der Schöpfer des Menschen und zugleich auch der Urheber der Sexualität und des geschlechtlichen Unterschieds. Dieser Unterschied ist nicht aus der Sünde hervorgegangen; er bestand von Anfang an, hat seinen Ursprung in der Schöpfung, ist eine Offenbarung von Gottes Willen und Souveränität und ist daher weise, heilig und gut. Daher darf niemand diesen geschlechtlichen Unterschied missverstehen oder verachten, weder in Bezug auf die eigene Identität noch auf die eines anderen Menschen. Er ist von Gott gewollt und in der Natur begründet. Er war damals und ist auch heute noch von Gott gewollt; Gott ist der souveräne Gestalter des Geschlechts; Mann und Frau verdanken Gott nicht nur ihre menschliche Natur, sondern auch ihre unterschiedlichen Geschlechter und Wesensarten. Beide sind gut, da sie beide aus Gottes Hand hervorgegangen sind.</p>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/mensch-als-mann-und-frau/48113/">Mensch als Mann und Frau</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
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		<title>Ist das Neugeborene autonom?</title>
		<link>https://theoblog.de/ist-das-neugeborene-autonom/48083/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 07:23:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Abtreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauke Brosius-Gersdorf]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Kaube]]></category>
		<category><![CDATA[Leihmutterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Spätabtreibung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jürgen Kaube hat das neue Buch Wahl und Wahrheit (2026)von Frauke Brosius-Gersdorf gelesen und kritisiert ihr Würdekonzept, demgemäß Würde und Freiheit zusammenfallen. Er schreibt:  Für Brosius-Gersdorf ist Menschenwürde gleichzusetzen mit der Ausübung von Freiheit. Hier hat sie durchaus Sätze aus Karlsruher Urteilen auf ihrer Seite. Kann es dann einen Freiheitsgebrauch geben, der andere nicht schädigt [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/ist-das-neugeborene-autonom/48083/">Ist das Neugeborene autonom?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jürgen Kaube hat das neue Buch <em>Wahl und Wahrheit</em> (2026)von Frauke Brosius-Gersdorf gelesen und kritisiert ihr Würdekonzept, demgemäß Würde und Freiheit zusammenfallen. Er <a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/sachbuch/neues-buch-brosius-gersdorf-uebergeht-die-grenzen-der-juristischen-vernunft-accg-201153504.html" target="_blank" rel="noopener">schreibt</a>: </p>
<blockquote>
<p>Für Brosius-Gersdorf ist Menschenwürde gleichzusetzen mit der Ausübung von Freiheit. Hier hat sie durchaus Sätze aus Karlsruher Urteilen auf ihrer Seite. Kann es dann einen Freiheitsgebrauch geben, der andere nicht schädigt und dennoch Würdefragen aufwirft? Brosius-Gersdorf verneint das. Hieraus entspringt ihre Ablehnung des Verbots von Leihmutterschaft. Wenn Würde und Freiheit zusammenfallen, müsste auch der freiwillige Verzicht auf Freiheit durchweg würdevoll erfolgen können. Zwischen üblichen Arbeitsverträgen, Prostitution, Mitgliedschaft in einem Orden, Organhandel und Selbstversklavung gäbe es keinen Unterschied.</p>
<p>Der Embryo, der durch die Abtreibung maximal geschädigt wird, kann Freiheit selbst nicht ausüben. Wenn Würde allgemein an eine Praxis der Selbstdarstellung gebunden wird, ist es bedeutsam, dass auch dieser Aspekt für ihn ausfällt. Gerade weil er sich nicht äußern kann, soll er geschützt werden. Das macht die Argumentationen in der Frage der Abtreibung zusätzlich schwierig. Wer, wie Brosius-Gersdorf, Würde erst ab Geburt gegeben sieht, muss sich fragen lassen, weshalb sie im Kreißsaal schon vorliegen soll. Inwiefern ist das Neugeborene denn autonom? Es liegt auf der Hand, dass wir auch hier mit Fiktionen arbeiten und dass an die Abtrennung der Nabelschnur oder die akustische Präsenz der Neugeborenen nur schwer „denklogische“ Folgerungen geknüpft werden können.</p>
</blockquote>
<p>Was bei dem Verständnis von Frauke Brosius-Gersdorf fehlt, ist die Differenzierung von Person und Persönlichkeit, die von dem Bonner Ethiker Ulrich Eibach herausgestellt wurde. Ich zitiere hier aus Thomas Schirrmacher u. Ron Kubsch, „Die Alpträume des James D. Watson“, in: <em>Tabuthema Tod?</em>, hrsg. v. Roland Jung, Frank Koppelin, Thomas Schirrmacher, Bonn: VKW, 2004, S. 87–92,  hier S. 90–91):</p>
<blockquote>
<p>Der evangelische Bonner Ethikprofessor Ulrich Eibach hat treffend zwischen Person und Persönlichkeit unterschieden. Persönlichkeit ist das, was uns konkret von einem anderen Menschen entgegentritt. Person jedoch ist der unzerstörbare Wesenskern, den auch Personen haben, deren „Persönlichkeit“ für uns nur schwer feststellbar ist: z.B. Ungeborene, geistig Behinderte oder im Koma Liegende. Die unantastbare Würde der Person hängt gerade nicht am Beweis ihrer Persönlichkeit, also an dem Vorhandensein aller Körperteile, an bestimmten geistigen Fähigkeiten oder an der Fähigkeit, sich selbst verteidigen zu können.</p>
<p>Nach biblischem Verständnis ist ein Mensch auch dann eine unantastbare Person, die als „Ebenbild Gottes“ geschaffen wurde, wenn das Menschliche kaum noch zu erkennen ist. So war die Persönlichkeit des besessenen Geraseners, der wie ein Tier lebte, fraß und brüllte, kaum noch menschlich zu nennen. Der Teufel hatte die Persönlichkeit fast völlig zerstört. Doch Jesus sah in ihm die Person, das Geschöpf und Ebenbild Gottes. Durch die Befreiung aus der Macht des Bösen erschien die Persönlichkeit des Mannes wieder und er saß da und redete vernünftig mit Jesus, als wäre nie etwas gewesen. Hätte man ihn als Tier einstufen dürfen, nur weil das Menschliche kaum noch zu erkennen war? Und wer legt dann fest, welche äußeren Kennzeichen und Verhalten einen Menschen zum Menschen zu machen. Ob ein Watson die Embryos zu Unmenschen erklärt, Hitler die Juden oder ein Arzt einen Schwerkranken: Es läuft immer darauf hinaus, dass der Mensch definiert, wer Mensch sein darf und wechselnde Kriterien dafür festlegt.</p>
<p>In der biblischen Ethik ist dem Menschen die Definitionsgewalt dafür, wer Mensch ist und Menschenwürde genießt, völlig entzogen.</p>
</blockquote>
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		<title>David Hume (1711–1776)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2026 07:50:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[David Hume]]></category>
		<category><![CDATA[James Anderson]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>David Humes Todestag hat sich am 25. August zum 205. Mal gejährt. Er wurde im Mai 1711 in Edinburgh (Schottland) geboren und als Kind von seiner Mutter gewissenhaft in den Lehren des Calvinismus unterrichtet (sein Vater starb, als er ca. 2 Jahre alt war). Als junger Mann verwarf Hume allerdings den christlichen Glauben und entwickelte [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>David Humes Todestag hat sich am 25. August zum 205. Mal gejährt. Er wurde im Mai 1711 in Edinburgh (Schottland) geboren und als Kind von seiner Mutter gewissenhaft in den Lehren des Calvinismus unterrichtet (sein Vater starb, als er ca. 2 Jahre alt war). Als junger Mann verwarf Hume allerdings den christlichen Glauben und entwickelte sich zu einem der schärfsten Aufklärer und Religionskritiker der Neuzeit. Er widmete sich dem Ziel, die Autorität von Offenbarung, Wundern und den klassischen Gottesbeweisen philosophisch zu erschüttern.</p>
<p>Es scheint so, dass ihm eine unter Frommen manchmal verbreitete Doppelmoral tief aufgestoßen ist. Ja er ging sogar davon aus, dass religiöse Menschen besonders unmoralisch leben. In seiner <em>Naturgeschichte der Religion</em> schreibt er (Meiner Verlag, 2000, S. 70–71):</p>
<blockquote><p>Was für ein edles Vorrecht ist es doch für die menschliche Vernunft, die Erkenntnis des höchsten Wesens zu erlangen und von den sichtbaren Naturwerken auf ein so erhabenes Prinzip wie das ihres höchsten Schöpfers schließen zu können! Aber man betrachte einmal die Kehrseite der Medaille. Wenn man die meisten Völker und Jahrhunderte überblickt und diejenigen religiösen Prinzipien untersucht, die tatsächlich in der Welt geherrscht haben, so wird man kaum zu der überzeugung gelangen, daß sie etwas anderes als die Träume kranker Menschen sind; es sei denn, man zöge es vor, sie eher für übermütige Grillen von Affen in Menschengestalt als für ernsthafte, bestimmte und dogmatische Überzeugungen eines sich selbst mit dem Namen „vernünftig“ schmückenden Wesens zu halten.</p>
<p>Hört man die verbalen Beteuerungen der Leute an, so ist nichts so gewiß wie die Lehre ihrer Religion; untersucht man jedoch ihren Lebenswandel, so wird man kaum annehmen, daß sie das geringste Vertrauen in sie setzen. Der größte und aufrichtigste Eifer gewährt uns keine Sicherheit vor der Heuchelei; die offensichtlichste Gottlosigkeit ist von geheimer Furcht und Gewissensbissen begleitet.</p>
<p>Es gibt keine noch so schreienden theologischen Unsinnigkeiten, die nicht bisweilen von Leuten mit größtem und gebildetstem Verstand angenommen, und keine noch so strengen religiösen Vorschriften, die nicht von den wollüstigsten und lasterhaftesten Menschen befolgt worden wären. „Unwissenheit ist die Mutter der Frömmigkeit“: ein Satz der sprichwörtlich ist und durch allgemeine Erfahrung bestätigt wird. Man halte nach einem Volk Ausschau, das ohne jede Religion ist. Wenn sich ein solches überhaupt findet, dann darf man sicher sein, daß die Menschen dort nur wenige Grade von den Tieren entfernt sind.</p>
<p>Was ist so rein wie manche Sittenlehren, die in einigen theologischen Systemen enthalten sind? Was ist so verderbt wie einige der Handlungen, die von diesen Systemen veranlaßt werden? Die tröstenden Aussichten, die uns der Glaube an ein zukünftiges Leben eröffnet, sind entzückend und herrlich. Wie schnell aber vergehen sie angesichts seiner Schrecken, die fester und dauerhafter Besitz von dem menschlichen Gemüt ergreifen?</p></blockquote>
<p>Hume wollte daher eine Morallehre entwickeln, die ohne göttliches Gesetz auskommt. Ob ihm das gelungen ist, hat James N. Anderson in seiner Einführung zu Hume untersucht (#ad):</p>
<ul>
<li>James N. Anderson, <a href="https://link.amazon/B08X617XD" target="_blank" rel="noopener"><em>David Hume</em></a>, R&amp;P Publishing, 2019.</li>
</ul>
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		<title>Die Abschaffung der Kinderarbeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 10:21:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Marx]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was ich bei der Lektüre von Das Kapitel sehr bewegend fand, ist die Schilderung der Kinderarbeit in England. Die eindringlichste Schilderung findet sich in Kapitel 13 in Abschnitt 3a „Weiber- und Kinderarbeit“ (Karl Marx, Das Kapital, Bd. 1, 1959, S. 416 ff.). Auch christliche Fabrikanten werden in England oder Deutschland von der Kinderarbeit provitiert haben. Allerdings [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was ich bei der Lektüre von Das Kapitel sehr bewegend fand, ist die Schilderung der Kinderarbeit in England. Die eindringlichste Schilderung findet sich in Kapitel 13 in Abschnitt 3a „Weiber- und Kinderarbeit“ (Karl Marx, <em>Das Kapital</em>, Bd. 1, 1959, S. 416 ff.). Auch christliche Fabrikanten werden in England oder Deutschland von der Kinderarbeit provitiert haben. Allerdings wäre es falsch, zu vermuten, dass die Christen im 19. Jahrhundert grundsätzlich über die Kinderarbeit erfreut waren. Ganz im Gegenteil waren es Christen, die z.B. in England für die Abschaffung der Kinderarbeit wirkten.</p>
<p>Alvin Schmidt schreibt in seinem Buch <a href="https://link.amazon/B08p0OOPe" target="_blank" rel="noopener"><em>Wie das Christentum die Welt veränderte</em></a> (#ad, 2009) dazu (S. 169–172):</p>
<blockquote>
<p>Im Laufe der Geschichte des Christentums kam es immer wieder vor, dass viele seiner Anhänger wie das Saatgut in Jesu Gleichnis vom Sämann waren, das unter die Dornen fiel; sie waren so mit dieser Welt und dem, was sie ihnen bot, beschäftigt, dass sie den Geist Christi erstickten und unfruchtbar wurden (Matthäus 13,22). Dieses Gleichnis ist ein treffendes Bild für die vielen Menschen bzw. Staaten, die in der Frühzeit der Industriellen Revolution in Westeuropa dem Namen nach Christen bzw. christlich waren, aber das, was Christus über die Barmherzigkeit und Nächstenliebe geboten hatte, schlicht weg ignorierten. Ein solches Land war England im 19. Jahrhundert.</p>
<p>Einer der großen Missstände der damaligen Zeit war der weit verbreitete Missbrauch der Kinderarbeit. Jungen und Mädchen im Alter von sieben bis vierzehn Jahren arbeiteten in Kohlebergwerken, wo sie oft auf allen Vieren durch die niedrigen Stollen krochen, um die Loren mit Kohle zu beladen. Ihre Kleidung war oft mangelhaft und zerlumpt und von dem Wasser in den Schächten durchnässt. Viele dieser Kinder hungerten. Eine Untersuchung bringt folgendes Beispiel: „Man zog zwei Jungen aus der Grube heraus &#8230; das Wasser tropfte an ihnen herunter, sie sahen so elend aus wie zwei ertränkte Ratten.“ Eine andere Form der Kinderarbeit bestand darin, dass kleine Jungen von offenen Kaminen aus den Schornstein hochklettern mussten, um ihn für den Schornsteinfeger, in dessen Dienst sie standen, zu reinigen. Solche und ähnliche Beispiele waren im frühindustriellen England an der Tagesordnung.</p>
<p>Diese Praktiken blieben nicht ohne Widerstand. Etliche mutige, integre Männer begannen, im Britischen Parlament für Gesetze zur Abschaffung der Kinderarbeit für Kinder unterhalb eines bestimmten Alters zu kämpfen. Zu den bekannteren gehörten u.a. William Wilberforce, Charles Dickens und Thomas Carlyle, aber der unermüdlichste Verfechter von Gesetzen gegen die Kinderarbeit war Anthony Ashley Cooper, auch bekannt als Lord Shaftesbury (1801-1885), der etliche Jahre Abgeordneter im englischen Parlament war. Die Triebfeder dieses unverdrossenen Kämpfers war die christliche Nächstenliebe. Mit 26 Jahren schrieb er: „Ich möchte nichts, als für Gott und mein Land nützlich zu sein.“ Der berühmte Prediger Charles Spurgeon sagte über seinen Zeitgenossen Shaftesbury: „Einen Mann, der so fest im Evangelium Jesu Christi steht und so aktiv ist für Gott und die Menschen, habe ich kein zweites Mal gefunden. In Jahren intensiver Bemühungen, mit zahllosen Reden, persönlichen Opfern und unermüdlicher Beharrlichkeit, konnte Shaftesbury die Verabschiedung mehrerer Gesetze erreichen, die das Los der arbeitenden Kinder spürbar verbesserten. Das erste solche Gesetz war der Factory Act von 1833, der die Arbeitszeit von Kindern unter 13 Jahren auf 48 Stunden pro Woche begrenzte. Weitere Gesetze folgten in den 1840-er Jahren. Drei neue Factory Acts wurden 1864, 1867 und 1871 Gesetz, 1875 schließlich (als Antwort auf das Ubel der Schornsteinfeger-Kinderarbeit) der Chimney Sweep Act – alle eine Frucht von Shaftesburys unermüdlicher Arbeit. Diese neuen Gesetze waren gewaltige Fortschritte, auch wenn sie noch nicht ausreichten, um die Kinderarbeit gänzlich abzuschaffen.</p>
<p>Im Laufe der Jahre führten weitere Gesetze schließlich zur Abschaffung aller Kinderarbeit in Fabriken, Mühlen und Bergwerken. Länder wie die USA, Deutschland und Frankreich folgten dem englischen Beispiel und erließen ebentalls Gesetze zur Verbesserung der Situation der Kinder. Noch 1938 verbesserten die USA den Schutz der Kinder durch den Fair Labor Standards Act. Heute ist die Kinderarbeit in den westlichen Ländern illegal, doch in China, Thailand, Bangladesh, Westafrika, Mexiko und anderen Ländern arbeiten heute noch bereits Siebenjährige in Fabriken, in der Textilindustrie und in der Landwirtschaft. 1997 schätzte die UNICEF, dass 2 bis 4 Millionen Kinder in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft Mexikos arbeiteten. 345 Wenn heute die Menschen im Westen schockiert reagieren, wenn sie hören, dass die Kinder arbeit noch in so vielen Ländern üblich ist, tun sie das, weil sie unbewusst von eben der Tradition christlicher Nächstenliebe geprägt sind, die die treibende Kraft im Lchen von Lord Shaftesbury war. Es war der Christ Shaftesbury, und nicht, wie manchmal behauptet wird, der Atheist Karl Marx, der das soziale Gewissen der Briten für das Übel der Kinderarbeit sensibilisierte. Als das englische Parlament 1833 aut Betreiben Shaftesburys den Factory Act verabschiedete, war Marx erst 15 Jahre alt.</p>
</blockquote>
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		<title>Politikertin CDU wirbt für die Streichung des § 218</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 12:01:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Abtreibung]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Wiebke Winter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wiebke Winter, Spitzenkandidatin der Bremer CDU, setzt sich für die Streichung des Paragrafen 218 aus dem Strafgesetzbuch ein. Bislang war dies eine Domäne der Linken und Grünen. Nun hat sich erstmals auch eine CDU-Politikerin für die Streichung ausgesprochen und sich für eine andere gesetzliche Regelung vorgeburtlicher Kindstötungen eingesetzt. DIE TAGESPOST berichtet:  In dem von dem [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wiebke Winter, Spitzenkandidatin der Bremer CDU, setzt sich für die Streichung des Paragrafen 218 aus dem Strafgesetzbuch ein. Bislang war dies eine Domäne der Linken und Grünen. Nun hat sich erstmals auch eine CDU-Politikerin für die Streichung ausgesprochen und sich für eine andere gesetzliche Regelung vorgeburtlicher Kindstötungen eingesetzt.</p>
<p>DIE TAGESPOST berichtet: </p>
<blockquote>
<p>In dem von dem Netzwerk „Frauen100“ verantworteten Podcast „You can sit with us“ sagte die Vorsitzende der Bremischen Bürgerschaft, Wiebke Winter, der Moderatorin Clara Pfeffer: „Ich finde das Selbstbestimmungsrecht der Frau total wichtig und ich finde es gut, wenn wir 218 abändern würden, nicht in dem, was geregelt wird, sondern dass wir es in ein anderes Gesetz überführen. Wir haben andere Gesetze, die es aus meiner Sicht genauso gut regeln könnten, dass wir weiterhin den Schutz des ungeborenen Lebens garantieren, aber auch das Selbstbestimmungsrecht der Frau ohne dieses scharfe Schwert des Strafgesetzbuches.“</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.die-tagespost.de/politik/toetungsdelikt-abtreibung-findet-die-cdu-frau-ganz-schoen-krass-art-277891" target="_blank" rel="noopener">www.die-tagespost.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die vergebliche Suche der Moderne nach einem guten Leben</title>
		<link>https://theoblog.de/die-vergebliche-suche-der-moderne-nach-einem-guten-leben/47978/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2026 14:36:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Charles Taylor]]></category>
		<category><![CDATA[James Eglinton]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im vergangenen Jahr wurde ich im Rahmen des Projekts „Forming a Christian Mind“ von einer Gruppe Studenten der Universität Cambridge eingeladen, um mit ihnen einige drängende Fragen zu klären. Erstens: Was bedeutet es, ein „gutes Leben“ zu führen? Zweitens: Würden Christen in der heutigen westlichen Welt diese Frage anders beantworten als ihre säkularen Nachbarn? Zu diesem [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Im vergangenen Jahr wurde ich im Rahmen des Projekts „Forming a Christian Mind“ von einer Gruppe Studenten der Universität Cambridge eingeladen, um mit ihnen einige drängende Fragen zu klären. Erstens: Was bedeutet es, ein „gutes Leben“ zu führen? Zweitens: Würden Christen in der heutigen westlichen Welt diese Frage anders beantworten als ihre säkularen Nachbarn? Zu diesem Thema gibt es kaum ein aufschlussreicheres Buch als Charles Taylors umfangreiches und brillantes Werk <em>Quellen des Selbst</em>.</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">James Eglinton schreibt dazu:</p>
<blockquote>
<p>Es stellt sich natürlich die Frage, warum man zur Beantwortung der genannten Fragen ein so komplexes Buch über moderne Identitätsbildung zurateziehen sollte. Taylor argumentiert, dass wir das „gute Leben“ erst dann begreifen können, wenn wir verstanden haben, wie unsere Identität überhaupt entsteht. Worauf meine Identität gründet, bestimmt letztlich auch, ob ich mein Leben als „gut“ empfinde.</p>
<p>Das Buch <em>Quellen des Selbst</em> beginnt mit einer provokanten Behauptung. Im modernen Westen beschreiben wir unsere Kernidentitäten trotz aller Fokussierung auf unser komplexes Innenleben anhand erstaunlich einfacher Begriffe. Wir betrachten und präsentieren uns – und andere – auf eindimensionale Weise. Wenn wir fragen „Wer sind wir?“, reduzieren wir alles auf ein einziges Etikett und schreiben ihm eine tragende Rolle bei unserer Identitätsbildung zu. Für die einen ist dieses Etikett die Nationalität, für andere der Beruf, die Geschlechtsidentität, die sexuelle Orientierung, die soziale Klasse oder eine gesellschaftliche Rolle. In den sozialen Medien wird dieser Reduktionismus besonders deutlich: Wer sich auf einer Plattform wie X registriert, muss als Erstes in seiner Bio schreiben, wer er ist – und das in maximal 160 Zeichen.</p>
<p>Eine der Leitideen in <em>Quellen des Selbst</em> ist jedoch, dass unsere Identität weitaus komplexer ist, als unsere reduktionistischen Tendenzen vermuten lassen. Die menschliche Identität ist alles andere als geradlinig. Um dies zu verdeutlichen, knüpft Taylor Verbindungen über weite Zeiträume hinweg – von Homer bis Platon, von Augustinus bis Calvin, von Descartes über Herder bis Kant und schließlich bis zu uns. Auf diese Weise entwirft er ein Bild der modernen westlichen Identität. Wenn man für diese generische westliche Person eine X-Bio schreiben müsste, würde sie in etwa so lauten: #UniverselleGerechtigkeit #GutesTunInDerWelt #Gleichheit #Freiheit #LeidenVermeidenWollen.</p>
<p>Diese Werte sind insofern typisch westlich, als dass sie nicht von allen Kulturen zu allen Zeiten geteilt wurden. Die alten Spartaner sahen im Leiden etwas Charakterbildendes und im Schmerz ein nützliches Werkzeug. Die konfuzianische Kultur bejaht Hierarchien – statt Gleichheit – als natürlich und notwendig. In ihrer vorchristlichen Vergangenheit war der nordischen Kultur ein würdevoller Tod wichtiger als ein moralisches Leben. Und die heidnische römische Kultur betrachtete eine Sklavenklasse als notwendig, um das Aufblühen ihrer freien Bürger überhaupt erst zu ermöglichen.</p>
<p>Im Gegensatz dazu empfindet die moderne westliche Identität die Werte dieser alten Kulturen als völlig fremd und rückschrittlich. Allerdings ist unsere eigene Identität laut Taylor keineswegs einheitlich. Vielmehr unterscheidet sich die Art und Weise, wie wir unsere Intuitionen in Bezug auf Gerechtigkeit, Gleichheit, Nächstenliebe, Freiheit und Leiden begründen, von Mensch zu Mensch drastisch. Das liegt daran, dass wir keinen homogenen moralischen Orientierungsrahmen mehr teilen.</p>
<p>Wie also würden zwei Menschen, die in der westlichen Kultur aufgewachsen sind – der eine christlich, der andere säkular –, die Frage „Was ist ein ‚gutes Leben‘?“ beantworten? Quellen des Selbst kommt zu einer beachtlichen Erkenntnis: In beiden Fällen, so Taylor, sei das Konzept eines „guten Lebens“ von den Vorstellungen von Rechtfertigung und Heiligung bestimmt. Ich möchte mich im Folgenden darauf konzentrieren, wie genau diese Konzepte Christen eine einzigartige Perspektive auf die moderne Identitätsbildung eröffnen.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.evangelium21.net/media/5239/die-vergebliche-suche-der-moderne-nach-einem-guten-leben" target="_blank" rel="noopener">www.evangelium21.net</a>.</p>
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		<title>Leihmutterschafts-Verträge</title>
		<link>https://theoblog.de/leihmutterschafts-vertraege/47942/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 09:11:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Birgit Kelle]]></category>
		<category><![CDATA[Leihmutterschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Birgit Kelle, Autorin des Buches Ich kauf mir ein Kind (#ad, 2024), hat auf ihrem Facebook-Feed einige Hardfacts zu den Leihmutterschafts-Verträgen in den USA veröffentlicht. Hier ein Auszug:  Jens Spahn legt ja Wert darauf, in den USA mit vermeintlich „guten“ Leihmutterschafts-Verträgen sein Geschäft durchgeführt zu haben. Ein paar Fakten also zu der sauberen Welt der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/leihmutterschafts-vertraege/47942/">Leihmutterschafts-Verträge</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Birgit Kelle, Autorin des Buches <em><a href="https://amzn.to/3RGdTHw" target="_blank" rel="noopener">Ich kauf mir ein Kind</a></em> (#ad, 2024), hat auf <a href="https://www.facebook.com/birgit.kelle.3" target="_blank" rel="noopener">ihrem Facebook-Feed</a> einige Hardfacts zu den Leihmutterschafts-Verträgen in den USA veröffentlicht. Hier ein Auszug: </p>
<p>Jens Spahn legt ja Wert darauf, in den USA mit vermeintlich „guten“ Leihmutterschafts-Verträgen sein Geschäft durchgeführt zu haben. Ein paar Fakten also zu der sauberen Welt der USA.</p>
<p>Dazu gilt grundsätzlich: Auch mit Verträgen wäre Menschenhandel immer noch Menschenhandel. Oder macht es die Dinge hübscher, wenn man eine Urkunde und einen Kassenzettel bekommt? Eine sicher wichtige Frage für jeden Sklavenmarkt.</p>
<ol>
<li>Die Verträge nutzen nicht den Leihmüttern, sondern den Kunden, damit sie die Leihmutter unter Kontrolle haben und sie kontrollieren können, u.a. was sie zu sich nimmt, wo sie sich aufhalten darf, wohin sie reisen darf, welche Medikamente sie nehmen muss, was sie in der Schwangerschaft alles nicht darf, welche Ärzte und Kliniken sie nur noch konsultieren darf. Ob und mit wem sie Sex aben darf.</li>
<li>Aus dem Vertrag kommen sie auch nicht raus. Wer abbricht, muss die bislang entstandenen Kosten für die Besteller, die Ärzte, die Anwälte bezahlen. Das kann eine Frau nicht, sie machen es ja, um Geld zu verdienen. Wer einmal einsteigt, muss durchziehen.</li>
<li>Die Frauen sind mit ihren körperlichen und seelischen Komplikationen nach der Geburt alleine gelassen, viele können sich die Behandlungen danach nicht leisten. Es gibt massive körperliche Schäden und Risiken für die Frauen, Spätfolgen, die nicht versichert sind. Die Agenturen und Kunden sind damit raus, die Frau körperlich ruiniert. Gefäßkrankheiten, Bluthochdruck, Unfruchtbarkeit, organische Schäden sind häufigste Spätfolgen.</li>
<li>Natürlich nimmt man nur Frauen unter Vertrag, die schon Kinder haben. Spahn preist das im Podcast von Ronzheimer als vermeintliche besondere Sorgfalt an. Der Brutkasten muss bewiesen haben, dass er gebärfähig ist. So einfach ist das. Man tut es aber auch, damit die Frauen ihre Muttergefühle auf die eigenen Kinder fokussieren und keinen Anspruch auf das neue Kind erheben. Nebeneffekt: Zehntausende Kinder haben bereits zugesehen, wie ihre Mütter Geschwisterkinder verkaufen. Was macht das mit den Geschwistern?</li>
<li>Natürlich lässt man die Frauen nicht ihre eigenen Eizellen austragen, sondern setzt ihnen fremde Eier ein, auch hier, damit sie genetisch keine Verbindung zum Kind haben und keine Ansprüche später an das Kind stellen. Alles vertraglich geregelt. Das Risiko in der Schwangerschaft steigt damit extrem an, weil sie keinerlei genetische Verbindung zum Kind haben. Ihr Körper will die Schwangerschaft also ständig beenden, das Kind abstoßen. Um das zu verhindern, müssen sie starke Medikamente in der Schwangerschaft nehmen. Es gibt keine Studien, was das mit der Gesundheit der Frauen und der Ungeborenen macht. Es sind alles Hochrisikoschwangerschaften. Frühgeburten und Fehlgeburten gehören zum Alltag.</li>
<li>Ebenfalls in den Verträgen geregelt wird, dass Frauen sich mit allen medizinischen Eingriffen einverstanden erklären müssen, dass sie auch gesunde Kinder abtreiben müssen, wenn sie nicht mehr gewollt sind, das falsche Geschlecht haben oder wenn sich aus Versehen Mehrlingsgeburten entwickeln, die man gar nicht will. Diese Kinder werden dann &#8222;reduziert&#8220;, so der Fachausdruck für das Töten im Mutterleib. Gerade wird in Kanada eine Leihmutter von ihren Bestellern verklagt, weil sie nicht abtreiben wollte.</li>
</ol>
<p>Ebenfalls empfehlenswert ist ein Artikel von Jana Frey. Sie schreibt in „Fassen wir zusammen, was eine Leihmutter tatsächlich erhält – diese Zahlen machen mich sprachlos“:</p>
<blockquote>
<p>Denn so sind die Fakten: Der schwule „Unbedingt-werde-ich-Kinder-haben-Sager“ nutzt – weil er Geld hat – die finanzielle Bedürftigkeit von zwei Frauen aus, um sich zu verwirklichen und sich das zu holen, was er nicht hat: Erstens, das Recht auf ein Kind. Zweitens, Eierstöcke und einen Uterus. Was macht er also? Er kauft sich die drei „Dinge“ einfach. Bei je einer finanziell schlechter gestellten Frau. Ein Ei da und einen Bauch dort. Beides zusammen von einer Frau zu holen, ginge auch, ist aber nicht beliebt. Und das hat wieder ganz rationale Gründe: Eine Frau, deren eigenes Baby in ihrem Bauch heranwächst, ist mit diesem Kind durch gemeinsame DNA verwandt. Sie hat dadurch tatsächlich gewisse „Rechte“ an diesem Kind, selbst wenn der „Vater“ ein zahlender Kunde ist, dem sie Versprechungen gemacht und mit dem sie einen Vertrag abgeschlossen hat. Sogar, wenn sie bereits Geld für diese „Dienstleistung“ erhalten haben sollte.</p>
<p>Wenn sie also während der neun Monate, in denen dieses Kind in ihr heranwächst, beginnt, es zu lieben (was nicht passieren soll!), könnten daraus Probleme entstehen, die schlussendlich vor einem Gericht enden können. Und es wäre im Bereich des Möglichen, dass die Frau dort das „Recht erhält“, ihr Kind zu behalten. Sichert sich der „Natürlich-werde-ich-einmal-Kinder-haben-Schwule“ aber ab, indem er einer finanziell schwach gestellten Frau Eizellen abkauft (also keine Eizellspende) und den Körper einer anderen finanziell schwach gestellten Frau für neun Monate „mietet“, ist er auf der sicheren Seite. Nicht in Deutschland, aber in vielen anderen Ländern. In den USA, in Osteuropa, aber auch in Griechenland und in Indien, um ein paar Beispiele zu nennen.</p>
</blockquote>
<p>Mehr (hinter einer Bezahlschranke): <a href="https://www.welt.de/vermischtes/plus6a5b009ac72232627649a035/debatte-um-spahn-kind-fassen-wir-zusammen-was-eine-leihmutter-tatsaechlich-erhaelt-diese-zahlen-machen-mich-sprachlos.html?icid=search.product.onsitesearch" target="_blank" rel="noopener">www.welt.de</a>.</p>
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