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	<title>Gesellschaft &#8211; TheoBlog.de</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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	<title>Gesellschaft &#8211; TheoBlog.de</title>
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		<title>„Beta-Couples“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 08:01:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Famile]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Lindemann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heterofatalismus, Chatbots und „Beta-Couples“: Wer sich auf Social Media, dem Buchmarkt oder in großen Magazinen umschaut, könnte glauben, die Zweierbeziehung sei in Gefahr. Stimmt das? Thomas Lindemann beschreibt, wie aus der Sicht von Ratgeberautorinnen und Trendforscherinnen „die Bindung auf Dauer“ immer unbeliebter wird. Zweierbeziehungen sind immer häufiger Optionen, werden also ständig neu ausgehandelt.  Zitat:  „Seit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heterofatalismus, Chatbots und „Beta-Couples“: Wer sich auf Social Media, dem Buchmarkt oder in großen Magazinen umschaut, könnte glauben, die Zweierbeziehung sei in Gefahr. Stimmt das?</p>
<p>Thomas Lindemann beschreibt, wie aus der Sicht von Ratgeberautorinnen und Trendforscherinnen „die Bindung auf Dauer“ immer unbeliebter wird. Zweierbeziehungen sind immer häufiger Optionen, werden also ständig neu ausgehandelt. </p>
<p>Zitat: </p>
<blockquote>
<p>„Seit gut zehn Jahren erodiert die bürgerliche Kleinfamilie merklich“, sagt Eike Wenzel, Medienwissenschaftler und Gründer des Heidelberger Instituts für Trend- und Zukunftsforschung. Eine Ursache ist der demographische Wandel: „Die Menschen werden älter, fühlen sich jünger. Wer heute 60 wird, hat meist noch mindestens 25 gesunde Jahre vor sich“, erklärt Wenzel. „Viele fragen sich dann, ob der Lebensweg noch richtig ist, besonders Frauen. Sie sind heute gut oder sogar besser ausgebildet, sind kommunikativ und teamfähig, in der Gesellschaft verankert. Sie haben zersplitterte Arbeitskarrieren auf sich genommen, sich viel mehr um Haushalt und Kinder gekümmert, wollen nun dafür entschädigt werden. In Zweierbeziehungen werden die Positionen immer wieder neu verhandelt. Auch wenn die Kinder das Haus verlassen oder wenn die Rente beginnt.“</p>
<p>In der Haltung der Generationen habe sich regelrecht etwas umgekehrt: Während die Jungen ängstlicher sind und Sicherheit suchen, fühlen die Alten sich frei und haben die Mittel, sich auszuleben. „Die heute 20- bis 30-Jährigen nennen wir Bumerang-Generation“, erklärt Wenzel. „Weil sie teilweise noch mal ins Elternhaus zurückkommen, die wollen das Erwachsenwerden lange aufschieben.“</p>
<p>Und die etwa 30- bis 50-Jährigen binden sich, sind aber immer auf dem Sprung. „In dieser Gruppe sind Frauen schon gleichberechtigt, selbst in unteren Einkommensgruppen. Die binden sich vorsichtig, leben in sogenannten Beta-Couples, das heißt, alles ist auf Probe.“ Der soziologische Begriff ist von „Beta-Versionen“ einer Software abgeleitet. Diese Versionen stehen kurz vor der Veröffentlichung, sind aber noch nicht endgültig.</p>
<p>Eine solche Bindungshaltung sieht man nicht unbedingt an den Zahlen der Statistik. Aber sie verändert viel – etwa dass eine Trennung immer eine Option ist. Anders als in früheren Generationen. Autorin Lewina sieht noch ein psychologisches Phänomen in diesem Zusammenhang: „Wir haben höhere Ansprüche an eine Liebesbeziehung als früher. Unter anderem wollen manche auch nach vielen Jahren noch ein Sexleben – das entspricht aber nicht unbedingt der Biologie.“</p>
</blockquote>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Ich möchte dieser Wahrnehmung gar nicht widersprechen. Das passt zum kulturellen Klima, in dem zunehmend nur noch Interessen ausgehandelt werden. Beim radikalen Individualismus stehen das eigene Wohlbefinden und Glücksgefühl im Vordergrund. In persönlichen und manchmal auch seelsorgerlichen Gesprächen stelle ich allerdings auch etwas anderes fest: Viele Menschen sind aufgrund von Verratserfahrungen verletzt und enttäuscht. Sie haben Angst, sich zu binden, da sie nicht noch einmal schwer enttäuscht werden möchten. Doch genau das wünschen sie sich: eine sichere Bindung an einen verlässlichen Partner.</p>
<p>Mehr (hinter einer Bezahlschranke): <a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ist-die-zweierbeziehung-wirklich-in-gefahr-accg-200982947.html" target="_blank" rel="noopener">www.faz.net</a>.</p>
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		<title>Die Kunst der Verantwortungsvermeidung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 08:03:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Vinzenz von Stimpfl-Abele]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Baron Vinzenz von Stimpfl-Abele hat eine treffliche Analyse zur Verantwortungsvermeidung veröffentlicht:  Verantwortung war einst eine Ehre, heute gilt sie vielen nur als Zumutung. Wir leben in einer Zeit, in der man für vieles Verständnis aufbringt, außer für Pflicht, in der jeder Haltung fordert, möglichst jedoch von den anderen, in der jeder Rechte für sich reklamiert, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Baron Vinzenz von Stimpfl-Abele hat eine treffliche Analyse zur Verantwortungsvermeidung veröffentlicht: </p>
<blockquote>
<p>Verantwortung war einst eine Ehre, heute gilt sie vielen nur als Zumutung. Wir leben in einer Zeit, in der man für vieles Verständnis aufbringt, außer für Pflicht, in der jeder Haltung fordert, möglichst jedoch von den anderen, in der jeder Rechte für sich reklamiert, während Verantwortung an anderer Stelle gesucht wird. Der moderne Mensch ist moralisch permanent empört, aber auffällig selten verantwortlich. Genau deshalb ist die eigentliche Kunst unserer Zeit nicht mehr die Verantwortung selbst, sondern die Kunst der Verantwortungsvermeidung. Sie besteht darin, Verantwortung so zu verschieben, zu zerlegen und zu verteilen, dass am Ende niemand mehr wirklich zuständig ist. Alle sind irgendwie beteiligt, aber keiner ist verantwortlich. Alle fühlen sich betroffen, aber keiner trägt die Konsequenzen.</p>
<p>…</p>
<p>Die Sprache hat sich geändert, die Mechanismen nicht. Wo früher Eva und die Schlange herhalten mussten, treten heute Systeme, Umstände, Prozesse, gesellschaftliche Dynamiken oder historische Bedingungen an ihre Stelle. Gewiss: Nicht jede Schuld ist individuell, nicht jedes Problem auf persönliches Versagen zurückzuführen. Doch die moderne Versuchung besteht darin, in jeder Erklärung zugleich eine Entlastung zu suchen. Verantwortung wird dadurch nicht abgeschafft. Sie wird lediglich so lange weitergereicht, bis niemand mehr weiß, bei wem sie eigentlich liegt. Darin besteht die Meisterschaft der gesellschaftlichen Verantwortungsvermeidung: Alle sind beteiligt, alle sind betroffen, alle haben gute Gründe – und am Ende war es niemand.</p>
<p>Ein Muster, das sich als liberaler Zeitgeist tarnt, in Wahrheit aber Werte, Prinzipien und damit Orientierung ersetzt. Orientierung und Haltung entstehen nicht im Götzendienst an der Befindlichkeit, sondern in Urteilskraft, Differenzierung und Verantwortung. Wo diese Orientierung verloren geht, entsteht ein Kampf um Aufmerksamkeit statt um Wahrheit.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.die-tagespost.de/kultur/feuilleton/die-kunst-der-verantwortungsvermeidung-art-276466" target="_blank" rel="noopener">www.die-tagespost.de</a>.</p>
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		<title>Die Krise in der Szene</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 04:52:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bethel McGrew]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bethel McGrew hat einen neuen Essayband aus der Schwulenszene rezensiert und stellt etwas überrascht fest, dass es sich um die Dokumentation einer Krise handelt.  Zitat:  Schwule Männer befinden sich in einer Krise, so die These der Herausgeber des neuen Essaybands Inversion: Gay Life After the Homosexual. Keine Krise der Unterdrückung, sondern eine für die Autoren [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bethel McGrew hat einen neuen Essayband aus der Schwulenszene rezensiert und stellt etwas überrascht fest, dass es sich um die Dokumentation einer Krise handelt. </p>
<p>Zitat: </p>
<blockquote>
<p>Schwule Männer befinden sich in einer Krise, so die These der Herausgeber des neuen Essaybands <em>Inversion: Gay Life After the Homosexual</em>. Keine Krise der Unterdrückung, sondern eine für die Autoren weitaus beängstigendere Krise: eine Krise der Langeweile.</p>
<p>Einst waren schwule Männer von ihrer gesellschaftlichen Rolle als Tabubrecher und Abweichler am Rande der feinen Gesellschaft überzeugt; heute haben sie sich das Recht erkämpft, Normalität zu verkörpern. Sie sind die Nutznießer unbegrenzter politischer Privilegien, kultureller Anbiederung und medizinischer Technologien, die darauf ausgelegt sind, sie vor sich selbst zu bewahren. Gleichzeitig finden sie sich in einem neuen Kastensystem sexueller Abweichung wieder, in dem von ihnen erwartet wird, sich gegenüber Identitätsgruppen unterzuordnen, die auf der Privilegienleiter einen höheren Rang haben. Die Queer-Theorie ist zum Mainstream geworden, was dazu führt, dass sich die Regeln dieses Kastensystems sogar gegenseitig widersprechen.</p>
<p>Wo genau bleiben da die Abweichler von gestern? Wie könnte ein innerer Eingriff in ihre Krise aussehen? Sind sie darauf vorbereitet, dass ein solcher Eingriff ausgesprochen unvorteilhafte Ergebnisse hervorbringen könnte? Hat Homosexualität einen nachvollziehbaren Zweck, ein Telos – sei es biologischer, kultureller oder sonstiger Art? Wagen wir es zu fragen, ob sie jemals einen hatte? Wagen wir es zu fragen, ob ihre aktuelle Krise vielleicht sogar „konstitutiv für das Ding an sich“ sein könnte?</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.furtherup.net/p/unhappy-and-gay" target="_blank" rel="noopener">furtherup.net</a>.</p>
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		<title>Ab ins Umerziehungslager mit Willy Brandt und Herbert Marcuse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2026 14:31:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Herbert Marcuse]]></category>
		<category><![CDATA[Jerry Muller]]></category>
		<category><![CDATA[Willy Brand]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer meint, nur die Rechten neigten zum machiavellistischen Aktionismus, der sollte sich mal mit der Kultur der studentischen Linken in den 70er-Jahren beschäftigen. Hier ein Zitat aus Jerry Mullers hervorragend recherchiertem Buch Professor der Apokalypse (#ad, Suhrkamp, 2022, S. 561): Anfang der 1970er Jahre veränderten sich die Organisationen der studentischen Linken an allen westdeutschen Universitäten, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/ab-ins-umerziehungslager-mit-willy-brandt-und-herbert-marcuse/47740/">Ab ins Umerziehungslager mit Willy Brandt und Herbert Marcuse</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer meint, nur die Rechten neigten zum machiavellistischen Aktionismus, der sollte sich mal mit der Kultur der studentischen Linken in den 70er-Jahren beschäftigen. Hier ein Zitat aus Jerry Mullers hervorragend recherchiertem Buch <a href="https://amzn.to/3PUbXuc" target="_blank" rel="noopener"><em>Professor der Apokalypse</em></a> (#ad, Suhrkamp, 2022, S. 561):</p>
<blockquote>
<p>Anfang der 1970er Jahre veränderten sich die Organisationen der studentischen Linken an allen westdeutschen Universitäten, sowohl in ihrem Auftreten als auch inhaltlich. Die Roten Zellen mit ihrem Schwerpunkt auf dramatischen, aufmerksamkeitserregenden Aktionen, wie etwa Vorlesungen zu stören oder Gebäude zu besetzen, wurden zunehmend von explizit marxistisch-leninistischen Gruppierungen abgelöst, von denen einige von der DDR-Regierung instruiert und finanziert wurden. Ihre Absicht war es, systematisch institutionellen Einfluss und Kontrolle zu gewinnen. </p>
<p>Bei den Wahlen der Fachbereichsräte im Juni 1973 holten die Aktionsgemeinschaften achtundzwanzig von vierundsiebzig Sitzen. Hans Peter Duerr, der bei Taubes promoviert hatte, erinnerte ein Seminar an der FU, in dem darüber diskutiert wurde, wie mit den „Reaktionären“ – zu denen man auch Willy Brandt und Herbert Marcuse zählte – nach der bevorstehenden Revolution zu verfahren sein würde. Die Hälfte der Seminarteilnehmer sprach sich für eine Deportation in ein Umerziehungslager auf der Ostseeinsel Rügen aus; die andere Hälfte hielt dies für vergebliche Mühe und befürwortete die umstandslose Liquidation.</p>
</blockquote>
<p>Und heute? Der taz-Journalist Nicholas Potter berichtet in einem Cicero-Podcast, wie sich die autoritären Ideen innerhalb der linken Szene ausbreiten und wie er selbst durch Aktivisten eingeschüchtert und angefeindet wurde und wird. Potter spricht in einem <a href="https://amzn.to/4o6lNG2" target="_blank" rel="noopener">gerade veröffentlichten Buch</a> (#ad) von einer „neuen autoritären Linken“. </p>
<p>Hier: <a href="https://www.cicero.de/innenpolitik/ex-taz-journalist-nicolas-potter-podcast-autoritare-linke" target="_blank" rel="noopener">www.cicero.de</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Der Gläubige ist immer schon schuldig</title>
		<link>https://theoblog.de/der-glaeubige-ist-immer-schon-schuldig/47736/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 11:24:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Religionsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Michel Friedman]]></category>
		<category><![CDATA[Neuer Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei den Wiener Festwochen konnte man am Wochenende in Echtzeit verfolgen, wie der ideologische Relativismus über den Gottesglauben zu Gericht sitzt – und am Ende zu dem von Anfang an postulierten Urteil kommt: der Gottesglaube ist gefährlich! Besonders bedrückend fand ich den Vortrag von Michel Friedman (ab 1:24 im Videomitschnitt), der mit dem Gestus eines [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei den <a href="https://www.festwochen.at/das-glaubenstribunal-" target="_blank" rel="noopener">Wiener Festwochen</a> konnte man am Wochenende in Echtzeit verfolgen, wie der ideologische Relativismus über den Gottesglauben zu Gericht sitzt – und am Ende zu dem von Anfang an postulierten Urteil kommt: der Gottesglaube ist gefährlich! Besonders bedrückend fand ich den Vortrag von Michel Friedman (ab 1:24 <a href="https://www.youtube.com/watch?v=_ePpgCWHLLU&amp;list=PLP2_FjjfRZSAYYQpaka-90tgxdzp0pNsu" target="_blank" rel="noopener">im Videomitschnitt</a>), der mit dem Gestus eines Aufklärers demagogischen Unsinn verbreitete. Ich denke, er sollte selbst noch mal nachhören, was er da gesagt hat. Herr Friedman, lesen Sie mal <a href="https://amzn.to/4u6zjdZ" target="_blank" rel="noopener"><em>Demokratie braucht Religion – gerade jetzt!</em></a> (#ad) von Hartmut Rosa! </p>
<p>Zum Beispiel im O-Ton: </p>
<blockquote>
<p>Ich bin Gott nicht dankbar. Und ich lasse mich dafür auch nicht bewerten. … Ich will mit meinen Büchern keine Allgemeinwahrheiten verkünden und erst recht keine Macht haben. Religionen, Gottesreligionen und Menschenrechte und Demokratie sind nicht miteinander vereinbar. </p>
</blockquote>
<p>Diese Aussage bezeugt nicht nur einen Selbstwiderspruch, sie ist auch historisch untauglich. DIE TAGESPOST kommentiert zutreffend: </p>
<blockquote>
<p>Polemisch und mit unbelegten Unterstellungen durften dann Intellektuelle unterschiedlichen Formats undifferenziert über die Religion an sich herziehen – besonders aggressiv der Chefredakteur von „Charlie Hebdo“, Gérard Biard, der deutsche Talkmaster Michel Friedman und der Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon. Ihr Tenor: „Religion ist gefährlich“ (Biard), „Glaube ist eine Waffe der Macht … und irrational“ (Friedman), „Wir sind mit einer Internationale der religiösen Fundamentalisten konfrontiert“ (Schmidt-Salomon). Gewiss, auch einige wenige kluge Christen kamen zu Wort, wurden skeptisch bis kopfschüttelnd befragt. Der Grundduktus jedoch war: Die Errungenschaften der Aufklärung, nämlich Freiheit und Menschenrechte, sind durch „eine Resakralisierung“ (Schmidt-Salomon) in Gefahr und müssen gegen die Gläubigen verteidigt werden.</p>
<p>Der Beitrag des Christentums zur Idee der Menschenwürde und damit zur Entwicklung der Menschenrechte blieb da natürlich gänzlich unter dem Radar. Beharrlich ausgeblendet blieb ebenso, dass die größten Massenmörder der Weltgeschichte – Mao, Stalin und Hitler – keine Männer der Religion, sondern ideologische Atheisten waren. All das passt wohl nicht ins Weltbild eines ideologischen Relativismus, der sich als unfähig erwies, zwischen den Religionen und ihren Menschenbildern zu differenzieren oder die blinden Flecken der glaubensfernen Ideologien ins Scheinwerferlicht zu rücken.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.die-tagespost.de/kultur/feuilleton/der-glaeubige-ist-immer-schon-schuldig-art-275630" target="_blank" rel="noopener">www.die-tagespost.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Christliche Psychologen in Brasilien wollen ihren Glauben leben dürfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jun 2026 07:29:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Religionsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Bundesrat für Psychologie (CFP), die oberste Regulierungsbehörde für Psychologen in Brasilien, verabschiedete 2023 eine Resolution, in dem er den Berufsstand als säkular definierte. Diesen Beschluss nutzt er nun als rechtliche Verteidigung in Verfahren gegen christliche Psychologen, die sich zu ihrem Glauben bekennen wollen. Auch die Psychologin Larissa Lima wurde ins Visier genommen, weil sie [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bundesrat für Psychologie (CFP), die oberste Regulierungsbehörde für Psychologen in Brasilien, verabschiedete 2023 eine Resolution, in dem er den Berufsstand als säkular definierte. Diesen Beschluss nutzt er nun als rechtliche Verteidigung in Verfahren gegen christliche Psychologen, die sich zu ihrem Glauben bekennen wollen. Auch die Psychologin  Larissa Lima wurde ins Visier genommen, weil sie sich in den sozialen Medien offen zum christlichen Glauben bekannte. Erica Neves berichtet für CT über die Lage in Brasilien: </p>
<blockquote>
<p>Lima stimmt zwar Teilen der Resolution zu, ist jedoch der Ansicht, dass diese zu weit geht und die Sichtbarkeit von Christen in diesem Berufsfeld einschränkt. „Wenn wir uns nicht als Christen bezeichnen dürfen, werden wir weniger sichtbar. Das erschwert es sogar für Patienten, die sich an einen christlichen Psychologen wenden möchten“, sagte Lima. „Manche Christen fühlen sich nur bei Psychologen wohl, die ihren Glauben respektieren, und sie haben das Recht, dies zu suchen.“</p>
<p>Lima merkte an, dass es Fälle gibt, in denen christliche Patienten das Gefühl hatten, ihre Werte würden in der Sprechstunde lächerlich gemacht, selbst wenn sie ihre Moralvorstellungen klar zum Ausdruck gebracht hatten – beispielsweise wenn Psychologen ihnen raten, Sexualpartner außerhalb der Ehe zu suchen oder zu masturbieren. „Viele Psychologen halten es für in Ordnung, eine Person über ihre Werte hinaus zu drängen“, sagte sie.</p>
<p>Limas Rüge erfolgte nicht wegen irgendetwas, das sie in der Praxis getan hatte, sondern wegen ihrer Social-Media-Aktivitäten. Im März 2023 erhielt Lima erstmals eine Beschwerde, die bei ihrem Regionalen Psychologierat (CRP) eingereicht wurde, weil sie auf Instagram offen über ihren Glauben gesprochen hatte. Der CRP erteilte eine Verwarnung und forderte sie auf, alle religiösen Inhalte aus ihrem Social-Media-Profil zu löschen. Sie weigerte sich.</p>
<p>„Es ist ein persönliches Profil“, sagte Lima. „Ich hätte alles löschen müssen.“ Stattdessen verhandelte sie: Sie würde einen separaten beruflichen Instagram-Account einrichten und ihr persönliches Profil unverändert lassen. Der Rat akzeptierte dies. Doch dann erließ der CFP die Resolution Nr. 7. Lima sah sich einer neuen Welle von Beschwerden gegenüber, und diesmal forderte der CRP sie auf, einen bestimmten Beitrag aus ihrem persönlichen Profil zu löschen, in dem sie christlichen Patienten Ratschläge gab, wie sie einen psychologischen Ansatz wählen könnten, ohne ihren Werten untreu zu werden. Sie weigerte sich erneut und wies darauf hin, dass der Beitrag auf ihrem persönlichen Profil stand, das sie nicht dazu nutze, Patienten zu gewinnen, und das keinen Terminbuchungslink enthielt. „Wenn ich diesen Beitrag lösche“, sagte sie, „sage ich der CRP damit, dass sie die Macht hat, mein Privatleben und meine persönlichen sozialen Medien zu regulieren. Was kommt als Nächstes?“</p>
</blockquote>
<p> </p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Es bräuchte mehr mutige Christen, die sich gegen ungerechtfertigte staatliche Bevormundung zur Wehr setzen.</p>
<p>Mehr: <a href="https://www.christianitytoday.com/2026/06/brazilian-christian-psychologists-fight-to-express-their-faith/" target="_blank" rel="noopener">www.christianitytoday.com</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/christliche-psychologen-in-brasilien-wollen-ihren-glauben-leben-duerfen/47732/">Christliche Psychologen in Brasilien wollen ihren Glauben leben dürfen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
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		<title>„Christenfeindliche Straftaten in Deutschland stark gestiegen“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 11:40:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Religionsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Religionskritik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anja Tang vom „Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians in Europe“ (OIDAC) zufolge nehmen christenfeindliche Straftaten in Deutschland stark zu. Der christliche Glaube komme in den Medien ganz allgemein nicht gut weg.  Zitat aus einem Interview mit Frau Tang:  Ein Großteil der medialen Öffentlichkeit ist dem Christentum gegenüber tendenziell negativ eingestellt oder zumindest verständnislos [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Anja Tang vom „Observatory on Intolerance and Discrimination against Christians in Europe“ (OIDAC) zufolge nehmen christenfeindliche Straftaten in Deutschland stark zu. Der christliche Glaube komme in den Medien ganz allgemein nicht gut weg. </p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Zitat aus einem Interview mit Frau Tang: </p>
<blockquote>
<p>Ein Großteil der medialen Öffentlichkeit ist dem Christentum gegenüber tendenziell negativ eingestellt oder zumindest verständnislos gegenüber öffentlicher Präsenz engagierter Christen. Hinzu kommt, dass einflussreiche Agitateure zunehmend christenfeindliche Haltungen verbreiten. Direkte Aufrufe zu Gewalt sind eher selten, aber auch hierfür gibt es Beispiele.</p>
<p>Im Februar wurde bei einer linken Demonstration in Hamm ein Schild mit dem Slogan „Die einzige Kirche, die erleuchtet sei, ist die, die brennt“ geschwenkt – also ein mehr oder weniger unverhohlener Aufruf, Brandanschläge auf Kirchen zu verüben. Es handelte sich um einen Protest gegen ein katholisches Krankenhaus, das aus Gewissensgründen Abtreibungen ablehnt. Solch ein Spruch ist angesichts der Rekordzahl an Brandanschlägen auf deutsche Kirchen nicht nur geschmacklos. Es muss nicht immer einen direkten Zusammenhang zu Gewalthandlungen geben, aber man sieht, dass eine christenfeindliche Rhetorik auch das gesellschaftliche Klima prägt.</p>
</blockquote>
<p>Mehr (hinter einer Bezahlschranke): <a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/plus6a0efd26a896ebf1b49e8c13/christenhass-christenfeindliche-straftaten-in-deutschland-stark-gestiegen.html" target="_blank" rel="noopener">www.welt.de</a>.</p>
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		<title>Wie abhängig sind wir von sozialen Medien?</title>
		<link>https://theoblog.de/wie-abhaengig-sind-wir-von-sozialen-medien/47693/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 08:46:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unternehmen, die im Raum der sozialen Medien agieren, verdienen mit unserer Aufmerksamkeit Milliarden. Dabei können diese Plattformen auch schaden und sogar süchtig machen. Claudia Bothe hat umfangreich recherchiert und den Einfluss von Meta, TikTok &#38; Co. herausgestellt. „Den Großteil ihres Umsatzes erwirtschaften sie mit Werbung. Allein Facebook und Instagram, die beide zum Meta-Konzern gehören, vereinen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Unternehmen, die im Raum der sozialen Medien agieren, verdienen mit unserer Aufmerksamkeit Milliarden. Dabei können diese Plattformen auch schaden und sogar süchtig machen. Claudia Bothe hat umfangreich recherchiert und den Einfluss von Meta, TikTok &amp; Co. herausgestellt. „Den Großteil ihres Umsatzes erwirtschaften sie mit Werbung. Allein Facebook und Instagram, die beide zum Meta-Konzern gehören, vereinen zusammen rund 70 Prozent des weltweiten Werbeumsatzes in den sozialen Medien. Im Jahr 2024 verzeichnete Meta mehr als 160 Milliarden Dollar an Werbeeinnahmen, gut ein Viertel davon in Europa.“ </p>
<p>Was kann man tun, um nicht die Kontrolle zu verlieren? Zitat:</p>
<blockquote>
<p>Je mehr Zeit und Aufmerksamkeit wir also den Plattformen schenken, desto mehr verdienen sie. Und wir verlieren mitunter nicht nur Zeit, sondern können auch unserem eigenen Wohlbefinden schaden. </p>
<p>Was lässt sich also tun, um weniger Zeit am Handy zu verbringen? Eine dänische Studie hat verschiedene Strategien miteinander verglichen. Als besonders effektiv erwiesen hat sich das konkrete Planen von Nutzungszeiten, indem man sich ein klares Zeitlimit setzt. Die meisten Smartphones haben bereits eine Funktion integriert, mit der man ein Zeitlimit für bestimmte Apps festlegen kann.</p>
<p>Ebenfalls hilfreich sind der Studie zufolge kurze Wartezeiten, die das Öffnen der App herauszögern. Interventions-App wie One Sec lassen die Nutzerinnen und Nutzer einige Sekunden warten, bevor sie Instagram oder Tiktok öffnen können, und regen so an, bewusst zu entscheiden, ob man gerade wirklich Zeit in den sozialen Medien verbringen möchte. „Man sollte sich bewusst machen, wann und wofür man das Handy in die Hand nimmt“, sagt Paschke. Gerade technische Hilfsmittel, die einen bei der Selbstkontrolle unterstützen, sind also durchaus Erfolg versprechend und können die täglichen Aktivitäten, je nach Nutzungsverhalten und Abhängigkeit, um rund ein Drittel verringern. „Ratsam ist es auch, das Handy, ein bis zwei Stunden bevor man ins Bett geht, nicht mehr zu benutzen, weil sich dadurch der Schlaf verschlechtert“, so Paschke.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.faz.net/aktuell/wie-abhaengig-sind-wir-von-sozialen-medien-200824874.html" target="_blank" rel="noopener">www.faz.net</a>.</p>
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		<title>Kinderfrei</title>
		<link>https://theoblog.de/kinderfrei/47680/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 14:52:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Postmoderne]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Individualismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Menschen, die sich bewusst gegen Nachwuchs entscheiden, bezeichnen sich nicht mehr als kinderlos, sondern als „kinderfrei“. Damit ist (irgendwie) vorausgesetzt, dass Kinder vor allem eine Belastung sind. Hier wird, so meine Meinung, der radikale Individualismus auf die Spitze getrieben. Es geht nur noch um mich. Und die Folgen für die Gesellschaft werden desaströs sein. Genau [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen, die sich bewusst gegen Nachwuchs entscheiden, bezeichnen sich nicht mehr als kinderlos, sondern als „kinderfrei“. Damit ist (irgendwie) vorausgesetzt, dass Kinder vor allem eine Belastung sind.</p>
<p>Hier wird, so meine Meinung, der radikale Individualismus auf die Spitze getrieben. Es geht nur noch um mich. Und die Folgen für die Gesellschaft werden desaströs sein. Genau die Leute, die sich selbst genügen, solange sie jung und gesund sind, werden dann, wenn sie alt und krank sind, schreien: „Kümmert euch um mich!“</p>
<p>Zitat:</p>
<blockquote><p>Der Begriff „kinderfrei“ hat eine seltsame Doppelbedeutung. Eltern sagen „Ich habe kinderfrei“, wenn sie ohne ihren Nachwuchs ins Kino gehen, weil die Großeltern auf ihn aufpassen. Das Wort verwenden aber auch immer mehr Menschen zur Selbstbeschreibung – vor allem Frauen –, die sich bewusst gegen eigene Kinder entschieden haben. Das bislang übliche Wort „kinderlos“ klingt für sie zu sehr nach Verlust und Mangel, mit dem Suffix „-frei“ wollen sie ausdrücken, dass ein Dasein ohne eigenen Nachwuchs für sie keinen Verzicht bedeutet, sondern Lebensglück.</p>
<p>Nun steht vor der Nachsilbe „frei“ üblicherweise etwas, das man als Belastung empfindet und gerne los wäre: Wer nicht grübelt, ist sorgenfrei, Raucher wären gerne nikotinfrei und Hauseigentümer schuldenfrei. Im Jahr 1933 wurde überall in Deutschland der Erfolg nationalsozialistischer Unrechtspolitik mit dem Wort „judenfrei“ bejubelt.</p>
<p>Nun also kinderfrei. Ob jemand eigene Kinder oder auch nur den Gedanken daran als Last empfindet, ist höchst individuell und deswegen nicht diskutabel. Doch haben viele der Ich-Texte und Essays, die Kinderlosigkeit als persönliches Lebensmodell beschreiben und zuletzt im Wochentakt in allen großen Publikationen, auch der F.A.Z., erschienen sind, seltsam schrille Untertöne, was den Blick auf das Leben mit Kindern betrifft. Es wird unterstellt, Mütter seien unglücklicher als Frauen ohne Kinder, Eltern hätten schlechteren Sex, und das Bild der einsamen Greisin sei ein Versuch des Patriarchats, Frauen zum Kinderkriegen zu erpressen – und nicht Ausdruck einer demographischen Realität, weil Frauen im Schnitt vier bis fünf Jahre länger leben als Männer. Fast scheint es, als würde sich das über Jahrhunderte geprägte Bild, dass eigene Kinder eine notwendige Bedingung für eine gelungene Biographie sind, langsam umkehren: Ein glückliches Leben genügt sich selbst.</p></blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/kinderlos-deutschland-behandelt-seinen-nachwuchs-als-sei-er-eine-last-200825736.html" target="_blank" rel="noopener">www.faz.net</a>.</p>
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		<title>Die Bedeutungs-Abwärtsspirale</title>
		<link>https://theoblog.de/die-bedeutungs-abwaertsspirale/47623/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 15:48:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[A.C. Brooks]]></category>
		<category><![CDATA[Sinnfrage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Laut der American Psychological Association hat sich die Zahl der amerikanischen Jugendlichen mit Symptomen einer schweren Depression zwischen 2005 und 2019 fast verdreifacht. Die Zahl der Jugendlichen mit Angstzuständen hat sich nahezu verdoppelt. Der amerikanische Harvard-Professor Arthur C. Brooks meint, die Standarderklärungen reichten nicht, um diese Entwicklung zu erklären. Weder könne es an zu vielen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Laut der American Psychological Association hat sich die Zahl der amerikanischen Jugendlichen mit Symptomen einer schweren Depression zwischen 2005 und 2019 fast verdreifacht. Die Zahl der Jugendlichen mit Angstzuständen hat sich nahezu verdoppelt.</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Der amerikanische Harvard-Professor Arthur C. Brooks meint, die Standarderklärungen reichten nicht, um diese Entwicklung zu erklären. Weder könne es an zu vielen Versprechungen noch an einem überhöhten Anspruchsdenken liegen. Laut Brooks fehlt vielen Menschen der Lebenssinn. Und die Ablenkungsmanöver innerhalb der virtuellen Welt würden nicht helfen, sondern verstärkten Gefühle von Traurigkeit und Angst. </p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Zitat aus einem Artikel von Marie-Luise Goldmann:</p>
<blockquote>
<p>Worin also besteht der Sinn, der so vielen jungen Leuten heute abhanden gekommen ist? Brooks verweist auf ein Modell, das Sinn als Summe aus Kohärenz, Zweck und Bedeutsamkeit begreift. Erstens: Passen die Elemente meines Lebens zusammen, geschehen die Dinge aus einem bestimmten Grund? Zweitens: Hat mein Leben Ziele und eine Richtung, lebe ich, um einen bestimmten Zweck zu erfüllen? Und drittens: Hat mein Leben einen inhärenten Wert für mich selbst und für andere?</p>
<p>Besonders gut gebildete junge Leute würden heute überwiegend mit der linken Gehirnhälfte denken, die für lösbare komplizierte Probleme zuständig sei. Die für Komplexität statt Kompliziertheit verantwortliche rechte Gehirnhälfte, die die großen Geheimnisse und Wunder des Lebens wahrnimmt, verkümmere unter diesem auf technische, klar abgrenzbare Probleme fokussierten Lösungsansatz zusehends. „Internet-Sucht ist ein Sinn-Killer“, bringt Brooks das Problem auf den Punkt. Komplexes, mit der rechten Hirnhälfte erfahrbares Wissen müsse in Echtzeit gelebt werden und könne von Computern weder gespeichert noch entdeckt werden.</p>
<p>„Diese Asymmetrie erklärt, warum wir mit genialen Lösungen für uralte Probleme bombardiert werden, aber scheinbar keinen Fortschritt in Richtung größeren Glücks machen. Tatsächlich ist es umgekehrt: Wir verlieren unser Gefühl für den Sinn des Lebens immer schneller“, konstatiert der Forscher. Und: „Die Bedeutungs-Abwärtsspirale ist ein sich selbst verstärkender Kreislauf: Aus Langeweile und Leere wenden sich Menschen süchtig machenden Technologien zu, was wiederum dazu führt, dass sie sich noch weniger mit den tieferen Fragen des Lebens auseinandersetzen. Das verschärft die Sinnkrise – ebenso wie die darauf entstehenden Gefühle von Traurigkeit und Angst.“</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.welt.de/kultur/plus69eb782ee5056f185e233fdd/warum-depressionen-angstzustaende-und-einsamkeit-unter-jungen-menschen-zunehmen.html" target="_blank" rel="noopener">www.welt.de</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/die-bedeutungs-abwaertsspirale/47623/">Die Bedeutungs-Abwärtsspirale</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
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