Nachdem sich die CDU-Politiker Hendrik Streeck und Jens Spahn dafür entschieden haben, sich jeweils ein Kind zu kaufen, ist die Diskussion über die „Leihmutterschaft“ erneut in Schwung gekommen. Die Herbeiführung einer Leihmutterschaft sowie deren Vermittlung sind in Deutschland nicht nur untersagt, sondern auch strafbar. Trotzdem nehmen also Menschen mit großer politischer Verantwortung, Jens Spahn ist Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, diese „Dienstleistung“ für sich in Anspruch. Im Jahr 2015 äußerte sich Spahn übrigens ganz anders: „Als schwuler Mann und Christ kann ich mich persönlich nur sehr schwer mit der Idee eines gemieteten Mutterbauchs anfreunden.“
Hier stellen sich grundlegende verfassungsrechtliche, gesellschaftliche und weltanschauliche Fragen, wie Reinhard Müller völlig zu Recht feststellt:
Leider wird aber oft so getan, als sei diese Ausprägung des Persönlichkeitsrechts schrankenlos gewährleistet. Doch das gilt für kein Grundrecht. Die Besonderheit beim Kinderwunsch ist: Dieser Wunsch kann allein gar nicht erfüllt werden. Man braucht dazu immer einen Mann und eine Frau. Die schlichte Feststellung dieser biologischen Tatsache ist heutzutage fast schon Anlass für politische Verfolgung, in einer Zeit, in der schon die Existenz der Geschlechter infrage gestellt wird und der Geschlechterwechsel recht beliebig möglich ist.
Da aber für ein Kind immer ein biologischer Mann und eine biologische Mutter gebraucht werden, sind für einen Kinderwunsch homosexueller Paare die Dienste Dritter nötig. Und nicht zu vergessen: Das so erzeugte Kind hat eigene Rechte. Gegebenenfalls auch gegen seine Eltern. So haben der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und der Bundesgerichtshof das Kindeswohl zum Maßstab der hiesigen Anerkennung von Leihmutterschaft im Ausland gemacht. Was aber niemals untergehen darf: Hier geht es um das Wunder einer Schöpfung. Die Entstehung eines neuen Menschen durch zwei Menschen. Ein höchst intimes Ereignis, vor allem für die Mutter, die mit dem Kind lange schwanger ist und es unter Schmerzen auf die Welt bringt. Das ist keine Dienstleistung, das darf kein Service sein, den man kaufen kann. Was wird im Übrigen aus diesen Müttern, selbst wenn sie es freiwillig und mehrfach tun und die bestellenden Paare versichern, sie wollten mit ihnen in Kontakt bleiben, nachdem sie den Säugling nach der Geburt aus der Hand gegeben haben?
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Meine Meinung ist:
Leider hat Herr Spahn die göttliche Schöpfungsordnung für Ehe und Familie aufgegeben.
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Meine Meinung ist:
Ein Konservatismus ohne Naturrecht verliert sein Fundament.
Die Diskussion über die Leihmutterschaft von Jens Spahn zeigt aus meiner Sicht eine grundlegende Frage: Was bleibt vom Konservatismus übrig, wenn er keine feste Grundlage mehr außerhalb wechselnder Mehrheiten besitzt?
Für mich liegt diese Grundlage in der von Gott gegebenen Schöpfungsordnung. Aus dieser Schöpfungsordnung ergibt sich das Naturrecht: die Einsicht, dass es eine objektive Ordnung des Menschseins gibt, die nicht vom Staat geschaffen und nicht durch politische Entscheidungen beliebig verändert werden kann.
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Unabhängig der ethischen Frage ist folgendes verheerend, wenn
– Politiker sich in solchen wichtigen Fragen nicht an Gesetze halten und Do den Bürgern ein tolles Vorbild sind.
– Wenn Politiker zu der Gruppe Menschen gehören, die meint mit Geld alles kaufen zu können.
Nach meiner Überzeugung geht es bei der Leihmutterschaft nicht um ein „Recht auf ein Kind“, sondern um die Frage, ob der Mensch die von Gott gestiftete Ordnung der Elternschaft beliebig neu definieren darf. Gerade deshalb halte ich das Verhalten von Jens Spahn für moralisch verwerflich. Ein Kind darf niemals zum Ergebnis eines vertraglich organisierten Fortpflanzungsprozesses werden. Es ist kein Wunschobjekt, sondern eine von Gott geschenkte Person mit eigener Würde und eigenen Rechten. Der evangelikale Theologe Albert Mohler bringt dies im dritten Teil seines Briefings deutlich auf den Punkt. https://albertmohler.com/2024/01/19/briefing-1-19-24/ Seine ontologische und metaphysische Sicht ist klar: Gott hat Ehe, Vater, Mutter, Zeugung, Schwangerschaft und Familie als untrennbare Einheit geschaffen. Leihmutterschaft zerreißt diese Schöpfungsordnung und widerspricht damit dem Naturrecht. Elternschaft wird künstlich in genetische, austragende und juristische Rollen aufgespalten. Nach meiner Überzeugung ist genau dies der eigentliche moralische Bruch. Am meisten zu bedauern ist das Kind. Es muss mit einem Konstrukt leben, bei dem genetische Herkunft, Schwangerschaft und rechtliche Elternschaft auseinanderfallen.… Weiterlesen »
Mein „Idealbild“ von Familie sieht ungefähr so aus: Ein Mann und eine Frau verlieben sich, heiraten und wenn es für beide passt haben sie in einer schönen gemeinsamen Nacht ein Kind gezeugt. Die beiden durchleben die Schwangerschaft, natürlich ist diese Zeit für die Frau viel intensiver, das Baby kommt zur Welt, die Mutterinstinkte funktionieren und das Kind bekommt nicht nur die Brust sondern die ganze Ladung Liebe von Mama und Papa. Als Christ proklamiere ich, das ist Gottes Idee, daran ist nichts altmodisch, reaktionär oder irgendwie schräg, sondern einfach nur schön und natürlich. Jens Spahn bezeichnet sich als gläubig, stellt aber „mein Idealbild“ auf den Kopf, sein „Famllienkonstrukt“ kollidiert in allen Punkten mit der Schöpfungsordnung. Ist ein Deal der viele tausend Dollar kostet, degradiert eine Frau zur Gebärmaschine, verwehrt einem Kind die Mutter. Sein Rücktritt, ist die beste Schlagzeile seit Wochen!