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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>Odyssee</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 07:02:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Nolan]]></category>
		<category><![CDATA[Homer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Christopher Nolan hat einen neuen Film mit einer Lauflänge von knapp drei Stunden produziert. In „Odyssee“ setzt er Homers großes Epos mit neuester Filmtechnik in Szene. Er verbindet einen antiken Stoff mit seiner typischen Vorliebe für formale Strenge, Zeitebenen, Spektakel und technische Innovation. Marcus Stiglegger schreibt in seiner epd-Besprechung: Dass ein Studio wie Universal einem Filmemacher [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Christopher Nolan hat einen neuen Film mit einer Lauflänge von knapp drei Stunden produziert. In „Odyssee“ setzt er Homers großes Epos mit neuester Filmtechnik in Szene. Er verbindet einen antiken Stoff mit seiner typischen Vorliebe für formale Strenge, Zeitebenen, Spektakel und technische Innovation.</p>
<p>Marcus Stiglegger schreibt in seiner <a href="https://www.epd-film.de/filmkritiken/die-odyssee-0" target="_blank" rel="noopener">epd-Besprechung</a>:</p>
<blockquote>
<p>Dass ein Studio wie Universal einem Filmemacher Hunderte Millionen Dollar anvertraut, um ein altgriechisches Epos auf 70-mm-Film zu realisieren, wirkt beinahe anachronistisch (MGM hatte mit „CLEOPATRA“ auf diese Weise um 1960 das klassische Studiosystem zerstört). Vielleicht ist gerade das die kulturhistorische Pointe: In einer Zeit serieller Erzähluniversen kehrt das Kino zu einer der ältesten Geschichten überhaupt zurück und erschafft daraus – ähnlich wie Robert Eggers in „THE NORTHMAN“ (2022) – ein eigenständiges Universum. Es wird sich zeigen, wie effektiv dieser Schritt ist.</p>
<p>In jedem Fall ist es Christopher Nolan nachdrücklich gelungen, eine unserer Gegenwart angemessene Version des Odysseus-Mythos zu präsentieren. Sein Film zeigt eine Welt des umfassenden Krieges. Die Schuld der Menschen ist es, die etablierten Gesetze der Gastfreundschaft zu missachten, aus Gier das Schicksal herauszufordern und die Götter zu demütigen. Diese Welt ist aus der Balance geraten, und es bleibt den Schuldigen selbst überlassen, sie zu korrigieren. Odysseus und Penelope fahren am Ende nach Westen, um die Toten zu ehren. So wurde es im Hades von ihm gefordert. Und vielleicht „kehrt eines Tages“, so Penelope, „die Zivilisation zurück“.</p>
</blockquote>
<p>Spannend sind auch die Beobachtungen von Paul Marchbanks: <a href="https://www.christianitytoday.com/2026/07/the-odyssey-christopher-nolan/" target="_blank" rel="noopener">www.christianitytoday.com</a>.</p>
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		<title>Menschenfischen &#038; Schafeweiden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 07:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Jüngerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Missiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Mission]]></category>
		<category><![CDATA[W.C. Jaeschke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>    Vor rund 25 Jahren hatte ich das Vergnügen, Wolf Christian-Jaeschke bei der Veröffentlichung des wunderbaren Buches Adolph Zahn: Von Gottes Gnade und des Menschen Elend (#ad, 2. Aufl., 2005) zu unterstützen. Dr. Bernhard Kaiser schrieb damals über das Werk: Lange muß man suchen, bis man in der Theologenwelt des neunzehnten Jahrhunderts mit ihrem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" style="display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;" title="M&amp;S.jpg" src="https://theoblog.de/wp-content/uploads/2026/07/MS.jpg" alt="" width="296" height="455" border="0"></p>
<p> </p>
<p>Vor rund 25 Jahren hatte ich das Vergnügen, Wolf Christian-Jaeschke bei der Veröffentlichung des wunderbaren Buches <a href="https://amzn.to/4vDPfFe" target="_blank" rel="noopener"><em>Adolph Zahn: Von Gottes Gnade und des Menschen Elend</em></a> (#ad, 2. Aufl., 2005) zu unterstützen.</p>
<p>Dr. Bernhard Kaiser schrieb damals über das Werk:</p>
<blockquote>
<p>Lange muß man suchen, bis man in der Theologenwelt des neunzehnten Jahrhunderts mit ihrem Fortschrittsoptimismus und ihren Illusionen vom Menschen einen Mann des biblischen Realismus findet. Wolf-Christian Jaeschke, der Leiter der Navigatoren-Arbeit in Deutschland, ist fündig geworden und hat uns Adolph Zahn vorgestellt. Dafür ein herzliches Dankeschön vorab. Biblischer Realismus ist das Markenzeichen der Theologie, die in diesem Buch präsentiert wird. Adolph Zahn (1834-1900) war Pfarrer in Halle, Wuppertal und Stuttgart, ein Kämpfer für die Wahrheit und Irrtumslosigkeit der Schrift und gegen die Bibelkritik, ein Vetter von Theodor Zahn und Adolf Schlatter. Er lebte und wirkte in einer Zeit, in der der Heils- und Heiligungsoptimismus und die Illusionen vom neuen, wiedergeborenen Menschen der frommen und ansonsten bibelgläubigen Welt in den Kopf stiegen. Realismus dagegen heißt, daß Zahn in großer Klarheit vom vollbrachten, stellvertretenden Heil in Christus sprach, jener geistlichen Realität, die für uns nicht sichtbar ist, aber die doch so wirklich und wahr ist, wie Christus gestorben, auferstanden und in den Himmel aufgefahren ist.</p>
</blockquote>
<p>Von <em>Gottes Gnade und des Menschen Elend</em> steht immer noch in meiner Handbibliothek, sodass ich bei Bedarf schnell darauf zurückgreifen kann. Die Anhänge zu lutherisch-reformierten Lehrdifferenzen, zur Heiligen Schrift oder zur Eschatologie sind ungemein hilfreich.</p>
<p>In den zurückliegenden Monaten, also 25 Jahre später, durfte ich Wolf Christian Jaeschke erneut bei der Herausgabe eines Buches unterstützen. Vor wenigen Tagen ist <a href="https://amzn.to/4bouWVp" target="_blank" rel="noopener"><em>Menschenfischen und Schafeweiden: Die doppelte Berufung der Jesus-Nachfolger</em></a> (#ad, 1. Aufl., 2026) erschienen.</p>
<p>Das Buch beschreibt die Ausbreitung des Evangeliums. Es bietet einen einprägsamen Gesamtüberblick über die beiden zentralen Handlungsfelder, die Jesus in seiner bildhaften Sprache als „Menschenfischen” und „Schafeweiden” bezeichnete. Beim ersten geht es darum, dass Menschen den Glauben für sich entdecken, beim zweiten darum, dass sie in diesem Glauben gestärkt und vertieft werden.</p>
<p>Theologische Fragen, die sich bei der Ausbreitung des Evangeliums stellen, aber oft ausgeblendet bleiben, werden in verständlicher Weise erläutert. So entsteht eine „Theologie für unterwegs“. Sie soll all jenen dienen, die mit anderen im Gespräch über den Glauben stehen oder diese im Glauben begleiten.</p>
<p>Die Praxis dieses Unterwegsseins wird in ihrem weit gefächerten Spektrum dargestellt. Wer mehr über Evangelisation und Nacharbeit, Apologetik und Zweierschaft, Tutoring und Mentoring und vieles andere mehr wissen möchte, findet hier reichlich Material.</p>
<p>Der Autor stützt sich dabei auf seine langjährige Erfahrung im „Menschenfischen und Schafeweiden“ sowie auf eine Fülle von Literatur zum Thema. Wer dieses Buch liest, lernt durch Überblicke und Originalzitate zahlreiche weitere Publikationen kennen.</p>
<p>In drei Anhängen wird zudem betrachtet, was C. S. Lewis, Francis Schaeffer und der Chinamissionar John Nevius zur Glaubensvermittlung und -vertiefung zu sagen hatten.</p>
<p>Meiner Meinung nach ist es ein wichtiges Buch, das zur richtigen Zeit erschienen ist. Es erinnert uns an unseren Auftrag, das Evangelium mutig zu bezeugen; und es zeigt uns, wie wir unseren Glauben im öffentlichen Raum und in der persönlichen Begegnung vertiefen können. Gerade Themen wie Mentoring oder Tutoring bleiben in christlichen Kreisen oft theologisch unterbelichtet. Dabei geht es nämlich nicht nur um neutrale, offene Entwicklungsprozesse, Begleitung und Stärkung, sondern auch um eine am Evangelium orientierte „Unterweisung“.</p>
<p>Fehlt diese Vertiefung, bleiben wir geistlich unmündig und laufen Gefahr, vom Wind falscher Lehren mitgerissen zu werden. Paulus schrieb an die Epheser: „Wir sollen keine unmündigen Kinder mehr sein; wir dürfen uns nicht mehr durch jede beliebige Lehre vom Kurs abbringen lassen wie ein Schiff, das von Wind und Wellen hin und her geworfen wird“ (Eph 4,14 NGÜ). „Stattdessen sollen wir in einem Geist der Liebe an der Wahrheit festhalten, damit wir im Glauben wachsen und in jeder Hinsicht mehr und mehr dem ähnlich werden, der das Haupt ist, Christus“ (Eph 4,15 NGÜ).</p>
<p>Das Buch vermittelt keine neuen Programme, sondern macht Mut, Verantwortung zu übernehmen und eine Kultur des Jüngermachens und Jüngerstärkens zu fördern.</p>
<p>Bei Verlag gibt&#8217;s mehr Informationen; außerdem kann dort das Buch auch bestellt werden: <a href="https://verbum-medien.de/products/menschenfischen-schafeweiden?_pos=1&amp;_psq=Jaeschke&amp;_psid=ed3319e12&amp;_ss=e&amp;_v=1.0" target="_blank" rel="noopener">verbum-medien.de</a>.</p>
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		<title>Lutz E. von Padberg (1950–2026)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2026 04:15:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lutz von Padberg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der gläubige Historiker Lutz E. von Padberg ist am 16. Juli 2026 nach schwerer Krankheit heimgegangen. Die FTH schreibt: Wir verlieren mit ihm einen angesehenen Kollegen und Freund, der 27 Jahre (von 1986 bis 2013) an der FTH als Professor für Historische Theologie tätig war. Prof. v. Padberg vermittelte vielen Studenten die Liebe zur Kirchen- [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der gläubige Historiker Lutz E. von Padberg ist am 16. Juli 2026 nach schwerer Krankheit heimgegangen. Die FTH <a href="https://www.facebook.com/fthgiessen/posts/am-donnerstag-den-16-juli-ist-prof-dr-lutz-v-padberg-heimgegangenwir-verlieren-m/1602373175063003/" target="_blank" rel="noopener">schreibt</a>:</p>
<blockquote>
<p>Wir verlieren mit ihm einen angesehenen Kollegen und Freund, der 27 Jahre (von 1986 bis 2013) an der FTH als Professor für Historische Theologie tätig war. Prof. v. Padberg vermittelte vielen Studenten die Liebe zur Kirchen- und Geistesgeschichte. Der promovierte und habilitierte Mediävist verzichtete Mitte der 1980er Jahre bewusst auf eine Universitätskarriere, um sich ganz in die Ausbildung junger Menschen für den geistlichen Dienst zu investieren.</p>
<p>Lutz v. Padberg war ein profunder Kenner des Mittelalters, mit dem Schwerpunkt auf der Christianisierung Mittel- und Nordeuropas. Seine Forschungen über Bonifatius sind bis heute wegweisend. Darüber hinaus half er bei der Weiterentwicklung der FTH hin zur Hochschulanerkennung. Über Jahrzehnte war er zudem Gastprofessor an der Ev. Theologischen Fakultät in Leuven/Belgien sowie Privatdozent an der Universität Paderborn. Sein Publikationsverzeichnis umfasst über 400 Titel.</p>
<p>In den 27 Jahren seiner Lehrtätigkeit an der FTH prägte er nicht nur durch seine akademische Gründlichkeit, sondern auch durch seinen ruhigen, tiefen Glauben. Sein Lebensmotto „Damit wir etwas seien zum Lobe Seiner Herrlichkeit“ (Eph 1,12) spiegelte sich in seinem ganzen Leben wider. Die Ehre Gottes war ihm das Wichtigste. Durch viele schwere Krankheitsnöte hindurch blieb er seinem Schöpfer und Erlöser eng verbunden, der ihn nie im Stich gelassen hat.</p>
<p>Ein Leben für Gott, zu seiner Ehre, ist zu Ende gegangen. Lutz v. Padberg hinterlässt seine Frau Claudia, die 53 Jahre eng an seiner Seite stand, in guten wie in schweren Tagen. Wir wissen ihn bei dem, der das Leben und die Auferstehung ist, dem Christus.</p>
</blockquote>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Anfang der 80er-Jahre fand ich zum christlichen Glauben und schloss mich dem Jugendbund für entschiedenes Christentum (EC) in Düsseldorf an. Da Lutz von Padberg damals für den EC aktiv war, insbesondere in Münster, durfte ich ihn auf mehreren Veranstaltungen kennenlernen. Er hat mich sehr ermutigt, den Glauben und den Verstand gleichermaßen ernst zu nehmen. Aus meiner Sicht war er ein großer christlicher Historiker und Kirchengeschichtler. Historisch Interessierten empfehle ich sein Buch <em><a href="https://amzn.to/4fcbopx" target="_blank" rel="noopener">Die Christianisierung Europas im Mittelalter</a></em>, apologetisch Interessierten: <a href="https://amzn.to/4fcbvkX" target="_blank" rel="noopener"><em>Von Kreuzzügen, Inquisition und gerechten Kriegen</em></a> (#ad).</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Darf man öffentlich noch „Trans-Identitäten“ hinterfragen?</title>
		<link>https://theoblog.de/darf-man-oeffentlich-noch-trans-identitaeten-hinterfragen/47946/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 09:44:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Transgender]]></category>
		<category><![CDATA[Transsexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Professorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf möchte Trans-Identitäten in einer Vorlesung kritisch hinterfragen. Studentenverbände rufen zu einer Demonstration auf und fordern den Rauswurf der Professorin. Es ist nicht mehr zu übersehen: Aktivisten beschränken die Forschungs- und Meinungsfreiheit zunehmend. DIE WELT berichtet:  Ein wissenschaftlicher Vortrag sorgt einmal mehr für eine Kontroverse an einer deutschen Universität. Die Professorin [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Eine Professorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf möchte Trans-Identitäten in einer Vorlesung kritisch hinterfragen. Studentenverbände rufen zu einer Demonstration auf und fordern den Rauswurf der Professorin. Es ist nicht mehr zu übersehen: Aktivisten beschränken die Forschungs- und Meinungsfreiheit zunehmend.</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">DIE WELT berichtet: </p>
<blockquote>
<p>Ein wissenschaftlicher Vortrag sorgt einmal mehr für eine Kontroverse an einer deutschen Universität. Die Professorin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU), die sich kritisch mit „Trans-Identitäten“ auseinandersetzen will, ist ins Visier linker Studentenverbände geraten. Die Aktivisten fordern nicht weniger als den Rauswurf der Professorin und ein Campusverbot.</p>
<p>Die Professorin im Bereich Entwicklungspsychologie lehrt seit 2007 an der HHU. Zuvor forschte und unterrichtete sie fast zwei Jahrzehnte an renommierten US-Hochschulen. Es geht um einen Vortrag unter dem Titel „Entwicklung von Trans-Identität“.</p>
<p>„Die Psychologie-Professorin plant am Dienstag im Rahmen ihrer Veranstaltung Entwicklungspsychologie darüber zu sprechen, warum die Existenz von Trans*Identitäten wissenschaftlich nicht haltbar sei und die Verbreitung von ‚Trans-Ideologie‘ Kinder und Jugendliche gefährden würde“, heißt es in einem Demo-Aufruf, den unter anderem der sozialistisch-demokratische Studiverband Düsseldorf, die örtliche Juso-Hochschulgruppe und der Ring Christlich-Demokratischer Studenten verbreiten. „Diese Aussagen sind nicht nur menschenfeindlich, sondern auch wissenschaftlich falsch.“ Die Veranstaltung habe „somit nichts an einer Universität zu suchen“.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a5d716fc72232627649d969/duesseldorf-professorin-haelt-vortrag-ueber-trans-identitaeten-studenten-fordern-rauswurf-und-campus-verbot.html" target="_blank" rel="noopener">www.welt.de</a>.</p>
<p>VD: TJ</p>
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		<title>Ich taufe im Namen der „Heiligen Geistkraft“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 09:20:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praktische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Jörg Vogt]]></category>
		<category><![CDATA[Taufe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Evangelische Kirche in Rheinland hat kein Problem damit, Menschen im Namen der „Heiligen Geistkraft“ zu taufen. SELK-Bischof Hans-Jörg Voigt widerspricht völlig zurecht:  Die Frage nach der Gültigkeit von Taufen taucht in Gemeinden der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) gelegentlich bei Übertritten aus anderen Gemeinden oder Kirchen auf. Ich erinnere mich an eine Taufe, die in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Evangelische Kirche in Rheinland hat kein Problem damit, Menschen im Namen der „Heiligen Geistkraft“ zu taufen. SELK-Bischof Hans-Jörg Voigt widerspricht völlig zurecht: </p>
<blockquote>
<p>Die Frage nach der Gültigkeit von Taufen taucht in Gemeinden der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) gelegentlich bei Übertritten aus anderen Gemeinden oder Kirchen auf. Ich erinnere mich an eine Taufe, die in einer freikirchlichen Gemeinde „auf den Namen Jesus“ vollzogen worden war und nicht unter Verwendung der trinitarischen Formel, die im Taufbefehl Jesu (Matthäus 28,19) genannt wird: „Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes…“ In diesem Fall wurde die Taufe nachgehend gültig durch den SELK-Pfarrer vollzogen. Es hat in einer älteren Generation in der Zeit der „Deutschen Christen“ Taufen gegeben, die, statt mit Wasser, mit Blumen vollzogen wurden. Auch in diesem Fall wurde die Taufe nachgehend gültig vollzogen. Die lutherische Kirche spricht in solchen Fällen sehr bewusst nicht von einer „Wiederholung der Taufe“, da die Taufe unwiederholbar ist. Eine Taufe, in der bei der Taufformel anstelle des Heiligen Geistes eine „Heilige Geistkraft“ benannt wurde, muss nachgehend gültig vollzogen werden, damit die betreffende Person kraft ihrer Taufe ihrer Seligkeit absolut gewiss sein kann. Paulus schreibt, dass Gott uns selig machte „durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist“ (Titus 3,5).</p>
<p>Die Rede von einer „Heiligen Geistkraft“ ist gegen das Bekenntnis der Kirche. Im Athanasianischen Glaubensbekenntnis, einem der ältesten christlichen Bekenntnisse, heißt es: „Eine andere Person ist der Vater, eine andere der Sohn, eine andere der Heilige Geist.“ Auf das Personsein der Dreifaltigkeit wird besonderer Wert gelegt. Der Heilige Geist hat Kraft, aber er ist nicht als „Kraft“ anzureden. </p>
</blockquote>
<p>Mehr (hinter einer Bezahlschranke): <a href="https://www.idea.de/wird-die-heilige-geistkraft-zum-stolperstein-der-oekumene/" target="_blank" rel="noopener">www.idea.de</a>.</p>
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		<title>Leihmutterschafts-Verträge</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2026 09:11:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Birgit Kelle]]></category>
		<category><![CDATA[Leihmutterschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Birgit Kelle, Autorin des Buches Ich kauf mir ein Kind (#ad, 2024), hat auf ihrem Facebook-Feed einige Hardfacts zu den Leihmutterschafts-Verträgen in den USA veröffentlicht. Hier ein Auszug:  Jens Spahn legt ja Wert darauf, in den USA mit vermeintlich „guten“ Leihmutterschafts-Verträgen sein Geschäft durchgeführt zu haben. Ein paar Fakten also zu der sauberen Welt der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Birgit Kelle, Autorin des Buches <em><a href="https://amzn.to/3RGdTHw" target="_blank" rel="noopener">Ich kauf mir ein Kind</a></em> (#ad, 2024), hat auf <a href="https://www.facebook.com/birgit.kelle.3" target="_blank" rel="noopener">ihrem Facebook-Feed</a> einige Hardfacts zu den Leihmutterschafts-Verträgen in den USA veröffentlicht. Hier ein Auszug: </p>
<p>Jens Spahn legt ja Wert darauf, in den USA mit vermeintlich „guten“ Leihmutterschafts-Verträgen sein Geschäft durchgeführt zu haben. Ein paar Fakten also zu der sauberen Welt der USA.</p>
<p>Dazu gilt grundsätzlich: Auch mit Verträgen wäre Menschenhandel immer noch Menschenhandel. Oder macht es die Dinge hübscher, wenn man eine Urkunde und einen Kassenzettel bekommt? Eine sicher wichtige Frage für jeden Sklavenmarkt.</p>
<ol>
<li>Die Verträge nutzen nicht den Leihmüttern, sondern den Kunden, damit sie die Leihmutter unter Kontrolle haben und sie kontrollieren können, u.a. was sie zu sich nimmt, wo sie sich aufhalten darf, wohin sie reisen darf, welche Medikamente sie nehmen muss, was sie in der Schwangerschaft alles nicht darf, welche Ärzte und Kliniken sie nur noch konsultieren darf. Ob und mit wem sie Sex aben darf.</li>
<li>Aus dem Vertrag kommen sie auch nicht raus. Wer abbricht, muss die bislang entstandenen Kosten für die Besteller, die Ärzte, die Anwälte bezahlen. Das kann eine Frau nicht, sie machen es ja, um Geld zu verdienen. Wer einmal einsteigt, muss durchziehen.</li>
<li>Die Frauen sind mit ihren körperlichen und seelischen Komplikationen nach der Geburt alleine gelassen, viele können sich die Behandlungen danach nicht leisten. Es gibt massive körperliche Schäden und Risiken für die Frauen, Spätfolgen, die nicht versichert sind. Die Agenturen und Kunden sind damit raus, die Frau körperlich ruiniert. Gefäßkrankheiten, Bluthochdruck, Unfruchtbarkeit, organische Schäden sind häufigste Spätfolgen.</li>
<li>Natürlich nimmt man nur Frauen unter Vertrag, die schon Kinder haben. Spahn preist das im Podcast von Ronzheimer als vermeintliche besondere Sorgfalt an. Der Brutkasten muss bewiesen haben, dass er gebärfähig ist. So einfach ist das. Man tut es aber auch, damit die Frauen ihre Muttergefühle auf die eigenen Kinder fokussieren und keinen Anspruch auf das neue Kind erheben. Nebeneffekt: Zehntausende Kinder haben bereits zugesehen, wie ihre Mütter Geschwisterkinder verkaufen. Was macht das mit den Geschwistern?</li>
<li>Natürlich lässt man die Frauen nicht ihre eigenen Eizellen austragen, sondern setzt ihnen fremde Eier ein, auch hier, damit sie genetisch keine Verbindung zum Kind haben und keine Ansprüche später an das Kind stellen. Alles vertraglich geregelt. Das Risiko in der Schwangerschaft steigt damit extrem an, weil sie keinerlei genetische Verbindung zum Kind haben. Ihr Körper will die Schwangerschaft also ständig beenden, das Kind abstoßen. Um das zu verhindern, müssen sie starke Medikamente in der Schwangerschaft nehmen. Es gibt keine Studien, was das mit der Gesundheit der Frauen und der Ungeborenen macht. Es sind alles Hochrisikoschwangerschaften. Frühgeburten und Fehlgeburten gehören zum Alltag.</li>
<li>Ebenfalls in den Verträgen geregelt wird, dass Frauen sich mit allen medizinischen Eingriffen einverstanden erklären müssen, dass sie auch gesunde Kinder abtreiben müssen, wenn sie nicht mehr gewollt sind, das falsche Geschlecht haben oder wenn sich aus Versehen Mehrlingsgeburten entwickeln, die man gar nicht will. Diese Kinder werden dann &#8222;reduziert&#8220;, so der Fachausdruck für das Töten im Mutterleib. Gerade wird in Kanada eine Leihmutter von ihren Bestellern verklagt, weil sie nicht abtreiben wollte.</li>
</ol>
<p>Ebenfalls empfehlenswert ist ein Artikel von Jana Frey. Sie schreibt in „Fassen wir zusammen, was eine Leihmutter tatsächlich erhält – diese Zahlen machen mich sprachlos“:</p>
<blockquote>
<p>Denn so sind die Fakten: Der schwule „Unbedingt-werde-ich-Kinder-haben-Sager“ nutzt – weil er Geld hat – die finanzielle Bedürftigkeit von zwei Frauen aus, um sich zu verwirklichen und sich das zu holen, was er nicht hat: Erstens, das Recht auf ein Kind. Zweitens, Eierstöcke und einen Uterus. Was macht er also? Er kauft sich die drei „Dinge“ einfach. Bei je einer finanziell schlechter gestellten Frau. Ein Ei da und einen Bauch dort. Beides zusammen von einer Frau zu holen, ginge auch, ist aber nicht beliebt. Und das hat wieder ganz rationale Gründe: Eine Frau, deren eigenes Baby in ihrem Bauch heranwächst, ist mit diesem Kind durch gemeinsame DNA verwandt. Sie hat dadurch tatsächlich gewisse „Rechte“ an diesem Kind, selbst wenn der „Vater“ ein zahlender Kunde ist, dem sie Versprechungen gemacht und mit dem sie einen Vertrag abgeschlossen hat. Sogar, wenn sie bereits Geld für diese „Dienstleistung“ erhalten haben sollte.</p>
<p>Wenn sie also während der neun Monate, in denen dieses Kind in ihr heranwächst, beginnt, es zu lieben (was nicht passieren soll!), könnten daraus Probleme entstehen, die schlussendlich vor einem Gericht enden können. Und es wäre im Bereich des Möglichen, dass die Frau dort das „Recht erhält“, ihr Kind zu behalten. Sichert sich der „Natürlich-werde-ich-einmal-Kinder-haben-Schwule“ aber ab, indem er einer finanziell schwach gestellten Frau Eizellen abkauft (also keine Eizellspende) und den Körper einer anderen finanziell schwach gestellten Frau für neun Monate „mietet“, ist er auf der sicheren Seite. Nicht in Deutschland, aber in vielen anderen Ländern. In den USA, in Osteuropa, aber auch in Griechenland und in Indien, um ein paar Beispiele zu nennen.</p>
</blockquote>
<p>Mehr (hinter einer Bezahlschranke): <a href="https://www.welt.de/vermischtes/plus6a5b009ac72232627649a035/debatte-um-spahn-kind-fassen-wir-zusammen-was-eine-leihmutter-tatsaechlich-erhaelt-diese-zahlen-machen-mich-sprachlos.html?icid=search.product.onsitesearch" target="_blank" rel="noopener">www.welt.de</a>.</p>
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		<title>Ein Kind um jeden Preis?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2026 05:41:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Spahn]]></category>
		<category><![CDATA[Leihmutterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Reinhard Müller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem sich die CDU-Politiker Hendrik Streeck und Jens Spahn dafür entschieden haben, sich jeweils ein Kind zu kaufen, ist die Diskussion über die „Leihmutterschaft“ erneut in Schwung gekommen. Die Herbeiführung einer Leihmutterschaft sowie deren Vermittlung sind in Deutschland nicht nur untersagt, sondern auch strafbar. Trotzdem nehmen also Menschen mit großer politischer Verantwortung, Jens Spahn ist [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem sich die CDU-Politiker Hendrik Streeck und Jens Spahn dafür entschieden haben, sich jeweils ein Kind zu kaufen, ist die Diskussion über die „Leihmutterschaft“ erneut in Schwung gekommen. Die Herbeiführung einer Leihmutterschaft sowie deren Vermittlung sind in Deutschland nicht nur untersagt, sondern auch strafbar. Trotzdem nehmen also Menschen mit großer politischer Verantwortung, Jens Spahn ist  Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, diese „Dienstleistung“ für sich in Anspruch. Im Jahr 2015 <a href="https://www.focus.de/politik/deutschland/als-schwuler-mann-und-christ-spahn-widerspricht-mit-leihmutterschaft-eigenen-aussagen_e22bac7b-04d9-4413-8eb9-e02689db31c5.html" target="_blank" rel="noopener">äußerte sich Spahn übrigens ganz anders</a>: „Als schwuler Mann und Christ kann ich mich persönlich nur sehr schwer mit der Idee eines gemieteten Mutterbauchs anfreunden.“</p>
<p>Hier stellen sich grundlegende verfassungsrechtliche, gesellschaftliche und weltanschauliche Fragen, wie Reinhard Müller völlig zu Recht feststellt: </p>
<blockquote>
<p>Leider wird aber oft so getan, als sei diese Ausprägung des Persönlichkeitsrechts schrankenlos gewährleistet. Doch das gilt für kein Grundrecht. Die Besonderheit beim Kinderwunsch ist: Dieser Wunsch kann allein gar nicht erfüllt werden. Man braucht dazu immer einen Mann und eine Frau. Die schlichte Feststellung dieser biologischen Tatsache ist heutzutage fast schon Anlass für politische Verfolgung, in einer Zeit, in der schon die Existenz der Geschlechter infrage gestellt wird und der Geschlechterwechsel recht beliebig möglich ist.</p>
<p>Da aber für ein Kind immer ein biologischer Mann und eine biologische Mutter gebraucht werden, sind für einen Kinderwunsch homosexueller Paare die Dienste Dritter nötig. Und nicht zu vergessen: Das so erzeugte Kind hat eigene Rechte. Gegebenenfalls auch gegen seine Eltern. So haben der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und der Bundesgerichtshof das Kindeswohl zum Maßstab der hiesigen Anerkennung von Leihmutterschaft im Ausland gemacht. Was aber niemals untergehen darf: Hier geht es um das Wunder einer Schöpfung. Die Entstehung eines neuen Menschen durch zwei Menschen. Ein höchst intimes Ereignis, vor allem für die Mutter, die mit dem Kind lange schwanger ist und es unter Schmerzen auf die Welt bringt. Das ist keine Dienstleistung, das darf kein Service sein, den man kaufen kann. Was wird im Übrigen aus diesen Müttern, selbst wenn sie es freiwillig und mehrfach tun und die bestellenden Paare versichern, sie wollten mit ihnen in Kontakt bleiben, nachdem sie den Säugling nach der Geburt aus der Hand gegeben haben?</p>
</blockquote>
<p>Mehr (hinter einer Bezahlschranke): <a href="https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/leihmutterschaft-ein-kind-um-jeden-preis-201035755.html" target="_blank" rel="noopener">www.faz.net</a>.</p>
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		<title>Die moralische Neuordnung Europas</title>
		<link>https://theoblog.de/die-moralische-neuordnung-europas/47934/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 09:28:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Individualismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rodney Stark]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rodney Stark schreibt (Der Sieg des Abendlandes, 2019, S. 54–55): Die Segnungen, die die Theologie der Vernunft mit sich brachte, waren nicht nur auf die Wissenschaften beschränkt. Von Beginn an zeigte sich das Christentum ebenso erfinderisch in seinen Entwürfen der menschlichen Natur und in Fragen der Moral. An erster Stelle standen Entwürfe grundlegender Menschenrechte, etwa [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rodney Stark schreibt (Der Sieg des Abendlandes, 2019, S. 54–55):</p>
<blockquote>
<p>Die Segnungen, die die Theologie der Vernunft mit sich brachte, waren nicht nur auf die Wissenschaften beschränkt. Von Beginn an zeigte sich das Christentum ebenso erfinderisch in seinen Entwürfen der menschlichen Natur und in Fragen der Moral. An erster Stelle standen Entwürfe grundlegender Menschenrechte, etwa der Freiheit. Im Hintergrund solcher Ideen und Vorschläge gab es aber etwas noch Fundamentaleres: die „Entdekkung“ des Individualismus, letztlich des menschlichen Selbst.<br />Die Aussage, dass der Individualismus überhaupt erst entdeckt werden musste, erscheint dem modernen Geist absurd, und in gewissem Maß ist sie das auch. Alle normalen Menschen sehen sich als Einzelwesen mit einem je singulären Blick auf die Welt und einem völlig singulären Nervensystem. Dennoch betonen manche Kulturen die persönliche Eigenständigkeit, während andere die Kollektivität hervorheben und das Gespür für das Ich unterdrücken. Im zweiten Fall, der sich weltgeschichtlich weitaus häufiger findet, ist die Wahrnehmung des eigenen „Seins“ vielmehr ins Kollektive verlagert: jedes individuelle Recht, das jemand besitzt, wird nicht ihm selbst gewährt, sondern seiner Gruppe. Gleichzeitig ist sie es, die ihm Rechte überträgt und gewährt. Unter diesen Bedingungen glaubt niemand daran, dass er allein „der Meister seines Schicksals“ sei. Vielmehr drängt sich ihm der Fatalismus-Gedanke auf: denn das eigene Schicksal scheint nicht der eigenen Kontrolle zu unterliegen, sondern voll und ganz von äußeren Kräften bestimmt zu sein.</p>
<p>Selbst die griechischen Philosophen besaßen noch kein Konzept, das unserer Vorstellung einer „Person“ entsprochen hätte. So lag Platons Augenmerk, als er den Staat schrieb, auf der Polis, der Stadt, und nicht auf ihren Bürgern – er stellte sogar den Privatbesitz in Abrede. Im Gegensatz dazu legte das christliche politische Denken stets den Schwerpunkt auf den individuellen Bürger, und dieser Umstand prägte ganz entschieden die Ansichten späterer europäischer politischer Philosophen wie Hobbes und Locke. Hieran lag etwas ganz entschieden Revolutionäres, da die christliche Betonung des Individualismus letztlich eine „kulturelle Exzentrizität“ darstellte. Auch das Konzept der Freiheit gibt es in vielen, vielleicht sogar den meisten Kulturen überhaupt nicht. Sehr viele nicht-europäische Sprachen besitzen für Freiheit nicht einmal ein Wort.</p>
</blockquote>
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		<title>Rechter Glaube</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 09:43:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evangelikale]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[David Wengenroth]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Landkreis Lippe sorgt eine Promotion für Aufregung, die im Herbst 2025 von der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn unter dem Titel „Bible Belts in Deutschland. Eine Studie zum Verhältnis von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und (rechts-)konservativem Christentum in Lippe“ zur Erlangung des akademischen Grades Doktor der Philosophie angenommen worden ist. Der Autor Jan Christian Pinsch [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Landkreis Lippe sorgt eine Promotion für Aufregung, die im Herbst 2025 von der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn unter dem Titel „Bible Belts in Deutschland. Eine Studie zum Verhältnis von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und (rechts-)konservativem Christentum in Lippe“ zur Erlangung des akademischen Grades Doktor der Philosophie angenommen worden ist. Der Autor Jan Christian Pinsch hat sie unter dem Titel „Rechter Glaube. Netzwerke und Narrative bibelfundamentalistischer Christen in Lippe” im Bielefelder transcript Verlag veröffentlicht, wo sie <a href="https://www.transcript-verlag.de/media/pdf/7f/1a/a4/oa9783839478745.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf" target="_blank" rel="noopener">frei heruntergeladen werden kann</a>.</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Ich habe sie vor einigen Tagen überflogen und mich dabei gefragt, wie eine solche Arbeit als Dissertation akzeptiert werden konnte. Das eigene Narrativ wird einfach vorausgesetzt, aber weder transparent entfaltet noch verteidigt. Theologisch konservative Christen aus dem Kreis Lippe fühlen sich durch das Buch zurecht unter Generalverdacht gestellt.</p>
<p>David Wengenroth von IDEA schreibt: </p>
<blockquote>
<p>Eines muss man Pinsch lassen: Er ist bienenfleißig gewesen. Allein das Quellen- und Literaturverzeichnis seiner Arbeit ist über 30 eng beschriebene Seiten lang. Das Spektrum der Veröffentlichungen, die er gesichtet hat, reicht von wissenschaftlichen Studien und populären Debattenbüchern über kirchliche Verlautbarungen und Positionspapiere bis hin zu Zeitungsartikeln und Internetdiskussionen. Wenn man sich für die theologisch konservative Szene im Landkreis Lippe interessiert, kann man seine Doktorarbeit streckenweise durchaus mit Gewinn lesen.</p>
<p>Was diese „Studie“ aber zu einem Ärgernis macht, ist der penetrante Mief des Generalverdachts, der durch ihre rund 300 Seiten wabert. Man muss fürwahr keine Sympathien für den Rechtspopulismus haben, um sein Konzept von vornherein absurd und willkürlich zu finden. Wenn man nur will, kann man bei fast jedem Menschen „mehr oder weniger inhaltliche und personelle Nähe zur politischen Rechten“ konstruieren. Da hilft es auch nicht, dass Pinsch seinem Rundumschlag mit dem umstrittenen Konzept der „Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ ein wissenschaftliches Mäntelchen umhängen will. Im Gegenteil: Es erlaubt ihm, unterschiedliche und zum Teil tief zerstrittene Akteure in dieselbe Schublade zu packen. Die „Differenzierungen“ zwischen den untersuchten Gruppen, Personen und Einrichtungen, die er vorzunehmen behauptet, bleiben ein Alibi. Am Ende stellt Pinsch alle „untersuchten Akteure“ unter den Verdacht, Menschenverächter und Demokratiefeinde zu sein.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://app.idea.de/html5/2AO6PtRcmx/7UBbbzd7SncQp/1?article=8621ce15ed364122b41f46f0c3dea5e5" target="_blank" rel="noopener">app.idea.de</a>.</p>
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		<title>Diskussion um das Frauenwahlrecht</title>
		<link>https://theoblog.de/diskussion-um-das-frauenwahlrecht/47922/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 08:41:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Doug Wilson]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der niederländische Theologe Herman Bavinck gehörte zu den Mitgliedern der Anti-Revolutionaire Partij, die sich öffentlich für das Frauenwahlrecht starkmachten. In einer biographischen Notiz der Freien Universität Amsterdam wird hervorgehoben, dass er sich für die Einführung des Frauenwahlrechts einsetzte und sich damit gegen Abraham Kuyper stellte, der sich vehement dagegen aussprach (vgl. a. #ad James Eglinton, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Der niederländische Theologe Herman Bavinck gehörte zu den Mitgliedern der Anti-Revolutionaire Partij, die sich öffentlich für das Frauenwahlrecht starkmachten. In einer biographischen Notiz der Freien Universität Amsterdam wird hervorgehoben, dass er sich für die Einführung des Frauenwahlrechts einsetzte und sich damit gegen Abraham Kuyper stellte, der sich vehement dagegen aussprach (vgl. a. #ad James <a href="https://amzn.to/4bEwqus" target="_blank" rel="noopener">Eglinton, </a><em><a href="https://amzn.to/4bEwqus" target="_blank" rel="noopener">Bavinck: A Critical Biography</a>, </em>2020, S. 279–280).</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Wer hätte gedacht, dass es eine erneute Diskussion um das Frauenwahlrecht gibt? In den USA hatte Doug Wilson aus Idaho die Idee geäußert, ein „Haushaltswahlrecht“ einzuführen. Der Gedanke ist, dass das Familienoberhaupt die Gesamtfamilie repräsentiert und daher nur der Ehemann eine Stimme für die gesamte Familie abgeben darf.</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Allerdings würde diese Einschränkung wohl zu Ergebnissen führen, mit denen Wilson nicht glücklich wäre. Da die Heiratsraten in Amerika stark zurückgegangen sind, gibt es viele alleinstehende weibliche Haushaltsvorstände. Unverheiratete Frauen tendieren eher zur Demokratischen Partei. Würde Wilsons Plan umgesetzt, würde dies die Demokratische Partei für Jahrzehnte stärken und die Republikaner aus dem Weißen Haus ausschließen. Daher will Wilson nach eigenen Angaben derzeit doch noch kein Haushaltswahlrecht einführen.</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Wer mehr dazu wissen möchte, wird hier fündig: <a href="https://www.christianitytoday.com/2026/07/doug-wilsons-household-voting-plan-could-empower-democrats-for-decades/" target="_blank" rel="noopener">www.christianitytoday.com</a>.</p>
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		<title>Bibel als Weltliteratur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 07:26:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die neue Lektüreliste für texanische Schüler hat viel Kritik auf sie gezogen – auch, weil die Bibel in der Schule gelesen werden soll. Kritiker erkennen darin einen weiteren Schritt hin zu einer schleichenden Aushöhlung der Trennung von Staat und Religion, die in den USA vorgeschrieben ist. Doch sie erweist sich die Liste in manchen Aspekten [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue Lektüreliste für texanische Schüler hat viel Kritik auf sie gezogen – auch, weil die Bibel in der Schule gelesen werden soll. Kritiker erkennen darin einen weiteren Schritt hin zu einer schleichenden Aushöhlung der Trennung von Staat und Religion, die in den USA vorgeschrieben ist. Doch sie erweist sich die Liste in manchen Aspekten als sinnvoll, wenn es um die Vermittlung literarischer Kompetenz geht – meint Reinhard Zöllner. </p>
<p>Er schreibt (FAZ, 11.07.2026, Nr. 158, S. Z2): </p>
<blockquote>
<p>Wer sich jedoch die Mühe macht, die siebzehnseitige Liste für die Jahrgangsstufen von Kindergarten bis Oberstufe tatsächlich zu lesen, stößt auf ein überraschend anderes Bild. Zweifellos ist der Lektüreplan insgesamt deutlich konservativer als vergleichbare Curricula in Europa. Er betont die amerikanische Gründungsgeschichte, die Verfassung, George Washington, Thomas Jefferson, Abraham Lincoln und die Geschichte von Texas. Daneben finden sich auch konservativ-libertäre Autoren wie die Atheistin Ayn Rand oder der schwarze Ökonom Thomas Sowell, der sich gegen Affirmative Action ausspricht. Der politische Akzent ist klar zu erkennen.</p>
<p>Aber für die Auswahl der biblischen Texte lässt sich eine solche Tendenz nicht ohne Weiteres behaupten. Der Kanon behandelt die Bibel nicht als Katechismus, sondern als Weltliteratur. Selbst wer den Lehrplanschreibern christlich-nationale Motive unterstellt, muss feststellen, dass das Ergebnis erstaunlich säkular und bildungsbürgerlich wirkt. Aufgenommen wurden insgesamt vierzehn biblische Geschichten und Texte, darunter aus dem Alten Testament die Geschichten von Noah, David und Goliath, Daniel in der Löwengrube, Psalm 23, Prediger 3 („Alles hat seine Zeit“), Hiob sowie der Sündenfall. Aus dem Neuen Testament kommen unter anderem die Seligpreisungen aus der Bergpredigt, das Gleichnis vom Verlorenen Sohn und das Hohelied der Liebe aus dem 1. Korintherbrief hinzu. Fast sämtliche ausgewählten Bibelstellen behandeln universale menschliche Fragen: Wie geht man mit Angst, Leid und Schuld um? Wie lebt man demütig? Was ist Liebe? Dies sind Themen, die man in Deutschland heute wohl als „Lebenskunde“ verstehen würde. Besonders aufschlussreich ist, was nicht auf der Liste steht. Ausgerechnet die Schöpfungsgeschichte fehlt. Wer in dem Lehrplan einen Versuch vermutet, den Kreationismus durch die Hintertür in den Englischunterricht einzuführen, dürfte überrascht sein. Statt Genesis 1 begegnen den Schülerinnen und Schülern erst Adam und Eva – als eine der großen Erzählungen über Freiheit, Schuld und menschliche Selbstüberschätzung. Die Zehn Gebote sind nicht dabei, ebenso keine Texte, die klassische christliche, aber konfessionell strittige Themen wie Rechtfertigung und Gnade, Kreuzigung, Auferstehung und Apokalypse behandeln. Nicht einmal Weihnachten kommt vor. Die Auswahl folgt insgesamt erkennbar nicht theologischen, sondern literarischen Kriterien. Viele der zu lesenden Texte sind zudem außerordentlich wirkmächtig; sie wurden in der Literatur- und Kulturgeschichte unzählige Male aufgegriffen.</p>
</blockquote>
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		<title>Warum sollte man heute noch Herman Bavinck lesen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jul 2026 08:21:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biographien]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Syst. Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Hanniel Strebel]]></category>
		<category><![CDATA[Hermann Bavinck]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der niederländische Theologe Herman Bavinck (1854–1921) erlebt derzeit eine bemerkenswerte Renaissance. Im deutschsprachigen Raum ist er leider weitgehend in Vergessenheit geraten. Es gibt jedoch einige Ausnahmen. So hat sich beispielsweise der Schweizer Hanniel Strebel sehr eingehend mit Bavinck beschäftigt. Zusammen mit Samuel Wiebe habe ich deshalb auf der E21-Konferenz in Hamburg mit Hanniel über diesen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Der niederländische Theologe Herman Bavinck (1854–1921) erlebt derzeit eine bemerkenswerte Renaissance. Im deutschsprachigen Raum ist er leider weitgehend in Vergessenheit geraten. Es gibt jedoch einige Ausnahmen. So hat sich beispielsweise der Schweizer <a href="https://hanniel.ch/" target="_blank" rel="noopener">Hanniel Strebel</a> sehr eingehend mit Bavinck beschäftigt. Zusammen mit Samuel Wiebe habe ich deshalb auf der E21-Konferenz in Hamburg mit Hanniel über diesen großen Theologen gesprochen, von dem wir auch heute noch viel lernen (und <a href="https://verbum-medien.de/products/reformierte-dogmatik-band-1-4?srsltid=AfmBOopu6p6regeD6tNDECvvBXBqDjcXphnJU4hiSEZ8rpvHu7JVhWKv" target="_blank" rel="noopener">bald auch viel in deutscher Sprache lesen</a>) können. (Beim Ton haben wir leider improvisieren müssen, weshalb die Qualität zu wünschen übrig lässt.)</p>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Mehr hier: <a href="https://www.evangelium21.net/media/5227/warum-sollte-man-heute-noch-herman-bavinck-lesen" target="_blank" rel="noopener">www.evangelium21.net</a>.</p>
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		<title>Die Normalität des Progressiven</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2026 07:51:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leider gibt es nur wenige Soziologen, die eine traditionssensible Gesellschaft verteidigen. Der jüdische Philip Rieff ist da eine rühmliche Ausnahme. Aber woran liegt das? Warum sind die allermeisten Soziologen progressiv?  James Manzi ist dieser Frage im englischen Sprachraum nachgegangen und zu dem Ergebnis gekommen, dass unter den Soziologen neunzig Prozent dem linken und nur fünf [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Leider gibt es nur wenige Soziologen, die eine traditionssensible Gesellschaft verteidigen. Der jüdische <a href="https://theoblog.de/philip-rieff/47768/">Philip Rieff ist da eine rühmliche Ausnahme</a>. Aber woran liegt das? Warum sind die allermeisten Soziologen progressiv? </p>
<p>James Manzi ist dieser Frage im englischen Sprachraum nachgegangen und zu dem Ergebnis gekommen, dass unter den Soziologen neunzig Prozent dem linken und nur fünf Prozent dem rechten politischen Spektrum zuzurechnen sind. Sein Vorgehen wirft sicher Fragen auf und am Ende ist das nichts anderes als ein „Eindruck“. Aber es scheint so, als ob es Verstärker gibt: „Wenn ein Großteil der Sozialwissenschaftler politisch nach links neigt, so ist nur folgerichtig, dass sich das in Summe auch auf ihre Forschung auswirkt. Man muss den Wissenschaftlern selbst keinen Strick daraus drehen. Vor persönlichen Vorannahmen ist niemand gefeit. Vielleicht begünstigt die Forschung mit dem ihr inhärenten Drang nach dem Neuen auch per se politisch progressive statt bewahrende Einstellungen. Problematisch ist jedoch, dass sich der Effekt ohne Gegenmaßnahmen mit der Zeit selbst zu verstärken droht, wie etwa der Soziologe Neill Gross gezeigt hat: Als links geltende Disziplinen ziehen mit der Zeit immer mehr linksgerichtete Nachwuchswissenschaftler an, was die Disziplinen wiederum linker macht.“</p>
<p>Hier ein weiterer Auszug aus einem FAZ-Artikel (27.05.2026, Nr. 120, S. N4):</p>
<blockquote>
<p>In diesem Zusammenhang sorgt nun eine Studie für Aufsehen, die eine signifikante und seit Jahrzehnten zunehmende Linksorientierung der angelsächsischen Sozialwissenschaften nachweisen möchte. Anders als viele vor ihm hat ihr Verfasser James Manzi, ein Doktorand der Soziologie an der University of Oxford, dafür nicht die persönlichen Einstellungen der Wissenschaftler in den Blick genommen, sondern ihre Forschung. Dieser Unterschied ist entscheidend. Denn wo ein Anthropologe oder ein Ökonom in der Wahlkabine sein Kreuzchen setzt, ist zunächst einmal ebenso gleichgültig wie die Frage, was sein Lieblingsessen ist. Sein politischer Standpunkt wird erst dann erheblich, wenn er sich auf seine Arbeit auswirkt. Dann führt eine Homogenität der Einstellungen womöglich zu Homogenität in der Forschung.</p>
<p>Für seinen Aufsatz „The ideological orientation of academic social science 1960-2024”, der im Fachjournal „Theory and Society” erschienen ist, hat Manzi die Abstracts von knapp sechshunderttausend englischsprachigen Aufsätzen aus den Sozialwissenschaften untersucht. Zunächst fütterte er ein sogenanntes Large Language Model (LLM), also eine Art Künstliche Intelligenz, mit den Texten von amerikanischen Politikern, Medien und Thinktanks, die gemäß Manzis Vorannahmen einen bestimmten Punkt auf einer Rechtslinks-Skala von 0 bis 10 repräsentieren sollten. So verband er den Wert 3 („conservative“) mit Ron DeSantis, der Zeitschrift „National Review“ und dem Thinktank „Heritage Foundation“, den Wert 7 („progressive“) wiederum mit Elizabeth Warren, der „New York Times“ und dem „Center for American Progress“. Sodann forderte Manzi die KI auf, die sozialwissenschaftlichen Abstracts auf dieser so definierten Skala zu verorten.</p>
<p>Das Ergebnis: Von den rund dreißig Prozent der Abstracts, die das LLM als „politisch relevant“ einstufte, ordnete es neunzig Prozent dem linken und nur fünf Prozent dem rechten politischen Spektrum zu. Jede einzelne der elf untersuchten Disziplinen neigt politisch nach links, von einem Durchschnittswert von 5,7 in den Wirtschaftswissenschaften über 6,9 in der Soziologie bis hin zu 7,6 in den Gender Studies. Diese Tendenz hat sich über die Jahrzehnte kontinuierlich verstärkt, nur in den politiknahen Disziplinen (wie Kriminologie oder Politologie) gab es in den Siebziger- und Achtzigerjahren, der Thatcher- und Reaganära, eine leichte Gegenbewegung nach rechts. Die am weitesten nach links tendierenden Disziplinen waren zugleich auch die politisch homogensten, diejenigen also mit der geringsten Streuung der politischen Standpunkte.</p>
</blockquote>
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		<title>Sich mit der Welt verbinden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 15:16:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Svenja Flaßpöhler beschreibt im Editorial des Philosophie-Magazins (5/2026, S. 3) anschaulich, wie der Blick in den Bildschirm uns vermeintlich mit der Welt verbindet, tatsächlich jedoch in den Weltverlust führt (Hartmut Rosa):  Smartphone oder iPad an: Blink. Schon ist sie da, die Welt. Und eine ungeheure Reichweite gleich mit. Durch TikTok, Instagram und Co. sind potenziell [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Svenja Flaßpöhler beschreibt im Editorial des <em>Philosophie-Magazins</em> (5/2026, S. 3) anschaulich, wie der Blick in den Bildschirm uns vermeintlich mit der Welt verbindet, tatsächlich jedoch in den Weltverlust führt (Hartmut Rosa): </p>
<blockquote>
<p>Smartphone oder iPad an: Blink. Schon ist sie da, die Welt. Und eine ungeheure Reichweite gleich mit. Durch TikTok, Instagram und Co. sind potenziell alle miteinander verbunden, die sich auf diesen Plattformen tummeln. Dank digitaler Nachrichtenportale, die Schlagzeilen im Sekundentakt produzieren, trägt jeder die Welt in der Hosentasche. Gemeinsam ist den Konzernen, die hinter diesen Angeboten stehen, dass sie um Aufmerksamkeit ringen. Also um unsere Aufmerksamkeit. Ihre. Und meine. Es geht um Klicks. Und eine möglichst lange Verweildauer auf dieser oder jener Seite. Also müssen Anreize geschaffen werden. Durch noch krassere News zum Beispiel, durch Tabubrüche und Hass. Oder durch süße Katzenvideos.</p>
<p>Was zu eben jenen Szenarien führt, die wir nur allzu gut kennen. Ob in U-Bahnen oder Wartezimmern, ob Eltern, die ihre Kinder in Wägen schieben, oder Urlauber am Strand: Alle starren wie gebannt auf ihre Geräte, anstatt wahrzunehmen, was sich in unmittelbarer Nähe abspielt.</p>
</blockquote>
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		<title>In Christus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 13:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praktische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Sinclair Ferguson]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sinclair Ferguson (Union with Christ, 2025, S. 32): Das Neue Testament beleuchtet viele verschiedene Aspekte des Lebens und sagt uns: „Christ, all diese Dinge erlebst du in Christus.“ In Christus wird uns vergeben. In Christus werden wir von unserer Knechtschaft in der Sünde befreit. In Christus leben wir zum Lob der Herrlichkeit Gottes. In Christus [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sinclair Ferguson (<em>Union with Christ</em>, 2025, S. 32):</p>
<blockquote>
<p>Das Neue Testament beleuchtet viele verschiedene Aspekte des Lebens und sagt uns: „Christ, all diese Dinge erlebst du in Christus.“ In Christus wird uns vergeben. In Christus werden wir von unserer Knechtschaft in der Sünde befreit. In Christus leben wir zum Lob der Herrlichkeit Gottes. In Christus sollen wir heiraten, sprechen und Weisheit haben. In Christus werden wir sterben. Es sind die Toten in Christus, die auferstehen werden. „Eure Leiber selbst sind Glieder Christi geworden“, ruft Paulus aus (vgl. 1 Kor 6,15). Dies wird in einer unverwechselbaren, möglicherweise einzigartigen Sprachform ausgedrückt. Paulus spricht nicht nur davon, „an Christus“ zu glauben oder „auf Christus“ zu glauben, sondern „in Christus“ zu glauben: pisteuō (das Verb „glauben“) gefolgt von eis (der Präposition „in“). Dies scheint eine einzigartige Sprachverwendung zu sein. Autoren der Antike schrieben nicht davon, dass eine Person in eine andere Person hineinglaubt. Paulus könnte diese Formulierung durchaus geprägt haben, um die Einzigartigkeit der Beziehung des Gläubigen zu Christus zu verdeutlichen. Lebendiger Glaube führt uns „in Christus“, in die Vereinigung und Gemeinschaft mit ihm.</p>
</blockquote>
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		<title>„Beta-Couples“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 08:01:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Famile]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Lindemann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heterofatalismus, Chatbots und „Beta-Couples“: Wer sich auf Social Media, dem Buchmarkt oder in großen Magazinen umschaut, könnte glauben, die Zweierbeziehung sei in Gefahr. Stimmt das? Thomas Lindemann beschreibt, wie aus der Sicht von Ratgeberautorinnen und Trendforscherinnen „die Bindung auf Dauer“ immer unbeliebter wird. Zweierbeziehungen sind immer häufiger Optionen, werden also ständig neu ausgehandelt.  Zitat:  „Seit [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heterofatalismus, Chatbots und „Beta-Couples“: Wer sich auf Social Media, dem Buchmarkt oder in großen Magazinen umschaut, könnte glauben, die Zweierbeziehung sei in Gefahr. Stimmt das?</p>
<p>Thomas Lindemann beschreibt, wie aus der Sicht von Ratgeberautorinnen und Trendforscherinnen „die Bindung auf Dauer“ immer unbeliebter wird. Zweierbeziehungen sind immer häufiger Optionen, werden also ständig neu ausgehandelt. </p>
<p>Zitat: </p>
<blockquote>
<p>„Seit gut zehn Jahren erodiert die bürgerliche Kleinfamilie merklich“, sagt Eike Wenzel, Medienwissenschaftler und Gründer des Heidelberger Instituts für Trend- und Zukunftsforschung. Eine Ursache ist der demographische Wandel: „Die Menschen werden älter, fühlen sich jünger. Wer heute 60 wird, hat meist noch mindestens 25 gesunde Jahre vor sich“, erklärt Wenzel. „Viele fragen sich dann, ob der Lebensweg noch richtig ist, besonders Frauen. Sie sind heute gut oder sogar besser ausgebildet, sind kommunikativ und teamfähig, in der Gesellschaft verankert. Sie haben zersplitterte Arbeitskarrieren auf sich genommen, sich viel mehr um Haushalt und Kinder gekümmert, wollen nun dafür entschädigt werden. In Zweierbeziehungen werden die Positionen immer wieder neu verhandelt. Auch wenn die Kinder das Haus verlassen oder wenn die Rente beginnt.“</p>
<p>In der Haltung der Generationen habe sich regelrecht etwas umgekehrt: Während die Jungen ängstlicher sind und Sicherheit suchen, fühlen die Alten sich frei und haben die Mittel, sich auszuleben. „Die heute 20- bis 30-Jährigen nennen wir Bumerang-Generation“, erklärt Wenzel. „Weil sie teilweise noch mal ins Elternhaus zurückkommen, die wollen das Erwachsenwerden lange aufschieben.“</p>
<p>Und die etwa 30- bis 50-Jährigen binden sich, sind aber immer auf dem Sprung. „In dieser Gruppe sind Frauen schon gleichberechtigt, selbst in unteren Einkommensgruppen. Die binden sich vorsichtig, leben in sogenannten Beta-Couples, das heißt, alles ist auf Probe.“ Der soziologische Begriff ist von „Beta-Versionen“ einer Software abgeleitet. Diese Versionen stehen kurz vor der Veröffentlichung, sind aber noch nicht endgültig.</p>
<p>Eine solche Bindungshaltung sieht man nicht unbedingt an den Zahlen der Statistik. Aber sie verändert viel – etwa dass eine Trennung immer eine Option ist. Anders als in früheren Generationen. Autorin Lewina sieht noch ein psychologisches Phänomen in diesem Zusammenhang: „Wir haben höhere Ansprüche an eine Liebesbeziehung als früher. Unter anderem wollen manche auch nach vielen Jahren noch ein Sexleben – das entspricht aber nicht unbedingt der Biologie.“</p>
</blockquote>
<p style="font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-line: none; text-decoration-thickness: auto; text-decoration-style: solid; caret-color: #000000; color: #000000;">Ich möchte dieser Wahrnehmung gar nicht widersprechen. Das passt zum kulturellen Klima, in dem zunehmend nur noch Interessen ausgehandelt werden. Beim radikalen Individualismus stehen das eigene Wohlbefinden und Glücksgefühl im Vordergrund. In persönlichen und manchmal auch seelsorgerlichen Gesprächen stelle ich allerdings auch etwas anderes fest: Viele Menschen sind aufgrund von Verratserfahrungen verletzt und enttäuscht. Sie haben Angst, sich zu binden, da sie nicht noch einmal schwer enttäuscht werden möchten. Doch genau das wünschen sie sich: eine sichere Bindung an einen verlässlichen Partner.</p>
<p>Mehr (hinter einer Bezahlschranke): <a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ist-die-zweierbeziehung-wirklich-in-gefahr-accg-200982947.html" target="_blank" rel="noopener">www.faz.net</a>.</p>
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		<title>Welchen Stellenwert hatte das Christentum im frühen Amerika?</title>
		<link>https://theoblog.de/welchen-stellenwert-hatte-das-christentum-im-fruehen-amerika/47887/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2026 07:17:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Christlicher Nationalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Horten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die USA feiern ihren 250. Geburtstag am 4. Juli 2026 – dem 250. Jahrestag der Annahme der Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776. Eine gute Gelegenheit, darüber nachzudenken, welchen Stellenwert das Christentum im frühen Amerika hatte? Ist „christlicher Nationalismus“ vielleicht ein Anachronismus? Die Historiker Miles Smith und Darryl Hart vom Hillsdale College diskutieren gemeinsam mit Michael [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/welchen-stellenwert-hatte-das-christentum-im-fruehen-amerika/47887/">Welchen Stellenwert hatte das Christentum im frühen Amerika?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die USA feiern ihren 250. Geburtstag am 4. Juli 2026 – dem 250. Jahrestag der Annahme der Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776. Eine gute Gelegenheit, darüber nachzudenken, welchen Stellenwert das Christentum im frühen Amerika hatte? Ist „christlicher Nationalismus“ vielleicht ein Anachronismus?</p>
<p>Die Historiker Miles Smith und Darryl Hart vom Hillsdale College diskutieren gemeinsam mit Michael Horton über die Geschichte des Christentums im frühen Amerika:</p>
<p><iframe title="Was America Founded as a Christian Nation?" width="580" height="325" frameborder="0" allowfullscreen="" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/Qu5nf_aTTNM" consent-required="38343" consent-by="services" consent-id="39573" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/Qu5nf_aTTNM?autoplay=1" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;5c71380d6c4d59377c0b56b134b947a3&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;aeb005416465df33d0fc69c25161db47&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/theoblog.de\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/5c71380d6c4d59377c0b56b134b947a3-aeb005416465df33d0fc69c25161db47.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Was America Founded as a Christian Nation?&quot;,&quot;width&quot;:640,&quot;height&quot;:480,&quot;forceRatio&quot;:56.0344827586206832847892655991017818450927734375}"></iframe></p>
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		<title>Kirchliche Hochschule (KiHo) Wuppertal schließt</title>
		<link>https://theoblog.de/kirchliche-hochschule-kiho-wuppertal-schliesst/47883/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jul 2026 14:28:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evangelische Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Theologenausbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Morgen, am 3. Juli 2026, schließt die Kirchliche Hochschule (KiHo) Wuppertal. Die Hochschule wurde 1935 gegründet, um – so hat es Jürgen Moltmann mal formuliert – eine „vom Staat freie, dem politischen Zugriff der Regierungen entzogene kirchliche Theologie zu ermöglichen“. Moltmann selbst war Professor für Systematische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal ca. von 1957/58 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen, am 3. Juli 2026, schließt die Kirchliche Hochschule (KiHo) Wuppertal. Die Hochschule wurde 1935 gegründet, um – so hat es Jürgen Moltmann mal formuliert – eine „vom Staat freie, dem politischen Zugriff der Regierungen entzogene kirchliche Theologie zu ermöglichen“. Moltmann selbst war Professor für Systematische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal ca. von 1957/58 bis 1963.</p>
<p>Warum wurde die Hochschule geschlossen? <a href="https://www.evangelisch-wuppertal.de/meldung-detail/kiho-wuppertal.html" target="_blank" rel="noopener">Hier</a> die Antwort:</p>
<blockquote>
<p>Die Entscheidung zur Schließung hatte die Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland bereits vor einigen Jahren getroffen. Ausschlaggebend waren vor allem die seit Jahren sinkenden Studierendenzahlen im Pfarramtsstudium, der deutlich zurückgehende Bedarf an Pfarrerinnen und Pfarrern sowie die angespannte finanzielle Lage der Landeskirche. Künftig soll der theologische Nachwuchs für den Pfarrdienst an staatlichen Universitäten ausgebildet werden, die bereits heute den überwiegenden Teil der evangelischen Theologiestudierenden aufnehmen. Die kirchliche Ausbildung wird dort durch Begleitprogramme der Landeskirche ergänzt.</p>
</blockquote>
<p>Was von dem theologischen Bildungscampus zu erwarten ist, der nun dort entstehen soll, kann hier nachgelesen werden: <a href="https://landessynode.ekir.de/aktuelles/landessynode-stellt-weichen-fuer-theologischen-bildungscampus-27247?ref=aHR0cHMlM0ElMkYlMkZsYW5kZXNzeW5vZGUuZWtpci5kZSUyRg==" target="_blank" rel="noopener">landessynode.ekir.de</a>.</p>
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		<title>„Radikale Hoffnung&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2026 08:46:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Syst. Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Ingolf Dalferth]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Mittwoch, den 13. Mai, sprach der Theologe und Jüngel-Schüler Ingolf U. Dalferth über „Radikale Hoffnung&#8220; in der Carl Friedrich von Siemens Stiftung in München. Die FAZ berichtet: Schon das „Menschsein selbst ist ein unvollendetes Projekt“, sagte Dalferth pointiert (nicht erst die Moderne). Nietzsche legte dar, dass der Mensch als das noch nicht festgestellte Tier [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, den 13. Mai, sprach der Theologe und Jüngel-Schüler Ingolf U.  Dalferth über „Radikale Hoffnung&#8220; in der Carl Friedrich von Siemens Stiftung in München. Die FAZ berichtet:</p>
<blockquote>
<p>Schon das „Menschsein selbst ist ein unvollendetes Projekt“, sagte Dalferth pointiert (nicht erst die Moderne). Nietzsche legte dar, dass der Mensch als das noch nicht festgestellte Tier gezwungen ist, sich selbst zu etwas zu machen – Kierkegaard demgegenüber, dass uns auch dies als unverfügbare Möglichkeit zugespielt ist. Und dieser Mangel des Mängelwesens Mensch ist zugleich seine Größe, weil er dadurch auch zum Möglichkeitswesen wird. Und er lässt seinen Anti-Climacus sagen: „Gott ist dies, dass alles möglich ist.“ Dalferth denkt dies radikal zu Ende: Gott ist nicht eine erst noch zu beweisende Möglichkeit, sondern umgekehrt die unvordenkliche, einzigartige Wirklichkeit, ohne die es überhaupt nichts gäbe und nichts möglich wäre, auch niemand, der denkt. Gott zu beweisen, ist daher ganz unnötig, ihn zu bestreiten, sogar noch unsinniger, als die eigene Existenz zu leugnen – ein Gedankengang, der an philosophische Letztbegründungsstrategien erinnert beziehungsweise diese noch überbietet. Schöpfungsrede ist unweigerlich selbstinvolvierend. Da christliches Hoffen-auf-Gott sich auf den richtet, ohne den es die Möglichkeit des Guten, die Hoffbarkeit von etwas überhaupt gar nicht gäbe, ist sie etwas ganz anderes als sonstiges Hoffen-dass oder Hoffen-auf, sie ist nicht nur auf Gehofftes ausgerichtet, sondern ein auf alles bezogener Existenzvollzug.</p>
<p>Ein Glanzstück des Vortrags war sicherlich die genaue Würdigung eines auch an dieser Stelle schon viel beachteten letzten Textes von Jürgen Habermas, „Ein Geburtstagsgruß“ in einer Festschrift für Thomas Schmidt, in dem Habermas noch einmal die Verteidigung der Moralressourcen von Religionen unternimmt. Er bezweifelt dort die Möglichkeit eines „reduzierten“ Hoffens und Glaubens ohne Festlegung auf Inhalte. Dem stimmte Dalferth so weit zu, aber da Habermas auch bei religiösem Hoffen nur propositionales und personales Hoffen sehe, übersehe er das Spezifische des Hoffens-auf-Gott.</p>
</blockquote>
<p>Mehr (hinter einer Bezahlschranke): <a href="https://www.faz.net/aktuell/wissen/geist-soziales/ingolf-dalferth-zur-theologie-der-hoffnung-accg-200943294.html" target="_blank" rel="noopener">www.faz.net</a>.</p>
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		<title>Die Kunst der Verantwortungsvermeidung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 08:03:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Vinzenz von Stimpfl-Abele]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Baron Vinzenz von Stimpfl-Abele hat eine treffliche Analyse zur Verantwortungsvermeidung veröffentlicht:  Verantwortung war einst eine Ehre, heute gilt sie vielen nur als Zumutung. Wir leben in einer Zeit, in der man für vieles Verständnis aufbringt, außer für Pflicht, in der jeder Haltung fordert, möglichst jedoch von den anderen, in der jeder Rechte für sich reklamiert, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Baron Vinzenz von Stimpfl-Abele hat eine treffliche Analyse zur Verantwortungsvermeidung veröffentlicht: </p>
<blockquote>
<p>Verantwortung war einst eine Ehre, heute gilt sie vielen nur als Zumutung. Wir leben in einer Zeit, in der man für vieles Verständnis aufbringt, außer für Pflicht, in der jeder Haltung fordert, möglichst jedoch von den anderen, in der jeder Rechte für sich reklamiert, während Verantwortung an anderer Stelle gesucht wird. Der moderne Mensch ist moralisch permanent empört, aber auffällig selten verantwortlich. Genau deshalb ist die eigentliche Kunst unserer Zeit nicht mehr die Verantwortung selbst, sondern die Kunst der Verantwortungsvermeidung. Sie besteht darin, Verantwortung so zu verschieben, zu zerlegen und zu verteilen, dass am Ende niemand mehr wirklich zuständig ist. Alle sind irgendwie beteiligt, aber keiner ist verantwortlich. Alle fühlen sich betroffen, aber keiner trägt die Konsequenzen.</p>
<p>…</p>
<p>Die Sprache hat sich geändert, die Mechanismen nicht. Wo früher Eva und die Schlange herhalten mussten, treten heute Systeme, Umstände, Prozesse, gesellschaftliche Dynamiken oder historische Bedingungen an ihre Stelle. Gewiss: Nicht jede Schuld ist individuell, nicht jedes Problem auf persönliches Versagen zurückzuführen. Doch die moderne Versuchung besteht darin, in jeder Erklärung zugleich eine Entlastung zu suchen. Verantwortung wird dadurch nicht abgeschafft. Sie wird lediglich so lange weitergereicht, bis niemand mehr weiß, bei wem sie eigentlich liegt. Darin besteht die Meisterschaft der gesellschaftlichen Verantwortungsvermeidung: Alle sind beteiligt, alle sind betroffen, alle haben gute Gründe – und am Ende war es niemand.</p>
<p>Ein Muster, das sich als liberaler Zeitgeist tarnt, in Wahrheit aber Werte, Prinzipien und damit Orientierung ersetzt. Orientierung und Haltung entstehen nicht im Götzendienst an der Befindlichkeit, sondern in Urteilskraft, Differenzierung und Verantwortung. Wo diese Orientierung verloren geht, entsteht ein Kampf um Aufmerksamkeit statt um Wahrheit.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.die-tagespost.de/kultur/feuilleton/die-kunst-der-verantwortungsvermeidung-art-276466" target="_blank" rel="noopener">www.die-tagespost.de</a>.</p>
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		<title>Die Stellung der Trinitätslehre in der Dogmatik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2026 05:49:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Syst. Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Trinität]]></category>
		<category><![CDATA[Wilfried Joest]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Lutheraner Wilfried Joest (1914–1995) schreibt über die Stellung der Trinitätslehre im Gesamtzusammenhang der Dogmatik bis hin zu Karl Barth (Wilfried Joest u. Johannes von Lüpke, Dogmatik I: Die Wirklichkeit Gottes, 5., völlig neu überarbeitete Auflage, Göttingen: Vandenhoeck &#38; Ruprecht, 2010, S. 287–288): Die Trinitätslehre hatte in der alten Dogmatik ihren festen Platz innerhalb der [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Lutheraner Wilfried Joest (1914–1995) schreibt über die Stellung der Trinitätslehre im Gesamtzusammenhang der Dogmatik bis hin zu Karl Barth (Wilfried Joest u. Johannes von Lüpke, <em>Dogmatik I: Die Wirklichkeit Gottes</em>, 5., völlig neu überarbeitete Auflage, Göttingen: Vandenhoeck &amp; Ruprecht, 2010, S. 287–288):</p>
<blockquote>
<p>Die Trinitätslehre hatte in der alten Dogmatik ihren festen Platz innerhalb der Gotteslehre (De Deo), und zwar als deren zweiter Teil (De Deo trino oder auch De sanctissimo trinitatis mysterio), nachdem zuerst über Gottes Wesen und Eigenschaften im Allgemeinen gehandelt worden war (De deo uno oder auch De natura Dei et attributis divinis). Damit war die theologia im engeren Sinn der Lehre von Gott selbst abgeschlossen; die oeconomia, d.h. die Geschichte der Heilszuwendung Gottes in Christus und im Heiligen Geist, wurde erst danach entfaltet.</p>
<p>Aber gerade in ihr hat das christliche Bekenntnis zu dem dreieinigen Gott sachlich und geschichtlich seine Wurzel. Fragt man nach der theologischen Begründung und Notwendigkeit der Trinitätslehre, so bleibt ihre gleichsam fertige Vorwegnahme in einer der Entfaltung des Heilsgeschehens vorangestellten Gotteslehre unbefriedigend. Rationalistische Dogmenkritik hat freilich diese Frage gar nicht mehr gestellt; sie war bereit, die Trinitätslehre als spekulatives Hirngespinst überhaupt zu streichen und eine ›vernünftige‹ Gotteslehre auf das Thema De Deo uno zu reduzieren.</p>
<p>Zu diesem Verzicht auf das Kernstück der altkirchlichen Lehr- und Bekenntnisbildung hat sich allerdings die Theologie der neueren Zeit im Allgemeinen nicht bereit gefunden. Auch wo man der Trinitätslehre in ihrer überlieferten Gestalt kritisch gegenüberstand, wollte man sie doch berücksichtigen und suchte ihr interpretierend einen Sinn abzugewinnen. Aber der Ort, an dem sie innerhalb des dogmatischen Systems zu behandeln ist, wurde nun unsicher. Manche stärker der Tradition verpflichteten Theologen verhandeln sie nach wie vor an der alten Stelle.</p>
<p>Bei Schleiermacher erscheint sie dagegen, in erheblicher Umdeutung ihres überlieferten Inhalts, ganz am Ende seiner Glaubenslehre (§§ 170–172) und wirkt hier fast wie ein Anhang, der von dem Duktus des Gesamtwerkes her auch hätte entbehrt werden können. Auch Paul Althaus, Edmund Schlink und Gerhard Ebeling stellen sie ans Ende der Dogmatik, aber inhaltlich in engerem Anschluss an die Tradition und mit stärkerer Gewichtung; sie erscheint hier als zusammenfassender Ausdruck christlichen Gotteszeugnisses. Für die Stellung am Ende spricht auch, dass sich hier von der Eschatologie her der vorläufige Charakter aller Theologie verdeutlichen lässt: Auch und gerade als Trinitätslehre weist sie über sich hinaus auf den Lobpreis Gottes, von dem sie ausgeht und auf den sie hinführen will.</p>
<p>Andere Theologen behandeln die Trinitätslehre innerhalb der Soteriologie in unmittelbarem Anschluss an die Lehre vom Heiligen Geist (so auch Paul Tillich zum Abschluss des vierten Teils seiner Systematischen Theologie). Solche Einordnungen an späterer Stelle können für sich geltend machen, dass sie es ermöglichen, den Sinn der Trinitätslehre von Gottes Selbstmitteilung in Christus und im Geist her zu erhellen, ohne zu Vorwegnahmen der christologischen und pneumatologischen Thematik genötigt zu sein. Nachteilig ist aber, dass die Trinitätslehre nun als ein von der eigentlichen Gotteslehre weit entfernter Nachtrag zu ihr erscheint.</p>
<p>Im Gegensatz dazu stellt Karl Barth sie an den Anfang seiner Kirchlichen Dogmatik. Er entfaltet sie bereits im Zusammenhang seiner Offenbarungslehre: Nur in Christus und nur durch den Heiligen Geist wird Gott erkannt; seine Selbstoffenbarung ist trinitarisches Geschehen und setzt also das dreieinige Sein des Gottes, der sich so und nicht anders erschließt, voraus. Die Trinitätslehre wird hier geradezu zur fundamentaltheologischen Grundlegung der Dogmatik und tritt damit an die Stelle der sonst üblichen Grundlegungen, die zunächst von einer Erwägung des Gottesgedankens an sich und im Allgemeinen ausgehen. </p>
</blockquote>
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		<title>Die Krise in der Szene</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 04:52:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bethel McGrew]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bethel McGrew hat einen neuen Essayband aus der Schwulenszene rezensiert und stellt etwas überrascht fest, dass es sich um die Dokumentation einer Krise handelt.  Zitat:  Schwule Männer befinden sich in einer Krise, so die These der Herausgeber des neuen Essaybands Inversion: Gay Life After the Homosexual. Keine Krise der Unterdrückung, sondern eine für die Autoren [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/die-krise-in-der-szene/47860/">Die Krise in der Szene</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bethel McGrew hat einen neuen Essayband aus der Schwulenszene rezensiert und stellt etwas überrascht fest, dass es sich um die Dokumentation einer Krise handelt. </p>
<p>Zitat: </p>
<blockquote>
<p>Schwule Männer befinden sich in einer Krise, so die These der Herausgeber des neuen Essaybands <em>Inversion: Gay Life After the Homosexual</em>. Keine Krise der Unterdrückung, sondern eine für die Autoren weitaus beängstigendere Krise: eine Krise der Langeweile.</p>
<p>Einst waren schwule Männer von ihrer gesellschaftlichen Rolle als Tabubrecher und Abweichler am Rande der feinen Gesellschaft überzeugt; heute haben sie sich das Recht erkämpft, Normalität zu verkörpern. Sie sind die Nutznießer unbegrenzter politischer Privilegien, kultureller Anbiederung und medizinischer Technologien, die darauf ausgelegt sind, sie vor sich selbst zu bewahren. Gleichzeitig finden sie sich in einem neuen Kastensystem sexueller Abweichung wieder, in dem von ihnen erwartet wird, sich gegenüber Identitätsgruppen unterzuordnen, die auf der Privilegienleiter einen höheren Rang haben. Die Queer-Theorie ist zum Mainstream geworden, was dazu führt, dass sich die Regeln dieses Kastensystems sogar gegenseitig widersprechen.</p>
<p>Wo genau bleiben da die Abweichler von gestern? Wie könnte ein innerer Eingriff in ihre Krise aussehen? Sind sie darauf vorbereitet, dass ein solcher Eingriff ausgesprochen unvorteilhafte Ergebnisse hervorbringen könnte? Hat Homosexualität einen nachvollziehbaren Zweck, ein Telos – sei es biologischer, kultureller oder sonstiger Art? Wagen wir es zu fragen, ob sie jemals einen hatte? Wagen wir es zu fragen, ob ihre aktuelle Krise vielleicht sogar „konstitutiv für das Ding an sich“ sein könnte?</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.furtherup.net/p/unhappy-and-gay" target="_blank" rel="noopener">furtherup.net</a>.</p>
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