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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>Permanente Geschlechtsmarkierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2026 06:54:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Gendergerechte Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gendersterne und andere „gerechte“ Sonderzeichen widersprechen den amtlichen Rechtschreibregeln. Dennoch machen sie sich schon im Unterricht für Grundschüler breit. Gerald Ehegartner schreibt:  Gendern steht auch in einem Spannungsverhältnis zum sprachlichen Ökonomieprinzip. Untersuchungen zeigen, dass Sprachen Informationen trotz großer struktureller Unterschiede mit einer erstaunlich ähnlichen Rate von durchschnittlich rund 39 Bit pro Sekunde übertragen. Wird für [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gendersterne und andere „gerechte“ Sonderzeichen widersprechen den amtlichen Rechtschreibregeln. Dennoch machen sie sich schon im Unterricht für Grundschüler breit. Gerald Ehegartner schreibt: </p>
<blockquote>
<p>Gendern steht auch in einem Spannungsverhältnis zum sprachlichen Ökonomieprinzip. Untersuchungen zeigen, dass Sprachen Informationen trotz großer struktureller Unterschiede mit einer erstaunlich ähnlichen Rate von durchschnittlich rund 39 Bit pro Sekunde übertragen. Wird für eine vergleichbare Information mehr sprachliches Material benötigt, zum Beispiel mit der Paarform „Schülerinnen und Schüler“ oder mit „Schüler:innen“ statt „Schüler“, so verlängert sich tendenziell die Übertragungsdauer.</p>
<p>Sprache unterliegt einem natürlichen Ökonomisierungsdruck: Was häufig gebraucht wird, tendiert zu Verkürzung und Vereinfachung – nicht zu zusätzlicher Komplexität.</p>
<p>Gendern wirkt diesem Prinzip entgegen: Es erweitert oder markiert Personenbezeichnungen zusätzlich und unterbricht in der gesprochenen Form bei Sonderzeichen den Redefluss durch einen Glottisschlag. Zugleich markiert die Gendersprache permanent das Geschlecht – auch wenn dieses völlig unerheblich ist. Das gilt ebenso für die Paarform. Gendern sexualisiert damit die deutsche Sprache – nicht im Sinne einer Erotisierung, sondern einer permanenten Kategorisierung nach Geschlecht.</p>
<p>Dabei verlieren Tausende grammatisch maskuline Oberbegriffe wie „Bürger“ oder „Schüler“ ihre geschlechtsneutrale Funktion. Oberbegriffe sind für das abstrakte und schnelle Verarbeiten von Informationen jedoch unerlässlich.</p>
<p>Damit stellt sich die Frage, ob der Verlust einer universellen, generischen Ebene unsere Fähigkeit schwächt, sprachlich vom Besonderen zu abstrahieren und das Allgemeine zu denken. Der erzwungene Einschub der Geschlechterklasse fragmentiert jedenfalls die sprachliche Repräsentanz des Universalen – das generische, also geschlechtsneutrale Maskulinum muss einer permanenten Geschlechtsmarkierung weichen.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.welt.de/kultur/plus6abfaea285d64113fb06cff8/pisa-und-die-gruende-wie-gendern-das-lesenlernen-behindert-und-lehrer-es-trotzdem-durchsetzen.html?icid=product.animatedbanner.plus.7" target="_blank" rel="noopener">www.welt.de</a>.</p>
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		<title>Michel Foucault: Das Nichts als Götzenbild</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 09:26:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Georges Bataille]]></category>
		<category><![CDATA[Michel Foucault]]></category>
		<category><![CDATA[Nihilismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute jährt sich der 100. Geburtstag von Michel Foucault. Schon zu Lebzeiten war er einflussreich, doch 42 Jahre nach seinem Tod ist Foucault eine Größe, mit der sich Soziologen und Philosophen auseinandersetzen müssen. Vom Postkolonialismus bis zur Queer-Theorie bleibt er eine der meistzitierten und einflussreichsten Persönlichkeiten der Geisteswissenschaften. Tatsächlich hat er diese nach seinem eigenen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute jährt sich der 100. Geburtstag von Michel Foucault. Schon zu Lebzeiten war er einflussreich, doch 42 Jahre nach seinem Tod ist Foucault eine Größe, mit der sich Soziologen und Philosophen auseinandersetzen müssen. Vom Postkolonialismus bis zur Queer-Theorie bleibt er eine der meistzitierten und einflussreichsten Persönlichkeiten der Geisteswissenschaften. Tatsächlich hat er diese nach seinem eigenen Bild neu geprägt.</p>
<p>Freilich hat er keine einheitliche Theorie hinterlassen. Und das wird ihm gern verziehen oder als Stärke ausgelegt. „Dass seine Theorie selbst viele Widersprüche und Wendungen in sich trägt und damit unterschiedliche Lesarten begünstigt, kann man eher als Ausdruck der Beweglichkeit seines Denkens denn als Schwachstelle einer Theorie sehen, die nie auf Systematik zielte. Schon den Werkbegriff als solchen wies er für seine Arbeit streng zurück“, schreibt Tania Martini in ihrem Nachruf auf Foucault (FAZ, 02.10.2026, S. L11).</p>
<p>Sowohl Michel Foucault (1926–1984) als auch Georges Bataille (1897–1962) haben sehr düstere, ja sogar finstere Seiten. Beschrieben hat sie zum Beispiel James Miller in seiner Biographie <em>Die Leidenschaft des Michel Foucault</em> (1995). In seinem eigenen Rückblick stellt Carl Trueman den Nihilismus Foucaults heraus.</p>
<blockquote>
<p>So brillant er auch war: Bei Foucault drängt sich den Lesern die Frage nach Leben und Denken mit einer gewissen Dringlichkeit auf. Er hatte eine dunkle, unheimliche Seite. Er scheint stets am Rande des Wahnsinns geschwebt zu haben. Sein heimliches schwules Leben führte zu frühen Selbstmordversuchen und Nervenzusammenbrüchen. Nachdem er sich in den 1970er Jahren geoutet hatte, tauchte er in die BDSM- und Saunaszene ein und nahm damit die perversen Exzesse der heutigen sexuellen Anarchie vorweg. Es gibt sogar Behauptungen – umstritten, aber überzeugend –, dass er nach Afrika reiste, um gegen Bezahlung Sex mit minderjährigen Jungen auf Friedhöfen zu haben, und dass er andere wissentlich mit dem AIDS-Virus infizierte.</p>
<p>Natürlich wimmelt es in der Welt talentierter Intellektueller nur so von Persönlichkeiten, deren Privatleben von libidinösen Exzessen geprägt war. Doch Foucault scheint dennoch ein Extremfall zu sein. Und seine sexuellen Vorlieben, die durch Grenzüberschreitungen, Schmerz, Dominanz, Unterwerfung und das Spiel mit dem Tod gekennzeichnet waren, lassen sich zu deutlich mit seinen akademischen Interessen in Verbindung bringen, als dass sich beides klar voneinander trennen ließe. Er war kein Teilchenphysiker, der zufällig gerne Bondage-Clubs besuchte, nachdem das Labor am Abend geschlossen hatte. Es bestand eine tiefe Kontinuität zwischen seiner Philosophie und seiner Lebensweise. Erstere lieferte ihm die theoretische Legitimation für Letztere.</p>
<p>Seinem Denken lag zudem ein tiefer Nihilismus zugrunde, der jegliches Gefühl für moralische Werte ausschloss. Zu Lebzeiten trat er als Mann der Linken auf, doch das war das Ergebnis des Kontextes, nicht seiner Überzeugung. Seine Kritik an der Macht machte ihn zu einer oppositionellen Figur, und das Frankreich seiner Zeit – das von de Gaulle und später d’Estaing – neigte zufällig zur Rechten. Er war kurzzeitig Kommunist und liebäugelte zwar mit dem Maoismus, doch im Grunde hatte er keine stabile, positive politische Vision. Seine Äußerungen zur iranischen Revolution waren damals lächerlich und erscheinen heute umso mehr so, doch sie standen im Einklang mit seinem Fehlen jeglichen moralischen Kompasses. In einem 1980 in „Il Contributo“ veröffentlichten Interview fragte ihn der Interviewer, ob er die Demokratie für besser halte als den Totalitarismus. Sehr zum Frust des Interviewers wich Foucault der Frage immer wieder aus. Dies stand im Einklang mit seinem Bekenntnis zu einem genealogischen Ansatz in der Geschichtswissenschaft, der die Frage nach der Wahrheit vermied; es entlarvte aber auch den ohnmächtigen Nihilismus seines Denkens. Tatsächlich zitierte er in einem Aufsatz über Nietzsche und Genealogie die Bemerkung des Philosophen, dass es der Geschichte an einer von der Vorsehung bestimmten Gestalt und einem sinnvollen Schicksal mangele und sie nichts weiter sei als das Ergebnis „der eisernen Hand der Notwendigkeit, die den Würfelbecher des Zufalls schüttelt“. Nun, wenn die Geschichte nichts bedeutet, dann tun es auch diejenigen nicht, die sie gestalten.</p>
<p>Es war diese Leere, die sein Ende prägte. In seinem Roman „An den Freund, der mir das Leben nicht gerettet hat“ schilderte Hervé Guibert seine Freundschaft mit einem Mann namens Muzil und die Kämpfe, denen sich beide nach ihrer AIDS-Erkrankung stellen mussten. Muzil war Foucault, der „Roman“ eine kaum verhüllte Autobiografie.</p>
<p>Guiberts Beschreibung des körperlichen Leidens in Muzils letzten Tagen ist erschütternd, doch am eindringlichsten ist seine Schilderung eines Besuchs bei ihm im Krankenhaus, als er sich dem Ende näherte: Muzil saß vor dem sonnendurchfluteten Fenster in einem weißen Liegesessel aus Kunstleder, in jenem Raum, der nach gebratener Makrele stank, in der Stille jenes verlassenen Krankenhauses am Pfingstwochenende. Er vermied es, mir in die Augen zu sehen, und sagte: „Man glaubt immer, dass man in einer bestimmten Situation etwas dazu zu sagen hat, und nun stellt sich heraus, dass es doch nichts zu sagen gibt.“</p>
<p>Angesichts des Todes verstummte Foucault schließlich. Der Mann, der die Geisteswissenschaften nach seinem eigenen Bild neu gestaltete und der Millionen von Worten seiner zahlreichen Epigonen inspirierte, starb, ohne etwas zu sagen zu haben. Nichts.</p>
<p>Als ich diese Passage zum ersten Mal las, kamen mir sofort Gedanken an Psalm 115. Nachdem der Psalmist die leblosen Götzen beschrieben hat, die Menschen anfertigen und anbeten, zieht er eine vernichtende Schlussfolgerung: Diejenigen, die sie anfertigen, werden ihnen gleichen. Und Foucault hatte aus dem Nichts ein Götzenbild gemacht. So war es trotz all seiner faszinierenden Einsichten, seines schillernden Intellekts und seines enormen Einflusses sein Nihilismus, der das letzte Wort hatte – oder, vielleicht besser gesagt, ihm seine letzten Worte raubte.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://firstthings.com/foucaults-idol-of-nothingness/" target="_blank" rel="noopener">firstthings.com</a>.</p>
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		<title>Was hinter der Diagnose „trans“ bei Jugendlichen steckt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 08:36:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ingeborg Kraus]]></category>
		<category><![CDATA[Transgender]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Klientin bereut die Operation: Ihre Stimme und ihre Brüste sind weg. Ein Patient hat alle Eingriffe hinter sich, doch die Schmerzen und die Depression bleiben. In ihrer Praxis hat die Psychotherapeutin Dr. Ingeborg Kraus keinen einzigen Fall erlebt, in dem die Diagnose eindeutig war. Trotzdem gilt in deutschen Kliniken der affirmative Ansatz: zustimmen, nicht [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Klientin bereut die Operation: Ihre Stimme und ihre Brüste sind weg. Ein Patient hat alle Eingriffe hinter sich, doch die Schmerzen und die Depression bleiben. In ihrer Praxis hat die Psychotherapeutin Dr. Ingeborg Kraus keinen einzigen Fall erlebt, in dem die Diagnose eindeutig war. Trotzdem gilt in deutschen Kliniken der affirmative Ansatz: zustimmen, nicht nachfragen. Kraus beschreibt, was dabei übersehen wird, warum sich kaum eine Kollegin traut, das öffentlich zu sagen, und was Eltern tun können, deren Kind glaubt, im falschen Körper zu sein.</p>
<p>Sie schreibt: </p>
<blockquote>
<p>Am 12. April 2024 habe ich mir die Debatte im Parlament zum Selbstbestimmungsgesetz angehört. Ich war über die Art der Debatten erstaunt.! Seitens der SPD und Grünen wurde mit Thesen argumentiert, die völlig unwissenschaftlich und falsch waren wie: Es gäbe mehr als zwei Geschlechter und, man könne das Geschlecht wechseln. Die SPD-Abgeordnete Anke Hennig brachte sogar das Beispiel eines sechsjährigen Mädchens ein, das denkt, sie wäre ein Junge, und dem nun aufgrund des Selbstbestimmungsgesetzes unkritisch entsprochen werden kann. Das ist kein Kinderschutz, sondern Kindeswohlgefährdung, der Frau Hennig hier mit ihrem Beispiel den Weg ebnet. Kinder können nämlich die weitreichenden Folgen so einer Entscheidung nicht ermessen.</p>
<p>Dieses Gesetz wurde vom Deutschen Bundestag trotz dieser absurden Argumentationen beschlossen. Das schockierte mich und motivierte mich, einen Essay darüber zu schreiben. Mein Beitrag, „Warum ich das Selbstbestimmungsgesetz als Psychotherapeutin gänzlich ablehne“, erhielt innerhalb kürzester Zeit eine sehr hohe Reichweite auf „X“ (ca. 500.000 Views).</p>
<p>In den folgenden Wochen und Monaten kontaktierten mich sehr viele Menschen: darunter verzweifelte Mütter, deren Kinder sich als „trans“ identifizierten. Verunsicherte Lehrerinnen, die von Schülern gezwungen werden, sie mit einem anderen Pronomen und Namen anzusprechen, Kolleginnen und Kollegen, die mir zustimmten.</p>
<p>In meinem Essay sprach ich über meine klinische Erfahrung mit „Trans“-Menschen aus meiner psychotherapeutischen Tätigkeit. Meine Erfahrungen kollidieren nämlich mit dem gängigen Bild, das von den Befürwortern des Selbstbestimmungsgesetzes verbreitet wird, wie: „Kinder und Jugendliche wüssten über ihr Geschlecht ganz genau Bescheid“. Und: „Das Geschlecht sei ein Gefühl, man sollte es nicht in Frage stellen“. Die Befürworter des SBGG zeichnen ein sehr vereinfachtes Bild von „Transsexualität“ bzw. „Geschlechtsdysphorie“, das mittlerweile sogar im Schulunterricht vermittelt wird.</p>
</blockquote>
<p>Mehr hier: <a href="https://frauenheldinnen.de/unversehrt-aufwachsen/lasst-euch-zeit-was-hinter-der-diagnose-trans-bei-jugendlichen-wirklich-steckt/" target="_blank" rel="noopener">frauenheldinnen.de</a>.</p>
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		<title>„Die Zahl der Diagnosen hat sich seit den Fünfzigerjahren fast vervierfacht“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2026 08:23:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Bergmann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der allgegenwärtige Glaube an die Psychologie und ihre Erlösungsversprechen ist laut Jens Bergmann die Religion unserer Gegenwart. In seinem neuen Buch Von achtsam bis toxisch nimmt sich der studierte Psychologe und Journalist Begriffe wie „toxisch“, „passiv-aggressiv“, „Daddy Issues“, „Inneres Kind“, „Mindset“ oder „Multiple Persönlichkeit“ vor. Er erklärt auch, welche Strategien damit verfolgt werden und wie [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der allgegenwärtige Glaube an die Psychologie und ihre Erlösungsversprechen ist laut Jens Bergmann die Religion unserer Gegenwart. In seinem neuen Buch <a href="https://link.amazon/B07Dik4Hj" target="_blank" rel="noopener"><em>Von achtsam bis toxisch</em></a> nimmt sich der studierte Psychologe und Journalist Begriffe wie „toxisch“, „passiv-aggressiv“, „Daddy Issues“, „Inneres Kind“, „Mindset“ oder „Multiple Persönlichkeit“ vor. Er erklärt auch, welche Strategien damit verfolgt werden und wie man sich dagegen wehrt, als „Borderliner“ oder „Narzisst“ abgestempelt zu werden.</p>
<p>Einige Zitate:</p>
<blockquote>
<p>Der Zeitgeist spielt eine extrem große Rolle. Und die Ambition von Fachleuten, sich mit der Krankheit, für die sie sich zuständig fühlen, in den Katalogen zu verewigen. So kommt es zur stetigen Ausweitung der therapeutischen Zone. Begünstigt wird das durch eine Besonderheit psychiatrischer Diagnosen: Es fehlen die objektiven Kriterien. Während man in anderen medizinischen Disziplinen zum Beispiel unregelmäßigen Herzschlag oder Entzündungswerte messen kann, ist das bei mentalen Leiden nicht möglich: Man kann anderen Menschen nicht in den Kopf schauen. Das erleichtert die Inflation der Diagnosen. Und es ist kein Zufall, dass Laien so freihändig mit dem Psychojargon operieren, wenn viele Profis ihnen das vormachen.</p>
<p>…</p>
<p>Generell verspricht die Psychologie Antworten auf das Leiden des Individuums an der Moderne. Das fing zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit Sigmund Freud an, dem Erfinder des therapeutischen Denkens und Sprechens. Fatal ist, dass sowohl Probleme als auch Lösungen immer im Individuum gesucht werden. Wenn zum Beispiel ein Abteilungsleiter in einer Firma Schwierigkeiten mit seinem Team hat, bekommt er einen Coach an die Seite gestellt oder den Besuch eines Achtsamkeitsseminars nahegelegt. Auf diese Weise schützen sich Organisationen vor grundsätzlicheren Fragen zum Beispiel nach den Arbeitsbedingungen.</p>
</blockquote>
<p>Die Antwort auf die Frage: „Auf Datingplattformen liest man zurzeit oft Zuordnungen wie ISFP, ESFP und ENTJ? Was taugt der Myers-Briggs-Typenindikator, auf dem diese Abkürzungen zum Teil beruhen?“, ist auch lustig: </p>
<blockquote>
<p>Gar nichts. Diesen Persönlichkeitstest hat eine Hausfrau aus Philadelphia vor mehr als hundert Jahren erfunden. Sie wollte ihren künftigen Schwiegersohn analysieren und nutzte dazu die Archetypen von C. G. Jung. Die hat sie dann für ihren Test angepasst und harmloser gestaltet: Keiner ihrer Typen ist besser oder schlechter als der andere. Der Test ist reizvoll, weil man mit ihm Menschen sehr schnell in verschiedene Kästchen einsortieren kann. Ein Fachmann attestierte dem MBTI einmal den „intellektuellen Gehalt eines Glückskekses“. Auch mit der Zuverlässigkeit ist es nicht weit her: Bei drei Vierteln der Getesteten ändert sich der Persönlichkeitstyp, wenn sie sich dem MBTI ein weiteres Mal unterziehen.</p>
</blockquote>
<p>Mehr (hinter einer Bezahlschranke): <a href="https://www.welt.de/kultur/plus6abfb074d4d0c24ec26d19fc/psychojargon-die-zahl-der-diagnosen-hat-sich-seit-den-fuenfzigerjahren-fast-vervierfacht.html" target="_blank" rel="noopener">www.welt.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Martyn Lloyd-Jones: Psychische Erkrankungen</title>
		<link>https://theoblog.de/martyn-lloyd-jones-psychischer-erkrankungen/48232/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 06:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Seelsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Jay Adams]]></category>
		<category><![CDATA[Martyn Lloyd-Jones]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Arzt und Prediger Martyn Lloyd-Jones war zu seinen Lebzeiten sehr besorgt darüber, dass einige Theologen, Pastoren und Seelsorger sich der Anti-Psychiatrie-Bewegung anschlossen. Auch gegenüber Thesen von Jay Adams, dem Vater der sogenannten „Biblischen Seelsorge“, äußerte er grundlegende Vorbehalte. In einem Vortrag, den er 1974 vor der Christliche Ärztegemeinschaft hielt, sagte er Folgendes (Healing and [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Arzt und Prediger Martyn Lloyd-Jones war zu seinen Lebzeiten sehr besorgt darüber, dass einige Theologen, Pastoren und Seelsorger sich der Anti-Psychiatrie-Bewegung anschlossen. Auch gegenüber Thesen von Jay Adams, dem Vater der sogenannten „Biblischen Seelsorge“, äußerte er grundlegende Vorbehalte. In einem Vortrag, den er 1974 vor der Christliche Ärztegemeinschaft hielt, sagte er Folgendes (<em>Healing and the Scriptures</em>, 1988, S. 152–158):</p>
<blockquote>
<p>Die dritte Kategorie, zu der Ihr Patient oder Ihr Ratsuchender gehören könnte, ist das Psychische. Ich verwende diesen allgemeinen Begriff, aber wenn Sie es vorziehen, könnte man auch von „psychischen Erkrankungen“ sprechen. Dies ist derzeit ein wichtiger Aspekt, da wir uns gerade mitten in einem der neuesten Trends oder Moden in der christlichen und sogar evangelikalen Welt befinden. Das Konzept der „psychischen Erkrankung“ steht derzeit in der Kritik, vor allem aufgrund der Schriften von Thomas Szasz. Er hat eine Reihe von Büchern verfasst, darunter <em>Der Mythos der Geisteskrankheit</em>, <em>Die Fabrikation des Wahnsinns</em> und <em>Ideology and Insanity</em>.</p>
<p>Wie lautet Szasz’ These? Er behauptet, dass diese Einstufung von Menschen als psychisch krank und deren entsprechende Behandlung lediglich die jüngste Ausprägung eines Phänomens sei, das schon seit Jahrhunderten besteht. Im Mittelalter, so behauptet er, war es die Bestrafung von Heterodoxie durch die Kirche. Ein Ketzer wurde ausgegrenzt und von der Inquisition auf verschiedene Weise bestraft. Dies geriet allmählich in Vergessenheit und wurde durch die Hexenjagd abgelöst, die in diesem Land und in Amerika bis zum Ende des 17. Jahrhunderts andauerte. Was tun sie heute? Szasz’ Antwort lautet: „Sie diagnostizieren bei Menschen psychische Erkrankungen und stecken sie in verschiedene Einrichtungen.“ Das Argument lautet, dass genau dies geschieht und dass es etwas ist, dem wir widerstehen müssen.</p>
<p>Dieser Mann, Szasz, und seine Schriften sind nicht nur interessant, sondern auch unterhaltsam. Er ist ein brillanter Schriftsteller und ein fähiger Mann. Wenn Sie unterhaltsame Lektüre suchen, sollten Sie einige seiner Bücher lesen, die beispielsweise in der Bibliothek der Royal Society of Medicine erhältlich sind und inzwischen möglicherweise auch in Großbritannien importiert oder gedruckt wurden. In dem, was er sagt, steckt viel Wahres. Er ist ein Anti-Freudianer und greift das an, was zu einem Kult geworden ist: „Schickt ihn zum Psychologen.“ Jeder wird abgestempelt, und alles wird unter dem Deckmantel der Psychologie abgedeckt. </p>
<p>Szasz erörtert die finanziellen Aspekte dieser Entwicklung – und damit muss man sich auseinandersetzen. Was ihn jedoch noch mehr beunruhigt, ist das damit verbundene Element moralischer Beurteilung. Manchmal wird ein Mann von seiner Frau, seiner Familie und dem Arzt in moralischer Hinsicht abgestempelt. Er mag völlig hilflos sein und wird einfach einer Behandlung in irgendeiner Form unterzogen. Er wird begutachtet, Urteile werden über ihn gefällt, und wenn dieser Prozess anhält und sich weiter ausbreitet, entsteht eine akute Gefahr für die individuelle Freiheit. </p>
<p>Die Presse gibt von Zeit zu Zeit Einblicke in das, was – in extremer Form – in Russland geschieht. Doch es besteht keinerlei Zweifel daran, dass in Amerika Ähnliches in einer höflicheren Form bereits in großem Umfang in die Wirtschaft Einzug gehalten hat. Menschen erhalten aufgrund solcher Einstufungen durch Psychologen keine Stelle oder werden entlassen. </p>
<p>Menschen, die in irgendeiner Weise anders sind, werden möglicherweise mit einem Etikett versehen, es wird ein Urteil über sie gefällt, und sie werden gegen ihren Willen manipuliert. Szasz legt Wert darauf, darauf hinzuweisen, wie diese Psychologen (oder manchmal sogar Psychiater) es sich anmaßen, pauschale Urteile zu fällen. Jeder lässt sich erklären – Hamlet zum Beispiel oder Darwin, wie oben bereits angedeutet. Doch dieser Trend beschränkt sich nicht einfach auf einige wenige postmortale Diagnosen. Der Autor zitiert den Fall eines Mannes, der sich zur Wahl zum Präsidenten der USA aufstellen lassen wollte und auf diese Weise begutachtet wurde. Der Bericht wurde in den Zeitungen veröffentlicht, und es gab Menschen, die bereit waren, ihm Glauben zu schenken und anzunehmen, dass diese Psychologen ein umfassendes Verständnis der menschlichen Natur sowie der Eigenschaften und Schwächen jedes einzelnen Menschen hätten.</p>
<p>Szasz betont daher die enorme Gefahr. Er will beweisen: Wenn man liest, was man in der Vergangenheit mit Menschen gemacht hat, die als „verrückt“ galten, ist man entsetzt; doch, so betont er, genau dasselbe geschehe heute auf eine höflichere Art und Weise. In seinem Buch <em>Die Fabrikation des Wahnsinns</em> weist er darauf hin: </p>
<p>„Noch 1860 musste man nicht psychisch krank sein, um in einer Anstalt für Geisteskranke eingewiesen zu werden. Es reichte aus, eine verheiratete Frau zu sein! Als die berühmte Mrs. Packard in die staatliche Irrenanstalt von Jacksonville eingewiesen wurde, weil sie mit ihrem Ehemann, einem Pfarrer, nicht einer Meinung war, sahen die Einweisungsgesetze des Staates Illinois vor, dass verheiratete Frauen auf Antrag ihres Ehemanns oder Vormunds in die Anstalt eingewiesen oder dort festgehalten werden konnten, ohne dass der üblicherweise erforderliche Nachweis einer Geisteskrankheit vorlag.“ </p>
<p>Diese Frau wurde in eine Anstalt gesteckt, weil sie es gewagt hatte, mit ihrem „Ehemann, einem Pfarrer“, nicht einer Meinung zu sein!</p>
<p>Wie reagieren Sie auf eine solche Aussage? Ich bin mir sicher, dass die meisten von Ihnen die Tatsache beklagen würden, dass Menschen sich jemals eines solchen Verhaltens schuldig gemacht haben könnten. (Auch wenn vielleicht der eine oder andere unter den Anwesenden vor sich hin murmelt: „Das waren noch Zeiten!“) Ich bin jedoch überzeugt, dass Szasz seine These völlig übertreibt. Zwar steckt in vielem, was er sagt, ein beträchtlicher Kern Wahrheit, doch geht er zu weit, wenn er behauptet, es gäbe so etwas wie eine psychische Erkrankung gar nicht. Leider hat er mittlerweile auch eine Reihe von Anhängern, die seine Ansichten in populären Büchern niederschreiben. Einer der bekanntesten ist Jay Adams mit seinem Bestseller <em>Befreiende Seelsorge: Theorie und Praxis einer biblischen Lebensberatung</em> (1973) . Doch er ist lediglich ein Popularisierer von Thomas Szasz und bekräftigt ebenso wie Szasz, dass es so etwas wie eine psychische Erkrankung nicht gibt, dass die Patienten in Wirklichkeit unter Sünde leiden und ausschließlich auf biblische Weise behandelt werden müssen. Diese Autoren tadeln die Betroffenen und beraten sie mit großer Strenge.</p>
<p>Es ist notwendig, dass wir mit den Fachleuten auf diesem Gebiet zusammenarbeiten, die die Realität psychischer Erkrankungen nachweisen; andernfalls machen wir uns gegenüber einigen derjenigen, die zu uns in die Beratung kommen, großer Grausamkeit schuldig.</p>
<p>Warum sollte ich die Realität solcher Erkrankungen bejahen? Ich behaupte, dass allein das bekannte (erbliche) Element in den Fallgeschichten ausreicht, um dies zu belegen. Ein weiterer Faktor ist die für viele Fälle so charakteristische Periodizität – klare, lucide Intervalle, gefolgt von einem Rückfall. Nicht nur das, sondern es gibt viele Fälle von psychischen Erkrankungen, die überhaupt nicht auf spirituelle, biblisch orientierte Behandlungen ansprechen und durch diese sogar noch verschlimmert werden.</p>
<p>Ich würde wie folgt argumentieren: Es gibt verschiedene psychologische Typen. Manche Menschen sind gelassen, manche sind launisch und wieder andere haben ein ganz anderes Temperament. Bei psychischen Erkrankungen werden diese Unterschiede als Krankheitsbilder weitergeführt.  </p>
<p>Zumindest gewinnt heute die Ansicht an Popularität, dass psychische Erkrankungen auf Störungen in der Chemie des Gehirns zurückzuführen sind, genauso wie Diabetes auf eine Störung der Chemie der Bauchspeicheldrüse zurückzuführen ist. So schwierig es auch sein mag, sie zu klassifizieren, gibt es in der Psychiatrie offensichtlich einige klare klinische Entitäten. </p>
<p>In der Geschichte gab es Fälle, die die Tatsache psychischer Erkrankungen eindeutig belegen. Ein herausragendes Beispiel ist der Dichter William Cowper. Er war ein gläubiger Christ, der die evangelische Lehre kannte und sich daran erfreute. Doch er litt unter periodischen Anfällen seiner psychischen Erkrankung. Seine Freunde versuchten, ihn zur Vernunft zu bringen, und taten alles, was uns oft als Hilfe in solchen Fällen empfohlen wird – jedoch ohne Erfolg. Es verschlimmerte seinen Zustand eher noch und verstärkte sein Leid.</p>
<p>Ein puritanischer Schriftsteller – Richard Baxter – offenbart vor dreihundert Jahren in höchst bemerkenswerter Weise große Einsicht in dieser Frage. Baxter liefert uns – besser als jeder andere, den ich zu diesem Thema je gelesen habe – die Differentialdiagnose zwischen einem geistlichen und einem psychischen Fall. Er sagt:</p>
<p>„Ich bezeichne jene nicht als melancholisch, die vernünftigerweise über die Sünde traurig sind, sich dieses Elends bewusst sind und um ihre Genesung und Erlösung besorgt sind, sei es auch mit so großer Ernsthaftigkeit, wie es ihre geistigen Fähigkeiten ertragen können. Solange sie über einen gesunden Verstand verfügen und die Vorstellungskraft, Fantasie oder Denkfähigkeit nicht verwirrt oder krank ist. Unter Melancholie [d h. psychischer Erkrankung] verstehe ich jedoch diese krankhafte Verwirrung, Störung oder Verirrung der Vorstellungskraft und folglich des Verstandes, die an diesen Anzeichen zu erkennen ist.“</p>
<p>Anschließend führt er fünfunddreißig Punkte zur Differentialdiagnose zwischen sogenannten „psychisch kranken“ Fällen und solchen an, die sich in „geistlicher“ Not befinden. Im Folgenden sind einige der Punkte aufgeführt, die er in Bezug auf psychisch Kranke anführt:</p>
<ul>
<li>Sie sind gewöhnlich überaus ängstlich, grundlos oder über das Maß hinaus, das durch einen Grund gerechtfertigt wäre. Alles, was sie hören, verstärkt ihre Ängste, insbesondere wenn Angst die ursprüngliche Ursache war, wie es üblicherweise der Fall ist.</li>
<li>Ihre Fantasie trägt am stärksten dazu bei, ihre Sünden, Gefahren oder ihr Unglück zu verschlimmern.</li>
<li>Sie sind nach wie vor einer übermäßigen Traurigkeit verfallen; manche weinen, ohne zu wissen warum, und manche glauben, es müsse so sein; und wenn sie lächeln oder fröhlich sprechen sollten, plagt sie ihr Gewissen, denn es ist, als hätten sie etwas Falsches getan.</li>
<li>Sie legen den größten Teil ihrer Frömmigkeit in Trauer und Entbehrungen für das Fleisch.</li>
<li>Sie klagen sich ständig selbst an und machen alles, was sie hören, lesen, sehen oder denken, zum Gegenstand der Anklage gegen sich selbst.</li>
<li>Sie fürchten sich nach wie vor davor, von Gott verlassen zu sein, und neigen zur Verzweiflung.</li>
<li>Sie glauben nach wie vor, dass die Zeit der Gnade vorbei und es nun zu spät sei, Buße zu tun oder Barmherzigkeit zu finden.</li>
<li>Sie sind oft versucht, aus der Lehre von der Prädestination verzweifelte Gedanken zu schöpfen und zu denken, dass, wenn Gott sie verworfen oder nicht erwählt habe, weder alles, was sie tun können, noch alles, was die Welt tun kann, sie retten könne. </li>
</ul>
<p>Und so fährt er mit seiner Liste von fünfunddreißig Punkten fort. Doch er schließt wie folgt: </p>
<p>„Punkt 35. Doch trotz all dieser Unruhe werden nur wenige von ihnen glauben, dass sie melancholisch [oder psychisch erkrankt] sind; vielmehr verabscheuen sie es, wenn man ihnen dies sagt, und behaupten, es sei lediglich das rationale Bewusstsein ihres Unglücks und des Verlassenseins sowie des schweren Zorns Gottes. Und deshalb lassen sie sich kaum dazu überreden, irgendwelche Medikamente einzunehmen oder irgendwelche Mittel zur Heilung ihres Körpers anzuwenden; sie sagen, es gehe ihnen gut, und sind überzeugt, dass nur ihre Seelen in Not sind. Das ist der elende Zustand dieser armen Menschen, die sehr zu bemitleiden sind und von niemandem verachtet werden dürfen. Ich habe nichts anderes gesagt als das, was ich oft gesehen und erfahren habe, und niemand soll solche Menschen verachten; denn Menschen aller Art geraten in dieses Elend, Gebildete und Ungebildete, Hohe und Niedrige, Gute und Böse; ja, sogar einige, die in größter Fröhlichkeit und Sinnlichkeit gelebt haben, als Gott sie ihre Torheit spüren ließ.“</p>
<p>Dem kann ich nichts hinzufügen. Ich hoffe sehr, dass Menschen, die dazu neigen, Thomas Szasz und seinem Popularisierer Jay Adams zu folgen, sich all das zu Herzen nehmen werden. </p>
<p>Soweit meine eigene Erfahrung reicht, würde ich Baxters fünfunddreißig Punkte wie folgt zusammenfassen: Ich glaube, Sie werden fast ausnahmslos feststellen, dass psychisch Kranke Ihnen nicht wirklich zuhören. Sie zitieren die Heilige Schrift, sie hören nicht zu. Sie wiederholen immer wieder dieselben Aussagen und vermitteln den Eindruck, als würden sie darauf warten, dass man fertig ist, damit sie ihr Ding noch einmal loswerden können. Das ist fast ausnahmslos so.</p>
<p>Man bemerkt den Unterschied im Vergleich zu denen, die in geistlicher Not sind. Letztere sind begierig darauf, Hilfe zu erhalten. Die anderen sind es nicht. Ich habe bei ihnen immer das Gefühl, dass ich eine Art Tangente an einen Kreis bin. Man dringt nie zu ihnen durch, sie sind fast ungeduldig und wiederholen immer wieder dasselbe.</p>
</blockquote>
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		<title>AfeT-Rezension zu „Menschenfischen &#038; Schafeweiden“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2026 11:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Scheuermann]]></category>
		<category><![CDATA[Jüngerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[W.C. Jaeschke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  Dirk Scheuermann, Pfarrer und Studienleiter im Albrecht-Bengel-Haus in Tübingen, hat für den AfeT das Buch Menschenfischen &#38; Schafeweiden (2006, #ad) von Wolf Christian Jaeschke vorgestellt. Er schreibt in seiner Rezension:  Jaeschke diskutiert die wichtige Frage, ob es einen Anknüpfungspunkt beim Menschen für das Evangelium gibt: „Ist das den Menschen verkündete Evangelium die Erfüllung dessen, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" style="display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;" title="71VxCiUgsPL._SL1500_.jpg" src="https://theoblog.de/wp-content/uploads/2026/10/71VxCiUgsPL._SL1500_.jpg" alt="71VxCiUgsPL. SL1500 ." width="238" height="366" border="0"></p>
<p>Dirk Scheuermann, Pfarrer und Studienleiter im Albrecht-Bengel-Haus in Tübingen, hat für den AfeT das Buch <a href="https://link.amazon/B029ncc1z" target="_blank" rel="noopener"><em>Menschenfischen &amp; Schafeweiden</em></a> (2006, #ad) von Wolf Christian Jaeschke vorgestellt. Er schreibt in seiner Rezension: </p>
<blockquote>
<p>Jaeschke diskutiert die wichtige Frage, ob es einen Anknüpfungspunkt beim Menschen für das Evangelium gibt: „Ist das den Menschen verkündete Evangelium die Erfüllung dessen, was in deren bisherigem Glauben und Denken schon angelegt ist (Kontinuität), oder ist es etwas völlig anderes (Diskontinuität)?“ Doch wo liegen die Andockstellen für die Botschaft des Evangeliums? Für Jaeschke – er bezieht sich dabei auf Otto Haendler – ist es die Urangst, die in jedem Menschen steckt. Sie wird niemandem eingeredet, sondern ist a priori mit unserer Existenz verbunden. Bei allem Nachdenken über die Situation des Menschen möchte Wolf Christian Jaeschke das Kreuz im Blick behalten. Er zitiert Wilhelm Busch: „Es stellte sich heraus, dass die Predigt vom Kreuz (also das Thema der Brückenillustration) in der Tat hochaktuell ist. Wenn vom ‚Frieden mit Gott‘ (Röm 5,1) gepredigt wird, entdeckt der Mensch, was ihm fehlt und woher seine Nöte kommen. Ich lernte Paulus verstehen: ‚dass ich nichts wüsste als Jesus Christus, den Gekreuzigten‘ (1Kor 2,2).“</p>
<p>Ein weiteres Thema, dem sich der Autor zuwendet, ist die Frage nach dem freien Willen. Ist es legitim, zum Glauben einzuladen, wenn der Mensch keinen freien Willen hat? Hier argumentiert Wolf Christian Jaeschke mit Siegfried Kettling: „Der Satz ‚Komm zu Jesus‘ kann aber auch auf dem Hintergrund der Erkenntnis vom ‚unfreien Willen‘ des Menschen ausgesprochen werden; dann ist er ein Imperativ des Evangeliums. Weil der Schöpfergeist wirkt, ist das gepredigte Wort voller Kraft und Leben.“</p>
<p>Im zweiten Hauptteil „Glaubensvertiefung“ erklärt Jaeschke die „Radillustration“, die auf einen Blick zeigt, wie es zum Glaubenswachstum und zu einem ausgewogenen Leben in der Gemeinschaft mit Jesus Christus kommt. Die Elemente der Radillustration: Der Mittelpunkt ist Christus. Um ihn dreht sich alles im Glaubensleben. Die beiden vertikalen Speichen sind das Gebet und das Wort Gottes. Die beiden horizontalen Speichen sind die Gemeinschaft der Christen und das Bekenntnis des Glaubens. Die Lauffläche beschreibt Jaeschke als die Umsetzung des Christenlebens im Alltag. Dabei geht es um den Gehorsam und um ein Leben von der Mitte her, die Jesus Christus ist. Interessant sind die Ausführungen von Jaeschke zum Thema Gehorsam (Heiligung). Er bezieht sich auf einen Vortrag von Jerry Bridges, der darüber spricht, wie wichtig es sei, dass Christen evangeliumsorientiert und nicht leistungsorientiert leben. Auf einen Schwerpunkt der Navigatoren sei noch hingewiesen. Jaeschke nennt ihn „Erwachsenwerden plus“. Seine Formel für diesen Begriff: Geistliches Erwachsenwerden + geistliches Elternwerden = Erwachsenwerden plus. Es geht darum, dass sich das Evangelium multiplikativ ausbreitet. Begründet wird die multiplikative Ausbreitung des Evangeliums mit 2Tim 2,2: „Und was du von mir gehört hast vor vielen Zeugen, das befiehl treuen Menschen an, die tüchtig sind, auch andere zu lehren.“</p>
</blockquote>
<p>Die vollständige Buchbesprechung gibt es <a href="https://rezensionen.afet.de/?p=2786&amp;print-posts=pdf" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</p>
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		<title>Wir scrollen uns zu Tode</title>
		<link>https://theoblog.de/wir-scrollen-uns-zu-tode/48225/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2026 05:32:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkritik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  Jonas Erne hat das von Brett McCracken und Ivan Mesa herausgegebene Buch Wir scrollen uns zu Tode (CV, 2026, #ad) gelesen und streicht heraus, wie wichtig es ist, sich mit den Eigenschaften von Medien zu befassen:  Im Oktober 1984 betrat der New Yorker Medienforscher Neil Postman das Podium der Frankfurter Buchmesse. Es war das [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<p><img decoding="async" style="display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;" title="411V4viCndL._SY445_SX342_ML2_.jpg" src="https://theoblog.de/wp-content/uploads/2026/10/411V4viCndL._SY445_SX342_ML2_.jpg" alt="411V4viCndL. SY445 SX342 ML2 ." width="233" height="372" border="0"></p>
<p>Jonas Erne hat das von Brett McCracken und Ivan Mesa herausgegebene Buch <a href="https://link.amazon/B07fmRDXc" target="_blank" rel="noopener"><em>Wir scrollen uns zu Tode</em></a> (CV, 2026, #ad) gelesen und streicht heraus, wie wichtig es ist, sich mit den Eigenschaften von Medien zu befassen: </p>
<blockquote>
<p>Im Oktober 1984 betrat der New Yorker Medienforscher Neil Postman das Podium der Frankfurter Buchmesse. Es war das Orwell-Jahr – vielleicht vergleichbar mit der Luther-Dekade –, in welchem unzählige Veranstaltungen zur Person und dem Wirken Orwells durchgeführt wurden. Anlass auf der Frankfurter Buchmesse war eine Podiumsdiskussion über George Orwells dystopischen Klassiker 1984. Postman kam, um Orwell zu widersprechen. Seine These vor dem Frankfurter Publikum war eine Provokation: Nicht Orwells totalitärer Überwachungsstaat bedrohe den Westen, sondern Aldous Huxleys Schöne neue Welt. Orwell fürchtete jene, die Bücher verbieten; Huxley fürchtete, dass Bücher überflüssig werden, weil niemand mehr lesen will. Orwell hatte Sorge, dass Informationen vorenthalten und gezielt manipuliert werden; Huxley sah voraus, dass wir in einem Meer von Belanglosigkeiten ertrinken.</p>
<p>Aus dieser Frankfurter Rede entstand im Jahr 1985 das Buch Wir amüsieren uns zu Tode. Als Kind des Jahrgangs 1985 bedeutet dieses Buch für mich eine ganz persönliche Wegmarke: Es beschreibt exakt jene Zeit in der Medien- und Kulturgeschichte, in die meine Generation hineingeboren wurde: das analoge Aufwachsen an der Schwelle zur digitalen Flut. Vier Jahrzehnte später legen die Herausgeber Brett McCracken und Ivan Mesa mit <em>Wir scrollen uns zu Tode</em> einen evangelikalen Sammelband vor, der Postmans medienkritisches Erbe für das Zeitalter des Smartphones antritt. Doch wer hier einen bloßen Ratgeber für „Digital Detox“ erwartet, greift zu kurz. Das Buch ist vielmehr der dringend notwendige Versuch, den Grundsatz von Postmans Vordenker Marshall McLuhan – „Das Medium ist die Botschaft“ – wieder in die theologische Reflexion zurückzuholen.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.evangelium21.net/media/5308/wir-scrollen-uns-zu-tode" target="_blank" rel="noopener">www.evangelium21.net</a>.</p>
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		<title>Luther über gute Werke</title>
		<link>https://theoblog.de/luther-ueber-gute-werke/48234/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Oct 2026 05:13:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praktische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Martin Luther (Der Galaterbrief, 1987, S. 346–347): Es ist aber sehr vonnöten, nach dem Beispiel Pauli, die Gläubigen zum Gutestun zu ermahnen, also dazu, daß sie ihren Glauben durch gute Werke üben; wenn die Werke dem Glauben nicht folgen, ist es das gewisseste Zeichen, daß ihr Glaube nicht wahr ist. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/luther-ueber-gute-werke/48234/">Luther über gute Werke</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Martin Luther (<em>Der Galaterbrief</em>, 1987, S. 346–347):</p>
<blockquote>
<p>Es ist aber sehr vonnöten, nach dem Beispiel Pauli, die Gläubigen zum Gutestun zu ermahnen, also dazu, daß sie ihren Glauben durch gute Werke üben; wenn die Werke dem Glauben nicht folgen, ist es das gewisseste Zeichen, daß ihr Glaube nicht wahr ist. </p>
</blockquote>
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		<title>Die Wurzeln des christlichen Abendlandes</title>
		<link>https://theoblog.de/die-wurzeln-des-christlichen-abendlandes/48223/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 09:38:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Joseph Henrich]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Jeising]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anhand von faszinierenden psychologischen Experimenten, ausgedehnten Feldforschungen und einer Fülle von Daten zeigt der Psychologe Joseph Henrich in seinem Buch Die seltsamsten Menschen der Welt: Wie der Westen reichlich sonderbar und besonders reich wurde (2025, #ad), wie unter anderem das Christentum das westliche Denken und Leben beeinflusst hat. Thomas Jeising hat das Buch gelesen und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/die-wurzeln-des-christlichen-abendlandes/48223/">Die Wurzeln des christlichen Abendlandes</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anhand von faszinierenden psychologischen Experimenten, ausgedehnten Feldforschungen und einer Fülle von Daten zeigt der Psychologe Joseph Henrich in seinem Buch <a href="https://link.amazon/B0epKechP" target="_blank" rel="noopener"><em>Die seltsamsten Menschen der Welt: Wie der Westen reichlich sonderbar und besonders reich wurde </em></a>(2025, #ad)<em>,</em> wie unter anderem das Christentum das westliche Denken und Leben beeinflusst hat. Thomas Jeising hat das Buch gelesen und stellt einige Dinge heraus. Zum Beispiel:</p>
<blockquote>
<p>Zu den Faktoren zählt Henrich die Ablösung der „verwandtschaftsbasierten Institutionen“, d.h. das Ende des vorherrschenden Stammes- oder Clan-Denkens. Weiter sieht er die Entwicklung eines „gruppenübergreifenden Wettbewerbs“, der den eigenen Vorteil nicht auf Ausbeutung gründet, sondern auch den Vorteil des Partners im Blick hat. Er nennt die Entwicklung eines Rechtssystems, das alle Menschen gleichbehandeln will. Er sieht die wachsende Arbeitsteilung, die nur auf der Grundlage von Vertrauen und Miteinander in der Wertschätzung des Gewinns bei gegenseitiger Ergänzung gedeihen konnte. Er erkennt in der Idee vom Beruf als einer Berufung, in der der Mensch Gott dient und darin Erfüllung findet, einen wichtigen Faktor nach der Reformation. Henrich sieht das alles – und damit auch die zugrunde liegenden Werte – in einem „unerbittlichen Wettbewerb“ stehend, damit es sich etablieren konnte. Als wichtige Aspekte der „sonderbaren Psychologie“ benennt er vier, die sich alle leicht auf die Ausbreitung des christlichen Denkens zurückführen lassen:</p>
<ul>
<li>Das „analytische Denken“, das Zusammenhänge aufgrund von Eigenschaften erkennt und Widersprüche wahrnimmt und möglichst überwinden will;</li>
<li>die Bedeutung innerer Werte, Überzeugungen und Absichten von einzelnen Personen inklusive der Annahme, dass eine Person persönliche Rechte haben kann;</li>
<li>drittens die „Unabhängigkeit und Nonkonformität“, die Menschen dazu führt, sich nicht einfach anzupassen und in Gruppen und Systeme einzupassen, sogar wenn sie sich dabei selbst überschätzen;</li>
<li>viertens die Achtung von unparteiischen Regeln und allgemeinen Gesetzen, die nicht nur für bestimmte Personen gelten, sondern für alle gleichermaßen (vgl. S. 555–557).</li>
</ul>
<p>Was im Westen sozialisierten Menschen „normal“ vorkommt, ist es tatsächlich im weltweiten kulturübergreifenden Vergleich betrachtet keineswegs. Henrich macht die allgemeinen Prinzipien an vielen konkreten Entwicklungen fest, von denen ich einzelne genauer beschreibe und auf die biblischen Wurzeln verweise.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.evangelium21.net/media/5317/die-wurzeln-des-christlichen-abendlandes" target="_blank" rel="noopener">www.evangelium21.net</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/die-wurzeln-des-christlichen-abendlandes/48223/">Die Wurzeln des christlichen Abendlandes</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Manche Eltern haben regelrecht Angst, Grenzen zu setzen“</title>
		<link>https://theoblog.de/manche-eltern-haben-regelrecht-angst-grenzen-zu-setzen/48221/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Oct 2026 08:22:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Katharina Schroth]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mütter und Väter heute haben hohe Ansprüche an die Erziehung, doch die Kinderärztin Katharina Schroth warnt: Wenn die angeblichen Bedürfnisse des Kindes immer an oberster Stelle stehen, schadet das. Hier Auszüge aus einem Interview:  Sie erleben, dass Eltern, die keine Grenzen setzen, am Ende sind? Ja, absolut. Was ich häufig beobachte: Eltern, die den Anspruch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/manche-eltern-haben-regelrecht-angst-grenzen-zu-setzen/48221/">„Manche Eltern haben regelrecht Angst, Grenzen zu setzen“</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mütter und Väter heute haben hohe Ansprüche an die Erziehung, doch die Kinderärztin Katharina Schroth warnt: Wenn die angeblichen Bedürfnisse des Kindes immer an oberster Stelle stehen, schadet das. Hier Auszüge aus einem Interview: </p>
<blockquote>
<p><em>Sie erleben, dass Eltern, die keine Grenzen setzen, am Ende sind?</em></p>
<p>Ja, absolut. Was ich häufig beobachte: Eltern, die den Anspruch der Bedürfnisorientierung exzessiv verfolgen, schaffen es beim ersten Kind vielleicht gerade noch so. Beim zweiten geraten viele schnell an ihre Grenzen. Manche Mütter stillen dann zum Beispiel im Tandem, verlieren deutlich an Gewicht, berichten über starken Haarausfall und sind körperlich wie nervlich völlig erschöpft. Das Problem ist für mich nicht das Stillen oder das Familienbett an sich, sondern wenn sich dauerhaft alles nur noch um die Bedürfnisse der Kinder dreht und die Eltern ihre eigenen Grenzen und Bedürfnisse aus den Augen verloren haben. Und selbst dann haben viele noch ein schlechtes Gewissen, weil sie glauben, ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht geworden zu sein.</p>
<p><em>Wenn Sie in der Praxis merken, dass Eltern kurz vor dem Burnout stehen: Nutzen Sie dann die Möglichkeit, das anzusprechen?</em></p>
<p>Dahinter steckt ja ein vielschichtiges Problem. Es liegt nicht nur an der Idee der Bedürfnisorientierung, sondern an massiven strukturellen und gesellschaftlichen Belastungen. Oft ist das Kind elf Monate alt, der Wiedereinstieg in den Job steht an, es wird noch gestillt, und die Väter sind wieder voll im Beruf eingebunden. Wenn Mütter dann erschöpft bei mir sitzen, sage ich nicht einfach „Holen Sie sich Hilfe“ oder „Organisieren Sie sich besser“. Ich sage ihnen ganz bewusst: „Es ist völlig in Ordnung, wenn das Kind mal vor dem Fernseher sitzt.“ Und es ist auch völlig menschlich, wenn man mal die Nerven verliert und lauter wird. Das soll kein Freifahrtschein für Gewalt oder eine Rückkehr zu autoritären Schlägen sein – überhaupt nicht! Aber wir müssen viel milder mit uns selbst sein, denn was in uns passiert, überträgt sich auch aufs Kind. Wir Erwachsenen steuern ja schließlich das Schiff. Es ist nicht nur legitim, einem Kind Grenzen zu setzen und Nein zu sagen; es ist auch menschlich, wenn man mal an seine eigenen Grenzen stößt.</p>
<p><em>Eltern müssen also den Perfektionismus ablegen?</em></p>
<p>Ja, genau. Viele Eltern haben sich das Ziel gesetzt, dass ihr Kind absolut frei aufwachsen soll, ohne jeglichen Zwang. Dahinter steckt oft auch eine große Sehnsucht nach einer perfekt harmonischen, fast freundschaftlichen Beziehung zum eigenen Kind. Manche haben regelrecht Angst, diese Nähe durch Konflikte, klare Grenzen oder ein Nein zu gefährden. Aber wenn man den Punkt verpasst hat, frühzeitig klare Routinen einzuführen – etwa beim Zähneputzen, Zubettgehen oder bei den Mahlzeiten –, dann ist es mit einem Dreijährigen unglaublich kräftezehrend, das noch nachzuholen und plötzlich strenge Regeln durchzusetzen.</p>
</blockquote>
<p>Mehr (hinter einer Bezahlschranke): <a href="https://www.faz.net/aktuell/besser-leben/familie/kinderaerztin-warum-beduerfnisorientierung-schaden-kann-accg-201274383.html" target="_blank" rel="noopener">www.faz.net</a>.</p>
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		<title>Homosexualität: „Progressive“ Argumente und konservative Antworten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2026 20:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Homosexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Franz Graf-Stuhlhofer hat sich eingehend mit „progressiven” Argumenten zum Thema Homosexualität auseinandergesetzt. Hier seine treffenden Schlussworte: Wie gehen Christen damit um, dass die – als Mitteilung Gottes anerkannte – Bibelwichtige Einschränkungen auf sexuellem Gebiet auferlegt? Manche solcher Einschränkungen betreffen letztlich alle Christen, nämlich Ledige: In diesem Stand waren auch Verheiratete – bis zur Heirat – [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Franz Graf-Stuhlhofer hat sich eingehend mit „progressiven” Argumenten zum Thema Homosexualität auseinandergesetzt. Hier seine treffenden Schlussworte:</p>
<blockquote>
<p>Wie gehen Christen damit um, dass die – als Mitteilung Gottes anerkannte – Bibelwichtige Einschränkungen auf sexuellem Gebiet auferlegt? Manche solcher Einschränkungen betreffen letztlich alle Christen, nämlich Ledige: In diesem Stand waren auch Verheiratete – bis zur Heirat – eine Zeitlang (manche jahrzehntelang). Außerdem gilt das für die Verwitweten nach dem Tod des Partners. Solche Einschränkungen lassen sich mit Leitplanken vergleichen: Autofahrer tun gut daran, sie zu beachten. Ähnliches gilt, im übertragenen Sinn, für Christen: Es ist wichtig, dass sie sich daran orientieren. Es fällt uns nicht leicht, die in vielen Fällen gebotene Enthaltsamkeit zu verwirklichen. Mitunter beschränken sich Christen darauf, jene Richtlinien Gottes einzuhalten, die uns als berechtigt einleuchten. Wenn wir ein Gebot nicht (ganz)verstehen, und wenn unser eigenes Empfinden in eine andere Richtung weist, sindwir stark gefordert. Aber gerade in solchen Fällen kann sich unser Vertrauen zu Gott erweisen, und wir können dieses Vertrauen einüben – mit Gottes Hilfe.</p>
</blockquote>
<p>Die gesamte Untersuchung kann hier heruntergeladen werden: <a href="https://wngfugczooxqzolhyevb.supabase.co/storage/v1/object/public/page-media/publikationen/eeb0b04c-10e4-4d6f-92dc-a456c1743316-mbstexte200.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf" target="_blank" rel="noopener">mbstexte200.pdf</a>.</p>
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		<title>Die Kinder verschwinden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2026 08:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bevölkerungsentwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Welt erlebt einen beispiellosen Geburtensturz. In reichen wie armen Ländern brechen die Kinderzahlen ein, mit unübersehbaren Folgen. Die FAZ berichtet (02.10.2026, Nr. 229, S. 23): Erstmals in ihrer Geschichte unterschreitet die Menschheit in diesem Jahr vermutlich dieses Bestandserhaltungsniveau, rechnen die Ökonomen Fernández-Villaverde und Patrick Norrick vor. Weder Kriege noch Pandemien hatten bislang vermocht, den [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt erlebt einen beispiellosen Geburtensturz. In reichen wie armen Ländern brechen die Kinderzahlen ein, mit unübersehbaren Folgen. Die FAZ berichtet (02.10.2026, Nr. 229, S. 23):</p>
<blockquote>
<p>Erstmals in ihrer Geschichte unterschreitet die Menschheit in diesem Jahr vermutlich dieses Bestandserhaltungsniveau, rechnen die Ökonomen Fernández-Villaverde und Patrick Norrick vor. Weder Kriege noch Pandemien hatten bislang vermocht, den Anstieg der Weltbevölkerung zu bremsen. Jetzt aber sind Kräfte am Werk, die in fast allen Ländern die Geburtenraten in einer Geschwindigkeit schrumpfen lassen, mit der nur wenige Demographen gerechnet haben.</p>
<p>„Demographie ist der meist unterschätzte sozioökonomische Faktor“, sagt Dirk Schumacher, der Chefvolkswirt der staatlichen Förderbank KfW in Frankfurt. „Man merkt das Schrumpfen nicht sofort.“ Reiche Staaten im Westen erleben schon heute, wie die Demographie zuschlägt. In Deutschland sinkt das Arbeitskräftepotential um bis zu eine halbe Million Menschen im Jahr. Vor allem mittelständischen Unternehmern fehlt es an Nachfolgern. Mit dem Alter der Eigentümer sinken zudem Investitionsbereitschaft und Risikofreude.</p>
<p>Für viele kleine Firmen endet der demographische Wandel deshalb nicht mit einem Besitzerwechsel, sondern mit der Schließung. „In Großkonzernen stellt sich das Problem der Nachfolge nicht. Es ist die gigantische Masse der kleineren Unternehmen, für die die Schließung durch Überalterung die einzige Alternative ist“, sagt Schumacher.</p>
<p>Die Folgen für die Gesellschaft zeigen sich in vielen Dimensionen. „Die meisten Menschen stellen sich den Rückgang der Geburtenraten ungefähr so vor wie eine Diät: Die Menschheit sei ein bisschen zu dick geworden, verliere nun zehn Kilogramm und lebe danach gesünder weiter“, sagt Fernández-Villaverde. So sei es aber nicht. „Das ist so, als ob Sie jeden Tag Kalorien verlieren, bis Sie verhungern.“ Denn anders als Demographen erwartet hatten, gibt es wenige Hinweise, dass die Bevölkerung sich auf einem niedrigeren Niveau stabilisiert. Der Makroökonom hält den Einbruch der Geburtenraten für eine der größten wirtschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. „Das ist nicht der Weg von acht Milliarden auf sechs Milliarden. Das ist der Weg von acht Milliarden auf null.“</p>
</blockquote>
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		<title>Der HERR ist mein Hirte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2026 05:21:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praktische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium21]]></category>
		<category><![CDATA[Larry Norman]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 3. Oktober fand in Salzburg die E21-Regionalkonferenz Österreich statt. Thematischer Schwerpunkt war die Auslegung des 23. Psalms. Dazu heißt es: Hauptredner Larry Norman (Pastor der Leipzig English Church) weckte in seinem ersten Vortrag die Aufmerksamkeit der Zuhörer mit der Frage „Was fällt dir im ersten Vers des Psalms auf?“ – Viele denken an das [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 3. Oktober fand in Salzburg die E21-Regionalkonferenz Österreich statt. Thematischer Schwerpunkt war die Auslegung des 23. Psalms. Dazu heißt es:</p>
<blockquote>
<p>Hauptredner Larry Norman (Pastor der Leipzig English Church) weckte in seinem ersten Vortrag die Aufmerksamkeit der Zuhörer mit der Frage „Was fällt dir im ersten Vers des Psalms auf?“ – Viele denken an das Bild des Hirten oder daran, keinen Mangel zu haben. Doch nur wenigen fallen die ersten beiden Worte „Der HERR“ auf. Dabei sind diese ersten beiden Worte für die Wahrheiten des gesamten Psalms entscheidend. Larry Norman erinnerte daran, was sich hinter diesem Namen Gottes verbirgt: Gott ist grenzenlos, unwandelbar, allmächtig und überall. Gott schenkt Leben. Er rettet. Gott ändert seinen Plan und seine Verheißung nicht. Nur ein Gott, der sich nicht ändert, ist ein vertrauenswürdiger Gott.</p>
<p>Weiter stellte Norman fest, dass dieser Gott nicht irgendwann „mein Hirte“ ist, sondern jetzt – unabhängig davon, wie lange jemand schon im Glauben ist. Dieser Hirte erquickt und weidet. Er stillt jeden Mangel seiner Schafe. Gott weiß besser, woran es seinem Schaf mangelt, als das Schaf selbst, hob Norman hervor.</p>
<p>Im zweiten Vortrag sprach Norman über den vierten Vers von Psalm 23. Dabei betonte er, dass nicht die Angst der Gläubigen das Problem ist. Vielmehr ist die Frage entscheidend, wer oder was einen Gläubigen bestimmt. Jesus selbst durchlebte das finstere Todestal und hatte Angst. Er schwitzte Blut (vgl. Lk 22,44). Jesus ließ sich nicht von der Angst bestimmen, als er dem Tod immer näherkam. Er ließ Gott Herr sein. Jesus kannte den Vater zutiefst und vertraute ihm durch das Tal des Todes hindurch. Je mehr ein Christ Gott erkennt, desto mehr werden „und wenn ich auch“-Sätze sein Leben prägen, weil er verstehen wird, dass selbst der Tod ihm nichts anhaben kann, weil Gott mit ihm ist. Der Gläubige muss sich nicht fürchten, wenn er weiß, wer bei ihm steht, betonte Norman.</p>
</blockquote>
<p>Mehr: <a href="https://www.evangelium21.net/media/5318/jesus-unser-hirte" target="_blank" rel="noopener">www.evangelium21.net</a>.</p>
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		<title>„So ist das Gesetz Diener und Türhüter für die Gnade“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2026 05:07:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neues Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Galaterbrief]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Martin Luther schreibt zu: „Was soll dann das Gesetz? Es wurde hinzugefügt um der Übertretungen willen, bis der Nachkomme käme, dem die Verheißung gilt“ (Gal 3,19b): Aber wozu ist denn diese Erniedrigung, diese Zerstoßung und Zerschlagung durch den Hammer des Gesetzes gut? Dazu, daß die Gnade bei uns Eingang finden kann. So ist das Gesetz [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Martin Luther schreibt zu: „Was soll dann das Gesetz? Es wurde hinzugefügt um der Übertretungen willen, bis der Nachkomme käme, dem die Verheißung gilt“ (Gal 3,19b):</p>
<blockquote>
<p>Aber wozu ist denn diese Erniedrigung, diese Zerstoßung und Zerschlagung durch den Hammer des Gesetzes gut? Dazu, daß die Gnade bei uns Eingang finden kann. So ist das Gesetz Diener und Türhüter für die Gnade. Denn Gott ist ein Gott der Niedrigen, der Elenden, der Angefochtenen, der Bedrückten, der Verzweifelten und aller derer, die völlig zunichte geworden sind. Es ist ja Gottes Natur, die Niedrigen zu erheben, die Hungrigen zu speisen und die Blinden zu erleuchten, die Elenden und Angefochtenen zu trösten, die Sünder zu rechtfertigen, die Toten lebendig zu machen, die Verzweifelten und Verurteilten zu retten etc. Er ist ja ein mächtiger Schöpfer, der alles aus Nichts macht. Zu diesem seinem eigentlichen und natürlichen Werk läßt Gott nicht kommen diese allerschädlichste Pestilenz, nämlich die Einbildung eigener Gerechtigkeit, die nicht sündig, unrein, elend und verdammt sein will, sondern gerecht, heilig etc. Darum muß Gott jenen Hammer, das Gesetz anwenden, der zerbricht, zermalmt und zerschlägt und völlig zunichte macht. Da gehts diesem Untier mit seinem eitlen Selbstvertrauen, Weisheit, Gerechtigkeit, Macht etc. ans Leben, so daß es schließlich aus seinem Unglück lernen muß, es sei verloren und verdammt. Wenn denn das Gewissen so durch das Gesetz erschüttert ist, hat die Lehre des Evangeliums und die Gnade Raum, richtet auf und tröstet, denn Christus ist nicht gekommen in die Welt, das zerstoßene Rohr zu zertreten, oder den glimmenden Docht auszulöschen, er ist gekommen, den Armen das Evangelium zu predigen, die zerbrochenen Herzen zu heilen, den Gefangenen die Freiheit zu verkündigen etc.</p>
</blockquote>
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		<title>Wer hat euch bezaubert?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Oct 2026 19:36:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Praktische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
		<category><![CDATA[Satan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Martin Luther kommentierte in seiner Vorlesung über den Galaterbrief Galater 3,1, „Wer hat euch bezaubert, denen doch Jesus Christus vor die Augen gemalt war als der Gekreuzigte?“, mit folgenden Worten:  Schließlich hat der Teufel eine solche Leidenschaft zu bezaubern und zu schaden, daß er nicht nur den sicheren und hochmütigen Geistern seine Blendwerke eingibt, nein, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/wer-hat-euch-bezaubert/48203/">Wer hat euch bezaubert?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Martin Luther kommentierte in seiner Vorlesung über den Galaterbrief Galater 3,1, „Wer hat euch bezaubert, denen doch Jesus Christus vor die Augen gemalt war als der Gekreuzigte?“, mit folgenden Worten: </p>
<blockquote>
<p>Schließlich hat der Teufel eine solche Leidenschaft zu bezaubern und zu schaden, daß er nicht nur den sicheren und hochmütigen Geistern seine Blendwerke eingibt, nein, er versucht auch diejenigen, die fromm und richtig mit dem Worte Gottes und der christlichen Religion umgehen, mit seinem Teufelsspiel zu täuschen. Mich selbst hat er oft so stark angegriffen und mit so traurigen Gedanken überschüttet, daß er mir Christus fast völlig verdunkelt, ja beinahe weggenommen hätte. In Summa, da ist keiner unter uns, der nicht immer wieder durch falsche Meinungen bezaubert würde, d.h. daß wir uns fürchten, vertrauen, Freude haben, wo nichts zu fürchten, zu vertrauen und zu freuen ist; wir alle denken manchesmal von Gott, von Christus, von dem Glauben, von unserer Berufung, von dem Christenstand anders als wir denken sollten. – Wenn uns der Teufel nicht nüchtern und mit geistlichen Waffen, d.h. mit dem Worte Gottes und im Glauben gerüstet findet, verschlingt er uns.</p>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/wer-hat-euch-bezaubert/48203/">Wer hat euch bezaubert?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
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		<title>Möglichkeiten und Grenzen religiöser Projektion</title>
		<link>https://theoblog.de/moeglichkeiten-und-grenzen-religioeser-projektion/48198/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Oct 2026 06:48:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Ludwig Feuerbach]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ludwig Feuerbachs große Projektionsthese lautet: Gott ist keine von Menschen unabhängige Wirklichkeit, sondern die Projektion des idealisierten menschlichen Wesens. Alles, was Menschen Gott zuschreiben – wie etwa Liebe, Vernunft, Allmacht, Vollkommenheit oder Unsterblichkeit –, sind laut Feuerbach menschliche Wünsche, Fähigkeiten und Gattungsideale, die nach außen verlegt und als eigenständiges göttliches Wesen verehrt werden. Daher (Vorlesungen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ludwig Feuerbachs große Projektionsthese lautet: Gott ist keine von Menschen unabhängige Wirklichkeit, sondern die Projektion des idealisierten menschlichen Wesens. Alles, was Menschen Gott zuschreiben – wie etwa Liebe, Vernunft, Allmacht, Vollkommenheit oder Unsterblichkeit –, sind laut Feuerbach menschliche Wünsche, Fähigkeiten und Gattungsideale, die nach außen verlegt und als eigenständiges göttliches Wesen verehrt werden. Daher (<em>Vorlesungen über das Wesen der Religion</em>, Leipzig, 1851, Zwanzigste Vorlesung, S. 241):</p>
<blockquote>
<p>Denn nicht Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, wie es in der Bibel heißt, sondern der Mensch schuf, wie ich im <em>Wesen des Christentums</em> zeigte, Gott nach seinem Bilde.</p>
</blockquote>
<p>Der niederländische Philosoph Jacob Klapwijk liegt meines Erachtens richtig, wenn er zeigt, dass Feuerbach nicht völlig falsch liegt. Menschliche Religion neigt in der Tat dazu, sich einen Gott nach eigenem Bilde zu schaffen, weshalb ja auch Johannes Calvin davon sprach, dass der menschliche Geist einer „Götzenfabrik“ gleicht (<em>Institutio</em> I,11,8).</p>
<p>Aber hören wir auf Jacob Klapwijk (<em>Philosophische Kritik und göttliche Offenbarung</em>, 1990, S.26–29):</p>
<blockquote>
<p>Wie ist Feuerbachs einflußreiche Religionskritik zu bewerten? Wo stehen wir selbst? Aus dem Blickwinkel der Heiligen Schrift und der christlichen Überlieferung kann und muß Feuerbachs Lehre aus systematisch-theologischen Gründen zurückgewiesen werden. Doch eine theologische Kritik allein reicht nicht aus. Eine wissenschaftliche Beurteilung muß auch die Argumente würdigen und daher Feuerbachs religionsphilosophische Thesen einer philosophischen Kritik unterziehen.</p>
<p>Kritik an Feuerbach bedeutet zugleich auch Selbstkritik. Ein schuldbekennendes Wort ist hier am Platze, denn Kirche und Religion präsentieren sich in der Tat weitgehend als Bedürfnisreligion. Der damalige Pietismus und eine damit konform gehende Erlebnistheologie in der Nachfolge Hegels und Schleiermachers deuteten Religion als subjektives Bedürfnis, als subjektiven Gefühlsdrang zum Unendlichen. Wird der Kern der Religion als frommes, schlechthinniges Abhängigkeitsgefühl bestimmt (Schleiermacher), ist der Weg frei für die Schlußfolgerung: Gott ist Veräußerlichung, Projektion dieses frommen, subjektiven Gefühls. </p>
<p>Die Frage an uns lautet: Unterscheidet sich unser Christsein wesentlich von dem des 19. Jahrhunderts? Ist unser Glaube mehr als ein Bündel rationalisierter, subjektiver Gefühle? Verstehen wir unter Beten etwas anderes als das Auflisten privater Wünsche? Haben wir möglicherweise selbst der verbreiteten Meinung Vorschub geleistet, hinter dem frommen Getue gehe es letztlich nur um Eigennutz und Wohlergehen des christlichen Menschen. Oder anders: Wer ist Gott für uns? Erfüllungsgehilfe und Garantieschein – oder wesentlich mehr und wesentlich anders als das?<br />Feuerbach hatte nicht ganz unrecht, das damalige europäische Christentum als Bedürfnisreligion zu brandmarken: In Bedürfnisreligion steckte und steckt tatsächlich ein Stück Projektion. Und noch in einem zweiten Punkt ist Feuerbach stattzugeben, nämlich in seiner Verwerfung einer Verdopplung der Welt in eine natürliche und eine übernatürliche. Diese Doppelwelt-Lehre (Supranaturalismus) war eine Konstruktion der mittelalterlichen Scholastik, im Grunde mehr platonisch-neuplatonisch als christlich. Prägt die Vorstellung einer Weltverdoppelung das allgemeine Bewußtsein, dann eignet sich die obere Welt zweifellos als Projektionsraum für alle unerfüllten Sehnsüchte hier unten. In dieser Hinsicht ist Feuerbachs Kritik nicht abwegig.</p>
<p>An dieser Stelle ist wiederum eine theologische Selbstprüfung angebracht. In welchem Maß ist auch unser Denken von diesem scholastischen Dualismus gefärbt? Vermögen wir noch die Einheit des göttlichen Schöpfungshandelns wahrzunehmen? Erkennen wir noch, daß die ganze Welt auf Gott bezogen ist? Verstehen wir, daß Himmel und Erde gemeinsam der Vollmacht Jesu unterstehen? Ist die Welt als Schöpfung, als Kreatur nicht natürlich und übernatürlich in einem? Bereits die Rede von der Schöpfung als “Natur“ löst jene aus ihrem Gottesbezug. Die nachträgliche Addition eines sogenannten “übernatürlichen Seins“ ist im Grunde nur Flickwerk. Eines steht fest: Das Reich Gottes schwebt nicht über dieser Welt, sondern bricht sich in dieser Welt Bahn. In diesem Reich wird die Schöpfung nicht vernichtet, sondern vollendet.</p>
<p>Feuerbach fordert uns nicht nur zur Selbstprüfung auf, er konfrontiert uns auch mit einem prinzipiellen Problem, und dies zwingt zu einer christlich-philosophischen Kritik. Wenn wir mit Feuerbach davon ausgehen, daß Religion zu einem großen Teil in einer Projektion besteht, dann lautet die Frage: Welches sind die Bedingungen der Möglichkeit religiöser Projektion?<br />Ich sehe es folgendermaßen: Wenn nach Gen 1 der Mensch im Bilde Gottes geschaffen wurde, dann besagt dies: Der Mensch ist auf dieser Welt, um Gottes Liebe und Herrlichkeit in seinem eigenen Leben widerzuspiegeln. Dies ist sein Wesen und seine Bestimmung, seine Begrenztheit und seine Größe: Ein Bild, ein Abbild Gottes zu sein und sein zu müssen. Dies ist sein anthropologischer Status, zu dem der Mensch berufen ist und dazu bestimmt, anderen vorzuleben, wer Gott ist. Als Bildträger ist der Mensch in einem sehr besonderen Sinn Gott-bezogen.</p>
<p>Als Folge des Sündenfalls ist dieses Bild aber verzerrt, als habe sich gleichsam ein Vorhang zwischen das göttliche Urbild und das menschliche Abbild geschoben. Dennoch bleibt der Mensch Geschöpf Gottes und als solches unausweichlich auf seinen Schöpfer gerichtet, also abhängig. Die Sünde jedoch pervertiert das Gottesverhältnis in eine andere, selbstproduzierte Abhängigkeit – dies lesen wir im 1. Kapitel des Römerbriefes. Der Gott-lose Mensch setzt in seiner Torheit das Bild eines vergänglichen Menschen oder anderen Geschöpfes an die Stelle Gottes. Was soll das besagen?</p>
<p>Der unabstreifbaren Ausrichtung auf Gott bei gleichzeitiger Verdunkelung des Bildes Gottes im Menschen ist nur so zu begegnen, daß sich der Mensch selbst, bewußt oder unbewußt, ein Ideal-Bild schafft, auf welches hin er sich orientiert. Die Gott-Beziehung wird zur Abgott-Beziehung. Ist dem Geschöpf die Abbildung seines Schöpfers versagt, übernimmt die Einbildung diese Funktion, denn unentrinnbar bleibt der Mensch gottbezogenes, bildtragendes Geschöpf. In dieser Situation kommt es zur Veräußerlichung und Projektion &#8211; nicht nur in der Form des Götzenkultes, sondern in allen Formen selbstgemachten Gottesdienstes, auch innerhalb des Christentums. Feuerbach hat dies gesehen. Leider sah er im Christentum nichts anderes als Projektion. Was Feuerbach allerdings nicht recht erklären konnte, nämlich warum solch eine Veräußerlichung sich im Menschen ereignet, wird verständlich, sobald die biblische Botschaft ernstgenommen und der anthropologische Status des Menschen entdeckt wird. </p>
<p>Die Frage ist nicht nur, wie Projektion beginnt, sondern auch: Wie hört Projektion auf? Die Bibel sagt verschiedentlich, das wahre Bild Gottes habe sich in Jesus Christus manifestiert. Er ist nach Hebr 1 der Abglanz des Wesens Gottes. Daher liegt in der Begegnung mit ihm der kritische Maßstab. Erst in der konkreten, persönlichen Übereignung des Lebens an Christus hört die Motorik der Projektion auf. Dann wird der verdekkende Schleier der Sünde entfernt und werden wir selbst wieder zu Bildträgern Gottes. Die Bildmacher werden zu Bildträgern! Dann erfüllt sich 2. Kor 3, 18: „Wir alle aber spiegeln mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden umgewandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich von des Herrn Geistes.“ Weil Feuerbach die Ursache der Projektion philosophisch verkannt hat, verfehlte er auch die Möglichkeit ihrer Beendigung. Nicht der Geist der Aufklärung, sondern der Geist des Herrn macht allen religiösen Projektionen ein Ende.<br /> </p>
</blockquote>
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		<title>Evangelium mitten im Alltag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Oct 2026 07:29:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium21]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  Das Evangelium ist mehr als eine Botschaft für den Gottesdienst am Sonntag oder für das tägliche Bibellesen und Beten. Es durchdringt unser ganzes Leben – unseren gesamten Alltag. Auf der E21-Regionalkonferenz Südost zum Thema „Evangelium mitten im Alltag: Die Gute Nachricht leben und weitergeben“ zeigen uns Alexander Reindl und Sebastian Götz, worin der Kern [&#8230;]</p>
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<p><img decoding="async" style="display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;" title="E21_Regio_Südost_2026_Website_01.59a9e555.jpg" src="https://theoblog.de/wp-content/uploads/2026/10/E21_Regio_Suedost_2026_Website_01.59a9e555.jpg" alt="E21 Regio Südost 2026 Website 01.59a9e555." width="492" height="330" border="0"></p>
<p>Das Evangelium ist mehr als eine Botschaft für den Gottesdienst am Sonntag oder für das tägliche Bibellesen und Beten. Es durchdringt unser ganzes Leben – unseren gesamten Alltag.</p>
<p>Auf der E21-Regionalkonferenz Südost zum Thema „Evangelium mitten im Alltag: Die Gute Nachricht leben und weitergeben“ zeigen uns Alexander Reindl und Sebastian Götz, worin der Kern der rettenden Botschaft besteht und wie das Evangelium unsere Beziehungen, unsere Gastfreundschaft und unser Berufsleben prägt.</p>
<p>Die Konferenz findet am 24. Oktober in der CV Schwabach statt.</p>
<p>Ein Ablaufplan und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich hier: <a href="https://www.evangelium21.net/suedost" target="_blank" rel="noopener">www.evangelium21.net</a>.</p>
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		<title>Tatiana Llaguno: Feminismus ist Projekt der Linken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2026 14:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Tatiana Llaguno]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Philosophin und Politikwissenschaftlerin Tatiana Llaguno steht in der Tradition von Hegel, Marx und der Kritischen Theorie. Sie gehört zu den prominenten Familienabolitionistinnen, die Ehe, Mutterschaft und Hausarbeit als Formen der Unterdrückung von Frauen bekämpfen. Wegbereiterin des heutigen Familienabolitionismus ist für sie Simone de Beauvoir. In einem Interview, das sie kürzlich dem PHILOSOPHIE MAGAZIN gegeben [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Philosophin und Politikwissenschaftlerin Tatiana Llaguno steht in der Tradition von Hegel, Marx und der Kritischen Theorie. Sie gehört zu den prominenten Familienabolitionistinnen, die Ehe, Mutterschaft und Hausarbeit als Formen der Unterdrückung von Frauen bekämpfen. Wegbereiterin des heutigen Familienabolitionismus ist für sie Simone de Beauvoir.</p>
<p>In einem Interview, das sie kürzlich dem PHILOSOPHIE MAGAZIN gegeben hat (Sonderausgabe Nr. 38, Herbst 2026, S. 108–110, hier S. 110), sieht sie Simone de Beauvoir, den Feminismus, und sich selbst in der Tradition des Sozialismus stehend. Zitat: </p>
<blockquote>
<p><em>Heute enden viele Ehen in Deutschland mit einer Scheidung, immer mehr Menschen bleiben kinderlos und unverheiratet, es entstehen alternative Formen des Zusammenlebens. Stehen diese Entwicklungen im Einklang mit der Abschaffung der Familie?</em></p>
<p>Es stimmt – und das ist eine gute Nachricht –, dass wir heute mehr Freiheit bei der Wahl unserer Beziehungen haben. Aber die Abolitionistinnen erinnern uns daran, dass es beim feministischen Kampf nicht nur um mehr Wahlmöglichkeiten in unserem Privatleben geht: Solange die Sorgearbeit unberührt bleibt, haben wir noch einen langen Weg vor uns. Die Familie wird nicht abgeschafft werden, solange Sorgearbeit privatisiert bleibt. Simone de Beauvoir hat sich in diesem Punkt unmissverständlich geäußert: „Frauen, die für die Emanzipation der Frauen kämpfen, können nicht wirklich Feministinnen sein, ohne der Linken anzugehören, denn obwohl der Sozialismus nicht ausreicht, um die Gleichstellung der Geschlechter zu gewährleisten, ist er doch notwendig.“</p>
</blockquote>
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		<title>Philosophischen Notizbücher Kurt Gödels voller theologischer Überlegungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2026 14:29:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesbeweise]]></category>
		<category><![CDATA[Kurt Gödel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den letzten Jahren wurden die Notizbücher des großen Mathematikers erschlossen. Dass er einen mathematischen Gottesbeweis verfasst hatte, war bekannt. Überrascht waren die Herausgeber allerings, dass seine Notizen so viele theologische Gedanken enthalten. Ulf von Rauchhaupt schreibt (FAZ vom 30.09.2026, Nr. 277, S. 12): Im Sommer 1961 schrieb Kurt Gödel einen Brief an seine Mutter. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Jahren wurden die Notizbücher des großen Mathematikers erschlossen. Dass er einen mathematischen Gottesbeweis verfasst hatte, war bekannt. Überrascht waren die Herausgeber allerings, dass seine Notizen so viele theologische Gedanken enthalten. Ulf von Rauchhaupt schreibt (FAZ vom 30.09.2026, Nr. 277, S. 12):</p>
<blockquote>
<p>Im Sommer 1961 schrieb Kurt Gödel einen Brief an seine Mutter. Die damals 82 Jahre alte Frau lebte in Wien, er in Princeton, New Jersey, wo er dem Institute for Advanced Study angehörte. 1940 war er in die Vereinigten Staaten emigriert. „Du stellst in deinem letzten Brief die schwerwiegende Frage, ob ich an ein Wiedersehen glaube“, schrieb Gödel – die Rede war von einem Wiedersehen nach dem Tod. „Darüber kann ich nun folgendes sagen: Wenn die Welt vernünftig eingerichtet ist und einen Sinn hat, dann muss es das geben.“</p>
<p>Nun ist Kurt Gödel nicht irgendein Gelehrter. Seine sogenannten Unvollständigkeitssätze hatten Anfang der Dreißigerjahre die Grundlagen der Mathematik nachhaltig erschüttert, und von Albert Einstein wird überliefert, er habe Gödel einmal den größten Logiker seit Aristoteles genannt. Der Mathematiker John von Neumann, der Gödels wissenschaftliche Leistungen sicher noch besser einschätzen konnte, erklärte 1951, diese seien „mehr als monumental“ und etwas, das „weit in Raum und Zeit sichtbar bleiben wird“.</p>
<p>Und so jemand glaubte an ein Leben nach dem Tod? Tatsächlich nicht nur das. Spätestens seit 1940 beschäftigte sich Gödel mit einem Argument für die Existenz Gottes, das Anselm von Canterbury im elften Jahrhundert formuliert hatte und das als „ontologischer Gottesbeweis“ bekannt wurde. Insbesondere Immanuel Kant, dessen kritische Philosophie darauf gerichtet war, die Grenzen der theoretischen Vernunft auszuloten, hatte das ontologische Argument Anselms als ein Beispiel für die unzulässige Überschreitung dieser Grenzen vorgeführt. Nun aber ging Gödel her und formulierte es neu in der Sprache der modernen Logik, veröffentlichte die Arbeit aber nie. Kollegen, die von Gödels theologischen Interessen wussten, waren diese mitunter peinlich. So notierte der Ökonom Oskar Morgenstern 1970 in sein Tagebuch, Gödel habe seinen Gottesbeweis nur als logisches Experiment gedacht und werde ihn nicht veröffentlichen, damit niemand denke, er glaube an Gott.</p>
</blockquote>
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		<title>Was ist klassische Theologie?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2026 13:07:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Evangelikale]]></category>
		<category><![CDATA[Syst. Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Theologiegeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Carl Trueman]]></category>
		<category><![CDATA[Kevin DeYoung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kevin DeYoung und Carl Trueman unterhalten sich in diesem Video sehr informativ über die klassische Theologie, unter anderem über die Sprache, die wir in der Gotteslehre oder Christologie gebrauchen. Und natürlich ist auch Thomas von Aquin ein Thema.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kevin DeYoung und Carl Trueman unterhalten sich in diesem Video sehr informativ über die klassische Theologie, unter anderem über die Sprache, die wir in der Gotteslehre oder Christologie gebrauchen. Und natürlich ist auch Thomas von Aquin ein Thema.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Finale 198" width="580" height="325" frameborder="0" allowfullscreen="" consent-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/2hcREE8hCnM" consent-required="38343" consent-by="services" consent-id="39573" consent-click-original-src-_="https://www.youtube.com/embed/2hcREE8hCnM?autoplay=1" consent-thumbnail="{&quot;embedId&quot;:&quot;8b4ff27fd3b48ccb64608b93ae024468&quot;,&quot;fileMd5&quot;:&quot;f7617a29436b01097b33b8346e26fe05&quot;,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/theoblog.de\/wp-content\/uploads\/embed-thumbnails\/8b4ff27fd3b48ccb64608b93ae024468-f7617a29436b01097b33b8346e26fe05.jpeg&quot;,&quot;title&quot;:&quot;198. Classical Theology and the Modern World with Carl Trueman&quot;,&quot;width&quot;:640,&quot;height&quot;:480,&quot;forceRatio&quot;:56.0344827586206832847892655991017818450927734375}"></iframe></p>
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		<title>Die Kirche im Zeitalter der Therapie</title>
		<link>https://theoblog.de/die-kirche-im-zeitalter-der-therapie/48173/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2026 17:06:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeist]]></category>
		<category><![CDATA[Carl Trueman]]></category>
		<category><![CDATA[Matthew Loftus]]></category>
		<category><![CDATA[Philip Rieff]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Matthew Loftus schreibt in „Die Kirche im Zeitalter der Therapie“:  Im Jahr 1966 schrieb Philip Rieff in The Triumph of the Therapeutic : „Der religiöse Mensch wurde geboren, um gerettet zu werden; der psychologische Mensch wurde geboren, um zufrieden zu sein.“ Irgendwann haben wir eine Schwelle überschritten, und die allgemeinen Werte der westlichen Kultur richteten [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/die-kirche-im-zeitalter-der-therapie/48173/">Die Kirche im Zeitalter der Therapie</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Matthew Loftus schreibt in „Die Kirche im Zeitalter der Therapie“: </p>
<blockquote>
<p>Im Jahr 1966 schrieb Philip Rieff in The Triumph of the Therapeutic : „Der religiöse Mensch wurde geboren, um gerettet zu werden; der psychologische Mensch wurde geboren, um zufrieden zu sein.“ Irgendwann haben wir eine Schwelle überschritten, und die allgemeinen Werte der westlichen Kultur richteten sich mehr auf Selbstverwirklichung und Freiheit von Zwängen aus als auf die Erlösung von unseren Sünden und die Gemeinschaft mit Gott. Wir befinden uns nun an einem Punkt, an dem die Sprache der Therapie jede Ebene des Diskurses durchdringt.<br />Wie sind wir hierhergekommen? Manche geben Sigmund Freud und anderen frühen Psychologen die Schuld dafür, dass sie ein überzeugendes intellektuelles Argument dafür geliefert haben, alles zu tun, was wir wollen – mit der Begründung, dass die Verdrängung unserer Wünsche schädlich sei und wir uns selbst treu bleiben müssten. Dieser Darstellung zufolge sind Christen (vor allem liberale) auf diesen Köder hereingefallen und haben christliche Lehren gegen psychologische Modeerscheinungen eingetauscht, sodass nur noch ein Rest gläubiger Menschen übrig geblieben ist, die ihr Bestes getan haben, um sich gegen eine steigende Flut von Psychogeschwätz zu behaupten.</p>
<p>Das ist sicherlich ein Teil der Geschichte, und es gibt kein Happy End für eine Kirche, die die Wahrheiten aufgibt, die wir seit zwei Jahrtausenden schätzen, in der Hoffnung, tiefere Wahrheiten zu entdecken, die sich bequem mit dem modernen Zeitgeist decken. Doch diese Darstellung vernachlässigt die Tatsache, dass wir in der Welt leben, die Freud mitgeschaffen hat, und es ist unmöglich, sinnvoll über die menschliche Psychologie zu sprechen, ohne auf seine Erkenntnisse zurückzugreifen. Wir halten viele Ideen, die uns durch moderne psychologische Theorie und Forschung vermittelt wurden, für selbstverständlich; jede Kritik an der Therapiekultur muss diese Realität ernst nehmen.</p>
<p>Darüber hinaus lässt sich die Verflechtung des Christentums mit der Therapiekultur nicht von der christlichen Begeisterung für Heilung und dem Beharren der Kirche auf ganzheitlicher Fürsorge für leidende Menschen trennen. Jesus selbst fordert seine Jünger auf, die Kranken zu heilen (therapeuete), und frühchristliche Schriftsteller (darunter Augustinus) nutzten weltliche Heilmethoden als Analogien für das kraftvolle Wirken Gottes in der Seele eines Gläubigen. Vorwissenschaftliche Christen scheinen größtenteils die Theorien akzeptiert zu haben, die damals die psychische Gesundheit bestimmten, darunter auch Dinge wie die vier Körpersäfte. Christen haben sich schon immer dafür interessiert, was es für uns bedeutet, in Herz, Seele, Verstand und Kraft zu gedeihen – man frage nur Thomas von Aquin.</p>
<p>Die moderne Psychologie hat dieses Streben nach Entfaltung einfach aufgegriffen und eingegrenzt, in der Annahme, dass unsere Gedanken, Emotionen und Wünsche uns alles sagen könnten, was wir über ein gutes Leben wissen müssten. Die Erkenntnisse Freuds (und vieler anderer) enthüllten Wahrheiten über unser Innenleben, die zwar nicht so unumstößlich wie die Thermodynamik oder so praktisch nützlich wie die Keimtheorie waren, aber mit ausreichender Stringenz gewonnen wurden, sodass sich die Psychologie als eine Wissenschaft neben anderen betrachten konnte. Die Psychologie erzählte fesselnde Geschichten, wie zum Beispiel die Vorstellung, dass moralische Verpflichtungen im besten Fall nützliche soziale Werkzeuge und im schlimmsten Fall Hindernisse dafür sind, der Mensch zu werden, der wir sein sollen. Wir erzählten diese Geschichten immer wieder, bis sie zu den zentralen Mythen unserer Kultur wurden.</p>
<p><span style="font-size: medium;">Carl Trueman beschreibt die Folgen dieser kulturellen Mythen in seinem Buch </span><a style="font-size: medium;" href="https://link.amazon/B087CGETW" target="_blank" rel="noopener"><em>Der Siegeszug des modernen Selbst </em></a><span style="font-size: medium;">(#ad):„Zufriedenheit und Sinn – Authentizität – werden heute durch eine Hinwendung nach innen gefunden, und die Kultur wird zu diesem Zweck neu gestaltet. Tatsächlich muss sie nun dem Zweck dienen, meine psychologischen Bedürfnisse zu befriedigen; ich darf meine psychologischen Bedürfnisse nicht an die Natur der Gesellschaft anpassen, denn das würde Angst auslösen und mich unecht machen.“</span></p>
</blockquote>
<div style="color: inherit; font-size: medium; font-style: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: start; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration: none; caret-color: #000000;">
<p>Mehr: <a href="https://firstthings.com/the-church-in-the-age-of-therapy/?utm_source=mailchimp&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=daily-newsletter" target="_blank" rel="noopener">firstthings.com</a>.</p>
</div>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/die-kirche-im-zeitalter-der-therapie/48173/">Die Kirche im Zeitalter der Therapie</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
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		<title>Reinhard May: Du liegst in Gottes Hand</title>
		<link>https://theoblog.de/reinhard-may-du-liegst-in-gottes-hand/48168/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2026 09:50:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Reinhard May]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf seiner neuen LP „Schatzhauser“ singt Reinhard May: „Ach, wider bessres Zweifeln würd ich doch so gerne glauben, wenn sie mir tröstend sagen, keiner fällt aus Gottes Hand“ (im Lied „Zwei Köfferchen“). Sein Kommentar dazu: Ich bin bekennender Agnostiker, weil ich nicht weiß, wie es weitergeht. Aber auch für einen finsteren Heiden ist das eine [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/reinhard-may-du-liegst-in-gottes-hand/48168/">Reinhard May: Du liegst in Gottes Hand</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf seiner neuen LP „Schatzhauser“ singt Reinhard May: „Ach, wider bessres Zweifeln würd ich doch so gerne glauben, wenn sie mir tröstend sagen, keiner fällt aus Gottes Hand“ (im Lied „Zwei Köfferchen“). Sein Kommentar dazu:</p>
<blockquote><p>Ich bin bekennender Agnostiker, weil ich nicht weiß, wie es weitergeht. Aber auch für einen finsteren Heiden ist das eine schöne Vorstellung: Es kann dir gar nichts passieren, du liegst in Gottes Hand. Ich bin evangelisch getauft und konfirmiert, meine Eltern waren keine frommen Leute, aber sie waren sehr gute Bibelkenner. Christliche Ideale, Nächstenliebe, Verzeihen, Barmherzigkeit, das sind für mich hohe Lebensideale. Der 23. Psalm, da kann man sich dran festhalten. Selbst als Agnostiker.</p></blockquote>
<p>Das ist natürlich Romantik. Wenn Gott nicht da ist, dann ist der Psalm 23 nicht mehr als ein autosuggestives Lied. Aber vielleicht erkennt der so hochbegabte Liedermacher ja noch, dass es gute Gründe dafür gibt, den Agnostizismus anzuzweifeln, und dass der Gott, der seine Hände offenhält, wirklich da ist.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de/reinhard-may-du-liegst-in-gottes-hand/48168/">Reinhard May: Du liegst in Gottes Hand</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://theoblog.de">TheoBlog.de</a>.</p>
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