Was lehrt die Bibel über Nationen?

Kevin DeYoung hat sich mit der Frage beschäftigt, was die Bibel über die Nationen lehrt. Sein Fazit:

Das Ethnos, um das es Gott im Plan des neuen Bundes in erster Linie geht, ist die Gemeinde. Der multinationale Leib Christi ist ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk und das Israel Gottes. Darüber hinaus haben wir an mehreren Stellen gesehen, dass die nationale Identität zwar durch die Hinwendung zu Christus nicht aufgehoben wird, die Völker aber nicht als Völker zu Christus kommen. Die Völker treten ihren himmlischen Besitz als erlöste, jubelnde, bekehrte, gläubige, wiedergeborene Einzelpersonen an, um ihren ewigen Lohn zu empfangen. Erinnern Sie sich an die Präposition „aus“, die in Offenbarung 5,9 und 7,9 zu finden ist. Um den Thron versammelt sind nicht liberale Demokratien oder dynastische Monarchien oder konstitutionelle Republiken als solche, sondern erlöste Menschen aus jedem Stamm, jeder Sprache, jedem Volk und jeder Nation. Die Völker schreiten in das neue Jerusalem ein, und die Könige der Erde bringen ihre Herrlichkeit in die himmlische Stadt, indem sie dem Ruf des Engels Folge leisten, der mit dem ewigen Evangelium jedem Volk, jedem Stamm, jeder Sprache und jeder Nation verkündet: „Fürchtet Gott und gebt ihm Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet den an, der Himmel und Erde, das Meer und die Wasserquellen geschaffen hat“ (Offb 14,7).

Mehr: clearlyreformed.org.

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8 Kommentare
27 Tage vor

Verstehe ich das richtig, die Christen aus den Nationen sind das Israel Gottes?
Ist das klassische Ersatztheologie? Ich dachte das sei überholt!?
Die „Exlusivität“ der Gemeinde zweifle ich bestimmt nicht an, aber Israel und die Juden behalten ihre Sonderstellung bei und bekehrt sich Israel als Nation ist Feststimmung im Himmel und auf der Erde !

Matze
26 Tage vor

Das ist richtig, aber nur gültig über die, die durch Sinnesänderung zurm Leib Jesu dazu gehören. Für die Völker gilt weiterhin, dass nach 5. Mose Gott jedem Volk einen Platz zugeordnet hat

25 Tage vor

Lieber Ron, du hast mich etwas verunsichert ! Hab nochmal gegoogelt und diese Antwort erhalten: Kurz gesagt:Ersatztheologie (auch Substitutions- oder Supersessionismus) bezeichnet die christliche Lehre, dass die Kirche Israel als Gottes Volk ersetzt habe – weil Israel Jesus nicht als Messias angenommen habe. „polemischer Kampfbegriff“ scheint mir unpassend ! LG

Wolfgang Häde
21 Tage vor

Es freut mich, dass Kevin DeYoung – wenn ich das richtig verstehe – auch einem „christlichen Nationalismus“ die Grenzen zeigt. Wir sollen „der Stadt Bestes suchen“. Als Deutscher will ich nach Kräften Deutschland Segen bringen; aber meine eigentlich Identität habe ich „in Christus“ als Teil seines weltweiten Leibes, der über allen Nationen steht.

Kommentator
21 Tage vor

„Ersatztheologie“ ist eine direkte Übersetzung von „replacement theology“ aus dem Englischen und ist eine klassische polemische Fremdzuschreibung, da diese von keinem Vertreter dieser angeblichen „Theologie“ selbst verwendet wird.

Der zugehörige deutsche Wikipedia-Artikel „Substitutionstheologie“ beschreibt damit einen religionsgeschichtlichen Irrtum des Christentums, der von 135 n. Chr bis etwa zu den Baby-Boomern Bestand hatte, also praktisch während der gesamten fast 2000jährigen Geschichte dieser Religion. Die Sowjetunion hat das Christentum als Konsequenz schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts für abgeschafft erklärt. Die deutschen Baby Boomer wählten einen anderen Weg adelten statt dessen die Zeugen Jehovas zur staatlich privilegierten Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Die übrige deutsche Bevölkerung entschied sich mehrheitlich für den Kirchenaustritt und befürwortet die Abschaffung staatlicher Privilegien für Vertreter von Religionsgemeinschaften. Da die Baby Boomer zeitgleich das Fortpflanzen eingestellt haben, ist demographisch die westliche Religionsgeschichte an dieser Stelle dann auch schon zu Ende. Das darf dann gern theologisch interpretiert werden, das AT liefert dafür geeignete Vorlagen.

20 Tage vor

[…] Kevin DeYoung hat sich mit der Frage beschäftigt, was die Bibel über die Nationen lehrt. Sein Fazit: Das Ethnos, um das es Gott im Plan des neuen Bundes in erster Linie geht, ist die Gemeinde. Der multinationale Leib Christi ist ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk und das Israel Gottes. Darüber hinaus haben wir an mehreren Stellen gesehen, dass die nationale Identität zwar durch die Hinwendung zu Christus nicht aufgehoben wird, die Völker aber nicht als Völker zu Christus kommen. Die Völker treten ihren himmlischen Besitz als erlöste, jubelnde, bekehrte, gläubige, wiedergeborene Einzelpersonen an, um ihren ewigen Lohn zu empfangen. Erinnern Sie sich an die Präposition „aus“, die in Offenbarung 5,9 und 7,9 zu finden ist. Um den Thron versammelt sind nicht liberale Demokratien oder dynastische Monarchien oder konstitutionelle Republiken als solche, sondern erlöste Menschen aus jedem Stamm, jeder Sprache, jedem Volk und jeder Nation. Die Völker schreiten in das neue Jerusalem ein, und die Könige der Erde bringen… Weiterlesen »

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