IT

Informationstechnologie

Das Ende der Privatsphäre – Facebook & Co.

Der DLF hat einen Kurzbeitrag über die Zwiespältigkeit der sozialen Netzwerke ausgestrahlt. Indem ich viel von mir preisgebe, nutze ich Netzwerke wie Facebook erfolgreich. Wo liegen die Grenzen des freizügigen Umgangs mit digitalen Identitäten? Im Beitrag spricht Urs Gasser, Mitautor des Buches Generation Internet. Die Digital Natives: Wie sie leben – Was sie denken – Wie sie arbeiten .

Hier der Beitrag:

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Das Leben nach der digitalen Explosion

201105180826.jpgDie Zeitschrift Christianity Today hat mit Tim Challies (siehe auch seine Rezension des Buches Love Wins von Rob Bell) über sein neuen Buch Next Story: Life and Faith After the Digital Explosion gesprochen.

Ein Auszug:

CT: You point out that the „new Calvinists“ gained influence by adopting technology. How do you see those tools shaping the movement?

Challies: You can’t really understand new Calvinism apart from the Internet. It allowed us to hear from these people in an unprecedented way. We seem to have short attention spans, and much of what we’re learning and hearing comes through social media. Far more people are getting John Piper in 140-character chunks than are listening to his 45-minute sermons, which means we’re not learning in more holistic ways.

CT: Is a specifically Reformed understanding of technology possible?

Challies: If it is, I don’t know that I want to major in it. But certainly, I am Reformed in my understanding of God’s sovereignty over all creation and my heightened sense of human depravity. A Reformed understanding would take into account God’s sovereignty even over technology as the starting point and ending point. God saw fit to allow us technology, and God cares how we use it. Our job is to ensure that we’re using technology in a way that’s subject to his authority.

CT: Does the emphasis on depravity lead to a stronger sense of caution or skepticism toward new technologies?

Challies: I think Reformed theology causes us to expend more effort understanding our sinfulness. That might give us a different starting point when we look at technology. We might have more reasons to doubt ourselves, but we also need a heightened sense of God’s sovereignty.

Mehr hier: www.christianitytoday.com.

 

Datenschatten

201104201802.jpgThomas Thiel hat eine hervorragende Rezension zu einem wichtigen Buch geschrieben:

Technik und Wissenschaft, heißt es, hätten die Welt entzaubert, aber man kann auch zu dem Schluss gelangen, dass sich mit dem technischen Fortschritt eine neue Art des Unheimlichen über sie gelegt hat. Man spricht gern von technischer Magie, muss es jedoch nicht Verzauberung nennen. Es ist kein verlockendes, eher ein diffuses und gespenstisches Gefühl, das sich einstellt. Es äußert sich am stärksten dann, wenn maschinelle Leistungskraft dem eigenen Vermögen in Bereichen voraus ist, die man zum engeren Kern der Persönlichkeit rechnet. Wenn Taschenrechner eine bestimmte Art logischen Denkens abnehmen, ist das relativ leicht zu verschmerzen. Wenn aber Algorithmen in Urteil- und Geschmacksbildung eingreifen, wenn sie besser wissen, welches Lied man jetzt gerade hören möchte oder welches Buch man sich als nächstes bestellen sollte, und wenn Fremde Wissen über die eigene Person erlangen, dessen Quellen man nicht kennt und das mit unvermuteten Effekten und in unerwarteten Situationen hervortritt, dann äußert sich das als eine neue Form von prometheischer Scham: die Erfahrung, dass uns nur noch eine fiktive Autonomie bleibt, die von technischen Verfahren unsichtbar kanalisiert wird.

Hier die Buchbesprechung, die auch darauf eingeht, das soziale Netzwerke bereits vor der Einführung von Gesichtserkennungsfunktionen stehen: www.faz.net.

Das Buch gibt’s hier:

 

Meine kleinen Helferlein 2010

Schon erstaunlich, wie sehr Technologien unser Leben heute prägen. Wie würde unser Alltag ohne Telefon und Computer aussehen? Ich kann mich noch an solche Zeiten erinnern und zuweilen wünsche ich sie mir herbei. Wenigstens für zwei Wochen.

Hier die kleinen MAC Tools, die ich in diesem Jahr besonders schätzen gelernt habe:

1. Alfred

201012311027.jpg Alfred ist ein legitimer Nachfolger für Quicksilver. Mit Alfred kann ich auf sehr komfortable Weise Programme starten, Suchfunktionen ausführen oder durch Verzeichnisse navigieren. Schon nach einem Tag mit Alfred war ich so verwöhnt, dass ich diesen Helfer nicht mehr missen möchte. Alfred ist schlank und effizient programmiert (obwohl noch Beta-Status) und derzeit gratis zu haben. Eine aufgebohrte Version mit Zugriff auf das Dateisystem und anderen Erweiterungen kostet ca. 14 Euro (Powerpack).

2. Default Folder X

201012311029.jpgDefault Folder X von St. Clair Software erweitert das Ordnermenü um viele hilfreiche Funktionen. Durch dieses kleine Tool kann der Anwender viel Zeit und etliche lästige Mausklicks sparen. Außerdem gewährt Default Folder X beim Speichern von Dokumenten Zugriff auf die Kommentarfunktion des Betriebssystems. Ich kann sogar OpenMeta Tags eingeben und auf diese Weise meine Dateien unabhängig von der Ordnerstruktur organisieren. Auch Default Folder X ist extrem schlank programmiert. Billig zu haben ist es nicht. Default Folder X kostet in der normalen Version ca. 30 Euro. Studenten und Dozenten können beim Hersteller einen Sonderpreis erbitten.

3. Tags

OpenTags.jpgIch verbringe täglich viele Stunden vor dem Computer und muss tausende von Dateien, E-mails oder Internet-Quellenverweise verwalten. Lange habe ich dafür proprietäre Anwendungen benutzt. Vor einiger Zeit hat Ironic Software das Dateisystem von MAC OS um die Funktion OpenMeta-Tag erweitert. Die Funktion wird inzwischen von etlichen Anwendungen unterstützt. Damit lassen sich Dateien relational mit Schlagwörtern verbinden, unabhängig davon, von welchem Programm sie genutzt werden. Auf diese Weise kann ich in wenigen Sekunden Dateien finden, denen ich beispielsweise das Schlagwort »Albert Camus« hinzugefügt habe. Ich nutze für die Arbeit mit OpenMeta-Tags das Programm Tags von Gravity. So kann ich über ein spezielles Suchfenster (so ähnlich wie bei Spotlight) oder einen Tag-Browser nach den entsprechenden Dateien suchen. Außerdem kann ich über Tastaturbefehle auf der Betriebssystemebene oder in Apple Mail jeder Datei beliebig viele Schlagwörter zuordnen. Nutze ich mehrere MAC Computer, bleiben die Schlagwörter sogar erhalten, wenn ich sie von einem Computer auf den anderen übertrage. Kopiere ich die Dateien über Samba- oder Windows-Partitionen, gehen die Schlagwörter allerdings verloren, da das dort verwendete Dateisystem die Option nicht unterstützt. Tags kostet 29 US Dollar.

Accordance für iPhone oder iPad

Acc320x480-75.jpgOakTree Software, der Hersteller für die führende Bibel-Software unter MAC OS, hat zum Jahresabschluss Accordance für iPhone/iPod Touch bzw. iPad veröffentlicht.

Im Apple Store, wo die Software gratis heruntergeladen werden kann, heißt es:

The premier Bible software for Mac now brings unprecedented power and an enormous library to your iPhone, iPad, or iPod Touch. Whether you want to read your favorite English Bible, access in depth commentaries and study aids, see photos of Biblical places, or perform sophisticated searches in Greek and Hebrew, Accordance lets you do it all—right in the palm of your hand!

Mit Accordance für iPhone oder iPad kann ich also für MAC OS erworbene Module wie Bibeln oder Kommentare auch auf dem Kleincomputer nutzen.

Freie Software

Warum benötigt Freie Software eigentlich Lizenzen, was ist Copyleft und wie funktioniert es? Worin unterscheidet sich freie Software von Freeware?

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat dazu ein Buch von Volker Grassmuck herausgegeben, das hier gratis heruntergeladen werden kann. Dradio Wissen hat außerdem mit Matthias Kirschner über das komplizierte Thema gesprochen: wissen.dradio.de.

Scrivener 2.0

Für Drehbuchautoren, Schriftsteller, Erzähler oder Journalisten gibt es gute Nachrichten: In wenigen Tagen erscheint die Schreibwerkstatt Scrivener in der Version 2.0 für Apple Macintosh (eine Version für Windows kommt 2011).Bildschirmfoto 2010-10-26 um 10.45.47.png

Ich nutze Scrivener seit ungefähr zwei Jahren und bin stellenweise von den Leistungsmerkmalen so beeindruckt gewesen, dass ich meine ebenfalls hervorragende Textverarbeitung Mellel schon links liegen lassen wollte. Der Umgang mit Scrivener war allerdings komplex, so dass ich längere Texte doch lieber mit einer vertrauten Textmaschine erstellt habe. Viele Einschränkungen entfallen in der Version 2 von Scrivener. Das »Handling« wurde deutlich vereinfacht. So lassen sich nun beispielsweise Fußnoten auch seitlich im »Inspektor« darstellen und bearbeiten. Ebenso wurden die Druckfunktionen stark überarbeitet.

Ein englischsprachiges Einführungsvideo gibt es hier:

Eine Demoversion von Scrivener 2 kann hier heruntergeladen werden: www.literatureandlatte.com.

Map of Online Communities 2010

Hier die aktuelle Weltkarte der Online Gemeinschaften und Sozialen Netzwerke. Die Größe einer Karte steht für das Volumen der sozialen Aktivitäten (pro Tag). Facebook führt klar. Vielleicht ein Grund mehr, sich den Film The Social Network anzusehen.

VD: RM

Accordance 9

Johannes hat sich in den letzten Wochen intensiv mit der Bibel-Software Accordance beschäftigt und wird wohl bald (siehe hier) einige neue Funktionen der Version 9 vorstellen (Version 9.03 läuft stabil). Außerdem hat Johannes inzwischen weitere Module mit deutschen Texten für Accordance erstellt. Darunter ist auch die Schlachter-Bibelübersetzung von 1951.

Die Module können hier frei herunter geladen werden: www.nachfolgeblog.de.

Online in die Zukunft

Buchdruck, Dampfmaschine, Elektrizität: Historisch gibt es ein paar Entdeckungen, die die Welt verändert haben. Und das Internet gehört dazu. Es ist dabei, zum globalen Betriebssystem des Arbeitens und Lebens zu werden. Brauchen wir ein neues Ministerium für die Netzwelt?

Hier ein Beitrag des SWR2:

[podcast]http://mp3-download.swr.de/swr2/kontext/2010/09/21/swr2-kontext-20100921-1905.6444m.mp3[/podcast]

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