Großbritannien: Traditionelles Geschlechterverständnis als Kündigungsgrund

Der britische Arzt David Mackereth weigert sich, Transsexuelle mit dem von ihnen bevorzugten Pronomen anzusprechen. Daraufhin wird sein Arbeitsvertrag beendet.

DIE TAGESPOST berichtet unter Berufung auf THE DAILY TELEGRAPH:

In England ist einem christlichen Arzt aufgrund seines traditionellen Geschlechterverständnisses eine Arbeitsstelle verweigert worden. Der reformierte Baptist David Mackereth, der 26 Jahre lang für die staatliche Gesundheitsbehörde NHS (National Health Service) arbeitete, hatte sich geweigert, Transsexuelle mit dem von ihnen gewünschten Pronomen anzusprechen. Daraufhin wurde er vom Ministerium für Arbeit und Rente nicht eingestellt. „Ich greife die Transgender-Bewegung nicht an, sondern ich verteidige mein Recht auf Rede- und Glaubensfreiheit“, äußerte sich Mackereth gegenüber der britischen Zeitung „The Daily Telegraph“.

Mehr: www.die-tagespost.de.

„Gott ist für mich nicht allmächtig“

Pastorin Jil Becker hat ihren Gemeindedienst aufgegeben und kümmert sich nun um den Nachwuchs ihrer Landeskirche. In einem TAZ-Interview gewährt sie Einblicke in ihren Glauben und ihre Vorstellungen vom Dienst in der Gemeinde. Manches wirkt sympathisch und nachvollziehbar. Aber sie macht ebenso Aussagen, die Sympathien für jene wecken, die ihrer Kirche den Rücken kehren oder gar davor warnen, so eine Landeskirche überhaupt noch zu unterstützen.

Gott wird kleingemacht, etwa durch Sätze wie:

Gott ist für mich nicht allmächtig, jedenfalls nicht in dem Sinne, als dass er beeinflussen könnte, ob jemand an Krebs erkrankt oder nicht. An solche Wunder glaube ich nicht.

Mehr: www.taz.de.

VD: SL

Weiterglauben – doch nicht so

Kaum war das neue Buch von Thorsten Dietz Weiterglauben: Warum man einen großen Gott nicht klein denken kann auf dem Markt, da wird schon kontrovers darüber diskutiert. Jürgen Mette hat es für das MEDIENMAGAZIN PRO überschwänglich empfohlen. Markus Till hat es in seinem Blog kritisch besprochen. Ulrich Parzany empfiehlt diese kritische Besprechung bei Bibel und Bekenntnis, woraufhin Dietz auf dem Blog von Tobias Faix geantwortet hat.

Was hat es mit dem Buch auf sich und warum ist es eine so aufregende Lektüre? Thomas Jeising gibt in einer gründlichen Besprechung wichtige Antworten:

Thorsten Dietz will mit seinem Buch drei Probleme lösen. Zuerst einmal will er Polarisierungen im Christentum überwinden. Die gehen für Dietz offenbar vor allem von „fundamentalistisch“ denkenden Christen aus, die dann auch noch andere Christen kritisierten, die sich in ihrem Glauben „weiterentwickelt“ haben. Wenn nun die fundamentalistischen Christen, die Dietz vereinzelt auch auf Seiten liberaler Bibelkritik sieht, vor allem aber bei den Bibeltreuen, aufhörten, eng zu glauben und anfingen, weit zu glauben, würde eine positive Streitkultur gefördert. Zweitens könnte ein weiter Glaube dazu führen, dass sich weniger junge Christen, die einmal zu evan­gelikalen Ge­mein­den gehörten, später von diesen abwendeten. Sie müssten nur den engen Glauben hinter sich lassen und könnten dann trotzdem weiterglauben. Drittens erscheint Dietz dieser von Weite geprägte Glaube am besten zu den Herausforderungen einer unübersichtlichen Welt zu passen, denen sich dann eine geeinte Christenheit jenseits aller Lagerbildungen widmen könnte. Den fundamentalistischen Christen will Dietz zur Überwindung ihres Denkens mit Verständnis begegnen, ihnen die Gründe für ihre Enge erklären und den Weg hinaus zeigen. Sie sollen erkennen, dass ihr Fundamentalismus nur eine Reaktion auf Verunsicherung ist, aber der wahre christliche Glauben ein Glaube ohne Sicherheiten sein kann (Kap 1-3). Dass Dietz bei aller Äquidistanz doch vor allem die konservativen evan­gelikalen Christen im Blick hat, zeigt sich daran, dass er die engen Gläubigen überzeugen will, ihre Bibelhaltung zu ändern und anzuerkennen, dass die Bibel vorallem insofern „Gotteswort im Menschenwort“ ist, dass wir uns von ihr angesprochen fühlen (Kap 4). Deswegen sollen sie damit aufhören, sich auf eine Historizität des in der Bibel Erzählten zu stützen, die es vielfach nicht gebe, sondern die symbolisch erzählte Botschaft erkennen. Die biblischen Texte sollen eher als kunstvolle Bilder gedeutet werden, die eine Wahrheit unhistorisch abbilden, dabei aber eine „Begegnung mit Jesus Christus“ ermöglichen (Kap 5). Der neue, weite Glaube ist für Dietz deswegen auch ein mystischer Glaube. Natürlich seien auch theologische Fragen wichtig, aber es gehe vor allem um eine „Frömmigkeit als innerer Erfahrung“, die im Gefühl der Ergriffenheit von einem unbegreiflichen Gott besteht (Kap 8). Auf dieser Grundlage sieht er in einer unübersichtlichen Zeit eine Zukunft für den christlichen Glauben und eine Wirkung der Gemeinschaft der Christen auf die Welt (Kap 9).

Das Ganze ist an keiner Stelle eine neue Botschaft. Wer die Theologiegeschichte der vergangenen 100 Jahre überschaut, weiß dass die Art von Glauben, für die Thorsten Dietz wirbt, der Glaube ist, der nach dem Siegeszug der historisch-kritischen Theologie aufgerichtet wurde und dessen Spitze darin liegt, dass man an die Auf­erstehung glauben will, auch wenn der Körper von Jesus Christus im Grab geblieben ist. Nur kommt die Werbung jetzt von einem Professor der Evangelischen Hoch­schule Tabor, die über Jahr­zehnte für ein kon­servatives bibel­orientiertes Christ­sein stand und Missionare und Prediger für die Gemeinschafts­bewegung ausgebildet hat. Thorsten Dietz trägt sein Anliegen mit erfrischender Offenheit vor. Er steht zum Projekt „Universitäts­theologie für Evangelikale“ . Seine Einbindung in dieses Unter­nehmen von „Worthaus“ hebt er an vielen Stellen im Buch hervor, die Vorträge dort sieht er als eine „wesentliche Hilfe“ für den „Glaubensweg“ vieler (9). Die Ehrlichkeit und der um Verständnis bemühte Ton machen das Buch sympathisch. Nur sollte das niemanden darüber täuschen, dass hier nicht „die Brücken, die Übergänge und Verbindungstunnel zwischen den Lagern“ „gepflegt“ und „gestärkt“ werden (11). Das Ziel ist letztlich die Überwindung eines „prämodernen“, bibelgebundenen Kinderglaubens, der auf das historische Heilshandeln Gottes aufbaut, wie es in der Bibel bezeugt ist, hin zu einer aufgeklärt mystischen Frömmigkeit als einem postmodernen „Glaubensstil“. Der kann dann glauben, selbst wenn die Bindung an historische Tatsachen, wie sie etwa im Glaubensbekenntnis zum Ausdruck kommen, entfällt, weil die Ereignisse gar nicht stattgefunden haben, sondern reine „Glaubenssätze“ sind. Das ohne „Polarisierung“ zu bewirken, kann ein frommer Wunsch sein, wäre aber nur durch stille Anpassung einer Seite erreichbar. Dass eine solche Anpassung im Gang ist, sollte umso mehr zu einer kritischen Auseinandersetzung ermutigen.

Mehr hier: bibelbund.de.

Glauben und Denken heute 1/2018 erschienen

Die Ausgabe 21 (1/2018) der Zeitschrift Glauben und Denken heute ist erschienen und enthält folgende Beiträge:

Artikel

  • Ron Kubsch: Editorial: Carpe diem – Von Heinrich Bullinger Studieren lernen
  • Thomas Schirrmacher: Benedikts Jesus-Trilogie und die historisch-kritische Theologie
  • Jonathan R. Pratt: Die Beziehung zwischen Rechtfertigung und geistlicher Frucht in Römer 5–8
  • Ron Kubsch: Die deutsche Ausgabe von Logos 7
  • J.V. Fesko: John Owen über die Einheit mit Christus und die Rechtfertigung
  • Heinrich Bullinger (1553): Väterliche Anweisungen

Rezensionen

  • Thorsten Dietz: Sünde: Was Menschen heute von Gott trennt (Tanja Bittner)
  • Os Guinness: Als Jesusnachfolger auf dem Marktplatz der Meinungen (Hanniel Strebel)
  • Diewald, Gabriele u. Steinhauer, Anja (Hg.): Richtig gendern (Daniel Vullriede)
  • Reinhold Rieger: Martin Luthers Theologische Grundbegriffe: Von „Abendmahl“ bis „Zweifel“ (Ron Kubsch)

Buchhinweise

  • Harald Seubert: Platon – Anfang, Mitte und Ziel der Philosophie (Ron Kubsch)
  • Amy Nelson Burnett u. Emidio Campi (Hg.): Die schweizerische Reformation: Ein Handbuch (Ron Kubsch)

Die Ausgabe kann hier heruntergeladen werden: gudh_1_2018_d.pdf.

Die schweizerische Reformation: Ein Handbuch von Emidio Campi

Preis: EUR 80,00

48 gebraucht & neu erhältlich ab EUR 52,95

 

Vom Verfall der Vernunft und dem trotzigen Aufbruch zur Heiligung

Pfarrer i.R. Burkard Hotz hat 21 eigensinnige Beobachtungen zur aktuellen deutschen Leitkultur veröffentlicht. Sehr lesenswert!

So heißt es etwa zur gegenwärtigen Diskursfähigkeit:

Daher stellen wir notweniger Weise im entgrenzten Raum der beschrieben totalitären Akzeptanzforderung sexueller Vielfalt und der damit einhergehenden öffentlichen Diskursverweigerung unserer Eliten einen dramatischen Verfall der Vernunft fest: Was früher kritische Auseinandersetzung im Ringen um das eigene Urteil war, welch guten Klang hatte einst in fortschrittlichen Kreisen der Begriff „Kritik“! – wird heute sofort zum Hass umdefiniert. Flächendeckend dagegen tritt an die Stelle der Kritik mit ihrer Fähigkeit zu eigener Urteilsbildung die neu-deutsch kommandierte kritiklose Vielfalts-Akzeptanz mit ihren diversen Denkverboten. Ja das Verbot kritischen Denkens wird zum Wesen demokratischer Antidiskriminierung umfrisiert, denn alles andere ist ja Hass kreierender Populismus! Daher wird natürlich auch erwartet, dass die verhängnisvolle Entscheidung des Bundestages vom 30. Juni 2017 einhellig und mit Begeisterung bejubelt wird.

Jeder ansatzweise kritische Narrativ, der diese Echokammer verlässt, ist höchst verdächtig, ja wird als „toxisch“ eingestuft; jede Anmeldung von Zweifel, anthropologischer, theologischer oder auch rechtlicher Art oder auch im Bereich der Adoptionsfolgen homosexueller Elternschaft ist nicht diskursfähig. Nein, der Zweifel gilt hier gar nicht als lobenswert, er gilt im Gegenteil als demokratiefeindlich und menschenverachtend, ja als böse und erfährt totale öffentliche Ächtung.

Hier der gesamte Beitrag: Vom_Verfall_der_Vernunft.pdf.

VD: KHG

Neues EU-Urheberrecht vorerst abgelehnt

Das Europaparlament hat Plänen zur Reform des EU-Urheberrechts mit den umstrittenen Upload-Filtern vorerst eine Absage erteilt (siehe dazu hier). Am Donnerstag stimmten 318 Abgeordnete gegen den Entwurf und 278 dafür.

Das Magazin t3n meldet:

Die Mehrzahl der Abgeordneten stimmten am Donnerstag in Straßburg dagegen, dass die Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten über die aktuelle Gesetzesfassung in die nächste Runde gehen. Stattdessen wird sich voraussichtlich im September noch einmal das Parlament mit dem Entwurf befassen und Änderungen beschließen. Die Abgeordneten haben dann erneut die Möglichkeit darüber abzustimmen.

Mehr: t3n.de.

Legale Schwangerschaftsabbrüche

Heute rufen in diversen politischen, pädagogischen oder kirchlichen Gremien kritische Äußerungen zur Gendertheorie pure Verständnislosigkeit und Gelächter hervor. In wenigen Jahren wird jemand, der in derlei Gremien gegen die völlige Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen Stellung bezieht, Verhöhnung und Zorn ernten.

Die belgischen Abgeordneten haben sich am Dienstagabend auf einen Kompromiss bei der zukünftigen Gesetzgebung zur Abtreibung geeinigt, der anderen Ländern den Weg weisen wird.

Hier mehr: kurier.at.

Lernen, christlich und selig zu sterben

Heinrich Bullinger (Unterweisung der Kranken, Schriften I, S. 109):

Wir hinfälligen, zerbrechlichen Menschen sind so nachlässig, dass wir bis auf unser Ende verschieben, was wir doch vor allem und unser ganzes Leben hindurch lernen sollten, nämlich christlich und selig zu sterben. Denn der Mensch, der so stirbt, hat den Kranz des Sieges und der Ehre errungen. Wer daher darüber nachsinnt, wie und wodurch er zu einem seligen Ende gelangen kann, kümmert sich um die höchste Weisheit. So gibt es jetzt Menschen, die das Wort „Tod“ gar nicht hören wollen, weil sie glauben, dadurch vor dem Tod sicherer zu sein. Sie schreien mit dem Propheten [Sir 41,1]: „O Tod, wie ist dein Gedächtnis so bitter“, bedenken aber nicht, dass derselbe Prophet hinzufügt: „Ja, für den Menschen ist es bitter, der seinen Trost in diesem Leben auf große Gabe und großes Gut setzt.“ Anders verhält es ach mit dem Menschen, der seine Zuversicht und sein Streben auf Gott und auf das ewige Leben setzt. Dieser betrachtet oftmals sein Ende, entledigt sich der irdischen Dinge und erfreut ach an den himmlischen. Daher hat auch Salomo gesprochen [Pred 7,3]: „Es ist besser, in das Haus der Trauer zu gehen als in das Haus des Prassens. Denn dort sieht man, wie alle Menschen enden, und wer andere tot sieht, bedenkt auch, wie es ihm selbst ergehen wird.“

Eine Kirche namens Käßmann

Die deutsche Theologin Margot Käßmann verabschiedet sich in den Ruhestand. Ihre politischen Ansichten und ihr Privatleben kennt das ganze Land. Sonst hat sie nicht viel gesagt.

Marc Felix Serrao hat die Theologin bissig verabschiedet. Natürlich in einer Schweizer Zeitung:

Kässmann hat nicht nur konservative Protestanten irritiert, sondern auch solche, die von politischen Unterweisungen jedweder Couleur genervt sind, zumindest während des Gottesdienstes. Für diese Menschen ist ein Kirchenbesuch mit der Hoffnung auf innere Einkehr verbunden. Der profane Alltag soll vorübergehend ausgeblendet werden, damit eine Berührung oder auch nur Ahnung des Numinosen möglich wird.

Mehr: www.nzz.ch.

Bullingers Briefwechsel

Der Briefwechsel des Zürcher Reformators Heinrich Bullinger ist von großer Bedeutung. Mit rund 12.000 Briefen ist er wohl die umfangreichste erhaltene Briefkorrespondenz des 16. Jahrhunderts. Er gibt in einzigartiger Weise Einblick in die Zeit der Reformation. 

Guten Nachrichten: Die Universität Zürich digitalisiert und veröffentlicht Bullingers Briefwechsel in den kommenden Jahren.

Mehr: www.reforc.com.

VD: RH

Das Ende des Internets, wie wir es kennen

Enno Park, Journalist und Wirtschaftsinformatiker, befürchtet in den nächsten Jahren beträchtliche Einschränkungen der freien Meinungsäußerung im Internet. Große Konzerne und die Politik übernehmen mehr und mehr die Kontrolle. Parteien und vor allem EU-Politiker werden nicht müde, schärfere Regulierungen zu fordern.

Mit solchen Gesten vertreten sie natürlich nur die Interessen der Bürger. Das ist ja die Aufgabe der Politik (Ironie aus).

Der Trend ist eindeutig: Das Internet konzentriert sich immer weiter auf einige wenige Monopolisten, die ihrerseits zunehmend staatlich reguliert werden. Das Ausüben der Rede- und Meinungsfreiheit wird immer schwieriger, egal ob auf diesen Plattformen oder jenseits von ihnen.

Vielleicht muss man sich an den Gedanken gewöhnen, dass auch für das Internet die weitgehend unregulierte Anfangszeit vorbeigeht. Angesichts von Hate Speech und Propaganda werden viele nicht allzu traurig darüber sein. Aber es wäre das Ende des offenen Internet, wie wir es kennen. Immerhin hätte seine anarchistische Frühphase gut 50 Jahre gedauert.

Hier der DLF-Beitrag:

 

Kultur des Lebens (1): Melissa Ohden trifft ihre Mutter

Christen wird gern nachgesagt, sie seien nachtragend, unversöhnlich und verbreiteten Hass. Melissa Ohden ist ein lebender Gegenbeweis. Als sie 14 Jahre alt war, erfuhr sie, dass sie eine Abtreibung überlebt hatte. Was passierte, als sie viele Jahre später ihre Mutter traf, erzählt sie in diesem Interview. Sehr bewegend!

You Carried Me: A Daughter's Memoir von Melissa Ohden

Preis: EUR 8,37

11 gebraucht & neu erhältlich ab EUR 8,37

 

Die zwei Geburten

Heinrich Bullinger (Dekade 1, Schriften III, 2006,  S. 73):

Denn durch unsere erste Geburt wird der Mensch zum Tode, durch die zweite zum Leben geboren. Diese Wiedergeburt aber geschieht durch den Geist Gottes, der durch den Glauben unsere Herzen erfüllt, nämlich durch den Glauben an Christus, der um unserer Sünden willen gestorben und um unserer Gerechtsprechung willen auferstanden ist [vgl. Röm 4,25].

Schriften 1-7: Heinrich Bullinger. Schriften. 6 Bände und Registerband: Schriften 3. Dekade 1: BD 3 von Heinrich Bullinger

Preis: EUR 43,00

34 gebraucht & neu erhältlich ab EUR 43,00

 

Open Access-Bibliothek zur Religion

Die Digital Theological Library hat eine Open Access-Bibliothek mit Werken zur Religion und Theologie erstellt. Der Betreiber schreibt über das Anliegen:

Die Aufgabe der Open Access Digital Theological Library (OADTL) ist es, qualitativ hochwertige Inhalte in der Religionswissenschaft und verwandten Disziplinen aus Verlagsseiten, institutionellen Sammlungen und öffentlich zugänglichen Bibliotheken zu kuratieren. Die OADTL nutzt das weltweit fortschrittlichste Katalogisierungs- und Entdeckungssystem für Bibliotheken, WorldShare von OCLC, um Inhalte leicht auffindbar und abrufbar zu machen. Das OADTL ist mit professionellen Bibliothekaren besetzt und listet Inhalte ohne Rücksicht auf theologische oder konfessionelle Sichtweisen. Es ist zu hoffen, dass der verstärkte Zugang zu qualitativ hochwertigen religionswissenschaftlichen Inhalten den Wissenschaftlern und Studenten der Religionswissenschaft zugute kommt.

Hier gibt es den Zugang: oadtl.org.

Jordan Peterson: „12 Rules for Life“

Der kanadische Psychologe Jordan Peterson hat sich mit politisch Korrekten, Gender-Freaks und Feministen angelegt. Seine Thesen sind konservativ und provozieren den lauten Widerspruch der linken Elite.

In der DLF-Besprechung des Buches 12 Rules for Life – An Antidote to Chaos unterstellt Raphael Smarzoch dem Psychologen Peterson kriegerische Rhetorik, Unzeitgemäßheit und ein dualistisches Weltbild. Ein Weltbild nämlich, in dem zwischen dem Guten und dem Bösen unterschieden wird. Wie schlimm!

Raphael Smarzoch sagt:

In Zeiten, in denen das Internet eindeutige Kategorisierungen aufgelöst hat, mutet dieses Denken befremdlich an. Peterson sucht nach Kontinuitäten, nach festen Zuschreibungen, die seiner Meinung nach von der Postmoderne relativiert worden sind. Jacques Derridas Philosophie bezeichnet er als „nihilistisch und destruktiv“. Die Frankfurter Schule, dessen populärsten Vertreter Theodor W. Adorno er nicht einmal namentlich nennt, vergleicht er mit einer marxistischen Hexenküche. Peterson geht es um die Aufrechterhaltung von Traditionen und die Suche nach einer festen Ordnung, die er als männlich charakterisiert. Chaos hingegen sei das Ewig-Weibliche.

Hier die Besprechung:

 

Das Buch 12 Rules for Life – An Antidote to Chaos soll übrigens noch in diesem Jahr in deutscher Sprache erscheinen.

12 Rules for Life: An Antidote to Chaos von Jordan B. Peterson

Preis: EUR 12,29

55 gebraucht & neu erhältlich ab EUR 12,29

 

Christsein in Westeuropa

Westeuropa gilt als eine der säkularsten Regionen der Welt. Die Forscher des renommierten amerikanischen Pew-Zentrums haben die Einstellung zur Religion in Westeuropa untersucht. Der DLF-Redakteur hat die Studie gelesen und meint, Europa sei christlicher als erwartet und überzeugte Christen seien gegenüber Muslimen besondern kritisch.

Hier der DLF-Beitrag: