Clark H. Pinnock (1937–2010)
Der amerikanische Theologe Clark Pinnock ist am 15. August 2010 verstorben. Pinnock promovierte unter F.F. Bruce im Fachbereich Neues Testament zum Thema »Das Konzept des Geistes in den paulinischen Briefen«. Durch seine Mitarbeit bei Francis Schaeffer Anfang der 60er Jahre wandte er sich der reformierten Theologie zu. »Schaeffer«, so pflegte Pinnock damals zu sagen, »ist die wichtigste Person für mein Leben«.
Nichtsdestotrotz distanzierte sich Pinnock später von Schaeffer und migrierte zum Arminianismus. Seit den 90er Jahre zählt er zu den prominentesten Vertreter des so genannten »Open Theism«, gemäß dem die Allwissenheit Gottes nicht im traditionellen Sinn zu interpretieren sei und Gott die Zukunft nicht kennen könne (da sie keine reale Größe sei). Außerdem machte sich Pinnock für die annihilationistische Position (siehe hier) und den Heilsuniversalismus, demgemäß Menschen auch ohne Glauben an Jesus Christus das Heil erlangen können, stark.
Meine Kollege Titus Vogt stellt Pinnock’s Konzept der Allwissenheit Gottes in einer kurzen Ausarbeitung vor: Pinnock_ist_Gott_allwissend.pdf.