Syst. Theologie

Genderlose Erziehung: Das Baby heißt Pop

Für ein schwedisches Elternpaar ist die Sache klar: Einem Kleinkind wird Gewalt angetan, wenn die Eltern es als Junge oder Mädchen behandeln. Sie plädieren für eine genderlose Erziehung und zeigen uns, wie es geht:

Von diesen frühkindlichen Geschlechterstereotypen versucht ein Schwedisches Pärchen seinen Nachwuchs fernzuhalten: Ob sie ein Bub oder ein Mädchen bekommen haben, hielten sie bis anhin erfolgreich geheim. Das Kind – das die Schwedische Presse Pop nennt, um seine Identität zu schützen – ist heute zweieinhalb Jahre alt und lediglich ein paar nahe Verwandte, die seine Windeln schon gewechselt haben, wissen ob sie eine Nichte oder einen Neffen, eine Enkelin oder einen Enkel vor sich haben. Pop’s Eltern, beide 24 Jahre alt, kommentieren ihre genderlose Erziehung wie folgt: »Es ist brutal, ein Kind, kaum ist es auf der Welt, mit einem rosa oder hellblauen Stempel zu markieren.« Und so trägt Pop sowohl Röckchen als auch Hemden, die Haare mal kurz und mal lang, gerade wie es Pop gefällt.

Nun ist es ja nicht so, dass Kinder, die nicht Pop heissen, mit zweieinhalb neben ihrem biologischen Geschlecht schon ein unverrückbares soziales Geschlecht zeigen: Viele Buben lieben eine Weile die Farbe rosa. Und mach einer wünscht sich auch ein Spängeli fürs Haar. Meist ist diese Phase kurz und geht vorüber. Trotzdem ist lange nicht allen Eltern wohl dabei, ihren Söhnen diese Wünsche zu gewähren. Mädchen haben diesbezüglich mehr Freiheiten, aber auch sie verhalten sich spätestens im Kindergarten genderkonform.

Hier der vollständige Beitrag von Nicole Althaus: blog.tagesanzeiger.ch.

Was am Kreuz geschah

pastedGraphic.jpgR.C. Sproul, Pastor und Professor für systematische Theologie, hat schon viele Bücher verfasst. Durch das Engagement von Sebastian Heck und anderer ist nun ein weiteres Buch von Sproul auf Deutsch erschienen. Auf dem Cover des Buches Was am Kreuz geschah heißt es:

In Was am Kreuz geschah entfaltet Dr. R.C. Sproul, warum es so kommen musste, dass Gottes Sohn vor 2000 Jahren angenagelt an ein Kreuz auf Golgatha starb. Warum konnte Gott nicht einfach über unsere Sünden hinwegsehen und uns so annehmen, wie wir sind? Warum gab es für Gott nur diese eine Möglichkeit, uns zu retten: Seinen Sohn in diese Welt zu schicken, damit er sein Leben gebe als Lösegeld für viele? Wie R. C. Sproul in diesem Buch zeigt, ist der Kern des biblischen Evangeliums das stellvertretende Sühnopfer Christi am Kreuz. So sehr hat der heilige Gott die Welt geliebt, dass er persönlich sucht und rettet, was verloren ist.

In einer Zeit, in der die Kritik am Sühneopfer von Jesus Christus Alltag geworden ist, kann ich das Buch sehr empfehlen.

  • Robert C. Sproul: Was am Kreuz geschah, Wartburg: Verein z. Verbreitung christlicher Literatur, 2009, 192 S., 14,95 Euro

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N.T. Wright erwartet Spaltung der Anglikaner

N.T. Wright erwartet die Spaltung der anglikanischen Kirche wegen verschiedener Sichtweisen zur Homosexualität. Die US-Episkopalkirche hat eine Resolution von Laien und Geistlichen angenommen, die Schwulen und Lesben in einer dauerhaften Lebensgemeinschaft den uneingeschränkten Zugang zur Priesterschaft ermöglicht. N.T. Wright sieht hierin einen eklatanten Bruch mit der traditionellen Position der Anglikanischen Kirche.

In the slow-moving train crash of international Anglicanism, a decision taken in California has finally brought a large coach off the rails altogether. The House of Bishops of the Episcopal Church (TEC) in the United States has voted decisively to allow in principle the appointment, to all orders of ministry, of persons in active same-sex relationships. This marks a clear break with the rest of the Anglican Communion.

Hier der vollständige Kommentar auf Englisch: www.timesonline.co.uk.

Gott und Vernunft

GottundVernunft.jpgDass der Glaube an den Gott des Christentums nicht im Widerspruch zur Vernunft steht, haben große Denker von der Antike bis zur Gegenwart immer wieder betont und gezeigt. Trotzdem erfreut sich der Irrationalismusvorwurf gegenwärtig großer Beliebtheit.

Eine neue Buchveröffentlichung des ProfessorenForums, die Aufsätze zum Thema »Gott und Vernunft« gesammelt hat, ist nun erhältlich:

Enthalten sind Beiträge z.B. von Horst W. Beck, Michael Behe, William A. Dembski, Richard Reichel oder Thomas Schirrmacher. Auch ein kleiner Beitrag von mir ist dabei.

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Weg mit der Moral

Frau Rohde empört sich darüber, dass Ärzte aus moralischen Gründen eine Spätabtreibung verweigern. Recht und Würde von ungeborenen Kindern kommen in ihrem Forderungskatalog nicht vor. Dafür klagt sie »im Sinne der Gleichbehandlung« mit den Mitteln des positiven Rechts den Zugang zu den Spätabtreibungen in allen Regionen ein:

Die Politik müsste dafür sorgen, dass im Sinne der Gleichbehandlung Frauen in allen Regionen Zugang zu diesen Eingriffen haben. Zum Beispiel, indem nur wenige hochqualifizierte Zentren diese spezielle Diagnostik durchführen dürfen, die dann auch offiziell zuständig sind für die Indikationen und die Abbrüche. Das setzt voraus, dass diese Zentren neutral geführt werden. Die Kollegen dort dürfen als Maßstab nur die körperliche und seelische Gesundheit der Frau sehen, so wie es das Gesetz verlangt, und nicht eine Weltanschauung.

Also ob die Entscheidung, Würde und Recht der Ungeborenen anzutasten, weltanschaulich neutral sei! Solche Entscheidungen sind nur im Lichte von auf Selbstverwirklichung abzielenden Lebensentwürfen versteh- und durchschaubar.

Irreführend ist außerdem der Hinweis am Ende des Interviews, im Judentum genieße das menschliche Leben erst nach der Geburt Schutz. Der Gelehrte Moses Maimonides (1135–1204 n.Chr.) vertrat zwar die Ansicht, dass ein Kind vor der Geburt keine lebendige Seele sei, aber in Anlehnung an den Talmud gesteht man im Judentum größtenteils einem Fötus ab dem 41. Tag menschliche Schutzbedürftigkeit zu. Gemäß der Mischnah, also der mündlichen Überlieferung, ist Abtreibung im Judentum nur dann erlaubt, wenn Gefahr für das Leben der Mutter besteht.

Die Diskussionen darüber, ob es erlaubt sei, ernsthaft behinderte Kinder abzutreiben, sind sehr modern und werden unter dem Einfluss liberaler Weltanschauungen (!) geführt, was auch die derzeit eher »lockere« Abtreibungspraxis in Israel erklärt.

In der jüdischen Orthodoxie wird von einigen Gelehrten eine Abtreibung in bestimmten Fällen erlaubt, während andere sie sogar grundsätzlich verbieten. Das Chefrabbinat in Jerusalem hat am 24. Dezember 2007 in einer Entscheidung festgestellt, dass Abtreibung eine »schwere Sünde« sei und dass die gegenwärtige Abtreibungspraxis sogar die Ankunft des Messias verzögere. Das Rabbinat gab auch bekannt, dass man ein Komitee einrichten werde, dass sich bemühen soll, die Zahl der Abtreibungen in Israel zu reduzieren (vgl. hier).

Die Heilige Schrift unterscheidet weder im Alten noch im Neuen Testament in der Terminologie zwischen einem Embryo und einem Kind nach der Geburt. In der Bibel geht es zudem nicht nur um die Regelung ethischer Fragen, es wird wie selbstverständlich berichtet, dass Kinder im Mutterleib eine Beziehung zur Gott und ihren Eltern haben können (vgl. z.B. Ri 13,5–7; Ps 139,13–16; Lk 1,15; 1,41.44).

Hier das vollständige Interview mit der Psychiaterin Anke Rohde: www.spiegel.de.

Das soziale Geschlecht

Kolumnist Harald Martenstein sinniert für die Zeit über den Unsinn des »Gender Mainstream«:

Ich finde, dass die Theologie, verglichen mit den »Gender Studies«, eine exakte Wissenschaft darstellt, denn die Existenz Gottes ist immerhin möglich, während jeder Mensch, der Kinder hat oder sich oft mit Kindern befasst, schnell merkt, dass die Gender-Theorie unmöglich stimmen kann. Sie lässt sich folglich auch nicht belegen. Es ist einfach nur eine Wunschidee.

Hier der ganze Beitrag: www.zeit.de.

Die Terri Schiavo Story

41E6x5Xl9+L._SL500_AA240_.jpgTerri Schiavo (1963–2005) erlitt 1990 im Zusammenhang mit einer Bulimieerkrankung einen vorübergehenden Herzstillstand. Da der Sauerstoffmangel dabei ihr Gehirn schwerwiegend schädigte, fielt sie in ein Wachkomal. Einige behandelnde Ärzte schlossen ein Wiedererwachen von Terri aus. Die Eltern von Terri waren dagegen davon überzeugt, dass ihre Tochter Bewusssteinsaktivitäten zeigte und dokumentierten diese durch Videoaufnahmen. 1998 stellte der Ehemann von Terri Schiavo erstmals einen Antrag auf eine gerichtliche Erlaubnis zur Einstellung der künstlichen Ernährung. Nach jahrelangen rechtlichen Streitigkeiten wurde am 18. März 2005 der Nahrungsschlauch endgültig entfernt. 13 Tage später starb Terri aufgrund von Wassermangel.

Der Fall hat in den U.S.A. und auch in Europa große Debatten über Bioethik und Sterbehilfe ausgelöst. Joni Eareckson Tada hat nun zusammen mit der Familie von Terri eine Dokumentation zum Fall veröffentlicht und ermutigt darin, die sich ausbreitende Kultur des Todes nicht einfach hinzunehmen.

Mehr Informationen und einen Film-Trailer gibt es hier: theschiavostory.com.

Jerram Barrs‘ neues Buch über die Frauen

51kcQDu9mPL._SL160_.jpgJerram Barrs, Dozent am Francis Schaeffer Institute, hat eine neues Buch geschrieben. In:

entwickelt er Antworten auf die Frage: Was denkt Gott über Frauen? In der Einleitung erklärt er die Motive für das Buch mit folgenden Worten:

I have been deeply troubled in our churches by the way much teaching on women begins with the restrictive passages in 1 Corinthians 11 and 14 and 1 Timothy 2 and often ends there. It is not that those passages are insignificant, but I have been eager to ask a more foundational question: How does the Lord see women? I felt the best way to answer this question was to look at particular women whose stories are told in the Scriptures and to reflect on what God has to say. What does God think about women, and how does he treat them? My passionate desire and prayer is that the book will be an encouragement to women and a challenge to men to treat women with the same honor that the Lord himself shows. I originally gave these studies to about two hundred women in the setting of a women’s ministry at a local church. They were greatly encouraged by the studies, and it was these women who urged me to write this book.

Die Einleitung und das erste Kapitel des Buches kann hier herunter geladen werden: crossway.org.

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Gianna Jessen

gjessenweb.jpgGianna Jessen hat eine Spätabtreibung überlebt und ist seit Jahren unterwegs, um den Menschen zu erzählen, wie wertvoll das Leben ist. Außerdem singt sie und lief sogar 2005 beim großen London Marathon mit.

Gianna ist eine bewundernswert mutige Frau. Ihre Worte sind kostbar und fallen – Gott sei Dank – nicht nur auf steinigen Boden. Es lohnt sich, in diesen Vortrag reinzuhören, den sie 2008 in Australien vor erlesenen Kirchenvertretern und Politikern hielt.

Hier der Vortrag mit deutschsprachigen Untertiteln:

Gianna Jessen unterhält eine eigene Website. Dort können auch Anfragen für Vorträge hinterlegt werden: www.giannajessen.com.

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