Das Ende der bedürfnisorientierten Erziehung?

Der Bildungspsychologe Marcus Hassel ist davon überzeugt, dass die sogenannte bedürfnisorientierte Erziehung von Kindern Verhaltensauffälligkeiten eher fördert. Zwischen den Zeilen kann man heraushören, dass eine Erziehung, die sich vorwiegend an der Bedürftigkeit orientiert, Menschen nicht auf Wirklichkeit vorbereitet. Die Laissez-faire-Pädagogik oder die Reformpädagogik einschließlich der Inklusionsagenda haben ihre Versprechen nicht eingelöst.

Ein Zitat: 

Ich hatte vor zwei Wochen eine Fortbildung für Grundschullehrkräfte, da kam hinterher eine Lehrerin zu mir und sagte, ich sei ja Entwicklungspsychologe und sie hätte mit ihrem dreijährigen Sohn solche Probleme. Er würde immer nur treten und kratzen. In der Erziehungsberatung habe man ihr gesagt, sie müsse klare Regeln setzen und das Kind dann auch mal festhalten, so lange, bis es sich beruhigt hat und dann mit ihm sprechen. So was wollte sie aber nicht machen. Und da habe ich ihr gesagt, als Grundschullehrerin müsste sie doch eigentlich wissen, dass man von Anfang an Regeln setzen und sanktionieren müsste, wenn diese nicht eingehalten werden. Meine Sorge ist, dass die Kita-Philosophie, die letztlich die Laissez-faire-Philosophie der 70er-Jahre repräsentiert, in die Grundschule schwappt, und das hilft unserem Bildungssystem und den Kindern überhaupt nicht.

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